Beiträge von hajo

    Ich habe mal bei demnächst Gelegenen Aquariumbauer angefragt was ein Becken mit den Maßen 100*65*55 cm (L/B/H) inkl. passenden Technikbecken kostet.

    Konfektionierte Aquarien erfüllen selten die Ansprüche anspruchsvoller Aquarianer.
    Die Fragen fangen bei der Sicherheit (Dicke der Scheiben) an, mit oder ohne Glassteg (Poolbecken), Art des Silikons mit oder ohne schützende Glasstreifen?
    Überlauf, Ab- und Zulauf seitlich oder mittig?
    Filterkammer(n) seitlich, mittig oder im Unterschrank?
    Die Geräuschkulisse des abfliessenden Wassers ist ein nicht unerheblicher Faktor beim Kauf eines Aquariums!
    Auch sollte die Größe des Aquariums so bemessen sein, dass sie für weitere Beleuchtungsarten geeignet sind.
    Nichts ist nerviger, als wenn die Abmessungen des Beckens einen eventuell späteren Produktwechsel verhindern.
    Wenn all diese Fragen geklärt sind, steht einer Lösung nichts mehr im Wege.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    tja, mal wieder mit Zitronen gehandelt. :frowning_face:
    Normalerweise sind in der Natur einige Cymos sogar in der Lage, den Fortschritt von krankem Korallengewebe an Acroporen zu stoppen.
    Dazu gibt es Untersuchungen.
    Das ist die gute Nachricht.
    Die schlechte Nachricht bezieht sich auf die Schäden an Acroporen ausschliesslich unter Aquarienbedingungen!!
    Warum das so ist, lässt sich nicht leicht beantworten.
    Wahrscheinlich hat es etwas mit der Beschaffenheit des Korallenschleim zu tun.
    Dieser ist höchstwahrscheinlich in der Zusammensetzung des Biofilms nicht mehr ansprechend?
    Unter natürlichen Bedingungen würden sich die Krabben sicherlich nicht ihrer Behausung und Speisekammer berauben.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Dietmar!

    Der Name der Gattung Pygoplites kommt aus dem griechischen und bedeutet so etwas wie "Waffe" oder "Krieger".
    Das bezieht sich indirekt auf die zwei rückwärts zeigenden Kiemendornen (diacanthus=zweistachelig, 2 Dornen), die allerdings alle Mitglieder von Pomacanthidae aufweisen.
    Vielleicht kann man daraus einen Taufnamen konstruieren?
    Wer seine Muräne Bärbel genannt hat, dem fällt sicher etwas ein. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Bei über 800 Arten von Weichkorallen kann leicht der Überblick verlorengehen.
    Glücklicherweise (oder unglücklicherweise?) sind davon nur ein Bruchteil im Handel.
    Das sollte aber nicht ausschliessen, dass es hier und da etwas Neues zu bestaunen gibt, dass bei der Identifikation Fragen aufwirft.
    In früheren Tagen habe ich zur (internationalen) Literatur gegriffen, die bei mir (fast) immer auf dem neuesten Stand war.
    Selbst befreundete Aquarianer oder gute Bekannte wurden angewiesen mir vom Urlaubsort Literatur zu besorgen.
    Die Neugier ist die Triebfeder für eine exakte Bestimmung und einer entsprechenden Pflege.
    Egal ob bei Fisch oder Koralle.
    Als ernsthafter Aquarianer will man schon wissen, was man sich ins Aquarium setzt oder setzen möchte.
    Das hat neben der Artenbestimmung auch etwas mit den Umgebungsparametern, wie Lichtansprüche und Wasserbewegung zu tun.
    Ebenfalls sind bei der Vergesellschaftung verschiedener Korallen deren unterschiedlichen Nesselmethoden zu beachten.
    Sonst hat man in unserern relativ kleinen Behältern mit Zitronen gehandelt.
    Aus Mangel an Literatur und Abbildungen haben wir damals auf die Unterwasseraufnahmen (Videos) befreundeter tauchbegeisterten Aquarianern zurückgegriffen.
    Die Kenntnis der Biotope waren die ersten Krücken, mit denen wir die Pflege der Tiere in unseren Aquarien vorantrieben.
    Heutzutage erfährt man u. a. Hilfe durch gezieltes Suchen im Netz.
    Dort werden wir Fotos und Beschreibungen finden, die in ihrer Qualität und Menge selten in deutschsprachigen Fachbüchern zu finden sind.
    Einige Bestimmungsliteratur ist dort auch vertreten, wobei die meisten dieser Beschreibungen lokaler Natur sind.
    Immerhin, aus den meisten dieser Gebiete werden unsere Weichkorallen importiert.
    Oft werden Gruppen zusammengefasst, sodass neben den Weichen auch noch Gorgonien etc. beschrieben werden.
    Was ich eigentlich sagen wollte:
    Es ist bei in die Tiefe gehenden Diskussionen immer von Vorteil auf dem neusten Stand zu sein.
    Sonst redet man sich einen Wolf und es kommt nichts dabei heraus.
    "Spezialisten in spe" sollten nicht nur über ein ausgezeichnetes allgemeines Grundwissen verfügen, sondern auch darüber hinaus in der Lage sein, Mittel und Wege zur Bestimmung selbst zu finden.
    Erreicht man sein Ziel nicht, nagt es zwar am eigenen Ego, ist aber bei der Fülle des Angebotes nachzusehen.

    Die Pflegemethoden haben sich partiell verändert, die Lebensformen der Arten nicht.


    Gruß
    Hajo

    Die Dichte und die Anordnung der Kalknadeln innerhalb eines Exemplars ist der primäre Faktor für die Identifikation der Arten.
    Unterschiedliche Terpene (Abwehrstoffe) erlauben auch nicht gerade eine einfache Bestimmung.
    Ich sag es mal so: Selbst ausgewiesene Spezialisten tun sich bei der Bestimmung der Arten enorm schwer und verlassen sich letztendlich auf spezielle Laboruntersuchungen.
    Ohne Fachkenntnisse können wir uns eigentlich nur an der allgemeinen Beschreibung orientieren.
    Auch das ist manchmal nicht ganz einfach.
    Selbst die Standardimporte verwirren durch unterschiedliche Wuchsformen und Farben.
    Normalerweise ist das Thema etwas für das Spezialistenboard.
    Nur fürchte ich, es wird dort einsam werden.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Dietmar,

    Es ist schon seltsam, dass er sich nicht zeigt.
    Respekt vor den größeren Fischen wäre ein Grund in der Deckung zu bleiben. Doch eigentlich kenne ich das bei kleinen Grosskaisern nicht.
    Die haben sich seit der Geburt bereits ein dickes Fell zugelegt und sind mehr von sich eingenommen, als z. B. die Centropyge-Arten.
    Ich drücke dir (und dem kleinen Pygo) weiterhin die Daumen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan!

    Noch etwas zum Unterschied:
    Tetralia (unterschiedliche Scherengrössen) und Trapezia haben eine glatte Oberfläche.
    Cymo dagegen ist leicht behaart.

    Gruß
    Hajo

    Moin,
    Ich habe in einer meiner Tischacroporen eine kleine Krabbe (Cymo sp. ? ) gefunden. Das Gewebe um ihren Aufenthaltsort erscheint weiß? Muss ich davon ausgehen, dass es sich um einen Schädling handelt?

    Symbionten sind keine Parasiten sind daher keine Schädlinge.
    Der " Schaden" bleibt äusserst gering, und auf das Quartier beschränkt, wenn es eine Cymo ist.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Gerade in der Weihnachtszeit sprechen diese Winzlinge ihre Klientel an.
    Je kleiner desto süßer desto begehrenswerter desto empfindlicher.
    Letzteres wird nicht erkannt oder auch verdrängt.
    Der Handel hat in einigen Bereichen selbst Schwierigkeiten diese Däumlinge länger am Leben zu erhalten.
    Ich kenne nicht wenige Händler, die aus den bekannten Gründen ihre sensiblen Fische erst ab einer gewissen Größe ordern.
    So hält man die Verluste in Grenzen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Das Problem sind nicht so sehr die Zentimeter des Fisches im juvenilen Stadium.
    Vielmehr ist vorab sicherzustellen, ob und was er frisst.
    Nachzuchten können auch zu Verweigerern werden, oder sind es bereits.
    Zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen.
    Futterfestigkeit fällt nicht vom Himmel.
    Und Achtung: Ein kleiner Fisch verliert schneller an Substanz!

    Gruß
    Hajo

    HI zusammen,

    ich habe einen ca. 8 Jahre alten Pfauenkaiser im Becken. Er in den besten Jahren und sehr korallenfreundlich.

    Ich denke, ich könnte eine kleinen, 7cm, juvenilen dazusetzen. Ist hier jemand anderer Meinung? Ich habe noch nie zwei mit so großem Altersunterschied zusammengebracht.

    Hallo Dietmar!

    Wenn nicht jetzt, wann dann?
    Ausgang offen, wie bei jeder Zusammenführung.
    Du hast den Vorteil eines grossen Beckens.
    Das ist schon einmal eine gute Voraussetzung, weil es Flucht- und Versteckmöglichkeiten mit sich bringt.
    Bis der Neuzugang toleriert wird, kann einige Zeit vergehen.
    Probieren geht über studieren.

    Gruß
    Hajo

    Falls alles abheilt, werde ich noch ein Bild davon einstellen, wenn das Fotomodell sich auch noch so ziert :winking_face:

    Models mit Makel sind gefragt. Anderssein ist schön!
    Das sollten sich angehende Models immer vor Augen halten, und ihre Makel selbstbewusst zu ihrem Vorteil nutzen.
    In diesem Sinne stehen auch hier die Chance für den Centropyge gut. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Kein Problem, eher ein Erfahrungsbericht, mit dem Ergebnis nicht alles gleich so hoch zu spielen und auf die Gesundung , ins besondere bei Fischen, sich zu verlassen.
    Natürlich gibt es auch Krankheiten die man behandeln kann oder muss, wobei eine Quarantäne bei meinen Fischen nie so gut ausging.
    Meine Fahnenbarsche hatten schon Glotzaugen, die auch wieder gut verheilt sind.

    Jede Verletzung, die im Begriff ist abzuheilen, hat eine gute Prognose.
    Der Immunstatus des Fisches scheint gut zu sein.
    Wenn die weitere Wundheilung nicht durch eine bakterielle Infektion gestört wird, bleibt höchstens noch eine Vernarbung zurück.
    Wenn überhaupt....
    Gruß
    Hajo

    Hallo Reiner,

    das Corpus delicti ist schwer zu erkennen.

    Wie ist denn das Geschwür ( Beule) entstanden ?
    Über einen längeren Zeitraum oder kam es sozusagen über Nacht?
    Bei langsamerm Wachstum könnte sich ein Erreger ( Parasit) eingenistet haben. Das ist nicht selten.
    Schnelles Wachstum deutet auf die Folgen einer äusseren, mechanischen Verletzung hin.
    Ich nehme einmal an, du kannst den Fisch nicht herausfangen und ihn in einem separaten Behälter chemisch behandeln?
    Dann hilft nur vitaminisiertes Futter als Unterstützung der Abwehrkräfte.
    Beulen oder Geschwüre können mit der Zeit abheilen, wenn sie nicht parasitären Ursprungs sind.

    Gruß
    Hajo

    Ich halte euch auf dem laufenden.

    Auch ein Fischtierarzt wurde mir empfohlen. Dort werde ich auch anrufen sobald dieser geöffnet hat. Mir war nicht bewusst, dass es sowas gibt…

    Niedergelassene Tierärzte mit dem Schwerpunkt Fischkrankheiten sind dünn gesät. Dagegen bieten Tierärztliche Hochschulen in den Abteilungen Fischkrankheiten etc. fischgesundheitsdienstliche Betreuung an.
    Diese Hilfe habe ich auch schon einmal in Anspruch genommen.

    Gruß
    Hajo