Beiträge von bendel

    Hallo,

    Ich habe mir zum Testen auch mal ein paar Suna ECO LED Balken besorgt. Das ganze ist als Unterstützung einer 2*24W T5 Röhre für die Refugiumbeleuchtung gedacht (Die Algen im Hauptbecken wachsen deutlich schneller, deshalb gibt es jetzt etwas mehr Power). Ich habe einmal Marine White, Marine Blue und zweimal Daylight. Die Marine White wirkt (aufgrund der kühlen Lichts?) heller als die Daylight. Die blaue ist sieht dunkler aus, in etwa wie blaue zu normalen Leuchtstoffröhren. Ich denke eine Mischung Marine White/Marine Blue ist am besten für ein Meerwasserbecken. Im Endeffekt ist es vielleicht leicht heller als eine Leuchtstoffröhrenmischung mit gleicher Wattzahl. Der Krisseleffekt ist klar vorhanden, allerdings deutlich kleinteiliger als wenn man nur wenige grosse Punktlichtquellen wie HQI übers Becken hängt. Momentan ist das ganze ohne Belüftung im Unterschrank und die Balken werden deutlich warm (eine grössere LED Dichte ist ohne aktive Kühlung also vermutlich ein Problem). Auch schade, dass sie mit den mitgelieferten Netzteilen nicht dimmbar ist. Da müsste man sich vielleicht ein anderes Netzteil kaufen/bauen. Werde auch mal ein paar Korallenableger ins Becken tun und mal sehen wie sich das entwickelt.

    Grüsse,
    Steffen

    Ich habe schonmal überlegt, eigentlich müsste es doch einen Markt für eine homeopathische Spurenelemente-Produktreihe geben. Garantiert ohne Nebenwirkung! Da können die Leute endlich mal mit guten Gewissen teure Sachen in ihr Becken kippen.

    Hallo,

    Ich hatte mir vor 4 Wochen eine 4er Gruppe besorgt, wovon einer deutlich kleiner war. Der größte hat dann die beiden etwas kleineren gejagt. Wobei sie durchaus die meiste Zeit über zusammen schwammen, nur abends (eventuell auch mal zu anderen Zeiten), wurde es etwas hektisch. Nachdem der eine Bipartus den anderen anfängt zu jagen und in der in die andere Beckenhälfte flüchtete, übernahm dort ein Sechstreifenlipfisch die Verfolgungsjagt. Das ganze war so stressig, dass der verfolgte irgendwann im Ablaufschacht endete. Sah ramponiert aus und ich habe ihn ins Filterbecken umgesiedet. Das selbe passierte dann noch dem anderen mittleren Grosszahnlippfisch. Momentan sehe ich im Filterbecken aber auch immer nur einen, keine Ahnung ob es der zweite nicht überlebt hat. Werde den Fisch aber abgeben und nicht zurück setzten. Änhliches war auch bei den Sechsstreifenlippischen, dort ist auch nur noch ein Paar gross/klein (der dritte ist den üblichen Weg: ->Ablaufschacht->Fitlerbecken->Aquariumladen gegangen). Jetzt scheint es sich erstmal beruhigt zu haben: die bipartus vertragen sich und der Sechstreifenlippi jagt vertreibt mal den einen mal den anderen wenn er sich gerade gestört füllt, sie nehmen es aber locker.

    Gruss,
    Steffen

    Hallo,

    Ich habe den Acrylglaskleber benutzt, den ich auch zum Verkleben der Acrylglasplatten benutzt habe. Da ich nciht sicher war, wie gut dass auf der Oberfläche hält, habe ich es an den Kontaktstellen richtig dick aufgetragen, so dass es einem dicken Topfen bildet und teilweise in das Riffgetein rein läuft (eventuell in mehreren Schritten nachdem ein Teil getrocknet ist nochmal was drüber tun, damit die Verbindungsstelle schön dick ist). Das ganze dauert dann wesentlich länger zum Aushärten, statt der paar minuten dann ein halber Tag. Ist am Ende aber hart und der Kleber wird weiss. Bis jetzt bin ich mit diesem Provisorium zufrieden.

    Gruss,
    Steffen

    Hallo Rolli,

    Ich finde die pH-Sonde an der Iks eigentlich recht praktisch, selbst wenn ich nicht sicher bin, ob es momentan etwas zu niedrig kalibiert ist (war vorher wohl zu hoch). Aber die Schwankungen zwischen morgens und abends finde ich schon interessant. Man bekommt ein Gefühl dafür, was im Becken abgeht und ob der KH Wert noch ok ist.

    Gruss,
    Steffen

    Ich glaube sie reagieren nicht auf Bewegung, sondern auf Helligkeitsänderungen. Hatte micht auch zuerst gewundert, dass einige Röhrenwürmer verschwinden, wenn ich winke.

    Gruss,
    Steffen

    PS:
    Habe die These gerade verifiziert beim Borstenwurm im Filterbecken. Wenn ich die Hand langsam gewegen, dann reagiert er wenn es dunkler wird.

    Hallo,

    Ich habe jetzt mit Balling angefangen und plane, eine Lösung für NaCHO3, eine für CaCl2, eine für Mgcl2/MgSO4 und eine für NaCl freies Salz. Kalziumchlorid und Magenesiumclorid sind gut löslich, Natriumhydrogenkarbonat auch noch halbwegs. Nur mit dem Natirumchlroidfreien Salz zum Ausgleich der Ionenkonzentration habe ich Probleme. Wollte eigentlcih eine 40g/l Lösung herstellen. Aber es bleibt immer ein ungelöster Rest. Kann es sein, dass darin schwer lösliche Bestandteile sind und es damit in der Form nicht klappt? Oder darf ich nur sehr wenig lösen und muss dann entsprechend mehr Wasser ansetzen?
    Wollte es eigentlich nicht beim Wasserwechsel hinzufügen, sondern dort nur nur normalen Salz mit leicht niedrigerer Salinität benutzen (oder zwischendrin immer mal wieder einen Liter Wasser durch Osmosewasser ersetzen um die Dichte konstant zu halten).

    Grüsse,
    Steffen

    Die Rechnung scheint mir schon zu stimmen: (15l * 1.0245kg/l + 1l * 1.0kg/l )/16l = 1.023g/ml

    Ich vermute mal, dass die Temperatur oder Dichte nicht korrekt gemessen wurden.

    Gruss,
    Steffen

    Die Wassertonne ist durch den Boden vermutlich relativ gut isoliert. Die zugeführte Wärme kann dann schlecht abliessen und das ganze wird sich auf die Temperatur des Aquariumswassers einpegeln. Insofern würde ich es so rechnen, als ob die Tonne einfach mit im Wasserkreislauf drin hängt. Das stabilisert die Temperatur ein wenig, aber vemutlich bringt es nicht allzu viel (wenn VolumenTonne < Volumen Aquarium).

    Grüsse,
    Steffen

    Tagsüber wenn das Licht an ist, wird durch die Photosynthese der Algen und Korallen C02 verbraucht. Nachts wenn der Licht aus ist, wird dann vermehrt CO2 produziert, und damit das Wasser saurer. Und je kleiner die kH, desto stärker die pH-Wert-Änderungen.

    Ich habe mal kurz (und ungenau) gemessen:

    1 Würfel Mysis (3,3g Gesamtgewicht bzw 0.3g Trockenmasse) in ca 200ml Beckenwasser aufgetaut. Ergebnis ist, der Phospattest ist am Limit mit >=2mg/l. Hätte ich jetzt nochmal verdünnen sollen, um es genauer zu bestimmen, war ich aber zu faul zu. Vielleicht das nächste Mal. Rein vom Phosphorgehalt in der Trockenmasse müsste man wohl auf ca 20mg/l kommen, die aber meiner Meinung noch nicht gleich als gelöstes Phosphat messbar sein sollten. Insofern war da jetzt eigentlcih schon recht viel drin (und wenn ich hier nicht so lange schreiben würde und es gleich nochmal richtig gemessen hätte, dann wüsste ich es auch).
    Erstaunlich (zumindest für mich) war aber, dass ich kein Nitrat messen konnte (Gegenscheck mit Leitungswasser zeigt eine deutliche Reaktion). Aber vermutlich muss das im Gegensatz zum Phosphat erst durch anderen Prozesse erzeugt werden.

    Zitat

    Das Phosphat zumindestens kommt wohl nicht aus aufgeplatzten Zellwenden oder den gefrorenen Tieren selbst sondern aus dem Wasser

    Allerdings sollte der Phosphorantei (ebenso Stickstoff) in der Trockenmasse von Lebewesen deutlich höher sein als selbst stark belastetes Wasser. Habe das so etwas von 0.5% (Stickstoff 5%) in Erinnerung. Da müsste das Wasser schon ganz schön belastet (500mg/l), um auf ähnliche Werte zu kommen.

    Stimmt das wäre mal ein sinnvolles Experiment. Einen Würfel in vielleicht 1l (oder 10l? je nachdem, wie man was dann noch was sinnvolles mißt) Becken- oder Osmosewasser und dann direkt nach dem Auftauen messen. Und dann kann man das ganze stehen lassen und gucken wie sich das jeden Tag ändert.

    Hallo,

    Man sagt ja immer, das man Frostfutter nach dem Auftauen erstmal ausspülen soll, um nicht so viel Nitrat und Phosphat ins Becken zu bringen. Momentan tue ich das nicht, sondern gebe den Frostwürfel teilweise direkt ins Becken (Faultheit und weil beim Abspülen sonst Kleinpartikel verloren gehen, über die sich einige Beckenbewohner noch freuen).
    Die Frage die sich mir stellt, ist der Unterschied zwischen Spülen und Nichtspülen eigentlich relevant? Meine Überlegung dabei ist folgende: Phosphat und Nitrat im Futter entstehen durch Abbau der organischen Substanz (durchs Frosten gegen teilweise die Zellwände kaput, was das ganze begünstigt). Solange das ganze aber nicht extrem zersetzt ist, sollte der meiste Stickstoff und Phosphor noch in der der organischen Futtermasse gebunden sein. Wenn damit hauptsächlich Fische gefüttert werden, wird zumidnest der Stickstoff wohl größtenteils als Harnstoff ausgeschieden (keine Ahnung wie das mit Phosphorverbindungen ist). Das zieht dann der Abschäumer raus? In dem Fall würde es dann vielleicht ein Unterschied machen, wenn man daran vorbei Nitrat einbringt.
    Da ich aber keinen Abschäumer verwende (momentan ist Nitrat und Phoshat mit JBL nicht nachweisbar, klappt alos wie geplant) und somit im Abbauprozess sowieso Nitrat und Phoshat entsteht, sollte doch der Unterschied in der Gesamtbelastung recht gering sein, egal ob man Futter spült oder nicht. Hat dazu jemand irgendwie nähere Informationen oder sieht einen Denkfehler?


    Grüsse,
    Steffen

    Man könnte ja mal ein kleines minimales Testbecken, nur mit eigener Beleuchtung und ein paar Ablegern in den Wasserkreislauf hängen. Wenn das die selben Effekte zeigt, dann weiss man wenigsten, dass die Probleme im Wasser zu finden sein müssen. Und dann sollte man es eigentlich auch in einer detailierten Wasser-Analyse herausbekommen können (ausser wenn es sehr ungewöhliche und niedrigkonzentrierte Gifte sind).

    Zitat

    allem RICHTIG geeicht

    Wie sagte doch unser Praktikumsleiter immer: "Eichen darf nur das Eichamt, wir kallibieren". Aber gut, das ist pedantisch.

    Digitale Messgeräte sind in der Tat aufgrund der scheinbaren Einfachheit ein Problem. Zu viele Stellen und man merkt nicht wenn man Murks macht. Bei analogen Messegeräten hat man ein besseres Gefühl für die Genauigkeit. Allerdings selbst wenn die 2 Nachkommastellen bei meiner (fest verbauten) Ph-Sonde nicht wirklich genau sind und es sicher auch eine Drift über längere Zeit gibt, so ist die tägliche Schwankung (morgens-abends) schon recht aussagekräftig. Man hat nach der kH Erhöhung zum Beispiel gut gesehen, wie die Differenz kleiner wird.

    Grüsse,
    Steffen

    Nicht ganz,

    Proteine sind (gefaltete) Ketten aus 26 (?) verschiedenen Aminosäuren (die von der DNA kodiert sind). Aminosäuren beinhalten Stickstoff. Phosphatverbindungen sind der wichtigste Energieträger in der Zelle. Beim Zusammenbau der Aminosäurenketten in den Ribosomen werden zum Beispiel 3wertige Phosphatverbindungen (glaube es war Adinosin-3-Phospat und Adinosin-2-Phasphat; will mal nicht googlen :smiling_face: ) abgebaut um die Energie zu liefern. Umgekehrt werden beim Abbau vom Zucker (oder auch bei der eigentlichen Energieaufnahme der Photosynthese) wieder höherernergetische Phosphatverbindungen aufgebaut um Ernergie für andere Sachen zu liefern.
    Also kein Wunder, das beides zusammen Algen gut wachsen lässt (solange zumindest kein Mangel an anderen kritischen Dingen wie Eisen ist)

    Grüsse,
    Steffen

    Ein Hallo aus dem Nachbarkanton,

    Auch ich habe eine violette und eine gelbe Menella, welch ein Zufall. Meine bisher noch recht kurze Erfahrung (2 Wochen):
    Sie mögen eine gute (bei mir laminare) Strömung. Erst gibt nur die violette gut auf, die von Anfang an eine schöne Breitseite Strömung bekam. Nachdem ich mehr unabsichtlich die Steine verückt hatte und auch die gelbe etwas mehr abgekam, steht sie besser da. Beide stehen relativ, aber nicht maximal hell und sind etwa 70% der Zeit offen. Wenn sie mal zu sind, und ich die Fische mit Frostfutter (werfe einfach einen Block ist Becken, dann ist auch was für die Filtrierer dabei), dann geht sie eigentlich innerhalb von 2 Minuten auf. Sie reagiert also auf jeden Fall darauf, wenn etwas Verwertbares in Wasser ist.
    Weiss jetzt nicht, ob das viel hilft, aber naja.

    Grüsse,
    Steffen

    Bezüglich des ersten Links (den anderen habe ich mir nicht angeschaut):

    Hmm, ein Salz mit wichtigem Quecksilber und Uran. Lecker! Ich frage mich auch, ob die 1470mg/l Mg für das ungelöste Pulver im Sack gelten.

    Grüsse,
    Stefefn

    Hallo,

    Wenn man viel Totmaterial einbringt, dann kann ich ein langsames Hochfahren durchaus verstehen. Sonst stellt sich eventuell ein ungewünschtes Gleichgewicht ein, aus dem das System nicht mehr raus kommt.
    Wenn man allerdings fast nur Lebendgestein hat, so sehe ich konzeption eigentlich keinen Grund, das ganze erstmal auf Minimum zu fahren und so noch mehr als sowieso schon absterben zu lassen. Ich habe frisch importiertes Lebengestein verwendet, das sicher am Anfang sicher ne Menge Abbauprodukte (von abgestorbenen Algen) ins Wasser entlassen hat (und natürlich habe ich jetzt Unmengen Krabben im Becken). Gab halt den klassischen Nitritpeak, aber der war schnell weg und selbst Nitrat und Phosphat ging auch ohne Abschäumer (und der hätte sicher einiges rausgezogen, wenn ich das mit den im Laden weiter gehälterten Steinen vergleiche) nach 2 Wochen auf nicht nachweisbar (mit JBL) runter. Natürlich sind die Algen stark gewachsen, irgendwo müssen die Nährstoffe ja hin. Aber auch das hat sich nach 4 Wochen gegeben und sie wurden wieder braun. Weichkorallen habe ich nur deshalb nicht eingesetzt, weil ich mehr auf SPS aus bin, allerdings wachsen einige durchaus aus den Steinen. Einzelne kleine Fische habe ich auch recht früh eingesetzt. Eigentlich wollte ich nen Doktor auch schon dazu setzten, bevor die ganzen Algen absterben (so dass er noch mehr davon fressen kann), aber das klappte logistisch nicht.
    Mal sehen, wie die langfristigen Ergebnisse sind, wüsste aber nicht, warum das nicht klappen soll. Momentan wurde ich mich eher, warum trotz meiner Meinung nach recht guter Fütterung (Frostfutter wird nicht ausgespült) die Algen nicht wieder stärker wachsen. So viele Korallen als Nahrungskonkurenten gibt es noch nicht und irgendwo müssen die eingebrachten Nährstoffe ja hin.

    Grüsse,
    Steffen

    Hallo,

    Seit einer Woche habe ich eine Diodogorgia sp. 01. Da sie wohl keine Zooxanthellen hat, habe ich sie in die dunkelste Ecke des Aquariums gesetzt. Momentan ist sie fast ausschliesslich Nachts geöffnet, und vielleicht kann mir ja jemand erklären warum das so sein könnte. Nicht dass es mich wirklcih stört, nur bekommt sie dann halt von den anderen Fütterungen nichts ab, und das ist ein bischen schade. Sie war durchaus mal kurz tagsüber auf, dass hat aber nie lange angedauert. Ich habe dann gesehen, dass der Zwergkaiser mal kurz dran gepickt hat (sonst gibt es nur Chromis und Grundel und die picken nicht an der Deko). Allerdings war das nicht motiviert und kommt nicht häufig vor. Eine andere Menella sp. eigentlich immer geöffenet, allerdings steht sie auch in stärkerer Strömung (und etwas heller). Die Strömung ändert sich aber nicht, insofern macht es wenig Sinn, dass die Diodogorgia nur nachts aufgeht. Wenn das Licht abends dunkler wird, dann kommen natürlich eine Menge Kleinslebewesen raus und vielleicht reagiert sie darauf? Allerdings sind die meist nur für eine halbe Stunde im Dämmerlicht aktiv. Ist also auch keine wirkliche Erklärung.
    Kann natürliich alles reine Gewohnheit sein. Hatte jemand Erfahrung mit der Art und kann vielleicht etwas dazu sagen?

    Wasserwerte:
    NO3 und Po4 nicht nachweisbar (mit JBL), kein Abschäumer
    CA 420
    Salinität 37
    Temperator momentan 27-29 Grad (morgens-abends, niedriger, wenn es draussen nicht ganz so warm ist)
    PH 8.1-8.6 (morgens-abends)

    Grüsse,
    Steffen

    Hallo Martin,

    Das eletronische Dichtemessgerät, das ich mal hatte, war auch etwas merkwürdig. Es sagt zwar 'specific graviity', also spezifische Dichte, allerdings passt die nicht zu angezeigten Silinität. Trotz Kalibrierung schien es mir auch immer eine zu geringe Silinität anzuzeigen. Die Dichte würde eventuell stimmen, wenn es die absolute wäre. Generel kam ich mit dem Gerät nicht klar. Immer wieder hat es viel zu geringer Werte angezeigt (eventuell muss man auch extrem häufig kalibieren?). Da komm ich mit dem Aeometer bzw für schnelle Messungen das Refraktometer deutlich besser zurecht.
    Diese Verwirrungen scheinen also nicht unüblich zu sein. Die Vermischung von deutschen und englischen Wörtern und Massen (habe hier kein sz) hilft dabei auch nicht. Vermutlich sollte man sich SI Einheiten angewöhnen und bei der Dichte die Einheit g/cm^3 dazu schreiben, dann kann man es nicht verwechseln (spezifische Dichte hat ja keine Einheit).

    Grüsse,
    Steffen

    So, mittlerweile weiss ich wo die Grundel ihre Höhle bezogen hat. Im Gegensatz zum eher vegitarischen Zwergkaiser frist sie auch alles was ihr vor die Schnauze kommt. Hatte schon befürchtet, dass die Fütterung schwierig wird. Aber auch wenn sie recht versteckt lebt, so treibt die Strömung doch genug Futter bei ihr vorbei. Leider weiss ich nicht genau, ob der Symbiosekrebs bei ihr in der Höhle ist.
    Langsam fange ich auch an, das Becken mit Korallen zu besetzen. Es ist eine Röhrenkoralle (Clavularia viridis) dazu gekommen. Sie hat sofort aufgemacht und steht sehr gut. Ausserdem gibt es noch eine Hirnkoralle, die ich nicht genau bestimmen kann. Heute kam dann noch eine vermutlich Seriatopora hystrix, könnte aber auch stellata sein. Momentan recht braun, mal sehen ob sie später eher Richtung pink geht. Habe gerade gesehen, in ihr sitzt eine farblich angepasste Krabbe. Werde das mal beobachten, ob die dort hin gehört.
    Da ich beim Einsetzen der Einsiedler beobachtet hat, wie der er den Schrödi gemacht hat (also den andern abgeklopft und vermutlich sowas gesagt wie 'ich will hier rein'; aber ohne Erfolg), hatte ich noch ein leeres Schneckenhaus ins Becken getan. Hatte allerdings nur ein deutlich grösseres (so 3fach). Anscheinend hat der Krebs jetzt gewechselt. Mal sehen wie das in Bewegung aussieht.
    Apropo Krebstiere. Die Krabben scheinen die eizigen zu sein, die in den Ablaufschacht geraten. Und von dort vermutlich auch ins untere Becken.
    Um die Algenfront zu verstärken (die bestellten Fische kommen nciht wie geplant diese sondern erst nächste Woche an), habe ich mir einen Riffdach Bohrseeigel (Echinometra mathaei) besorgt. War gar nicht so leicht aus dem Verkaufsbecken zu bekommen. Und auch witzig, wie er mit den Stacheln und Fühlern sich fortbewegt. Mal sehen ob er auch an die höheren Algen geht (der Zwergkaiser steht ja mehr auf die dünneren Algen, habe ich jetzt auch zum ersten Mal Trockenfutter nehmen sehen). Wenn er dort gut aufräumt, dann könnte ich eventuell auf den Doktor (Gelbringborstenzahn ist geplant) verzichten. Bin nicht so der Fan von grossen Fischen in kleinen Becken.
    Und zu guter letzt sind jetzt noch 6 Schwalbenschwänzchen (Chromis viridis) dazu gekommen um etwas Leben ins Becken zu bringen. Das kappt auch recht gut. Sie schwimmen als Gruppe gut zusammen und werden ab und an vom acanthops verscheucht. Aber alles sehr harmlos. Scheint mir auch, dass sie als Gruppe versuchen einen Schlafplatz zu finden. Hatten sich zumindest gemeinsam hinter die Verkleidung verzogenm wurden aber von dort wieder vertrieben. Mal sehen, wie das heute ausgeht, wenn es richtig dunkel wird (ist momentan Blaulichtphase). Die Chromis scheinen sich auch zu freuen, wenn die Kleintiere im Blaulicht an die Oberfläche kommen. Ich muss gestehen, beinahe hätte ich auch einen umgebracht. Hatten sie mit der Transporttüte ins Becken gegossen (nachdem ich vorher das Wasser etwas angepasst hatte). Wunderte mich etwas, dass ich nur 5 Fische sah. Da kam mir ein böse Verdachtm also nochmal zum Mülleimer und die Tüte gecheckt. Da wa noch einer drin. Hat das ganze aber gut überstanden und schwimmt jetzt munter mit den anderen.
    So, Bilder gibt es beim nächsten Mal wieder.

    Hallo,

    Ich habe zwar selber keine Erfahrung, aber der Aquariumladen um die Ecke hat Nachzuchten. Anscheinend stammen sie von einer Gruppe Kauderni aus dem Schaubecken (durchschnittliches 1000l Weich und Steinkorallenbecken). Die Kleinen werden dann irgendwann rausgefangen und in so einem kleinen Behälter innerhalb der Korallenanlage gehalten. Das hat jetzt inenrhalb weniger Wochen zweimal recht gut geklappt. Häufige Fütterung ist wohl hilfreich. Allerdings habe ich auch gerade einen Jungen (ca. 1cm) im grossen Becken gesehen. Also scheinen sie wohl auch dort durch zu kommen. Passt eigentlich zu den anderen Erfahrungen hier, dass wenn wenigsten ein bischen Futter da ist und keine agressiven Räuber, dann kommen sie recht gut durch.

    Grüsse,
    Steffen

    So heute ist noch eine Lanzen-Symbiosegrundel (Stonogobiops nematodes) samt Krebs eingezogen. Hoffentlich finden die sich im Becken und ich sehe sie irgendwann wieder. Vermutlich halten sie sich ja nicht an meine bevorzugten Bebauungspläne.
    Dem Zwergkaiser geht es gut. Er scheint sich momentan aber hauptsächlich von den reichlich vorhanden Fadenlagen im Becken zu ernähren. Trocken oder Frostfutter wird vollständig ignoriert, eigentlich interessiert ihn nichts was im Becken treibt. Aber solange es ihm bekommt, sollte das ja kein Problem sein.

    Hallo Gunnar,

    Ich mag keine Rückwandverkleidung. Generel habe ich mehr die Idee eines Riffdaches als die einer Riffwand. Und die hintere Wand ist halt nur da, weil dort das Wasser aus Platzgründen zu Ende ist :frowning_face:
    Prinzipiell hätte ich auch ein closed-loop mit der Pumpe ausserhalb des Beckens vorgezogen, um mehr Platz im Becken zu haben. Habe aber bei der Planung da nicht drauf bestanden, sondern mich auf den Rat des Aquariumladens bzw der TunzeStreams verlassen. Ist halt mangelnde Erfahrung und vielleicht auch Kommunikation (bezüglich was man bereit ist auszugeben). Zumal ich aus Sicherheitsüberlegungen auch leiber auf SAcxhen verzichte, die die Wohnung unter Wasser setzten können (closed loop Verrohrung scheint mir da gefährlicher). Das war die Situation, und daraus musste ich das beste machen. Hinzu kommt, dass es Spass machte, wieder selber etwas zu basteln. Bei den wichtigen Sachen wollte ich nichts riskieren (sowohl Optik als auch Wassertechnisch), aber die Pumpenverkleidung halte ich für unkritisch. Hätte ich sie wie geplant in Auftrag gegeben, dann würde ich jetzt wohl erst anfangen, Wasser rein zu tun. Mal abgesehen davon, dass ich nicht sicher wäre, dass es funktional so geworden ist wie es sein sollte (brauchte dort auch ein paar Anläufe, bis es passte).
    Und ich muss sagen, es stört mich nicht (auch jetzt wo ich nochmal drüber nachsinniere, weil du es erwähnt hast). Solange etwas eine Funktion hat, ist es für mich meist ok, nur wenn Optik ohne Funktion stört mich (beim Aquarium wären dass Kunstpflanzen,Bunter Sand, oder in wesentlich geringerem Masse halt auch Riffkeramik). Die vertiklaen Strukturen passen natürlich nicht ganz zum sonstigen mehr horizontalen Aufbau, in meiner Wahrnehmung ist das Becken aber dort eh zu Ende. Und mal sehen wie das ganze in einem Jahr aussieht, wenn alles mehr zugewachsen ist. Schon im Süsswasser habe ich es meist wuchern lassen und weniger gegärtnert, mal gucken ob das im salzigen Bereich auch klappt.
    Und zum Schluss noch die beste Ausrede: Das ist ja erstmal nur ein Becken zum Testen. Beim nächsten wird das dann besser geplant und man weiss was man will.

    Und mal wieder ein kleines Update:

    Nachdem ich zwischenzeitlich die Scheiben alle 2 Stunden putzen konnte, scheinen die niederen Algen jetzt auf dem Rückzug zu sein. Es gibt kaum noch neue Belege auf dem Scheiben, und die Fadenalgen auf den Steinen scheinen braun zu werden. Liegt vermutlich daran, dass Nitrat und Phosphat auf Null (im Rahmen der Messgenauigkeit) sind, nachdem das ursprüngliche Totmaterial in Biomasse umgewandelt worden ist. Nur dort, wo die Strömung am stärksten ist, haben die Algen noch eine kräftig grüne Farbe. Anscheinend filtern sie die Nährstoffe sehr effizient aus dem Wasser.
    Eventuell hat es aber auch damit zu tun, dass ich nochmal neuen Lifesand eingebacht habe und der feine Staub sich überall abgesetzt hat und die Algen belastet. Generell scheint mir die letzte Lieferung sand sehr frisch gewesen zu sein, da ich jetzt einiges an Würmen durch den Sand kriechen sehe.
    Generell ist doch das Leben stark auf dem Vormarsch. Man sieht die Fühler von Schlagensehsternen, die ersten roten Röhrenwürmer (die braun-farblosen gab es schon länger). Krabben gibt es auch noch viele im Hauptbecken, wenn ich die weissen Schalen richtig als Häutung interpretiere. An einer Stelle kommen Xenien und eine Bäumchenweichkoralle als den Steinen. An anderen Stellen etwas noch nicht klar zuordnenbares, irgendwas zwischen Weich und Steinkoralle vermutlich, zeichnet sich stärker ab bzw streckt kleine Polypen aus der Oberfläche.
    Da der Ca und Mg Gehalt des ersten Salzes (AquaSystem - Instant Ocean) zu niedrig war, versuche ich die Werte jetzt langsam nach oben zu ziehen. Dummerweise ist das Salz, was ich mir für den Wasserwechsel besorgt habe (Tropic Marin, das ohne Reef im Namen) auch nicht besser. Naja, vielleicht kann ich das nochmal umtauschen, auch wenn schon angefangen. Aber erstmal sollte der WW ja eh nicht so wichtig sein.
    Nachdem ich letztens 2 Einsiedler (kann es sein, dass einzelne Krebse bevorzugte Schlafstellen haben, an die sie immer wieder kommen?) und 3 Schnecken eingesetzt habe, kamen jetzt 3 Weissbandputzergarnelen (Lysmata amboinensis) und als erster Fisch ein Orangerückenzwergkaiser (Centropyge acanthops). Ich habe auch das Gefühl, dass das Knacken im Becken jetzt stärker und häufiger geworden ist. Hoffe mal das ist kein Räuber (der würde seine Beute ja wohl nicht verschrecken?). Ausser bei den Schnecken (schwierig zu zählen, wenn man nicht alle auf einmal sieht) weiss ich zumindest, dass noch alles da ist.
    Beliben noch ein paar ungeklärte Fragen zum Besatz. Ist das auf dem Bild eine Feueranemone? sie war von Anfang an in dieser Grösse (ca 1cm) auf dem Stein vorhanden (gibt wohl noch 2 oder 3 andere davon im Becken). Und gerade gestern habe ich diese Nacktschnecke gefunden. Sie scheint die Fadenalgen auf der Rückwand zu fressen (allerdings wesentlich weniger effizient als die Gehäuseschnecken). Weiss jemand, welche Art das ist? Ich tippe auf eine Elysia irgendwas.

    Zitat

    Habe noch nie Live sand gesehen der das Wasser so trüb macht wie der von Carib Sea. Am Montag sollen nochmal 50kg rein, aber bin echt am Überlegen ob ich so ne Brühe nochmal haben möchte?! Hat jemand auch sollche Erfahrungen mit dem Live Sand gemacht?

    Es wurde zwar beim Einbringen trübe, nach 12 Stunden war das Wasser aber wieder vollkommen klar. Und das ohne zusätzlichen Feinfilter zu benutzten. Allerdings haben sich viele der Schwebstoffe an den Fadenalgen festgesetzt, die zu diesem Zeitpunkt stark gewuchert sind.

    Grüsse,
    Steffen

    Mittlerweile ist das ganze Becken grün. Und 2 Stunden nachdem man die Scheibe geputzt hat ist sie wieder von Algen besetzt. Alle Werte, NO2, NO3, PO4 und Silikat sind an der unteren Nachweisgrenze der JBL Tests. Die ersten Weichkorallen scheinen auch aus dem Lebengestein zu kommen. Bei einigen der Anemomen bin cih mir nicht sicher, ob es sich um Feueranemomen handelt. Ich werde erstmal abwarten. Da momentan nicht gefüttert würde, sollte sich das Wachstumstempo ja in Grenzen halten.
    Am Freitag habe ich 2 Einsiedler ins Becken gesetzt. Sind doch ziemlich verloren darin und teilweise schwer wieder zu finden. Gegen die Algen kommen sie alleine aber mit Sicherheit nicht an (auch wenn sie von einigen der Krabben unterstützt werden).

    So, die erste Woche der Einfahrphase ist jetzt rum. Ich habe gleich mit voller Beleuchtung begonnen und auch keinen Abschäumer bzw Absorbermaterialien am laufen. Was ist jetzt bisher passiert? Fast jeden Tag entdecke ich einen weiteren Krebs im Becken, die bei der Einrichtung übersehen wurden. Jetzt sind es mindestens 3 plus mindestens ein etwas, was laute knackende Geräusche von sich gibt. Ich tippe auf einen Fangschreckenkrebs, der gerade seine Höle zimmert. Zumindest Anatomisch würde es zu dem Wesen passen, was beim Einbringen der Steine kurz im Becken schwamm. Diverse Röhrenwürmer zeigen sich, einige Krusten und auch einige Anemonen. Langsam fangen auch die Fadenalgen und höheren Algen zu wachsen an. Hätte erwartet das es schneller geht. Die Steine wurde auch leicht braun-gelb, vermutlich Kieselalgen. Silikat war auch vorhanden am Anfang, ist jetzt aber nicht nachweisbar. Auch Phosphat ging kurz hoch und ist nicht mehr da. Vielleicht halten sich die Algen deshalb noch halbwegs in Grenzen. Nitrit (was ja im Meerwasser nicht so kritisch ist), ist relativ stabil bei 0.2 in den letzten Tagen, Nitrat bei 1.0. Hätte eigentlich erwartet das es stärker hoch geht, da ja doch recht viel totes Material an den Steinen war (und bei den Steinen die noch im Laden sind, der Abschäumer recht stark arbeitet). Andererseit war das Material recth frisch, insofern hatt innen vielleicht ein Grossteil überlebt. Eigentlich ist messen ja momentan relativ unwichtig, aber doch interessant und gut sich mit den Tests vertraut zu machen.
    Auch nett zu sehen, wie sich alles so entwickelt, und die Tiere reagieren. Krusten gehen teilweise zur selben Zeit zu, wenn das Licht ausgeht. Krabben sind Meister im Verstecken. Röhrenwürmer ziehen sich zusammen, wenn ich mich bewege. Wenn das Blauchlicht abends abgeblendet wird, kommen die ganzen Kleintiere raus und tanzen durchs Wasser.

    So, nachdem ich Anfang der Woche das Becken mit Osmosewasser gefüllt und dann aufgesalzt habe, sind seit Donnerstag die Steine drin. Jetzt heisst es dann erstmal warten, was sich so entwickelt. Bisher sieht man einige Krustenanemonen, diverse Röhrenwürmer und eventuell auch einige Anemomen, die mal grösser werden. Einige Kraben wurden beim Einbringen der Steine schon ins Algenbecken überführt, aber es sind wohl noch welche im Hauptbecken. Auch habe ich das Gefühl, dass es doch regelmässig klackt.
    Hier mal die Bilder bei voller Beleuchtung und bei Blaulicht.