Hallo zusammen!
Der Internethandel bietet Vorteile,
aber auch Nachteile für den Käufer.
Einerseits reizt die
Bequemlichkeit den Einkauf zu tätigen,
andererseits stellt sich
die Frage nach der Unversehrtheit der lebenden Fracht.
Nicht alles,
was ankommt, ist auch gesund.
Technische Produkte schaffen selten
Probleme.
Sie unterliegen diversen
Garantiebestimmungen.
Lebendes Inventar hingegen stellt besondere
Anforderungen an die Transportkette und an die
Unversehrtheit.
Garantie fast Null!
Geschwächt durch
suboptimale Transportbedingungen sind alle Fische anfällig gegen
allerlei Schwächeparasiten.
Der Name ist schon Programm.
In
einem geschlossenen System erhöht sich der Infektionsdruck
rasant.
Die Folgen sind bekannt.
Was ist zu tun?
Der Erfolg
einer Behandlung im besetzten Aquarium ist begrenzt.
Die Gründe
sind bekannt.
Die Hoffnung liegt jetzt auf den
unterstützenden Massnahmen, die je nach Schweregrad der Infektion
den Infektionsdruck vom Fisch nehmen sollen.
Von Bedeutung ist der
Beginn der Therapie!!
Setzt sie zu spät ein, besteht wenig
Hoffnung auf Erfolg.
Im frühen Stadium dagegen, kann mit
gezielten Massnahmen, wie angereichertem Futter etc. und mit Hilfe einer
geeigneten UVC/Ozon versucht werden, das Immunsystem des Fisches zu
stärken und die Wasserqualität zu verbessern.
Dann heisst es abwarten.
Der begeisterte Fischfreund
wählt eine andere Methode.
Ein Übergangsbecken bringt einige
Vorteile, weil womögliche Erkrankungen mit Medikamenten separat behandelt werden
können, ohne den Altbesatz zu gefährden.
Nicht nur allein aus
diesem Grund empfehle ich diese Art von Übergang, sondern auch die
Futterfrage von Mimosen kann auf diesem Weg effektiver geklärt
werden, als im voll besetzten Riffbecken.
Hat der Gast das Futter
toleriert und ist Parasiten frei geblieben, steht er also gut im
Futter, verläuft für ihn der vor ihm liegende und zu erwartende Stress mit
dem Altbesatz gelinder, als mit geschwächtem Zustand als
Rucksack.
Die Kritik, Fische unterliegen einem besonderen Stress innerhalb einer Quarntäne, lasse ich nicht gelten.
Der Stress innerhalb der Transportkette ist und war um ein Vielfaches höher, als in einer zwar etwas beengten, aber ruhigeren Umgebung.
Die Alternative wäre für einen geschwächten Neuankömmling im Riffbecken ungleich stressiger.
Bricht dagegen unter Quarantäne eine Infektion aus,
habe ich immer die Möglichkeit eine Kette von sehr effektiven
Massnahmen in Gang zu setzen, die mir die Gesundheit des Patienten
erhalten.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Warum?
Weil viel
davon abhängt, welche Diagnose gestellt wird!
Zu welchem
Zeitpunkt und von wem.
Auch aus diesem Grund empfehle ich allen
Fischfreunden die einschlägige Literatur über Fischkrankheiten und
ihre Behandlung.
Es ermöglicht uns, schon vor dem Kauf die Spreu vom
Weizen zu trennen.
Ein kritischer Blick ins Händlerbecken hilft
dabei.
Beim Internetkauf dagegen, sind wir beim Russisch Roulette
angelangt.
Gruß
Hajo