Satelliten-Überwachung soll Delfine retten

  • Pressemitteilung:

    Satelliten-Überwachung soll Delfine retten
    Dramatische Aktion zum Erhalt zweier seltener Meeressäuger

    Wellington (pte, 2. März 2004 18:11) - Mit drastischen Mitteln wollen die
    Umweltbehörden in Neuseeland zwei vom Aussterben bedrohte Delfine
    schützen: Satellitenmarkierungen sollen den Meeressäugern Schutz geben.
    Umweltorganisationen laufen Protest, berichtet BBC-Online
    http://news.bbc.co.uk heute, Dienstag.

    Das Schutzsystem wird derzeit vom neuseeländischen Department of
    Conservation (DOC) http://www.doc.govt.nz an drei Hector-Delfinen
    ausprobiert. Diese Delfin-Spezies ist mit rund 7.000 Tieren massiv vom
    Aussterben bedroht. Noch schlimmer sieht es nach Angaben der
    Umweltschützer mit den Maui-Delfinen aus. Deren Bestand wird auf knapp
    150 Tiere geschätzt. "Unser Wille etwas gegen das Aussterben der beiden
    Delfinarten zu unternehmen, wird dadurch gebremst, dass wir über die
    Lebensgewohnheiten der beiden Arten fast nichts wissen", erklärt Rob
    McCallum vom DOC. Lokale Umweltaktivisten laufen gegen die Idee Delfine
    mit den elektronischen Etiketten zu versehen jedenfalls Sturm.

    Erste Erfolge hat das Schutzprogramm Netzfischerei in der Zone zwischen
    Ufer bis vier Kilometer vor der Nordküste Neuseelands zu verbieten, aber
    gebracht, denn die Situation, dass tote Delfine angeschwemmt wurden, hat
    sich nicht wiederholt. Umgekehrt hatte das DOC berichtet, Delfine in
    weitaus größerer Entfernung, nämlich bis zu 15 Kilometer vor der Küste,
    gesichtet zu haben. Auch außerhalb der Schutzzone im Süden der Nordinsel
    wurden vereinzelt Tiere gesichtet. Genau aus diesen Gründen will das DOC
    die Delfine mit Satelliten beobachten, um festzustellen wie und vor allem
    wo die Tiere die meiste Zeit verbringen.

    Das Equipment, das den Delfinen auf der Rückenflosse angebracht wird,
    entspricht etwa der Größe von zwei Streichholzschachteln und wiegt 50
    Gramm. Der Sender kann nur dann Daten senden, wenn sich die Tiere an der
    Wasseroberfläche befinden. Da die kleinen Delfine nicht besonders lang
    und tief tauchen, können nach Angaben der Forscher genügend Daten
    gesammelt werden. Ann Ruply, Sales-Manager von Wildlife-Computers, dem
    Hersteller der Sender, findet, dass Delfine für dieses Equipment ideal
    geeignet sind. Die Delfin-Expertin Liz Slooten, Zoologin an der Otago
    Universität, widerspricht Ruply. "Andere Datenerhebungen, die weniger
    traumatisierend für die sensiblen Tiere sind, eignen sich mindestens
    ebenso gut", meint Slooten. Akustische Signale oder Beobachtungen aus der
    Luft stören das Leben der Delfine weniger, findet die Meeresbiologin.

    Weitere Informationen:
    http://www.doc.govt.nz/Conservation/0…phins/index.asp
    (Ende)

    Aussender: pressetext.austria

    MfG, Frank


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