Beiträge von hajo

    Hallo Rolf,eigentlich sagt man,das ein gutes Kalkalgenwachstum ein Indiz sei das alles gut läuft.
    Das die Kalkalgen den Korallen die Nährstoffe entziehen habe ich noch nie gehört,vielleicht ziehen sie den Mg Wert nach unten.

    Rolf hat recht.
    Ein gutes Kalkalgen-Wachstum ist nicht nur ein Indiz dafuer, dass alles gut laeuft. Es steht auch in Konkurrenz zum Wachstum der Korallen!

    Gruss
    Hajo

    Mir fallen zwei Moeglichkeiten ein:

    1- Pumpe steht - - - - Pumpe oder Controller defekt
    2. Pumpe läuft und fördert nicht - - - - - - Pumpe defekt
    Alles in der Annahme, dass es sich um die Standard-Niedervolt-Pumpe
    handelt.
    Ich tippe auf eine defekte Controller-Einheit.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Es kann schon sein, dass Nervosität sich breit macht, wenn wir wegen einer Plage auf nicht riffsichere Individuen zurückgreifen müssen.
    Schwund von bestimmten Niederen müssen wir unter Umständen in Kauf nehmen.
    Das ist die negative Seite.
    Es muss aber nicht in einer Depression enden.
    Bei der Pflege von nicht unbedingt riffsicheren Fischen stellt sich irgendwann einmal die Frage , ob sie nicht doch irgendwann den Frieden brechen und sich einer bestimmten Korallenart zuwenden, welche vorher nicht in ihrem Interesse lag.
    Es ändern sich oft auch die Geschmacksmuster mit dem Heranwachsen!!
    In den vielen Jahren mit der Mw-Aquaristik haben sich meine Becken aufgrund "widriger Umstände", wie u. a. temporärer Vandalismus, verursacht durch Einsetzen von Kaiser- und Falterfischen, in ihrer Landschaft verändert.
    Letztendlich wurde eine friedliche Koexistenz von Korallen und Kaiserfischen durch Austausch bestimmter Korallenarten erreicht.
    So trennte ich mich schweren Herzens von manch liebgewordener Koralle zum Vorteil eines friedlichen Zusammenlebens von Fisch und Koralle in meinem Becken.
    Das Becken bekam durch die neuen, für die Fische unspektakulären Korallen einen neuen Anstrich, der sich keineswegs hinter dem alten verstecken brauchte.
    Der Schwerpunkt der früheren Niederen hatte sich verschoben.
    Das Bild wurde anders.
    Es wurde anders, aber nicht weniger interessant!
    Eigentlich möchte ich mit diesen Zeilen dafür werben, dass zur Eindämmung von verschiedenen Plagen, unter Umständen die eigens dafür eingesetzten Fressfeinde doch verbleiben können und nicht abgegeben werden müssen.
    Diese Fische darf man ruhig integrieren, wenn man den Mut hat auch die Fauna drumherum zu verändern bzw. anzupassen.
    Der Blick auf das Geschehen wird ein anderer sein, aber niemals ein schlechterer!
    So zwangsläufig eingesetzte Exoten liefern oft auch neue und interessante Perspektiven.
    Auch ich habe mich von mancher Koralle trennen müssen:
    Meine Sammlung von Hornkorallen verschwand, Trachyphyllia & Co. wurden ausgemustert und es verblieben schliesslich die unten gezeigten Arten.
    Wer mich kennt, weiss auch um mein Faible für flossige Insassen.
    Aber nicht nur, wie man sieht.

    Gruß
    Hajo


    hi,

    meiner lässt außer den glasrosen auch alles andere in ruhe. und er frist frostfutter und flockenfutter... in letzter zeit scheints sogar lieber als glasrosen... die vermehren sich leider wieder scheints. war am anfang nicht so :confused_face:

    Hallo Sven!

    Mit dieser Beobachtung stehst du nicht allein.
    Dieses Verhalten ist bei einigen Arten oft zu beobachten. Das hochwertige, vitaminisierte Frost- oder Trockenfutter läuft der
    eigentlichen Leibspeise den Rang ab.
    Die Lösung wäre das Füttern einzustellen.
    Funktioniert aber nicht so ohne weiteres bei mehreren Arten im Becken.
    Durch Einschränkung der Fütterung kann man aber eine Balance aufrecht erhalten, die es den Fischen weiterhin möglich macht, das
    Interesse nicht ganz zu verlieren.

    Gruß
    Hajo

    In 10 Jahren Meeresaquaristik habe ich eine Sache gelernt: Irgendeine Plage hat man immer... :grinning_squinting_face:

    Es gibt da noch (m)eine andere Sicht auf die Dinge. :winking_face:
    Mit dem Auftreten einer Plage wird man sich zwangsläufig mit der Vermehrungsbiologie, dem Reproduktionsfaktor und den speziellen Fressfeinden und auch vielleicht mit den chemischen Tinkturen und ihren Parametern auseinandersetzen muessen. Es wird mit Sicherheit den eigenen Horizont erweitern und zum besseren Verstehen bestimmter Zusammenhänge führen.
    Jetzt kann man fragen - brauch ich das?
    Nicht unbedingt.
    Es bildet aber ungemein. :face_with_tongue:
    Gruss
    Hajo

    Wenn die Rückwand besiedelt ist, muss ein Fisch her. Ich mache im auch Platz, dass er an die Anemonen besser herankommt. Wenn nur dieses Viertel verseucht ist, versuche ich es mit Calciumbrei unter Reefbond.

    Hallo Dietmar,

    du hast sicherlich meinen damaligen Beitrag zum Thema der Vernichtung von eigenen Majano-Heerscharen gelesen.
    Darin berichtete ich von den Misserfolgen mit Chaetodon xanthurus, Chaetodon kleini und Acreichtys tomentosus.
    Der Reiz die Majanos zu verspeisen war da, aber die "Feuerkraft" der Anemonen hielt letztendlich die Fische davon ab, ihnen den Garaus zu machen. Anfangs bissen sie zwar ins pralle Leben, schüttelte sich dann wie wild und ließen schließlich von ihrem Vorhaben ab.
    Nur die winzigen Ableger fielen ihnen zum Opfer, die vielen hundert grossen Exemplare vermehrten sich aber ungestört weiterhin.
    So blieb mir nichts anders übrig in einem knapp 3000l Becken per Hand und Calciumbrei bis in die letzte Ritze hinein tätig zu werden.
    Es dauerte einige Wochen, dann war Ruhe!
    Bis auf meine Rueckenschmerzen.......
    :frowning_face:

    Gruss
    Hajo

    Hajo,

    bisher habe ich die Mistdinger nur im hinteren, rechten Teil im Becken gesehen - gar nicht wenig.

    Hallo Didi,

    wuerde die Möglichkeit bestehen, fuer die nicht riffsicheren Fressfeinde die hintere Ecke mit einer Scheibe oder einem Netz großzügig abzuteilen?
    Erstens gaebe es keine Übergriffe auf die LPS, und zweitens bist du in der Lage, die Fische zu einem späteren Zeitpunkt stressfrei umzusetzen.
    Ich habe manchmal diese Methode fuer die "Anfreundung" meiner Grosskaiser genutzt. Allerdings war dieser Teil des Beckens (ohne störendes Gestein) fuer diese Zwecke beruecksichtigt worden.
    Gruss
    Hajo

    naja..... Hans Frey (mein Lieblingsaquarienbuchautor (Hajo als unser rüstiges Urgestein könnte sich vielleicht noch daran erinnern))

    Man gut, daß anstatt rostig dir noch ruestig eingefallen ist! :grinning_squinting_face:
    Neben Frey wuerde ich noch den Sterba stellen.
    Obwohl mich das noch älter macht: :frowning_face:
    Hans Frey habe ich noch persönlich kennengelernt.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Robin!


    Kurzfassung des Links (Diskussion) unten:

    Titel: Was ist besser, um Fische mit probiotischen Organismen zu infizieren?
    Probiotika in Futtermittel gemischt, ins Wasser gegeben oder injiziert?

    Kurzfassung:

    Das Hauptziel besteht darin, probiotische Organismen den Fischdarm besiedeln zu lassen.
    Das Ziel ist die mikrobielle Veränderung im Darm des Fisches.
    Es wird empfohlen Probiotika ins Futter zu mischen.
    Der Einbau in Futtermittel ist am bequemsten, kann jedoch möglicherweise nicht an die
    gewünschten Stellen und in ausreichender Konzentration kommen.
    Es wird in diesem Fall vorgeschlagen, eine höhere Konzentration in das Futter einzuarbeiten.
    Die probiotischen Bakterien müssen den Darm auskleiden und sich in den Spalten und
    Falten der Epithelzellen wiederfinden, wodurch eine erforderliche Oberfläche und Ausbreitung entsteht.
    Diese effiziente Ausbreitung wird am besten über Futtermittel erreicht!
    Darüber hinaus erhöht die Rückhaltung von unverdautem Futter im Hinterdarm des Fisches die
    Wahrscheinlichkeit, dass auch die Gewebeoberflächen im Hinterdarm diese probiotischen Organismen aufnehmen und zurückhalten.
    Letzteres weist für mich auf eine deutlich verstärkte Fütterung mit angereicherten Probiotika hin.

    Gruß
    Hajo

    https://www.researchgate.net/post/Which_is_…_or_injected_IP

    Hallo Robin,

    ein so hartnäckiger Befall ist mir noch nicht untergekommen.
    Das soll aber nichts heissen.
    Ich hatte auch schon einmal einen ganzen Bestand durch Vibrionen verloren.
    Nach einer 6- wöchigen Ruhephase ist das Becken wieder besetzt worden.
    Danach war nichts mehr zu beanstanden.
    Das Thema Vibrio spec. ist nicht nur unter Aquarianern bekannt.
    Weitaus häufiger nimmt Vibrio & Co. in der Aquakultur bei Speisefischen und Garnelen zu.

    Anbei einige Informationen.

    https://deref-web.de/mail/client/Hv…18.02429%2Ffull


    Gruß

    Hajo

    Hallo Hajo,

    warum kompliziert wenn es auch einfach geht :winking_face: Dahin zu kommen ist aber ein Lernprozess. Schönes Bild!
    Gruß

    Chris

    Ja, Chris, dem Lernprozess werden wir wohl alle unterliegen. :smiling_face:
    Meeresaquaristik ist im Kern geistige Arbeit.
    Das eine sind die Grundlagen der Biologie, das andere die Erfahrungswerte.
    Mehr Klarheit über die Abläufe zu bekommen fördert auch die Erfahrungswerte.
    Es ist gut, dass Menschen ihre aquaristischen Fähigkeiten ernst nehmen und sich um Lösungen bemühen.
    Aber, dass wir unsere Haltung mit zu vielen Erwartungen überfrachten, bringt uns erst in die Problemzone.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ralf,

    die Schwanzflossen scheinen ein sexuell dimorphes Merkmal zu sein.

    Habe noch etwas vergessen...
    Die Bestimmung ueber die Strahlen der Schwanzflossen ist nicht gleichermaßen symptomatisch fuer alle Meiacanthus-Arten.
    Bei einigen Arten wachsen sie mit der Reifung, bei anderen nicht.
    Aus diesem Grund wird eine Gruppenhaltung von 5-6 Individuen empfohlen, in der Hoffnung auf die Isolation getrenntgeschlechtlicher Tiere.
    Probieren geht hier wohl ueber studieren. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Ralf,

    die Schwanzflossen scheinen ein sexuell dimorphes Merkmal zu sein.
    Als Merkmal maennlicher Individuen zeigen sich signifikant verlängerte Strahlen der Schwanzflossen.
    Vielleicht kann man zu einem späteren Zeitpunkt mit Hinblick auf diese Muster einen Unterschied feststellen?
    Meine Grammistes tolerieren sich, zeigen aber kein sexuelles Interesse.
    Vielleicht hat dieses Verhalten etwas mit dem angeborenen Gonochronismus zu tun? Hermaphrodite sind da nicht so zimperlich.
    Sind die Weiber vielleicht geselliger, als die Maennchen?
    Ich habe noch nicht herausgefunden, warum das so ist.
    Leider sind Aquarien-Beobachtungen selten dokumentiert.
    Ich werd's aber noch herausfinden. :smiling_face:
    Gruss
    Hajo

    Da die beiden vielleicht jetzt so 3-4 cm haben, glaube ich auch nicht, dass es etwas mit der Geschlechtsreife zu tun hat - Geschlechtsunterschiede oder -merkmale kann ich keine erkennen.

    Hat jemand schon mal ähnliches beobachtet? Ggf. mit einer anderen Art?

    Hallo Ralf,

    laut Reproduktionsbiologie wachsen Meiacanthus gonochoristisch auf.
    Sie wechseln also nicht Ihr Geschlecht.
    Leider ist hier kein Hermaphrodismus vorhanden.
    Das erklärt höchstwahrscheinlich in diesem Fall die Abneigung.
    Mann trifft jetzt auf Mann oder Frau trifft auf Frau?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Chris!

    Blindes Vertrauen ist eine Angelegenheit der Sehschwachen. :smiling_face:
    Wenn man eine Krücke in die Hand nehmen will, muss man erst einmal damit laufen lernen.
    Heutzutage wird gern a la carte vorgegangen, ohne aber die Zutaten zu kennen.
    Wobei wir dann wieder beim blinden Vertrauen wären...
    Die Bilder farbiger Korallen im Netz tun ihr Übriges.
    Wobei keiner so genau weiss, ob das von Dauer ist oder ob wir doch nicht eher auf Momentaufnahmen schauen.
    Zumindestens bei einigen Aquarien ist mir deren Kurzlebigkeit wohlbekannt.
    Systeme verteufele ich keineswegs.
    Fehler deuten vielleicht auf eine Missinterpretation des "Beipackzettels" des jeweiligen Systems hin.
    Die Stelle mit den Risiken werden überlesen, nicht verstanden oder gar verdrängt.
    Es wird heutzutage vorzugsweise eine einfache Antwort gesucht.
    Falsch ist, dass es die gibt.
    Wenn Korallen sterben, liegt es auch nicht nur an einem Parameter.
    Und gerade dort beginnen die Schwierigkeiten des Verstehens.

    Da wir hier gerade die Nährstoffe vor Augen haben.
    Anbei ein Bildchen eines meiner damaligen Becken.
    Riffkeramik, ohne AS, regelmäßiger WW, PO4 schwankend 0,08 bis 0,12! NO3 nie gemessen.
    KH und Ca im optimalen Bereich. Gute Fütterung der Fische.
    Um Korallen gesund und farbig zu erhalten, muss ich nicht den PO4-Wert vergewaltigen!


    Gruß
    Hajo

    Diese Touren mache ich heute noch.
    Leider ist da nicht alles Gold, was glänzt......

    Erfahrungsgemäß wird hinzu gelernt und bei weiteren Planungen
    von Fahrten dann die Spreu vom Weizen getrennt.
    Irgendwann beschränkt man sich auf das Wesentliche, was
    heisst: Sauberer Laden, gute Qualität und eine ausgezeichnete Beratung.
    Wenn dann alles zusammentrifft, hat man den oder die Händler seines Vertrauens gefunden.
    Diese Lernphase muss jeder selbst durchschreiten.
    Ratschläge von anderen kann man dabei ruhig annehmen.
    Letztendlich wird man aber selbst entscheiden muessen.

    Gruss
    Hajo

    Ja und nein,in meinen 650er Becken traf das zu 100% zu. Jetzt in meinen 250er nicht,da schwimmen seit einen Jahr noch immer 5Stück zusammen.
    Ich denke es hängt von der Beckengöße und dem Fischbesatz ab.
    Grüße Torsten

    Ja und nein. :winking_face:
    Es haengt vor allem daran, wieviel Damen der Herr unter Kontrolle bringen kann. :smiling_face:
    Schafft er das aus irgendeinem Grund nicht, zerfleddert sich der Haufen.
    In der Natur kann es sein, dass sie zum Opfer eines Predators werden, oder dass sie vom Nachbardompteur "eingepflegt" werden. :grinning_squinting_face:
    Im natuerlichen Habitat (Korallenstock) "betreuen" mehrere Maennchen ihren Harem inmitten einer groesseren Gruppe.
    Gruss
    Hajo

    Jeder der mal einen schönen Schwarm mit Schwalbenschwänzchen (Chromis viridis) gepflegt hat, der weiß, wie das abläuft. Irgendwann werden es immer weniger Tiere, bis ein oder zwei "Rüpel" übrig bleiben (in großen Becken natürlich auch mehr).

    Das Gleiche gilt sicherlich auch in Bezug auf Pseudanthias squamipinnis, die ja noch als relativ "einfach" gelten, weil sie mit weniger Mahlzeiten pro Tag auskommen, als ihre Kollegen (Pseudanthias bzw. Anthias) und angeblich friedlicher sind. Die Beckengröße von Lars könnte schon ziemlich die Untergrenze darstellen. Als wir damals die Haltungsempfehlungen geschrieben haben (mein Beitrag dazu war ehr klein (wie gesagt, mir waren Pseudanthias immer zu heikel trotz 1.000 Liter) sind wir nach recht langer Diskussion von einer Beckengröße ab 800 Liter (bei 5 Tieren) ausgegangen.

    Dem ist nichts hinzuzufügen. :smiling_face:
    Unter 800l wird es selten laufen.
    Der Vergleich zwischen den Arten fällt schwer, da unterschiedliche Temperamente vorliegen.
    Die 5 Tiere kannst du ruhig auf 8 aufstocken.
    Das entspricht auch annähernd dem Verhältnis in der Natur.

    Um deinem Wunsch nachzukommen, einige Beobachtungen zum Schlafverhalten einiger Arten.
    Es sind eigene Aquarien-Beobachtungen, die vielleicht nicht unbedingt symptomatisch für das Verhalten in der Natur sind.
    Sie sind auch nicht immer auf jedes Becken übertragbar.
    Lienardella/Choerodon fasciatus schläft in eine Schleimhülle eingehüllt zwischen der Seitenscheibe und Riff, am Fusse eines Gesteins
    Das Armatus-Paar verbringt den Tag meist getrennt und ruht nachts zusammen unter einer kriechenden Sinularia
    Die verpaarten Zwergkaiser getrennt in Spalten, die grossen Kaiser einzeln in Höhlen oder Unterständen.
    Gramma loreto und Melacara tief in Spalten des Riffgesteins, und die Meiacanthus grammistes haben PVC-Röhren angenommen
    Die grossen Docs zwischen grösserem Gestein und unterhalb eines schützenden Korallenblocks.
    Als noch Chromis vorhanden waren, verbrachten diese die Nacht in einer groesseren Enzmann-Acropora.
    Die Anzahl reduzierte sich immer auf 5 Tiere, egal wie oft ich aufstockte.
    Wo die Synchiropus ruhen habe ich keine Ahnung. :smiling_face:

    Auch ich wünsche dir und deiner Familie und auch allen, die hier mitlesen, ein gesundes und frohes neues Jahr 2021!
    Auf eine rege Betriebsamkeit hier im Forum, mit dem Schwerpunkt auf Wissen und Forschung plus persönlicher Erfahrung und weniger
    unnötigen Streit oder störenden Zoff durch Trolle.

    Gruß
    Hajo

    die Frage ist nur, was ist natürlicher........ Ein eng zusammengedrückter Haufen Fische, weil Räuber durch das Riff ziehen oder lauter Einzeltiere, weil keine Gefahr droht. (Ohne Frage, der Schwarm sieht schöner aus.)

    Die Ursachen liegen woanders.
    Alle Mitglieder einer Fahnenbarsch-Gruppe konkurrieren fortdauernd um eine Position in der Hackordnung.
    Innerhalb der Gruppe der Weibchen besteht ebenfalls eine Dominanzhierarchie.
    (Pseud)anthias bilden in der Natur Schwärme unterschiedlicher Grösse, von kleinen isolierten Gruppen bis zu riesigen Gruppen mit tausenden Individuen.
    Territoriale Maennchen verteidigen innerhalb dieser Heerscharen energisch einen Riff Abschnitt und damit verbunden, auch den Harem ihrer Weibchen.
    Die Grösse eines Territoriums ist abhängig von der Anzahl der Weibchen.
    Das Problem in der Aquarienpflege ist das angeborene aggressive Dominanzverhalten!
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Anthias benötigen für ihre soziale Interaktion ein grösseres Umfeld, als die meisten kleinen bis mittelgroße Aquarien es platzmässig anbieten können.
    Sie haben aus diesem Grund wenig Raum, um den Attacken untereinander auszuweichen und verstecken sich, fressen nicht und sterben anschließend.
    Das Füttern kann die aggressiven Wechselwirkungen zwischen den Schwarmmitgliedern mildern.
    Wobei man unter den Arten auch unterschiedliche Temperamente findet.
    Mangel an Nahrung führt bei den geselligen Arten wie Anthias und Chromis zu mehr Streit innerhalb der Gruppe.
    Also, eine geeignete Beckengrösse plus einer täglichen, mehrmaligen Futterversorgung kann einen Schwarm ebenfalls zusammenhalten.
    Nicht ausschließlich der Feinddruck von möglichen im Becken befindlichen Räubern.
    Gruß
    Hajo

    Das muss man von Fisch zu Fisch abwägen.....

    Hier war ja die Rede von Pseudanthias squamipinnis. Diese haben einen festen Schlafplatz (muss aber keine Höhle sein), den sie jeden Abend aufsuchen.


    Dass, was wir im Aquarium beobachten und daraus unsere Schlüsse ziehen, ist leider oft nicht das, was wir in freier Wildbahn vorfinden.
    Nur ein einfaches Aquarium-Beispiel:
    Ein z. B. durch soziale Spannungen gesprengter Verband von z. B. Chromis oder Anthias wird sich in unterschiedliche Verstecke begeben.
    Es wird Ihnen auch nichts weiter übrigbleiben, da die ehemaligen Vorteile ihrer sozialen Strukturen in Ihrem natürlichen Umfeld nicht immer
    im Aquarium aufrecht erhalten werden koennen.
    In der Regel werden Sie durch fehlenden Raubdruck (und seine Folgen) aufgeweicht, sodass aus dem ehemals stabilen Verein (Harem/Gruppe) ein versprengter Haufen wird.
    Das hat weniger mit der Vorliebe für bestimmte, arteigene Rückzugsgebiete zu tun, als mit einer erzwungenen Notlage.
    Deswegen ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass man im Aquarium manche Fische auch dort findet, wo man sie weniger erwarten würde.
    Diese Aquarium-Beobachtungen beziehen sich auf Fische in Gruppen- oder Haremsstrukturen.

    Gruß
    Hajo

    Hier hatte Hans-Werner mal eine interessante Untersuchung zu diesem Thema gepostet:

    Wenn Fische die Wahl haben ...

    Viele Grüße,
    Ina

    Danke, Ina!

    Ich habe mir gerade einen Wolf gesucht (gelaufen) ob dieser damaligen interessanten Diskussion. :frowning_face:
    Es gab zwar eine vage Erinnerung, aber ich habe nichts auf die Schnelle gefunden. Sonst waere die Erklärung per Link einfacher gewesen.
    Kann alles so stehen bleiben. Es hat sich nichts geändert. :winking_face:
    Ganz im Gegenteil.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Lars!

    Riffbarsche, zu denen auch die Fahnenbarsche gehören, ruhen bevorzugt in Spalten und zwischen Korallenaesten.
    Sie vermeiden in der Natur instinktiv grössere Höhlen, da sich in diesen auch grössere (Raub) Fische befinden koennen.
    Dem ist Rechnung zu tragen.
    Zerklueftetes Gestein oder nicht zu kleine Acroporenblöcke sind ideale Ruhe- und Versteckplaetze.
    Gestaltungsmöglichkeiten gibt es genug.
    Die Spalten sollten von unterschiedlicher Groesse sein, da ein erstmals kleiner, schmaler Fisch bei gutem Futter auch mal zum Moppel mutieren kann.
    Gezwungenermaßen wird sich dieser dann einen anderen (unbesetzten) Zufluchtsort suchen muessen.
    Das kann dann zum ungewollten Stress mit dem Vormieter führen.
    Grössere Fische klemmen sich auch gern in Felsspalten oder lehnen sich an die Innenwände von Höhlen.
    Fuer diese Arten gilt dann ein anderes Konzept.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Sprung empfiehlt die sofortige Absenkung oder eine Erhöhung der Dichte um 0,010 Punkte.
    Natürlich als Bad ausserhalb des Beckens.
    Die Dauer ist mir leider unbekannt.
    Ein längeres Verweilen schadet möglicherweise der Koralle.
    Ob ein Kurzbad den Erfolg bringt, kann nur durch einen Versuch überprüft werden.
    Ansonst bleibt nur der Pinzetten-Akt.
    Ist es denn wirklich Caulerpa?
    Halimeda wächst ebenfalls blattförmig.
    Bei letzterer kommt die Selbstauflösung meist schneller, als gedacht.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Klaus!

    Ich hatte mit meinem Vorschlag eigentlich nur bezweckt deinem Problem eine weitere Alternative zu geben.
    Gerade beim Allardi bieten sich da mehrere Möglichkeiten.
    Ein Rundruf bei den nicht wenigen Händlern gäbe doch sicherlich Auskunft über die Verfügbarkeit und Größe einiger größerer Wirtsanemonen?
    Wenn´s mein Fall wäre, würde ich diesen Weg zumindestens versuchen.

    Gruß
    Hajo

    dass sie Beschäftigung brauchen - da Frührentner kann ich das gewährleisten

    Das ist die einzig richtige Einstellung!
    Der Octopus ist nur etwas fuer Voll-oder Fruehrentner oder fuer
    "Kuemmerer", also fuer aufmerksame Menschen mit Geduld und Zeit.
    Sonst geht es voll daneben.

    Guten Rutsch!

    Gruss
    Hajo