Beiträge von bendel

    So mal ein kleines Update. Hat sich doch einiges getan. Da es mir zu lange gedauert hätte, die Pumpenverkleidung bauen zu lassen, habe ich ein bischen geheimwerkelt. Ist auch recht brauchbar geworden, wenn auch sicher nicht so gut als wenn ich es bestellt hätte. Aber ich vermute mal, dass wächst mit der Zeit soweiso noch mehr zu. Ich hoffe die angeklepten Riffstücke halten (teilweise musste ich die zersägen, dass ich eine ganz schöne Plackerei). Momentan fehlt noch eine Pumpe, deshalb ist erstmal nur eine drin (siehe erstes Bild).
    Auch die Lüfterhaltung hat auf sich warten lassen, und da ich schonmal dabei war...mittlerweile habe ich mich ja eingearbeitet: siehe Bild2.
    Das ganze dann noch mit Süsswasser spülen. Nach 2 Tagen war es grün (seihe Bild 3). Anscheinend ist durch das sägen und den feinen Korallenstaub doch einiges an Nährstoffen ins Wasser geraten. In den Wochen vorher hatten sich nur moderate Algenbeläge gebildet.

    Grüsse,
    Steffen

    Ich hatte mal den Fall, dass ein Karpfen (oder es war ein anderer einheimischer Fisch) dachte, er müsste einen Dreistachlingen Stichling fressen. Aber irgendwie funktionierte das wohl nicht wie geplant. Der Stichling sass fest und es ging weder vor noch zurück. Auch kein Wunder, die Stacheln wirkten wie ein Angelhaken. Da half dann nur rohe Gewalt. Es haben dann aber beide überlebt soweit ich mich erinnern kann. Gut ernährte Fische erholen sich von mechnischen Verletzungen häufig erstaunlich gut. Ich würde also zumindest nicht so lange warten, bis der Fisch zu stark geschwächt ist, so dass ihm dann eventuelle weitere Verletzungen durch das entfernen den Rest geben. In meinem Fall konnte ich halt recht gut an beiden Fischen ziehen (was sicher ein paar Verletzungen am Maul zur Folge hatte), hier ist es vermutlich etwas schwieriger.

    Grüsse,
    Steffen

    >Ich habe mich schon immer gewundert, wo die ganzen Fische eigentlich herkommen, wenn man niemals kleine Jungtiere sieht. Wir sind früher extra in Mangrovensümpfe gefahren, weil es immer so schön heißt, sie seien die Kinderstube für die Korallenfische, aber das kann ich nicht nachvollziehen. Für meine Begriffe müßte es doch von allen Fischarten im Riff viel mehr kleine als ausgewachsene Tiere geben. Nur sieht man außer Blenniden, Anthias, Demoisellen und Lippfischen kaum welche. Finde ich merkwürdig.

    Doktorfische laichen doch etwas weiter draussen und die Larven ernähren sich dann im Freiwasser von Plantkon. Insofern kein wunder, wenn man im Riff keine kleinen findet. Nur sehr wenige schaffen es dann zurück, haben dann das Gröbste aber schon überstanden. Wenn sie sich dann noch gut verstecken und schnell wachsen (also den grössten Teil des Lebens ausgewachsen sind), ist es verständlich, wenn man wenige Jungfische sieht.

    Wie bei eigentlich allen Sachen, gab es auch bei der Pumpemverkleidung mal wieder weitere Verzögerungen. Das dauert wohl noch 3 Wochen, bis sie geleifert werden. Da mich aber doch langsam die Bastelleidenschaft gepackt hat, habe ich spontan mal selbst einen Prototype gebastelt. Und trotzt Einsatz elektrischer Werkzeuge sind noch alle Finger dran (ok, ich habe den Küchentisch dabei angesägt :smiling_face: ). Ganz schön nervig, das Acrylglas zu sägen, da wünschte ich, ich hätte eine CNC-Fräse, dann wäre das leichter.
    Eigentlich gar nichtg so schlecht geworden. Wenn man da aussen das ganze noch mit Korallenstücken beglebt (habe ausprobiert, das geht ohne Probleme), dann könnte es vielleicht sogar als Dauerlösung verwenden.
    Zumindest habe ich jetzt mal wieder etwas zum Spielen und ausprobieren. Strömungstechnisch funktioniert es so wie es gedacht ist. Wenn man die Pumpe auf einen sinnvollen (niedrigen) Level ansteuert, gibt es eine schöne kreisförmige Strömung und man hört eigentlich nichts. Dreht man sie weiter auf, dann wird es recht turbulent, und man hört ein paar Geräusche (und es gibt recht viele Luftblasen im Becken, so wie das in der Brandung auch üblich ist). Volldampf ist momentan zu riskant, da das Wasser dann über den Rand schwappt trotzt Glassteg. Da werde ich vielleicht später oben auf das Becken noch etwas momentieren, um etwas mehr Spielraum zu haben.
    Das mit der ansaugung unten klappt auch recht gut, dadurch vermeide ich eine strömungstote Ecke. Ausserdem wollte ich nicht noch mehr Wasser oben beim Ueberlauf einziehen. Später kommt dann noch eine andere Pumpe gleich daneben, die das Wasser anders herum pumpt. Es ist geplant, die Pumpen dann im Wechsel zu betreiben, um Ebe und Flut zu simulieren.

    OK, der Test ist abgeschlossen. Die Batterien halten etwas über 10 Stunden durch, wenn zwei 40W Pumpen angeschlossen sind. Macht auch Sinn, denn die UPS sollte etwa 1kWh Kapazität haben. Das ist schonmal sehr gut, nur das Alarmgeräusch ist extrem nervtötend. Kann nur hoffen, dass die Wände solide sind (sollten sie aber sein), sonst gibt es Aerger mit den Nachbarn.

    Guten Nacht,
    Steffen

    Ich habe mir jetzt auchmal ein paar Gedanken bezüglich Stromausfall gemacht. Das scheint hier ja durchaus ein Thema zu sein und auch ich hatte in der Wohnung schonmal Aussetzer. Zum Glück hatten wir in der Firma noch unbenutze USVs und die werden bekommen jetzt eine neue Aufgabe in der Lebensrettung.
    Ich habe testweise mal die Förder- und Technikbeckenumwelzpumpe (werden später noch getauscht) angeschlossen. Mal sehen wie lange die Batterie durchhält. Ein paar Stunden sollten es aber schon sein, wenn man es mit dem Verbrauch nicht übertreibt (<100W).

    Grusse,
    Steffen

    Zitat


    aha, wo steht denn die Liste gerade? Und wie ändert sich die, äh Prognose?

    War das denn so abgesprochen?

    Die Liste ist bei 23480 CHF, allerdings wird da wohl noch was abgezogen, wegen den jetzt nicht benötigten Tunzes. Dazu kommen 7896 CHF für 3 Tritron plus Kontroller, die noch nicht auf der Liste waren. Und da ich die so haben will, das mir aber am Anfang nicht klar war, kann ich mich da leider nicht beschweren. Lebende Steine sind schon eingerechnet, Besatz aber nicht.

    Gruss,
    Steffen

    Zitat

    Ich führe auch eine Liste über sämtliche Ausgaben.

    Das muss ich nicht, ich bekomme vom Aquariumladen immer eine aktualisierte Aufstellung, mit der Bitte doch mal etwas Geld nach zu schiessen... Und dann in Schweizer Franken sieht die Summe auch nochmal grösser aus.

    Zitat

    was für eine Glasstärke hast du?

    Becken ist 15mm Weissglas. Ablaufschacht glaube ich 12mm.

    Grüsse,
    Steffen

    Zitat

    Hallo, ich denke das die Spannung über elektrostatische aufladung von den Pumpen kommt.

    Oder von Teppichboden und Schuhsohle. Das war zumindest bei meinem letzten Becken so, wenn ich dann das Wasser berührt habe (oder den Türgriff,...). Da geöwhnt man sich ganz merkwürdige Verhaltensweisen an: Immer erstmal kurz mit dem Finger gegen tippen.

    Hallo Stefan,

    Die Schrauben hat der Schreiner nochmal gegen Meerwasserbeständige ausgetauscht. Einige Teile sind aber wohl nicht 100%tig salzwasserfest. Ursprünglich war die Massgabe, dass das Becken leicht wieder abgebaut werden kann, da ich nicht weiss, wie lange ich in der jetzigen Wohnung bleibe. Aber da Provisorien sowieso länger halten als geplant und zu einem Umzug dann natürlich eine Beckenvergrösserung gehört :smiling_face: , ist mir das nicht mehr so wichtig. Insofern werde ich versuchen, zumindest einige Sachen dicht zu kriegen (Silikon oder Klarlack auf gefährdete Stellen, soweit es geht)
    Zu den Kosten: Meine ursprüngliche Erwartung war doch ziemlich naiv (sprich zu niedrig). Jetzt mit den neuen Pumpen komme ich wohl über die 20k EUR Grenze. Davon trägt das Weissglasbecken etwas 2000 EUR und der Schrank etwa 6000 EUR bei. Ist halt auch viel Kleinkram, der sich zusammen läppert (IKS, Nachfüllautomatik, Filterbecken,Ablaufschacht,Lampe, Osmoseanlage,Steine,Verrohrung,Pumpen,Lüfter,Messsondern,...). Und natürlich auch einiges an Arbeitsleistung, die bezahlt werden muss, wenn man es nicht selber macht. Eigentlich bastel ich ja ganz gerne, aber da ich keine Erfahrung mit Meerwasser habe und in der Wohnung hier auch nicht riskieren will, habe ich mehr oder weniger komplett abgegeben. Eigentlcih bastel ich ja recht gerne, aber es ist auch nett, einfach nur zu sagen was man haben will (wenn man es denn weiss), und die Profis die Arbeit machen zu lassen. Das basteln beschränkt sich dann auf die harmlosen Sachen wie Lüftergeräuchdämmung. Da kann ich nicht so viel kaputt machen.

    Grüsse,
    Steffen

    Das "blind" ist auf der Rückwand und sollte den Schreinern beim Aufbau sagen, dass diese Seite nach innen kommt ("blind=nicht sichtbare Seite", auch wenn das hier eigentlich eher anders herum ist). Aber keine Angst, da kommt noch eine dunkelblaue Folie zwischen Glas und Rückwand, dann sieht man es nicht mehr.

    >Kommen jetzt beide Pumpen nach außerhalb oder wird eine innen im Aquarium verbaut?

    2 Pumpen kommen ins Becken zur Strömungserzeugung. (Sind übrigens ins Rostock bestellt, die Verkleidung kommt allerdings wo anders her). Das scheint mir am effizientesten und auch am sichersten. Den Platzverlust im Becken kann ich dann gerade noch verkraften.
    Die jetzige Förderpumpe (5000l) werde ich wohl auch ersetzen. Da die 32er Verrohung und der Ablaufschacht eh nicht die volle Leistung aufnehmen kann, zweige ich einen Teil ab um unten die Strömung im Algenbecken zu erhöhen (ist mometan eine separate 5000l Pumpe, die auch den UV betreibt)

    Grüsse,
    Steffen

    >weiß dein Vermieter das du ein größeres Aquarium betreibst bzw. wieviel Strom du dafür benötigst ?

    Meine Vermieterin weiss über das Aquarium Bescheid. Sie ist auch Tiernärrin und wird die Fütterung übernehmen wenn ich mal im Urlaub bin. Was die Stromkosten betrifft, ich schätze mal die steigen um 100 bis 150CHF im Monat. Falls es zu viel wird, werde ich mich sicher unbürokratisch mit ihr einigen können. Bisher klappt das eigentlich recht gut (ausser dem Aquarium ist eigentlich alles in der Wohnung von ihr besorgt worden).


    >Wie wird denn dein Aquarium "bestückt" ist im oberen Teil der Abdeckung ne Klappe drin?

    Der obere Teil ist eine Klappe, die nach vorne bzw oben auf geht. Ich werde heute Abend mal ein Bild bei geöffneten Klappen machen.

    >Wenn du es jetzt perfekt haben möchtest, gestalte die Rückwand mit Riffkeramik und siehe dort gleich den Platz für die Pumpen vor. Du wirst es nicht bereuen.

    Für die Pumpen lasse ich ein Riffverkleidung bauen, die auch den Ablaufschacht verdecken. Ich habe mich gegen eine komplette Riffkeramikrückwand entschieden. Ich persönlich mag dem Aufbau Schema 'Riffwand' nicht so gerne. Da finde ich das Riffdach spannender. Der Aufbau soll dann mit lebenden Steinen gemacht werden. Mal sehen ob ich es so hin bekomme wie ich es mir vorstelle: Beim Ablaufschacht sollen die Steine fast in der kompletten Höhe, dann nach vorne recht leicht abfallend mit einer weiteren Erhebung im rechten Teil. Allerdings keine einzeln stehende Riffsäule, sondern mehr ein Hügel. Die Pumpen werden dann so ausgerichtet, dass die Strömung mal links und mal recht herum geht. In der Mitte der Frontansicht kommt dann eine kleine Bucht mit Sand (bin nicht sicher, ob das dann mit der Strömung passt, oder mir alles durcheinader wirbelt).

    >Auch die farbliche Abstimmung. Die Anlage endet in der Höhe mit der Einrichtung. Einfach super Daumen hoch So sollte es aussehen.

    Danke für das Kompliment. Das Aussehen des Schranks ist das einzige, was 100% meine Idee ist. Die meisten fanden die Farbe (ich mag Weinrot) recht riskant. Aber jetzt sind alle restlos überzeugt. Das übliche Weissgrau war mir einfach zu kalt und ich finde eine dunklere Umrandung bringt das beleuchtete Wasser besser zur Geltung. Aufgrund der Parkettfarbe konnte man es aber nicht bis unten durchziehen, da es sich farblich beissen würde, deshalb ich es oben und unten silbergrau. Die Details habe der Aquariumladen und der Schreiner sehr gut geplant und umgesetzt, da muss man ein Lob aussprechen.

    Zu allgemeinen Technik kann ich noch sagen: Im Unterschrank befindet sich das Filterbecken. Hauptbestandteil wird ein Algenrefugium. Ein Abschäumer ist zwar vorgesehen, ich würde aber lieber darauf verzichten. Mein Ziel ist eigentlich immer, ein möglichst stabiles Biotope zu schaffen, dass ohne viel Technik oder Pflegeeingriffe auskommt. Bei meinen Süsswasserbecken habe ich meist nur Wasser aufgefüllt nud gefüttert. Alle paar Monate, wenn es zur stark zugewachsen ist mal etwas ausgelichtet. Und ab und zu mal ein bischen Wasser gewechselt (eine veralgte Schmutzeecke hat mich da meist nicht gestört, solange nicht das ganze Becken volerl Mulm ist). Im Meerwasser braucht man natürlcih etwsa mehr Pflege, um die Parameter stabil (und nährstoffarm) zu halten. Muss man sehen, wie gut das klappt. Mir gefällt nur die Idee nicht, einerseits Stoffe raus zu ziehen und andererseits dann wieder Spurenelemente dazu zu geben. Idealvorstellung wäre, gar nicht zu füttern zu müssen, aber dann könnte ich in dem Becken wohl nur einen eizelnen Madarinfisch halten, und das wäre doch etwas wenig.
    Nachfüllautomatik ist vorhanden. Später ist ein Kalkreaktor geplant, dass es sich zu einem Steinkorallenbecken entwickeln soll.

    Grüsse,
    Steffen

    Hallo Thomas,

    Kühlung ist in der Tat ein spannendes Thema. Ich habe oben in der Verkleidung einen Ventilator der Luft rein und einen der Luft raus bläst. Trotzdem wurde es in der Spitze über 29 Grad warm, als es draussen so heiss war (Man hat mir versichert, dass es in dieser Gegend auch im Sommer eigentlich nicht noch heisser wird). Es sollen auch noch zusätzliche Lüfter rein kommen, die direkt über die Wasseroberfläche blasen. Momentan bläst der Lüfter eigentlich nur auf die Lampe. Ich denke mal, wenn ich einen ordentlichen Luftkreislauf hinbekomme, kann ich die Temperatur weit genug unten halten. Muss mal sehen, ob man bei der IKS einstellen kann, dass die Lampen im Falle extremer Temperaturen abgeschaltet werden können. so als letzte Sicherheit.
    Die Verdunstung ist natürlich schon enorm (müsste so ca 1.5l verdunstetes Wasser sein, um 1kWh Wärme abzuführen. Also mehr als 1 l pro Stunde wenn es draussen 30 Grad hat und die Beleuchtung an ist). Ohne offenenes Fenster fühlt man sich dann wie im Tropenhaus. Zumindest in der warmen Jahreszeit ist es aber kein Problem, die Fenster offen zu lassen (habe 2 an entgegengesetzen Seiten, so dass die Luft gut durch zieht). Damit ist die Feuchtigkeit erstmal kein Problem (im Witner muss man mal sehen, aber dann verdunstet ja auch weniger und ein Fenster aber ich auch dann meist auf).

    Grüsse,
    Steffen

    Hallo,

    So jetzt ist es an der Zeit, auch mal mein Beckenprojekt hier vorzustellen. Da ich bisher immer nur Süsswasser hatte, wird dies meine erste Erfahrung mit dem salzigen Element. Eigentlich hat die Planung schon im Dezember letzten Jahren nach dem Umzug in die Schweiz begonnen, aber man hört ja immer wieder, man braucht Gedult dafür. Es hat der Schreiner keine Zeit den Schrank zu bauen, dann fehlt dem Aquariumbauer das Glas und man selber ist sicher auch nicht ganz unschuldig. Aber vermutlich (ich hoffe es jedenfalls), kommt Ende Juni dann endlich das Salz in den Pott.
    Das Becken ist 170(L)*70(B)*75(H) gross. Ich hätte es zwar gerne grösser gebaut, aber da ich in einer möblierten Wohnung lebe, kommen strukturelle Umbauten nicht in Frage. Insofern war die Grösse der Fahrstuhls der limitierende Faktor. Und dem Pakett mit Fussbodenheizung wollte ich auch nicht mehr zumuten.
    Eigentlich sollte nur die Front- und Seitenscheibe aus Weissglas gebaut werden. Aber da lief wohl was schief, nur ist alles Weissglas. Muss man ja nicht reklamieren :smiling_face: , zu mal es eh schon länger dauerte.
    Die Planung mache ich zusammen mit dem lokalen Aquariumladen. Sehr praktisch, dass er nur 5min Fussweg entfernt ist (war aber nur ein untergeordnetes Kriterium bei der Wohnungssuche). Vor ca. 1 Monat kam dann das Becken und wurde zusammen mit dem Schrank aufgebaut.
    Und damit sollten jetzt eigentlcih die lebenden Steine im Becken sein. Auf wie schon durch das Studium diverser Foren zu erwarten war, die Tunze Strömungspumpen sind doch recht unangenehm laut. Oder man ist einfach zu stark sensibilisiert, auf jeden Fall nervt es (auch wenn es wohl nach einiger Zeit besser werden soll, aber da fehlte dann die Gedult).
    Insofern zurück zur Planungsphase. Im Prinzip hätte ich auch schon vorher zu einer closed loop Strömungsvariante tendiert. Allerdings hatte ich doch Angst, dass mir das Becken eventuell ausläuft (besonders wenn ich mal zu hektisch an den Rohren rumwerkel) und mich deshalb zuerst dageben entschieden, obwohl das meiner Vorstellung eines techniklosen Beckers doch eher entsprechen würde.
    Durch die Beiträge hier habe ich mich dann entschlossen, eine Tritron zu kaufen. Sie kam auch letzte Woche, und ich muss sagen ein nettes Spielzeug. Habe sie erstmal testweise im leeren Becken ausprobiert. Ganz aufdrehen ist nicht, so gibt es eine Ueberschwemmung im Zimmer. Und bei einer sinnvollen Einstellung (ca. 20-30% Maximalleistung) kaum zu hören, höchstens ein ganz leichtes Rauschen. (Ich wiess nicht ob mein Becken eine Resonanzkatastrophe ist, aber es reagiert extrem auf jedes 50Hz Brummen. Das Vibrieren der Förderpumpe zieht sich dann durch alle Rohre und mit einer Stream darf ich nicht mal in die Nähe einer Glasscheibe zu kommen, sonst wird es furchtbar laut).
    Immer schön, wenn man eine Lösungsmöglichkeit gefunden hat. Die Planung sieht jetzt vor, noch eine zweite solche Pumpe zu besorgen und im Becken als Strömungspumpe ohne grossartige Verrohrung zu benutzten. Ich hatte mir überlegt, die Verkleidung dafür selbst zu bauen, aber mich jetzt doch entschieden, dass lieber von jemanden mit Erfahrung machen zu lassen. Und damit sind wir dann in der Jetzzeit angekommen und es heisst wieder warten.
    Da im Becken später Steinkorallen wachsen sollen, habe ich eine 2*400W HQI mit 2*54 T-5 über dem Becken. ein offenes Becken kommt für mich nicht in Frage, da ich es nicht mag von der Lampe geblendet zu werden. Auch stört mich die direkt Hitzestrahlung der HQI bei einigen Schaubecken, wenn man länger davor steht. Deshalb ist das Aquarium komplett im Schrank verbaut. Ich habe mal ein Bild angehängt, wie es momentan mit Süsswasser aussieht.
    Später gibt es dann mehr Infos, und vielleicht nächsten Monat auch endlich Bilder von einem echten Riffbecken.

    Grüsse,
    Steffen

    Kann meiner Meinung nach durchaus mit Kavitation zusammen hängen. Wenn durch die Algen die Sauerstoffsättigung hoch geht, reichen schon kleine Druckänderungen dass es zum Ausgasen kommt.
    Die Frage, passiert das nur in der Beleuchtungsphase und sind an den Algen auch Bläschen zu sehen?

    Gruss,
    Steffen

    Sieht mir aus wie die schwarze Variante von Amphiprion ocellaris (echter oder falscher Clownfisch?). Allerdings ist das weisse Band nicht durchgezogen, was bei Nachtzuchten aber wohl vorkommt.

    Grüsse,
    Steffen

    Zitat

    Hochdruckquecksilber-Dampflampen (HQI ) nur 8,8 %[Lichtausbeute]

    Mit HQI werden heutzutage aber Halogen-Metalldampflampen bezeichnet. Quecksilberdampflampen sind nicht mehr so gebräuchlich.
    Und mit Halogen-Metalldampflampen sollte man in etwa auf den selben Wirkungsgrad kommen wie mit Leutstoffröhren.

    Gruss,
    Steffen

    Schönes Becken und dann auch noch direkt bei mir um die Ecke (wohne in Cham). Die Vergrösserungssucht kann ich gut nachvollziehen. Mein erstes Mehrwasserbecken mit 170*75*70 kommt in 4 Wochen, und eigentlich ist es mir jetzt schon zu klein, aber mehr gibt die Wohnung nicht her.

    Grüsse,
    Steffen

    Hallo alle miteinander,

    Mit Interesse lese ich hier die Berichte über die Entstehung einiger durchaus imposanter Becken. Und wie das so mit dem jugendlichen Überschwank (grrr, die Püntkchen auf dem U30 sind auch schon eingie Zeit da), will man irgendwann natürlich auch was ganz großes (ok, im Vergleich eher relativ groß). Ist zwar alles noch weiter weg, und dauert sicher noch (Jahre), bis Haus Geld und Gelegenheit zusammen kommen. Aber die Planung macht ja auch Spaß (und erstmal keine Kosten). Nur selbst dort stößt man an Grenzen. Wenn man sich so umhört, dann wird das ganze ja richtig teuer. Mit den Einmalkosten hätte ich vermutlich weniger Probleme, aber vermutlcih wird die Beleuchtung das mehrfache an Strom verbrauchen wie die restliche (sparsame) Haushalt. Das ist sowohl finanziell anstrengend als auch schwierig mit nem ökoligischen Gewissen vereinbar (vermutlich könnte man auf alle sonstigen Sparmaßnahmen verzichten, da sie eh nicht ins Gewicht fallen). Soweit ich das hier im Forum mitbekommen habe, ist natürliches Sonnelicht aus diversen Gründen in unseren Breiten eher keine Lösung (zumindest wenn man Steinkorallen halten will).
    Was bleibt ist kleineres Aquarium oder weniger beleuchten mit dann Einschränkungen beim Besatz. Aber vielleicht kann man ja auch gezielter beleuchten? Was ich mir vorstelle ist ein sehr tiefes Becken (sowas wie ein kleiner Swimmingppol mit einem Fenster an der Frontseite, wenn denn genug Platz vorhanden ist), bei dem dann nur im vorderen Teil stark mit HQI beleuchtet und im hinteren dann nur mit eher blauen Röhren. D.h. es würde auch nur vorne einen Riffaufbau geben, weiter hinten ist dann eher freier Schwimmraum. Die Hoffnung ist, dass man durch die unterschiedlcihe beleuchtung noch einen verstärkten Tiefeneindruck bekommt (halt als wenn man vom Riff aus in den offenen Ozean guckt).
    Die Frage ist, könnte das so funktionieren?

    Grüße,
    Steffen

    Zitat

    Original von jessikaS
    ... Weil das Sonnenlicht nicht mehr von oben kommt, sondern horizontal einfaellt, wuerden sie dann eher schraeg schwimmen. Aber vielleicht gehoert das Maerchen auch in die Mottenkiste, war glaub ich auch ein aelteres Aquaristik-Buch. ...

    Zumindest in meiner Süsswasserfütze richten sich einige Fische schon mit dem Rücken zum Licht aus. Schwimmen dann teilweise recht schräg, wenn die Sonne voll rein scheint (und deutlich heller als die sonstige Beleuchtung ist). Das allgemeine Verhalten wird aber davon nicht beeinträchtigt.