Beiträge von hajo


    Wir pflegen halt Tiere und das Hobby soll Spaß machen. Nicht selten gibt es Probleme mit falschem Licht, falschen Lichteinstellungen und das führt zu Frust und Verlusten.
    Ich würde nur auf eine günstige/unbekannte Lampe zurückgreifen, wenn ich verlässliche Erfahrungsberichte hätte, inklusive Beckenansichten. Alles andere ist halt try and error - oft genug error :winking_face:


    Das muss nicht sein.
    Unter anderem sind Foren gut geeignet sich Informationen zu besorgen. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Häufig lässt sich allerdings beobachten, dass zwar Interesse gezeigt wird,
    aber entgegen aller Vernunft, gewonnene Erkenntnisse nicht unbedingt in die
    Tat umgesetzt werden.
    Tatsächlich ist leider auch nicht alles Gold, was glänzt.
    Die Spreu vom Weizen zu trennen überfordert den Anfänger und vielleicht auch den Umsteiger auf andere Lichtquellen.
    Möglicherweise ist aber das Hauptproblem doch monetärer Art.
    Die Anschaffungs- und Betriebskosten sind ein nicht unbedeutenden Faktor für die meisten Aquarianer.
    Da ist es nicht verwunderlich, dass oft Billigprodukte in Erwägung gezogen werden.
    Die geringe Effizienz wird verdrängt oder auch verkannt, weil
    technische Details nicht richtig verstanden werden, oder weil man der
    Werbung blind vertraut.
    Die Folgen sind nicht unerheblich.
    Ich wage zu behaupten, dass so etwas schon allen hier passiert ist.
    Es ist nicht zu übersehen, dass wir durch die Werbung in Versuchung gebracht werden.
    Die Studienlage ist eindeutig.
    Den rein rational denkenden Konsumenten soll es ja nicht geben. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Aber der Blick in den Geldbeutel zementiert schließlich unsere Entscheidung.
    So falsch sie auch sein mag.

    Gruß
    hajo

    In gewissen Konstellationen sind diese schönen Algen in der Lage Korallen zu bedrängen und abgestorbene Teile zu überwachsen.
    Eine Akzeptanz ist reine Ermessenssache.
    Es sollte möglich sein, der Vermehrung mit einem sehr niedrigen Nitratspiegel zu begegnen.

    Gruß
    Hajo

    Hab zwar selbst keine Erfahrung damit, aber mein Gedächtnis sagt mir, so 2 mal am Tag mit kleinem Zoo mit der Strömung zur Muschel tragen lassen, sie schwimmt und sucht sich den Platz selber, wird für reine Wirbellosen Becken empfohlen. Wenn die Muschel schwächelt, wird sie meist vom Fischbesatz verwertet.
    Angaben ohne Gewähr

    Das ist ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung!
    Das Kernproblem bei diesen Filtrierern ist die Schaffung einer permanenten Nahrungsdichte, so wie sie nur in Artenbecken möglich ist.
    Auf Störungen aller Art reagieren sie sensibel und schließen meist für längere Zeit ihre Schalen.
    Diese Muschel darf man nicht mit ihrer symbiotischen Schwester, der Tridacna, vergleichen. Weder mit ihrem Ernährungsbedarf noch mit ihrer Lebensdauer. Dazwischen liegen Welten.
    Lima ist unbestritten ein wahrer Hingucker im Riffbecken.
    Die Voraussetzung für ein kurzes Leben haben wir aber damit gelegt.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Der Einfluss von Farben auf Menschen ist wissenschaftlich längst erwiesen:
    „Farben greifen direkt, massiv und vom klaren Denken weitgehend unkontrolliert in biochemische und biophysikalische Prozesse des menschlichen Körpers ein, beeinflussen Herzschlag, Puls und Atemfrequenz, erhöhen oder mindern den Blutdruck, lassen Verletzungen langsamer oder schneller heilen, erzeugen Hitze, Kälte, Hunger, Durst, Ruhe, Angst und Aggression“.
    Diese Erkenntnisse werden mittlerweile in medizinischen Bereichen ebenso berücksichtigt wie in der Werbung oder Innenarchitektur.
    Beispiel: Ein Vergleich der Farben Rot und Blau in Bezug auf ihre körperlichen Auswirkungen beim Menschen:

    ROT: Atmung rascher, Puls und Blutdruck steigen, Herzschlag beschleunigt
    BLAU: Atmung langsamer, Puls und Blutdruck fallen, Herzschlag verlangsamt

    Mit Blick auf die blauen Assessor-Barsche Randalli und Macnelli drängt sich mir jetzt die Frage auf, ob nicht unterschwellig euer Blutdruck die treibende Kraft für das Interesse ist.
    Auch angebracht bei Forianern mit Hypertonie oder die sich allzu schnell aufregen. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo (Hypotoniker) :wink

    Die Symptome können verschiedene Ursachen haben.
    Wenn wir davon ausgehen können, dass keine Defizite in der Wasserchemie vorliegen, bleiben eigentlich nur 3 Möglichkeiten:
    Licht, Ernährung und bakterielle Erkrankung.
    Letztere kann auch eine Folge von Nahrungsmangel sein.
    Geschwächtes Leben ist anfällig gegen Viren und pathogene Keime.
    Die Ernährung hatten wir besprochen.
    Größtenteils werden in der Praxis die Ansprüche der Korallen mit allerlei Schwebefutter abgedeckt.
    Nicht richtig ist, dass es immer in ausreichender Menge und Partikelgrösse bereitgestellt wird.
    Ausserdem ist die Wasserbewegung ein außerordentlicher, wichtiger Faktor, um die Partikel und/oder die gelösten Stoffe an alle!! Futterverwerter heranzubringen.
    Ist die Strömung zu schwach, wird es schwer möglich sein, allen Korallen in der Futterfrage gerecht zu werden.
    Die einen bekommen genug, die anderen leiden.
    Letzter Punkt ist die Beleuchtung.
    Caulastrea mögen in der Regel Lichtstärken von 50 bis 150 PAR.
    Unterhalb oder oberhalb dieser Grenze fangen oft die Probleme an.
    Wenn wir uns mit dem Licht beschäftigen, soll es nicht so sein, dass wir wiederholt unser Bauchgefühl die Entscheidung am lebenden Objekt treffen lassen.
    Ein Blick auf die natürlichen Verhältnisse hilft.

    Gruß
    Hajo

    Ich gebe Plankton Abends, 1 Woche RedSea Ab+, 1 Woche Staubfutter. Ich habe Eigtl in letzter Zeit erhöhte No3 Werte um die 20 gehabt. Kann mir nicht vorstellen das die Verhungern.

    Ein wie immer gelagerten Nahrungsdefizit sollte man mit gezielter Fütterung begegnen. Schwebefutter hilft da wenig.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    Eine Beurteilung aufgrund dieses diffusen Bildes ist unmöglich.
    Ich muss passen.
    Sind die alten Punkte noch vorhanden oder bereits verschwunden?
    Sind neue hinzugekommen?

    Gruß
    Hajo

    hallo Stefan!

    Mit dem „Zwei Pünktchen-Thema“ in das Sommerloch zu starten, ist noch viel zu früh. :grinning_squinting_face:
    6 Wochen ohne besondere Vorkommnisse im Übergangsbecken sind eigentlich genug.
    Trotzdem kann noch etwas abgewartet werden.
    Vernunft gegen das Bauchgefühl.
    Die Trophonten, als weisse Punkte sichtbar, müssten schon längst in der angegebenen Zeit abgefallen und am Wirt nicht mehr zu bemerken sein.
    Zumindest an den beschriebenen Stellen.
    Falls doch, dann in hundertfacher Anzahl, entsprechend ihres Vermehrungspotentials, schön sichtbar wieder auf der Fischhaut aufgetaucht sein.
    Das scheint nicht der Fall zu sein.
    Dagegen hält sich eine mögliche Verpilzung hartnäckiger.
    An meinen Melacaras haften auch manchmal Sachen, die sich auf den ersten Blick schwer einordnen lassen.
    Weil diese Fische Höhlengänger sind, begeben sie sich oft rückwärts in vorhandene Spalten.
    Diese Methode hinterlässt temporär oft einen liederlichen Dress, da sich Schmutzpartikel o. ä. auf der Fischhaut anhaften, dann später wieder abfallen.
    Partikel, die nicht in kurzer Zeit wieder verschwinden, sind immer aufmerksam zu betrachten.
    Auch mikroskopisch kleinste Verletzungen können zu Verpilzungen neigen.
    Wie gesagt, diese sind optisch auffälliger und halten sich an gewissen Stellen hartnäckig.
    Auch wenn es bessere Fotos geben wird, kann es zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sein per Ferndiagnose eine seriöse Beurteilung zu geben.
    Ich würde noch etwas abwarten.

    Gruß
    Hajo

    Aber um in der Praxis zu bleiben....ich brauche nicht zwingend jeden Polypen meiner Caulastrea zu füttern, damit sie insgesamt profitiert...?
    Natürlich und logischerweise, solange die nicht ihr Gewebe getrennt haben ...?
    Grüße Steffen

    Caulastrea wachsen durch Teilung eines Polypen, sexuell oder asexuell.
    Jeder Polyp wächst unabhängig
    Aus diesem Grund sollte jeder Polyp Futter bekommen.

    Gruß
    Hajo

    Selbst wenn das Auge dauerhaft geschädigt bleibt,
    wird es für den Fisch zwar eine dauerhafte Einschränkung bedeuten,
    aber unter Aquarienbedingungen kein Risiko darstellen.
    In der Natur wäre das anders.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Fabian,

    Wenn die Flossenschäden zeitgleich aufgetreten sind, würde ich auf eine Vernesselung tippen. Möglicherweise ausgelöst durch eine Schrecksituation. In solchen Situationen schießen die Fische, meist unkontrolliert, in den ersten besten Unterschlupf.

    Gruß
    Hajo

    Genau, deswegen würde ich auch eher sagen, es hilft. Aber Werner erwähnte einen Bericht, wonach das direkt nach der Schädigung (welcher Art?) eher ungünstig ist. Korallennahrung enthält auch Lockstoffe bzw. ist ein Lockstoff und wenn die Polypen expandieren verbraucht das sicherlich Energie. Und wenn dann nichts verwertbares an Nahrung ankommt, schwächt das zusätzlich. Das könnte ein Argument sein, die Korallen erstmal in Ruhe zu lassen.
    Grüße

    Chris

    Was wäre dann die Alternative für eine geschädigte Koralle?
    Keine oder keinerlei ausreichende Energiezufuhr über ihre Symbionten würde ohne zusätzliche heterotrophe Ernährung unweigerlich zum Absterben führen.

    Gruß
    Hajo

    Hi Joe,

    Werner hat aus Versehen Blumendünger in sein Becken gekippt und dabei gab es erhebliche Verluste. Ein Teil ist wohl geschädigt, aber noch nicht tot. Daher die Frage, ob man durch Fütterung diesen geschädigten Korallen helfen kann, sich zu regenerieren oder oder eben eher nicht.

    Gruß

    Chris

    Die Frage wurde durch etliche wissenschaftlichen Studien gestützt.
    Wenn über die Zooxanthellen nicht genug Energie gewonnen wird (aus welchen Gründen auch immer), muss die Koralle Zooplankton aufnehmen.
    Korallen haben viel mehr Nahrungsflexibilität, als gedacht wurde.
    Korallen, die nach z. B. einer Bleiche mehr Zugang zur Nahrung haben, haben auch eine bessere Chance sich zu erholen, als solche, die sich hauptsächlich auf ihre Zooxanthellen verlassen haben.
    So sagt die Wissenschaft.

    Gruß
    Hajo

    https://scripps.ucsd.edu/news/estimatin…resilient-reefs


    https://www.livingoceansfoundation.org/education/portal/course/feeding/

    Parallel auftretende Ereignisse können durchaus einen Zusammenhang ergeben. Das Weibchen ist hier die treibende Kraft.
    Wenn Sie nicht in Form ist, schlägt sich das auf die Balz nieder und auf den gesamten Laichvorgang.

    Gruß
    Hajo


    Hatte beim Hortensiendünger Kuper in Erinnerung, das scheint aber falsch, sind wohl die schon genannten Aluminiumsulfate, die mit einer gewissen Wahrscheinliche, über Phosphatabsorber-Eisenbasis gebunden werden!

    Hat man früher genommen.
    Heutzutage befindet sich in den einschlägigen Giessmitteln Aluminiumsulfat o. ä.!

    Gruß
    Hajo


    Die besten Hausmittel zur Färbung
    Es gehört ins Reich der Fabeln, dass rostige Nägel oder Kupfermünzen einen Beitrag leisten können zur Blaufärbung einer Hortensie. Es ist zwar nicht zu leugnen, dass beide Zutaten den Eisengehalt des Bodens erhöhen und somit ähnlich fungieren, wie Aluminium; gleichwohl wird es frühestens die nächste oder übernächste Gärtner-Generation sein, die in den Genuss von blau gefärbten Hortensien kommt. So lange nimmt die Oxidation mindestens in Anspruch.


    https://www.hausgarten.net/hortensie-blau-faerben/

    Der Abschäumer mit korrekter Ozonzufuhr hat einen deutlich höheren Wasserdurchsatz, weswegen diese Maßnahme durchaus effektiv und vor allem schneller wirksam sein kann. Es dürfte zumindest deutlich dazu beitragen, dass der Keimdruck gesenkt wurde.

    Trotz eines grossen Wasserdurchflusses und einer ausreichend hohen Ozonisation haben es meine beiden 1,80 m hohen Aussenabschäumer nicht geschafft, den Ausbruch von Oodinium unter Kontrolle zu bringen.
    Was die unterschiedlichen Erfolge angeht, müsste man in den Diskussionen vorab klären, welche Art von Infektion eigentlich gerade im Wasser vorhanden ist.
    ich habe schon lange den Eindruck, dass hier allerlei durcheinander geht, und dadurch falsche Schlüsse gezogen werden.
    "Pünktchen" sind nicht gleich "Pünktchen".
    Dir brauche ich das ja nicht zu erzählen.
    Ozon kann für die Minimierung von Cryptocaryon hilfreich sein, für eine Befreiung der Fische mit Oodinium sprechen etliche Berichte dagegen.
    Da Oodinium sich zuerst in den Kiemen festsetzt (im Gegensatz zu Cryptocaryon) , ist es erst sehr spät zu erkennen.
    Zumindestens für den Laien.
    In der Mehrzahl der Fälle, erst wenn die Atemnot zu groß und es (fast) zu spät ist.
    Die Folgen sind eine erhebliche Schwächung des betroffenen Wirts und eine signifikant erhöhte! Erregerdichte im Wasser.
    Beides zusammen führt zu keinem guten Ende.
    Da hilft auch kein Ozon mehr.
    Gruß
    Hajo

    Das wäre mir auch neu, könnte es sich dabei vielleicht ehr um UV-B Strahlung handeln?
    Zitat: "Die energiereiche ultraviolette Strahlung (UV-C) der Sonne wandelt dort Sauerstoff (O2) in Ozon (O3) um. Ein Teil der ultravioletten Strahlung, insbesondere die UV-B-Strahlung, spaltet Ozon wieder in Sauerstoff. So ergibt sich ein chemisches Gleichgewichtzwischen Bildung und Abbau von Ozon, bei dem die Menge von Ozon annähernd gleich bleibt. ..... Die Bildung der Ozonschicht hängt im Wesentlichen von der Anwesenheit von Sauerstoff (O2) und der Einwirkung energiereicher UV-C-Strahlung ab. Zuerst spaltet energiereiche UV-C-Strahlung den molekularen Sauerstoff in zwei Sauerstoff-Radikale (O2 –► O• + O•). Dabei wird die UV-C-Strahlung vollständig absorbiert. Die Sauerstoff-Radikale sind äußerst reaktionsfreudig und verbinden sich mit anderen Sauerstoff-Molekülen zu Ozon (O• + O2  O3)."

    Quelle: Ozonschicht und Ozonloch (bayern.de)

    LG
    Daniel

    PS: Chris vielleicht könntest du den Tread doch trennen, sonst zerschießen wir den Beckenbericht von Erwin mit dem interessanten Thema.

    In dem Bericht sind nur die Bestrahlungsdosen erwähnt.
    Ich gehe daher davon aus, dass es sich um handelsübliche UVC Lampen handelt.
    Näheres siehe Text.

    Gruß
    Hajo

    Ich sehe es eigentlich wie Klaus und so sehen es viele.

    Ich musste meine Meinung zur KWKeramik etwas revidieren, weil ich letztens geiles SPS/LPS-Aqua mit Rostockkeramik gesehen habe.

    Gruss
    Dietmar

    Es kann durchaus auch einen positiven Verlauf nehmen.
    Anbei einige ältere Fotos von meinem KWKeramik-Becken.
    Einigen wird es noch geläufig sein.
    Es wurde keine unbedeutende Menge dieses Materials verbaut.
    Die komplette Rückwand des Beckens bestand aus Keramik!
    Das Aquarium stand einige Jahre, bis es gegen ein größeres Becken ausgetauscht wurde.



    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    eine kleine Randnotiz, nur für Interessierte:

    Wir diskutieren hier gerade über die Effizienz von Ozon und UVC in Verbindung mit Fischkrankheiten.
    In der Aquakultur (Süsswasser) von Speisefischen wird die Ozonierung als wervolle Hilfe in der Aufzucht und Krankheitsbekämpfung gesehen, und trägt ausserdem zu raschem
    Wachstum bei.
    Da bei dieser Prozedur die zugeführte Menge an Ozon erheblich ist, kann sich am Abfluss aus dem Reaktor noch aggressives Ozon befinden, und würde so u. a. die strengen Sicherheitsbestimmungen konterkarieren.
    Dieser Überschuss an Ozon wird durch eine nachgeschaltete UVC vollständig zerstört (Summerfelt 2008)
    Dieser Zusammenhang war mir neu.


    https://www.sciencedirect.com/science/articl…144860908000691


    Gruß
    Hajo

    Hallo Paul!

    Der Wahrheitsbegriff wird von uns unterschiedlich verstanden.
    Allgemein wird Wahrheit als wirklich wahrer Sachverhalt beschrieben.
    So verstehe ich das.
    Damit kann ich leben.
    Der Rest ist mir zu philosophisch.
    Auch haben sich meine Aussagen nicht relativiert.
    Was das Thema Ozon, UVC und Fischkrankheiten anbetrifft, habe ich schon immer, im Gegensatz zu anderen, eine klare Meinung vertreten.
    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auch unterschiedliche Meinungen vertreten werden. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Der Nebenschauplatz zur Wahrheit hat sich leider in den Vordergrund geschoben. Dort gehört er nicht hin.

    Gruß
    Hajo

    „Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit – es ist die Illusion, wissend zu sein“.(Stephen Hawking, 1942 – 2018)

    „Wissenschaft ist Irrtum auf dem letzten Stand gebracht“ (zugeschrieben (vermutlich war es doch ein anderer) Linus Pauling, 1901 - 1994)

    LG
    Daniel

    Hawking zitiere ich auch öfter.
    Beim Thema Ozon habe ich noch keine Weisheit gefunden. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Hall Hajo,
    eine "Wahrheitsfindung" gibt es nur bei religiösen Themen oder bei manchen Ideologien, die meinen im Besitz der Wahrheit zu sein.
    In der Naturwissenschaft und in unserem Hobby gibt es kein Wahrheiten. Hier gibt es Meinungen, Untersuchungen (mehr oder weniger wissenschaftlich), Modelle und Messungen (Erfahrungen).

    Das Thema Ozon in der Aquaristik ist schon deshalb schwierig, weil die Menge des in einen Abschäumer eingebrachten Ozons nicht bekannt ist, da die Ozonmenge beim Einbringen nicht gemessen wird und die Angaben auf dem Gerät nur einen Anhaltswert bilden. Weitere Faktoren wie Kontaktzeiten, Durchflussraten, oxidiertere Stoffe im Wasser etc. sind von Becken zu Becken unterschiedlich. Deshalb halte ich eine praxisrelevante Diskussion für schwierig.

    Fakt für mich ist, dass in meinem Becken eine (Pünkteninfektion) durch verstärkte Ozonisierung erfolgreich bekämpft wurde, eine geringe Basis-Ozonisierung seit 15 jähren für ein stabileres gesünderes Beckenmilieu sorgt und dass eine Überdosierung (zeitlich begrenzt) von Ozon, dass zum Tod von Tieren im Becken führt, m- M. nach nicht möglich ist. Eine Überdosierung ist übrigens rasch an dem typischen Ozongeruch in der Raumluft zu erkennen. Ozon kann schon in für uns ungefährlichen Mengen gerochen werden. Also keine Angst von Ozon.
    Das ist meine Meinung und Erfahrung und keine Wahrheit.

    Aber das ist jetzt offtopic.

    VG
    Paul

    Hallo Paul!

    Da muss ich leider widersprechen.
    Der Begriff der „Wahrheitssuche“ bezieht sich auf die Suche nach der Wahrheit, dem Herausfinden der Wahrheit.
    Die Methoden können unterschiedlicher Natur sein.
    Hypothesen sind Halbwahrheiten.
    Eine Hypothese ist eine Annahme, eine Vermutung.
    Davon gibt es in unserem Hobby eine Vielzahl.
    Fakten sind Wahrheiten.
    Wahrheitsfindungen im Zeichen von FakeNews und alternativen Fakten in einer faktenfeindlichen Welt ist schon an sich ein mühseliger Prozess.
    Wortklaubereien helfen uns hier nicht weiter.
    Ich denke, jeder hat verstanden, was ich meinte.
    Es ist zwar richtig, dass die genaue Menge des eingebrachten Ozons nicht bekannt ist.
    Andererseits bleibt es dem Anwender unbenommen den Wirkungsgrad über den Redox-Wert zu kontrollieren.
    Das sollte man sowieso tun, denn nicht jeder ist in der Lage, die richtige Menge seinem System sinnvoll anzupassen.
    Der „Schüffeltest“ ist nicht immer eine sichere Methode.
    Es ist auch richtig, dass Ozon keimreduzierend wirkt.
    Das ist überhaupt nicht strittig.
    Wenn durch den Oxydationsprozess auch die Wasserqualität angehoben wird, hier das Immunsystem der Fische eine Verbesserung erfährt, diese dann widerstandsfähiger gegen den Infektionsdruck werden, macht das Sinn.
    Wenn Ozon auf seinem begrenzten Weg auch noch einigen Erregern den Garaus macht, ist das ebenfalls hilfreich.
    Der Effekt von Ozon ist relativ zu seinen Aufgaben.
    Als Prophylaxe o.K., in der Bekämpfung von Parasiten sehe ich unter normalen, aquaristischen Bedingungen Grenzen.
    Abgetötet werden nur solche Krankheitserreger, die sich im Kontaktrohr befinden.
    Das ist die Parallele zur UVC.
    Auch hier werden Krankheitserreger, die sich über Schwärmerstadien vermehren, minimiert.
    Die meisten Fischkranheiten werden aber nicht von Bakterien verursacht.
    Es ist aber festzuhalten, dass Ozon zwar dabei helfen kann, die Anzahl der Keime und Krankheitserreger zu kontrollieren, ein Allheilmittel ist es nicht.
    Da haben wir die nächste Parallele zur UVC.
    "Einen epedemieartigen Massenbefall durch z. B. Amyloodinium ocellatum wird man durch eine Ozonbehandlung nicht erfolgreich bekämpfen können" (Brockmann 2018) und andere.
    Das kann ich durch jahrzehntelange Praxis bestätigen.
    Auch wenn das andere fälschlicherweise immer wieder behaupten. Es wird kein Schuh daraus.
    Wenn es so wäre, könnten wir auf Chemie, Wannenwechseltechnik, Wechseleimerquarantäne etc. verzichten.
    Ich habe fertig!
    Vorerst. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Sodele Leute,

    ich schlage jetzt vor, dass ein Admin jetzt, den Teil UVC und Ozon ausklingt in einen neuen Tread, um nicht den Ursprung kaputt zu machen

    Das sehe ich nicht so, denn das Thema UVC und/oder Ozon trägt für bestimmte Fälle zur Wahrheitsfindung bei.
    Zumindestens konzeptionell interessant und eine Überlegung wert.

    Gruß
    Hajo

    moin,

    wir fahren auf der 11-tsd-literanlage einen c 100.

    das langt, um gelbstoffe zu eliminieren.

    in bezug auf den kampf gegen diverse erreger frage ich mich gerde, inwieweit die konzentration im abschäumer selbst einen einfluss auf das abtöten derselben hat.


    Der AS oder das Kontaktrohr sollte gross genug bemessen sein, um eine hohe Konzentratrion von Ozon und Wassermenge gleichermassen aufnehmen zu können.
    Hier stossen wir mit der Vorstellung kleinerer Modelle leicht an die Grenzen der Machbarkeit.
    Wird eine hohe Menge Ozon hineingeblasen, macht sich auch nicht wenig unverbrauchtes Ozon auf den Weg in die Umluft.
    Je höher der Anteil von Ozon im Kontaktrohr, desto perfekter muss die austretende Luft gereinigt werden.
    Aber selbst wenn das alles gegeben sein sollte, wäre diese Methode nur für ein reines Fischbecken oder für die Aufzucht sinnvoll. Kontrolle des Redoxwertes inbegriffen.
    Denn durch die sich rasch entwickelte Sterilität des Wassers wird sich im Aquarium die biologische Vielfalt signifikant abbauen.
    Mögliche Wechselwirkungen mit chemischen Elementen inbegriffen.
    Das ist nun gerade nicht gewollt.
    Da kommen wir zu der Frage „Wieviel Ozon braucht es überhaupt in der Riffaquaristik“?
    Für die Bekämpfung von Parasiten an Fischen im Riffaquarium habe ich mir die Frage schon selbst beantwortet.
    Dafür nehme ich lieber die UVC.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,
    ich weiß nicht wie du auf diese Aussage über Ozon kommst. Auf jeden Fall ist sie falsch.
    Wenn du Ozon über den Abschäumer mit den für die Aquaristik zugänglichen Geräten einbringst, kannst du keine Korallen oder Fische töten.

    Ich selber habe einmal in 25 Jahren eine "Pünktchenplage" mit Fischverlusten gehabt. Nach zuschalten von UV-Klärer war keine Besserung zu sehen. Erste durch die Ozonzufuhr war der Spuk in zwei Tagen vorbei.

    Ich verstehe nicht, warum immer wieder über die Gefährlichkeit der Ozonisierung soviel Unsinn verbreitet wird.
    Ich denke, da spielen auch die früher eine zeitlang üblichen Ozonwarnungen unseres staatliche Grünfunkes für Sport im Freien bei schönen Wetter eine Rolle. Auch so ein Unsinn.
    Aber das ist nun offtopic.

    VG
    Paul


    Die Anwendung von Ozon im AS oder einer eigens dafür vorgesehenen Kontaktsäule hatte ich in dieser Diskussion eigentlich vorausgesetzt!

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Ozon je nach Wirkungsgrad Vorteile bei der Oxidation von Gelbstoffen (Trübstoffen und Eiweissverbindungen) und Nitrit zeigt und auch wirkungsvoll gegen einige Bakterien und Hautpilze ist.
    Nicht zu vergessen sei die Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff!
    Das Auftreten einiger Krankheitserreger kann bei korrekter Anwendung minimiert werden, aber im Falle einer Epedemie bestimmter Ektoparasiten ist Ozon nicht das Mittel der Wahl.
    Um diese zu vernichten braucht es sehr hohe Dosen.
    Es ist aber unbenommen, nicht nur im Krankheitsfall, eine wertvolle Unterstützung bei der Verbesserung der Wasserqualität.
    Viel Fisch in wenig Wasser wäre ein Grund für den (Dauer)einsatz.
    Über den Umgang mit Ozon brauchst du mir nichts zu erzählen.
    Wer sich damals über viele Jahre hinweg regelmässig mit Erwin Sander Senior zum Gedankenaustausch traf, der weiss auch zwangsläufig über das Thema Bescheid.
    Wenn Ozon der Heilsbringer wäre, dann hätten wir alle gesunde Fische und bräuchten uns über Verluste keine Gedanken zu machen.
    Auch über die anderen Behandlungsmethoden, wie Chemie oder UVC.
    Das wären dann Ladenhüter.
    In den Produktbeschreibungen werden wir auch keine verbindlichen Hinweise bezüglich einer kompletten Vernichtung von parasitären Erregern sehen.
    Nur Allgemeinplätze, wie Keimreduzierung.
    Darüber denk einmal nach, ehe du hier Verwirrung stiftest.

    Gruß
    Hajo

    Ich denke nicht, dass das unbedingt Glück war. Ich habe die Tabelle von EHEIM schon mehrfach verlinkt.

    Für Bakterien und eine kleine Algenblüte reicht eine kleine UVC locker aus.
    Für Schwärmer muss man grundsätzlich die großen Kaliber auffahren und kein Spielzeug.
    Insofern würde ich für den Notfall immer eine große UVC (vielleicht auch schon im Kreislauf mit eingebaut) liegen haben.

    Zur Vermeidung einer Algenblüte und zur Schwächung von Keimen reicht, wie gesagt, eine kleinere UVC aus. Außerdem ist es oft sinnvoll die UVC mit einem eigenen Wasserkreis zu betreiben (Dabei möglichst in Bodennähe ansaugen und die Durchflussgeschwindigkeit nicht zu hoch ansetzen.).

    LG
    Daniel

    Hier scheiden sich die Geister oder die Theorie von der Praxis. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Tabellen mit Werten unter Laborbedingungen betrachte ich mit gemischten Gefühlen.
    Der praktische Betrieb stellt uns vor ganz andere Probleme.
    Mit den kleinen Geräten habe nicht nur ich schlechte Erfahrungen gemacht. Man kann auch sagen, dass in manchen Situationen der Erfolg für die Katz war.
    Aus diesem Grund bin ich schon vor etlichen Jahren auf höhere Wattagen umgestiegen. In einigen Fällen hat selbst das nicht dazu beigetragen, alle befallenen Fische zu retten.
    Das frühzeitige! Erkennen von Infektionen plus der rechtzeitige Einsatz von UV-Geräten sollte helfen den Virulenzgrad zu senken. Der Wirkungsgrad der UV sollte dann aber so bemessen sein, dass die Erreger in möglichst kurzer Zeit dezimiert werden.
    Den Rest sollte das Immunsystem der Fische übernehmen.

    Gruß
    Hajo