Beiträge von hajo

    vor Jahren hat aber hier mal einer über die Haltung von sogar zwei(!) Octopusse geschrieben und eine lange Doku dazu gemacht (Rosen...nochwas war sein Name)
    Da gab es wohl keine Probleme. Grade gefunden Oktopus-Haltung
    Tja - ein echtes Dilemma :frowning_face:

    Wenn du dich an meinem obigen Link orientiert hättest, wärst du schon vorher fündig geworden!
    Schade um meine vertane Zeit.

    Gruss
    Hajo

    Apropos rH-Wert....
    Hallo zusammen!

    Bezüglich des rH-Wertes lässt uns der liebe Burkhard etwas verhungern? :grinning_squinting_face:
    Ich denke, die meisten haben davon noch nichts gehört. Oder?

    Der rH-Wert ist eine Kombination des ph-Wertes und des Redoxwertes.
    Errechnet wir er mit der Formel rh=mV/29+(2xpH)+6,67

    Beispiel:

    Gemessen wurde das Redoxpotential mit 220mV, der pH-Wert mit 7.
    so ergibt sich nach der Formel:

    rH= 220mV/29+(2x7)+6,67
    rH=28,34

    Ähnlich dem Ph-Wert teilt man auch den rH-Wert in fünf grobe Stufen ein:

    rH= 0-9 = stark reduzierend
    rH= 9-17= vorwiegend schwach reduzierend
    rH=17-25= indifferente Systeme
    rH=25-34= vorwiegend schwach oxidierend
    rH=34-42= stark oxidierend

    Mit dem rH-Wert lässt sich also leichter arbeiten.
    Vor allem ist er für die Einschätzung der Stabilität des Aquariums und seiner Wasserqualität durchaus hilfreich.

    Obige Angaben sind teilweise dem ausgezeichneten Buch "Meeresaquaristik"von Werner Baumeister entnommen.

    Gruß
    Hajo

    Noch etwas.
    Es gibt eine Reihe von Fachliteratur ueber Meerwasserfische.
    Leider beschäftigen sich die allermeisten Autoren mit dem Thema Fisch an sich, und weniger mit den Pflegebedingungen.
    Kenntnis ueber die zu pflegenden Arten, die Verhaltensweisen und die Ernaehrung ist unabdingbar mit dem Erfolg verbunden.
    Deshalb empfehle ich keine Bücher mit bunten Bildchen (von denen gibt es genug) , sondern nur Literatur, die auch auf die Pflege im Aquarium eingeht.

    • Unser "Meerwasser Lexikon" waere so etwas
    • und auch die folgende Literatur gibt Hilfestellung.

    "Das Korallenriffaquarium" Band 3, von Fossa/Nilsen
    "Fische und Korallen im Meer und im Aquarium" von Dieter Brockmann
    "Fischpartner Niedere Tiere" von Debelius
    "Das Korallenriff im Wohnzimmer" von Joachim Grosskopf
    und last but not least fuer die Liebhaber von Doktorfischen:
    "Doktorfische im Meerwasseraquarium" von Ellen Thaler.
    All diese Literatur ist ausserdem preiswert.
    Möglicherweise kann dir bei diesem Thema auch dein Händler weiterhelfen.
    Ein Abo von der"Koralle" waere auch nicht schlecht.
    Das ist auch etwas fuer den Fortgeschrittenen.

    Gruss
    Hajo

    Alle Riffbarsche (Pomacentrinae, Chrominae) wären theoretisch eine Option.
    Wobei alle! Chromis - Arten permanent unter Futter stehen müssen.
    Wer das nicht garantieren kann, der sollte auf diese Arten besser verzichten.
    Chrysiptera sind wegen ihrer Färbung sehr beliebt und auch weniger empfindlich.
    Auf Dascyllus würde ich verzichten, da diese Art sehr aggressiv ihr Territorium verteidigt.
    Die Erfahrungen zeigen, dass diese preiswerten, farbenfrohen Riffbarsche sehr beliebt sind.
    Es kann immer einmal vorkommen, dass sich aus einer zuerst stabilen Gruppe
    eine zweite bildet. Wenn das Aquarium gross genug ist, die Reviere abgesteckt sind,
    hat dieses Bild auch seinen Reiz.
    Da man davon ausgehen kann, dass das Algenwachstum nicht lange auf sich warten lassen wird,
    ist auch das Einsetzen eines Aufwuchsfressers in Betracht zu ziehen.
    Beim Thema Fisch sind die Geschmäcker recht unterschiedlich.
    Auch kann nicht jeder Fisch mit jedem seiner Nachbarn.
    Mit Hinblick auf die Beckengröße und die kommende Veralgung wäre ein Kaninchenfisch einem Blenniden vorzuziehen.
    Eine Option deshalb, weil diese robuste Art wahrlich alles verputzt, was nicht schnell genug aus dem Wasser wächst, und ausserdem noch sehr widerstandsfähig ist.
    Diese Fressmaschine wird zum Garant einer passablen Nährstoffversorgung.
    Bei diesem Fisch wird es keinerlei Nähstoffverknappung geben!
    Zu einem späteren Zeitpunkt sind Doktorfische und/oder Kaiserfische eine weitere Überlegung wert.
    Aber bitte alles zu seiner Zeit!
    Gruß
    Hajo

    Ich messe in Zukunft mit dem Greisinger und die gute alte Spindel verwende ich als Goldstandard :winking_face: Auch wenn es aufwendiger ist und Sorgfalt erfordert, ist und bleibt die Spindel das einzige Gerät, dessen Genauigkeit nicht von Laboren und Kalibrierlösungen abhängig ist. Klar, die Temperatur muss stimmen, aber das ist eher ein kleineres Problem.

    Willkommen im Club! :grinning_squinting_face: :thup

    Gruss
    Hajo

    "Auch progressiv wachsendebakterielle Biofilme, die auf frischem künstlichen Gestaltungsmaterial nicht selten auftreten,können die biologische Entwicklung eines neu gestarteten Aquariumsystems erschweren, weil siesehr konkurrenzstark den geschaffenen Siedlungsraum besetzen und Nährstoffe aus dem Wasseraufnehmen, was eine ökologische Dominanz gegenüber dem Korallenerstbesatz entwickelt und zueiner chronischen Nährstoffmangelsituationen führen kann. Darüber hinaus steigt der biologischeSauerstoffbedarf bei einer massiven Bakterienvermehrung im Wasser und auf den Steinenübermäßig stark an, so dass selbst bei guter Strömung und Eiweißabschäumung einSauerstoffdefizit entstehen kann.Eine UV-Entkeimung sofort ab der Inbetriebnahme eines Riffaquariumsystems, das mit künstlichenGestaltungsmaterialien eingerichtet ist, kann eine übermäßig starke Vermehrung von Bakterien,sowohl planktonische (Bakterioplankton), als auch sessile Bakterien in den Biofilmen, verhindern.Dem Korallenerstbesatz, und später auch dem ersten Fischbesatz, wird durch eine UV-Ckontrollierte niedrige Keimzahl im Wasser die Akklimatisation und ökologische Etablierungerleichtert."


    Das Grundproblem ist ja oben bereits erwähnt worden.
    Grundsätzlich ist gegen das Einbringen von bestimmten Arten nichts einzuwenden.

    Voraussetzung ist, wie oben auch beschrieben, ein geringer Keimdruck.
    Aus diesem Grund ist es im Sinne der Fische sinnvoll, zumindestens in einer Übergangszeit, eine UVC-Lampe zu installieren.
    Vom Blenny rate ich in der Startphase ab, da meist vorher nicht bekannt ist, ob Ersatzfutter angenommen wird.

    Wenn Futter angenommen wird, wäre das eine Option.

    Dito die (Sand) Grundel. Der relativ frische Bodengrund gibt nichts her.

    Auch hier sehe ich anfänglich das Problem mit der Ersatzfutterannahme.
    Mit zwei kleinen Fischchen und 700l Beckenwasser ist dem Nährstoffmangel aber nicht beizukommen.
    Die 8 Fahnenbarsche waeren eine Option, wobei genügend Verstecke vorhanden sein müssten.
    Gesunde und gut genährte Fische zu erwerben ist hier das eigentliche Problem.

    Mit dem Einsetzen würde ich trotz UVC noch 3 Wochen warten.

    Dem Stoffwechsel von 8 Pseudanthias squamipinnis wirst du einiges an Korallen entgegensetzen müssen.
    Anthias müssen gut im Futter stehen. Sonst sind soziale Spannungen und Abmagerung nicht weit weg.
    Natürlich hängt vieles vom Verhältnis Fisch/Koralle ab.
    Schnell wachsende Korallen sind jene, die bestimmte Nährstoffe effizienter aus dem Wasser ziehen.
    Nicht nur aus diesem Grund wird gern auf die Gruppe der Leder- oder Weichkorallen zurückgegriffen.
    Diese Arten verzeihen so manchen (Anfänger) Fehler.
    Acropora & Co. stehen keineswegs dahinter zurück.

    Theoretisch koennen sie auch bei Neubeginn eingesetzt werden.
    Allerdings sind kleine Fitzelchen nicht nennenswert in der Lage die anfallenden Naehrstoffe allein zu bewältigen, und damit zur Stabilität beitragen.

    Mal abgesehen von den noch nicht im Einklang stehenden biologisch/chemischen Prozessen.
    Da braucht es groessere Exemplare. Eine Mischung aus beiden könnte zu einem guten Start verhelfen.
    So gut eine Anemone mit Clownfischen ins Bild passt, ist dieser Erwerb doch hinten anzustellen.
    Nicht nur, dass die Anemone dort hinwandern wird, wo sich auch die Korallen wohlfühlen (Strömung, Licht), sie ist für "frische" Becken ungeeignet.


    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Jeder kann es so halten, wie er will.
    Da schließe ich mich mit ein.
    Mir ist auch absolut bewusst, dass eine nicht geringe Anzahl
    von Nutzern auf preiswerte Geräte zurückgreifen.
    Da will ich mich nicht ausschliessen.
    2x bin ich mit Teichprodukten auf den Bauch gefallen.
    Im ersten Fall hat sich der Mantel durch Wärme verformt.
    Ist noch rechtzeitig entdeckt worden.
    Der 2. Fall war krasser.
    Beim ersten Austausch des Brenners nach 1 Jahr kam mir beim Aufschrauben des Gerätes einiges Gebrösel entgegen.
    Der Mantel begann sich von innen aufzulösen.
    Dieses Produkt war absolut kein Teichgerät! Konzipiert für das Aquarium.
    Da der Hersteller kurze Zeit später dieses Teil einstellte und mit einem neuen Geraet auf den Markt kam, erklärt sich der Grund von selbst.
    Robin, es war ein JBL-Produkt!
    Du schreibst ja selbst, dass dein Gerät in D selten zu bekommen ist.
    Otto Normalaquarianer bzw. ein Anfänger wird es daher kaum ins Kalkül ziehen.
    Einem Anfänger wuerde ich ausschliesslich seewasserfeste Geräte empfehlen, die sich auch im Langzeitgebrauch bewährt haben. Möglichst mit entsprechendem Zertifikat.
    Sonst gilt, wie immer: Gebrauch auf eigene Gefahr.

    Ralf, wenn ein Händler für den Selbstgebrauch auf ein Produkt zurückgreift, muss das nicht bedeuten, dass es auch störungsfrei laufen wird.
    Eine Pfütze im Laden ist weniger aufregend, als eine auf dem heimischen Teppich. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ralf,

    ich komme zu der Einschätzung, weil alles, was fuer den Teichbedarf konzipiert ist, meist Mangel in der Verarbeitung aufweist.
    Mir sind Fälle von Verformungen und späteren Undichtigkeiten berichtet worden. TMC sind fuer Teiche entwickelt worden. Also fuer den Aussenbetrieb. Da sind fuer mich Zweifel am Platz, ob sie auf Dauer fuer den Betrieb am Aquarium temperaturresistent und meerwasserfest genug sind.
    Uebrigens führt White Corals diese Marke nicht.
    Da ich täglich neu hinzu lerne, waere ein Link zu einem Anbieter, speziell fuer Meerwasseraquaristik, fuer alle interessant und hilfreich.
    Gruss
    Hajo

    Eine andere Überlegung betrifft die Einbindung in das System.
    Bei meinem Kellerbecken ist das kein Problem.
    Selbst bei zwei hintereinandergehaengten 55W Anlagen.
    Platz ist genug vorhanden. Auch egal, wie es optisch ausschaut.
    Dagegen kommen geplante, leistungsstarke UVC-Anlagen im Unterschrank
    da oft an ihre (Platz)Grenzen.
    Wer dem nicht vorher Rechnung getragen hat, wird basteln muessen, oder sich mit einer Nummer kleiner begnügen.
    Was dann nicht besonders effektiv sein wird.
    Gruss
    Hajo

    Hajo, der Tipp ist leider hinfällig :loudly_crying_face: , die werden nicht mehr produziert und es gibt nur noch Restbestände, eventuell bekommt man ja noch irgendwo eine komplette Anlage.

    Ja!
    Wer's drauf anlegt, wird Restbestände und auch gebrauchte Anlagen im Internet bekommen. Ersatzteile gibt es en masse.
    Gruss
    Hajo

    wenn die Empfehlung (s. Link, Tabelle) vom Hersteller passt, ist dem normalerweise nichts entgegenzusetzen.
    Persönlich empfehle ich immer eine Nummer größer.
    Die UV-Lampen von HW erinnern mich an meine damaligen ersten Schritte. Lang ist´s her.
    Dass ist nicht negativ gemeint. Eher positiv zu sehen.
    Wer sich solange am Markt mit diesem Produkt halten kann, hat wohl nichts falsch gemacht. :smiling_face:

    Gruß
    Hajo

    https://hw-wiegandt.de/technik/hw-uv-wasserklaerer/

    Habe parallel noch relativ viel Frostfutter mit Knoblauch gegeben. Werde UV noch weitere drei Tage an lassen und Ozon längerfristig auf niedrigster Stufe.

    Hallo Robert,

    Wenn wir den Infektionsdruck wenigstens etwas minimieren wollen, dann muss auch UV im Dauerbtrieb laufen!
    Die Leistung der UV ist abhängig von der durchzufuehrenden Wassermenge (Beckenvolumen) . Prinzipiell gilt: Je höher die Wattzahl desto höher die Effizienz.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Robert,

    Der Lebenszyklus dieses Erregers unterliegt verschiedenen Stadien.
    Die Schwaermer muessen innerhalb von 24 Stunden einen Wirt finden.
    Sonst sterben sie ab.
    In wenigen Tagen wachsen sie in den gebohrten Gängen unter der Haut heran und verlassen als Trophozoiten den Fisch, enzystieren sich am Boden, wo je nach Wassertemperatur in 6-9 Tagen etwa 256 Schwaermer
    die Zysten (pro einzelne Zyste!!) verlassen und sich auf die Suche nach einem Wirt begeben.
    Da es an Zysten nicht mangeln wird, kannst du dir ungefähr vorstellen, wie hoch der Vermehrungsfaktor sein wird.
    Augenscheinlich geht die erste Welle der Infektion zurück. Man vermutet eine Besserung, weil die Pünktchen abgenommen haben.
    Das ist zwar im Moment richtig, aber die zweite Welle lässt nicht lange auf sich warten. Weil die Erreger nur im Schwaermerstadium angreifbar sind, ist auch nur dieses Stadium fuer das Abtoeten per UV oder Ozon erfolgreich.
    Du musst also noch einige Wochen warten, ehe Du eine endgültige Antwort hast.
    Nicht nur fuer Fischfreunde ist Literatur ueber Fischkrankheiten zu empfehlen.
    Denn, wer diese frueh genug erkennt, ist immer im Vorteil.
    Gruss
    Hajo

    Das haut nicht ganz hin - für UV stimmt das definitiv.
    Die Ozonreaktion findet überall statt, wo freies Ozon ist. Das SOLLTE vorzugsweise im Abschäumer oder Ozonreaktor ablaufen.

    Burkhard, das sollte eigentlich klar sein.
    Dein Einwand ist etwas aus dem Zusammenhang gerissen.
    Mir ging es in diesem Abschnitt um die Absicherung und Kontrolle von hohen Dosen des Ozons. Aus diesem Grund habe ich den Redoxwert erwähnt. Dass dieser auch seine Tücken hat, ist eine andere Geschichte.
    Es sollte auch dazu beitragen, dass die Anwendung von Ozon gegen Infektionen der Fische kein Allheilmittel darstellen kann. Die Mengen, die benötigt werden, bringen unsere Tiere um.
    Wie sich ja herausgestellt hat, lag der Ursprung des Problems beim Ausbruch einer Infektion.
    Gerade hier sollte die ganze Wahrheit auf den Tisch.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Robert!

    Es gibt keine Studie, die eine endgültige Antwort auf diese Frage gibt.
    Das heisst, dass man zwar Parasiten in der Wassersäule abbauen, aber nicht das Wasser ohne Kolleteralschaden endgültig von ihnen befreien kann.
    Das Immunsystem der Fische kann unterstützend helfen.
    Mir ist aber keine technische Anwendung bekannt, die bei einem Ausbruch im Riff- Aquarium absoluten Schutz vor multiplen Infektionen gibt.
    Ein substratfreies Becken ohne Sand und Gestein wuerde sich eher anbieten.
    Aber da waeren wir schon beim Vorteil eines Quarantaenebeckens.
    Dort waere aber die Chemie im Vorteil.

    Gruss
    Hajo

    Ein Ozonisator bzw. das Ozon tötet die freien Schwärmer (also nur diese) im Wasser ab.
    Ozon hilft bereits nach wenigen Stunden, sollte aber dann im Dauerbetrieb laufen (und das nicht in der kleinsten Einstellung!!). Hier sollte das Wasser anschließend unbedingt über Kohle laufen, damit keine Probleme entstehen.

    LG
    Daniel

    Lieber Daniel,

    das ist etwas zu kurz gegriffen.
    Ja, da Ozon ein Oxidationsmittel ist, kann es Krankheitserreger abtöten.
    Da Ozon im Hauptaquarium alles andere Leben abtöten würde, kann es nicht das gesamte Wasser im Becken sterilisieren.
    Aquarianer haben oft das gleiche Problem, wie bei der Durchführung der UV-Sterilisation.
    Einige Parasiten werden getötet, was ihre Gesamtzahl verringert, aber nicht genug, um Fische von Infektionen zu befreien, noch genug, um einen Ausbruch zu unterdrücken.
    Wenn das Ozongerät läuft und die Verweilzeit im Abschäumer eine oxidierende Reaktion fördert, kann davon ausgegangen werden, dass das Wasser, welches den Abschäumer (Kontaktrohr) verlässt, frei von Parasiten ist.
    Das Problem ist nur, dass das Ozon in therapeutisch hohen Dosen nicht die ganze Zeit in hohen Intervallen laufen darf.
    Für die Behandlung von bakteriellen Erkrankungen und um den Keimdruck von den Fischen zu nehmen, ist ein redoxgesteuertes Verfahren die sicherste Massnahme.
    Alles was sich über einen Redoxwert von 450-500 mV einstellen kann, ist für alle Lebewesen im Becken tötlich. Bakterienschleime inbegriffen.
    Wir sollten auch bedenken, dass die Ozonreaktion nur in einem isolierten Rohr stattfindet und nicht im ganzen Aquarium.
    Ohne lebendes Gestein oder Korallen oder Substrat in einem Becken mit nacktem Boden können die Erreger wirksamer abgetötet werden. Das beeinhaltet auch die penible tägliche Reinigung des Bodens per Absaugmethode!
    Trotzdem ist es sehr schwierig, alle Parasiten auf diese Weise abzutöten, da sie einen verlängerten Lebenszyklus haben und die Zysten und die Fischhaut vollständig geschützt sind.
    Es ist kaum, in meinen Augen unmöglich, diese Parasiten über alle Lebensphasen zu behandeln.
    Die Schwäche der Ozonbehandlung ist ähnlich der Schwäche von UV-Geräten.
    Das Wasser gelangt zwar keimfrei durch den Sterilisator, die Fische sind aber an verschieden Orten in der Wassersäule unterwegs.
    Einige Parasiten sind auf der Fischhaut verkrustet, geschützt durch die Schleimhaut oder befinden sich in einer sicheren Zyste.
    Andere sind auf dem Tankboden als Zyste eingeschlossen, während andere sich in Überläufen, Filterkammern oder auf lebendem Gestein befinden können.
    Dies sind Orte, wo Ozon keine Wirkung hat.

    Hajo wünscht schöne Weihnachtstage. :wink

    Hallo zusammen!

    Die Effektivität lässt sich nicht an den vorgebenen Werten messen!
    Bei der Verwendung in Raumluft (ca. 40%-80% Luftfeuchte) vermindert sich die Ozonleistung um ca. 50%!
    Die Nennleistung 25/50/100/200 etc. ist in staubtrockener Luft gemessen.
    Mit steigenden Temperaturen vermindert sich die Leistung ebenfalls.
    Im relativ feuchten und auch warmen Unterschrank sollte deswegen die Reinigung des Ozonelements öfter erfolgen.

    Gruss
    Hajo

    Das Problem haben wohl einige, es gibt dazu einen längeren Thread auf Nanoriffe.de
    Da hat einer sogar genau das gleiche gemessen wie ich:

    Diese immer wiederkehrenden Diskussionen wirst du auch in anderen Foren finden. Weltweit. Die meisten Beiträge enden mit der Zuhilfenahme eines Referenzproduktes, wie Spindel oder Refrak. Der Rest froent der Kalibration oder huellt sich in Schweigen.
    Ich habe noch einige Hoffnung, dass Burkhard uns den Weg weist....
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    danke für den Link. Vorweg - ich habe kein konkretes Problem mit der Dichte/Salinität in meinem Becken. Im Grunde sollte man sich für eine Messmethode entscheiden und dabei bleiben. Mir geht es hier aber ums Prinzip, ich verstehe es nicht und das nervt mich :winking_face:

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Vielleicht kann Burkhard mit seinem grossen Erfahrungswissen Erhellendes dazu beitragen?
    Wer unterschiedliche Messsysteme und verschienene Fabrikate miteinander vergleichen will, der muss mit der DNA der Systeme vertraut sein. Also auch ihre Schwachstellen in der praktischen Anwendung kennen.
    Ich bin mir durchaus bewusst, dass manches in Richtung Korinthenkackerei läuft. Aber es waere doch fuer alle vorteilhaft, dieses Thema befriedigend abzuschließen.
    Gruss
    Hajo

    Auf der anderen Seite wird die Salinität bei der ICP Analyse ja ziemlich genau berechnet durch die Aufsummierung aller in Frage kommenden Inhaltsstoffe. Da kann man sich drauf verlassen.

    Hallo Chris!

    Ist das so?

    Das Resultat der Salinität, auch mittels ICP-Analyse, ist nur so gut, wie eine exakt durchgeführte Kalibration des Gerätes es zulässt.
    Auch aus diesen Gründen wird bei einigen Anbietern die Plausibilität mit einer Leitwertmesszelle überprüft.
    Wer sagt uns denn, dass dort nicht der Fehler in der Durchführung lag?
    Aus den unterschiedlichsten Gründen können auch bei eingeschickten Proben Abweichungen auftreten.
    Andere Anbieter verweisen neben der ICP-Elementenanalyse auf eine täglich gereinigte Leitwertmesszelle für die Salinitätsprüfung.
    Das Thema ist ähnlich alt, wie die Meerwasseraquaristik.
    Es taucht immer dann auf, wenn unterschiedliche Messmethoden ins Spiel gebracht werden.
    Im Vergleich zu den elektronischen Geräten geniesst die große TM-Spindel immer noch einen ausgezeichneten Ruf. :smiling_face:
    Auch aus diesem Grund haben sich viele Aquarianer ein "zweites Standbein" neben der elektronischen Messung geschaffen.
    Was das Refrak oder die Spindel oder das Leitwertmessgerät anbelangt, es wird sich noch sehr häufig mit zusätzlichen Methoden der
    Genauigkeit versichert.
    Warum ist das so? Muss das sein?
    Darüber lässt sich nachdenken.
    Anbei noch etwas lesenswertes für alle Salzfreaks. :smiling_face:

    Gruß
    Hajo

    https://deref-web.de/mail/client/EJ…d-salzdichte%2F

    Hallo Robert,

    Es ernähren sich alle Gonioporen von gelösten und ungelösten Stoffen der Wassersäule. Die heutigen hochwertigen Futtermittel und Zusatzstoffe haben es uns überhaupt erst erlaubt, Gonioporen zu halten und zu vermehren.
    Die Gonioporen kann man in verschiedene Schwierigkeitsklassen einteilen.
    Dabei sind die kriechenden, krustenfoermigen, kurzpolypigen Formen als
    besonders pflegeleicht einzustufen.
    Nahrung in Form von Staub- oder Fluessigfutter kann man ab und zu anbieten, muss aber beim Vorhandensein von Fischen nicht unbedingt zwingend notwendig sein.
    Bakterienfutter zeigt ebenfalls Wirkung.
    Früher galt: Je laenger die Polypen, desto schwieriger die Pflege.
    Diese Aussage ist aus oben genannten Gründen nicht mehr zu halten.
    Gruss
    Hajo

    Von daher maximal ein Zubrot - leben werden sie eher von dem was im Becken so kreucht und fleucht.

    Der Vorteil liegt in deiner Beckengroesse!
    Die Crux bei dieser Sache ist der notwendige Freiraum, die Beckengroesse.
    Dort lässt sich aktiv viel mehr Getier aufsammeln, als in den kleinen Becken.
    Der kleine, etwas traege anmutende Synchiropus suggeriert kleineren Lebensraum.
    Also scheinbar prädestiniert fuer kleine bis kleinste Becken.
    Das ist falsch.
    Die eventuell benoetigten Fluchtraeume sind dort stark beschnitten, ebenfalls das sonst schon magere Nahrungsangebot fuer zwei adulte, geschlechtsreife Tiere.
    Das hat bei allen Nahrungsspezialisten Konsequenzen.
    Ich gehe davon aus, dass weniger als 20% dieser Fische ueber Zusatzfutter ausreichend ernährt werden.
    Gruss
    Hajo

    Die Paare waren auch immer auf lange Sicht harmonisch...

    Von welchem Zeitraum sprechen wir denn?
    In der Natur gehen wir von einer Lebenserwartung von 10 - 15 Jahren aus.
    Unter Aquarienbedingungen ist das nicht moeglich.
    Die Statistik sagt 2-5 Jahre voraus.
    Der Grund ist m. E. nicht ganz so eindeutig, wie es scheint.
    Bislang ist man von einem Nahrungsdefizit ausgegangen.
    Das betraf beide Geschlechter.
    Der Grund, warum die weiblichen Tiere unter Aquarienbedingungen frueher sterben, ist oben schon angesprochen.

    Gruss
    Hajo

    Einzelhaltung wäre ja auch keine Lösung.
    Letztendlich müsste man sich dann ausschliesslich auf die Männchen konzentrieren.
    Separierte Weibchen neigen zur Laichverhärtung. Mit den bekannten Folgen.
    Die Lösung kann nicht die Einzelfischhaltung sein, sondern die Verteilung des Drucks des Männchens auf mehr als auf eine Partnerin.
    Allerdings wird in einem Aquarium unter Umständen nicht nur der Zickenkrieg der Weiber (schwere Beissereien mit tötlichem Ausgang) sondern auch ein deutlich gemindertes Nahrungsangebot zum Problem.
    Dass unter Aquarienbedingungen während der Geschlechtsreife die Weibchen von den Männchen stark beansprucht werden, während in der Natur Laichpausen zum Stressabbau in Anspruch genommen werden, ist bekannt. Die größeren und stärkeren Männchen neigen dazu, sich häufiger zu paaren, da die Weibchen offenbar eine sexuelle Präferenz für größere Männchen haben. (Sadovy, 2001). Ist bei vielen Fischarten auch nicht gerade unbekannt.
    Diese Art wird gut nachgezüchtet. Das lässt auf eine bessere Langlebigkeit hoffen.
    Ob dann die individuellen Ernährungsbedürfnisse vollständig abgedeckt werden, und so zu einem längeren Leben führen, bleibt abzuwarten.
    Diese Fische werden in vielen asiatischen Ländern als Lebensmittel gehandelt (Sadovy et al., 2001/2004)
    Nun ja, Kieler Sprotten sind ja auch nicht viel größer. :smiling_face:

    Gruß
    Hajo


    Was könnte ausser Temperatur und Licht ein Grund sein um punktuell Zooxantellen auszustossen?

    Strahlungsstress (photophysiologischer Stress) -> Verlust fluoriszierender Pigmente (Schutz vor zuviel Licht) plus Nährstoffmangel = Mortalität

    Die Zooxanthellenkladen variieren in ihrer Fähigkeit höhere Bestrahlung zu tolerieren, d.h. unterschiedliche Typen = unterschiedliche Lichtbedürfnisse.
    Der verlinkte Artikel erklärt speziell unter "Fütterung mit Licht: Licht, Photosynthese und Korallenernährung" die Zusammenhänge.
    Ich kann aber auch nicht ausschliessen, dass der vorliegende Fall anderen Ursprungs ist.
    Trotzdem ist dieser Artikel lesenswert, und hilft vielleicht die physiologischen Bedürfnisse unserer Korallen etwas besser zu verstehen.
    Dann war der Link nicht ganz für umsonst.

    Gruß
    Hajo


    https://deref-web.de/mail/client/Qn…ooxanthellae%2F

    Hallo zusammen!

    Es ist eigentlich fast alles zu den Leuchten gesagt worden.
    Der Nachteil einer Cluster-Leuchte steht dem Vorteil einer Flächenleuchte gegenüber!
    Wer seine geclusterte Lichtquelle nicht hoch genug hängt, wird sich wundern, ob der signifikant
    unterschiedlichen PAR-Verteilung an den einzelnen Korallen bezw. im ganzen Becken.
    Das kann ich hier ganz locker zu Protokoll geben, da beide Leuchten über meinen Becken hängen und von mir getestet wurden.
    Mit einer flächigen Leuchte treten die deutlichen Unterschiede in der Lichtverteilung kaum auf.
    Sich mit den PAR-Werten seiner Leuchte vertraut zu machen kann nicht früh genug erfolgen.
    Korallen reagieren sehr unterschiedlich auf ihre Lichtquellen. Vom guten Wuchs bis hin zur Mortalität ist alles dabei.
    Ein nicht unerheblicher Teil von schlecht bis mässig wachsenden Korallen ist weniger einem Naehrstoff- als einem Lichtproblem
    zum Opfer gefallen. Das hat etwas mit den unterschiedlichen Lichtbedürfnissen unserer Korallen zu tun.
    Diese sind weniger in Watt zu erfassen, als in PAR-Einheiten nahe dem Tageslichtspektrum.
    Die Grösse PAR gab es früher auch schon. Nur wurde sie selten in der Praxis verwendet.
    Ganz zu schweigen von PUR.
    Das wäre dann die andere Baustelle. :smiling_face:
    Meine Empfehlung geht daher in Richtung einer Flächenleuchte.

    Gruß
    Hajo