Beiträge von hajo

    Nach Ankunft im Becken wurden sie nur etwas verhalten angedroht, wobei eher auf eine gewisse Hilflosigkeit des Altbesatzes zu schließen war. Das etwas stoische Verhalten anderen Fischen gegenüber hat sich nicht gelegt und scheint eine zusätzliche Eigenschaft dieser Art zu sein, andere Fische auf Distanz zu halten.
    Gruss

    • Hajo

    "Mein Händler hatte die Real Reef Rocks immer wie Lebendgestein geliefert bekommen. Also in Styrokisten und feucht. Es waren da aber keinerlei Untermieter drin. Die Zwischenhälterung erfolgte auch wie bei Lebendgestein (besprühen)".

    Steffi, danke dir für deine Beobachtungen! Sie decken sich auch mit den meinigen.
    Das ist genau der Punkt, wo meine Kritik einsetzt. Ist das Gestein lange genug mit dem Wasser aus dem Kreislauf der Händlerbecken zwecks Zwischenlagerung kontaminiert, d. h. die biologische Aktivität wird jetzt von der biologischen Vielfalt des Sprühwassers bestimmt, dann kann es auch zu Untermietern führen. Ob erwünscht, oder unerwünscht ist nicht die Frage, sondern dass am Ende der Lieferkette die Garantie für ein parasitenfreies Gestein schwerlich zu halten ist. Spätestens hier wird das ganze Konzept unterlaufen und auf den Kopf gestellt. Oder sehe ich das falsch? :confused_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    man kann ja ruhig etwas geteilter Meinung sein.
    Wie man sieht, sind auch andere Hersteller auf diesen lukrativen Zug aufgesprungen und verticken ihre Produkte auf denselben Handelswegen.
    Es sollte auch jedem klar sein, dass hier auch die unterschiedlichsten Verfahren zum Zuge kommen, die keineswegs alle füer den Verbraucher transparent sind. Es wird einiges Getöse um die verschiedenen „Eco-Brocken“ geliefert. Je mehr Eco draufsteht, desto umweltfreundlicher wird ein Produkt dargestellt.
    Mir geht es hier nicht um den allgemeinen Eco-Hype, sondern speziell um dieses Produkt, das mich förmlich zum Nachdenken zwingt.
    Dieses Produkt wird erst wochenlang in Süsswasser behandelt, ehe es in einem ähnlichen Zeitraum Bekanntschaft mit dem salzigen Element bekommt, zum Zwecke der biologischen Aufrüstung. Der Hersteller hat sich ja die sofortige biologische Aktivitaet seines Gesteins auf die Fahne geschrieben. Mit Hinblick auf die Krabbenstory von Rene halte ich es durchaus für möglich, dass man dem Gestein nicht nur eine biologische Aktivität verpasst hat, sondern auch, vielleicht eher unbewusst, eine mikroskopisch, biologische Vielfalt. Von meinem Sofa aus ist das nicht beweisbar. :grinning_squinting_face:
    Was mich aber erstaunt, ist folgende Tatsache, die aus einer Anweisung dieser Firma für den Wiederverkäufer stammt:

    „store a majority of your Real Reef Rock in your normal selling aquariums, but leave a percentage of your rock to display in actual coral and fish holding aquariums......“

    Sollte diese Empfehlung etwa heissen, dass ein Großteil dieses Gesteins vorübergehend im Händlerbecken zwischengelagert werden soll, während ein kleinerer Teil das oder die Schaubecken verschönert? :loudly_crying_face:
    Ja, wenn das so ist.....

    Gruß
    Hajo

    Hallo Wolfgang,

    wenn ich lese, dass die Teile innerhalb von 12-16 Wochen in Salzwasser biologisch aktiv aufgepeppt werden , dann komm ich ins grübeln. Es gibt auch Informationen über trockene und nasse Elemente.
    Gruss
    Hajo

    • Hallo René!

    Wenn ich das richtig nachgelesen habe, werden die aus der Natur entnommen, abgestorbenen Korallenstuecke zuerst in Suess- dann weiter in Meerwasser behandelt. Dieses Verfahren soll eine Art Reinigungsprozess darstellen, dessen Ergebnis aber keine Sterilität verspricht. Eine porentiefe Reinigung scheint nicht das Ziel der beiden Behandlungsschritte zu sein, da es scheinbar mit zur Philosophie gehört, Bakterien weitgehend zu erhalten. Diese werden, wenn überhaupt, tief im Inneren des poroesen Kalks zu finden sein. Es ist dann nicht ausgeschlossen, dass sich dort auch noch anderes Leben tummelt. Krabben sind ein aeusserst hartes Getier, was das Überleben in Notlagen angeht.
    Es sind nur Überlegungen, also eine Hypothese, die nicht zutreffen muss. Aber kann.
    Gruss
    Hajo

    Der Tunze 3155 ist ein sehr zuverlässiges Gerät. Es wird mit einer kleinen, niedervoltigen Foerderpumpe geliefert, die allerdings nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist. Wer externes Foerdergeraet verwenden will, z. B. 220V betrieben, der kann optional eine Schaltsteckdose ordern. Ich nutze diese Option wegen der Inbetriebnahme einer z. B. Schlauchpumpe. So bin ich auch offen fuer andere Produkte.
    Gruss
    Hajo

    hi,

    nunja, silikat im wasser bedeutet ja nicht automatisch kieselalgen o. äh.

    das zeug ist eigentlich auf alle anderen bewohner als harmlos anzusehen, schwämme benötigen es sogar.

    wahrscheinlich müssen wie bei anderen plagen auch, verschiedene komponenten zusammen kommen.

    nur welche?

    Der Aussage von Joe kann ich gut folgen.
    Nach Armin Glaser benötigen Kieselalgen auch in ausreichender Menge Stickstoff und Phosphat. Vielleicht sollte man auch in dieser Richtung weiter denken. Wechselwirkungen?
    Aus eigenen Versuchen mit oder ohne Adsorber bin ich zu der Meinung gekommen, dass einer Portion Silicum im Wasser nichts Verwerfliches gegenüber steht. Stark mit Silicium belastete Keramik ist z. B. nicht allein ein Garant fuer Kieselalgen. Silicium ist sowohl im Meerwasser, wie auch in unseren Becken in unterschiedlicher Konzentration vorhanden. Daher ist Panik nicht angesagt. Es sei denn, es werden Beeinträchtigungen bei den Tieren festgestellt. Gibt es überhaupt so etwas? Praxis oder Theorie? Dann sollte aber vorerst festgestellt werden, ob nicht noch andere Wasserparameter infrage kommen. Silicium ist ein nicht unbeutender Baustein in der Nahrungskette von Lebewesen. Silicium ist in allen Zeiten in meinen Becken nie zum Problem geworden. Es wurde auch nie eine greifbare Abhängigkeit zwischen hohen Siliciumwerten und einer Kieselalgenplage auffällig. Jedenfalls konnte ich das nicht feststellen. Beim Beckenneustart waren sie vorhanden. In unterschiedlicher Menge. Danach sind sie verschwunden und nie mehr aufgetaucht.
    Warum Kieselalgen hin und wieder auftreten, ist nicht allein (oder etwa überhaupt nicht? ) dem Silicium zuzuschreiben.
    Gruss

    • Hajo

    Das Becken verdient eigentlich nicht die Bezeichnung Rundbecken. Es ist ein Aquarium mit einer gebogenen Scheibe. Das hat es gemein mit vielen anderen. Die optischen Verzerrungen sind zwar leicht vorhanden, aber nicht sonderlich störend. Jedenfalls ist mir nichts dergleichen aufgefallen, was kritischen Charakters wäre.
    Allerdings bezieht sich meine Aussage nicht auf das Juwel-Produkt, sondern auf die Becken anderer Hersteller.
    Gruss
    Hajo

    • Hallo Burkhardt,

    Habe das noch nie ausprobiert. Social calming ist meines Wissens ein Eingriff in die Psyche mit weiteren Nebenwirkung auf den sozialen Bereich der Fische. Unnatürliche Reaktionen eingeschlossen. Verhaltensstoerungen und Gesundheitliche Langzeitschaeden dito.
    Narkotika, welche fuer den Transport verwendet werden, sind fuer die Leber der Fische auf Dauer schädlich. Wenn Behandlungen außerhalb des Wassers und in einer kurzen Zeitspanne durchgeführt werden mussten, habe ich stets auf ein Beruhigungsmittel verzichtet. Es ist ausserdem ungewiss, ob es bei der Anwendung jeglicher Beruhigungs- oder Betäubungsmittel nicht doch Nebenwirkungen auf die übrigen Beckenbewohner, wie Korallen oder Garnelen geben wird. Das ist kein learning by doing Fall, sondern eine Frage an einen Tiermediziner mit Fachgebiet Psychopharmaka.
    Frohes neues Jahr!

    Hajo

    Es ist, wie es ist. Allgemein kann man sagen, daß es eine doch recht unterschiedliche Farbauspraegung bei den Korallen gibt. Die Pigmentgarnitur kann sogar innerhalb einer Art und Wassertiefe unterschiedlich sein. Plakative Farben erscheinen bei Tageslicht, Fluoreszenz bei Blaulicht. Ich mag das Thema Chlorophyll-Pigmente-Proteine nicht vertiefen. Das wird zu komplex. Man kann das aber gut nachlesen. Von Bedeutung sind u. a. das richtige Spektrum und die richtige Intensität.
    Frohes neues Jahr!

    Hajo

    Ist eine Reaktion der Pigmente auf die angebotenen Lichtfarben. Bei Änderung oder Nachlassen der Beleuchtung hat das Folgen fuer die Farbwiedergabe. Die Wasserparameter spielen ebenfalls eine Rolle. Es gibt nicht nur eine Stellschraube.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    vielen Dank für den Hinweis. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Notiz an mich: Nächstes Jahr mehr Baldrian... :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    In diesem Sinne, guten Rutsch! :flower:

    Viele Grüße,
    Ina

    Hallo Ina,

    du musst nicht allen Baldrian allein trinken.
    Ein Schlueckchen fuer dich und eines ins Becken. Flossige Schlafpillen sind dann weniger aggressiv. :grinning_squinting_face:
    Ich brauche keine guten Vorsätze! :face_with_tongue:
    Die alten sind praktisch noch unangetastet! :loudly_crying_face:

    Guten Rutsch auch fuer dich!

    Gruss
    Hajo

    Wenn es zu realisieren ist im Technikbecken würde ich auch über einen Vliesfilter als Alternative zum Abschäumertausch nachdenken. Ich habe einen BK DC 200 und die Werte sind immer noch sehr hoch. :grinning_squinting_face:

    Ein Vlieser wäre auch mein Vorschlag gewesen. Denn: Zeige mir den AS, der mir effektiv die Naehrstoffe in jeden gewünschten Bereich drücken kann, egal, von welchen Werten ich ausgehe. Das funktioniert bei permanent höher Belastung nur partiell. Wenn überhaupt. Eine Kombination von Vlieser+Schaeumer ist wohl momentan unschlagbar.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Frank,

    ja, es kann gewiss eine Moeglichkeit sein. Oft bleibt es dann beim Versuch. Weil: Ersatzfutter in welcher Form auch immer, bleibt doch als Futter immer ein Ersatz. Vorausgesetzt, es wird auch angenommen. Das ist das Nadelöhr, durch das Pfleger und Fisch hindurch müssen. Derjenige Pfleger, der dem Fisch dabei die beste und kürzeste Brücke bauen kann, hat auch den Erfolg in der Tasche. Ich sehe das deswegen kritisch, weil ich auch die Rückseite der Medaille kenne. Leere Taschen. :frowning_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Frank,

    glaub mal ja nicht, dass das bei Faltern so einfach ist. Um sie ans Fressen zu bringen, muss man ihnen nicht selten eine Brücke bauen. Bei Kaisers funktioniert das einfacher. Jedenfalls sind das meine Beobachtungen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Dietmar,

    ich drück dir fuer den Parachaetodon occelatus ganz fest die Daumen. Die Berichte sind von unterschiedlicher Natur. Der Erfolg wird stark vom Futterangebot abhängen. Momentan scheint er sich primär fuer die Glasrosen zu interessieren. Spannend wird es, wenn er dort aufgeräumt hat und sich auf die Suche nach weiterer Nahrung begibt. Wahrscheinlich wird er das bereits jetzt schon in geringem Umfang machen.
    Aufgrund eines positiven Artikels über die Bekämpfung von Majanos und Aiptasien durch Chaetodon xanthurus und der Empfehlung als Reef safe, hatte ich damals einen Versuch mit diesen Fischen gestartet. Der Erfolg war maessig. Glasrosen ja, Majanos nein!
    Die Fische waren auch nicht absolut riffsicher. Korallen zupfen gehörte leider auch zum Alltag dieser Tiere. War aber alles halb so schlimm. Die Korallen (SPS) wurden nicht in ihrem Wachstum gehindert. Wahrscheinlicher Grund koennte die Vielfalt im Becken gewesen sein. Die Frequenz des Besuchs bestimmter Korallen verminderte sich.Wahrscheinlich hat das Zusatzfutter auch seinen Anteil daran gehabt. Aber ohne gewisse Belästigungen ging es auch nicht.
    Gruss
    Hajo

    Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit Claude Schumacher. Er meinte, dass die meisten Fische nur dann Korallen anfressen wenn das angebotene Futter nicht ihrem Nährstoffbedarf entspricht. Sie holen sich also nur das, was fehlt.

    Hallo Jens,

    das sind auch meine Beobachtungen an unterschiedlichen Arten ueber viele Jahre hinweg. Momentan macht mein Fuchs auch Anstalten sich "Nahrungsergaenzungsmittel" von einer Acropora Enzmann abzulutschen. Er beschaedigt nicht die Koralle, er nagt auch kein Gewebe ab. Er nippelt nur an ihr herum. Es sind noch andere Acroporen im Becken. Er beschaeftigt sich aber durchweg nur mit dieser einen, bestimmten Art!
    Bezueglich der Falter wird es in Sachen Ersatzfutter immer darauf ankommen, ob es stark spezialisierte Polypenfresser sind oder ob ihr Nahrungsspektrum etwas breiter angelegt ist. In dem einen Fall hat man Pech, im anderen Hoffnung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Uwe,

    das Verhalten kann man als Angstverhalten interpretieren. Drei Tage sind zu wenig, um sich ein endgültiges Bild zu machen. Er ist von Natur aus kein Temperamentbolzen. Wenn der Fisch genügend Rueckzugsgebiete bekommt, wird sich das Verhalten schnell ändern. Dann kann er zutraulich werden. Wie sieht es mit der weiteren Fischgesellschaft aus? Rabauken oder sanftmuetige Gesellen?
    Aggressive Arten erleichtern nicht die Eingewöhnung.
    Gruss
    Hajo

    Ob das vorhandene Tier ein Männchen ist kann ich nicht sagen, ich kenne leider die Unterschiede nicht. Es ist auf jeden Fall das mutigere Tier, welches öfter zu sehen war, während das andere jetzt verstorbene Tier mehr bei den Gelegen war und versteckter lebte. Deshalb hat es auch einige Zeit gedauert, bis ich stutzig wurde, weil ich sie länger nicht gesehen hatte.
    Meine Vermutung ist deshalb, dass die jetzt noch lebende Grundel ein Männchen ist.

    Wuerde normalerweise passen. Wenn sich nicht bei den Okinawa das Männchen um das Gelege kümmern wuerde. :grinning_squinting_face:
    Dieses Verhalten ist überhaupt nicht selten in der ganzen Gattung zu finden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sandy,

    ich versuche in solchen Situationen die Sache etwas pragmatisch anzugehen. Zur Okinawa kann ich nichts berichten, weil bei mir nicht vorhanden. Vor die Wahl gestellt, würde ich mir das kleinste Exemplar besorgen, dass ich bekommen kann. Sicherheitshalber noch warten, bis es erhältlich ist.
    Die Sandgrundeln besetzen in der Natur zwar Reviere, sind aber oft nicht abgeneigt im Nachbarrevier sexuell zu wildern. Auslöser in diesen Fällen ist entweder das plötzliche Fehlen eines Partners (natürliches Ableben oder Predator) ,oder eine „Unterbesetzung“ des einen oder anderen Geschlechts. Die Natur weiss sich zu helfen. Viele dieser Grundelarten tragen beide Geschlechtsmerkmale. Das Ergebnis einer langen Evolutionskette. Warum also nicht einmal probieren?
    Wenn ich an die mehrfachen Zusammenführungen meiner Kaiser denke, ist das hier die leichteste Übung. :loudly_crying_face:
    Gruß
    Hajo

    Hinsichtlich der Art war ich oben momentan auf dem falschen Dampfer. Meine persönliche Meinung zur Vorgehensweise bezüglich einer Vergesellschaftung von Gobiodon okinawae bleibt aber erhalten.

    Irgendwie hatte ich das gefühl, dass du das thema dazu hernimmst um dich über eine ganz bestimmte Person zu beschweren. aber ich denke das ist der falsche rahmen hier.


    lg mike

    Das hast du missverstanden. Ich trage meine Differenzen mit bestimmten Händlern nicht im Forum aus. Das mache ich gleich an Ort und Stelle.
    Garmisch hatte ich noch nicht. Ich behalte das Angebot im Hinterkopf. :smiling_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Mike,

    auch wenn du mich jetzt ebenfalls einen Klugscheisser schimpfst.... :grinning_squinting_face:

    Das Bild, um das es eigentlich ging, zeigt im Resultat die Aggression einer Koralle. Darauf ist zumindest der Ansatz eines Vernichtungskampfes zu sehen.
    Das war für mich der Ausgangspunkt allgemein auf die Ursachen hinzuweisen. Da ich das gewohnheitsmässig in mehr Informationen verpacke, ist meinem Naturell geschuldet, und wohl auch meiner langjährigen Beschäftigung mit den „Irrtümern“ in der angewandten Meerwasseraquaristik. Ich bin mir halbwegs sicher, dass nicht viele die unterschiedlichen Überlebenstrategien der Korallen verinnerlicht haben.
    Es ist nicht nur interessant sich mit dem Aggressionspotential der Arten auseinanderzusetzen, sondern es hilft auch die richtige Platzierung im Aquarium zu bestimmen. Es bringt uns auch den Tieren näher.
    Die Abwehr- bezw. Verteidigungsstrategien sind vielfältiger Natur. Mesenterialfilamente , Kampftentakeln sowie Terpene sind nur einige der vielen Facetten, die die Natur den Tieren im Riff mitgegeben hat, um ihr Überleben zu sichern.
    Ob ein Händler gute oder schlechte Ware (wie du es bezeichnest) anbietet, ist mir mehr als wichtig! Korallen mit Gewebeschäden, die in der Anlage des Händlers durch unsachgemässe Behandlung entstanden sind, und durch Schlamperei irreparabele Schäden aufweisen, dürfen nicht verkauft werden. Dito kranke Fische. Das nenne ich Betrug am Kunden. Warum ich das hier erwähnt habe? Weil die Tiere permanent durch Vernesselung, mit oder ohne mesenterialfilamentöser Unterstützung, geschädigt wurden. Ich bilde mir ein, dass zumindest ein Fachhändler in der Lage sein sollte, Korallen unversehrt für den Verkauf bereitzustellen. Kann er das nicht, darf er ruhig das Weite suchen.
    Gruß
    Hajo

    Zu viel Licht mögen die Viecher nicht gerne. Mit viel Blau sollte man sehr vorsichtig sein. Ich glaube, meine haben damals die hohen KH und schwankenden KH-Werte sehr geschwächt. Ab 9KH ist ungünstig. Ab 15 ... Riffgestein.


    Gruß
    Dietmar

    Durchaus richtig. Licht ist auch ein Aspekt.
    In einem gemischten Artenbecken bleibt es immer ein Thema. Überhaupt, wenn anfangs zu stark beleuchtet wird und keine Halbschattenplaetze vorhanden sind. Es sind halt Licht, Strömung und die richtige Nachbarschaft zu beachten. Die Vorlieben unserer Korallen bleiben individuell!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    natürlich sind das Mesenterialfilamente, die bei den verschiedenen Arten auch unterschiedlich eingesetzt werden. Die Regeneration nach einer Schädigung durch Kampftentakeln wird immer davon abhängen, welche Konkurrenten miteinander streiten. Da spielt die Anzahl der Nematozysten eine Rolle. Bei Kampftentakeln ist das u. a. ein Gradmesser fuer deren Aggressivität. Wobei Mesenterialfilamente ein Baustein des Verdauungsapparates sind, und schon aus diesem Grund die effektivere Waffen sind.
    Du weißt aber schon, wo mich der Schuh drückt und dass Informationen über das Aggressionsverhalten gerade fuer Beginner (auch fuer Desinteressierte) wertvoll sein können. :frowning_face: Es soll sogar Händler geben, denen dieses Thema egal ist. Damit meine ich beileibe nicht dich, sondern habe in meinem Beritt eine bestimmte Person im Auge. Die vernesselten Korallen werden hier ohne mit der Wimper zu zucken verkauft. Auch eine Methode.
    Gruss
    Hajo

    Joe, das Ergebnis ist doch identisch. Vernesselung oder Anverdauung - das eigentliche Thema ist die richtige Positionierung der Arten im Aquarium. Dazu gehört die unbedingte Kenntnis der unterschiedlichen Aggressivität der Korallenarten. Ein unbedingt wichtiges Thema, dass sich auch nachlesen lässt.
    Wer möchte schon gern eine teuer erworbene Koralle verlieren?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    das sieht nicht gut aus.
    Bevor hier das heitere Querbeetraten beginnt, wären die neuesten Wasserwerte interessant. Ohne diese kommen wir nicht ordentlich weiter.
    Wenn die Acanthophyllia ihre Mundoeffung dauerhaft geöffnet hat, ist das ihre Reaktion fuer Stress. Nicht zu verwechseln mit dem Vorgang des Ausstossens von Zooxanthellen!
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Grundsaetzlich ist zu sagen, dass sich jede Koralle, ob in der Natur oder im Aquarium, ihren Platz zum Licht erkaempft. Waere das nicht so, gaebe es ein signifikantes Ungleichgewicht, das in der Natur eigentlich kaum vorkommt. Es sei denn, es werden Korallen im Becken zwangsrekrutiert und so ihr natuerliches Habitat nicht nachempfunden.
    Korallen koennen ihren Platz beanspruchen, in dem sie ihren Lebensraum gegen andere Arten verteidigen. Das kann, wie hier, mit Vernesselung passieren, oder auch durch Terpene oder Gifte. Ich kann gut verstehen, dass eine Ansammlung verschiedener Korallen das Ziel vieler Liebhaber ist. Was ich aber nicht verstehen kann, ist die Tatsache, dass man sich nicht vorher beim Kauf ueber die Aggressivitaet bestimmter Arten informiert. Das wuerde manchen Aerger ersparen und letztendlich auch unter Umstaenden viel Geld. Der Schaden ist bei vernesselten Acroporen gering. Sie wachsen an anderer Stelle weiter. Der Schden an LPS ist meist irreparabel. Sie erholen sich, wenn ueberhaupt, nur teilweise. Bitte vorher informieren, wer mit wem kann und nicht erst, wennes zu spaet ist. Sonst gibt es Traenen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Gegenueber der Schnittmethode darf ruhig eine entspanntere Haltung eingenommen werden. Wird die z. B. "Zahnstocher-Gummiband-Methode" richtig angewandt, heilen die Wundflaechen schnell ab und das Tier sollte sich rasch erholen. Keinesfalls darf der Schnitt mit einem stumpfen Gegenstand erfolgen. Ein Skalpell oder eine Rasierklinge waere hier das richtige Instrument. Wird die Schnittflaeche gequetscht, verhindern Infektionen die Abheilung der Wundflaeche und verzoegern, oder verhindern gar den Heilungsprozess. Die Koralle sollte rasch von ihrem, durch den Stress erzeugten Schleim befreit werden, sonst hat das auch ueble Folgen.Sauberes Wasser und eine moderate Wasserstroemung unterstuetzen das Anwachsen. So habe ich diese Art von Fragmentation jahrzehntelang betrieben. Was bleibt einem auch uebrig, wenn das Becken mit der Zeit von Sarcophyton und Sinularia dominiert wird.
    Die Ableger haben sich frueher bei Bekannten und Haendlern grosser Beliebtheit erfreut. Heutzutage weniger. Da muss man mancherorts schon mit goldener Zunge reden, um eine Acropora oder Montipora an den Mann/Frau zu bringen. :frowning_face:
    Uebertriebene Vorsicht ist bei der kuenstlichen Vermehrung nicht angebracht. Sie ist, mehr oder weniger, genauso unfallsicher, wie eine fachgerechte Fragmentation von Hartkorallen. Manche sagen - leichter!
    Gruss
    Hajo

    Allgemein brauchen Tridacnae volles, starkes Licht. Die Crocea solltest du oben an die hellste Stelle im Becken platzieren. Falls möglich weniger blaues Spektrum. Die Maxima auch, obwohl sie mit etwas weniger starkem Licht auch auskommen kann. Das geht dann aber auf Kosten ihrer Farben. Die Derasa ist ähnlich lichthungrig. Die Squamosa kannst du in Bodennaehe platzieren. Die Gigas auch. Letztere ist aber kaum im Handel aufzufinden. Tridacnae immer auf einen Muschelstein setzen. So kannst du sie bei Unwohlsein besser umsetzen.
    Gruss
    Hajo

    Vielleicht kann der Stress vom Schneiden kombiniert mit Milieuwechsel dennoch zum Absterben der Korallen führen. Das Risiko ist aber sicherlich gering.

    Gruss
    Andi

    Vielleicht sind die Grünen doch etwas empfindlicher. Ich hatte ein grosses Exemplar, das einen Ableger abgeschnuert hatte. Das Muttertier habe ich aus Platzgründen abgegeben, der kleine Ableger verblieb im Becken. Das ist jetzt ca. 6 Monate her. Seitdem ist der Zwerg nicht gewachsen. Er lebt, ist nicht geschrumpft. Obwohl es eine natürliche Fortpflanzung gegeben hatte, stimmt etwas nicht. Das Muttertier erfreut sich bei einem Bekannten bester Gesundheit. Erklären kann ich mir das nicht. Die beigen und braunen Varianten haben nie Probleme bereitet. Auch nicht nach Schnitten. Hundertfach probiert und nix passiert!
    Gruss
    Hajo

    Also es gab sich andere Gründe, warum die Verkäuferin Dir Deinen Wunsch nicht erfüllen wollt ....

    LG,
    Bernhard

    Altes, neu aufgewaermtes Geschaeftsmodell. Preiswerte Koralle plus teurer Stein ergibt besseren Gewinn, als alternativer Einzelverkauf.
    Sinularia wächst überall an. Voraussetzung ist natürlich ein sauberes Wasser, in dem alle Parameter stimmig sind. Das vorgetragene Argument ist völlig bloedsinnig!
    Gruss
    Hajo