Beiträge von hajo

    nö, finde ich eigentlich nicht...
    licht ist neben strömung der wichtigste parameter für die korallen. hier anzusetzen um energiesparmaßnahmen voranzutreiben halte ich für falsch. zuallererst haben wir eine verantwortung für die tiere in unseren becken übernommen. was diese benötigen, müssen wir liefern. deren bedürfnisse müssen adäquat erfüllt werden. macht man das nicht, weil man energie sparen muss, dann ist das sicherlich das falsche hobby.

    nicht falsch verstehn, ich bin sogar sehr für energie sparen und regenerative energiequellen... aber wer sich tiere als hobby anschafft, muss für diesen speziellen bereich seine prioritäten prüfen. die tiere haben da absolut vorrang.

    Sehr witzig!
    Mir brauchst du keine Vorlesung über den Faktor Licht zu halten.
    Das Thema habe ich schon seit den 70er Jahren verinnerlicht!
    Mir gehen nur die unschönen und abwertenden Tendenzen der Kommentare auf eine einfache Frage auf den Senkel.
    Diese Frage(n) sind gleich am Anfang gestellt und nicht klar beantwortet worden.
    Alle schwadronieren übers Licht und niemand ging vor #13 ins Detail.
    So etwas kann einen Anfänger abschrecken und eine Diskussion beenden.

    Gruß
    Hajo

    Stand da was zu den konkreten Temperaturen?
    Grüße

    Chris

    Hallo Chris,

    der unten angeführte Link gibt einige Auskünfte bezüglich der Fakten.
    Es ist eigentlich alles Wesentliche am Ende unter "Diskussion" zusammengefasst.
    Die Widerstandsfähigkeit der Korallen ist wohl auch relativ zu den Breitengraden zu sehen.

    "Ganz allgemein werden Temperaturen, die regelmäßig für längere Zeiträume (Wochen bis Monate), Veron 1995) unter 18 C Grad
    fallen, als kalt für Korallen angesehen, da sie den Riffbildungsprozess einschränken."

    Normalerweise bewegen sich die Durchschnittstemperaturen zwischen 23- 28 Grad.

    Obwohl heute überwiegend im Fokus die Erwärmung mit ihren Folgen steht, ist es nicht uninteressant, auch um die Folgen einer Abkühlung zu wissen.
    Es geht hier auch nicht um die Absenkung von bis zu 1 Grad Celsius.
    Mir ging es um den Trend und das Verstehen, auch einmal in die gegensätzliche Richtung zu denken.
    Ich muss gestehen, dass mich die Kälteeinbrüche in dieser Größenordnung überraschten.
    Zwar hatte man davon gehört, aber wohl irgendwie als Nebensache abgetan.
    Eine dauerhafte Ausübung unter Aquarienbedingungen wird wohl niemand ernsthaft in Betracht ziehen wollen.

    https://www.frontiersin.org/articles/10.33…2018.00014/full



    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Neues aus der Wissenschaft:

    Eine neue Studie von Wissenschaftlern verglich Schäden an Korallen, die Hitze- und Kältestress ausgesetzt waren.
    Die Ergebnisse zeigten, dass kühle Temperaturen kurzfristig mehr Schaden anrichten können, aber Hitze auf lange Sicht zerstörerischer ist (Scientific Reports, Nature Publishing Group).

    "Es ist allgemein bekannt, dass der Klimawandel zu Erwärmungen in den Ozeanen führt, aber auch extreme Kaltwasserereignisse sind häufiger und intensiver geworden.
    Im Jahr 2010 erlebten beispielsweise Korallenriffe auf der ganzen Welt einen der kältesten Winter und einen der heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.
    Während des Experiments erlitten Korallen, die niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren, in nur wenigen Tagen eine größere Wachstumsbeeinträchtigung und andere messbare Schäden im Vergleich zu Korallen, die Hitze ausgesetzt waren.
    Die Forscher fanden jedoch heraus, dass sich die Korallen schließlich an die kühlen Temperaturen anpassen, ihre Gesundheit stabilisieren und weiter wachsen können.
    Auf lange Sicht litten jedoch Korallen stärker, die Hitze ausgesetzt waren, als solche, die Kälte ausgesetzt waren, mit Anzeichen von starker Bleiche und Wachstumsstopp, der zum Tode führte.
    Während der Untersuchungen, die im experimentellen Aquarium durchgeführt wurden, verfolgten die Forscher die allgemeine Gesundheit der Korallen und den Stress ihrer symbiotischen Algen.
    Die Symbiose ist ein wesentlicher Bestandteil für riffbildende Korallen, da Symbionten die Korallen mit dem größten Teil ihrer Energie versorgen.
    Dementsprechend stellten die Forscher fest, dass die Kälte sowohl das fotosynthetische System der Symbionten störte, als auch das Korallenwachstum stark reduzierte.
    Insbesondere dann, wenn die Energieübertragung von Zooxanthellen auf Korallen fehlt oder drastisch reduziert ist, ist eine Ergänzung mit heterotropher Fütterung wertvoll."

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Mir ist beileibe nicht alles in den Schoss gefallen.
    Zoologisch bin ich etwas vorbelastet.
    Es ist nur so, dass mich zuallererst natürlich jene Arten interessiert haben, die ich selbst im Laufe der Jahre gepflegt habe, mit denen ich also auf einer längeren Strecke vertraut wurde.
    Das waren nicht wenige.
    Neugier auf die Arten, deren Verhaltensbiologie und deren Eignung für die Aquarienhaltung war meine Intention und ist sie noch heute.
    Theorie ist ganz schön, aber der Nachweis in der Praxis ist weit besser!
    Während der vergangenen Jahrzehnte hat sich bei mir einiges an Erkenntnissen angesammelt, zum Teil auf eigene Beobachtungen gestützt, und natürlich auch aus diversen wissenschaftlichen Quellen entnommen.
    Irrungen waren auch dabei.
    Aber irgendwie klingt das jetzt wie der Anfang von einem Nachruf. :confused_face:

    Gruß
    Hajo


    P.S.:
    Synchiropus sind Dämmerungslaicher.
    In der Natur hat das natürlich einen Bezug zum Lichtspektrum, da dort und dann der blaue Anteil vorherrschen wird.
    Mir ist keine wissenschaftliche Studie bekannt, die bei Synchiropus eine Abhängigkeit der Laichbereitschaft vom blauen Spektrum beschreibt. Morgens und abends sind die Aktivitäten der Synchiropus am größten. Gekuschelt wird in der Dämmerung.
    Zwischen diesen Tageszeiten leben sie relativ versteckt.
    Das hat auch etwas mit den Aktivitäten ihrer natürlichen Feinde zu tun.

    Hallo zusammen!

    Der Unterschied der Geschlechter wird ausnahmslos an der verlängerten Rückenflosse und der Größe festgemacht.
    Das sehen die Fische wohl auch so. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Eine andere Methode verweist auf die unterschiedliche Größe der Analflossen, die bei weiblichen Tieren kleiner bemessen sind.
    Wahrscheinlich ist die größere Analflosse auch ein zusätzlicher Orientierungspunkt für die Weibchen.
    Körperfarbe und Muster geben ebenfalls keinen Unterschied her, da die komplexen Körpermarkierungen unverwechselbar sind und äußerst variabel, sodass z. B. Individuen für bestimmte Forschungszwecke leichter identifiziert und verfolgt werden können, ohne dass diese Fische gefangen und markiert werden müssen.
    Als Vergleich fallen mir da die unterschiedlichen Muster der Zebras ein. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Das Laichfenster in der Abenddämmerung ist kurz und beträgt nur ungefähr 30 Minuten.
    Nach Einbruch der Dunkelheit gibt es keine Hinweise auf späteres Laichen.
    Dominanzbeziehungen treten je nach Körpergröße bei beiden Geschlechtern auf.
    Männchen zeigen sich anderen Männchen, indem sie alle Flossen ausstrecken, gefolgt von Kombinationen aus Kreisen/Schleifen, Ausfallschritten, Beißen oder Jagen, je nach Ausmaß der Körpergröße und Reaktion.
    Das Ausbleichen des Körpers zeigt sich ähnlich, als wenn die Fische sich schlafen legen.
    Das Jagen über kurze Entfernung ist die häufigste Interaktion zwischen Männchen und zwischen Weibchen.
    Größere Weibchen laichen nur mit Männchen ab, die größer als sie selbst sind, obwohl sie intensiv von Männchen unterschiedlicher Größe umworben werden (Rasotto 2010).

    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan

    eine andere Möglichkeit, die man nicht hoffen will, das Weibchen ist ein Männchen mit abgeschnittenem Stachel,
    hatte ich jetzt schon zwei mal. :mauer:

    Ja, kann leider vorkommen.
    Ich glaube aber nicht, dass es hier zutrifft.
    Es würde dann zu einer permanenten Hetzjagd ausarten, und sich nicht nur auf den Teil der Blaulichtphase beschränken.

    Gruss
    Hajo

    Denkst du, das der/die Gramma`s etwa in die Höhle eines Brunnenbauers einziehen würden? :confused_face:

    Ich habe zwei Centropyge colini, die sind recht zart. :face_with_rolling_eyes:

    Nein, das waren nicht meine Gedanken.
    Je kleiner das Becken und je höher die Besatzdichte mit reviertreuen Fischen, desto größer wird der Stress, der bei einigen Arten auftreten kann. Reviergrenzen überschneiden sich und der Stärkere bekommt einen Vorteil.
    Wenige territoriale Individuen in einem begrenzten Lebensraum sind die bessere Lösung.
    Das war's.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    das Beispiel hat seine Tücken.
    Du wirst den Detritus nicht komplett durch einfaches Absaugen durch das Rohr entfernen können.
    Es sei denn, man nutzt eine überdimensionierte Pumpe.
    Der starke Durchfluss würde wiederum die grabende Zunft stören.
    Mit der Zeit werden sich unterhalb der Platte garantiert einige „Nester“ in irgendeiner Ecke ansammeln.
    Ergo müssen diese erst einmal durch eine, wie auch immer geartete Strömung in Schwebe gehalten werden.
    Eine Hinterriffspülung ist dagegen eine einfache Konstruktion.
    Hier wird der Mulm nach vorne geblasen, wo er durch eine entsprechende Filterung entfernt wird.
    Das jetzt angedachte Prinzip ist etwas aufwendiger zu installieren, da entweder diese Methode einen getrennten Ein- und Auslass vorsieht, oder als reverse Konstruktion mit geeigneten Ventilen zur Wasserumkehr gezwungen wird.
    Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
    Erinnert mich stark an Loriot´s "Saugblaser Heinzelmann". :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Klaus,

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das Becken Zukunft.
    In diesem Fall könnte ein doppelter Boden hilfreich sein.
    Direkt unter dem Kies wird sich eine Loch- oder Gitterplatte befinden.
    Der dann anfallende Detritus im Zwischenraum zur Bodenscheibe wird durch eine kleine Pumpe abgesaugt, entweder sporadisch oder permanent. Konflikte mit den Brunnenbauern wegen des Hantierens im Kies im Becken fallen so weg.
    Jedes Nachsetzen birgt auch gewisse Risiken.
    Brunnenbauer sind territorial veranlagt.
    Aus diesem Grund fallen als angedachte Mitbewohner alle reviertreuen Spezies durch den Rost.
    Als Einzeltier gehalten wird der Gramma weniger Schwierigkeiten machen, weil sich auch in der Natur die Habitatsgrenzen überschneiden.
    Allerdings ist er auch ein Höhlenbewohner....
    Centropyge? Welche Art?
    Bei meinen Bolzern würden die sensiblen Fische keine Ruhe finden. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruss
    Hajo

    Könnte diese Vergesellschaftung von Brunnenbauern und Seepferdchen klappen? bzw. auch mit den weiteren Mitbewohnern?

    Hallo Klaus!

    Das allgemeine Kriterium wäre ein passiver, sich langsam bewegender Fisch, der ungefähr gleich gross oder kleiner ist.
    Obwohl mir diese Vergesellschaftung etwas unüblich erscheint (Artenbecken wäre besser), sehe ich keine Probleme.
    H. zosterae sollte es nicht sein. Davon wird abgeraten.
    Alle anderen, größer werdende Hippos scheinen unproblematisch zu sein.

    Gruss
    Hajo


    Bei ausreichender bzw. gezielter Fütterung werden Korallen wahrscheinlich ignoriert. Die Mithrax sind schöne und interessante Tiere, man sollte sicher aber bewusst sein, was man sich ins Becken holt. Bei Bedarf sind die Krabben zumindest einfach wieder einzufangen.

    Jau,

    weil Mithraculus omnivor lebt, ist es logisch, dass sie sich ihre Nahrung aussuchen kann.
    Wer mit dieser Krabbe nicht zufrieden ist, der hat sich nicht mit ihren Lebensgewohnheiten beschäftigt.
    Wie sich das Vorhandensein alternativer Nahrung auf ihre Gewohnheiten auswirkt, ist dann die Frage.
    Ihre pflanzenfressenden oder fleischfressenden Tendenzen hängen von der Verfügbarkeit von Nahrung ab.
    Wenn sie also Zugang zu alternativer Nahrung hat, kann sie sich jederzeit die Mahlzeiten aussuchen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Janis!

    Wenn wir davon ausgehen müssen, dass die unterschiedlichen Arten der Korallen nicht nur unterschiedliche Erwartungen an das Licht haben, sondern auch nicht wenige während der Adaption sensibler reagieren als ihre Verwandten, müssen die Lichtverhältnisse auch dementsprechend angepasst werden.
    Es sollte auch klar sein, dass die meisten Korallen in unseren Mischbecken zwar irgendwie miteinander verwandt sind, heißt aber keineswegs, dass sie auch unter den gleichen Umgebungsparametern gut gedeihen.
    Das gilt besonders für das Licht.
    Bei der Einstellung der Leuchte folgt man entweder (mit Vorsicht!) den Vorgaben des Herstellers, oder den Ratschlägen des Händlers, sofern dieser mit dem Produkt und mit der Situation vor Ort (Aquarium+Besatz) vertraut ist.
    Auch gerne ist man selber beratungsresistent und/oder vertraut seinen eigenen Unfähigkeiten.
    Wer sich später an den fluoreszierenden Arten erfreuen will, darf nicht gleich mit hohen Lichtwerten starten, sondern sollte bei der notwendigen Adaption mit niedrigen Werten beginnen und kann, je nach Lage und Reaktion der Korallen, die Lichtkraft steigern.
    Das gilt besonders für das energiereiche, blaue Spektrum!
    Ganz besonders Vorsichtige legen vorübergehend eine duffe Plexi- oder milchige Glasscheibe zwischen Lichtquelle und Wasseroberfläche.
    Das ergibt ein wenig Streulicht und senkt so die relativ starke Konzentration der LEDs.
    Das Resultat aus minimalen Nährstoffen und starkem Licht hat kein gutes Karma.
    Eine ausreichende bis erhöhte Nährstoffkonzentration ist dagegen ungefährlicher.

    In einem kleinen Becken ist der AS nur für den Gasaustausch von Vorteil (sofern auch regelmäßige, kleine Wasserwechsel vorgesehen sind).
    Bei zu niedrigen PH-Werten aber sollte er permanent eingesetzt werden.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Janis!

    Ein kleines Becken verzeiht kaum Fehler.
    Bei dem ganzen Hin und Her können die Ursachen der Störung vielfältig sein.
    Es sind schon einige Vermutungen geäußert worden, und alle könnten stimmen.
    Ebenfalls der Tipp vom Händler wegen der Beleuchtungsstärke.
    Ist das Licht zu intensiv gewesen oder war das Spektrum nicht optimal?
    Ist zu viel und zu heftig experimentiert worden?
    Jede Veränderung am Licht hat Konsequenzen bei den Korallen.
    Ebenso jede Zugabe von irgendwelchen Mittelchen.
    Warum habe ich eigentlich in einem 22l Becken einen Nährstoffmangel?
    Bei ausreichender Fütterung dürfte eigentlich das Gegenteil eintreten.
    Die Korallen sind bis auf eine Ausnahme wenig bis kaum schnell wachsend.
    Wohin verschwinden also die Nährstoffe?
    Ein so kleines Behältnis von 22l (netto) kann immer mit einem kleinen, regelmäßigem Wasserwechsel auf Trab gehalten werden.
    Einerseits ist das Abschalten der Abschäumers sinnvoll, da z. B. der Fischbesatz fehlt, andererseits aber auch kontraproduktiv wegen des Mangels an Nährstoffen.
    Allerdings wird dann auch ein positiver Aspekt flöten gehen: Die Sauerstoffzufuhr wird abnehmen.
    Kleine Becken haben in der Regel auch einen geringeren Gasaustausch.
    Die Verwendung einer Abdeckung verstärkt noch dieses Problem.
    Ich würde die Nährstoffe erhöhen und, wie von Rüdiger bereits erwähnt, moderat mit der Beleuchtung auf 12K gehen.
    Später kann weiterhin am Blaubereich experimentiert werden.
    Sofern das überhaupt einen Sinn ergibt.
    Gerade das unüberlegte Hantieren mit dem blauen Spektrum führt bei Anfängern häufig zu Verlusten.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Nach dem Larvenstadium vertilgen juvenile Doktorfischchen meist planktonartiges, bis man sich später auch den Mikroalgen zuwendet.
    So wird sich bei einigen Arten auf dem Weg zum Erwachsenenalter manche Fressgewohnheiten auch den Gegebenheiten vor Ort anpassen und vormalige Nahrung ergänzen oder gar ersetzen.
    Es ist nicht so, dass Doktorfische alle Algenarten fressen.
    Schön wär's, zumindest für das Aquarium.
    Algen entwickeln Mechanismen, mit denen sie andere Arten hemmen und Fressfeinde zurückdrängen.
    Das gilt auch für die Fische.
    Doktorfische fressen allerlei Algen, aber längst nicht alle.
    Viele widmen sich ihnen erst, wenn andere Algenarten verschwunden sind.
    Naso-Arten fressen mit Vorliebe braune Blattalgen, wie Sargassum oder Dictyota.
    Andere fressen Algen, obwohl sie sich in der Natur hauptsächlich von Zooplankton ernähren.
    Zebrasoma als omnivorer Fisch deckt seinen Tagesbedarf auch nicht ausschließlich durch Algen.
    Blattalgen oder Salat ähnliches sind nicht die erste Wahl dieser Fische.
    Auch nicht Caulerpa oder Valonia.
    Oft muss man den Fisch zum Jagen tragen.
    Mehrfach musste ich erleben, dass die Ignoranz gegenüber Salat etc. erst dann wich, wenn andere Mitbewohner sich daran gütlich taten, also ihm den Weg zeigten.
    Nori-Algen oder Salate am Clip wurden erst einmal aus sicherer Entfernung misstrauisch beäugt, und als fremde, unbekannte Materie eingeordnet.
    Jedenfalls wurden sie nicht sofort als Futter erkannt.
    Dagegen planktonartiges, im Wasser schwebendes, wie Großflocken, schon.
    Das Muster scheint bekannt.
    Den Anfang machte das Fuchsgesicht.
    Später brach der Fressneid alle Dämme.
    Ausnahmslos profitierten jetzt alle Fische von dem Grünzeug.
    Zebrasoma, Centropyge und sogar Meiacanthus, die sich die winzigen im Wasser treibenden Salatreste einverleibten.
    Man sollte meinen, die Fische hätten verstanden.
    Dem war nicht so.
    Jede andere Farbe und Form von gereichtem Salat erschreckte den Zebrasomas so sehr, dass der Fluchtreflex lange anhielt und er durch sein hektisches Gehabe die anderen Fische in Stress versetzte und in die Deckung zwang.
    Der Anlernprozess begann von neuem.
    Frühere Versuche mit getrockneten Rot/Braunalgen führten auch bei anderen Zebrasoma nicht zum gewünschten Erfolg.
    Dagegen wurden Grünalgen aus der gleichen Produktion gierig gefressen.
    Das lässt den Schluss zu, dass über die Gewohnheit zumindest auch die Farbe und Form eine weitere Rolle spielen könnte.
    Der Fressneid, gepaart mit Hunger, ist die Initialzündung.
    Manchmal auch die Neugier.
    „Wat de Bur nich kennt, dat frett he nich.“
    Das, was wir als Futter ansehen, ist im weitesten Sinne für die Fische Ersatznahrung.
    Das sollte uns bei jeder Futterverweigerung bewusst sein.

    Gruß
    Hajo

    hajo, du torpedierst die strategie... wir wollen doch argumente liefern, warum es unbedingt ein größeres pöttchen sein muss. und dann kommst du mit frauenhänden :grinning_squinting_face:

    Sven, man kann es drehen, wie man will. Es wurde leider ein klassisches Eigentor! Das "Spiel" ist aber noch nicht verloren.
    Hoffen wir einmal, dass ER nicht mitliest. :frowning_face:

    Gruß
    Hajo

    Zum anderen könnte man so eine sehr freie Bodenfläche schaffen für eine stychodachtyla und eventuell ein paar LPS die weniger Licht bevorzugen. Was sagt ihr zu dieser Idee?

    Lichtmäßig würde ich die Teppichanemone nicht mit LPS auf eine Stufe stellen.
    Was vielen LPS ausreichen mag, dürfte z. B. eine Stichodactyla zum Wandern verleiten.

    Gruß
    Hajo

    naja, als damals das Terrarium in die Wohnung kam, bekam ich den Satzt zu hörn "dafür kommt kein Aquarium mehr in die Wohnung"

    hey, jetzt bin ich schon bei "okay 1xAquarium aber max. 35L"

    :thumbs_up: es ist also schon mehr als noch vor ein paar jahren.

    mal sehn wie weit ich ihn habe bis ich mich ganz eingelesen hab. :thumbs_up:

    Schon mal was von der Emanzipation der Frau gehört?
    Da musst du noch an dir arbeiten ... :grinning_face_with_smiling_eyes:


    Mir ist da noch etwas aufgefallen. Hat vielleicht keinerlei Bedeutung.
    Kann es sein, dass es IHM an Vorstellungskraft fehlt, und ER die Katzenklos als Maßstab nimmt? :confused_face:

    Gruß
    Hajo

    definitiv scheidung :rofl:

    Hab ich glück mit meiner frau... als ich angefangen hab für das jetzige zu planen, standen die maße noch nicht 100% fest. Sie meinte ich soll das geld für einen neuen unterschrank sparen und das alte stahgestell nehmen was ich mal für kleines geld gekauft und eingelagert hatte...gut, grundfläche war dann halt fix mit 150x100 :grinning_squinting_face:

    Das ist wahre liebe...

    Die Ahnung der Frau ist meist zuverlässiger, als das Wissen des Mannes (Joseph R. Kipling) :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Markus!

    Nachzuchten vs. Wildfänge?
    Vorneweg gesagt, es haben für mich beide Varianten nebeneinander ihre Daseinsberechtigung.
    Der Schwerpunkt liegt hier im Auge des Pflegers.
    Das Problem mit den Pseudochromis hast du ja selbst erkannt.
    Generell ist es schwierig, Vorlieben zu ergründen.
    Es gibt vielerlei Fische, die von der Größe infrage kommen würden.
    Natürlich wird man bei jedem späteren Zukauf Abstriche an Anzahl und Größe machen müssen.
    Fangen wir mit deinen Amphiprion an.
    Eine große Wirtsanemone würde ihnen gut zu Gesicht stehen.
    Obwohl sehr robust, muss es nicht immer Entacmaea sein.
    Es gibt farblich sehr ansprechende Stichodactyla, die zwar einige Vorkenntnisse verlangen, aber vortrefflich für die Amphiprion und die Optik sind.
    Allerdings wäre das ein Vorschlag für einen späteren Zeitpunkt, nach einer längeren Standzeit des Beckens.
    Damit läge der Fokus auf einem Anemonenfischbecken.
    Den übrigen Besatz könnten Meiacanthus-Arten, Centropyge und/oder kleinere Zwerglippfische (Cirrhilabrus, Pseudocheilinus) vervollständigen.
    Da die Beckengröße den Wunsch nach einem Doktorfisch nicht zulässt, käme für spätere Algennöte Salarias ramosus infrage.
    Damit ist vorerst das Limit erreicht.
    Nach einer gewissen Zeit, wenn sich das Riff gebildet hat, die Korallen gewachsen sind und die Biologie im Gleichklang, können eventuell noch andere Fische Einzug halten.
    Es wären außer den üblichen Riffbarschen (Chromis, Chryseptera) noch einige hübsche Schwertgrundeln interessant.
    Dascyllus würde ich wegen Rüpelhaftigkeit weniger empfehlen.
    Grabende, in Symbiose mit Knallkrebsen lebende Grundeln (Amblyeleotris, Stonogobius, Cryptocentrus) sind sehr beliebt und pflegeleicht.
    Das sind einige Varianten, die mir momentan durch den Kopf gehen.
    Es gibt sicherlich noch etliche andere Möglichkeiten, den Bestand zu erweitern oder zu verändern.
    In der Planung, wie auch im laufenden Betrieb.
    Über allem aber steht die Besonnenheit, nicht bei einer Fischsuppe zu enden, die erstens schwer zu managen ist und zweitens zu Krankheiten tendieren kann.
    Damit ist keinem geholfen.

    Gruß
    Hajo

    Ab einem gewissen Wasservolumen dichtet sich die Scheibe selbst ab.

    Wie sollte es auch anders sein?
    Mein Eternit-Becken stand seit 1980, bis zu jenem Tag, wo die Rückwand anfing undicht zu werden.
    Die Frontscheibe blieb davon unberührt.
    Der Witz ist, dass sie damals nicht mit Silikon verklebt wurde, sondern mit Aquarienkitt.
    Der Druck des Wassers schob die Kittmasse geringfügig aus den Fugen - das war's.
    Das Becken stand 30 Jahre!

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    warum die Aufregung?
    Das Kommunikationsmittel ist zwar relativ neu, das Thema jedoch uralt!
    Es gab schon immer irgendwelche Leute, und es wird sie auch immer geben, die mit ihrem oberflächlichen Halbwissen versuchten, die vordersten Plätze der Community z. B. eines (lokalen) Zoofachgeschäftes zu besetzen.
    Auch in den Community-Channels sind Phrasenschweine die best genährten Tiere.
    Manchmal waren es auch die Mutmaßungen der Ladeninhaber selbst, die ad absurdum geführt wurden.
    Um eine hohle Nuss zu entlarven, muss man kein Eichhörnchen sein.
    Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob die sogenannten „Follower“ ihren Honig aus diesem Thema ziehen können oder gar wollen, oder ob sich ihr Interesse nur an den krawalligen Momenten der Kurzfilmchen orientiert.
    Im Bereich der Meerwasseraquaristik wird viel spekuliert und sich produziert, denn Halbwissen hat Konjunktur.
    Heilfroh war man schon, wenn in den Gesprächen der wissenschaftliche Name fiel.
    Allerdings wurde dieser oft verstolpert, was ich nicht auf die Goldwaage legen möchte.
    Einer meiner Bekannten hat auch diese „Wortfindungsstörungen“, ist aber ein begnadeter Pfleger und Züchter vor dem Herrn.
    Früher bedeutete ein Bücherschrank voll Fachliteratur einen Wissensvorsprung.
    Man erkannte an diesem Merkmal zumindest den ernsthaft Interessierten.
    Heute wird sich anonym im Netz versteckt und Bewertungen nach Stimmungslage vergeben.
    Das gibt Klicks. Sagt aber nichts aus, da kommentarlos.
    Wer sich auf dieses fragwürdige Niveau begibt, darf sich nicht wundern, wenn das eigentliche Ziel auf der Strecke bleibt.
    Hinter das Armaturenbrett zu schauen, war schon immer das Ziel des Forschenden und auch des Liebhabers von Meeresgetier.
    Es stören nur die Leute, die mit ihrem falschen Selbstbildnis diese Liebhaberei ruinieren.

    Gruß
    Hajo

    Jammer Jammer Jammer.....
    Hajo, ich bin zu 100% bei dir. Aber kaum einer ist doch bereit den dreifachen oder gar den fünffachen Preis für einen futterfesten Fisch zu bezahlen.
    Und solange das nicht der Fall ist, wird das auch so bleiben.

    Die Sicht auf die Dinge ist komplex.
    Natürlich sind futterfeste Fische immer vorzuziehen.
    Aber die Realität ist eine andere.
    Zum einen gibt es den Käufer, der bei seinen Wünschen dem Händler vertrauen muss.
    Zum anderen sind da die Hibbeligen, die es erst gar nicht abwarten können, an das Objekt ihrer Begierde zu kommen.
    Diese Spezies umgehen die vorgesehene Quarantänezeit mit dem direkten Kauf aus der Tüte, unmittelbar nach der Ankunft der Sendung.
    Wer hier im Vorteil ist, ist klar.
    Wenn es dann zu Komplikationen im heimischen Aquarium kommt, geht das zulasten der Fische und letztendlich zum Schaden des unbesonnenen Käufers.
    Wer das Risiko eingeht, darf sich aber dann nicht über den Verlust beklagen, der hier sicher zu vermeiden gewesen wäre.
    Versteckte Krankheiten können ebenfalls der Grund für die Verweigerung von Futter sein.
    Das zu erkennen, ist nicht immer einfach und verwässert beim Ableben des Fisches die Diagnose.
    So oder so steht dann der Handel in der Kritik.
    Ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt.

    Gruß
    Hajo

    Alleine das Demonstrieren, dass ein Fisch überhaupt frisst, ist nicht selbstverständlich und teilweise sind Händler der Ansicht, dass dies in der Verantwortung der Kunden liegt, den Fisch zum Fressen zu bringen. Halt eine Art Glücksspiel, ob der Fisch Frostfutter akzeptiert und überlebt oder nicht.

    Du hast ja so recht!
    Aber sowas von :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Die Standardfloskel für einen Verkauf lautet: "Der frisst alles".
    Anschließend wird mit Artemia der Beweis angetreten.
    Wohl wissend, dass kein weiteres Futter angenommen wird.
    Wenn man das überhaupt Futter nennen kann....
    Die nächsten Wochen werden im Heimaquarium damit verbracht, dem Fisch alle möglichen Fressalien anzubieten.
    Es wird oft ein Wettlauf unter Stress mit der Zeit.
    In einigen Fällen verstärkt noch Unwissen die Fehlerquote und das hungernde Tier stellt komplett das Fressen ein.

    Gruß
    Hajo