Quallen leben bereits seit 500 Millionen Jahren, und das, obwohl sie kein Gehirn haben.
Eine gute Nachricht für viele Menschen. ![]()
Gruß
Hajo
Quallen leben bereits seit 500 Millionen Jahren, und das, obwohl sie kein Gehirn haben.
Eine gute Nachricht für viele Menschen. ![]()
Gruß
Hajo
Naja.... ich denke, die gehören beim Start mit toten Material einfach dazu. Die Beläge habe ich auch gehabt und viele andere ebenso. Ein paar mal angesaugt und ordentlich Korallen und Co in das Becken eingebracht und dann waren die Beläge Geschichte.
Das ist aber "gemein". Du siehst es als Wissenschaftler und Hajo als Praktiker.
LG
Daniel
Wobei der erwähnte Praktiker auch nicht immer an einer chemisch-wissenschaftlichen Bildung vorbei kommt. ![]()
Gruß
Hajo
"Ich kann niemanden etwas lehren, ich kann euch nur zum Denken bringen."
Diese Worte von Sokrates beziehen sich auch auf unser Hobby.
Diese Wunschliste zeigt mir einige Unkenntnis in Sachen Verträglichkeit von Arten.
Was soll man damit anfangen?
Wie bereits erwähnt, lässt sich nicht alles unterbringen.
Stressfrei schon gar nicht.
Konzentriere dich bitte auf den Kern deiner Wünsche und stell den gewählten Besatz noch einmal vor.
Das erleichtert die Kommunikation und führt zu einem konstruktiveren Austausch,
als einzelne Kommentare zu den vielen, unterschiedlichen Puzzle-Teilchen.
Ich meine das im positiven Sinne.
Gruß
Hajo
Hallo Chris,
das sei dem Verkäufer verziehen, denn die genaue Artbestimmung dürfte (zumal mit rein optischen Mitteln) sehr schwierig sein.
Gruß
Wolfgang
Das sehe ich auch so.
Auf den Stocklisten tummeln sich zwischen den genauen wissenschaftlichen Bezeichnungen der Arten auch eine grosse Anzahl von diffusen Bezeichnungen von sog. Unterarten.
Mangel an Kenntnis führt hier zu Vereinfachungen in Subspezies/Unterarten.
Auch hilft man sich mit unterschiedlichen Farbmorphen, wie z. B. Goniopora, RED, oder auch mit Fantasienamen, wie XYZ "Hellfire" oder noch banaler XYZ sp/ssp., was nur vage zur Klärung der biologischen Systematik und den individuellen Pflegeparametern einer bestimmten Spezies beitragen wird.
Das führt bei einigen zur Ratlosigkeit.
Den anderen ist es egal.
Gruß
Hajo
Meine Rede.
Da hast du natürlich recht. Mein oben gezeigtes Exemplar wurde als "Sansibia sp." angeboten.
Schönen Sonntag!
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Sansibia spec.
Meist wird die Art unter Xenia oder Anthelia angeboten.
Im MWL bin ich fündig geworden.
Auch hier:
"McFadden et al. (2014) also showed that Anthelia, Cespitularia Milne Edwards & Haime, 1850, and Efflatounaria Gohar, 1939 were genetically distant from all other xeniid genera, whereas Ovabunda, Heteroxenia, Sansibia Alderslade, 2000, and Sarcothelia Verrill, 1928 were paraphyletic with Xenia (COI, mtMutS, ND2, 28S rDNA). On the other hand, few molecular phylogenetic analyses have been performed in xeniids at the species level."
Gruß
Hajo
Es sind mindestens ein Dutzend Arten der Anthelia bekannt.
Es kommen mit der Zeit noch weitere dazu.
Aus diesem Grund kann man das Wachstum nicht nur an einer Art für alle festmachen.
Die Verfügbarkeit der Art(en) im Handel erweist sich als der limitierende Faktor.
Um mit Loriot zu antworten:
"Früher gab es mehr Lametta."
Ziehe ich meine Erkenntnisse ausschließlich aus einer Art, fehlen mir die Vergleiche mit ihren Brüdern und Schwestern.
Auch sind Verwechslungen möglich.
Denn Xenia, Anthelia und Cespitularia sind sich ähnlich.
Aber sicherlich kein Stolperstein für Kenner in dieser Runde. ![]()
Gruß
Hajo
Pinnitomie ist eine asexuelle Vermehrungsstrategie ähnlich wie budding.
Es lösen sich Polypen oder Polypenteile, auch winzige Stückchen.
Sie können sich überall im Becken ansiedeln.
So brav, wie Rüdiger es beschrieben hat, hat sich nach meinen Beobachtungen Anthelia nicht verhalten.
Möglicherweise werden bestimmte Reize ausgelöst, welche die asexuelle Vermehrung triggern.
Anthelia hat bei mir fast die komplette Rückwand überzogen.
Einzelne, abgelöste Polypen wucherten auch zwischen den Acroporen.
Gruß
Hajo
Hallo Hajo,
bin mit Phosphat nach ICP und eigener Messung immer bei 0,01mg/L.
Muß also eigentlich Phosphat dosieren.
Oder hast du da eine andere Idee für mich?
Lg Erwin
Wie sich in einem geschlossenen System die "Verbraucher" das Phophat angemessen aufteilen, bleibt eine spannende Frage.
Es wird sicherlich unterschiedlich und auch in unterschiedlicher Quantität aufgenommen und verbraucht.
Ich würde sagen, je beständiger die Phosphorquelle desto erfolgreicher sind evtl. die Bakterienschleime.
Ähnlich Kohlenstoffquellen.
Ist nur eine Vermutung.
Gruß
Hajo
Phosphor ist ein essentieller Nährstoff in Biofilmen.
Alle Lebewesen, einschließlich Bakterien nutzen Phosphat als Energiequelle.
Die Zugabe muss schon ausgewogen sei, sonst binden sich die Bakterien ihr Lätzchen um....
Gruß
Hajo
Hallo Hajo,
das widerspricht sich aber. Die Heizstäbe aus Titan sind in der Regel eben nicht regel- bzw. einstellbar.
Dafür müsste man wiederum Glasheizstäbe nehmen.
LG
Daniel
Wo widerspricht sich was ?
Hatte ich nicht geschrieben, dass es auch ANDERS geht?
Eben NICHT mit einem Titan - Heizer, sondern mit einem stinknormalen, über den Controller regelbaren Glasheizer, wobei dieser Regelheizer in seiner Einstellung (1-2Grad höher) den Schaltfehler des Controllers absichert.
You know what I mean? ![]()
Gruß
Hajo
Hallo zusammen!
Controller plus Titan sollte eigentlich Standard sein. Unter anderem wegen der Bruchsicherheit des Heizers.
(Relative) Sicherheit geht auch anders:
Man nehme einen guten Regelheizer und stelle ihn um 1-2 Grad höher ein, als der Controller abschalten wird.
Vorrangig übernimmt der Controller die Steuerung.
Fällt er aus und wird die Schaltsteckdose nicht abgeschaltet (was auch mal vorkommen kann), wird der Regelheizer das Abschalten übernehmen.
Gruß
Hajo
Ich habe einmal in meiner alten Fotokiste gekramt.
Die Fische in der Wirtsanemone sind schwer zu erkennen.
Kann leider nur mit A. sandaracinos aufwarten.
Ist aber dem Peridereion sehr ähnlich, im Aussehen, wie im Verhalten.
Wegen der 1m Tiefe des Aquariums waren die Objekte im hinteren Teil wenig aufregend, die grösseren "Objekte" waren interressanter. ![]()
Gruß
Hajo
Das stimmt, aber leider nicht sehr nanotauglich.
Den großen Magneten bringe ich kaum unter.
Vielleicht bringt das Christkind ein größeres Becken? ![]()
Gruß
hajo
Über die 3155 kann ich nicht murren.
Sehr genau und sehr verlässlich.
Gruß
Hajo
Hallo Chris,
die Variante mit der Folie zwischen 2 dünnen verklebten Scheiben hat sich genauso gut bewährt wie schwarzes Glas.
Schau mal im Netz bei "Glas Leo". Der hat schwarzes Glas. Wenn ich mich nicht irre....
Gruß
Hajo
Hallo Chris,
unter kompakten Innenfiltern verstehe ich eine mehr oder weniger stabile Box mit selten ausreichend grossen Filterkammern. Es ist quasi immer eine genormten Einheit, die keinerlei Spielraum für technische Veränderungen oder Ergänzungen zulässt. Man möchte eines Tages doch nicht an den Massen einer bestimmten Filterkammer scheitern, weil dort ein paar Zentimeter fehlen um die neue Technik unterzubringen.
Ich bin ein grosser Befürworter von eingeklebten Filterkammern.
Hier ist man frei von allen Zwängen und ausserdem leichter zu warten, als diese fummelig Kästchen.
Eine schwarze Folie oder Scheibe kann dazu beitragen, dass das Filterabteil unsichtbar wird.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen!9
Der Einfluss von thermischen Elementen auf die Fischwelt der Meere ist belegt.
Die Gedanken kreisen um die Geschlechtsreife, Reproduktionsraten, Ei- Größen und Mengen, Wuchs und Anzahl der Larven.
Dahinter steckt in erster Linie die Sorge um die Abwanderungen der Fische von ihren angestammten Laichplätzen und die dadurch entstehenden, folgenschweren Milieuveränderungen in den Riffen.
Höhere Temperaturen mindern den Sauerstoffgehalt und nehmen daher einen direkten Einfluss auf das Laichverhalten und die Fortpflanzung.
Es zeigen die Berichte über nachfolgende Fischgenerationen einen Trend zur frühzeitigen Geschlechtsreife
und einer geringeren Körperlänge.
Wenn Ewald von kürzeren Intervallen während der Aquarienpflege berichtet, ist das möglicherweise das Ergebnis der von natürlichen Verhältnissen abweichenden Umgebungseinflüssen.
Angefangen mit Temperaturunterschieden vor und während des Laichprozesses und den Folgen.
Die Temperatur ist eine signifikante Einflussgrösse.
Gruß
Hajo
Wenn wir davon ausgehen, dass die Wassertemperatur einen Einfluss auf die Reproduktionsrate und die Ei- und Larvengrösse hat, dann würde ich mich nicht an einigen Tagen Unterschied festbeissen.
Beobachtungen in der Natur können unter aquaristischen Bedingungen entweder bestätigt oder widerlegt werden. Je nach den jeweiligen Umgebungsfaktoren.
Gruss
Hajo
mir fehlen da einfach die Informationen - nur der Satz ist halt nicht aussagefähig für mich......
VG
Klaus
Bei wechselwarmen Tieren, wie den Fischen, kann der Brutprozess unterschiedlich zur Umgebungstemperatuer verlaufen.
Er hat auch einen signifikanten Einfluss auf die Eigrössen.
Gruß
Hajo
da steht aber 15-16 Tage - bei Ewald wären es ja dann nur 10-11 Tage
Viele Grüße
Klaus
Temperaturunterschiede?
Gruß
Hajo
Hi Ewald,
woher hast du die Information, das es solange dauert?
VG
Klaus
guckst du ins MWL !
Gruß
Hajo
Hallo Werner,
Das Verhalten während des Transports ist eine Sache.
Die Reaktionen im Aquarium sind andere.
Umgebungseinflüsse bestimmen das Verhalten von Fischen.
In der Natur, wie auch im Aquarium.
Sowohl unruhige Mitinsassen, als auch ein Mangel an Versteckplätzen erzeugt Stress bei den Arten.
Wenn die vorhandenen Plätze im Miniriff besetzt sind, und sich kein halbwegs sicherer Ort mehr anbietet, dann sind diese "Notunterkünfte" nicht selten die Startrampe für den Sprung nach draußen.
Helles Licht wird während der Akklimatisierungsphase oft gemieden.
Diffuses Licht dagegen angenommen.
Diese Allgemeinplätze wollte ich nur noch einmal loswerden.
Es gibt noch eine weitere Sache, die angesprochen werden sollte.
Es gibt immer wieder Klagen über schreckhafte Fische in den Aquarien.
Hier sind vorrangig Raumteiler beteiligt, weniger jene Becken, die eine zugestellte Rückwand haben.
Letztere bieten weitaus mehr Schutz und Sicherheit, als ein allseitig einsehbares Becken.
Hier hilft nur die perfekte Konstruktion eines Mittelriffs unter der Einhaltung einer entsprechend grosser Tiefe, bzw. ausreichender Entfernung zu den Seitenscheiben.
Die meisten Standardgrössen von Aquarien sind für den Aufbau eines fischgerechten Mittelriffs wenig geeignet.
Ich weise extra darauf hin, da zukünftig und mit zunehmendem Wachstum im besonderen, die gewohnten Rückzugsorte rar werden und der Fisch sich neue erstreiten oder sich hinten anstellen muss.
Das erzeugt Stress, zumindestens ein permanentes Unwohlsein im Falle nach plötzlichen Fluchten.
Helles Licht im Zimmer macht den Fischen weniger Stress, als ein unscharfes Blickfeld oder auch ein streuendes, Schatten werfendes Leselicht.
Bewegungen in einem dämmrigen Raum kann der Fisch schlechter zuordnen und reagiert deshalb ängstlich.
Jede Art hat ihre eigene Fluchtdistanz.
Wird diese unterschritten, bleibt nur noch das Entkommen.
Es ist völlig normal, wenn das Schattenbild vor dem Becken den Fisch zur Flucht bewegt.
Wenn dabei noch die Fluchtdistanz unterschritten wird, steigert sich die Hektik.
Wobei sich dann wieder einige Arten schneller beruhigen, als andere.
Schwarmfische sind besonders sensibel, da oft beim Schwarm ein angeborenes, schwarmtypisches Fluchtverhalten mit der Enge des Aquariums kollidiert. Meist sprengt die Panik den Pulk und versetzt die verstreuten Gruppenmitglieder in Angst und Stress.
Wiederholt sich das mehrfach, kann aus einer ehemaligen Schwarmformation ein bleibender, zerstreuter Haufen werden.
Gruß
Hajo
Das ist mir zu simpel, denn das ist, bzw. diese Vorgehensweisen, sind bekannt und für jeden Fisch alltäglich.
Hier geht es aber speziell um eine Fischart, die nicht nur auch nach Eingewöhnung schreckhaft bleibt, sondern zudem außergewöhnlich transportsensibel ist.
Hallo Werner,
wie kommst du darauf, dass diese Art im Aquarium besonders schreckhaft sein soll?
Transportsensibel würde ich ja noch verstehen. Darüber kann man Kommentare finden.
Mir ist kein Bericht über eine permanente Schreckhaftigkeit von Ostorhinchus parvulus bekannt.
Absolute Dunkelheit hilft jedem Fisch beim Transport zu entspannen.
Denn:
Dunkelheit reduziert den Stress, der durch ständig wechselnde Lichtverhältnisse auftreten würde,
und was zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch!!! führt.
Ein Sauerstoffdefizit wird nicht unbedingt zur Beruhigung eines Fisches beitragen.
Schatten bedeuten in der Fischwelt üblicherweise GEFAHR.
Ein Hineinfunzeln in ein abgedunkeltes Becken birgt immer ein Risiko.
Gruß
Hajo
Möglich, dass mein Gedanke zur hohen Ausfallrate beim Transport etwas kurios ist: Mir stellt sich die Frage, ob der unruhige Transport in völliger Dunkelheit zu Panik im Beutel führt, die den Fisch dahinrafft?
Möglicherweise würden die Transporte bei etwas gedämpftem Licht besser verlaufen?
Dunkelheit wirkt eher beruhigend auf den Fisch.
Plötzliche Helligkeitsblitze dagegen erzeugen starken psychischen Stress.
Um den Stress von besonders schreckhaften Fischen zu reduzieren, werden dem Transportwasser (Export) manchmal Beruhigungsmittel zugegeben.
Das entfällt natürlich ab der Eingewöhnung beim Grosshandel, sodass die angeborenen Reaktionen wieder schnell zum Vorschein kommen.
Besonders schreckhafte Fische sind langsam und vorsichtig an ihr neues Zuhause zu gewöhnen.
Thema: Fluchtdistanzen.
In damaliger Unkenntnis hatten auch bei mir einige Arten so ihre Schwierigkeiten....
Gruß
Hajo
Ich habe vor ca 15 Jahren 2 Exemplare im Zoohandel gesehen und habe den Händler auch danach gefragt und der meinte es würde zumindest nicht vollständig ausheilen
Das ist richtig.
Man kann mit optimaler Ernährung und Vitaminen dem atrophischen Zustand des Gewebes entgegenwirken. Aber in diesem Zustand wird es schwierig werden.
Gruß
Hajo
Das ist halt die Frage. Ich glaube jetzt nicht, dass in meinem Becken so wenig zu finden ist, dass keine Schnecke mehr was findet. Daher will ich die Einsiedler als Ursache nicht ganz abschreiben.
Ich habe ein kleines Refugium im Unterschrank und nochmal eins außerhalb, als separates Becken. Ich werde es einfach mal testen, alle Einsiedler raus, ein paar wenige Schnecken ins Becken und schauen was passiert.
sicherlich gibt es auch andere Überraschungen.
Probieren geht über Studieren.
Obwohl es Reduzierungen durch Einsiedler, Lippfische, Würmer geben kann, ist mir die Variante mit dem Nahrungsdefizit näher.
Es gibt eine Menge Becken mit hoher Mortalitätsrate an Schnecken, auch ohne Einsiedler & Co.
Es ist nicht gesagt, dass die Quantität an Algen ein Garant für die Qualität ist.
Fehlen darin ( mir noch unbekannte) Nährstoffe wird dieses Manko auch die Lebensdauer verkürzen und einen Einfluss auf die Vermehrungsrate haben.
Einen schönen 1. Advent
wünscht
Hajo
Ich habe keine Einsiedler mehr und mehr als 100 Schnecken im Becken.
Viele Grüße,
Rüdiger
Hundert Schnecken sind kein Kunststück. Jedenfalls nicht bei allen Arten.
Wenn ich an Cerithium denke, fallen mir die Karnickel ein.
Da bist du nicht allein. Davon kann ich ein Lied singen.
Auch in den meisten Berichten wird von einer abnehmenden Tendenz bei den im Aquarium gehaltenen Arten gesprochen. Dort wurde auch auf Predatoren und Krankheiten und Wasserchemie abgeklopft.
Fehlen diese Hinweise, bleibt eigentlich nur das mangelhafte Nahrungsangebot übrig.
Das sukzessive Verschwinden der Schnecken ist auch kein neues Thema.
Es beschäftigt die Community schon seit Jahrzehnten.
Man macht es sich einfach und besorgt sich den kaum versiegenden Nachschub beim nächsten
Händler, anstatt der Sache auf den Grund zu gehen.
Schwund, der zur Regelmäßigkeit führt, sollte misstrauisch machen.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen!
Da wären wir beim Thema Quantität und Qualität von aufgenommener Nahrung
In der Wassersäule tummeln sich in den unterschiedlichen Zonen diverse Schneckenarten.
Jede erfüllt dort ihre Aufgabe.
Somit sind in den unterschiedlichen Arealen unterschiedliche Nahrungsangebote vorhanden.
Wenn die Evolution es gewollt hätte, dann gäbe es eine Art von Einheitsschnecke/Universalschnecke.
Hat sie aber nicht.
Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Nahrung dürfen wir im Aquarium erwarten.
Die Aufnahme und die Verwertbarkeit der Nahrung sind zweierlei Dinge!
Sollte die Schnecke die ihr angestammte Ernährung nicht umstellen können, ist das Siechtum nicht weit.
Gruß
Hajo
Das dürfte eine Überlagerung von zwei Effekten sein: zum einen ein Schwund durch Predation und dazu noch ein mehr oder weniger ausgeprägter Mangel an Futter. Je schöner das Becken desto weniger haben Schnecken zu lachen und zu fressen.
Das sehe ich auch so.
Es gibt einen Zusammenhang zwischen Appetit und Hunger.
Versagt der Appetit, steht bei den Schnecken der Hunger ins Haus.
Das kann zur Einstellung der Nahrungsaufnahme führen.
Obwohl sicher noch weitere Gründe für das Massensterben zu finden sind,
halte ich die Konkurrenz um Nahrung für eine der Hauptursachen.
Je größer die Anzahl der Schnecken im Aquarium, desto höher kann später die
Mortalitätsrate anwachsen.
Anfangs ist noch relativ viel Nahrung vorhanden, was aber nichts über deren Nährwert aussagt.
Mit dem Vermehrungsturbo kommt die Konkurrenz um die Futterpfründe, welche in einem Riffaquarium, entsprechend der rasanten Vermehrungsraten, drastisch versiegen.
Es wird sich ein umgekehrt proportional Verhältnis einstellen.
Je mehr Schnecken es werden, desto spärlicher wird das Nahrungsangebot.
Den Schwund an Schnecken konnte ich in meinen Becken am Rückgang der Nahrung festmachen.
Schnecken, die sich zuerst vorrangig auf dem Gestein aufhielten, wanderten später auf die sich schneller veralgenden Scheiben ab.
Insbesondere wurde die obere Luft/Wasserzone aufgesucht, da sich dort Ablagerungen befanden,
die sichtbar zur Ernährung beitrugen.
Irgendwann war auch dort Schluss und es blieben nur noch leere Gehäuse zurück.
Zu erwähnen wäre noch die Tatsache, dass ich alle vorhandenen Schneckenarten niemals gefüttert habe.
Also fehlt mir der Gegenbeweis mit zusätzlicher Verkostung.
Da sich aber das Vermehrungspotential am jeweiligen Nahrunsangebot festmachen liess, liegt der Verdacht
nahe, dass eine ungenügende Verfügbarkeit die Mortalität befördert.
Das beinhaltet auch fehlende Nahrungsquellen, wie artbezogene, spezielle Nahrung.
Letztere ist sicher nicht immer in ausreichender Menge in unseren Aquarien verfügbar
Wenn überhaupt.
Gruß
Hajo
Schaut mal hier
https://www.riffaquaristikforum.de/threads/270366-flossenfaeule
Solche Tiere waren mal eine Zeitlang häufiger im Handel .
Das hat aber keinen direkten Bezug zu heute.
Das war aus dem Jahre 2012.
Aktuell lässt sich leider nicht nachweisen, ob hier die Symptome vor oder nach dem Kauf entstanden sind. Ich würde es als schweren Pflegefehler einstufen und als pure Unverschämtheit das halbverhungerte Elend als quasi futterfest anzubieten.
Dem von ihm gewünschten Angebot kann ich gerne nachkommen: Baseballschläger!
Gruß
Hajo
Hallo zusammen!
Der heutige Anfänger unterscheidet sich nicht gross vom Laien von gestern.
Gewöhnlich ist die Antriebsfeder die Neugier, die Begeisterung für ein noch fremdes Hobby.
Die sogenannten „Systeme“ sind nur solange erfolgreich, wie der Anwender sie auch versteht.
Sich ausschliesslich an ein noch so effizientes System zu binden führt, wenn es nicht gänzlich verstanden wird, auf geradem Weg in ein späteres Desaster.
Wider einigen Unkenrufen gab es schon Anfang der 1970er Jahre vorzeigbare Aquarien.
Auch manchen Pfleger, der mit der Nomenklatur haderte und mit unkorrekter Bezeichnung Verwirrung stiftete.
Aber gemessen wird man nicht daran, wie man Namen ausspricht.
Es reicht, welcher Art welche Bedürfnisse zugeschrieben werden.
Wenn man sich der Meerwasseraquaristik verschrieben hat, in die Höhen und Tiefen eintaucht, bekommt man ein Gespür für die Zusammenhänge auch abseits aller „Systeme“.
Das „Berliner System“ als "System" wurde weltweit bekannt, und noch immer für Vergleiche herangezogen. Es wurde bereits erwähnt.
Die Besitzer solcher Becken durchliefen damals ähnliche Lernphasen, wie die heutigen "Systemer".
Der Rest tat sich schwer, teils aus Ignoranz oder Überforderung.
So wie heute.
Natürlich gibt es zwischen damals und heute einen Unterschied, nicht so sehr im Verständnis der Wasseranalysen, sondern in deren Vielzahl und Anwendung.
Wer die sogenannten Highend-Becken für sich als Maßstab nimmt, der sollte auch in der Lage sein, die Meerwasserchemie und nicht zuletzt die Meeresbiologie zu verstehen.
Vorhandene Wissenslücken kann auch das beste "System" nicht kaschieren.
Immer nach dem Motto "Fragen Sie Frau Irene" wird nicht weiter helfen, sondern mit der Zeit Verwirrung, Unsicherheit und Frust schaffen.
Denn das Meerwasseraquarium ist ein lebendes System, welches sich gerade in den Anfängen stetig verändert.
Ist der Background dürftig und der Wille schwach, ist der Weg zum Ausstieg offen.
Letztendlich noch gepusht durch permante Misserfolge, die vermeidbar gewesen wären, wenn die anfangs Begeisterten sich nicht intellektuell überhoben hätten.
Der anfängliche Begeisterung folgt der Frust ob der vielen, aufeinanderfolgenden Missverständnissen.
Ich meine dass nicht respektierlich.
Ich registriere schon viele Jahre die Ansammlungen gebrauchter Aquarien in den Kleinanzeigen.....
Das Thema ist auch nicht neu.
Was will ich damit sagen?
Es gibt keine Betriebsanleitung für die Pflege eines Meerwasserbeckens, ähnlich der Inbetriebnahme einer Espressomaschine.
Es gibt noch nicht einmal eine Garantie.
Es ist auch kein Hexenwerk oder gar nur ein Produkt für elitäre Kreise.
Damals wie heute möchte der Mensch ein Stück Natur in seinem Umfeld.
Zwar sind heute beste Voraussetzungen geschaffen, die Meerwasseraquaristik erfolgreich zu betreiben, dennoch würde ich dieses Hobby nicht vorbehaltlos empfehlen.
Ein dauerhafter Erfolg setzt permanentes Engagement und eine gute Beobachtungsgabe voraus.
Aber selbst das reicht noch nicht für einen Experten.
Wer also lediglich einen attraktiven und exklusiven Zimmerschmuck sucht, der sollte von diesem Hobby die Finger lassen.
Wir müssen erlernen, die biologische Seite auch unter dem Aspekt der Wasserchemie zu verstehen.
Komplex und nicht nur in wenigen, partiellen Stufen.
Klappt das nicht, helfen auch keine "Systeme".
Gruß
Hajo
Hallo zusammen!
Das Thema ist sehr komplex.
Das sehen wir unter anderem an den unterschiedlichen pathologischen Einflüssen auf das Leben von Tridacna in der Natur, sowie auch im Aquarium.
Wenn wir in etlichen Beiträgen den Analysen über einen (ungewollten) Überschuss von diversen chemischen Elementen folgen (aktuell im Nachbarthread), dann sollte auch klar sein, dass daraus negative Konsequenzen für die Gesundheit unserer Muschel erwachsen.
Die Schieflage der Verhältnisse von chemischen Verbindungen in unserem Aquariumwasser ist noch relativ einfach überprüf- und korrigierbar.
Wenn man es dann rechtzeitig bemerkt.....
Dagegen nicht das Vorhandensein bakterieller, pathogener Keime oder Viren.
Letzteres wird erst auffällig, wenn es bereits zu spät ist.
Mancherorts wird eine Quarantäne mit chemischer Behandlung empfohlen.
Das würde aber nur den Import betreffen und nicht bereits den Schutz vor vorhandenen Keimen im Aquarium.
Stoffe, welche die Mikrobiologie in unseren Aquarien pampern sollen, beäuge ich misstrauisch, weil sie auch verschiedenen Bakterienstämme wachsen lassen, die möglicherweise in dieser Vielfalt dort nicht hingehören.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass ein optimales Wassermanagement die Gesundheit von Tridacna fördert.
Gegen pathogene Keime sind wir relativ machtlos.
Es sei denn, wir gehen den Weg einer chemischen Behandlung und können auch Krankheitskeime im eigenen Aquarium ausschließen.
Ich habe schon mehrere Tridana-Arten pflegen dürfen.
An eine langjährige Pflege von Tridacna squamosa kann ich mich noch gut erinnern. Innerhalb von einigen Jahren wuchs sie zu einer stattlichen Größe heran.
Leider habe ich mich von ihr trennen müssen, da einige Grosskaiser Einzug ins Becken hielten.
Im Zuge der notwendigen Umgestaltung gab ich sie an einen Bekannten ab, wo sie noch einige Jahre leben durfte, bis sie leider einem Pflegefehler zum Opfer fiel.
Wir können am Verhalten der Muschel zwar ein mögliches Unwohlsein ablesen, aber die Rückschlüsse auf eine bestimmte Ursache wird schwer fallen, wenn man sich nicht explizit mit der Natur von Tridacna befasst.
Einfach Augen zu, rein ins Becken und gut ist, wäre die geübte Praxis. Ist aber der falsche Weg!!
An der äusseren Anatomie lässt sich oft ablesen, wie es um die Muschel steht.
Es sind leider etliche Ignoranten unterwegs, die dem Ph-Wert keine oder nur wenig Bedeutung bemessen.
Diese sollten die Finger von der Muschelhaltung lassen.
Für die Muschelpflege ist der Ph-Wert essenziell.
Die negativen Auswüchse können wir an den Schalen festmachen.
Die Schalen, wie veränderte Schuppenreihen, können Hinweise auf eine Milieuveränderung geben.
Sowie auf einen niedrigen Ph-Wert, gleich Übersäuerung des Wassers, der sich zumindestens am Schalenwachstum (unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeit) festmachen lässt.
Der helle obere Rand der Schale deutet auf ein Wachstum hin.
Fehlt dieser oder ist er nicht erkennbar, stimmt etwas nicht im Milieu.
Das wäre ein erster Warnhinweis!
Gruß
Hajo
...und dann gibt es laut Lars Fischer vom Spektrum-Verlag noch neun Krebsarten bei Muscheln.
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Gruß Reinhard
Das Video kannte ich nicht. Die Info hatte ich schon.
Man muss ja nicht alle Krankheiten auf den Prüfstand stellen.
Es ist gut zu wissen, dass es noch weitere Stolpersteine (nicht nur in der Muschelhaltung) gibt.
Man kann sie in Betracht ziehen.
Soweit so gut.
Aber was damit anfangen?
Hier wird es genauer erklärt.
Gruß
Hajo
Hier ein Auszug aus einem wissenschaftlichen Ergebnis:
Abstract : Die Kultur von Tridacna ist stark von pathogenen Bakterien betroffen, einschließlich der von Vibrio Arten, die zu hohen Verlusten führen Die heutige Arbeit wurde entwickelt, um die häufigsten bakteriellen Infektionen der Indoor-Aquarium- und Offshore-Käfigekultur Tridacna maxima und Tridacna gigas in Hurghada, rotes Meeresgouvernement, Ägypten, zu untersuchen. Achtzig Exemplare des Standes Tridacna maxima und Tridacna gigas im Indoor-Aquarium und in Offshore-Käfigen wurden einer klinischen und bakteriologischen Untersuchung unterzogen. Die Bakterien wurden aus Kiemen, Darmmantel und Gonaden von gesammelten Tridacna-Proben geborgen. Der Rückgang der Bewegung und des Verlusts des attraktiven Farbmusters mit einer Sterblichkeitsrate von 25% bzw. 20% wurden in der Indoor-Kultivierten Tridacna maxima bzw. Tridacna-Nagigas nachgewiesen, während keine Änderungen im klinischen Bild oder postmortalen Befund in der Offshore-Käfigekultur Tridacna entdeckt wurden. 46 bakterielle Isolate wurden gewonnen und wurden durch phänotypische Charakterisierung und biochemische Tests als Vibrio logei, V harveyi und nicht identifizierte Vibrio-Arten identifiziert. Experimentelle Infektion mit V. logei bewies seine Pathogenität für Tridacna mit 30% Sterblichkeitsrate.
Gruß
Hajo
Wer weiß
. Trockengeföhnt sollen Fische ja eine Delikatesse sein.
Trockenfisch in Island: Isländische Delikatessen (islandreisen.info)
LG
Daniel
Nee, der leckere Fisch ist immer noch der Schnitzel!
Gruß
Hajo
nö, da wird der Föhn genommen
musst auf die Stufe achten, sonst wird's Bratfisch...
Gruß
Hajo
Vielleicht hat er selbst zuviel an Kohlenstoff (Alkohol) genossen?
Da kommt man schon auf den Gedanken Fische waschen zu müssen.
Eng wird's erst beim Abtrocknen. ![]()
Gruß
Hajo
Ich habe mal im englischsprachigen Raum gesucht, von Kupfer liest man praktisch nie. Die meisten betonen die Wichtigkeit von Calcium, Strontium und Jod. Man soll selbst kurzfristige Mangelsituationen vermeiden, sonst können Muscheln sehr schnell geschwächt werden und eingehen.
Das ist die eine Seite.
Weiter oben habe ich den schädlichen Einfluss von Metallen etc., inkl. dem Einfluss von Jod, auf Muscheln und Schnecken verlinkt. (Betzer und Yevich 1975)
Eine Blockade physiologischen Vorgänge bei Unter- wie auch Überversorgung von bestimmten Spurenelementen, Metallen ist untersucht und die Konsequenzen beschrieben worden.
In situ und ex situ.
Mit Blick auf unsere aquaristischen Gepflogenheiten wird es noch komplizierter, da selbst ICP-Analysen nur Momentaufnahmen darstellen.
Interaktionen zwischen den einzelnen Elementen sind möglich.
Besonders auffällig ist der bekannte Einfluss von Adsorbern.
Das vieler Orten praktizierte Wechselspiel von Adsorbern kontra Spurenelementen trägt auch nicht zu einer konstanten Versorgung bei.
Ganz im Gegenteil.
Das Ergebnis der eigenen Unsicherheit ist eine temporäre Erhöhung von Elementen, welche kurz danach direkt in eine Mangelsituation führt.
Korallen werden sich wahrscheinlich an diese Schwankungen gewöhnen können.
Muscheln dagegen sind gekniffen, da sie als Filtrierer gezwungen sind, alles aus ihrer Umwelt durch ihre Kiemen, Nieren zu leiten.
Einige Stoffe sind auch in ihren Schalen nachweisbar, sodass hier Rückschlüsse auf diverse Umgebungseinflüsse möglich sind.
Genaue Ergebnisse erfordern histologische Untersuchungen.
Weil wir als Laien dazu nicht in der Lage sind, müssen wir stets jede Zufuhr von ADDITIVEN im Blick haben, genauso wie den oft schädlichen Einfluss von Adsorbern bei der Pflege von Filtrierern.
Es reicht nicht lapidar zu sagen, bei mir war in der Vergangenheit alles in Ordnung, ohne diese Aussage zu begründen.
Was schwer fallen wird, da es hier sicherlich einen grossen Unsicherheitsfaktor geben wird.
Gruß
Hajo
