Ich weiß halt auch überhaupt nicht wie sich so ein Fischlein fühlt, wenn die Salinität zwar langsam, aber doch erheblich angepasst wird. Vielleicht ist das auch gar kein großer Stressfaktor, sofern es langsam geschieht.
Meerwasserfische trinken.
Das Meerwasser ist salzhaltiger, als die Körperflüssigkeit der Fische.
Dadurch verlieren die Fische ständig Wasser, z. B. über die Kiemen.
Die Fische müssen den Wasserverlust ausgleichen.
Sie trinken permanent Salzwasser.
Im Körper werden die gelösten Salze entfernt und als salzhaltiger Urin oder durch spezielle Chloridzellen über die Kiemen abgegeben.
Man kann sich schon vorstellen, dass alles, was von der natürlichen Salinitätsnorm abweicht, zumindestens körperlichen Stress ausmachen wird. Je öfter, desto mehr.
Eine andere Sache wird dabei immer vergessen.
Da die Fische dauernd trinken müssen, sollten wir bei der Betrachtung des Gesundheitszustands, nicht nur die Salinitätsschwankungen im Blick haben, sondern alle übrigen Wasserparameter auch.
Ein Fisch, der mehrfach eine Salinitätsänderung erfahren hat und damit in jeder dieser Phasen auch unterschiedliches Transportwasser bezw. fragwürdige Jauchen trinken muss, auch unter unterschiedlichen Temperaturverhältnissen, den würde ich nicht unbedingt als immunstark bezeichnen.
Gruß
Hajo
