Beiträge von hajo

    Hallo Stefan!

    Für den Laien ist es nicht einfach eine Krankheit früh genug überhaupt zu erkennen.

    Meist erst dann, wenn die Symptome es dem Fisch schwer machen und er sein Verhalten ändert, wird man misstrauisch.

    Bei Infekten mit Schwärmerstadien wechselt das optische Erscheinungsbild in Intervallen, sodass die trügerische Hoffnung den Pfleger oft im Glauben lässt, der Spuk wäre vorbei.

    Mitnichten.

    Er nimmt nur einen weiteren, apokalyptischen Anlauf.

    Weil aber manche Auffälligkeiten sich ähneln, der Laie nicht in der Lage ist, Gut von Böse zu unterscheiden, wird in vielen Fällen zur chemischen Keule gegriffen.

    Das lebende Riff setzt uns hier Grenzen.

    Das ist manchmal auch gut so, da Überinterpretationen uns auf eine falsche Fährte locken können.

    Ich möchte nicht ausschließen (ich sitze leider in der 2. Reihe), dass wir dem optischen Eindruck auf den Leim gehen.

    Als Beispiel kann die Schreckfärbung beim Acanthops herangezogen werden.

    Mit dem plötzlichen Verlust des kleineren Partners geht oft eine plötzliche, helle Verblassung des Blautons und eine ungewöhnliche Nervosität beim zurückgebliebenen Partner einher.

    Ähnlich wie auf der Abbildung.

    Diese Auffälligkeit verschwindet meist nach 24 Stunden und das Verhalten wird langsam wieder normal.

    Den Verlust des Partners und die Schreckfärbung des übriggebliebenen Fisches führte ich damals bei mir auf die Anwesenheit einer grossen Krabbe zurück.

    Mit diesem kleinen Beispiel möchte ich an eine sorgsame! Kontrolle (Gegenlicht) der Fischhaut und der Kiemen erinnern.

    Insbesondere bei den anderen Fischen im Becken!!

    Wenn dort nichts zu bemerken ist, was von früheren Merkmalen abweicht, dann bitte den Einsatz von Chemie bedenken.

    Oft untermauert ein Scheuern die richtige Diagnose.

    Das ist natürlich alles relativ.

    Nicht jeder Pfleger schaut tagsüber mehrmals ins Becken.

    Gruß

    Hajo

    Klar, ich werde den UVC Klärer trotzdem aufstocken und das Mittel habe ich auch schon bestellt 👍🏻

    Das Mittel erst zugeben, bis klar ist, um was es sich handelt, in welche Richtung es geht.

    Blinder Eifer schadet nur!

    Bestenfalls stündlich die Reaktionen der Fische prüfen.

    Veränderung bei der Atmung, Scheuern, Fressunlust, äußeres Erscheinungsbild.....

    Du kennst die Gewohnheiten deiner Fische besser, als jeder der hier mitlesenden Kommentatoren.

    Das macht es auch so schwer, aus 2. Reihe eine Diagnose zu stellen.

    Gruß

    Hajo

    Guten Morgen, Werner

    Ostorhinchus ist für rote Mückenlarven höchstwahrscheinlich der falsche Konsument.

    Synchiropus ist ein substratgebundener Nahrungssuchender, ein Aufwuchsfresser, was ihn als Planktonfänger des Freiwassers disqualifiziert.

    Die Ernährungsform ist eine andere, Beuteschema inbegriffen.

    Wie aber die Erfahrung zeigt, verwischen sich oft die Grenzen bei hungernden Individuen.

    In der Not frisst der Teufel Fliegen.

    Hast du mal Lobstereier oder weiße Mückenlarven ausprobiert.

    Beide sind weicher in ihrer Konsistenz.

    Gruß

    Hajo

    Korallen sind ja auch Tiere , nur sind die dann eben kaputt gegangen.

    Vermutlich so wie viele andere zu Meerwasser Aquarien kommen. Nicht so einfach, gebe ich zu. Habe mich zu spät im Netz kundig gemacht. Leider.

    Die Gabe der Naivität kann ein grosses Glück sein......

    Gruß

    Hajo

    Hallo Liane!

    Mich würde gerne interessieren unter welchen Umständen du zur Meerwasseraquaristik gekommen bist.

    Die Wasseraufbereitung ist die eigentliche Problematik in der Meerwasseraquaristik.

    Kompliziert wird es, wenn auf diesem Gebiet Defizite zu erwarten sind.

    Die Meerwasserchemie ist nicht ganz ohne.

    Ein Sprung ins kalte Wasser zieht meist einen Neuanfang nach sich.

    Bist du autodidaktisch unterwegs oder bekommst du Hilfe und Beratung vom Händler deines Vertrauens?

    Oder von anderer Seite?

    Learning by doing ist in der MW Aquaristik zwar weit verbreitet, führt aber selten zum Erfolg.

    Normalerweise liest man sich vorher in Fachliteratur ein und/oder nutzt ein Forum, um sich eine Basis für den Start zu beschaffen. Früher waren es die Vereine, die uns mit ihrem Schwarmwissen eine Krücke in die Hand gaben.

    Ähnlich agieren die Foren, wobei das wertvolle, persönliche Gespräch eher im Hintergrund bleibt.

    Was war deine Intention?

    Was hat dich bewegt in die Meerwasseraquaristik einzusteigen?

    Viele Wege führen nach Rom.

    Man muss sie nur kennen.

    Gruß

    Hajo

    Mir geht es jetzt hauptsächlich um den restlichen Besatz. Bis ich das Mittel habe ist es für den Zwergkaiser evtl schon zu spät.

    Bei dem Odimor steht das niedere Tiere besser vorher entfernt werden.

    Ich weis auch nicht was jetzt richtig oder falsch ist. Beide Mittel gleichzeitig zu dosieren ist wahrscheinlich auch zu gefährlich

    Oodinex ist relativ ungefährlich für Niedere. Eine genaue Dosierung vorausgesetzt.

    Odimor dagegen nicht. Ausserdem müsstest du auf UV verzichten.

    Beide Mittel gleichzeitig einzusetzen, würde keinen Sinn machen.

    Eine Behandlung mit einer 11W Bestrahlung ist in diesem Stadium weder effektiv noch sinnvoll.

    Egal was der Hersteller/Händler sagt oder was man meint, aus der Gebrauchsanweisung herauszulesen.

    Die meisten Hersteller legen sich bei Infektionskrankheiten nicht fest.

    Mehrheitlich beziehen sich die Informationen auf die Vernichtung von Algenblüte und Bakterien.

    Die einzige Methode, der Lage Herr zu werden, ist eine Separierung der Fische, inklusive der Durchführung einer gezielten chemischen Behandlung.

    Der Fortschritt der Infektion erlaubt keine andere Alternative.

    Gruß

    Hajo

    Bei der Behandlung mit diesem Mittel gibt es unterschiedliche Erfolge.

    Wahrscheinlich, weil die meisten den Befall zu spät bemerken oder weil die Diagnose nicht stimmt.

    Der Versuch mit diesem Mittel schadet nichts.

    Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Mittel von HW !!

    Dort ist Kupfer enthalten, was zum sofortigen Absterben niederen Lebewesen und Algen führt.

    Gruß

    Hajo

    Es ist ein Innenfilter im Hintergrund und ein kleines Netz mit einem Erlenzapfen.

    Den Innenfilter kann ich ja noch verstehen.

    Was soll aber ein Erlenzapfen in einem Meerwasserbecken?

    Voodoo?

    Die Huminsäure des Zapfens ist ein Süsswasserthema (Schwarzwasser) zur Reduzierung von Ph und evtl. Keimen.

    Der Zapfen hat in einem Meerwasserbecken nichts zu suchen.

    Gruß

    Hajo

    N'Abend Schwarmfischfreunde,

    der Hintergrund meiner Fragen ist, dass ich, da mir diese munteren Kleinfische besonders gefallen, den aktuellen Schwarm deutlich vergrößern möchte, 25 - 30 Stück wäre mein Wunschgedanke. Aber das mache ich nur, wenn eine 'sinnvolle' Lebenserwartung, ich sage mal 5 Jahre, die Regel ist.

    Die zweite Frage zielt darauf hinaus, dass ich das Fressverhalten merkwürdig finde. Artemia-Nauplien werden ohne typische Schwarm-Gier gepickt, mein geschredderter TK-Fisch wird angenommen, Mysis hingegen ausgespuckt oder nicht beachtet.

    Mal abwarten, wer zu diesen Hübschlingen noch etwas beizutragen hat.

    Die wenige Berichte über diesen Maulbrüter sind eher niederschmetternd. Selbst habe ich leider keine Erfahrung mit Ostorhinchus/Apogon parvulus.

    Meine Informationen stammen aus Berichten aus den 2010er Jahren.

    Mehrheitlich aus den USA , wo damals bereits dieser Fisch die Fakultät der Nano-Reefer ansprach.

    Man rätselte auch dort über die schnelle und hohe Rate der Sterblichkeit, welche man dann letztendlich einer Unterfütterung und/oder schlechten Transportbedingungen zuschrieb.

    Bei verminderter Nahrungsaufnahme wurde von einer rapiden Abnahme der Körpersubstanz berichtet, welche letztendlich zum Tod der einzelnen Fische geführt hat.

    Werner, Ich bin sehr gespannt, wie es bei dir weitergeht.

    Dieser Fisch ist für mich noch ein unbekanntes Puzzleteil in der Familie der maulbrütenden Fraktion.

    Bei der Nahrungsfrage sind diese Fische bei dir ja bestens aufgehoben.

    Gruß

    Hajo

    Moin Hajo, ich hatte ja gestern schon geschrieben, dass ich dann eben meine Korallen anpassen werde. Das ich die Zitronen zu lammfrommen Trockenalgenfressern umerziehe schließe ich mal aus.

    Aus diesem Grund sind ja meine Trachyphyllia schon umgezogen. Eine ist noch drin aber die wird wohl auch auf kurz oder lang umziehen. Und falls sie dauerhaft im Becken meiner Tochter bleiben, sehe ich sie ja immer noch.

    Und ein Korallenbecken mit ohne Fische wollte ich auch nie, ich will auch die Fische bewundern und das eigentlich mehr als die Korallen.

    Ich schaue mir das jetzt mal ganz entspannt an und vielleicht kann ich ja irgendwann erahnen, welche Korallen gehen und welche eher nicht.

    Gute Entscheidung! :smiling_face:

    Gruss

    Hajo

    Na dann haben meine Zitronen das entweder im Meer oder beim Großhändler angeschaut. Bei mir gibt es keinen, der das vormacht.

    Egal, dann werden eben die Korallen angepasst. Immer die gleichen Korallen sind ja eh langweilig, hab meine schon seit August :grinning_squinting_face:

    Hallo Oliver!

    Es ist nicht immer sinnvoll das Verhältnis von Fisch zu Koralle & Co nur einseitig zu betrachten.

    Wer Kaiserfische im Riffbecken pflegen möchte, der sollte seine eigene Vorstellung von lebender Riffachitektur überdenken und es lieber den Fischen überlassen, was passt und was nicht.

    Es ist zu verstehen, dass mit der Begeisterung für einen speziellen Kaiser das Hirn aussetzt und eine Art Wunschdenken einsetzt, der Natur ein Schnippchen zu schlagen, was allerdings in den meisten Fällen nicht gelingt und deshalb beim Pfleger später auch grossen Frust auslösen wird.

    Das muss nicht sein.

    In früheren Beiträgen habe ich immer wieder darauf hingewiesen, die Korallen den Fischen anzupassen.

    Und nicht umgekehrt.

    Das funktioniert nämlich nicht.

    Grundsätzlich gilt, wer LPS im Becken hat, sollte den Kauf überdenken oder beginnen, die malträtierte Korallenart gegen eine andere Art zu tauschen.

    Um ein positives Gleichgewicht herzustellen musste ich einiges austauschen, was mir als Fischliebhaber nicht weiter schwer fiel.

    Natürlich musste auch die eine oder andere Koralle weichen, die vormals als Blickfang gedacht, jetzt den Weg zum Händler fand.

    So hatte sich mein ehemaliges Riffkonzept im Laufe der Zeit merklich in eine ganz andere Richtung verschoben.

    Was nicht unbedingt zu bedauern war, denn die ehemals mittelgroßen und von den Fischen noch geduldeten Korallen wuchsen zu einer stattlichen Größe heran.

    Es kann aber weiterhin sein, dass sich im Laufe eines Fischlebens die Nahrungsgewohnheiten verschieben.

    Das ist die nächste Hürde, die man erwarten kann.

    Ob die Akzeptanz dann noch gegeben ist, hängt von der eigenen Einstellung und vom positiven oder negativen Verlauf im Becken ab.

    Ehemalige Picker werden lammfromm und die lammfrommen werden plötzlich zu Stinkstiefeln.

    Da wir das vorher mehr erahnen als genau wissen können, ist diese Betrachtung erst einmal hinten anzustellen.

    Denn unter gewissen Umständne wird macher Fisch nicht alt.....

    Wer also speziell seinen Fokus auf LPS und Muscheln legt, der sollte auf Kaiser- und Falterfische besser verzichten.

    Den anderen sei gesagt, es gibt kein schöneres Erlebnis, als den Kaiserfischen bei ihrem Treiben inmitten einer (begrenzten) Korallenvielfalt zuzusehen.

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen!

    In den Gezeitentümpeln können nur Organismen überleben, die sich dort angepasst haben.

    Stressfaktoren sind Sonneneinstrahlung und eine sich verändernde Salinität.

    Trockenfallende Steinkorallen der oberen Wassersäule schützen sich durch ihren Schleim, der für eine gewisse Zeit einige Feuchtigkeit spendet.

    Die Tiere versuchen das Austrocknen zu verhindern, indem sie einen Schleim absondern, der gleichzeitig die Sonnenstrahlen reflektiert und die Verdunstung herabsetzt.

    Die Korallen sondern regelmässig während des Trockenfallens bei Ebbe grosse Mengen Schleim ab, und zwar in solchen Ausmaßen, dass Schleimflocken ein grosser Bestandteil des organischen Materials im Wasser über den Korallenriffen ausmachen.

    Diese Abgabe stellt eine wichtige Rolle in der Nährstoffversorgung im Riff dar.

    Es ist halt nicht immer so, wie es scheint.

    Man denkt eher beim Trockenfallen weniger an den daraus entstehenden Vorteil, als an einen Nachteil, der eigentlich gar keiner ist.

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen!

    1 bis 2 Grad C sind in unseren Becken noch vertretbar.

    Wenn man einmal nicht den Einfluss auf den Reproduktionszyklus der Fische heranzieht.

    Die Schwankungen geschehen ja nicht abrupt, also von gleich auf jetzt.

    Es ist auch keine Seltenheit, dass sich die Wassertemperatur

    in den Riffen entsprechend den unterschiedlichen Strömungen täglich ändert.

    Taucher werden diesen Effekt bestätigen.

    Solange grosse Temperatursprünge ausbleiben, können sich lang und mittelfristig die Korallen anpassen.

    Blickt man auf die Temperaturereignisse im Roten Meer, sind unsere Bedenken kaum der Rede wert. Dort wurde bei einigen Korallen eine spezielle Stressresistenz nachgewiesen.

    Man kann schon sagen, dass sie mit der Zeit eine gewisse Resilienz aufgebaut haben.

    Das erinnert an eine Art von „Selbstheilungsprozess“ von durch Hitzestress malträtierten Korallen im Great Barrier Reef, die nach der Gesundung deutlich stresstoleranter wurden.

    Aufpassen sollte man bei Schwankungen im oberen Temperaturbereich. Jenseits von 28 Grad ist jede weitere Erhöhung zu vermeiden.

    Oder, wie die Technik sagt: Nach fest kommt ab.....

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen,

    war gestern in zwei Geschäften, Tangfeilen ohne Ende, aber zu klein für eine Geschlechtsbestimmung. Kennt jemand eine Adresse, wo man ein Männchen in Auftrag geben kann? Die Fische gibt es ja auch aus Nachzucht. Im Internet habe ich nichts gefunden.

    Ich würde beim Großhandel nachfragen

    Bei de Jong findest du z. B. Acreichtys radiatus in allen Größen vor.

    Die Mitarbeiter sind freundlich und wissen sicherlich auch etwas über die Geschlechter zu sagen.

    Die Nachfrage beim Einzelhandel und ein Treffer ist mehr als unsicher.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Tina,

    wenn ich bedenke dass die Magneten meiner beiden Tunzesteine sukzessive an Kraft verlieren, die Steine langsam in Richtung Boden rutschen, sind Nägel mit Köpfen angesagt.

    Ich würde den 15er aus dem Stein "operieren" und ihn gegen einen stärkeren Magneten ersetzen.

    Es sind bestimmt starke Magneten erhältlich, die relativ preiswert sind und eingegossen werden können.

    Alles andere sind uneffektive Klimmzüge, die mehr Verdruss als Vorteile bringen.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Chris,

    Auf jeden Fall freue ich mich durch die ganze Diskussion auf den Test mit der Fütterung, man lernt ja nie aus.

    Nicht immer wird das Wachstum so deutlich beschrieben, wie unten:

    "When feeding them make sure the food land on each of their polyps as each polyp has its own mouth and will eat its own food and grow independently.

    If you feed some polyps and ignore others, you will notice the ones that are being fed become fattier and split faster and reproduce, while others will become skinny."

    Dieses Erscheinungsbild wird sich später sicherlich auch mit deinen Beobachtungen decken.

    Gruß

    Hajo

    Sorry, aber das ist einfach nicht meine Erfahrung. "Mindestes zweimal pro Woche gefüttert werden müssen", sehe ich nicht. Vielleicht in extrem klinischen, nährstoffarmen Becken...

    Ich werde das aber mal zum Anlass nehmen, einen Test zu machen. Ich habe eine fragmentierte Caulastrea auf einem Rack stehen, also mehrere Einzelköpfe. Einen teil werde ich aktiv füttern, die anderen nicht und dann mal abwarten, wie sie sich entwickeln.

    Hallo Chris!

    Dass wir in unterschiedlichen Aquarien unterschiedliche Umgebungsparameter für diese Koralle vorfinden, hattest du bereits weiter oben angesprochen.

    Davon ist auch auszugehen.

    Wer optimale Voraussetzungen für das Wachstum von Caulastrea schaffen kann, wird kaum Beeinträchtigungen bemerken.

    Es sei denn, Brown Jelly und/oder bakterielle Infektionen verhindern die Entwicklung der Koralle.

    Wenn diese Symptome auftreten, sollte man in einer anderen Ecke suchen.

    Berichte über Schäden durch Schwächephasen gibt es zuhauf.

    In dieses Kapitel fallen auch die Folgen einer instabilen Wasserchemie, eine allzu frühe oder zu schnelle Adaption der Koralle an ihre neue Umgebung, oder die toxischen Folgen einer sich zersetzender Materie, wie z.B. Cyanos etc. infolge einer längst nicht ausgereiften Biologie.

    Eine unangemessene Lichtstärke führt ebenfalls zu eine rapiden Verschlechterung.

    Letzteres kann in unserem Fall ebenfalls mitverantwortlich für den Fortschritt der Degeneration sein.

    Caulastrea zieht ihren Nahrungsbedarf direkt aus der Wassersäule, gelöstes organisches Material, wie auch feste Bestandteile.

    Ernährung hat eine zentrale Bedeutung.

    Im Aquarium sind die Bedingungen ungleich der Natur.

    Neben den chemischen Unterschieden ist das Futterangebot im Fokus.

    Und die pflegerischen Ambitionen....

    Futter muss an die Koralle herangetragen werden.

    In den meisten Fällen sorgt eine mehr oder weniger ausgeklügelte Wasserbewegung für den Transport zum Polypen.

    Was aber, wenn nicht?

    Bei fortschreitender Degeneration würde ich erst einmal diese Dinge überprüfen.

    Ist das für einen Anfänger bereits Allgemeingut? Wird das immer so vollzogen?

    Oder wird dieser wichtige Punkt in mancher Analyse übersehen?

    Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann ich mich anderen Dingen zuwenden.

    Die Caulastrea wird als guter Fresser beschrieben.

    Ich kann gerne auf Wunsch mindestens ein Dutzend Berichte verlinken, die das bestätigen.

    Immer wieder taucht in den Aussagen eine wünschenswerte Ergänzung mit Zusatzfutter auf.

    Der Grund mag in der Verarmung/Diskrepanz des Nährstoffangebotes in der Wassersäule liegen.

    Wo imer auch die Ursache des Missverhältnisses liegen mag, eine Verarmung essentieller Nährstoffe führt immer zu Schäden an der Koralle.

    Deswegen auch der Hinweis auf eine zusätzliche Ernährung.

    Rein prophylaktischer Natur.

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen,

    wir müssen aufpassen, dass wir nicht aneinander vorbeireden.

    Natürlich gibt es stark wachsende Caulastrea, wobei die einzelnen Arten auch unterschiedlich sensibel reagieren können.

    Diese Korallen finden wir meist in optimal nährstoffversorgten Becken, wobei die Ursache des guten Wachstums mit der Kontinuität der individuellen Versorgung und einer moderaten Beleuchtung einhergeht. Was die Beleuchtung anbelangt, leidet die Koralle bei der notwendigen Adaption allzu häufig unter einer zu starken Lichtintensität.

    Wenn man diese Dinge beachtet, ist diese Koralle eher als einfach zu pflegen einzustufen.

    Ich glaube, da brauchen wir uns nicht zu streiten.

    Da wir aber nicht immer wissen, unter welchen Bedingungen die Koralle erworben wurde und welche Umstände sie im heimischen Aquarium vorgefunden hat, ist neben der chemischen Analyse auch der optische Eindruck massgebend.

    Degeneriert eine Koralle, ist eine zusätzliche Fütterung sinnvoll.

    Zu welcher Tageszeit und wie oft muss auch kein Streitpunkt sein.

    Eine hungernde Koralle wird erst einmal auf Futter reagieren.

    Wenn die Situation es zulässt, sehen wir in der Mitte jedes Polypen kleine Fresstentakeln.

    Ob das gereichte Futter nun komplett aufgenommen wird, kommt auf die Grösse der Mahlzeit und auf die Stärke des ausgelösten Futterreizes an.

    Diejenigen, welche keine Probleme mit dieser Koralle haben, werden sicher eine Antwort und eine stabile Wasserchemie haben.

    Andere suchen weiter nach Erklärungen.

    Das Thema rund um die Fütterung dieser Koralle ist nicht an den Haaren herbeigezogen.

    Eigene Erfahrung und die Berichte aus meinem erweiterten Umfeld plus einiger interessanter Artikel zu diesem Thema unterstreichen auch für diese Koralle die Notwendigkeit einer optimalen Ernährung.

    Ich möchte sogar so weit gehen, dass diese Koralle nichts in einem instabilen Becken zu suchen hat.

    Hier die wesentlichen Auszüge zum Thema Ernährung und Fütterung:

    "Neben der Tatsache, dass die Nuclear Trumpet Caulastrea ihre primary Nahrung aus dem symbiotischen Zooxanthella, das in ihren Geweben lebt, erhält, wird der Zusatz von Zusatznahrung wie Mysis und Solegarnelen empfohlen."

    "Trompetenkorallen (Caulastrea) haben einen großen Appetit, so dass sie mindestens zweimal pro Woche gefüttert werden müssen und mit regelmäßigen Fütterungen ziemlich gut wachsen"

    Gruß

    Hajo

    Nuclear Trumpet Caulastrea - Trumpet Coral - Caulastrea sp | Tank Facts
    In general, species from Caulastrea have branches that sprungs out from a central base, where each branch ends in a large head. Overall, their structure…
    www.tankfacts.com
    Agricultured
    www.aquariumcreationsonline.net

    Wenn wir davon ausgehen, dass hungernde Korallen besonders anfällig sind, dann wird ein Schuh daraus.

    Ist der Verfall zu weit fortgeschritten, wird es auch mit der Regeneration schwierig.

    Wird der Nährstoffbedarf durch äussere Einflüsse gestört, beziehen die Zooxanthellen keine Nahrung mehr, und die Koralle wird ohne zusätzliche Fütterung degenerieren.

    Bei gestörter Symbiose findet kein Nährstoffaustausch statt.

    Über eine zusätzliche Fütterung kann versucht werden die Koralle zu stabilisieren.

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen,

    ein Kardinalfehler ist es, diese Koralle nicht zu füttern.

    In einem fischlastigen Becken zeigt sich dieses Problem kaum bis gar nicht.

    Ein "frisches" oder instabiles Becken ist für diese Koralle weniger geeignet.

    Caulastrea nimmt auch tagsüber Nahrung auf.

    Ich lege manchmal ein winziges Granulatstückchen auf die Mundscheibe.

    Es dauert nicht lange und es wird verdrückt.

    Kril oder ähnliches Frostfutter wird auch gern genommen.

    1 Portion ist meist genug.

    Reicht man mehr, kann es prompt zu Verweigerungen kommen.

    Gruß

    Hajo

    Hi Jörg,

    nachdem Bild von Fabian, werde ich mal wieder meine Borstenwurmfalle am Wochenende aktivieren und hoffe, das es nicht so schlimm wird, wie der Link/Bericht von Hajo. Ein paar wenige sind ja okay, aber mehr auch nicht.

    Viele Grüße

    Klaus

    Hallo Klaus,

    dann wünsch ich dir Waidmann's Heil ! :grinning_squinting_face:

    Die grossen Kameraden sind gar nicht so selten.

    Man sieht sie nur selten.

    Auch meiner war reiner Zufall.

    Gruß

    Hajo


    Hallo Leoni,

    eine genaue Auflistung für Deutschland ist mir für Meerwasserfische nicht bekannt.

    Wenn ich die im Link angegebenen Zahlen vergleiche, ist neben USA und UK Germany der drittgrösste Importeur?

    Das sind natürlich in der Summe die Gesamtanzahl aller eingeführter Fische.

    Es sagt explizit leider nichts über den Handel mit Meerwasserfischen aus.

    das Jahr 2012 hat in der Statistik auch keine besonderen Auffälligkeiten.

    Hast du den link auf das Bundesamt parat?

    Gruß

    Hajo


    https://www.bassleer.com/ornamentalfishexporters/wp-content/uploads/sites/3/2016/12/GLOBAL-TRADE-IN-ORNAMENTAL-FISH.pdf

    Hallo Stefan,

    grundsätzlich hast du recht.

    Aber nicht alles, was wenig erforscht ist, ist unbedenklich.


    Effects of ethoxyquin on metabolism and composition of active marine microbial communities
    Salmon culture has the potential to generate environmental impacts due to the release of organic matter and chemical products into the water column. E…
    www.sciencedirect.com

    https://www.researchgate.net/publication/327147202_Ethoxyquin_a_feed_additive_poses_a_risk_for_aquatic_life

    Safety and efficacy of a feed additive consisting of ethoxyquin (6‐ethoxy‐1,2‐dihydro‐2,2,4‐trimethylquinoline) for all animal species (FEFANA asbl)
    Ethoxyquin is synthetised from p‐phenetidine, a possible mutagen, which remains in the additive as an impurity at concentrations of < 2.5 mg/kg additive.…
    www.ncbi.nlm.nih.gov

    Gruß

    Hajo

    "Das Vorhandensein von p-Phenetidin, einer Verunreinigung , die nach dem Herstellungsprozess in dem Zusatzstoff verbleibt und ein mögliches Mutagen darstellt (d. h. im Genmaterial von Tieren und Menschen wahrscheinlich zu Mutationen führt), bedeutet, dass die Experten des Gremiums für Zusatzstoffe, Erzeugnisse und Stoffe in der Tierernährung Risiken für Tiere mit langer Lebenserwartung und Zuchttiere nicht ausschließen konnten. Dagegen gilt der Zusatzstoff für Tiere, die für die Fleischerzeugung gehalten werden, wie Hühner, Schweine, Rinder, Kaninchen und Fische, als sicher."

    Auf den Punkt gebracht, heisst das: Je kürzer die Lebenserwartung der (Schlacht)Tiere, desto unbedeutender.

    Je länger die Lebensphase, also je länger die Kontamination, desto risikobehafteter.

    "Ein Risiko einer Kontamination über die aquatische Nahrungskette sowie ein Risiko für Meeressediment-Organismen, die Ethoxyquin ausgesetzt sind, wenn sie in Meereskäfigen verwendet werden, können nicht ausgeschlossen werden."

    Das sagt doch schon alles, oder?

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen!

    Nahrungsangebot und Wassertemperatur gehören zu den am stärksten einflussnehmenden Faktoren

    von asymptotischem Wachstum der Arten.

    Ungünstige Veränderungen der verschiedenen Wasserparameter können Fische je nach Art und Lebensstadium noch längere Zeit kompensieren.

    Kompensation kostet jedoch Energie!! und kann sogar soweit führen, dass sie ihr Wachstum einstellen.

    Den absoluten Raumfaktor als Wachstumslimitierung gibt es nicht.

    Es gab Experimente, bei denen Fische in winzigen Becken gehalten wurden, die aber stets mit frischem Wasser durchströmt wurden, und sie wuchsen, bis sie praktisch ihre Behälter ausfüllten.

    Wenn gesagt wird Fische passen sich der Beckengrösse an, stimmt das zwar leider, basiert aber darauf, dass die Tiere sich nicht unter optimalen Bedingungen entwickeln können.

    Was immer auch die Ursachen sind....

    Gruß

    Hajo