Hi Dietmar
was heist ein Becken ohne Calcium&co-Verbrauch, wenn das Becken voll mit SPS und LPS ist, hast Du einen hohen Calciumverbrauch.
Nun der tägliche Wasserwechsel von 20L ist so berechnet, das der KH-Wert, Calcium,Magnesium, usw im Optimalen Bereich lag, dazu
werden noch Phosphate und Nitrate reduziert, und Problemen vorgebeugt. Was will man mehr?
Beim neuen im Bau befindlichen 3600L Becken werde ich wieder alles an Filtern weglassen, und nur mit Wasserwechsel arbeiten.
Eventuell basiert diese Aussage auf einem Rechenfehler? Aber auch in diesem Fall ist es nicht möglich die schwindenden Elemente wie Karbonat und Calcium ausschließlich durch den WW zu ersetzen. Sie müssen selbst bei moderatem SPS/LPS-Wachstum hin und wieder ergänzt werden. Bei einem Becken voller Steinkorallen schon allemal! Ich bin davon überzeugt, dass ein regelmäßig durchgeführter WW das Milieu in unseren Aquarien stabilisiert und das manches Element nicht so schnell zur Mangelware wird, wie es möglicherweise in anders betriebenen Becken der Fall ist. Es werden hierbei nicht nur partiell die Nährstoffe reduziert, sondern gleichzeitig verbessert sich der allgemeine Wasserhaushalt, insbesondere durch die Auffrischung der Salze und Spurenelemente. Wer einen verstärkten WW nicht scheut, läuft weniger in Gefahr schneller bei jenen Defiziten zu landen, die uns später unwiderruflich doch zu einer Verbrauchsoptimierung gewisser Elemente führen. Wie viel WW und in welchem Zeitraum er durchgeführt werden soll, obliegt den eigenen Beobachtungen. Je nach Besatz kommen einige Becken einige Zeit lang ohne die zusätzliche Zuführung von Calcium und Karbonaten aus. Früher oder später bedient sich aber jeder dieser Methode, ob per „Balling“ und/oder Kalkreaktor.
Bekanntlich ist der Karbonatspiegel, ebenso wie das Calcium, nicht immer gleich bleibend. Um dieses Problem zu lösen, wird bei mir die Verdunstung eines 300l-Beckens durch ein mit Natriumkarbonat angereichertes Wasser (60g/20l) ersetzt. Dies geschieht per Kanister und Nachfüllautomatik. Die benötigte Menge an Karbonat ergab sich durch langsames Herantasten auf eine gewünschte Höhe von KH 8-9. Diese Methode ergibt zumindest einige Sicherheit in Richtung einer stabilen KH, hat auch (jedenfalls bei mir) den schönen und praktischen Nebeneffekt eines ebenfalls stabilen PH-Wertes. Aber auch bei dieser Methode kommt man nicht umhin, hin und wieder per Hand den Karbonatspiegel zu erhöhen. Der Verbrauch von Karbonat durch die Korallen lässt sich nicht immer genau auf eine bestimmte Größe festlegen. Da spielen andere Dinge auch eine Rolle, wie z. B. das Calcium und der Wachstumsmotor unserer Korallen.
Leider bin ich wieder am eigentlichen Thema vorbeigesegelt. Aber vielleicht nicht vollständig. Denn über die Art und Weise, wie ich mein Wechselwasser ansetze, kommt man letztendlich schnell auf das Folgethema, nämlich die Häufigkeit eines Wasserwechsels. ![]()
Gruß
Hajo
