Und mal wieder ein kleines Update:
Nachdem ich zwischenzeitlich die Scheiben alle 2 Stunden putzen konnte, scheinen die niederen Algen jetzt auf dem Rückzug zu sein. Es gibt kaum noch neue Belege auf dem Scheiben, und die Fadenalgen auf den Steinen scheinen braun zu werden. Liegt vermutlich daran, dass Nitrat und Phosphat auf Null (im Rahmen der Messgenauigkeit) sind, nachdem das ursprüngliche Totmaterial in Biomasse umgewandelt worden ist. Nur dort, wo die Strömung am stärksten ist, haben die Algen noch eine kräftig grüne Farbe. Anscheinend filtern sie die Nährstoffe sehr effizient aus dem Wasser.
Eventuell hat es aber auch damit zu tun, dass ich nochmal neuen Lifesand eingebacht habe und der feine Staub sich überall abgesetzt hat und die Algen belastet. Generell scheint mir die letzte Lieferung sand sehr frisch gewesen zu sein, da ich jetzt einiges an Würmen durch den Sand kriechen sehe.
Generell ist doch das Leben stark auf dem Vormarsch. Man sieht die Fühler von Schlagensehsternen, die ersten roten Röhrenwürmer (die braun-farblosen gab es schon länger). Krabben gibt es auch noch viele im Hauptbecken, wenn ich die weissen Schalen richtig als Häutung interpretiere. An einer Stelle kommen Xenien und eine Bäumchenweichkoralle als den Steinen. An anderen Stellen etwas noch nicht klar zuordnenbares, irgendwas zwischen Weich und Steinkoralle vermutlich, zeichnet sich stärker ab bzw streckt kleine Polypen aus der Oberfläche.
Da der Ca und Mg Gehalt des ersten Salzes (AquaSystem - Instant Ocean) zu niedrig war, versuche ich die Werte jetzt langsam nach oben zu ziehen. Dummerweise ist das Salz, was ich mir für den Wasserwechsel besorgt habe (Tropic Marin, das ohne Reef im Namen) auch nicht besser. Naja, vielleicht kann ich das nochmal umtauschen, auch wenn schon angefangen. Aber erstmal sollte der WW ja eh nicht so wichtig sein.
Nachdem ich letztens 2 Einsiedler (kann es sein, dass einzelne Krebse bevorzugte Schlafstellen haben, an die sie immer wieder kommen?) und 3 Schnecken eingesetzt habe, kamen jetzt 3 Weissbandputzergarnelen (Lysmata amboinensis) und als erster Fisch ein Orangerückenzwergkaiser (Centropyge acanthops). Ich habe auch das Gefühl, dass das Knacken im Becken jetzt stärker und häufiger geworden ist. Hoffe mal das ist kein Räuber (der würde seine Beute ja wohl nicht verschrecken?). Ausser bei den Schnecken (schwierig zu zählen, wenn man nicht alle auf einmal sieht) weiss ich zumindest, dass noch alles da ist.
Beliben noch ein paar ungeklärte Fragen zum Besatz. Ist das auf dem Bild eine Feueranemone? sie war von Anfang an in dieser Grösse (ca 1cm) auf dem Stein vorhanden (gibt wohl noch 2 oder 3 andere davon im Becken). Und gerade gestern habe ich diese Nacktschnecke gefunden. Sie scheint die Fadenalgen auf der Rückwand zu fressen (allerdings wesentlich weniger effizient als die Gehäuseschnecken). Weiss jemand, welche Art das ist? Ich tippe auf eine Elysia irgendwas.