Beiträge von hajo

    Hallo Wolfgang!

    Die Kanarie Lippis sind doch 3x schneller als die Anemonenfisch.
    Da wird der LIppfisch mit den Anemonenfische eher etwas gespielt haben.

    War das sicher das Männchen bei den Anemonenfischen?
    Wäre sehr ungewöhnlich, normalerweise sind die Weibchen wesentlich aggressiver.

    Auch kleine Wesen müssen mal auf den Putz hauen. :grinning_squinting_face:
    In einer Ehe schon gar!

    Gruß
    Hajo

    Hallo Klaus!

    "Even if evidence for the effect of synthetic pollutants in marine animals is lacking, scientists have already demonstrated that temperature can have a profound effect on the sex ratio of populations - wether marine or fresh water.
    A published 2008 study surveying 59 species, found that an increase in water temperature of just one or two degrees Celsius can alter the sex ratio from 1:1 to 3:1 (3 males for every female) in both oceanic and freshwater species."

    Noch etwas:
    Chemie (Arzneimittel), die die Aromatase beeinflussen, kombiniert mit einer Temperaturerhöhung, wird den Einfluss auf die Geschlechterverhältnisse rapide erhöhen.
    Das ist jetzt aber sehr speziell und soll nur der weiteren Information dienen.

    Gruß
    Hajo

    Vielen Dank für die rasche Info - das war mir so nicht bewusst bzw. ein mir noch nicht bekanntes Verhalten für mich! Vorallem in der Intensität :upside_down_face:


    Viele Grüße, Wolfgang

    Hallo Wolfgang!

    Dieses Verhalten legen nicht nur die Amphiprion an den Tag, sondern viele andere Riffbarsche, die Brutpflege betreiben und ihre Nachkommen, Partner oder ihren Laichplatz gegen Fressfeinde verteidigen müssen. Dazu gehört bei Amphiprion nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die Unversehrtheit ihrer Wirtsanemone.
    Mach dir keinen Kopf.
    Das regelt sich alles.
    Bestenfalls macht der Lippfisch nun einen Bogen um den Platz der Fische.
    Es könnte auch sein, dass andere Beckeninsassen ähnliche Erfahrungen sammeln müssen. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Zum Thema Geschlechtswechsel bei Fischen ist mir ein interessanter Artikel untergekommen, dessen Ergebnisse die Geschlechtsentwicklung nicht in Stein meisselt.
    So nach dem Motto: Alles ist möglich. Nichts unmöglich. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Fast alle Fische haben die Fähigkeit das Geschlecht in der embryonalen Phase zu wechseln, wenn sie einem oder mehreren verschiedenen Umweltfaktoren ausgesetzt sind, einschliesslich des Säuregehalts des Wassers, der chemischen Schadstoffe und der Temperatur des Wassers.
    (Charles Tyler, Fortpflanzungsbiologe Uni Exeter untersucht wie Umweltkontaminationen die Fischpopulationen beeinflussen.)
    Dank ihrer evolutionären Strahlung sind Fische breiter an eine breite Palette von Umweltnischen angepasst.
    Und wo man Variationen bekommt, hat man Vielfalt in den Arten.
    Der Hauptgrund für ihre enorme Plastizität, sagt er, liegt in der schieren Anzahl und Vielfalt der Arten.
    Zum einen wird das Geschlecht der meisten Fische nicht durch Chromosomen bestimmt.
    Es geht auf ein sehr wichtiges Enzym namens Aromatase zurück (Prof. Stefano Mariani, Uni Salford untersucht die evolutionären Ursprünge von Geschlechtsveränderungen im Fisch)
    Es kann Androgenhormone in die estrogenen Hormone verwandeln, die Gonaden in Eierstöcke.
    Da Fischgonaden die Vorläuferzellen sowohl für ovarianisches als auch für Hodengewebe enthalten, kann eine schnelle Flut von Östrogen- oder Testosteron- ähnlichen Hormonen einen Schalter umdrehen und dazu führen, dass sich neues Gewebe entwickelt.
    Die Gewohnheit das Geschlecht zu wechseln, scheint sich in der Fischentwicklung mehrmals in getrennten Familien entwickelt zu haben, und obwohl in allen eine Reihe von genetischen und hormonellen Auslösern ins Spiel kommt, scheint die Enzym-Aromatase der Schlüssel zu sein.
    Darüber hinaus ist dieses Enzym auch entscheidend, wenn es bei Fischen passiert, die das Geschlecht nicht nach sozialen Umständen, sondern als Reaktion auf Umweltfaktoren verändern.
    Da dieses Enzym temperaturempfindlich ist, kann es je nach Wärme des Wassers ein- oder ausgeschaltet werden.
    Das erklärt, so Prof. Mariani, warum sich mehr männliche Fische in wärmerem Wasser entwickeln.
    Andere Faktoren, wie chemische Schadstoffe, Veränderungen der Säuren des Wassers können ebenfalls die Aktivität der Aromatase bei der Entwicklung von Fischembryonen beeinflussen.
    Im Süsswasserteichen und Seen können sich jedoch Schadstoffe konzentrieren, während im offenen Ozean, auch in Buchten, die Chemikalien schnell verdünnt werden.
    So wurde die Wirkung von künstlichen Chemikalien auf das Geschlecht von Fischen wenig untersucht.
    Aber nur, weil sehr wenige Menschen dies in der Meeresumgebung erforscht haben, bedeutet es nicht, dass es kein Problem darstellt, sondern bedeutet nur wenig Verstandenes.

    Gruß
    Hajo

    Zu den "Pyjamaschläfern" gehören nicht nur Pseudocheilinus, sondern auch Paracheilinus (13 Arten), Cirrhilabrus (36 Arten), Pseudocheilinops, Wetmorella, um nur einige klein bleibende Lippfische zu nennen.
    Normalerweise ruhen sie unter Felsvorsprüngen, auf oder unter Korallen, in einer Felsspalte oder direkt auf dem Sand.
    Der "Pyjama" meines Choerodon fasciatus wehte jeden Morgen durch das Becken. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Ich denke nicht, dass es das Futter ist.
    Zumindestens nicht das jetzige, da auch der Rest des Besatzes davon profitiert haben sollte.
    Vielmehr tippe ich auf verunreinigtes Futter beim Händler.
    Aufgerissenen Männer deuten auf Atemnot hin.
    Das ist allerdings kurz vorm Exitus nicht ungewöhnlich.
    Was den nun ausgelöst hat, wird kaum zu klären sein.
    Du kannst nur abwarten und die anderen Beckenbewohner auf Unwohlsein kontrollieren.
    Vorsichtshalber dann beim anderen Händler kaufen.

    Gruß
    Hajo

    Broad-Barred Goby

    The Broad-Barred Goby (Stonogobiops nematodes) is a species of Goby native to the Indian Ocean.
    This species inhabits lagoons and seaward reefs with rocky substrates at depths of 2 to 10 m (6.6 to 32.8 ft).
    It can reach a length of 7 cm (2.8 in) TL. The Broad-Barred Goby is a peaceful fish that can be kept in an aquarium in pairs or small groups, but they may fight with conspecifics if there is insufficient room or territory.
    You can also find these fish species in the aquarium trade.
    Broad-barred gobies are hermaphrodites and change into the opposite gender as soon as a goby pair colonizes.

    gefunden unter aquaticbyte.com


    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo, von welchem Streit sprichst du? Also bei mir ist alles okay, es klang lediglich bei dir etwas vorwurfsvoll zurechtweisend und dem habe ich entgegnet. Bei mir ist alles paletti


    Da die Erfahrungen hier nun echt unterschiedlich sind hinsichtlich Wirkung -ja oder nein-, bin ich echt gespannt wie es bei dem Becken wirken wird.


    Hallo Tina!

    Bei manchen Themen bricht vielleicht eine scheinbare vorwurfsvolle Unzufriedenheit mit mir durch.
    Bitte nicht falsch deuten!
    Manches klingt vielleicht belehrend.
    Sollte es aber nicht.
    Es war mir immer wichtig, meine Beiträge und Tipps nicht vorwurfsvoll zu formulieren.
    Das war und ist nie meine Absicht.
    Alles gut.

    Gruß
    Hajo

    Besteht die Möglichkeit jetzt vielleicht noch ein Paar dazu zu setzen oder endet das in Mord und Todschlag?
    Sind eigentlich doch sehr zart, aber besteht die Möglichkeit 3 in einem Becken zu pflegen?

    Hallo Klaus,

    Da Stonogobiops ihr Geschlecht wechseln können, versuche es mal mit
    einem kleineren Partner.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo, Leierfische sind sicherlich super, in so großen Becken wie deinem . Aber meines (es geht um ein Becken von 110cmx30) verfügt doch über eine sehr schmale Grundfläche, hier wäre auch ein Einzeltier relativ schnell fertig mit aufräumen.Im großen Becken lebt die seenadel und ich würde ihr ungern einen Konkurrenten dazusetzen, nachdem wir mehrere Versuche hatten ihr ein/mehrere Partnertier/e dazuzusetzen. So hat sie wenigstens das Buffet für sich allein, bzw teilt es sich mit dem Lippfisch. Und leichtfertig/unbedarft werden hier gar keine Tiere eingesetzt, ich denke schon drüber nach was ich hier mache :winking_face:

    Warum streiten wir eigentlich über Dinge, die wir beide erkannt und zu unserer vollen Zufriedenheit und zum Wohl eines Fischlebens bereits sinnvoll entschieden haben?

    Gruß
    Hajo

    Naja, Hajo, wie viele Fische werden gekauft, um irgendeine Pest zu bekämpfen und wie oft geht das in die Hose zum Nachteil vom Fisch?Ich finde es natürlich völlig legitim, erstmal nach natürlichen Feinden Ausschau zu halten, aber da stößt man schnell an Grenzen (Beckengröße, Besatz). Mein altes Becken war ein 120 Liter Becken und ich bereue immer noch, damals aus Unkenntnis einen Synchiropus eingesetzt zu haben. Gerade dieser Fisch ist verlockend und verendet sehr häufig, weil er nichts mehr zu fressen findet. Und die Turbellarien haben ihn überlebt.

    Grüße

    Chris


    Gegen manche Unbedarftheit ist natürlich schwer anzukommen.
    Forenmitglieder ausgenommen! :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Eigentlich sollte man sich mehr mit der Natur der Fische im allgemeinen und speziell mit dieser Art vorher beschäftigen, als sich später unnötigerweise Gedanken über das Fehlverhalten oder eine Zwangsumsiedlung zu machen.
    Die positiven Erfahrungen mit diesen Fischen teile ich mit anderen.
    Einfach nur nach Fressfeinden zu schauen, ohne den Hauch einer Selbstversorgung den Leierfischen zu bieten, führt zu Verdruss und ist auch nicht der weiseste Entschluss.
    Aus diesem Grund ist es in kleineren Becken angeraten, nicht die paarweise Pflege anzustreben, sondern sich erst einmal nur auf ein Einzeltier zu beschränken.
    Ein Blick auf die Nachzuchten wirft noch eine andere Frage auf.
    Da sie leichter ans Ersatzfutter zu bringen sind, schmälert es das Interesse an den Turbellarien.
    Ist das so?
    Ich habe keine Vergleiche.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    In unseren Aquarien treten sporadisch immer wieder die rotbraunen Plattwürmer auf.
    Entgegen anderer Meinung bin nicht nur ich ein Befürworter von Synchiropus!
    Seit Jahrzehnten!
    Leierfische, wie z. B. Synchiropus splendidus, gehören deshalb für mich zur Grundausstattung meiner Aquarien.
    Dass es hierzu widersprüchliche Berichte gibt, liegt an der unterschiedlichen Wahrnehmung dieser Plattwürmer und an der eigenen Ungeduld.
    Die normalen rotbraunen Turbellarien, die sich im ganzen Becken verteilen, stellen langfristig gesehen kein Problem für Synchiropus dar.
    Dagegen wird jene Art verschmäht, welche ausschliesslich auf den Euphyllien Platz nimmt, Waminoas.
    Der Grund ist mir unbekannt.
    Für diesen Zweck können bestimmte Lippfische nützlich sein.
    Wenn über Planarien gesprochen wird, steht meistens die Ungeduld im Vordergrund.
    Wer keine Geduld aufbringen kann, der kann sich der Chemie bedienen.
    Wer aber Interesse an der Pflege von Synchiropus hat, der bekommt auch eine attraktive Versicherung gegen bestimmte Turbellarien.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Markus!

    Ich entnehme deinen Zeilen, dass es dir wohl vornehmlich um die sofortige Schadensbehebung geht.
    Hilfe solltest du bei Unternehmen bekommen, die sich auf solche Arbeiten spezialisiert haben. Z. B.Gebäudereiniger etc.
    Es wäre angebracht, sich im Vornherein derer Hilfe zu vergewissern und die Art und Weise der Durchführung abzuklopfen.
    Wenn es passt, hat man in der Not schon einmal die Telefonnummer parat.
    Diese Arbeiten sollten durch die entsprechende Versicherung abgedeckt werden.
    Über diese wirst du auch die Adressen bekommen.
    Alternativ kann auch über sog. Eigenleistung abgerechnet werden.
    Voraussetzung ist, dass ein eventueller Schaden überhaupt konkret versichert ist.
    Wohngebäude, Haftpflicht (Mieter), Hausrat.
    Dass es sich um Salzwasser handelt, habe ich explizit in den Vertrag schreiben lassen.
    Im Gegensatz zu Leitungswasser ist Salz hygroskopisch und bindet Feuchtigkeit, wo immer sie sich befindet.
    Ein Wasserschaden im Wohnbereich ist nicht unerheblich.
    Selbst wenn nur ein Teil des Parketts in Mitleidenschaft gezogen ist, wird man um einen Komplettaustausch des Holzbodens nicht herumkommen.

    Gruß
    Hajo

    hm... was fällt mir dazu ein...

    man muss prioritäten setzen!

    und: es mangelt dir an durchsetzungsvermögen :base:

    das sah dann aber auch etwas trostlos aus... da hast du nicht viele argumente gehabt, oder?

    Den Partner von seinem Hobby zu begeistern ist immer von Vorteil.
    Ich kenne auch Ehen, in denen der weibliche Part besessener dem Hobby nachgeht und auch bezüglich der Motivation die Hosen an hat.
    Leider sind mir auch Fälle bekannt, in denen der Dauerstreit zur Aufgabe des Hobbys geführt hat.
    Man sollte es nicht ausreizen, sondern aufeinander zugehen um irgendwo den Mittelweg zu finden.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Werner!

    Obwohl Plerogyra allgemein als pflegeleicht gelten soll, würde ich mich dieser Meinung nicht anschliessen und diese Bewertung eher auf weniger Lichtansprüche und geringerer Strömung beziehen.
    Der Verletzungsfaktor dieser Koralle ist wegen der extrem scharfen Bezahnung des Skeletts und des sehr weichen Gewebes hoch.
    Wer Plerogyra ungeschickt mit seinen dicken Wurstfingern anfasst, hat schon verloren.
    Ein anderer Punkt betrifft den Nahrungsanspruch.
    Eine zusätzliche Fütterung ist angeraten.
    Bei mir wuchsen in moderat belasteten Fischbecken die Blasenkorallen deutlich besser, als in meinen nährstoffreduzierten Riffaquarien.

    Gruß
    Hajo

    Ja, beim Meerwasserlexikon ist mir bereits der andere (neue?, derzeitige?) Name aufgefallen. Sei es drum, wir wissen wohl, was jetzt in meinem Becken sitzt :smiling_face:

    Hinsichtlich der Haremsgeschichte vielleicht noch meine Sorge. Ich habe mit dem Händler ja über diese Option im Vorfeld gesprochen. Er gab zu bedenken, dass das zwar die natürliche Lebensform darstellt, dass ein Aquarium aber nicht das Meer ist und es ein Problem der Größe der Fische zur Anemone sein könnte oder werden könnte. Insofern muss ich einfach beobachten, ob es so friedlich bleibt wie es derzeit ist

    Weiter oben hatte ich schon geschrieben, dass unter Aquarienbedingungen manchmal andere Situationen entstehen können. Positive, wie auch negative.
    Aber:
    Wer es nicht versucht, wird es nie erfahren. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Ja, so war das um 1900 rum :grinning_squinting_face: .

    Hallo Wolfgang!

    Da hiess sie wahrscheinlich Actinia magnifica. :grinning_squinting_face:
    Ich habe die Anemone auch noch unter Radianthus ritteri kennengelernt.
    Die Namensänderungen bezw. die vielen Synonyme sollten eigentlich eine Folge von taxonomischen Änderungen sein.
    Oder auch: Viele Köche verderben den Brei ?
    Wenn man sich dieses begriffsverwirrende Dutzend anschaut, beschleicht einen ein seltsames Gefühl von Unverständnis.

    Gruß
    Hajo

    Hajo hat recht (wie so oft, wenn auch nicht immer :grinning_squinting_face: ). Aber die Anemone heißt jetzt wohl Radianthus magnifica, auch wenn sie immer noch als Heteractis gehandelt wird:

    Hallo Wolfgang,

    als sich damals die Anemone in meinem Aquarium befand, hieß sie noch Heteractis. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Ändert aber nichts an der Namensänderung.

    Gruß
    Hajo


    Ich hoffe jetzt, dass der dritte, neue und kleinste Anemonenfisch weiterhin akzeptiert wird.

    Ich gehe einmal mehr von dem natürlichen Verhalten von Amphiprion in ihren Wirtsanemonen aus.
    Anemonenfische finden sich in der Natur nicht nur als Paar in der Anemone wieder, sondern bewohnen sie auch mit mehreren Individuen der gleichen Art.
    Wogin auch soll der Nachwuchs so schnell auswandern? :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Es gibt mehr Anemonenfische, als Wirtsanemonen.
    Die Fischtruppe wird durch das laichende Paar dominiert, und die kleinen, männlichen "Eckensteher" (Nichtlaicher) rücken bei Bedarf nach. Z.B. bei Verlust eines der laichenden Fische.
    Es wurde auch schon von der Koexistenz zweier unterschiedlicher Arten (A. clarkii und A. sandaracinos) in ein und derselben Anemone berichtet.
    Es ist also wieder einmal nichts in Stein gemeisselt. :winking_face:
    Dass sich manchmal im Aquarium nach anderen Spielregeln verhalten wird, kann vorkommen - muss aber nicht.
    Mit Heteractis magnifica und Amphiprion sandaracinos habe ich viele Jahre Erfolg gehabt.
    Eine gute Wahl.


    Gruß
    Hajo

    Dass die Anemonen von Ihren Fischen in der Nacht frisches Wasser zugefächelt bekommen, könnte auch eine Fehlinterpretation sein. Nachts erzeugt die Anemone anstelle von O2 eben CO2. Für den Clown nicht ganz so angenehm. Da würde ich meine Behausung auch verlassen und außerhalb nach Luft schnappen.

    Das ist keine Fehlinterpretation. Das ist wissenschaftlich bewiesen.
    Guckst du hier:

    https://news.mongabay.com/2013/04/clownf…ost-to-breathe/



    Gruß
    Hajo

    Hai Hajo

    Welche potentiellen Freßfeinde haben Anemonen die von den Clownfischen erfolgreich abgewehrt werden?

    Anemonen gehören für mich persönlich zb. nicht In ein Gesellschaftsbecken.

    Deine Frage ist u. a. mit Chaetodonten zu beantworten.
    Das mit dem Gesellschaftsbecken sehe ich auch so,
    Obwohl ich das von der Beckengrösse, dem Pfleger und dem Fischbesatz abhängig machen möchte.
    Gruß
    Hajo

    Andersrum gefragt, warum leben sie überhaupt in der Natur in den Anemonen?

    Welchen Vorteil haben sie durch die Anemone den sie sonst nicht haben?

    Die Vorteile von Amphiprion hat Wolfgang beantwortet.
    Aber warum denkt eigentlich keiner an den Vorteil der Anemone ?
    Bei einer Symbiose hat doch jeder etwas davon!
    Wo in der Natur der Schutz durch die Anemone fehlt, hat der Untermieter das Nachsehen. Er überlebt nicht.
    Wo in der Natur Amphiprion fehlt, haben ihre Wirtsanemonen kaum Überlebenschancen. Sie werden gefressen.

    Gruß
    Hajo

    Hajo,

    In der Natur wurde die Blasenspitzen-Anemone als Wirt für die 13 unten aufgeführten Clownfischarten gefunden. In Gefangenschaft beherbergt es auch die Ocellaris-Clownfisch.

    Also nur in der Gefangenschaft und keine natürlich Wirtsanemone für die falschen Clownies.

    Ja, das ist richtig.
    Ich bin leider irrtümlich nicht von Percula oder Ocellaris ausgegangen, sondern habe speziell auf Entecmea geschaut, von der oft behauptet wird, sie sei keine "echte" Wirtsanemone, sondern nur ein Ersatzwirt für die Aquarienhaltung.Das wollte ich deutlich machen.
    Dass sich in der Gefangenschaft häufig die Vorzeichen ändern ist bekannt.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Wolfgang,

    here we go!

    https://www.tfhmagazine.com/articles/saltw…symbiotic-pairs


    #1: The Bubble Tip Anemone Entecmea quadricolor
    Im 4. Abschnitt werden die Amphiprion-Arten beschreiben, die in der Natur in Entecmea vorkommen


    https://www.saltcorner.com/Articles/Showa…p?articleID=144

    Am Beispiel von Amphiprion frenatus wird ebenfalls Entecmea als natürlicher Wirt erwähnt


    https://animal-world.com/Aquarium-Coral…ble-Tip-Anemone

    in der Beschreibung von Entecmea wird auf 13 verschiedene Untermieter verwiesen.


    "The Bubble-Tip Anemone is a favorite of aquarists and highly favored by clownfish, hosting 13 different species in the wild"


    Es existieren noch weitere Hinweise in anderen Beschreibungen.


    Mir ist schon früher einmal aufgefallen, dass manche davon ausgehen, die Entecmea wäre keine "richtige" Wirtsanemone.

    Vielleicht liegt der Grund in der Kompatibilität mit einer Vielzahl von Anemonenfischchen.

    Bei den anderen Wirtsanemonen ist der Untermieterkreis stärker begrenzt, als bei der Blasenanemone.


    Gruß

    Hajo


    Ja, und damit hat er natürlich recht. Siehe hier.

    Den Hinweis auf Entecmea würde ich noch einmal überdenken, da sie nachweislich auch in der Natur als Wirt von verschiedenen Amphiprion-Arten beschrieben wird.
    Explizit wird dem auch in der verlinkten Beschreibung nicht widersprochen.
    Referenzen werde ich später beifügen, da ich momentan unterwegs bin.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Oft lassen wir uns von unserem Bauchgefühl leiten.
    Manchmal ist das hilfreich, manchmal kann das aber auch in die Hose gehen.
    Ist es überhaupt ein echtes Problem, wenn es ein paar seltsame Leute gibt, die zwischen Wissenschaft und Bauchgefühl nicht unterscheiden können, oder gar nicht unterscheiden wollen?
    Für die Wissenschaft ist es doch völlig egal, ob sich jemand seine eigenen alternativen Fakten zusammenträumt oder nicht.
    Wissenschaft ist das, was stimmt, auch wenn man nicht dran glaubt.
    Wenn sich manche Leute unbedingt einreden möchten, dass Amphiprion ohne ihren angestammten Wirt eine brauchbare Alternative darstellen, sollten wir sie nicht einfach lächelnd ignorieren?
    Ganz so einfach ist es jedoch nicht.
    Wenn wir gemeinsam Probleme lösen wollen, dann müssen wir zu allererst darüber einig sein, welche Sorte von Argumenten überhaupt zulässig sind.
    Wir müssen konstruktive Beiträge und sinnloses Verhalten auseinanderhalten.
    Scheinargumente um sein eigenes Ego zu füttern sind hier fehl am Platz.
    Noch etwas:
    Es braucht schon einiges an Vorwissen, um da durchzublicken.
    Das können und wollen viele nicht aufbringen!
    Dabei ist das Verhalten von Amphiprion weitestgehend erforscht.
    Amphiprion führt m. W. immer noch die Top Ten der gehandelten Aquarienfische an.
    Es müssten bereits seit Jahrzehnten längst alle Meerwasseraquarianer mehrere Fische dieser Art in ihren Becken haben.
    Haben sie aber nicht.
    Wo sind sie geblieben?
    Darüber könnte man bezüglich der Pflege auch trefflich spekulieren.
    Deshalb ist es wichtig, dass Informationen auf den Tisch kommen, um für nötige Aufklärung zu sorgen.
    Natürlich kann man, wenn man will, alles hinterfragen.
    Man darf aber nicht erwarten, dass Wissenschaft eine Mogelpackung ist.

    Gruß
    Hajo

    Meiner Beobachtung nach suchen sich die Fischen ihren Platz nach eigenem Denken und nicht deswegen, weil jahrzehntelang der Glaube wiederholt wird, dass die irgendwann geprägte "Anemonenfisch"-Bezeichnung zwingende Bedeutung hat.

    Ja, wenn Amphiprion denken könnte, täte es ihnen grausen.

    Gruß
    Hajo


    PS: Wir neigen oft (auch hier im Forum) dazu zu moralisieren und vergessen unsere "eigenen Fehler" aus der Jugend nur zu gerne.

    "Die besten Kritiker der Elche, waren früher selber welche?"


    Welche Kritik könnte besser sein als jene, die die Fälle aus eigenem Erleben genau kennt?
    So weiss der Ex-Elch mehr über die Elche, als der Noch-nie-Elch.
    Das hat wenig bis gar nichts mit moralisieren zu tun.

    Gruß
    Hajo (Ex-Elch)

    Hallo zusammen!

    Wir sollten unser Hobby immer als Nachahmung der natürlichen Verhältnisse verstehen.
    Wenn das nicht zusammenpasst, sollte man seine Ambitionen überdenken.
    Wenn wir das Zusammenleben von Fisch und Tier in unseren Aquarien abbilden wollen, dann sind wir angehalten, uns an der Natur zu orientieren.
    Gerade bei den Anemonenfischen wird auffällig, dass die verschiedenen Komplexe der Arten streng unterschiedliche Typen von Wirtsanemonen bevorzugen.
    Umgekehrt werden unbekannte Anemonen von ihnen verweigert.
    Die genetischen, olfaktorischen Reize helfen den Larven IHRE angestammten Anemonenart zu finden.
    Allerdings ist einzuräumen, dass Nachzuchten sich mit der Zugehörigkeit und Bindung schwerer tun.
    Die persönliche Vorstellung von der Gestaltung einer Rifflandschaft ist die eine Sache.
    Schlechtenfalls eine geschmackliche Entgleisung, die höchstens ästhetische Irritationen hervorrufen.
    Nicht besonders intelligent aber ist die Tatsache, die Gesetzmäßigkeiten der Natur zu unterlaufen.
    Die natürliche Bindung zwischen Wirt und Untermieter hat nicht nur in der Natur ihren Sinn.
    Wir sollten sie nicht durch ein Placebo , einer unechten Ersatzleistung, ersetzen.
    Es erinnert auch an das merkwürdige Verhalten mancher Spezies, Fungia oder Heliofungia im Riff festzukleben.
    Hier wird unbesonnen in ihre Natur eingegriffen und den Korallen die Möglichkeit genommen auf unangenehme Umweltparameter, wie abwegige Strömung und Licht, zu reagieren.
    Hier wurde auch schon der Wunsch nach der Verklebung von Wirtsanemonen geäußert.
    Diese absurden Klimmzüge zur Vermeidung von Nesselungen, aber zum Schaden der Tiere, sind zu verurteilen.
    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Wir sollten in unseren Diskussionen nichts tun, um Ignoranten glücklich zu machen!

    Wer immer gleich sofort alles will, erhält am Ende weniger.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Tina!

    Ich setze einmal voraus, dass du dich vorher mit der Natur der Nadeln auseinandergesetzt hast.
    In den meisten Beschreibungen taucht der Hinweis "Expertentier" auf.
    Das soll eine(n) erfahrene(n) Meerwasseraquarianer(in) aber nicht abschrecken. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Meine Gedanken zu den Nadeln:
    Zwei nicht unerhebliche Details bedürfen der Aufmerksamkeit.
    Ernährung und Krankheit hängen nicht nur bei den Fischen eng zusammen.
    Ich möchte die Futterfrage in den Vordergrund stellen.
    Trotz irgendwelcher vom Boden aufgenommenen Futterpartikel kann man sich nicht sicher sein, ob es sich um eine genügende, gehaltvolle Nahrung handelt.
    In der Not frisst der Teufel Fliegen!
    Die Gewöhnung an Frostfutter kann sich zu einem zähen Prozess entwickeln.
    Sie ist aber unumgänglich.
    Bei dem grossen Bedarf an Nahrung ist Beifütterung unersetzlich.
    Das kann auch entsprechend kleines Lebendfutter sein.
    Der Zusatz von Vitaminen wird in fast jeder Beschreibung empfohlen.
    Das wird seinen Grund haben.
    Der Wechsel des Händlers bedeutet auch nicht, dass die Lieferkette eine andere ist.
    Der zuständige Großhändler ist auf dem letzten Schritt massgebend.
    Die Nadeln sind anfällig gegen pathogene Keime.
    Wurde ihnen auf dem langen Transport nicht ausreichend Futter gegeben, was ich als gegeben ansehe, wird das Immunsystem nicht lange durchhalten.
    Ein gutes Wassermanagement setze ich einmal voraus.
    Das Lebensalter in Gefangenschaft wird mit 3-5 Jahren angegeben.
    Die Praxis zeigt, eher weniger.


    Gruß
    Hajo