Beiträge von hajo

    Hallo Paulie,

    habe das Problem einige Monate selbst gehabt.
    Im Bereich einer wasserberuhigten Zone war die
    Oberfläche des Wassers mit einer braunen, schleimigen
    Schicht belegt.
    Diese Schicht verstärkte sich von Tag zu Tag so stark,
    daß die darunterstehenden Acroporas abgedunkelt wurden.
    Also hieß es handeln.
    Die Laboranalyse ergab Diatomeen, Kieselgur!
    Mein Salifert-Test für Silikat zeigte mir aber beste Werte.......
    Nach Rücksprache mit Armin Glaser wechselte ich die Marke
    (Besten Dank für den Tipp, Armin).
    Der Red Sea-Test gab endlich Aufschluss.
    Der Silikatwert im Becken war enorm hoch >3.!!
    Nach einer Filterung mit Silikarbon war der Spuk mit der
    schleimigen, braunen Schicht auf der Wasseroberfläche vorbei.
    Bis auf einen immer noch leichten Oberflächenfilm bleibt die
    Wasseroberfläche jetzt transparent.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    mit diesem Beitrag möchte ich ein Problem vorstellen, das mich mehr als wochenlang beschäftigte.

    Seit einiger Zeit bemerkte ich auf dem etwas ruhigeren Teil der Wasseroberfläche meines Beckens einen leicht öligen Film. Ich versuchte ihm Herr zu werden, indem ich ihn immer wieder vorsichtig abschöpfte.
    Das war sehr mühselig, weil nach einigen Tagen dieser Film auf der Wasseroberfläche wieder Platz nahm.
    Durch das vorsichtige Abschöpfen bekam ich die Substanz stärker konzentrierter in den Becher, als es beim Absaugen der Fall gewesen wäre.
    Meine Überraschung war groß, als ich im Becher eine starke Konzentration von rotbraunen Partikeln und Schlieren entdeckte.
    Die Frage war jetzt, wo kommt das rotbraune Zeug her?
    Zuerst hatte ich den Eisenadsorber in Verdacht, dann den Silikatfilter.
    Beide Elemente haben eine rotbraune Grundfärbung.
    Beide wurden nun zeitweilig abgeschaltet, was aber letztendlich die Produktion des rotbraunen Schmierfilms nicht stoppte.
    Als letztes Mittel griff ich nun zur Laboranalyse.
    Die sollte Aufschluß geben.
    Nun ist das Rätsel gelöst!!
    Die Analyse lautet: Diatomeen, Kieselgur.
    Das war eine Überraschung, da ich mein Frischwasser zum Ansetzen des Salzes permanent über eine Osmoseanlage mit nachgeschaltetem Silikatadsorber laufen lasse.
    Es musste also eine andere Quelle geben!
    Das Einzige, was mir noch dazu einfällt, ist die Invasion von 1000den kleinen weißen Seesternchen, die munter die üppigen Kalkrotalgen abnagen.
    Die Harlekin-Garnelen sind überfordert.
    Möglicherweise ist das die Ursache für die unschöne Wasseroberfläche.
    Mit ihren kleinen Kauwerkzeugen raspeln sie pausenlos an der Oberfläche der Kalkrotalgen.
    Dadurch lösen sich höchstwahrscheinlich kleinste Partikelchen etc., die an die Wasseroberfläche kommen und dort an der Bildung des unschönen Films beteiligt sind.
    Eine "Kieselalgenblüte" schließe ich aus, da optisch davon im Becken nichts zu sehen ist.
    Gibt es vielleicht ähnliche Beobachtungen bei Massenpopulationen von Seesternen in Verbindung mit einem üppigen Kalkrotalgenwachstum??

    Gruß
    Hajo

    Hallo,
    die Geschichte mit dem Seestern Lickia multifora möchte ich in den Bereich von Fabeln verlegen.
    Auch nach D. Stübers Artikel....
    Ich selbst versuche hin und wieder eben mit diesem Seestern dem Collospongia auris den Garaus zu machen.
    Ohne Erfolg!
    Die Seesterne zeigen keinerlei Interesse an dieser Art von Futter, werden immer kleiner und sind dann eines Tages nicht mehr auffindbar.
    Es wird in der Natur sicher einen Fressfeind geben.
    Möglicherweise sind es Schnecken?
    Bedauerlicherweise zeigt der Handel kein besonderes Interesse an diesem Problem.
    Wahrscheinlich ist auch nichts damit zu verdienen.
    Eine weitere Empfehlung den Schwamm mittels Spritze und Salzsäure zu entfernen ist gut gemeint, aber schwer zu handhaben.
    Man braucht dafür eine ruhige Hand und eine 100%-ige Treffsicherheit!!
    Die Nadel muß direlkt zielsicher ins Fleisch des Schwamms gebracht werden.
    Das ist nicht leicht bei einem relativ dünnflächigen Gewebe, da sich schwer erkennen lässt, ob man es bereits durchgestochen hat oder ob man sich noch im "blauen Bereich" befindet.
    Es bedeutet bei etlichen "Fehlspritzungen" auch eine emfindliche Störung des Wasserhaushalts.
    Ich habe diese Art von Technik aufgegeben und kratze den Schwamm lieber mit einem kleinen Skalpell in mühevoller Kleinarbeit immer wieder ab, sofern er denn auftritt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    mit Interesse habe ich das Für und Wider zum Thema "Wasserwechsel" verfolgt.
    Der Kommentar von Armin Glaser trifft den Nagel auf den Kopf.
    Es ist nämlich unbestritten, daß mit dem Wasserwechsel (in ausreichender Menge) die kompletten Komponenten einer ausgewogenen Salz- bezw. auch Spurenelementenmischung ins Wasser kommen.
    Diese Ausgewogenheit lässt sich schwer mit der Vielzahl der am Markt angebotenen Lösungen erreichen.
    Und das auch noch in einem Arbeitsgang!
    Ich bin vor Jahren auch der allgemeinen Hysterie verfallen, mein Beckenwasser mit den vielfältigsten Mittelchen anzureichern. Der Aufwand für die Herstellung der verschiedenen Lösungen hat Zeit und Geld gekostet. Fertigprodukte kosten noch mehr!
    Aber was ich als viel unangenehmer empfunden habe, war die Tatsache der Unkontrollierbarkeit in Bezug auf die bereits vorhandene komplexe Wasserchemie meines Beckens.
    Was fällt wann und wie aus? Was muß wann und wie ersetzt werden? Was reichert sich an und verbleibt im Wasser? Was wird evtl. zur Zeitbombe?
    Das Milieu ist bei jedem unserer Becken ein anderes. Also kann es auch keine allgemein verbindlichen Dosierungsvorschriften geben. Herstellerrichtlinien sind mehr als vage....
    Seit 2 Jahren tätige ich bei meinem 2000l Riffbecken einen wöchentlichen Wasserwechsel von bis zu 10%.
    Die Korallen danken es mir.
    Sehr positiv hat sich das bei meiner "Problemkoralle" gezeigt.
    Seit vielen Jahren versuch ich nun schon die Seriatopora hystrix größer als 20cm zu ziehen.
    Das ist, mit der Methode "Wasserwechsel" jetzt kein Problem mehr.
    Die Koralle ist momentan größer als ein Fußball und wächst und wächst.....
    Diesen Erfolg hatte ich mit meinen früheren "Aufbereitungsmethoden" nicht.
    Ich beziehe den Erfolg auf die Komplexheit der Seesalzmischungen, was ein klarer Vorteil gegenüber der eigentlich nur partiell angewandten Dosierungsmetoden mit einzelnen Ingredenzien ist und den dementsprechenden Unsicherheiten.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Nico,

    vielen Dank für Deinen Hinweis.
    Reflektorfolien nutzen mir in meinem Fall nichts, da ich kein Lampengehäuse sondern nur alte freihängende Blech-Reflektoren habe, die ausgetauscht werden müssen.
    Es ist auch keinerlei Abdeckung zwischen Reflektor und Wasseroberfläche vorhanden.
    Das geht eine ganze Weile gut, bis man irgendwann neue Rerflektoren braucht.
    Reflektorfolie gibt es von der Rolle oder auch bereits zugeschnitten.
    Diese Folien sind zwar praktisch, weil immer austauschbar. Nur geht das mit der Zeit ins Geld, weil diese Folien ungefähr genau so teuer sind, wie die gebräuchlichen Bleche von z.B. ATI.
    Sie haben auch den Nachteil, daß sie schlechter zu reinigen sind als die eben genannten Bleche.
    Letztendlich nützt mir vorläufig nur Dein Tipp mit den zusammenschiebbaren Reflektoren oder, was noch besser wäre, ein großer gewölbter Reflektor von mindestens 24cm. Die Höhe müsste natürlich auch stimmen.
    In dieser Sache habe ich einige Reflektor-Hersteller angeschrieben. Bloß mit den Antworten hapert es da.
    Ich denke, das Interesse bei denen ist nicht besonders ausgeprägt.
    Nochmals vielen Dank für die Info.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Nico,

    vielen Dank für deinen Tipp.
    Wie breit sind eigentlich die Arcadia-Reflektoren?
    Die von ATI mit 8cm würden fast genügen, wenn sie etwas höher wären.
    Schau Dir mal die Seite von marinedepot.com an.
    Dort wirst Du entsprechende Reflektoren finden.
    Leider werden sie nicht nach außerhalb der USA verschickt.
    Ich gebe die Suche noch nicht auf.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    ich suche seit geraumer Zeit einen neuen Reflektor für meine beiden 55W 4-pin Kompaktlampen.
    Die alten Reflektoren sind eine Notlösung gewesen und nicht mehr einsatzfähig.
    In den USA bin ich auf ein Retrokit (Reflektoreinheit mit 2 Kompaktlampen) gestoßen.
    Nützt mir aber nichts, denn die Firma verschickt zerbrechliche Ware nicht mehr außerhalb der USA.
    Sehr schade, es hätte mein Problem gelöst.
    Sehr verwunderlich ist es, das europäische Hersteller so etwas nicht anbieten. Bei ungefähr 29 Watt ist Schluss mit geigneten Reflektoren. Ich habe mit diesem Thema auch Philips gequält. Ohne nennenswerten Erfolg. Noch nicht einmal komplette Lampen gibt es in dieser Größe im Angebot der einschlägigen Hersteller.
    Hat jemand eine Idee, wo der Hersteller zu finden ist, der mir mit meinem Problem weiterhelfen Kann?

    Hajo

    Hallo zusammen,

    momentan habe ich ein altes Eternit-Becken auf einem Sockel stehen.
    In dem Sockel befindet sich eine normale Fußbodenheizung, die sich bei
    dieser Art von Becken bei mir bestens bewährt hat. Die Heizung liegt unter
    Estrichbeton. Die Erwärmung des Estrichs steigt, abhängig von der Jahreszeit,
    bezw. Heizperiode von 20 auf 34 Grad.
    Das Beckenwasser nur von 23 auf 26/27 Grad, weil ein Ventilator die warme Luft
    nach draußen befördert.
    Mein neues Becken soll aus Glas sein. Möglicherweise mit einer geteilten Bodenscheibe.
    Kollidiert das mit meiner Fußbodenheizung?
    Wie verhält sich das Glas und das Silikon bei diesen Temperaturunterschieden?
    Gibt es Bedenken oder gar eigene Erfahrungen ?
    An diesbezüglichen Informationen wäre ich sehr interessiert

    Gruß

    Hajo

    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach einem Hersteller oder Lieferanten von
    Eternit-Aquarien, bezw. von bereits vorgefertigten Eternitplatten.
    Mein Eternitbecken 2,50m x 0,80m x 1,00m hat ca. 30 Jahre auf
    dem Buckel und muß nun leider ersetzt werden.
    Das Becken bekam ich damals aus dem Karlsruher Raum von der Firma
    Niegengerth geliefert, die es meines Wissens leider nicht mehr gibt.
    Die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Asbestzement sind mir wohl
    bekannt.
    Für hilfreiche Tipps oder Hinweise, die mir weiterhelfen könnten
    wäre ich euch sehr dankbar.
    Die Alternative ist möglicherweise ein Betonbecken mit Glasfrontscheibe.
    Mangels handwerklicher Fähigkeiten (2 linke Hände!) wäre das aber die
    2. Wahl.
    Ein Glasaquarium ist im Vergleich nicht robust genug und auch nicht so langlebig.

    Hajo

    hallo Cristoph,

    Jammerschade, daß Du dich für die Trennung entschieden hast.
    Zanclus cornutus entwickelt sich im Becken oftmals als Allesfresser.
    Was bedeutet, daß er auch vor einigen Korallen nicht Halt macht.
    Das bedeutet aber auch nicht, daß man auf Steinkorallen gänzlich
    verzichten sollte!
    Ich selbst pflege seit Jahren wieder einen Zanclus im Korallenbecken,
    das sowohl mit einigen Kaiserfischen und Doktoren als auch mit dem Zanclus
    besetzt ist.
    Durch genaues Beobachten der Fressgewohnheiten aller Insassen
    wurden im Laufe der Zeit jene Korallen ausgetauscht, die in der Vergangenheit
    von den Fischen "zum Fressen gern" genommen wurden.
    Als "nicht interessant" blieben übrig: Favia/Favites, Pavona, Montipora, Tubipora,
    Porites, Euphyllia glabrescens, Echinopora, Turbinaria und Seriatopora.
    Sinularia-Arten, Scheibenanemonen und diverse Hornkorallen ergänzen den Bestand.
    Wie man sieht, gibt es schon Möglichkeiten der Vergesellschaftung.
    Leider musste ich auf die Haltung von Acroporas und einer bestimmten Art von
    Scheibenanemonen gänzlich verzichten, was mir aber bei oben genannter Vielfalt
    nicht weiter schwer fiel.
    An deiner Stelle würde ich mich nicht vom Zanclus trennen sondern versuchen den Fisch
    mit solchen Korallen zu vergesellschaften, die nicht auf seiner persönlichen Speisenkarte stehen.
    Eine Garantie kann man bei solchen Experimenten nie geben.
    Es ist aber den Versuch wert. Und sehr interessant und spannend gleichermaßen.
    Gruß

    Hajo

    Rüdiger,

    da der Spiegeltest positiv augefallen ist, könnte man den Versuch wagen.
    Ist bei Dir möglicherweise nicht mehr aktuell, da der Zanclus sich bei Dir an einigen Korallen vergreift und Du ja den Niederen den Vorzug geben willst ?????
    Diese Situation habe ich des öfteren mit anderen Fischen erlebt. Falter-, Kaiser- und Feilenfische räumen mehr oder weniger mit den Korallen auf.
    Wenn man dennoch nicht auf diese schönen und interessanten Fische verzichten will, sollte man die Niederen den Fischen anpassen und nicht umgekehrt. Damit habe ich immer Erfolg gehabt.
    Heute ist aus meinem ehemaligen Steinkorallenbecken ein Fischbecken mit Korallenbesatz geworden (endlich mal Leben in der Bude!). Das konnte aber nur durch ein ständiges Aussortieren und Auswechseln der verschiedener Korallenarten geschehen.
    Heute lebt der Zanclus mit einigen Kaiserfischen, Falterfischen und Feilenfischen inmitten einer zwar dezimierten aber dennoch üppigen Korallenwelt. Porites, Favia, Seriatopora, Sinularia, Cladiella, Sarcophyton, Xenia, Tubipora, Ricordea, Discosoma, Capnella, Heteractis und viele Hornkorallen
    werden sehr selten oder gar nicht belästigt und gedeihen daher ausgezeichnet.

    Gruß

    Hajo

    Michael,

    das alte Motto: "Probieren geht über Studieren" sollte auch hier zutreffen.
    Allerdings ist beim Zusammensetzen allergrößte Vorsicht angebracht. Ein sofortiges
    Eingreifen bezw. Herausfangen des Neuen muß unbedingt gewährleistet sein!
    Sonst gibt es einen Totalverlust!
    Ich selbst habe nur schlechte Erfahrungen gemacht. Z.B. hat mein jetziges
    Exemplar bereits unmittelbar nach dem Einsetzen versucht sein Spiegelbild
    in der Beckenscheibe auf das Heftigste zu attackieren!! Das Schauspiel konnte man noch wochenlang beobachten.
    Heute reagiert er nicht mehr darauf.
    Man kann sich sicherlich ausmalen, was passiert wäre, wenn damals ein 2. Exemplar mit im Becken gewesen wäre.
    Ich werde es aber noch einmal mit einem sehr kleinen Tier probieren, wenn der
    Zanclus bald ausgewachsen ist. Über den Größenunterschied ist es möglicherweise zu machen.
    Das klappt auch bei anderen Fischen, selbst oft bei "Eigenbrödlern".

    Gruß

    Hajo

    Hallo Thomas,

    die Frage nach dem Zusammenleben von Kaiserfischen und Korallen wird oft gestellt und ist ein Dauerbrenner. Daß die hier im Forum gegebenen Antworten und Ratschläge widersprüchlich sind, liegt in der Natur der Dinge. Kaiserfische sind oft Nahrungsspezialisten, deren Speisenkarte sich meist in unseren Becken wiederfindet. So ist es kein Wunder, daß bei Übergriffen einige Korallen mehr oder weniger geschädigt werden.
    Außerdem sind Kaiserfische extrem neugierig und zupfen erst einmal an allem herum, was sich ihnen in den Weg stellt! Erfahrungsgemäß lässt das später oft nach. Persönlich habe ich diese Erfahrung mit P.chrysurus und H.ciliaris gemacht. Als juvenile Tiere zupften beide Tiere an Acroporas und Weichkorallen, aber je größer sie wurden, desto weniger Interesse zeigten sie an den Korallen. Damals brauchte ich stake Nerven!Heute lebt alles harmonisch miteinander. Auch bei C.acanthops konnte ich dieses Verhalten beobachten. Nach anfänglichen Belästigungen ließ das Interesse merklich nach, verschwand aber nicht gänzlich. Zwei Weichkorallen und eine kleine Tridacna mußten entfernt werden. Sie wurden gegen andere Tiere ausgetauscht. Dieses "Anpassen" von Korallen an die Fische praktiziere ich schon eine Weile und habe Erfolg damit. Der umgekehrte Weg, die Fische mit aller Macht an die bereits vorhandenen Korallen zu gewöhnen, scheitert meist. Letztendlich führen die Übergriffe nicht nur zum Absterben der Korallen sondern der Pfleger verliert auch den Mut an der Haltung von Kaiserfischen. Er sollte sich immer vorher entscheiden, ob er auch ggf. gewillt ist auf einige seiner geliebten Korallen zu verzichten. Wenn ihm das klar ist, kann dem Zusammenleben von Kaiserfischen und Korallen nichts mehr im Wege stehen.
    Also, hab Mut!

    Gruß

    Hajo

    Hallo Andreas, Hallo Mike,

    Fraßstellen durch Borstenwürmer sind bei Lederkorallen leider nicht selten. Die "Pilze" in meinem Becken zeigten auch diese deutlichen Spuren, bis hin zur partiellen Aushöhlung des Stammes. Leg Dich mal nachts auf die Lauer, dann wirst Du möglicherweise überrascht sein, was für eine Menge dieser Biester sich im Becken tummelt. Gegenmaßnahmen können bestimmte Lippfische oder eine selbstgebaute Borstenwurmfalle sein.

    Hajo

    Hallo Markus,

    auch meine 4 Exemplare wachsen relativ langsam, obwohl sie gut im Futter stehen. Möglicherweise ist das normal. Es kann aber auch sein, daß ihre Futterverwertung nicht optimal verläuft, weil ihnen einige Elemente der artspezifischen Nahrung fehlen. Futter ist eben nicht gleich Futter. Und Lebendfutter schon gar nicht!

    Gruß

    Hajo

    Hallo Markus, Hallo Robert,

    bezüglich des Kalkbreies habe ich noch keine Erfahrungen gesammelt.
    Ich werde es aber für alle Fälle im Hinterkopf behalten....
    Bezüglich der Ch. kleinii kann ich nur sagen, diese Tiere sind auch Individualisten. Mein Pärchen macht einen großen Bogen um die Majanos. Genau so wie die beiden Ch.xanthurus !!! Ich hatte sie eigentlich zur Vernichtung der Anemonen eingesetzt, wurde aber eines Besseren belehrt. Die 4 Feilenfische und die beiden Falter-Paare lassen die Korallen in soweit in Ruhe, als daß sie keine sichtbaren Schäden durch ihr sporadisches Picken und Zupfen hinterlassen. Die Korallen wachsen weiter.
    Und das ist gut so!

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit verfolge ich mit Interesse das mehr oder weniger erfolgreiche Bemühen einiger "Leidensgenossen", der Majano-Plage Herr zu werden. Auch bei mir machten sich diese Biester breit und vernesselten alles, was sie in ihrer Umgebung zu fassen bekamen. Gedanklich spielte ich schon mit einer Totalausräumung, was aber bei einem Becken von 2000l Wasservolumen einer Katastrophe gleich käme. Um so dankbarer war ich über einen Bericht eines Aquarianers hier im Forum, der mit einem Mittel namens "Joes Juice" beste Erfahrungen bei der Bekämpfung von Aiptasien gemacht hatte. Diesen Versuch wollte ich nicht übergehen, denn mittlerweile wuchs sich die Plage zu einer Katastrophe aus. Die Majanos bildeten rasenähnliche Flächen und kaum eine Koralle konnte ihnen widerstehen. So mehrten sich die Verluste.
    Gesagt, getan. Ich besorgte mir das Mittel und ging an die Arbeit. Das Mittel wird nicht gespritzt sondern gefüttert!!! Durch Beobachtungen von Michael Mrutzek gewarnt gab ich mindestens die dreifache Menge auf die Mundscheiben der Anemonen. Die Tiere nahmen gierig das "Futter" auf und am nächsten Tag lichteten sich bereits die Reihen. Die so gefütterten Tiere wurden immer kleiner und verschwanden, bis auf einige Restbestände, ganz und gar. Die Restbestände erwiesen sich merkwürdiger Weise als besonders resistent. Durch weiteres Füttern schrumpften diese Anemonen bis auf Stecknadelgröße und verschwanden im Laufe der Zeit (2 Monate Behandlungsdauer).
    Leider kann ich nicht mit absoluter Bestimmheit sagen, ob einzig und allein die Behandlung mit "Joes Juice" zum Erfolg geführt hat. Es gibt da nämlich noch eine andere Vermutung, die ich aber nicht beobachten konnte und somit nicht beweisen kann.
    Vor einem Jahr habe ich zur Bekämpfung eben dieser Anemonen nach und nach Feilen- und Falterfische eingesetzt. Entgegen aller Berichte fraßen diese Tiere alles, nur keine Majanos. Weder A. tomentosus noch Chaetodon xanthurus gingen an die Plagegeister.
    Mir schien es damals, als ob ihnen die Tiere bereits zu groß und damit nesselfähiger waren, als kleinere Exemplare. Es kann ganz gut sein, daß die jetzt bis auf Miniaturform geschrumpften Anemonen ihnen nun besser ins Freßbild passten. Wie gesagt, gesehen habe ich bis dato nichts. Es ist nur eine Vermutung.
    Interessant wären Berichte von anderen Leidtragenden, die sich auch diese Mittels bedient haben. Für mich ist die Plage zu Ende!!!

    Hajo

    Hallo Andreas,

    habe die Frage zu spät gelesen. Alle Euphyllia-Arten sollen sich miteinander vertragen. So war jedenfalls die Aussage von Peter Wilkens in einem seiner Bücher. Er nannte sie darin sehr treffend "Bukettkorallen". Ich selbst habe eine E.glabrescens unmittelbar neben einer E.ancora stehen. Alles in bester Eintracht! Es sind keinerlei Kampftentakeln zu beaobachten. Falls ich eine andere Korallenart daneben plazieren würde, sähe das sicher anders aus.
    Das Abschnüren passiert in der Tat. Im Laufe der Jahre ist es mir aber nur 2 Mal geglückt, die Miniaturen hochzuziehen. Wahrscheinlich nimmt man so etwas eher zufällig war.

    Hajo

    Guido,

    mein oben offenes 2000l-Becken (Eternit) steht seit 30 Jahren in einem abgeteilten Kellerraum mit ca. 9qm Fläche. Dieser Raum war anfangs feucht und das Kellerfenster aus Isolierglas war logischer Weise stets naß. Anfangs bemühte ich aus Kostengründen kleinere Ventilatoren, die die feuchte Luft durch einen Ventilatorschacht nach draußen bringen sollten. Der Gedanke war gut, nur die Ventilatoren waren zu schwach, die anfallende Feuchtigkeit aus dem Raum zu drücken. Das Ergebnis waren bei kälteren Temperaturen feuchte Scheiben und nasse Rahmen.
    Die Wände hatte ich vorher schon mit wasserabstossender Farbe gestrichen. Außer, das sie feucht wurden, passierte ihnen nichts.
    Das Ergebnis war nicht so, wie ich es mir vorstellte. Außerdem stellten diese kleinen Raumentlüfter nach ungefähr 1-2 Jahren ihren Dienst ein und blieben stehen. Dann war spätestens der Kauf des nächsten Modells fällig. So entschloß ich mich ein stärkeres Modell zu kaufen. Die kleinen Modelle fraßen ca. 15-21 Watt. Das heutige Modell schluckt leider bis zu 45W, aber ist in 2 Stufen zu regeln. Ich habe es bei Conrad gefunden und bin bis zum heutigen Tag sehr zufrieden. Das Modell ist zwar für die innenliegende Rohrinstallation gedacht, es funktioniert aber genau so gut, wenn man es vorn auf den Schacht steckt. Das Wichtige am Feuchtigkeitsproblem ist es, die Nässe sofort und schnell aus dem Raum zu bringen. Raumluft verquirlen oder die Fenster anpusten bringt nichts!
    Einziger Nachteil bei kleinen Räumen und großen Becken: die Wassertemperatur fällt gering ab (bei meinem Beckenwasser um ca.1 Grad, im Vergleich zu vormals.

    Hajo

    Hallo Robert,

    auch ich teste seit 3 Wochen Joe´s Juice. Mit Erfolg! Angefangen habe ich mit 1 Tropfen pro Anemone. Das war zu wenig. Die Tiere zogen sich zusammen und kamen nach ein paar Tagen stark verkleinert wieder zum Vorschein. Also versuchte ich es mit einer größeren Menge des Mittels. Dies brachte bis heute !!! den erwünschten Erfolg. Da eine Testphase von 3 Wochen zu gering ist um ganz sichere Aussagen zu machen, warte ich noch weitere 3 Wochen mit dem Endergebnis. Es sieht aber momentan nicht so aus , als ob die Tiere, die die erhöhte Dosis bekommen haben, sich wieder ausbreiten. Sie sind nicht mehr zu sehen. Bei den einen geht es schnell, bei anderen dauert es etwas länger, bevor sie verschwinden. Bei denen helfe ich noch einmal mit einer kleinen Dosis nach. Fisch- oder Niedere Tiere-Verluste habe ich nicht beobachten können, obwohl einige Fische in das weiße Zeug hineinbissen. Das taten sie nur selten, war wahrscheinlich nur die Neugier.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Aquarius,

    die beiden C.xanthurus sind bereits das 2. Paar, das sich im Becken als Majanofresser betätigen sollten. Leider habe ich beim ersten Mal beim Händler nicht so genau hingeschaut und mir infizierte Fische eingehandelt. Beide haben ca. 6 Wochen überlebt, zeigten aber keinerlei Agressionen gegeneinander. Nur die alteingesessenen C. kleinii, auch ein Paar, spielten verrückt und griffen die beiden Neuen massiv an. Dabei tat sich das weibliche Tier von C. kleinii besonders hervor!! Das Männchen nahm nach 1 Tag keinerlei weitere Notiz von der Konkurrenz.
    Das Spiel wiederholte sich nach dem Einsetzen des 2. Paares. Nach ca. 1 Woche war auch dieses Schauspiel vorbei und bis dato ist Frieden im Becken. Nur Zebrasoma xanthurum muckte noch ein paar Mal auf, er gibt immer bei Neuzugängen seinen Senf dazu....
    Entsprechend dem von mir beobachteten Fressverhalten der Falter, auch C.keinii nippelt ab und zu an den Korallen, habe ich die ehemalige Vielfalt der Korallen im Becken leicht reduzieren müssen. Alle diejenigen Korallen, die besonders attackiert wurden, sind aus dem Becken entfernt worden und es sind nur solche übriggeblieben und auch einige neu hinzugekommen, die weniger oder gar nicht interessant für die Chaetodonten waren. Nicht beachtet wurden Sinularia-und Cladiella-Arten, Xenien, Sarcophyton spp., Favites und Caulastrea und diverse Hornkorallen. Euphyllia glabrescens und E. ancora stehen auch nicht auf dem Speisenplan. Echinopora lamellosa, Leptoseria-Arten sind auch wenig interessant für die Fische, dagegen in überraschender Weise wurde eine Pachyseris rugosa so stark attackiert, daß ich sie entfernen mußte.
    Allgemein kann ich sagen, daß in der Regel die Acropora-Arten viel häufiger "besucht" wurden, als z.B. die flach wachsenden Arten und die Weich- und Lederkorallen. Zwei große Seriatopora caliendrum-Blöcke werden regelmäßig besucht aber kommen nicht zu Schaden. Bis auf das Einziehen der Polypen sind keine Veränderungen festzustellen. Die Tiere wachsen und werden trotz der Störungen immer größer. Die Ausflüge zu den favorisierten Korallen wurden im Laufe der Zeit immer seltener, die meiste Zeit verbringen beide Tiere damit, den Bodengrund und die Räume zwischen den Korallen abzusuchen. Diese Verhalten habe ich parallel bei Pomacanthus chrysurus und Holocanthus ciliaris beobachten können. Je älter diese Tiere wurden, je interessenloser gegenüber den Korallen wurden sie. Im juvenilen Stadium waren sie oft damit beschäftigt, hier und da an den Korallen zu zupfen. Diese Verhalten ging mit zunehmendem Alter auf Null. Nur "Neuzugängen" von Korallen wurden einer "Geschmacksprobe" unterzogen und dann aber links liegen gelassen. Wahrscheinlich werden sie im Alter immer fauler....
    Allgemein zusammengefaßt kann ich über die 16-monatige Pflege von C.xanthurus folgendes sagen: Wer seine Korallen entsprechend anpasst und wer seiner Glasrosen- oder Majano-Plage Herr werden will, dem ist
    mit C.xanthurus geholfen. Aber Vorsicht! Probieren geht über Studieren. Es soll Exemplare geben, die Majanos mit Stumpf und Stiel ausrotten. Meine Tiere haben sich nur an den kleinen Anemonen gütlich getan, die großen Anemonen wurden nur angebissen und nicht gefressen. So habe ich zwar noch einige große Exemplare im Becken, aber keinen Nachwuchs. Damit ist mir auch geholfen. Die Feilenfische waren keine Hilfe, nur Nieten. Sie habe ich im Becken gelassen, da sie an keinerlei Korallen gehen (es soll auch andere Berichte geben!)
    Ich hoffe, Dir mit meinem Bericht geholfen zu haben. Interessant wäre zu wissen, ob es auch anderen Orts positive Berichte über das Zusammenleben von Falter- und Kaiserfischen mit den verschiedensten Korallenarten gibt.
    Seit 3 Wochen probiere ich das Mittel Joe´s Juice als Waffe gegen die übriggebliebenen großen Majanos aus. Es sieht so aus, als ob diese "Wunderwaffe" wirkt. Nur muß man die Dosis mindestens verdreifachen. Bei dem angegebenen Tropfen/Anemone zeigte sich noch kein Erfolg. Die Tiere schrumpelten und kamen wieder. Bei der erhöhten Dosis ist bis dato kein Tier mehr zu sehen. Es kann aber auch sein, das die verschrumpelten Reste der Majanos von den Faltern gefressen werden. Klein genug sind sie ja dann. Mal sehen was M.Mrutzek über seine Testreihe berichtet!??
    Hajo

    Hallo Aquarius,

    die Falter fressen alles, was man abietet. Anfangs war das Freßverhalten unterschiedlich. Ein Exemplar fraß alles, das andere Tier keine Flocke und keine Artemia. Nach ein paar Tagen war das aber vorbei. Jetzt wird alles genommen, was in´s Wasser fällt. Die Tiere habe ich von einem Händler in Hannover bekommen. Kostenpunkt: 35,- Euro/Stück.
    In den ersten Tagen zuppelten beide hauptsächlich an den Acroporas, was sich aber in den folgenden Monaten legte. Damit kein Mißverständnis aufkommt: die Steinkorallen sind für diese Tiere KEIN Tabu! Die Polypen bleiben nur an den Stellen eingezogen, die von den Faltern erreichbar sind. Die Korallen wachsen normal weiter und weisen keinerlei Schäden am Gewebe auf. Da fast alle Korallen sich viele Jahre auswachsen konnten, sind keine kleinen aufgepfropften Fragmente vorhanden. Diese werden sicherlich irreparablen Schaden nehmen, was ein damaliger Versuch auch belegte.
    Für Informationen bezüglich Haltung von C.xanthurus und H. ciliaris, P.chrysurus , C.kleinii im Riffbecken stehe ich gerne zur Verfügung.

    Hajo

    Hallo Zusammen,

    wegen der Majano-Plage habe ich vor einem halben Jahr bei meinem Händler vor Ort 2 A.tomentosus bestellt und auch erhalten. Voller Vertrauen auf Berichte von Prof. Ellen Thaler und A. Luty setzte ich beide Exemplare in das Riffbecken in Erwartung einer Freßorgie.
    Weit gefehlt!! Bis zum heutigen Tag vergreift sich keiner der beiden Tiere an den Majanos. Zum Glück auch nicht an andere Korallen, egal ob Weich- oder Steinkorallen.
    Da die Majanos nicht weniger wurden, fuhr ich bis nach Oldenburg, um mir 2 weitere "Majano-Fresser" zu besorgen. Nun habe ich 4 Exemplare in meinem Becken und KEINER geht an die verfl... Majanos, aber Gott sei gepfiffen und getrommelt - auch nicht an irgendeine Koralle. Der Hit für sie scheint Trockenfutter zu sein, in Form von Pelets.
    Nach diesen negativen Erfahrungen habe ich mir zu guter Letzt ein Paar Chaetodon Xanthurus besorgt. Diese verspeisen zwar nicht die adulten Anemonen, aber sie vernichten alle kleinen, heranwachsenden Anemonen. So vermehrt sich wenigstens nichts mehr. Allerdings möchte ich nicht verschweigen, daß diese Falter hin und wieder an den Acroporas zuppeln. Allerdings ausschließlich an diesen und nicht an anderen Tieren, wie Hornkorallen, Weichkorallen und anderen Steinkorallen mit kleinen Polypen. Die Favia-Arten lassen sie auch in Ruhe. Also, wer genug Nerven besitzt und im Katastrophen-Fall genug Ausweichmöglichkeiten für seine Tiere hat, dem ist mit C. xanthurus sicherlich geholfen.

    Hajo

    Hallo zusammen,

    nach meinen Erfahrungen ist der Leitwert stark abhängig von der Zusammensetzung des entsprechenden Salzes. Da der Markt unterschiedliche Salzmischungen anbietet, ist auch der Leitwert entsprechend verändert. Die Kontrolle über den Leitwert ist nur sinnvoll, wenn man bei ein und demselben Salz bleibt. Wer oft unterschiedliche Salze verwendet, sollte über die Spindel oder Refraktometer messen.
    Gruß

    Hajo

    Hallo IP,

    die beiden Lampen sind von der Firma Kema Keur aus Holland.
    Die Lampenbezeichnung ist Type UV 35000 (36W).
    Sieht aus wie eine Lampe von Tetra, nur größer.

    Gruß

    Hajo

    Ip,

    es ist wirklich Cryptocarion irretans. Die Lampen scheinen es nicht zu schaffen, den Infektionsdruck komplett von den Tieren zu nehmen.
    Die Tiere werden am Ende blind und verenden. Generell trifft es bei mir nur ältere Tiere.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    die Fische wurden nicht untersucht.
    Du kannst mir glauben, daß es sich um Seewasser-Ichtyo(Cryptocarion irritans) handelt. Über 30 Jahre Seewassererfahrung stärkt den Blick!

    Gruß

    Hajo

    Hallo IP,

    falls vergessen: der Seewasser Ichtyo wird wissenschaflich
    Cryptocaryon irritans genannt. Im Volksmund spricht man
    gern vom Seewasser-Ichtyo, da Diagnose und Therapie der des Süsswasserverwandten entspricht.

    Gruß

    hajo

    Hallo Zusammen,
    das Thema war eigentlich die Effektivität einer 15W UV-Lampe in Bezug auf 350l Beckenwasser. Warum das jetzt abdriftet in Richtung Strahlenschutz etc, ist der
    ernsthaften Anfrage des Kollegen weniger dienlich, denn es trifft nicht den Kern
    der Sache. Die Fragen nach der Effizienz von UV-Lampen tauchen sporadisch immer
    wieder auf und werden in der Regel meist etwas schwammig beantwortet. Man bezieht sich oft auf die Herstellerangaben, die „Otto Normalverbraucher“ meist nicht versteht und dann in der Regel auch nicht seinem Problem anpassen kann. Hilfreich wären z.B. bei der Bekämpfung von Fischkrankheiten mit UV-Licht alle Rückmeldungen, egal ob sie positiver oder negativer Art sind. Dazu gehört neben den „Beckenwerten“ auch die Angabe der Daten der verwendeten UV-Lampe. Außerdem eine klare Diagnose der vorhandenen Infektion und eine Schilderung über den weiteren Krankheitsverlauf. Das eine entsprechende UV-Lampe den Infektionsdruck mindert, ist allgemein bekannt. Interessant wäre zu hören, ob der oft zitierte Dauereinsatz reicht, z.B. eine grassierende Ichtyo-Infektion ohne Verluste zu stoppen oder gar zu eliminieren. Da habe ich so meine Zweifel! In den einschlägigen Artikeln zu diesem Thema ist zwar zu lesen, dass der Einsatz von UV-Lampen von Vorteil sei, selten aber lehnt sich jemand zum Fenster heraus und berichtet vom Erfolg und vom Weg dorthin. Der Weg wäre hier sicherlich interessanter, um den (nachweisbaren) Erfolg auch zu untermauern.
    Ich selbst habe seit ca. 2 Jahren in meinem Riffbecken mit Fischbesatz zwei hintereinander geschaltete 36W UV-Lampen im Einsatz. Mit mäßigem Erfolg. Der Ichtyo breitet sich nicht mehr so stark aus, ist aber noch latent auf den Fischen vorhanden. Mortalitätsrate: 25% in 2 Jahren. Die Lampen werden halbjährlich ausgewechselt. Der Einlauf zum Auslauf ist jeweils auf der gegenüberliegenden Beckenseite. Pumpenleistung 2000l/Std. Wasserinhalt Becken: 2000L.
    Entsprechenden Berichten sehe ich mit Interesse entgegen.

    Gruß

    Hajo

    hallo zusammen,

    nach meinen Beobachtungen sind bei G. lamarck alle Jungfische Weibchen. Erst später im Alter trennt sich die "Spreu vom Weizen" (Weibchen wird zum Männchen). Bei mir (meinen Fischen) dauerte dieser Prozess mehrere Jahre bis ein wunderschönes, bulliges Männchen dabei herauskam. Leider verstarb das Weibchen im Laufe der Zeit. Obwohl in der Literatur widersprüchliche Meinungen zur Vergesellschaftung von Genicanthus-Arten zu finden waren, versuchte ich die Zusammensetzung mit einem Jungfisch. Der juvenile Zwerg maß ca. 4cm, das adulte Männchen ca. 30cm. Zu meiner großen Überraschung nahm das Männchen keinerlei !!! Notiz von dem Zwerg.
    Möglicherweise sind es die geringfügig unterschiedlichen Streifen auf
    der Körperoberfäche des kleineren Fisches, der eine Art Hemmung der Agressivität auslöst. Beweisen kann ich es noch nicht. Dazu muß das kleinere Tier noch im Wachstum zulegen. Bis dahin wird es spannend.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Robert,

    vielen Dank für Deinen Tipp. Natürlich ist mir das Problem bekannt,
    daß die "Geschmäcker" bei jeder Art individuell sein können. Dieses
    Problem hatte ich bei Ch.xanthurus, die ich auch wegen der Majanos und
    wegen des Artikels im "Meeresaqurianer" auf die Anemonen ansetzte.
    Pustekuchen! Die beiden Tiere interessierten sich für allerlei, nur
    nicht für die Plagegeister. Desgleichen Schiffbruch erlitt ich mit
    Chaetodon kleinii. Anfangs zupften sie noch an den Anemonen, später
    war alles andere interessanter. Die Vorliebe für Acroporas hat mit den
    Monaten abgenommen, sodaß ich sie im Becken ließ. Der mehrmalige
    Versuch Feilenfische einzusetzen schlug auch fehl. Hier in meinem
    Umfeld ist kein Händler in der Lage speziell auf meinen Wunsch ein-
    zugehen (A.tomentosus). Bestellt wird viel, aber es kommt entweder
    nichts an oder es sind die falschen Tiere. Laut Frau Prof. Thaler soll
    es nicht einfach sein, die Art genau zu bestimmen. Viele Abbildungen
    sind mit der Beschreibung nicht identisch!
    Wenn alle Stricke reißen muß ich es halt mit anderen Falterfischen
    versuchen. Das ist zwar russisches Roulette, aber mir bleibt bald
    keine andere Möglichkeit. Vielleicht geht es genauso gut, wie mit meinen
    beiden Großkaisern (H.ciliaris und P.chrysurus). Anfangs, im juvenilen
    Stadium gingen die auch an die Acroporas, jetzt nach 16 Monaten nicht mehr.
    Falls Dir noch ein Fressfeinfd für mein "Problem" einfällt, laß es mich bitte
    wissen.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Peter,

    ich frage deswegen, weil ich schon seit Monaten nach Acreichtys tomentosus
    suche und bislang noch keinen Erfolg hatte. Die Fische, die mir angeboten
    wurden, sahen alle sehr ähnlich aus. Doch keiner war darunter, der an
    Majanos ging. Das ist der eigentliche Grund, warum ich speziell A. tomentosus
    suche. Meine Anemonen nehmen allmählich überhand, ich muß etwas dagegen tun.
    Falls Du eine Quelle hast, die mir A. tomentosus besorgen kann, wäre ich Dir
    sehr dankbar. Mit Chaetodon kleinii habe ich es bereits versucht, leider ohne
    durchschlagenden Erfolg.

    Gruß

    Hajo

    HALLO Siegfried,

    das Problem mit den Feueranemonen beschäftigt mich zwangsläufig auch, da sich eine beträchtliche Anzahl in meinem Becken breit macht.Laut Professor Ellen Thaler und Andre Luty soll man Erfolg mit dem Seegrasfeilenfisch Acreichtys tomentosus haben. Nach wochenlangem Abklappern diverser Zoofachgeschäfte habe ich nun endlich ein Tier erstanden, das auch gesundheitlich einen stabilen Eindruck machte und erst einmal in ein Quarantänebecken einzog. Der Fisch entwickelte einen prächtigen Appetit. Aber leider nicht auf die Anemonen, die ich ihm zugesellte sondern nur auf die Mysis, welche ich beifütterte. Also habe ich ihn ein paar Tage hungern lassen, mit der Hoffnung, daß er zur Besinnung kommt. Pustekuchen! Die Anemonen sind für ihn Luft!
    Da mein Zoohändler in den letzten Tagen Lysmata wurdemanni
    erhielt, versuchte ich mittels einer mitgebrachten Anemone den "Wurdemanni-Test". Sofort nach dem Einsetzen der Majano stürzten sich die Garnelen auf die Anemone und zuppelten an ihrem Tentakelkranz. Das ganze Interesse dauerte nur kurz an. Nach ungefähr 5 Minuten gingen die Garnelen zum Alltag über und beschäftigten sich, wie vorher, mit anderen Dingen.
    Ich komme langsam zum Schluß,daß ich möglicherweise nicht um einen Einsatz von Falterfischen herumkomme. Bis dahin versuche ich aber noch ein zweites Exemplar von Acreichtys tomentosus zu bekommen. Vielleicht benimmt der sich "normaler".
    Das ist die momentane Situation.Wenn sich auf irgendeine Weise der Erfolg einstellen sollte, werde ich mich wieder melden.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Simon,
    ich habe ähnliche Erfahrung mit abfallendem Redoxwert unter
    Einsatz von Zeolith machen müssen. Der Redoxwert lag bei
    190 !!! Da der Phosphatwert auch nicht sonderlich gedrückt
    wurde, habe ich nach 3 Monaten Einsatz das Zeolith abgesetzt und gehe wieder zum vertrauten Rowaphos über.
    Der Redoxwert liegt jetzt wieder bei 440 und der Phosphatwert wird wieder deutlicher gesenkt(<1.0), was vorher mit Zeolith nicht möglich war. Rowaphos ist zwar die teurere Variante aber für meine Zwecke (2000l Steinkorallenbecken mit größeren Fischen, auch Großkaisern) die effektivste und schnellste Lösung.
    Gruß

    Hajo