Beiträge von hajo

    Der Ableger ist nur 3x3 cm groß.
    Foto ist schwierig zum machen.
    Die Anzahl der Septen ist auch nicht richtig erkennbar.
    Ich müsste noch ein makroobjektiv haben.
    Mal schauen, ob ich das besser fotografiert bekomme.

    Dann bitte auch in richtiger Position. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Wer hat eigentlich diesen Ableger als Alveopora deklariert?

    Gruss
    Hajo

    Das wird sehr unterschiedlich gehandhabt.
    Die Händler sollten sich besser angewoehnen, die Salinitaet zu erwähnen, aus welchen Gründen auch immer sie das tun.
    Entspricht leider nicht der Realität.
    Beim Händler seines Vertrauens sollten die Werte bekannt sein.
    Bei allen anderen sollte besser nachgefragt werden.
    Das " Problem" ist so alt, wie die Meerwasser-Aquaristik.
    Früher kam noch die Frage nach einer erfolgten Kupferung hinzu.
    Hier wurde man dann einsilbig.....

    Gruss
    Hajo

    Interessanterweise gibt es auch Berichte von gemeinsamer Haltung auf engem Raum ohne Probleme.

    Ja, ist bekannt. Wobei berichtet wird, dass es auch bei dieser Konstellation unterschiedliche Verläufe gibt.
    Nach eigenen Beobachtungen reagiert das Gewebe benachbarter andersartiger Euphyllia negativ auf die Berührungen. Eher unangenehm und keineswegs heftig.
    Das Gewebe löst sich erst einmal nicht, sondern zieht sich teilweise auf die Hälfte seiner normalen Expansion zurück. Wird an der Situation nichts geändert, erfolgt nach einiger Zeit (Wochen) die Ablösung.
    Entfernt man rechtzeitig die Glabrescens, regeneriert das Gewebe wieder.
    Warum die Berichte so unterschiedlich sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Möglicherweise sind auch die jeweiligen Umgebungsparameter eine Ursache?


    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,

    ich wage mal die steile These, dass sich diese beiden Arten auf Grund der großen Distanz der Lebensräume in unterschiedliche Arten entwickelt haben mit einer anderen Zusammensetzung von Signalpeptiden.

    In diese Richtung habe ich auch gedacht.
    Das ist möglicherweise auch ein Grund, warum sie sich untereinander schädigen können.
    Es gibt Berichte von sehr unterschiedlicher Couleur.
    Der unten angeführte Link enthält diesbezüglich unter "Potenzielle Probleme" eine Warnung, die ich auch bestätigen kann.

    Gruß
    Hajo


    https://reefs-com.translate.goog/magazine/aquar…=de&_x_tr_hl=de

    Hallo Rüdiger,

    aus eigener Erfahrung und aus vielen Berichten weiß ich, dass Euphyllia glabrescens über höhere Konzentrationen von Nematozyten verfügen muss, als andere Vertreter dieser Familie.
    Die Schäden an benachbarten Euphyllia-Arten sind nicht sofort zu bemerken, aber mit der Zeit setzt sich diese Koralle durch.
    Verallgemeinern möchte ich das nicht, da ich bereits oben unterschiedliche Aggressionsstärken von Indo und Aussie-Typen erwähnt habe.
    Man könnte sich theoretisch auch gut vorstellen, dass die Nesselstärke mit dem Gebiet korreliert, aus dem sie entnommen wurde?
    Außerdem könnte man auf die Idee kommen, dass Naturentnahmen aggressiver reagieren, als jene, die über viele Stationen hinweg im Aquarium vermehrt wurden.
    Kann auch nicht sein, da das Muttertier meiner Glabrescens ca. 12 Jahre auf dem Buckel hat und fröhlich vor sich hin nesselt.
    Anbei einige Bilder.

    Im Grenzbereich beider Korallen kleben die Tentakel der Glabrescens am Gewebe der unteren Euphyllia.
    1 Kopf musste bereits daran glauben.
    Wenn beide gleich starke Fähigkeiten besitzen würden, dann würde die Situation eher eine andere sein.

    So sieht eine freundliche Begrüßung aus.


    Hier noch ein Beitrag zu der doch manchmal etwas komplizierten Lichtverteilung von LED-Beleuchtung.
    Die Glabrescens besteht aus 2 Köpfen.
    Der vordere ist das Muttertier, der hintere der angewachsene Ableger.
    Vorn herrscht eine andere Lichtverteilung als hinten.
    Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.


    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    das macht definitiv keinen Sinn.
    Euphyllia glabrescens besitzt eine weitaus höhere Nesselfähigkeit, als ihre anderen Verwandten.
    Zwischen Indo und Aussies dieser Art gibt es noch weitere Abstufungen in der Aggressivität.
    Es muss etwas anderes als Familienzoff sein, dass dieses Unwohlsein hervorruft.
    Möglicherweise ändert sich das Verhalten mit der Zeit und die Koralle passt sich den Umgebungsparametern an.
    Falls nicht, sollte man einen Ortswechsel in Betracht ziehen.
    Falls nicht die Aiptasien einen Strich durch die Rechnung machen....
    Gruß
    Hajo

    Hallo und guten Abend miteinander,

    mir gefällt die o. a. Blasenkoralle. Gesehen habe ich bisher rosa und lichtgrün, auf Bild auch blau. Nun erzählte mir ein Händler bei Kaufinteresse, dass es keine Farbunterschiede gäbe, die seien ausschließlich von der jeweiligen Beleuchtung geprägt. Was mir nicht leicht zu glauben fällt.

    Hallo Werner,

    prinzipiell hat er recht.
    Es gibt aber sehr wohl unterschiedliche Farbmorphen in der Natur, die von gewissen Umweltfaktoren beeinflusst werden, wobei die gedeckten Färbungen zahlenmäßig überwiegen.
    Abbildungen z.B. giftgrüner Exemplare im Handel sind mit Vorsicht zu genießen, wenn keine Angaben über den Aufnahmefilter gemacht werden.
    Gewisse Lichtspektren und Spurenelemente können zur Stabilisierung und Entwicklung von leichten Färbungen beitragen. Die teuren australischen Plerogyra zeigen meist intensivere Farbtöne.
    Der Sicherheitsabstand zu anderen Korallen sollte 10-15 cm nicht unterschreiten.
    Gruß
    Hajo

    Hihoo Bernd ...

    natürlich hörst du nix wenn die Pumpe und der Controller ein Stockwerk tiefer läuft. :ironie: Das typische Fiepen im KHz-Bereich wirst du nicht (mehr) hören, das spielt sich in einer sehr hohen Frequenz ab, nämlich im oberen KHz Bereich und im Alter hört man das in der Tat nicht mehr so gut. :sleep:

    Ein Hase sollte den anderen nicht daran erinnern, dass er lange Ohren hat! :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Von Lanthan würde ich abraten, da je nach Menge und Dauer bei einigen Docs andere Auffaelligkeiten beobachtet wurden..
    Auch ein hinter den Adsorber geschalteter Diatomfilter kann das Problem mit dem Abrieb loesen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas!

    Die Geschehnisse rund um das Kapitel HLLE sind von diffuser Natur.
    Mein Kenntnisstand ist folgender:
    Begonnen hatte es damals mit mäßigen Erfolgen mit vitaminisierter Kost und/oder allerlei
    Grünkost-Varianten.
    Die Oberhaut der Doktorfische ist weniger robust, als bei anderen Fischen.
    Das bringt in manchen Aquarien Komplikationen, da wir hier auch mancherlei chemische Produkte für allerlei (eingebildete) Problemchen einsetzen und uns weniger Gedanken um die Gesundheit unserer Fische machen, als um das Wachstum von Korallen.
    Das bringt auch mit sich, dass wir auch oft in der falschen Ecke suchen.
    Das Zusammenspiel von chemischen Verbindungen ist in jedem Becken von unterschiedlicher Natur.
    So kann es bei einem Fisch eine Hautläsion hervorrufen, jedoch bei anderen nicht.
    Der Einsatz von Kohle im Dauereinsatz als Initiator für HLLE ist in etlichen Fällen bewiesen, indem die Krankheit reproduzierbar blieb.
    Nach einigem Hin und Her wurde der Abrieb als spätere Ursache genannt.
    Da überall unterschiedliche Kohle in unterschiedlichen Zeitabständen verwendet wurde, waren logischerweise auch leider die Resultate unterschiedlich.
    Man konnte sich als Krankheitsursache nicht auf die Adsorptionsqualität bei der Kohle einigen, mehr aber auf den unterschiedlichen Abrieb!
    Meerwasserfische trinken!
    Das sollte nicht vergessen werden!
    Weil das Geschehen so unterschiedlich auftrat, rückte nicht nur die Kohle ins Blickfeld, sondern plötzlich auch die chemischen Adsorber.
    Hier gab es ebenso reproduzierbare Fälle von HLLE, wie beim Dauereinsatz von (minderwertiger) Kohle.
    Beide Materialien adsorbieren nicht nur, sondern scheinen Stoffe abzugeben, die von den Fischen aufgenommen werden und relativ zur jeweiligen Belastung des Wassers und zur Kondition der Fische, zu Schäden führen können. Lanthan lässt grüßen!
    Wenn man all diese Fäden zusammenführt, ist die Dauerfilterung mit einigen chemischen Materialien mit Vorsicht zu genießen.
    Aus einer Dauerfilterung kann auch eine Dauerbelastung der Fische mit irreparablen Folgen entstehen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Gaya!

    Ich zitiere einmal Armin Glaser:
    "Die Adsorption von Jod durch Kohle ist sehr unwahrscheinlich.
    Der hohe Ph im Meerwasser lässt die Kohle eher Kationen adsorbieren."

    Mach dir keinen Kopf wegen eines eventuellen Schmarotzers, wie z. B. einer Assel. Diese befinden sich nicht nur auf der Haut oder den Kiemen, sondern auch in der Mundhoehle. Der Fisch wird nicht selten damit fertig.
    Es kommt natürlich auf das Groessenverhältniss an.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Für eine gezielte Jodierung des Futters muss man die Dosis und die Wirkung auf den Fisch kennen.
    Sonst geht der Schuss nach hinten los.
    Natürliches Jod ist in vielen Meerestieren, wie Fischen, Krustentieren usw., auch in Algen, enthalten.
    Mysis, Kril etc. gehören auch dazu.
    Ob aber das Frostfutter noch genügend Jod enthält, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Meeresfische trinken.
    Über diese Schiene würde ich versuchen, der Geschwulst beizukommen.
    Ich würde keine extra Behandlung vorschlagen.
    Nur als Prophylaxe die tägliche Dosis, die sowieso für ein Riffbecken mit Steinkorallen
    empfohlen wird.
    Ob daraus eine spätere Reduzierung des Kropfes erfolgt,
    oder ob der Fisch damit leben wird und kann, das ist ungewiss.
    Ob es überhaupt einen Zusammenhang mit einer Vergrößerung der Schilddrüse gibt, auch.
    Es könnte sich auch ein Parasit eingenistet haben.

    Gruß
    Hajo

    Hajo, da kann ich Dir nur zustimmen.

    Und besonders bezüglich der Selbsttäuschung. Da ist man schnell dabei.
    Ich war beispielsweise fest davon überzeugt, daß ich meinen Chelmon rostratus Nr.2 16 Jahre lang hatte. Aber nachdem ich in meinen Aufzeichnungen und Fotos nachgesehen habe kann ich nur sicher sagen, daß ich ihn 12 Jahre lang hatte. Möglicherweise aber auch 14 Jahre.


    Das ist ein Fall von sehr mildem Selbstbetrug und keine Selbsttäuschung. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Manch einer kommt erst gar nicht in diese Versuchung, da leider das Corpus delicti dieses Alter nicht mehr erreichen konnte. Chapeau! :danke:

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    sorry, aber ich habe nun wirklich vollkommen andere Erfahrungen mit Jebao !!! Meine Jebao MDC - 10000 stellt einen Dauerkreislauf zwischen meinem großen Technikbecken im Bastelraum, ein Stockwerk tiefer, und dem Riffbecken im Wohnzimmer her. Der Höhenunterschied beträgt gut 3,50 Meter.
    Die Pumpe ist so gut wie nicht hörbar und fördert extrem konstante Mengen. Dies kann ich genauestens beobachten, denn mein Hauptablauf wird aufgestaut und der Notablauf so geregelt, dass nur wenige Tropfen überlaufen. Da bleibt die Menge - im Gegensatz zu früher verwendeten Pumpen - über lange Zeit völlig gleich. Präzis regulieren kann ich die Durchflussmenge über den ganz fein einstellbaren Kontroller. Fiepen tut bei mir überhaupt nichts.

    Gruß

    Bernd


    Hallo Bernd,

    das mag wohl alles richtig sein.
    Ich vermute einmal, dass die leistungsstarken Modelle von Jebao eine bessere Qualität besitzen.
    Man darf auch keine DCS2000 mit einer MDC10000 vergleichen.
    Schon gar nicht die alten Modelle mit der neuen Generation.
    Mittlerweile verbauen einige deutsche Hersteller, wie Deltec und AM Jecod/Jebao-Technik.
    Mit den Schwankungen in der Förderleistung bei den kleineren Modellen war ich damals unzufrieden und nicht allein.
    Es gab eine Reihe von negativen Meldungen, die allesamt den Controller betrafen.
    Anwender, welche diesen gegen einen vergleichbaren Controller eines anderen Herstellers austauschten, waren anschließend zufrieden.
    Das 2000er-Modell, inklusive Controller, hatte damals keine 30 Euro, inklusive Fracht, gekostet.
    Deswegen hatte ich auch gleich einen Ersatz mitbestellt.
    Dass nun gerade der Controller und nicht das mechanische Teil das Nadelöhr war, konnte ich nicht ahnen. Das Fiepen kann ich aber bestätigen.
    Das habe ich noch heute im Ohr. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Es hat eigentlich schon genug Vorschläge gegeben, die aber auch zum Teil zur Unsicherheit beitragen.
    Richtig ist, dass Licht, Temperatur und Wasserbewegung eine Rolle spielen.
    Alles natürlich in Abhängigkeit zum Besatz.
    Das Becken hat ein kleines Format.
    Warum also mit technischen Kanonen auf Spatzen schießen?
    Jeder hat so seine Erfahrungen mit der Aquarientechnik machen können.
    Aber eben nicht alle unter gleichen Bedingungen.
    Das Pumpenthema ist eine never ending story.
    Richtig ist, dass die meisten teuren Pumpen auch weniger Geräusche entwickeln.
    Falsch ist, dass preiswertere Produkte deswegen nicht in die engere Wahl einbezogen werden sollen.
    Die Geräuschkulisse ist zwar ein zentrales Thema, kann aber eventuell differenzierter gesehen werden.
    Tunze war und ist für einen Neuanfänger ein guter Schritt in die richtige Richtung!
    Im Gegensatz zu den China-Produkten bekommt man einen erstklassigen Service und die Unterstützung bei Problemen ist vorbildlich.
    Das Preis/Leistungs-Verhältnis stimmt und für jeden ist etwas dabei.
    Ich habe teure Premium-Pumpen sowie auch kleine Tunze-Fabrikate im Einsatz.
    Auf jeden Topf passt ein Deckel.
    Beim Produkt Jebao scheiden sich die Geister.
    Als reine Strömungspumpe vermag dieses Produkt ihren Dienst verrichten.
    Als Förderpumpe ist Kritik angesagt.
    Der Controller ist nicht das Gelbe vom Ei, da der Wasserstand im Filterabteil nicht mit allen Produkten auf einem Niveau gehalten werden kann.
    Sehr nervig, wenn dort auch noch der Intervallschalter für das Nachfüllwasser liegt......
    Weil diese Pumpen sehr preiswert waren, habe ich sie mir damals direkt vom Hersteller schicken lassen. Ich hatte im Sinn, mir eine als Ersatzteillager auf die Seite zu legen.
    Das hat sich schnell erledigt.
    Beide wurden entsorgt.
    Die alte Eheim wurde wieder reanimiert. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Um noch einmal auf die Tunze-Pumpen zurückzukommen....
    Bei mir sind immer noch einige im Einsatz. Seit vielen Jahren.
    Um diese zu zerstören, muss man schon mit dem Hammer darauf hauen.
    Gruß
    Hajo

    Na dann…
    Hajo, - ist das ok mit der Befördeung?

    viele Grüße, Robert

    Hallo Robert!

    Nach der Selbsternennung folgt die Selbsterkennung.
    Im unangenehmsten Fall, die Selbsttäuschung.
    Das wollen wir lieber nicht mit unserem Hobby verbinden.
    Das Schöne an unserem Alter ist ja auch, dass wir unsere aquaristischen Jugendsünden nicht in den sozialen Medien verbreiten konnten. Ein Vorteil der frühen Geburt! :smiling_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    hier mal auf die Schnelle die unterschiedliche Färbung der Geschlechter.
    Das letzte Bild zeigt die Umfärbung des weiblichen Tieres zum Männchen, mit
    beginnender Katastrophe.
    Die Interaktionen der Cirrhilabrus sind zwar interessant, besonders was die Umfärbung angeht.
    Ich würde es aus bekannten Gründen immer bei einem Exemplar belassen wollen.
    Das ist auch der Färbung wenig abträglich.
    Ein gestandener Lippfisch balzt nicht selten andere Fische an. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Gruß
    Hajo


    Aber zum Thema, ja auch hier ist ist warscheinlich der Wunsch größer als die Realität. Ich finde aber trotz alledem das man ruhig seine Meinung sagen darf, auch mit Nennung der Probleme.

    Hallo Eric!

    Die beste Richtschnur sind Erfahrungswerte. Wo aber sollte man als
    Neuling diese sammeln können, wenn an jeder Ecke eine andere Sau durch
    die Welt der Aquaristik getrieben wird?
    Aufklärung ist immer noch der beste Weg, einem Fehlkauf zu entgehen.
    Das Problem ist nur, wer klärt hier wen und worüber auf?
    Die Meerwasseraquaristik ist ein Nischenmarkt, ein Segment eines
    größeren Marktes, das sich durch seine eigenen, einzigartigen
    Bedürfnisse und Vorlieben vom Wettbewerb des Gesamt-Aquaristikmarkts
    unterscheidet.
    Dem Neuling fehlt der Durchblick, auch weil sich die Produktpalette immer wieder neu sortiert.
    Die Unsicherheit ist nicht selten groß, sodass erst einmal das Portemonnaie das Equipment bestimmt.
    Das kann, je nach Sachlage, gut gehen oder auch nicht.
    Wenn es genug kritische Bewertungen geben würde, gebe es auch weniger Raum für technischen Fastfood.
    Das wäre schon mal ein Anfang.

    Gruß
    Hajo

    ... ich bin der Meinung das man ruhig seine Erfahrungen schreiben darf. Eventuell lesen die Hersteller mit und nehmen sich ehrliche Kritik zu Herzen für eine nachhaltigere Produktion.

    Eric, in deinem Alter glaubt man nicht mehr an den Weihnachtsmann. :ylol
    Oder doch?

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Die Ernährungspräferenz der Fischarten in der Wassersäule unterliegen den Einflüssen der Wassertiefe und der Jahreszeiten, die sich deutlich unterscheiden können.
    Wassertiefe und Jahreszeit beeinflussen signifikant die Verfügbarkeit von Nahrungsarten.
    Zeitlich gesehen sind daher mehr oder auch deutlich weniger Beutetypen vorhanden.
    Fische essen eine Vielzahl von Dingen.
    Ihre spezifische Ernährung hängt jedoch von ihrer natürlichen Umgebung, dem Ökosystem, in dem sie leben, und einer Vielzahl anderer Gründe ab.

    Fische fallen im Allgemeinen in drei Kategorien: Fleischfresser, Pflanzenfresser und Allesfresser.
    Bestimmte Arten brauchen Fleisch, andere nicht.
    Dies wird weitgehend von ihrer Umgebung sowie von spezifischen Merkmalen wie Mund, Zähnen und Verdauungstrakt bestimmt.
    Fleischfresser benötigen eine proteinreiche Ernährung, die aus viel Fleisch in lebender oder toter Materie besteht.

    Fleischfresser haben normalerweise ein größeres Maul mit spitzen Zähnen, die es ihnen ermöglichen, ihre Beute zu zerreißen und zu zerreißen. Sie haben im Vergleich zu Allesfressern auch einen kürzeren Verdauungstrakt und einen großen Magen. Die meisten fleischfressenden Fische sind Räuber, einige sind Aasfresser.
    In der Natur ernähren sie sich von lebenden Fischen, Insekten, Larven und Krebstieren.
    Alle Fische benötigen eine gewisse Menge an Protein.
    Die Ernährung eines Fleischfressers sollte zu 45 % bis 70 % aus Protein bestehen.
    Neben Proteinen benötigen diese Fische auch einige Fette, und für die Energie kleine Mengen an Kohlenhydraten.
    Fleischfressende Fische können große Mengen an Kohlenhydraten nicht verarbeiten oder verdauen, daher reichen kleine Mengen von Pflanzenmaterial aus.

    Pflanzenfresser fressen ausschließlich Pflanzenmaterial.
    Das ist schwerer verdaulich als Fleisch.
    Ihre Nahrung enthält große Mengen an Ballaststoffen, die schwer verdaulich sind, und daher haben sie einen längeren Verdauungstrakt als Fleischfresser.
    Die Ernährung eines Pflanzenfressers besteht aus Pflanzen, Algen, Gemüse und Früchten.
    Im Gegensatz zu fleischfressenden Fischen haben sie keinen echten Magen.
    Stattdessen baut ihr Darm die Nahrung ab. Aus diesem Grund müssen sie häufiger fressen.
    Hier liegen auch die Fallstricke in der Aquarienhaltung!
    Pflanzenfresser haben flache Zähne, die ihnen helfen, Nahrung zu zerkleinern, bevor sie sie schlucken. Beispiele für Pflanzenfresser sind Doktorfische etc.
    Allerdings gibt es tatsächlich nur sehr wenige echte pflanzenfressende Fische.
    Die meisten Fische benötigen zumindest kleine Mengen von tierischem Eiweiß.
    Echte pflanzenfressende Fische neigen dazu, in Aquarien zu leiden, weil es einfach nicht genug natürliches Pflanzenmaterial gibt, um sie angemessen zu ernähren.
    Blanchiertes Gemüse wie Zucchini, Erbsen, Salat und Spinat wäre eine Alternative. Auch gern in rohem Zustand.
    Gemüse ist voll von Mineralien und Vitaminen, die pflanzenfressende Fische brauchen. Man kann diese Fische auch mit kleinen Mengen Obst wie Äpfeln und Birnen etc. füttern.

    Allesfresser verbrauchen sowohl Fleisch als auch Pflanzenmaterial.
    Sie besitzen einige der Verdauungstraktmerkmale sowohl eines Fleischfressers als auch eines Pflanzenfressers.
    Sie sind die pflegeleichtesten Fische, da sie eine Kombination aller oben genannten Kriterien fressen.
    Alle drei Fischkategorien benötigen Vitamine und Mineralien in ihrer Ernährung, um ein gesundes Wachstum zu fördern.
    Die meisten Aquarianer ergänzen die Ernährung ihrer Fische, um sicherzustellen, dass alle Nährstoffanforderungen erfüllt werden.
    Insbesondere benötigen sie:

    • Vitamin C zur Förderung der Knochenentwicklung, -heilung und -verdauung.
    • Vitamin B2 und B6 zur Unterstützung von Enzymen.
    • Vitamin B1 zur Unterstützung des Kohlenhydratabbaus.
    • Mineralisch benötigen sie Kalzium, Phosphor und Mangan.

    Man kann Allesfresser mit allen Nahrungsmitteln der Fleischfresser und Pflanzenfresser füttern. Allesfresser benötigen jedoch nicht so viel Protein. Protein sollte maximal 40 % ihrer Ernährung ausmachen.
    Viele Aquarianer entscheiden sich dafür, ihren Fischen kommerzielles Futter zu füttern.
    Man kann unbenommen auch fleischfressenden Fischen eine Auswahl an Trockenfutter wie Flocken, Granulat, Pellets anbieten.
    Allerdings sollten wir die Zutaten immer auf „Füller“ überprüfen.
    Typische Zutaten, auf die zu achten sind, sind Fischmehl, Garnelenmehl, Tintenfischmehl, Spirulina und noch einiges mehr.

    Das sollte eine kleine Abhandlung aus der Mottenkiste der vielfältigen Ernährungsarten von Aquarienfischen sein.
    Die Vielfalt der Nahrung ist der eigentliche Gesundbrunnen unserer Fische.
    Der Mix macht die Gesundheit!
    Aus einseitiger Ernährung ergeben sich Mangelschäden, die oft nicht gleich bemerkt oder übersehen werden, weil manch einer unter Gesund etwas anderes versteht (oder sieht), als ein anderer.
    Da genießt der Fleischfresser unter den Fischen einen großen Vorteil.
    Er bedient sich gleichermaßen des Fleisches und des wertvollen Mageninhalts seiner Beute.
    Einer gefüllten Roulade, gewissermaßen.
    Das hat was. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Joe!

    Vielen Dank für die Steilvorlage. :smiling_face:
    In Bezug auf die Putzmittel, von denen angeblich nur 3 in die enge Auswahl deiner sogenannten Profis kommen, sind andere nicht nur allein für die allgemeine Reinigung zuständig, sondern die verschiedensten Produkte sind abgestimmt für spezielle Aufgaben.
    Ich möchte nicht mit dem WC-Reiniger mein Silberbesteck putzen.
    Auch nicht mit dem Chlorreiniger unser Ledersofa.
    Wenn ich es trotzdem versuche, ergeben sich materialbedingte Konsequenzen.
    Leider auch mit meiner Frau! :loudly_crying_face:
    So gesehen ergeben sich Parallelen für die individuelle Verwendung von vielfältigen Produkten der Futtermittelhersteller und folglich auch den Einfluss auf die Ernährung unserer Fische.
    Wenn früher die Kernseife das Maß aller Dinge war, hat man doch im Laufe der Zeit eingesehen, dass nicht alle Hauttypen damit glücklich wurden. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Deine Darstellung irritiert mich etwas.
    Oben kritisierst du die Vielfältigkeit von Produkten in der Futtermittelindustrie, unten wird alles relativiert und auf altersabhängige Nährstoffzusammensetzungen für die verschiedenen Arten gesetzt. Salat und Feinkost inbegriffen.
    Watt Nu?
    Weiter oben hatte ich bereits erwähnt, dass auf jeden Topf ein Deckel passen sollte.
    Nichts anderes ist mit dem Griff in den richtigen Regalplatz/Gemüsetheke oder Froster gemeint.
    Mir kommt es langsam vor, wir drehen uns im Kreis.

    Gruß
    Hajo

    Ja, mehr oder weniger. Natürlich ist es nicht schlecht, seinen Doktoren neben den üblichen Flocken / Granulat auch mal Grünzeug anzubieten. Zehn verschiedene Flockenfutter müssen es aber nicht sein. Das ist reine Geldmache, und nutzt nur das Bedürfnis von Aquarianern aus, es ihren Pfleglingen möglichst "recht" bzw. "artgerecht" machen zu wollen. Da werden dann Flocken in verschiedene Farben eingefärbt, um dem Aquarianer das Gefühl von "abwechslungsreich" zu vermitteln.
    Viele Leute haben einfach ein zu enges Bild von "artgerecht". Kann man sich z.b. einen Löwen vorstellen, der statt Fleisch lieber Spaghetti frisst?

    Eigenwillige, gedankliche Mischung. Ich brauch dem wohl nichts mehr hinzufuegen. Spricht leider alles für sich.

    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Hajo, ich meinte, was ich schon vorher gesagt habe und was Joe gut zusammengefasst hat. Die meisten Becken beherbergen unterschiedliche Fische mit unterschiedlichen Ansprüchen, fressen tun sie aber meist alles was reingegeben wird. Man kann da weder vom Fütterungszeitpunkt, noch Frequenz noch Zusammensetzung jeden Fisch "optimal" füttern. Zudem habe ich halt einfach mal behauptet, dass namenhafte Hersteller im Meerwasserbereich kein "Junkfood" vertreiben und ich denke, dass die meisten Fische mit diesen Futtersorten gut und bedarfsgerecht ernährt werden. Lass mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

    Hallo Chris!

    Weiter oben hatte ich bereits auf folgendes hingewiesen:
    „Das Sammelsurium an Fischen in unseren Becken ist der Stolperstein für eine nicht artgerechte Ernährung.“
    Da muss ich sicherlich nicht noch daran erinnert werden.
    Wenn man auf dem Standpunkt steht, dass alles, was man wahllos oben reinschmeißt, auch irgendwie bei den Fischen in den Mägen landet und irgendwie verwertet wird, dann ist das nur halbwegs richtig, und von gesunder Ernährung weit entfernt.
    Das ist eine allgemeine Beobachtung der Angewohnheiten von "Otto-Allgemein-Aquarianer".
    Mitlesende ausgeschlossen. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Nicht umsonst bietet eine ganze Industrie die unterschiedlichsten Produkte für unterschiedliche Arten an.
    Ist das alles Mumpitz?
    Dass auch bei einer gezielten Fütterung etwas für die übrigen Gierschlunde abfällt, ist nicht zu vermeiden.
    Ich wehre mich nur gegen die Meinung, dass es ein voller Bauch auch tun wird.
    Das ist mir zu banal.
    Unter den erweiterten Begriff von artgerechter Ernährung fällt auch die Zusammensetzung des entsprechend gereichten Trockenfutters.
    Auch entfernt seine Beschaffenheit.
    Fische, die in unterschiedlichen Zonen der Wassersäule zu Hause sind, entwickeln auch unterschiedliche Fangtechniken. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei den Granulaten auch Produkte mit unterschiedlicher Sinkfähigkeiten zu finden sind.
    Auch alles Mumpitz?
    Wenn ich an meine ersten Fütterungsversuche der Dösbaddel von Meiacanthus denke, bin ich mit einem langsam sinkenden Produkt gut gefahren. Später haben sie auch das Futter vom Boden aufgenommen. Anfangs war es eine große Hilfe.
    Solange es in der Aquarienhaltung von Fischen keine Langzeitstudien in Abhängigkeit von bestimmter Ernährung und Lebensjahren gibt, bleibe ich bei der Methode einer differenzierten Ernährung.
    Bei der im Durchschnitt relativ kurzen Verweildauer von Fischen in Heim-Aquarien bin ich mir nicht ganz sicher, ob diese Studie überhaupt Sinn ergibt.

    Gruß
    Hajo

    moin,
    nun, ja und nein.

    wenn bei fahnenbarschen der bauch eingefallen ist, ist das der eindeutige hinweis darauf, dass er zuwenig futter aufnimmt oder gar keines.

    s. fasciatus als abweider von flächen verfettet leicht - dickes bäuchlein - bei zuviel futter in form von frofu.
    dicker bauch aber ungesund.

    Joe, das ist ja alles richtig.
    Allerdings kann ich die lapidare, dahingeworfene Aussage, was eine ausreichende Fütterung angeht, nicht so stehen lassen, ohne auch die Einbeziehung von Junk-Food heranzuziehen.
    Ein gefüllter Bauch erklärt noch nicht ein gesamtes, artgerechtes Fütterungskonzept.
    Quantität ist nicht gleich Qualität.
    Dass unterschiedliche Arten auch unterschiedliche Anforderungen haben, sollte ja allgemein bekannt sein. Ist es aber nicht, wie mir scheint?

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Hajo, jetzt weiß ich warum du dich Fischneurotiker nennst :winking_face: Es gibt ja diverse Hersteller von Fischfutter und ich kann mir kaum vorstellen, dass Firmen wie Tropic Marin, Faunamarin, Dr. Bassleer und wie sie alle heißen, minderwertiges bzw. unpassendes Fischfutter herstellen. Die Auswahl ist groß und für jeden Fisch sollte da was passendes dabei sein. Was mir allerdings aufgefallen ist, fast überall ist Weizenmehl enthalten. Keine Ahnung, ob das sein muss bzw. ob das auf Dauer nicht auch schädlich sein kann.
    Mir gefällt die Philosophie von Pantha Rhei, ich habe mir die zwei Sorten jetzt mal bestellt.
    Der Fisch ist was er isst!

    Grüße

    Chris

    Chris,

    das verstehe jetzt, wer will. :confused_face:
    Hast du den letzten Absatz in #20 nicht gelesen?
    Doch was die Produkte von Panta Rhei angeht, hast du mich auf deiner Seite.
    Gruß
    Hajo

    phu... die ziehen schon schnell wasser und auch im magen quillt es weiter und "sättigt" dadurch.

    denke ich zumindest.

    gibt es untersuchungen über das aufquellen?

    Hochwertiges Flockenfutter quillt nicht mehr in dem Maße, wie es früher der Fall war.
    Das "Quellen" übernehmen die zugefügten Ballaststoffe.
    Genauso verhält es sich mit feuchten Pellets.
    Normale Pellets sind oft arm an Ballaststoffen und können Verstopfung verursachen, was wiederum zu Störungen der Schwimmblase führen kann. (Hoffentlich bekommt Hans-Werner jetzt die Kurve :grinning_face_with_smiling_eyes: )
    Flockenfutter wird besonders behandelt, um Feuchtigkeit zu entfernen, auch damit es länger hält.
    Füllstoffe und Bindemittel werden von den Herstellern zugefügt, um das Volumen zu erhöhen.
    Sie haben keinen Nährwert und sind nicht selten Ursache von Darmproblemen.
    Raubfischarten erhalten Ballaststoffe über die Mägen ihrer Beute.
    Es gibt ernährungsmäßig auf jeden Topf (Fischart) einen Deckel (Futter). Das Problem ist, dass manche den Deckel nicht finden wollen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,

    das mag sein, aber wir pflegen ja in der Regel sehr viele unterschiedliche Fische. Und die sagen nicht "nein", wenn man z.B. speziell für Anthias mehrmals am Tag füttert. Und dummerweise fressen Fische, die eigentlich eher vegetarisch unterwegs sind, auch Futter mit Fleischeinlage (und umgekehrt). Dass so Fische wie Docs regelmäßig Salat und Algen bekommen, ist klar.
    Aber gefühlt bin ich mir immer nicht ganz sicher, ob ich zuviel füttere. Es ist abwechslungsreich, pflanzlich, tierisch, Frost-, Pellet- und Flockenfutter. Naja, muss ich wohl selbst mal etwas rumprobieren.

    Grüße

    Chris

    Hallo Chris!

    Fische, die nicht „nein“ sagen können, sind wahrlich nicht selten. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Da muss man halt unterscheiden, ob das zu ihren natürlichen Gewohnheiten gehört, oder ob Hunger oder Konkurrenzdruck sie antreibt.
    Letzteres ist in der Aquarienhaltung nicht selten zu beobachten.
    Das Leben im Aquarium ist und wird ein anderes sein, als in ihrer natürlichen Umgebung.
    Ein Fisch, ein Nahrungsspezialist, der sich an fremde Nahrung umgewöhnen lässt, ist zwangsweise versucht zu überleben.
    Ob das aber eine gute Voraussetzung für ein langes, gesundes Leben bedeutet, wage ich stark zu bezweifeln.
    In der Regel wird nur überlebt.
    Und das auch noch zeitlich begrenzt.
    Noch etwas ganz Wesentliches:
    Juvenile Arten haben eine deutlich höhere Frequenz bei der Futteraufnahme.
    Sie müssen zwangsweise auch schneller heranwachsen.
    Da Jungfische meist dort vorkommen und aufwachsen, wo die Nahrungsdichte am höchsten ist, dürfte dort auch die Vielfalt, sprich das Angebot, optimal sein. Das hat eine Wirkung auf den ganzen Organismus und ist die Grundlage für den gesunden Organismus eines Heranwachsenden.
    Schlechte oder unzureichende Ernährung bei Jungfischen bedeutet ein stark verkürztes Leben.
    Da wir es im Handel eigentlich ausschließlich mit juvenilen Arten zu tun haben, ist der Blick auf Menge und Zusammensetzung von Nahrung und Nährstoffen unabdingbar.
    Das meine ich auch individuell bezogen auf jedes unterschiedliches Alter und Art.
    Nicht umsonst wird versucht, artgerechte Futtermittel herzustellen.
    Im Gegensatz zur Mast.
    Da gelten andere Maßstäbe.
    Bei manchen Arten kann altersbedingt ein Wechsel in den Gewohnheiten festgestellt werden.
    Was während des Heranwachsens das Interesse weckte, steht dann oft nicht mehr auf dem Speiseplan.
    Oder umgekehrt.
    Das Sammelsurium an Fischen in unseren Becken ist der Stolperstein für eine nicht artgerechte Ernährung.
    Mal abgesehen von der Qualität ist die Menge und Häufigkeit der Futtergaben doch recht unterschiedlich, um die Fische bei Laune zu halten.
    Wenn meine Doktoren täglich keinen Salat bekommen, ist das schlecht.
    Es schlägt sich auf ihre Stimmung.
    Ihr Verdauungsapparat sollte immer in Bewegung sein. Dafür reichen ein paar Flöckchen Trockenfutter am Tag nicht.
    Auch nicht mehrmals über Stunden verteilt.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Die Unkenntnis von unterschiedlichen Nahrungsaufnahmen der verschiedenen Fakultäten, wie Planktonfängern oder Algengrasern, sowie anderen immer hungrig erscheinenden Nahrungsempfängern, verleiten uns entweder zu viel oder falsch zu füttern.
    Eine Hilfe ist der Einstieg in die Ernährungsphysiologie der einzelnen Arten.
    Wer sich nicht mit den natürlichen Nahrungsgewohnheiten seiner Fische befasst, wird ihnen, trotz regelmäßiger Fütterung, in der Regel ein relativ kurzes Leben bescheren.
    Die Fettleber lässt grüßen!
    Die Kunst liegt in der Abstimmung physiologisch verwertbarer Kost in Bezug auf die natürlichen Nahrungsgewohnheiten der einzelnen Arten.
    Dabei hilft nicht nur der Blick auf die Inhaltsstoffe.
    Ein Angler ist anders zu ernähren, als ein Anthias oder gar ein Doktorfisch.
    Bei den Fütterungsintervallen und den Futterangeboten ist dem Rechnung zu tragen.
    Wobei wir dann wieder den Blick auf das natürliche Verhalten im Leben jeder Fischart lenken müssen.
    Wie oft gefüttert werden muss, Qualität und Menge, liegt in der jeweiligen Art eines jeden Fisches.
    Und im wahrsten Sinne des Wortes in der Hand des Pflegers!

    Anbei der Versuch einer Richtschnur.
    Nicht unbedingt als Grundlage für Meerwasserfische, dennoch lesenswert.

    https://aquariumscience.org/index.php/3-3-1-amount-in-depth/

    Gruß
    Hajo

    Das sind Laborgrößen. Sicherlich aber ein Hinweis.
    Wie sich das aber in unterschiedlich besetzten Riffbecken auswirken wird, ist eine andere Sache. Und sicherlich auch unterschiedlich zu bewerten.
    Der Eintrag von Phosphor durch Futtermittel ist allseits bekannt.
    Vielleicht nicht gerade bei jenen, die auf der Seite von Oceamo zu Hause sind und/oder keine (großen) Fische versorgen müssen. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Ein interessanter Artikel, der im wesentlichen auch bestätigt, was wir hier ausgeführt haben. Was mich ein bisschen wundert, ist das Bild vom verstopften Filter nach einem 6-tägigen Einsatz. Für ein mit den üblichen Werten betriebenes Aquarium kann diese Menge niemals anfallen. Da müssten vor dem Lanthaneinsatz extrem hohe Phosphatwerte geherrscht oder aber der kleine Filter in einem Riesenbecken eingesetzt worden sein. Das kann man sich gut selbst vor Augen halten, wenn man bedenkt, wie wenig Masse etwa 1 mg Phosphat hat.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Bernd,

    soweit ich es verstanden habe, hat er den Versuch in seinem stark belasteten 500l Filtriererbecken mit 3.5mg/l Lanthan auf 1,6 mg/l Phosphat durchgefuehrt.

    Gruss
    Hajo