Beiträge von hajo

    Hallo Stefan,

    ich hatte mich für ein gemauertes Konzept (Podest mit Fussbodenheizung) entschieden. Einen Abstellplatz unter dem Aquarium habe ich nie vermisst. Daneben oder dahinter war genug Platz vorhanden.
    Ist auch wesentlich übersichtlicher und auch bequemer im handling.
    Gruss
    Hajo

    Kurzes Update:

    Der AS steht ja nun 5 cm höher, schäumt nicht mehr über, und das Wasser und der Schaum im Topf ist auch relativ braun geworden aber insgesamt sehr nass. Ich denke das geht so in Ordnung jetzt.

    Na also! :smiling_face:
    Die Schaumbildung wird sich noch etwas zum Positiven verändern.
    Die Zukunft wird zeigen, ob die Höhe beibehalten werden kann oder ob man noch etwas nachjustieren muss. Meist genügt dann eine geringfügige Änderung.
    Gruss
    Hajo

    Manchmal braucht der Schäumer einige Zeit, um sich einzufahren und um sich auf die Wasserbelastung einzustellen.
    Das hat vorerst als Ergebnis eine hohe Blasenbildung.
    Diese kann einige Tage andauern.
    Ich würde entweder ein Stück Filterschwamm o. ä. unter den Schäumer legen oder
    einfach die Leistung über den Controller vorübergehend verringern.


    Gruß
    Hajo

    Hallo Lilly,

    versuche mal den Schaeumer etwas höher zu setzen.
    Ich bin mit dem Produkt auch nicht glücklich geworden.
    Nicht wegen der Leistung, sondern wegen der Lautstärke.
    Gruss
    Hajo

    Moin Hajo,Das habe ich jetzt mal vorausgesetzt.

    Ich habe es aus gutem Grund noch einmal erwähnt.
    Leider wissen nur wenige um die enorme Fresslust und das rasante Groessenwachstum der Siganus-Arten.
    Aus gutem Grund sieht man nur kleine bis sehr kleine Exemplare im Handel.
    Das verleitet zum Kauf.
    Grosse Klopper hingegen würden sicherlich nicht so einfach über den Ladentisch gehen.
    Richtig ist, dass Füchse ausgezeichnete Algenvernichter sind.
    Deswegen sind sie auch so begehrt.
    Die Kehrseite der Medaille kommt erst später mit dem Wachstum und einer damit verbundenen Nahrungsknappheit im Becken.
    Wenn dann nicht für ausreichend Futter gesorgt wird, ist eine Schädigung der Korallen durch den Fuchs nicht auszuschliessen.
    Die benötigte Futtermenge zieht automatisch eine starke Wasserbelastung nach sich.
    In kleineren Becken wird das zum Problem.
    Man wird dies erkennen und sich auf irgendeine Weise von dem Fisch trennen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo!


    Das kann man nicht ernsthaft mit ein paar Worten erklären.
    Das Thema Licht ist vielschichtig.
    Aber um sich erst einmal vom Lichtbedarf, Strömung, Aggressivität und der Robustheit seiner Korallen ein Bild zu machen, empfehle ich das exzellente Bestimmungsbuch von Julia Sprung:
    „Korallen, ein Bestimmungsbuch“ Julian Sprung, Dähne-Verlag.
    Hier werden wir mit den wichtigsten Parametern inklusive einer Platzierungsgrafik! bekannt gemacht.
    Nun ist das Wohlbefinden der Korallen in Sachen Lichtansprüche nicht selten abhängig von dem Leuchtmittel, das über ihnen hängt.
    LED, HQI und T5 stehen im Mittelpunkt mancher Diskussion und sind Standards in der Aquaristik.
    Da speziell diese Leuchtmittel unterschiedliche Eigenschaften in den Lichtstärken und den Lichtfarben besitzen und es auch Unterschiede in den Lichtbündelungen gibt, ist es sinnvoll, den Korallen ein Strahlungsspektrum anzubieten, mit dem sie klarkommen.
    Das betrifft die Intensität, wie auch das Spektrum der jeweiligen Leuchten.
    Aus diesem Grund sind PAR-Werte der bestimmende Faktor bei der Beleuchtung von Korallen.
    Dass Korallen recht unterschiedliche Ansprüche haben, wird schon aus den unterschiedlichen Lebensräumen in der natürlichen Wassersäule erkennbar.
    Der Link zeigt unterschiedliche PAR-Werte, gemessen in einem Becken mit verschiedenen Korallen. Es gibt auch bessere Beispiele.
    Man kann sich diese Werte als ungefähre Referenz nehmen und versuchen, sie auf das eigene Becken zu übertragen. Auch sollte man sich bei der Beurteilung von Lichtstärken von der Einheit Watt verabschieden und in weiteren Diskussionen zu dem Begriff PAR übergehen.
    Alles andere ist ein Blindflug mit ungewissem Ausgang
    Die Bedeutung von PAR ist gut zu googeln.
    Ein PAR-Meter kann man sich bequem in einem Meerwasser-Fachgeschäft im Internet ausleihen.
    Googeln!



    https://reefs.com/magazine/how-m…t-requirements/


    Gruß
    Hajo

    Hallo Spooner,

    unsere damaligen Überlegungen gingen dahin, dass durch eine Zugabe von
    intransparenten Inhaltsstoffen, die in manchen Nährstoffkomplexen zumindest vermutet werden, die Vermehrung von (aeroben) Bakterien deutlich intensiviert wird.
    Das führt u. a. zur Reduktion von Sauerstoff und je nach vorhandenem
    Milieu, zu einer möglichen Belastung von lebenden Organismen allgemein.
    Zu viel Kohlenstoff fördert möglicherweise auch das Wachstum anderer unerwünschter heterotropher Bakterien. Eine Konkurrenz zwischen Denitrifikanten und anderen heterotrophen Bakterien ist nicht auszuschließen.
    Das vorhandene Milieu wird darauf reagieren und sich bestenfalls anpassen.
    Vorsicht, Hypothese! Es trifft auch nicht auf jede Situation gleichermaßen zu!
    Der erwähnte Flavescens reagierte empfindlich nach Zugabe von Nährstoffkomplexen.
    Wir wollten es anfangs auch nicht glauben und haben die Ursache lange woanders gesucht.
    Erst als das Additiv abgesetzt wurde, besserte sich das Erscheinungsbild und die roten Flecken verschwanden.
    Als Zufall abgetan, wurde zu einem späteren Zeitpunkt mit der Dosierung
    wieder begonnen.
    Die Reaktion kam umgehend und war also reproduzierbar.
    Die von mir angesprochenen Grammas eines Vereinsfreundes hatten Symptome ähnlich Vibrio.
    Nach Absetzen eines Mittels zur Reduktion von Nährstoffen verschwanden die Symptome vollends.
    Die beiden Fälle sind mir persönlich bekannt und sind auch reproduzierbar.
    Da ich aber selbst zu diesen Produkten greife, bin ich mir auch mancher Ungereimtheit bewusst.
    Aus diesem Grund kann ich nicht mit gutem Gewissen auf ein bestimmtes Produkt zeigen.
    Das Absetzen des Mittels auf Dauer und ein WW trugen zur Besserung bei und hatten einen deutlich positiven Einfluss auf die Fischgesundheit.
    Bis dato. Das ist Fakt.
    Grundsätzlich neige ich bei längeren Störungen unbekannter Art immer zu
    einem langfristigen Absetzen sämtlicher Additive (bis auf die Balling-Salze) und einer
    Regulierung der Chemie durch mehrere WW.

    Gruß
    Hajo

    Hi,
    ich wollte kurz berichten wie es aktuell bei meiner Situation aussieht.

    Es war einige Zeit deutlich besser, Gitterdoktor als Indikator war wieder sehr gut. Die letzten Tage hat die schnelle Atmung wieder zugenommen und er frisst wieder schlecht und die Kiemen stehen wieder ab.
    Dann einige neue Stellen STN bei einigen Acroporen.

    Seit Anfang Juni habe ich den Kalkreaktor aufdrehen müssen weil das Becken durch die verbesserte Situation viel mehr verbraucht hat. Dadurch ist mein pH gesunken und das Balling was ich vorher zum Reaktor dazu dosiert hatte um den pH zu verbessern hab ich abgestellt. Das hat den pH noch weiter negativ beeinflusst. ( Tagesverlauf ca. 7,75 - 8, 25 )

    Zusätzlich kann ich die letzten 10 Tage beobachten wie mein Redox kontinuierlich fällt. Die Temperatur ist auch gestiegen im Becken (morgens ca. 25,8 - abends 26,5)

    Hallo,

    das Absinken des Redoxwertes geht mit sauerstoffzehrenden Prozessen einher. Oder, wie von mir beschrieben, durch ungewollte dramatische Veränderung des Wassers, was auch sicherlich negativen Einfluss auf bakterielles Leben hat.
    Beides kann letztendlich zu einem sinkenden Redoxwert führen.
    Wenn die ICP-Parameter nichts hergeben, dann scheint die Ursache entweder toxisch und/oder krankheitsbedingt. Wobei das toxische Element auch über die Bakterien kommen kann.
    Abgesehen von dem Verdacht auf Vibrionen, kann auch manch andere bakterielle Tätigkeit Einfluss auf die Gesundheit der Fische und der Korallen nehmen.
    Wir hatten hier in meinem Beritt 2 Fälle, die reproduzierbar waren.
    Beide hatten mit der Zugabe von Mitteln zur Erhöhung von bakteriellen Tätigkeiten zu tun.
    Auf der einen Seite zeigte ein Flavescens rote Streifen, im anderen Becken verhielten sich die Grammas scheu und blieben lange im Versteck. Ähnliche Reaktion wie beim Vibrionen-Befall.
    Nach Absetzen des Produktes verschwanden sämtliche Symptome und die Fische sind wieder gesund.
    Ein anderer Fall hatte mit dem Abspreizen der Kiemendeckel eines Chelmon zu tun.
    Wir rätselten auch hier lange herum, bis der Calcium-Wert überprüft wurde. Viel zu hoch!
    Höchstwahrscheinlich hatte der Fisch auch noch das Pech seinen Schlafplatz unterhalb des Austritts des Calciumspenders zu haben. Der ging nachts in Betrieb. :frowning_face:
    Es ist leider nicht viel, was mir zu deiner Misere einfällt.
    Ich an deiner Stelle würde auf WW setzen und vorübergehend nur die Alkalität und das Calcium im Auge haben. Zusätzlich würde ich mit Ozon den Redoxwert dahin befördern, wo er hingehört.
    Das hat einen positiven Einfluss auf den Sauerstoff und gleichzeitig werden bakterielle Probleme beseitigt.
    Viel mehr fällt mir leider dazu nicht ein.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Rüdiger,


    Mal nur um darüber gesprochen zu haben: würde sich - rein theoretisch - ein C. Xanthurum mit einem Chelmon rostratus vertragen oder schließen sich die von Haus aus gegenseitig aus?

    Ich klinke mich mal ein.
    Die Vergesellschaftung von Chaetodonten kann zu Problemen führen.
    Insbesondere in kleineren Becken.
    Selbst innerhalb einer Art.
    Als ich ein Paar Ch. kleinii mit einem Paar Ch. xanthurus zusammenführte, gab es sofort Reibereien. Einseitig.
    Die legten sich zwar später, aber das Weib vom Kleini blieb noch lange Zeit zickig.
    Das Männchen interessierte die Hysterie seines Weibes überhaupt nicht.
    Es blieb stets friedlich und eckte nie an.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Rüdiger,

    auch wenn sie "Nebenwirkungen" zu haben scheinen könnten sie tatsächlich einen Versuch wert sein. Zumindest lassen das einige Hinweise im Web vermuten.
    Mal sehen, ob ich sie hier in der Gegend bei einem Händler finde - du wohnst leider tatsächlich etwas zu weit weg für einen Ausflug.

    Mal nur um darüber gesprochen zu haben: würde sich - rein theoretisch - ein C. Xanthurum mit einem Chelmon rostratus vertragen oder schließen sich die von Haus aus gegenseitig aus?

    lg
    Andreas

    Leute, Leute....
    Wenn man sich schon auf das Web bezieht, sollte man die Informationen auch richtig einordnen!
    Nicht immer stimmt die Headline mit dem Inhalt überein!
    Wo Majano steht wird plötzlich Aiptasia das Thema!
    Mir ist kein Erfolg mit Lysmata bekannt. Mich selbst eingeschlossen.
    Lysmata und Glasrosen, das passt.
    Oder warum habe ich auf Falter- und Feilenfische zurückgreifen müssen?
    Auch im Fall Lysmata gegen Glasrose gibt es positive, wie auch negative Berichte.
    Wer viel füttert, dem bleibt hier oft der Erfolg versagt.
    Diese Nebenwirkungen untergraben den möglichen Erfolg.
    Das zum Thema Aiptasien.
    Zum Thema Majanos hatte ich mich ja bereits ausgelassen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wie hält man es mit Majanos?
    Dieses Thema ist ein Dauerbrenner.
    Obwohl einige Falterfische den Ruf genießen Majanofresser zu sein,
    ist das nur relativ zu sehen.
    Es hängt vom jeweiligen Falter und auch von seiner Größe ab.
    Kleine Chaetodonten auf Majanos loszulassen führt meist zum Misserfolg.
    Ähnlich mit den Feilenfischen.
    Außerdem nehmen diese Arten gerne andere Nahrung an und werden so von der ihnen
    zugedachten Aufgabe abgelenkt.
    Letztendlich hilft nur eine Teamarbeit um den Anemonen den Garaus zu machen.
    Ich habe wegen der Arbeitsverweigerung meiner Feilen und Chaetodonten zur händischen
    Methode greifen müssen.
    Wie von Eric beschrieben ist Calciumhydroxid ein ausgezeichnetes Mittel, um Majanos zu
    eliminieren.
    Der Calciumbrei wird auf eine Spritze gezogen und auf die Mundscheibe jeder Anemone platziert. Der Brei wird sich von den Majanos einverleibt und sie beginnen zu schrumpfen oder, je nach Größe, zu zerfallen. In manchen Fällen ist eine 2. „Behandlung“ notwendig, da einige noch nicht vollständig entfernt wurden.
    Ich habe bei dieser Aktion beobachten können, dass teilweise Reste dieser angeschlagenen Majanos von den Fischen verputzt worden sind.
    Man kann jetzt zu dem Schluss kommen, dass besonders kleineren Fischen Majanos von der Größe her oder von ihrer Nesselkraft zu schaffen machen.
    Es stimmt vielleicht beides.

    Gruß
    Hajo

    Der Platax orbicularis soll gut drangehen, wird halt sehr groß.

    War schon mal Thema hier im Forum.

    Thomas, was hat dich denn geritten diesen Fisch zu erwähnen?
    Schon lange keinen ausgewachsenen Platax mehr gesehen?
    Dieser Fisch sprengt selbst in einem groesseren Becken jede Dimension.
    Juvenile Exemplare sind eyecatcher und täuschen gern über ihre rasante Groessenzunahme hinweg. Sicherlich in diesem Stadium erfolgreich in der Majano-Bekämpfung. Man wird aber bald vor der Frage stehen, wohin mit dem Riesen? Dieser Fisch hat für die Höhe unserer Normal-Aquarien die "falschen" Proportionen: Extremer Hochflosser!
    Der Händler wird sich für die spätere Rücknahme bedanken.....

    Gruss
    Hajo

    Im Meerwasserlexikon habe ich gelesen, dass das Präperat Korvimin ZVT gut helfen soll. Hast Du damit Erfahrung?

    Leider habe ich keinerlei Erfahrung mit diesem Präparat.
    Es scheint aber Aussicht auf Erfolg zu bestehen.wenn man den Kommentaren glauben mag. Da es auch für andere Tierarten positiv bewertet wird, spricht gegen seine Unwirksamkeit.
    Über die Karotten hat schon Sandy geschrieben.
    Ich möchte nochmals auf die Langwierigkeit des Heilungsprozesses hinweisen. Der Heilungsprozess ist nicht mit einigen Wochen abgetan. Ich hatte das schon angedeutet. Je nach Schwere der Symptome kann es Wochen bis Monate dauern, bis diese Mangelerscheinung zum Stillstand kommt. Man kann auch sagen - Ende offen.
    Man vermutet einen Vitamin A - Mangel. Bewiesen ist es nicht.
    Aus diesem Grund wäre es sinnvoll zusätzlich ein Multivitamin auszuprobieren.
    Ein Tropfen aus der Pipette auf ein Pelletstück, einziehen lassen, und dann gezielt füttern. Mindestens 3x täglich.
    Frischen Salat oder Algen jederzeit!
    Mehr kannst du nicht tun.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Chris,

    wichtig ist nicht nur was der Fisch frisst, sondern auch, unter welchen Umständen er frisst.
    Die zitierten Veggie-Flakes sind sicherlich ein ausgezeichnetes Futter, u. a. was Spurenelemente und Vitamine angeht. Andere Hersteller stehen dem aber nicht nach.
    Es ist sehr bequem, seinen Fischen täglich einige Portionen zu verabreichen.
    Man muss sich mit den Gaben aber mit Rücksicht auf die anfallenden Nährstoffe beschränken.
    Nach meinen Erfahrungen beschränkt sich die tägliche Futtergabe meist auf einige Flocken und Brösel von Pellets und/oder etwas von der Frosttheke.
    Das war´s.
    Flockenfutter wird schnell verdrückt und ist bei Fisch & Co schnell Geschichte.
    Zwar haben die beigefügten Vitamine und Spurenelemente einen relativen Einfluss auf die Gesundheit des Fisches.
    Alle übrigen Anteile sind weniger geeignet den längeren Darm eines Doktorfisches zu beschäftigen.
    Der Darm braucht eine gewisse Menge an Stoffen, die er zu bearbeiten hat.
    Konzentrierte Nahrung ist ja ganz gut und schön, sie füllt aber nicht die Darmschlingen.
    Die Bewegung der Därme leidet, wenn Doktorfische nicht genügend Nahrungsmengen bekommen. Das hat der Fisch mit dem Menschen gemein. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Doktorfische sind Dauerfresser.
    Mit den wenigen Futtereinlagen pro Tag bekommt der Fisch zwar einige Vitamine plus Spuren, ist aber sonst auf die äußerst magere Beckenflora angewiesen.
    Es ist mehr Verzweiflung, die den Fisch antreibt, nach Nahrung zu suchen.
    Irgendwann treibt ihn auch das nicht mehr an und er lauert nur noch auf die mit Lockstoffen imprägnierten Futterprodukte, die dann ratzfatz verschlungen werden.
    Dann gibt es wieder die große Pause zwischen den Mahlzeiten.....
    Es gibt da noch etwas, woran nicht jeder gleich denkt, der Tiere länger in Gefangenschaft hält.
    Reizverarmung ist das Stichwort!
    Wir müssen die verloren gehende Reize durch besondere Futterreize kompensieren.
    Das Abarbeiten mit Seinesgleichen am Salatblatt ist so ein Beispiel.
    Nicht nur die Peristaltik des Darms wird durch den Salat gefördert, sondern auch die Rivalität um das Grünzeug am Clip hält selbst träge Zeitgenossen in Bewegung und ist damit ein exzellenter Zeitvertreib.
    So können sich diese Fressveranstaltungen stundenlang hinziehen und die Fische von der relativen Trostlosigkeit ihres Lebens im Aquarium ablenken.


    Gruß
    Hajo

    Hallo Fabian,

    es ist weniger kompliziert. :winking_face:
    Du wirst den Appetit am Schwund des Salates bemerken.
    Nachschub ist da immer willkommen.
    Es werden vorrangig erst einmal die weichen, grünen Anteile des Blattes gefressen. Die härteren Bestandteile werden zwar nicht gemieden, stehen aber hinten an. So ein Rest kann noch am nächsten Tag am Clip hängen.
    Dann bitte gegen frischen Salat etc austauschen.
    Parallel wären als Ergänzung vitaminisierte Pellets (Multivitamin) keine schlechte Wahl.
    Gruss
    Hajo

    Dann soll’s Salat sein - ich teste da jetzt alles

    wie verfütterst du den? Als ich es mal versucht habe ist der ungeachtet durchs Becken getrieben.

    Bei mir wird jeder Salat am Clip verfüttert.
    Im Wasser treibender Salat weckt Angstgefühle, da ja das Grünzeug im Meer bekanntlich auch nicht im Wasser treibt, sondern fest mit dem Substrat verwachsen ist. Möglicherweise etwas für Planktonfänger :grinning_squinting_face:
    Zu beachten ist die Groesse des Salatblatts.
    Je groesser das Blatt, desto vorsichtiger wird sich anfangs verhalten.
    Tierische Nahrung würde ich zugunsten der Salatbar erst einmal stark einschränken. Über den Hunger kommt bei Fischen meist der Appetit.
    Eine vorübergehende Reduzierung von tierischen Proteinen schadet keinem Doktorfisch.
    Es ist auch nicht so, dass jeder Neuzugang sich sofort auf am Clip bammeldes Grünzeug stürzt. Es ist nicht im Fresschema verankert, wie Plankton oder Kurzalgen. Es muss erlernt werden. Die einen lernen es schnell, die anderen brauchen eine Weile.

    Beim Thema Verweigerungen erzähle ich gerne von den ersten Begegnungen meiner Docs mit grün-braun geflecktem Salat.
    Damals wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass dieser gefleckte Premium-Salat vom Italiener hektische Fluchten auslöste.
    Das Verhalten hat sich heute zwar geändert, aber jeder Salat von grüner Farbe wird schneller angenommen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Fabian!

    Wer hat da nicht richtig zugehört?
    Es ist doch schon alles gesagt oder zumindest angedeutet worden.
    Das Fortschreiten des Befundes geht mit einer Mangelernährung einher!
    Wenn die Erkrankung nicht sofort aufgehalten wird, bleiben Narben lebenslänglich. Im schlechtesten Fall kann der Fisch daran versterben. Z.B. wenn sich eine Zweitinfektion anderer Art draufsetzt. Das passiert, wenn die bakterielle Gemengelage überhand nimmt. Deswegen UV. Deswegen Ozon.
    Momentan gibt es eine Vielfalt von Salat in und auf den Märkten.
    Meine Docss springen schon fast aus dem Wasser, wenn sie den Romana-Salat sehen.
    Selbst wenn der Fisch erst an Grünzeug gewöhnt werden muss, es hilft, wenn mehrere Optionen ergriffen werden.
    Nicht nur die Docs fressen gerne Salat. Es wird auch gern mit den Kaisern darum gestritten. Sogar die Meiacanthus fischen sich kleine Fitzel aus dem Wasser.
    Salat ist IN!
    Hajo

    Moin Hajo
    Einem Antibiotikabad stehe ich aus zwei Gründen kritisch gegenüber. Zum einen gibt es kaum exakte Dosierungshinweise, zum anderen sind die meisten Antibiotika bakteriostatisch, d. h. Sie töten die Bakterien nicht ab, sondern stören lediglich deren Vermehrung. Ich werde heute mal ein Jodbad ausprobieren und schauen ob sich was tut.


    Mein Hinweis kam nicht von ungefähr. War eigentlich nur als eine Art Alternative gedacht.
    Dosierungen lassen sich eventuell nur von chemischen Behandlungen erkrankter Fische ableiten.
    Zum Beispiel hilft problemlos u. a. bei Kiemenwurm-Befall (Plattwürmer) Praziquantel.
    Das Mittel wurde bisher problemlos bei über 100 Fischarten eingesetzt.
    Nebenwirkungen auf z. B. Schnecken sind nicht festgestellt worden.
    Die Behandlung sollte in einem separaten Becken durchgeführt werden.
    Die handelsübliche Tablette (Droncit) wird zerstäubt, in 1-2 ml unvergälltem, 100%igen
    Ethanol-Alkohol gelöst und in die entsprechende Wassermenge eingerührt.
    Als beste Dosis haben sich bisher 10-20mg Praziquantel pro 1l Wasser für 3h bei 22 Grad bewährt.
    Das ist jetzt keine explizite Empfehlung für die Behandlung von Korallen.
    Auch weil nicht gesichert ist, um welchen Schädling es sich letztendlich handelt.
    Da Fische und deren Erkrankungen mich praxisnah immer begleitet haben und noch immer begleiten,
    sind das weniger Gedanken eines Korallengärtners als die eines Fischfreunds.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    Bakterien, die sich auf geschwächten Korallen vermehren, kommen durchaus
    unmittelbar als Krankheitserreger in Frage, insbesondere dann, wenn
    eine Schwächung des Immunsystems vorliegt.
    Vibrionaceae (Vibrio etc) finden wir u. a. im Wasser und demzufolge auch im Darm von z. B. erkrankten Fischen.
    Inwieweit es bei dem Korallenproblem tatsächlich zu einem echten Bakterienbefall gekommen ist, bleibt vage.
    Möglicherweise kann ebenfalls ein antibiotisches Kurzbad helfen.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Stefan,

    4-5 Tropfen auf 1l Beckenwasser wird als Kurzbad (Schwenken) empfohlen.
    Fertigprodukte, wie z. B. "The Dip" von FM tun es wohl auch.

    Bei diesen diffusen Symptomen ist ein Jodbad nicht verkehrt.
    Bei mir war es damals eindeutig ein Helicostoma-Befall der geschwächten Korallen. Fische wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Im Gegensatz zu den Vibrionen vor einigen Jahren.
    Herausnehmen und dippen ging nicht, da die Stöcke viel zu gross waren und ausserdem mit dem Gestein in Blöcken fest verwachsen.
    So blieb mir nichts anderes übrig, als die geleeartigen Substanzen an den Korallen permanent abzusaugen und die bereits abgestorbenen Korallen per Säge und Zange zu entsorgen.

    Gruss
    Hajo

    Das ist doch eine gute Nachricht. Ich höre immer von Fällen, wo die Vergesellschaftung mit Stress verbunden ist, oder überhaupt nicht klappt
    Langsam müssten ja die Grundeln jedes Sandkorn mit Vornamen kennen. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Ich hatte zweimal RTN/STN, also das schnelle und langsame Absterben von SPS von unten her. Bei mir war es Mangel an Phosphat und zu geringe Strömung. Das hat aber nicht sofort aufgehört, nachdem die Werte wieder im Rahmen waren. Leider war das auch ansteckend.
    Zwar war Phosphatmangel der Auslöser, aber es scheint auch eine Art Krankheit zu sein bzw. spielen da auch so kleine Tierchen eine Rolle, die das geschädigte Korallengewebe immer weiter anfressen.
    Geholfen hat damals nur das Fragmentieren, so dass nur gesunde Bereiche zurück ins Becken kamen. Einmal habe ich eine kleine Stelle nicht großzügig genug geschnitten und prompt ging es wieder los.


    Die Geschickte mit den Vibrionen konnte ja auch nicht aufgeklärt werden

    Damals, so geschehen, auch bei mir.
    Ich hatte meinen "Unfall" mit dem Zeolith ja mehrfach beschrieben.
    Ursache der Infektion war das Verschwinden von Phosphat.
    Symptome sind bekannt.
    Desweiteren das Auftreten vom Schwächeparasiten Helicostoma. Der Schleim war deutlich sichtbar. In Situationen, wo kein Schleim (oft am Fuss der Koralle) zu sehen ist, koennen durchaus Vibrionen mit im Spiel sein.
    So wird es auch beschrieben.
    Gruss
    Hajo

    Noch einmal zur Erinnerung:
    Der starke Anstieg vom PH, ausgelöst durch Atemkalk, ist nicht auf meinem Mist gewachsen.
    Es ist 2019 Thema in einer Diskussion gewesen, die sich mit dem Auftreten von hohen PH-Werten in Riffbecken beschäftigte.
    Der hohe PH-Wert in einigen Becken wurde allein dem Atemkalk (CO2-Scrubber) zugeschrieben.
    Das CO3 wird das Carbonation als Teil der Kohlensäure sein.
    Man kann das Thema auch pragmatisch angehen.
    Wenn durch die Verwendung von Atemkalk CO2 kaum existent ist, dann kann CO3 auch nicht ausreichend verfügbar sein.
    Da Korallen benötigen, wie allseits bekannt, für den Riffaufbau und zum Aufbau ihrer Skelette Carbonat.
    Höchstwahrscheinlich führt die Verringerung der Carbonat-Ionenkonzentrationen zu schwächeren, spröderen Korallenskeletten und zu langsameren Korallenwachstumsraten.
    In meiner Hypothese verharre ich so lange, bis mir einer das Gegenteil um die Ohren haut. :grinning_squinting_face:
    Ich fürchte, dass es nicht mehr lange dauert, oder? :thinking_face:
    Gruß
    Hajo

    Ein zu hoher PH-Wert bei der Verwendung von Atemkalk (CO2-Scubber) ist schon damals 2019 in einem US-Forum zum Thema geworden.
    Leider wurde es nicht sauber ausdiskutiert. Also es kam nicht zu einer Erleuchtung.
    Was bei mir hängen geblieben ist, war ein negativer Effekt von zu hohem PH auf den CO3/CO2-Wert im Wasser.
    Inwieweit speziell das CO3 Einfluss auf das Wachstum von Korallen hat, ist mir unbekannt und übersteigt mein Wissen über die
    physiologischen Prozesse im Korallenholobionten.
    Vielleicht kann Burkhard mir (uns) aus der Klemme helfen? :winking_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo hajo,

    danke für die Antwort! Bisher sind nur Korallen und lebende Steine reingekommen ins Becken, von Cleaningcrew oder gar Fischen noch keine Rede. (^-^)

    Weisst Du, welche Folgen der hohe pH für Korallen hat?

    Hallo Sandy,

    dass es sich um eine Neueinrichtung handelt, konnte ich nicht erkennen.
    Hoher PH-Wert gleich hohe Ammoniak-Konzentration. Ob das aber einen signifikanten Einfluss (Kalzifizierung) auf den Korallenholobionten hat?
    Vielleicht kann uns da Hans-Werner auf die Sprünge helfen?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Sandy,

    wie auch immer du den Ph-Wert niedriger bekommst - er muss runter!

    Fische bekommen eine Alkalose, also eine PH-Übersteigerung des Blutes, speziell im Kiemenbereich!
    Zu geringe CO2-Konzentrationen an den Kiemenlamellen schränken den Übergang von Sauerstoff aus dem Wasser in das Blut ein.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo!
    Normalerweise verschwinden bakterielle Trübungen mit UV in einem Tag.
    Warum hier nicht?
    Da sollten die 18 Watt doch leicht ausreichen?

    Es sei denn, durch irgendwelche Inhaltsstoffe zugefügter Additive werden die Bakterien permanent ernährt oder zumindest in ihrer Vermehrung beschleunigt. Ein gutes Beispiel ist die Nährlösung in der Bakteriensuppe, die sich sichtbar an der Innenseite der Flasche absetzt. Vor Gebrauch schütteln! :smiling_face:
    Es werden sich sicherlich nicht allein nur die zugefügten Bakterienstämme bedienen......
    Der Fokus muss nicht allein auf den Keimen des freien Wassers liegen. Auch die absterbende Biofilme auf den Flächen koennen Nahrung für andere Ketten im Aquarium liefern.

    Gruss
    Hajo