Hallo zusammen!
Wir sollten dem Denken keine Grenze setzen...... 
Noch einmal zurück zum Thema um den Fischbesatz.
Der vollständigkeit halber sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich manche Fischarten während des Heranwachsens an verschiedenen Korallen "vergreifen" können (werden).
Im Blick habe ich da den Fuchs und einige Doktorfische, von denen stets stereotyp behauptet wird, dass sie den Korallen keinerlei Schaden zufügen.
Das ist nur bedingt richtig!
Das grösser werden korrespondiert im Laufe der Zeit mit der Nahrungsmenge und deren Qualität bzw. ihrer individuellen Zusammensetzung.
Das Nahrungsspektrum an Aufwuchs im Aquarium ist äusserst begrenzt.
Auf der einen Seite wünschen wir uns ein fast steriles (Stein)Korallenbecken ohne grössere Nährstoffbelastung.
Andererseits halten wir uns Weidegänger, deren natürlichen Ansprüchen wir nur bei aufmerksamer Pflege gerecht werden können.
Wir bemühen uns, die Schere zwischen Nährstoffein- bezw. Austrag nicht gross werden zu lassen.
Dabei kommen oft die Fische ins Hintertreffen. Sie sind die Leidtragenden.
Wir müssen bedenken, dass gerade diese beiden Arten Dauerfresser sind. Deshalb ist es unerlässlich, diese Fische mehrmals täglich zu füttern. Finden sie nichts Verwertbares sind Übergriffe auf Korallen nicht selten.Man muss sie nur bemerken......
Es gibt aus meinem Umfeld Berichte, in denen beklagt wird, dass grössere Füchse und Doktoren vereinzelte Acroporen-Arten und verschiedenlich LPS belästigen. Bis hin zum Abraspeln des Gewebes bei den Acropora-Arten. Meist dort, wo die frischen Wachstumspitzen zu finden sind.
Bei juvenilen Arten ist das nicht beobachtet worden.
Merkwürdigerweise wurden nicht alle vorhandenen Korallen belästigt, sondern nur bestimmte Arten, was ich auf die unterschiedliche Schleimzusammensetzung der Korallen zurückführe.
Ich hake das Phänomen nicht unter Langeweile der Fische ab.
Vielmehr unter Nahrungsmangel. In Quantität und Qualität.
Darüber nachzudenken lohnt sich, da sich die Unsitte breit gemacht hat, dieses abnormale Verhalten mit dem Verkauf der Fische zu beenden. Das ist keine Lösung.
Vielmehr sollten wir alle uns vorher Gedanken über eine artgerechte Pflege machen.
Kann ich diese Vorgabe nicht erfüllen, muss ich leider auf einige Fischarten verzichten!
Aus Gründen der Undurchsichtigkeit der gegebenen Situation sind die Störungen durch hungrige Fische bei mir immer ein Thema.
Das soll nicht heissen, dass die Korallen stetig belästigt werden.
Das soll auch nicht heissen, dass die Fische ihre Nahrungsgewohnheiten umstellen.
Das soll nur heissen, dass ihnen scheinbar etwas fehlt!
In erster Linie wird nach anderer Nahrung gesucht.
Dazwischen gibt es jene Momente, wo die Fische sich für die Korallen interessieren.
Die Situation im Becken passt ins Bild, auch wenn es natürlich andere Möglichkeiten ebenfalls zulässt.
Abschliessend sei erwähnt, dass eine rege Diskussion in der so manches abgeklopft wird, bestens zum Gelingen einer endgültigen Diagnose beitragen kann.
Auch Irrtümer können widerlegt werden.
In diesem Sinne....
Gruß
Hajo