Wie gewöhnt Ihr neue Fische ein?

  • Hallo liebe Forenmitglieder und Forengäste,

    ich habe ein großes Problem mit dem Nachsetzen von Fischen, das oft mit den Verlust der neuen Fische endet. Meine letzten beiden Versuche waren ein Chelmon rostratus und dann ein Ctenochaetus hawaiiensis. Den Rostratus ließ ich erst eine Woche lang in einer Schwimmschule schwimmen. Er wurde danach aber trotzdem nicht ans Futter gelassen und immer von fast allen Fischen gejagt. Nach ca. 2 Wochen ist er dann verhungert. Noch schlimmer war es bei meinem letzten Versuch einen wunderschönen und sündhaft teueren Ctenochaetus hawaiiensis. Den habe ich ohne Schwimmschule, weil er schon ziemlich groß war, ins Becken getan. Er wurde innerhalb eines halben Tages tot gebissen., wahrscheinlich von meinem Zebrasoma xanthurum. Ich bin ganz verzweifelt und trau mir keinen Fisch mehr zu kaufen.
    Wie handhabt ihr das mit dem Nchsetzen eines Fisches?
    Im Voraus schon vielen Dank für eure Tipps.

    mfg
    Peter Ismaier

  • Hallo Peter, ich gewöhn meine Tiere immer schön ein und dann rein damit, bis jetzt hatte ich nie große Probleme mit dem Nachsetzen von Fischen.

    Gruß Stefan

    P.S.Sorry das ich dir da nicht weiter helfen kann !!!

  • Ich habe die letzen Wochen ebenfalls meinen Fischbesatz komplettiert.
    Während die neuen im Eimer per Tropfmethode akklimatisiert werden, bekommen die anderen Fressen zuhauf. Nachdem der erste Hunger gestillt ist, die neuen dazu.
    Im selben Moment schütte ich das Aquarium förmlich mit Futter zu. Und zwar an mehreren Stellen gleichzeitig.

    Bis die ganze Bande merkt, das neue da sind, können die sich kaum noch bewegen vor vollen Bäuchen. Hat sogar mit Doks funktioniert.

  • Hallo Peter!

    Der rostratus ist bekannt als problembehaftet mit dem Futter. Entweder mit dem Annehmen von Futter oder auch mit dem Problem, dass er sich von anderen agres. Fischen vertreiben läßt. Fachliteratur hilft dir da besser bei der Wahl deiner Tiere.
    Beim Doc ist es ebenfalls ein heikles Unterfangen diesen in einem nicht allzu großen Becken zu einem bereits eingewöhnten Tier dazuzusetzen.
    In beiden fällen sind solche Todesfälle nichts ungewöhnliches und deshalb wird auch oft genug davor gewarnt. Man (du) gehst das Risiko ein und hast eben statt Glück - Pech gehabt. Das kann dir beim nächsten Mal genauso passieren - oder auch nicht.
    Wenn du das verhindern möchtest, mußt du die Wahl deiner weiteren Fischgesellschaft überdenken oder weiterhin das Risiko eines toten Fisches eingehen.
    Sorry, wenn ich dir zu deinem "Problem" keine Lösung ohne Fischwahländerung anbeiten kann.

    Liebe Grüße,
    Peter

  • Hallo Peter,

    ich geh folgendemaßen vor:

    Die Temperatur im Transportbeutel wird dem Aqarienwasser angeglichen, dann kommt der Transportbeutel in eine kleinen Eimer und wird "angetropft" mit dem Beckenwasser. nach gut einer Stunde entlass ich die Tiere dann in das Becken. Dies gilt bei allen Fischen die in einem optisch ausserordentlich guten Zustand hier ankommen, oder aber schon Aquarienbedingungen gewohnt sind. Es solte zwar eine gewisse Vorsicht herrschen doch je schneller dsto besser fü den Fisch. Es muß also vorab eine abwägung dieser Prozedur, den Fisch berücksichtigt, erfolgen.

    Bei heiklen Pfleglingen oder auch bei geschwächten oder hektischen Tieren wird zusätzlich Abgedunkelt, dem Wasser das Preis Immun Tonic und Coly zugegeben. Die Eingewöhnungsphase kann hier schon mal bis zu fünf Std. dauern. neuerdings geb ich gerade bei vorgeschwächten Tieren das Ultrammin S noch Zusätzlich hinzu. Wird sehr gut vertragen!

    Für äussere Verletzungen hat sich das "einpinseln" der betroffenen Stellen nach Wirkung des Immun Tonic, mit Ektozon bewährt. Der Fisch sollte halt möglichst keine Streß erleiden dabei. Also ohne das Immun Tonic wird das eher nicht so gut klappen und es wird meist mehr geschadet als gutes getan.

    Meist werden die Tiere im Aufzuchtbecken oder in der Artenanlage eingewöhnt um sie separiert erst einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Auch für Nahrungsspezialisten hat sich diese Methode gut bewährt.
    Ein Beibsatz besteht meist aus einem Putzerlippfisch und ein paar Putzergarnelen quasi zur natürlichen Prophylaxe. Der Aufbau in so einem Becken sollte einem normalen Aquarium entsprechen. Das Zusammenschrauben der kpl. Steine hat sich bewährt denn so kann man den geamten Aufbau mit einem Handgriff entnehmen und den Fisch so möglichst kurz und Streßfrei herausfangen.

    Ideal ist so ein Becken im bypass zum endgültien Habitat zu haben, dann fällt der Streß der erneuten Wassereingewöhnung weg, denn genau dieser beschert der Quarantäne einen berechtigten zweigeteilten Ruf :winking_face:


    Gruß Thilo :face_with_tongue:

  • Ich denke das Probelem ist nicht das nachsetzen sondern einfach das der alte Bestand schon zu groß für das entsprechende Becken ist und es einfach ein starke Raum / Nahrungskonkurenz gibt.
    Wenn man dnan noch Sparsam füttert sehen die alten Tiere automatisch rot! Versiche mal was anderes, wie einen Lippfisch z.B. der sollte keine Konkurenz darstellen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,
    erst mal vielen Dank an alle dir mir geantwortet haben.
    Das Problem ist nicht das eingewöhnen, zwegs Wasserangleich, sondern das verhalten der eingesessenen Fischgesellschaft. Hungrig sind meine Fische auch nicht, da ist keiner dabei, der nicht einen runden Bauch hätte. Es ist einfach nur der Druck der alten Fische auf die neuen. Sei es Fressgewohnheiten, wie Algenfresser, oder gleiche Form oder fast gleiche Farbe.
    Ich werde jetzt erstmal keine neuen Fische mehr einsetzen und mal abwarten.

    Nochmals vielen Dank an allen
    Peter Ismaier

  • Hallo Peter Ismaier,

    das problem haben sicher einige, und die enigsten bleiben davon verschont,. man hat halt so seine bevorzugte Fischgruppen :]

    Die beste Lösung hast du selbst schon geschrieben: mach mal Pause :grinning_squinting_face:

    Einen Tipp kan ich dir aber noch geben:

    Ich habe schon oftmals die dominanten Tiere im Becken herausgefangen (Fischfalle) und für ein paar Tage separiert, dann die neuen und die alten Zusammen einsetzen, das hilft oftmals sehr gut.

    Die Erfolgschance erhöht sich dann zudem wenn du das Becken etwas umgestaltest, was ich insebsodneresbei besonders "Intelligenten" und Aufgeweckten Tieren ohnehin für sehr Sinnvoll halte.

    Z.B Drückerfische oder andere Korallenbeisser, haben es sehr gern wenn sie mal wieder neue Runden drehen können und kommen nich auf (für uns Menschen) dumme gedanken ;).

    hier kommt auch der Tipp mit dem Aufbauten Zusamenschrabuen sehr gut, dann muß nicht so viel im Becken hantiert werden was wiederum weniger Streß bedeutet. mache das meist auch bei ausgeschaltetem Licht wenn jeder seinen Schlafplatz aufgesucht hat.


    Gruß Thilo :face_with_tongue:

  • Zitat

    Original von Thilo
    hier kommt auch der Tipp mit dem Aufbauten Zusamenschrabuen sehr gut, dann muß nicht so viel im Becken hantiert werden was wiederum weniger Streß bedeutet. mache das meist auch bei ausgeschaltetem Licht wenn jeder seinen Schlafplatz aufgesucht hat.

    Du baust Deinen Riffanbau um, wenn Deine Tiere schlafen? Nachts? Hmm.... hoffentlich kommt Deine Frau nie auf die Idee, nachts, wenn Du im Bett liegst, das Schlafzimmer umzuräumen.... Besonders wenn dann das Bett an der Reihe ist, wird das etwas ungemütlich :grinning_squinting_face:

    Nee, mal im Ernst, ich bau ja auch ab und zu mal um, aber besonders nachts hab ich mir das bisher immer verkniffen. Zwar mache ich dabei dann auch das Licht aus, das liegt aber daran, dass ich eine Abdeckung habe und die vorher wegräumen muss. Die Fische verkriechen sich dann natürlich, aber ich bezweifle, dass sie schlafen.

    Viele Grüsse Kathrin

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    Einmal editiert, zuletzt von brombeere (29. Februar 2004 um 17:00)

  • Hallo Katrin :smiling_face:


    hehe... Lustig, ja das ist was dran :grinning_squinting_face:

    Also sagen wir mal so, manche Schlafen sicher schon, und manche "stehen" auch nur an ihrem Platz oer gar im Freiwasser, das ist ja von Tier zu Tier unterschiedlich.
    Da hift es natürlich schon wenn man die verstecke seiner Fische in etwa kennt, um nicht zu sehr ins "Fettnäpfchen" zu treten das stimmt. (z.B. bei P.volitans :face_with_rolling_eyes: )

    Aber grundsätzlich habe ich halt die Erfahrung gemacht daß die Fische wesentlich weniger gestört werden,wie wenn du tagsüber mit einer im vergleich zu den meisten Fischen, riesigen Hand im Becken werkelst.

    Das ist natürlich wiederum sehr vom Bestaz abghängig, ich hab Fische die mögen das sogar förmllich und kommen regelrecht an die Hand des Pflegers um auf einen Leckerbissen zu warten, aber viele verschwinden dann halt auch in die letzte Ecke und das muß ja nicht unbedingt sein, es gibt genügend Arbeiten die man nur tagsüber machen kann weil man das Licht braucht, also vermeid ich halt da wo ich kann und es für Sinnvoll halte, was natürlich schon dem Besatz auch angepasst sein muß klar :winking_face:


    Gruß Thilo :face_with_tongue:

    Einmal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (29. Februar 2004 um 17:41)

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