Beiträge von hajo

    Hallo Ingrid,

    Das ganze war auf die Aussage von Paulie bezogen.
    Zitat:
    "Mir fällt irgendwie auf, dass das Backsoda sich nicht so gut auflösen lässt im Wasser wie der KH-Puffer etc. von Meerwasserhändlern."
    Natriumhydrogencarbonat vs KH-Puffer von Meerwasserhändlern. Das KH-Puffer von manchen Händlern löst sich besser, da sie nicht nur das weniger gut lösliche Natriumhydrogencarbonat enthalten, sondern auch das besser lösliche Natriumcarbonat.

    Gruß Andy

    Hallo,

    Pauli hat gar nicht so unrecht. In etlichen Buffern befindet sich ein Gemisch aus Natriumhydrogenkarbonat und Natriumkarbonat. So soll wahrscheinlich der PH-Wert nicht
    ueber Gebuehr "strapaziert" werden. Diese Methode ist in der Meerwasseraquaristik bereits seit Hueckstedt bekannt und wird oft angewendet. Manche Hersteller dieser
    Rezepte fuegen auch noch weitere Elemente hinzu.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,
    ich glaube, wir muessen hier 2 Sachen auseinanderhalten. Einmal die Beobachtung, dass die hellen Wachstumsspitzen generell
    ein Ergebnis von viel Licht sind, scheint unbestritten. Eine knapp ausreichende Beleuchtung ergibt noch keine grossartigen, weisse Wachstumsschuebe, sondern
    nur einen maessigen Wuchs. Die Tiere wachsen sehr langsam. Das ist bei allen SPS zu beobachten. Den zweiten Punkt betrifft die Faerbung. Diese ist ebenso
    vom Licht abhaengig, nur gibt es hier wegen der unterschiedlichen Beleuchtungsmethoden auch unterschiedliche Wahrnehmungen.
    Die Milka in meinem Becken zeigt unter reiner LED ein ganz anderes Blau als mittags unter temporaerer Sonnenlichteinstrahlung.
    Also scheint das Lichtspektrum wesentlich fuer die Farbwahrnehmung verantwortlich zu sein. Hier bei meinem Beispiel ist es nur ein zeitweiliger, optischer Effekt.
    Da die Koralle nur stundenweise Tageslicht bekommt, und die meiste Zeit unter einem anderen Spektrum lebt, wird sie auch zwangslaeufig nur jene Farben wiedergeben,
    die ihr unter LED angeboten werden. Schade, denn im vollen Sonnenlicht sind die Farben nicht mehr zu ueberbieten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Alex,
    das hat Ingrid gut beobachtet. Bei mir waechst die Milka von der Seite in Richtung Beckenmitte und hat ein ebenso differenziertes Bild.
    Am Rand, weil nicht so hell, fast ohne weisse Spitzen. Zur Mitte hin, jeder Trieb weisse Koepfe. Bei HQI-Beleuchtung muss immer bedacht
    werden, dass der Lichtkegel des Reflektors nach aussen stark abnimmt. Ergo ist in diesen Bereichen die Lichtintensitaet gedaempft.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ingrid,
    Ich wuerde den Vorschlag von Reinhard noch einmal ueberdenken. Man glaubt es kaum, was das Fuchsgesicht an Algen wegputzt.
    Vor 2 Jahren begann bei mir auch die Valonia-Plage, die ich erst mit M. sculptus versucht habe, einzudaemmen. Ohne Erfolg.
    Erst mit dem Fuchs hatte ich Erfolg. Das Tier ist ein Dauerfresser. Innerhalb einiger Wochen hat das Fuchsgesicht mit allem,
    was auch nur entfernt nach Alge aussah, aufgeraeumt. Nur die grossen Kugeln waren ein Problem. Fuer die kleine Schnauze
    einfach zu sperrig. Ich leistete Hilfestellung, indem ich die grossen Kugeln mit der Pinzette anstach. Die schlaffe Haut wurde
    dann gern verschlungen. Wenn man ein kleines Tier erwischt, kommt es auch mit seinem kleinen, schmalen Maul in die eine
    oder andere Spalte.Allerdings muss man die allgemeine Fuetterung der anderen Fische fuer eine gewisse Uebergangszeit
    stark reduzieren. Ich kenne sonst keinen anderen Weg, diesem Problem Herr zu werden. Ueberhaupt wenn die Plage zu
    gross geworden ist. Bei mir hat es wunderbar geholfen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    @ Hajo : Aber wie bekommt man den PUR-Wert raus, hab ich bis jetzt auf Händlerseiten nie gefunden, meist wird das Spektrum oder einfach nur die Kelvinzahl angegeben.


    Hans-Werner Balling hat den PUR-Wert einmal als abstrakt bezeichnet. Dem würde ich mich anschliessen. Den Begriff habe ich nur erwähnt um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Korallen bezüglich des Lichtspektrums bezw. innerhalb der PAR-Bandbreite zu verdeutlichen. Somit wirst Du auch nichts Erhellendes finden, was den Begriff PUR in Abhängigkeit von Lumen/Kelvin/PAR erklärt. Und das auch noch für alle Korallenarten verbindlich.
    Mit dem Vorschlag von Bernd mit 14k und zusätzlichen Röhren lässt sich gut experimentieren.
    Habe das viele Jahre so gemacht und etliche in meinem aquaristischen Dunstkreis ebenfalls, mit bestem Erfolg.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    ich würde mein persönliches Geschmacksempfinden mit Hinblick auf die Farben nicht unbedingt über die Bedürfnisse der Korallen stellen wollen.
    Kelvin kann auch auf das Glatteis führen: Man kann mit den unterschiedlichsten Spektren die gleiche Farbtemperatur erreichen. Einzig und allein ist der PAR-Wert (Photosynthetic Active Radiation = pflanzenwirksamer Strahlungsbereich (350) 400-700nm, der von allen photosynthetisch aktiven Lebewesen genutzt wird) das Maß aller Dinge. Besser noch der PUR-Wert. Er beschreibt jenen Anteil der PAR-Strahlung, der letzten Endes wirklich von der Koralle aufgenommen wird. Wahrscheinlich ist das auch noch individuell verschieden. Aber das wäre jetzt ein neues Thema. Hier geht es ja um das persönliche Farbempfinden. Das mag durch Zufall in Einklang stehen mit den Erwartungen der Tiere. Muss es aber nicht.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,
    da moeglicher Weise durch das Absterben der Bakterienhaushalt durcheinander ist,
    wuerde ich den AS nicht abschalten, da dieser auch den Saerstoffgehalt positiv
    beeinflusst. Oxydation ist einer zeitweiligen Reduktion vorzuziehen. Vielleicht etwas
    weniger optimal einstellen. Mehr nicht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,
    auch ich wuerde auf einen temporaeren Naehrstoffmangel tippen. Auch, wie Bernd bereits sagte, traegt die
    hohe KH in diesem Fall leider noch dazu bei, den Schaden zu beschleunigen. Wenn man sehr niedrige Werte
    wie PO4 0,03 und NO3 ca. 2,0 misst, koennen zu einem anderen Zeitpunkt (Tage vorher oder Tage nachher)
    die Werte absolut im Keller gewesen sein! Aehnliche Beobachtungen macht man bei diesen Gratwanderungen
    auch mit Probiotics, wie Bacto Balance oder aehnlichen Produkten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,
    die Empfehlung von J.Kokott und jene von R.Latka liegen so weit nicht auseinander.
    10k + 4 stark blaulastige Roehren ergeben hoechstwahrscheinlich ein aehnliches
    Bild. Beide Varianten sind zu empfehlen. Jahrelang hatte ich ein grosses Korallen-
    becken ebenso mit HQI 10k + Roehren mit unterschiedlichen Blauanteilen betrieben.
    Danach erfolgte irgendwann der Umstieg auf eine reine T5-Beleuchtung. Die laeuft
    noch heute, allerdings in Konkurrenz zu LEDs (14k) und LED (16k) ueber 2 anderen
    Becken. Das Wachstum der Korallen ist ueberall aehnlich gut, die Farbwahrnehmung
    faellt allerdings differenzierter aus. Persoenlich wuerde ich ueber 14k nicht hinausgehen
    wollen, da manche Farben nicht klar genug herauskommen und oft verwaschen und dunkel
    wirken.
    Mit einem Spektrum zwischen 10k und 14k deckt man eigentlich alles ab, was Korallen
    so "wuenschen". Bis auf individuelle Ansprueche der Tiere der obersten Zone und der
    Tiere der Tiefe. Aber selbst die scheinen sich anpassen zu koennen. Bei dieser Betrachtung
    bleibt eigentlich nur die Geschmacksfrage uebrig. Und die wird erfahrungsgemaess recht
    unterschiedlich sein.
    Gruss Hajo

    Hallo Flo,
    grundsaetzlich kann man es mit Faltern versuchen. Auch scheint es hin und wieder mit A.tomentosus zu klappen.
    Eine Versicherung ist das aber nicht, wie ich vor Jahren erfahren musste. Bei einem gemischten Besatz an Fischen
    haelt sich deren Interesse stark in Grenzen, den Majanos den Garaus zu machen. In einem reinen Artenbecken ist
    das kein Problem, bei einem Mischbesatz, der dauernd gefuettert werden muss, bleibt das Interesse an den Majanos
    eher bescheiden. Ausserdem wird durch die taeglichen Futtergaben das Wachstum der Majanos zusaetzlich gefoerdert.
    Bezueglich der Falter besteht auch noch die Gefahr, dass sie sich permanent an den Korallen vergreifen. Wer das nervlich
    aushaelt, kann es versuchen. Persoenlich wuerde ich in einem voll besetzten Korallen-und Fischbecken davon abraten.
    Es sei denn, man bekommt die Tiere leicht wieder heraus, kann sie austauschen und loest womoeglich irgendwann das
    Problem. Ich bin da eher skeptisch. Ein paar Majanos vernichten zu lassen, ist nicht das Problem. Es ist die Masse der
    Plagegeister, die einen schier zum Verzweifeln bringt. Aus meiner Erfahrung kann ich nur 2 Tipps geben. Entweder raus
    mit der gesamten Deko (was fast einen Neuanfang bedeutet) oder man greife zur Kalkspritze. Wie ich zu einem frueheren
    Thema bereits beschrieben habe, wird der angesetzte Kalkbrei mittels Spritze (ohne Nadel) auf die Mundoeffnung der
    Anemone gebracht. Durch den Fressreflex des Tieres wird der Kalkbrei eingezogen und wird so der Majano zum Verhaengnis.
    Selten muss man nach ein paar Tagen nachspritzen. Voraussetzung ist sehr ruhiges Wasser (vor der Prozedur die Pumpen
    abstellen und eine halbwegs ruhige Hand. Diese Methode ist sehr effektiv, sie braucht aber ihre Zeit! Je hoeher die Anzahl
    der Majanos um so laenger dauert diese Prozedur. Ich weiss wovon ich rede. Ich rede von ca. 200 bis 300 dieser Anemonen
    in einem 2000l-Becken. Ausraeumen war auch nicht mein Ding, und der Erfolg mit Falter und Co. liess auf sich warten.
    Bei taeglicher "Behandlung" war das Becken nach ca. 4 Wochen majanofrei. Die meisten Schwierigkeiten bereiteten jene
    Tiere, die versteckt in Spalten und Ritzen lebten. Mit der Zeit entwickelte man aber eine Technik auch ihnen "mundgerecht"
    das Ableben zu ermoeglichen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Marion,
    eine Spurenelementemischung als Kombipraeparat waere nicht schlecht.
    Weitaus wichtiger ist genuegend Licht. Da unterscheidet sich die Crocea
    deutlich von den anderen Muscheln. Hier ist starkes Licht gefragt. Ansonst
    sind alle Tridacnen pflegeleicht, wenn sie sauberes Wasser und genuegend
    Calcium und Karbonate vorfinden. Das Ergebnis erkennt man unterhalb
    des Mantellappens als weissen Zuwachs der Schale. Wenn dies nicht zu
    sehen ist, dann stimmt etwas nicht. Entweder zu wenig Licht oder zu wenig
    Naehrstoffe bezw. zu geringe Kalziumzufuhr und eventuell fehlende Spuren-
    elemente.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,
    wenn die Razor 300W in Effektivitaet und Preis/Leistung der kleineren 160W-Version entspricht, wuerde ich nicht zoegern, sie zu kaufen.
    Mit der 160W-Version habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und mache sie noch immer. Ich weiss wovon ich rede, denn der damalige
    Umstieg von einer absolut teuren Premium-Version eines namhaften deutschen Herstellers auf die Maxspect Razor 160W geschah nicht
    ohne Grund. Wer dauernd Ausfaelle zu beklagen hat, der sieht sich zwangslaeufig nach anderen Produkten um. Meine Wahl fiel damals
    zugunsten der Razor aus, da die Form sehr ansprechend war und die Lichtausbeute mehr als ausreichend war. Zudem ist diese Leuchte
    das reinste Leichtgewicht, im Gegensatz zu den meisten schweren Brummern. Die Lichtausbeute ist sehr gut, sie versorgt noch Lps in
    85cm Wassertiefe aureichend! Die Lichtansteuerung ist nicht kompliziert, ergo auch nicht sonderlich anfaellig. Einziger persoenlicher
    Kritikpunkt bleibt die weiss/blaue LED-Verteilung. Gern haette ich mir noch roetliche und gruenliche Farben gewuenscht. Letztendlich
    war es aber der Preis, der den Ausschlag gab. Das teure Lehrgeld der ersten Leuchte wollte ich mit der 2. Beleuchtung nicht noch einmal
    zahlen. Deswegen erschien mir der Kaufpreis von unter 500 Euro fuer diese Leuchte einen neuen Versuch wert, den ich bis heute nicht bereut habe.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Beate,
    mittlerweile ist der Ramosus für seine Attacken beruechtigt. Vor 2 Jahren hat auch er mir 2 neu eingesetzte Gramma loreto zerbissen , bis diese starben.
    Damals schwor ich mir, keinen mehr zu kaufen. Es hat nicht lange gehalten, da dieser Fisch ein ausgezeichneter Algenfresser ist. Jetzt geht es besser, da er von einem
    Acanthurus in Schach gehalten wird. Sonst haette ich wegen der anderen Fische schwere Bedenken. Ich kann das Tier nur empfehlen, wenn der übrige Fischbesatz
    wesentlich grösser oder wehrhafter ist. Ausnahmen soll es aber auch geben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,


    Artur: 
    Ich habe auch Respekt vor den Herstellern dieser Keramik-Sachen, dass sie Zeit und Geld in die Entwicklung gesteckt haben, um uns andere Möglichkeiten der Dekogestaltung zu geben. Aber leider ist das Produkt nicht so perfekt wie LS, sondern hat die im Thread bereits oft erwähnten Nachteile.


    Was sind denn eigentlich die angeblich so oft erwähnten „Nachteile“? Wer sich mit diesem Thema ernsthaft beschäftigt hat und dabei die negativen Berichte aufmerksam studiert hat, wird wohl kaum zu der Auffassung gelangen, dass der alleinige Grund für die Misere ausschließlich bei der Riffkeramik zu suchen ist. Fast alle Diskussionen um dieses Thema ließen den Schluss zu, dass eigentlich, wie man so schön sagt, der Fehler vor dem Becken saß. Durch längeres Hin und Her im Thread und durch intensiveres Hinterfragen sind oft Dinge ans Tageslicht gekommen, die für ein gesundes Einfahren der Riffkeramik mehr als abträglich waren. Da sind u. a. oft im Vorfeld irgendwelche „Mittelchen“ verwendet worden, nur um die Biologie des Beckens zu beschleunigen. Ohne profunde Kenntnisse der ablaufenden Reaktionen ein äußerst fragwürdiges Vorgehen. Wenn man doch nur bei einem Produkt geblieben wäre…..Oder man hat sich gleich die Vorreinigung bzw. das Wässern der Materie geschenkt. Auch ist oft die „Betriebsanleitung“, also der Leitfaden des Herstellers, ignoriert worden. So ist von Anfang an der Start in die Hose gegangen. Die Gründe sind oft zu viel Hektik, Unwissenheit und beratungsresistentes Verhalten. Dieses alles der Riffkeramik in die Schuhe zu schieben, halte ich für sehr naiv. Es gibt genug positive Beispiele, die hier auch genannt wurden. Und es werden immer mehr. Wahrscheinlich aber erinnert man sich mehr an die negativen Beispiele, leider ohne deren gesamten Verlauf zu kennen und zu verstehen. Das erinnert mich stark an die frühen, lebhaften Diskussionen um die LED. Was sind da früher für Ammenmärchen erzählt worden. Oft genug von denen, die selbst keine Erfahrung auf diesem Gebiet mitbrachten. So ähnlich liegt der Fall auch bei dem Thema „Riffkeramik“.

    Gruß

    Hajo

    Hallo,

    seit 2008 betreibe ich u. a. ein Becken mit einer vollständigen Rückwand aus Riffkeramik. Anfänglich hohe Silikat- und Phosphatwerte relativierten sich mit der Zeit durch Wasserwechsel und beginnende biologische Prozesse. Nach ungefähr 3 Monaten begann sich die Keramik mit Kalkrotalgen zu überziehen. Die so oft zitierten Plagen blieben aus, bis auf eine Massenvermehrung von Valonia, deren "natürliches" Verschwinden viel Zeit in Anspruch nahm. Beim Einfahren hielt ich mich größten Teils an die Empfehlungen des Herstellers (T. Luther) und an eigene, frühere Erfahrungen mit neu eingerichteten Aquarien. Der Einzug der ersten Niederen begann nach 3 Monaten, einige Algen fressende Fische und Schnecken zogen bereits früher ein. Biologische Stabilität stellte sich allerdings erst in den späteren Monaten ein. Aus heutiger Sicht würde ich immer wieder auf die Riffkeramik zurückgreifen. Nur Geduld sollte man mitbringen. Wer das nicht beherzigt, hat nachher den Schaden. Das Becken läuft von Anfang an, so war es auch geplant, ohne jegliche technische Unterstützung, wie z. B. Phosphat- und/oder Nitratfilter. Einzig und allein hängt ein UV-Filter im System und die Wasserbewegung wird per Nanostreams erledigt. Das Becken ist voll von SPS/LPS. Einige Fische und Muscheln runden das Bild ab. Gestern gemessenen Wasserwerte: PO4=0,03; NO3=2,6; Ca=400; KH=8. Das war nicht immer so, aber durch TM BB konnte ich erstmalig diese niedrigen Werte erreichen. Übrigens ist für diese Art von Anwendung auch die Geduld das oberste Gebot. Ein vorsichtiges und langsames Herantasten ist auch hier angesagt, sonst kommt das Tal der Tränen schneller, als man denkt. Also, den Daumen hoch für Riffkeramik!

    Gruß

    Hajo

    Hallo Bernd,

    Ich hatte mich eigentlich mit meinem Vorschlag auf den Beitrag des Themenstarters bezogen. Dieser hat keine Fische im Becken. Leider kommt von dieser Stelle kein Beitrag mehr.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Bernd,

    Deiner Behauptung moechte ich freundlich widersprechen. Wenn man den Fisch nicht zusaetzlich fuettert, wird er ungeahnte Moeglichkeiten finden, auch nur den letzten und laengsten Faden einer Alge zu erwischen. Meiner hat in der Anfangszeit die langen Faeden durch Seitwaertsbewegungen abgerissen und anschliessend regelrecht aufgesogen. Mag sein, dass in anderen Faellen die abgerissenen Faeden verschmaeht wurden, der kuerzere Teil wurde aber bestimmt restlos vertilgt. Auch waere man in dieser Situation in der Lage, die nicht vertilgten Faeden abzusaugen. Voraussetzung fuer das Gelingen einer restlosen Vernichtung der Algen ist und bleibt das Unterlassen einer zusaetzlichen Fuetterung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    die Muschel wird verenden. Ursache sind nicht die Borstenwuermer. Diese werden immer verstaerkt bemerkt, wenn es mit der Tridacna zu Ende geht. Der Grund fuer ein Ableben ist vielfaeltig, z. B. Stress, falsche Haelterung bezw. nicht korrekte Wasserwerte, zeitweilige Unterkuehlung und laengerer Lichtmangel. Es sollte beim Muschelkauf das Tier genauestens geprueft werden, damit solche Todeskandidaten nicht erworben werden. Sprich einmal mit dem Haendler, vielleicht kann man sich einigen. Es ist immer aergerlich so ein schoenes Tier auf diese Art zu verlieren. Vom materiellen Verlust einmal abgesehen.....
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    endlich sind wir wieder beim Ursprungsthema, den Algen bezw. deren Vernichtung. Fuer diejenigen, die ein ausreichend grosses Becken zur Verfuegung haben und welches eine angemessene Standzeit z. B. von 3 Monaten aufweist, sind Vertreter der Familie der Kaninchenfische die erste Wahl. Lo vulpinus, das Fuchsgesicht, ist fuer mich die konsequenteste "Algenvernichtungsmaschine" , die ich kenne. Leider verputzt er auch Caulerpa, so er sie im Becken vorfindet. Ich kann dieses Tier rundherum empfehlen, nur muss hier auch die Beckengroesse stimmen. Es geht auch mit kleinen Exemplaren in kleineren Aquarien. Man sollte nur fuer spaeter einen Abnehmer fuer den Fisch finden. Am Besten einen Aquarianer mit Algenproblemen. Auch der Haendler um die Ecke kaeme in Frage. Dieser Fisch hat bislang jedes algenverseuchte Becken kahl gefressen! Es sind Tiere im Handel, die nur eine geringe Groesse von 5-6 cm aufweisen. Diese sind goldrichtig fuer den voruebergehenden Aufenthalt in kleineren Becken.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Karin, Hallo Sven,

    es werden ausschließlich nur die Messvorgänge C1 und C2 wiederholt. Keine Neubefüllung!

    Die Anzahl der Wiederholungen ist individuell zu sehen. Ich selbst praktiziere bis zu 5 Wiederholungen.

    Die Summe der abgelesenen Werte wird dann durch die Anzahl der Messungen (Wiederholungen) geteilt,

    mit 3 multipliziert und durch 1000 dividiert. Fertig.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Guido,
    in der Regel kann man sich auf den Hanna-Checker verlassen. Ab und zu gibt es aber auch Ausrutscher im Messergebnis. Das heisst, dass es manchmal zu einem nicht plausiblen Anzeigewert kommt. Deswegen habe ich mir abgewoehnt, den ersten gemessenen Wert zu akzeptieren. Um nicht einem Wert auf den Leim zu gehen, wiederhole ich die Messungen mehrmals und teile dann die Summe durch die Anzahl der Messungen. Zufaellige Ausrutscher werden nicht mit erfasst.
    Ich wiederhole nur die Messung, nicht die gesamte Analyse!Wenn Du dich nur auf eine Messung verlaesst, ist das ein bischen Russisch Roulette. Sonst ist das Geraet sehr praktisch und sehr zu empfehlen. Ab und zu mess ich gegen den PO-Test von Gilbers. Es sind nur geringe Abweichungen zu verzeichnen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andre,
    Gut zu wissen, dass er zu fressen beginnt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo Du auch anderes Futter anbieten solltest. Weg von der Artemia und hin zu Kril, Mysis und weissen Mueckenlarven. Versuch auch bitte, ihn an allerlei Gruenfutter zu bringen. Wenn er das nimmt, ist er ueber den Berg. Ein paar Vitamintropfen eines handelsueblichen Produktes in den Beigaben sind auch nicht verkehrt. Am Anfang sollte dieses Tier all unsere Aufmerksamkeit verdienen. Nur so haelt man die Gefahr einer Erkrankung, wie zum Beispiel nach einer laengeren Hungerperiode inklusive Dauerstress, gering.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andre,

    versuch es einmal mit ausgewachsenen Artemien. Nicht die selbstgezogenen, die sind oft zu klein. Nimm die vom Händler. Die können eine beachtliche Größe erreichen.

    Falls das Tier dann frisst, versuch nach ein paar Tagen einen Mix aus lebenden und gefrorenen Artemien. Danach probiere es mit weißen Mückenlarven. Als pflanzliche

    Alternative böten sich Nori-Algen an. Ist aber am Anfang Glücksache. Gut ist auch eine Vergesellschaftung mit anderen Fischen, die den Fressneid beim Zanklus wecken.

    Z.B. Demoisellen, Chromis oder Abudefduf etc. Mit dieser Methode habe ich sehr oft Erfolg gehabt. Allerdings habe ich beim Händler schon genau hingeschaut, da

    geschwächte Tiere meistens krankheitsanfällig sind und auch deshalb schlecht ans Futter gehen. Wie gesagt, Du musst einigen Aufwand treiben um das "richtige"

    Futter zu finden. Bislang haben meine Tiere zuletzt alles gefressen. Sogar das Innere vom Brötchen. Anfängliche Bedenken, dass der Zanklus inmitten einer gefräßigen

    Fischmeute zu kurz kommt, kann ich verneinen. Die Tiere können sich sehr gut behaupten.

    Also, Versuch macht klug!

    Gruß

    Hajo

    Hallo,

    ich arbeite mit einem guten Leitertmessgerät. Zur sporadischen Überprüfung nutze ich ein
    Aräometer. Die Messungen mit dem Refrak habe ich eingestellt, weil die Messergebnisse
    im Schnitt zu ungenau waren.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,
    in sog. naehrstoffarmen Becken werden LPS auch durch Staubfutter nicht "satt".
    Da bedarf es groesserer Brocken. Das "Saettigungsgefuehl" ist dann erreicht, wenn
    das Tier weiteres Futter ablehnt. Dabei koennen die Fresspolypen durchaus noch
    aktiv erscheinen. Die Ablehnung weiteren Futters kann aber auch andere Gruende haben,
    wie z. B. ein Zuviel des Angebotes in zu kurzer Zeit.
    Gruss
    Hajo

    @Hans-Werner:

    Hallo Kevin,

    von den blau-violetten LEDs mit 420 nm habe ich noch nichts gesehen. Ich glaube, die sollen wenig leistungsfähig sein. Für die Korallen hat das Licht mit 420 nm keine besondere Bedeutung, nur Licht von ca. 450 nm, und optisch ist ein Spektrum mit 470 nm-LEDs natürlicher und ausgewogener.


    Hallo Hans-Werner,

    dann schau Dir mal die Beschreibung der Maxspect RAZOR r420r an. Dort wird folgendes beschrieben:

    The Razor Lighting System also utilizes the 410/420nm Super Actinic LED chips, the spectrum that´s crucial for the
    success of any reef and water plant aquariums as it is required by Chlorophyll A for photosynthesis, where
    absorption peaks at 412nm.

    Ist diese Aussage wissenschaftlich fundiert oder sind das Behauptungen, die aus der Luft gegriffen sind?
    Da ich auf den amerikanischen Seiten über diese Aussage keine Kritik finden konnte, ist anzunehmen, daß
    dieses Statement auch sein wird.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    Klar, der Blauanteil ist natürlich auch im Flachwasser vorhanden. :grinning_squinting_face: Im relativ streng begrenzten Lebensraum (Wassertiefe) steht der Crocea noch das gesamte Spektrum zur Verfügung. Das Tier kann sich also des kompletten Spektrums bedienen und wird es optimal nutzen. Bei fehlenden Spektralanteilen können sich Anpassungsschwierigkeiten (bis hin zum Tod) ergeben. Vergrößert man den Blauanteil einer LED-Leuchte geht das zu Lasten der anderen Lichtfarben und ist für die Tiere der "oberen Regionen" sicherlich nicht von Vorteil. Ob Tidacna oder Koralle, jedes lichtabhängige Tier hat seinen angestammten Platz. Nur hier findet es optimale Bedingungen und kann gedeihen. Es mag sein, das Übergangszonen des Lichtes toleriert werden, aber nur zu Ungunsten des Tieres, bzw. zu Lasten ihrer arteigenen Farbe und/oder ihrer Entwicklung.
    Das Thema Licht ist also nicht eine Frage des Geschmacks oder eines persönlichen Empfindens sondern
    unter diesen Umständen mehr als eine Betrachtung wert.
    Gruß
    Hajo

    @Hans-Werner:
    Das Problem bei LED ist eher der hohe und manchmal unausgewogen eingesetzte Blauanteil. Der scheint manchen Flachwasserkorallen Probleme zu bereiten.


    Hallo Hans-Werner,

    wahrscheinlich hast Du damit recht. Mir ist nach dem Wechsel auf die stark blaulastige Maxspect eine T. crocea
    eingegangen. Nach "Knop" kann dieses Flachwassertier nichts mit den Blauanteilen des Lichtspektrums anfangen. Das sollte man vor dem Erwerb solcher Tiere beachten, sonst geht es schief und die Ursache wird meist übersehen und woanders gesucht.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,
    ich glaube, dass in diesem Fall der Hersteller nach 4 Stunden nicht mehr die Größenordnung und die Vielfalt jener Elemente gewährleisten kann, mit denen er sein Produkt bewirbt. Längeres Verweilen in einem Behälter, sei er zum Ansetzen oder als Vorratsspeicher in Gebrauch, führt zu leichten Veränderungen in der Komplexität der Salzmischung (Hajo´s Meinung). Das von mir angesetzte frische Salzwasser weicht bereits nach einer Woche Standzeit im Vorratsbehälter z. B. im KH- und CA-Bereich leicht von den Angaben der Hersteller ab. Wahrscheinlich verhält sich das mit den anderen vorhandenen Elementen ähnlich. Manche scheinen relativ stabil zu sein, andere sind leicht flüchtig (Jod, Eisen). Vielleicht liest Armin diesen Beitrag, und kann etwas zur Erhellung dazu beitragen?
    Gruß
    Hajo