Beiträge von hajo
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Hallo Tobias,
Diese Situation ist nicht ganz einfach zu beantworten. Im Grunde genommen ist normalerweise nichts dagegen einzuwenden. Nur, in Deinem Fall ist die Situation etwas anders. Das uebriggebliebene Weibchen wird, falls die Zeit seit dem Verlust des männlichen Tieres zu weit fortgeschritten ist, sich geschlechtlich in Richtung Mann orientieren. Das koennte zu Differenzen mit dem neuen Männchen fuehren. Ich wuerde es trotzdem versuchen. Aber das musst Du selbst abwägen. Versuch macht klug. Und oft auch Freude.
Gruss
Hajo -
Hallo Torben,
Ja, in gewisser Weise sollte man auf Garnelen verzichten. Allerdings ging das damals mit einem Paar Stenopus gut.
Ich wurde die Art von Australien nehmen. Die ist farblich ansprechender, weil mehr blau im "Fell". Besonders gut sieht
die Maul Partie mit den grossen Zähnen aus. Beim Einsetzen ist Vorsicht geboten. Sehr schreckhaft, bis hin zur Ohnmacht.
Kein Witz. Meinen ersten musste ich wiederbeleben. Schockstarre!
Für weitere Infos stehe ich Dir gerne zur Verfügung.
Gruss
Hajo -
Ein Päärchen Gomphosus varius - Langnasen-Lippfisch wäre für dein Becken auch sehr atraktiv. Sie sind viel Schwimmer und haben ein sehr schönes Paar Verhalten.
Wenn ich du wäre, würde ich mir einen Coris gaimard - Allocoris gaimard zusammen mit einem Choerodon fasciatus - Harlekin-Lippfisch gönnen. Da hast du echt ein paar Hingucker…und immer Leben in der Hütte.Hallo Torben,
Bei dieser Beckengroesse sind Dir doch beim Thema Zwerglippfisch keine Grenzen gesetzt. Den Vorschlag von Stefan finde ich gut. Den Harlekin hatte ich einmal als Paar. Leider verstarb das weibliche Tier. Wird bestimmt eine der Hauptattraktionen sein. Den Gomphosus kann ich nur bedingt empfehlen. Ist aber eine persönliche Ansichtssache. Mit ruhigen Fischen kannst Du diese unruhigen Zeitgenossen nicht vergesellschaften. Die kriegen es an den Nerven.
Gruss
Hajo -
Hallo Ewald,
Njein! Fuer sie sind aber noch genug Korallen da.
Spass beiseite. Ich hatte bereits in anderen Diskussionen darauf hingewiesen, wie ich die Möglichkeiten eines Zusammenlebens mit Kaiser und Faltern geschaffen habe. Entweder hat es niemand gelesen oder auch vielleicht nicht geglaubt oder gar nicht erst verstanden? Vielleicht erzähle ich es noch einmal spaeter in Verbindung mit einigen Bildern.
Gruss
Hajo -
Hallo Stefan,
Pomacanthus chrysurus ist richtig. Auch Pygoplites diacanthus. Holocanthus ciliaris sieht man ebenso wie Genicanthus lamarck (Männchen). Das Weib ist nicht auf dem Bild. Mal sehen, ob ich noch einige Fotos finde, auf denen die ganze Mannschaft zu sehen ist. Es fehlen noch Zebrasoma flavescens, Zebrasoma xanthurus, Ctenaechotus hawaiiensis, Acanthurus pyroferus.
Und andere.
Gruss
Hajo -
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Hallo Torben,
Wie ich sehe, machst Du Dir viel zu viele Gedanken über die „Hobbits im Elfenland“. Dieses kleine Gewusel würde ich, so wie es bereits angeklungen war, erst nach und nach oder nach Bedarf einsetzen. Andere Überlegungen würde ich in den Vordergrund stellen, wie zum Beispiel bei der Planung der Riffkonstruktion ausreichen Platz lassen für die eventuelle Nutzung einer Trennscheibe. Im Laufe der Zeit wird bestimmt der eine oder andere Neuzugang auf alteingesessene Stänkerer treffen. Das ich dies Methode verpennt habe, zeigen deutlich die Fotos unten. Hier möchte ich auch gerne auf die Bereitstellung eines ausreichen großen Durchgangsbecken hinweisen. Dieses Becken ist mit ein Garant für ruhigen Schlaf und einen stressfreien Alltag. Das Thema hatten wir ja schon. Hast Du Dir schon Gedanken um die Kerntruppe Deines neuen Fischreigens gemacht? (Groß)kaiser?, Gruppe(n) von Doktorfischen?
Gruß
Hajo -
Betr. Siganiden
Hallo Dani,
generell würde ich diese Aussage nicht treffen wollen. Es gibt zumindest die Auffassung von Experten, dass gerade solche Siganiden als Paare zu halten sind, die sich im geschlechtsreifen Alter paarweise absondern, um dann eine dauerhafte Paarbildung einzugehen. Klingt logisch. Das ist ein bedeutender Unterschied mit Hinblick auf das permanente Leben im Schwarm oder Gruppe ihrer Brüder und Schwestern. Es gibt also solche, wie auch solche. Der Siganus (Lo) vulpinus wurde als solcher genannt. Ein anderer Vorteil soll die geringere Größe dieser Art im Verhältnis zu den anderen Spezies sein. Deswegen besonders Aquarium tauglich. Voraussetzung sei ein genügend großes Becken und die unterschiedliche Größe der einzusetzenden Jungfische. Die Aussicht auf ein Leben zu Zweit bei diesem Fisch hat mich auch überrascht. Man sollte nicht alles glauben, was so kolportiert wird, sondern erst alles kritisch hinterfragen. Dazu gehören auch eventuell die selbst erlebten, negativen Erfahrungen, die man aber immer mit den neuesten wissenschaftlichen, biologischen Erkenntnissen der Fachwelt abgleichen sollte. Vielleicht gibt es auch schlechte Erfahrungen in der Zusammenhaltung? Kann ich nicht beurteilen, weil selbst noch nicht probiert. Kann dann aber auch an den speziellen Gegebenheiten vor Ort liegen.
Gruß
Hajo -
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Hallo zusammen,
ihr Schleimer! Nix gibt’s.
Trotzdem vielen Dank für die "Blumen". Wer mich kennt, weiß auch, dass ich zu einigen Dingen eine kritische Einstellung pflege. Das beinhaltet einige Bereiche der Riff-Aquaristik ebenso wie die Ergebnisse fotografischer Leistungen. Besser ist nicht gut genug.
Natürlich gibt es später das eine oder andere Foto. Muss aber zu den Themen passen, sonst ist es ein reines Schaulaufen und das geht mir gegen den Strich. Nach dem Motto: Nix zu sagen, aber Fotos!
Torben, gegen den Mulm kannst Du nur strömungstechnisch etwas unternehmen. Reger Fischverkehr wird einen Teil von der Deko fegen, aber beileibe nicht allen „Dreck“. Du glaubst nicht, was sich mit der Zeit hinter den Korallen und in den Mulden anhäuft. Ab und an muss ich das Zeug auch einmal absaugen. Es stört aber auch nicht, wenn man es liegen lässt. Es hat keinerlei Einfluss auf die Wasserqualität. In einem voll besetzten Becken sieht man den Mulm sowieso nicht. An den Korallen bleibt er auch nicht hängen, weil ich dafür gesorgt habe, dass in jeder Acro eine Krabbe ihren Wohnbereich sauber hält und die "Dickfleischigen" haben ja die Fähigkeit sich selbst zu reinigen. Gedanken würde ich mir nur über jene Bereiche machen, die ich per Hand nicht erreichen kann. Aber da sind der Fantasie ja keine Grenzen gesetzt. Früher hatte ich in einem Becken eine sogenannte Riff-Hinterspülung. Das war nichts anderes, als eine fest installierte kleine Pumpe hinter der Rückwand, die mir diesen Bereich auf Wunsch frei pustete. Heute verzichte ich auch auf diese Möglichkeit, da ich dem Detritus keine negative Bedeutung zumesse. Es sei denn, er wird lästig. Dann muss er raus.
Gruß
Hajo -
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Hallo Torben,
Da hast Du mich aber jetzt überschneidend aus der Reserve gelockt!
Auf Vorschlag eines von mir sehr geschätzten Aquarianers stelle ich jetzt diese beiden Aufnahmen zur Diskussion. Diese beiden Fotos nehmen Bezug auf die unterschiedliche, individuelle Wahrnehmung des Wachstums generell. Man möge mir die schlechte Qualität und die ungenügende Schärfe der Bilder nachsehen. Fototechnisch bin ich ein Grobmotoriker und oft Garant für grottenschlechte Aufnahmen. „Goldener Schnitt“ ist für mich ein böhmisches Dorf. Ehrlich gesagt, fehlt mir hierzu auch jegliche Begeisterung.
Die Fotos zeigen oben den Tominin aus dem Jahre 2012 (da hatte ich ihn bereits Jahr).
Die untere Aufnahme ist in den letzten Tagen entstanden. Der kaum sichtbare Größenunterschied trügt sehr, da die Fotos in unterschiedlicher Entfernung und mit unterschiedlicher Einstellung aufgenommen wurde. In natura beträgt der Unterschied ca. 2-3cm. Das ist nicht viel, aber sicherlich für einen kleinwüchsigen Doktor genug. Die Farben verändern sich nicht. So viel kann ich zur Größe und Farbgebung und eventuell zur Entschlussfreudigkeit beitragen. Der Fisch ist in natura viel schöner, als er hier dargestellt wurde.
Gruß
Hajo
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Hallo Torben,
Die angeblichen Probleme mit Ctenochaetus sollte man nicht verallgemeinern. Ctenochaetus hawaiiensis (Chevron) und Salarias fasciatus haben sich in meinem grossen Becken immer vertragen. Wie das bei dem Tominiensis und dem Ramosus in einem grossen Becken ausgeht, kann ich nicht voraussehen. Dass aber viel grössere Doktorfischarten den kleinen Schleimfisch derart attackieren, dass es auf eine Trennung hinausläuft, wage ich sehr zu bezweifeln. Ausweichmöglichkeiten haben die Schleimfische genug. Wenn das Becken mit vielen Spalten und Hoehlen ausgestattet wird, wurde ich einer Vergesellschaftung eher gelassen entgegensehen. Voraussetzung ist, dass für beide Arten auch ein genügendes Futterangebot vorhanden ist. Ich meine nicht so sehr das Zusatzfutter, sondern den natürlichen Aufwuchs auf der Dekoration. Besonders für Salarias & Co.! Das Gute daran ist die Tatsache, dass mit zunehmender Groesse der Doktoren, die kleinen Schleimfische ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen werden, da die grossen Tiere nicht mehr in alle Zonen der veralgten Bereiche kommen können. So etwas, wie diese Überlegung, koennte man bei der Planung der Riffkonstruktion berücksichtigen.
Gruss
Hajo -
Hallo zusammen,
in puncto des Tominin scheint es sehr widersprüchliche Aussagen zu geben. Nicht nur, was die Vergesellschaftung angeht, sondern auch wegen seiner Größe und speziell wegen seines (nachgesagten?) Charakters. Ist das auch so? Bei mir schwimmt im 4. Jahr ein Tominin in Gesellschaft von Grammas, Grundeln, Zwerglippfischen, Leierfischen und einem Kaninchenfisch. Dass bei dieser Besetzung der Ctenochaetus Chef im Ring ist, bleibt unbestritten. Er lässt das aber beileibe nicht so heraushängen, wie in anderen Konstellationen beschrieben wurde. Amblyeleotris aurea, als Paar, und Lo vulpinus kamen erst ins Becken, als der Tominin bereits 1 Jahr dort seine Runden drehte. Die Grundeln kaufte ich aus Begeisterung, das Kaninchen für die sich damals stark ausbreitenden Valoniae, die auch mit Erfolg bekämpft wurde. Wenn auch langsam. Kein Stress mit den Grundeln, anfangs kleinere Attacken gegen den Kaninchenfisch. Diese legten sich kurz nach dem Einsetzen aber sofort, da der Ctenochaetus vor lauter Übermut mit der aufgestellten, giftigen Strahlen der Rückenflosse unliebsame Bekanntschaft gemacht hatte. Seitdem ist Ruhe im Karton. Sie schwimmen jetzt zusammen, und grasen wie die Schäfchen nebeneinander. Den einzigen „Blutdruckerhöher“ für den Tominin, den Ramosus, habe ich nach einiger Zeit heraus fangen müssen. Da ging nichts mehr.
Alles im allen muss ich sagen, dass es bei vielen Vergesellschaftungen nicht nur auf die richtige Beckenkonstruktion, sprich Größe und gut durchdachte Innenarchitektur ankommt, sondern dass auch besonders auf die natürlichen Gewohnheiten der einzelnen Individuen und deren Charaktere geachtet werden muss. Jeder Fisch kann sich seiner Umgebung anpassen, soweit es die Umgebung zulässt. Wenn aber bereits dort Fehler gemacht werden, ist es bald mit der Harmonie vorbei und meist negative oder ungenaue Berichte sind die übliche Resonanz. Bei „Aggressoren“ hilft oft Ablenkung. Acanthurus achilles mit Acanthurus leucosternon und Zebrasoma xanthurus zusammen in einem Becken, muss keine Seltenheit sein. Man sollte sie nur inmitten wohl durchdachter Aufbauten, zahlreicher anderer Fische, wie Fahnenbarschen und/oder Lippfischen schwimmen lassen. Dieses Gewusel bedeutet permanente Ablenkung. Entgegen anderer Meinung bin ich ein großer Befürworter für einen Start mit Jungfischen, ob einzeln, zu Zweit oder in der Gruppe. Das hat den Vorteil, dass die Hackordnung etwas moderater abläuft, sich mit dem langsamen Heranwachsen abschleift und das weitere Zusammenleben nicht so empfindlich gestört wird, wie es beim Nachsetzen von großen Tieren meist der Fall ist.. Natürlich kommt es manchmal auch zu unüberbrückbaren Unverträglichkeiten. Dann ist der Pfleger gefordert sich adäquate Maßnahmen auszudenken. Es geht nicht immer nach Schema F, auch wenn einige „Wissende“ so etwas immer wieder vorbeten. Mir persönlich sind 2 Fälle bekannt, die mich einigermaßen erstaunt haben. Der eine Fall betrifft einen Leucosternon, vergesellschaftet mit einem Xanthurus, Flavescens und einem Naso lituratus. Mit der Zeit alles große, adulte Tiere geworden. Der andere Fall ist das genaue Gegenteil im eigenen Aquarium. Kurz nach Einsetzen eines Paar Gramma loreto wurden beide von einem Ramosus derart zerbissen, dass die Grammas diese Attacken nicht überlebten. Dieses Verhalten hatte ich in keinster Weise so erwartet, aber wiederum auch nicht das größtenteils friedliche Verhalten der grasenden Zunft meines Bekannten. Für die Attacken meines Ramosus gegenüber den Grammas habe ich keine schlüssige Erklärung. Vielleicht das beide Tierarten in ihrer natürlichen Umgebung Höhlen und Spalten als ihr Revier betrachten? Eine halbwegs gesicherte Vermutung bei der Aggression des Tominin gegenüber dem Ramosus schon. Beide sind Algenfresser! Mag alles stimmen. Aber wie passt dann diese Erkenntnis zum Besatz mit den sehr unterschiedlichen Doktoranden?
Für mich hat in der Aquaristik schon immer gegolten, dass Probieren über Studieren geht. Wenn wir alles das in der Vergangenheit geglaubt hätten, was angeblich nicht machbar ist, dann ständen wir heute wissenschaftlich auf einer sehr niedrigen Stufe. Erfreulicher Weise ist das aber nicht so.
Gruß
Hajo -
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Hallo Hajo
Aber dieser ist der aggressivste der Ctenochaetus, oder?
Wie viele brauche ich für mein Becken?
Gruß Torben
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Wer behauptet denn so etwas? Sein Verhalten ist nicht anders, als der der anderen Ctenocheatus. Es gibt weitaus ruppigere Doktoren, z. B. Acanthurus sohal u.a.
Bei mir ist er zu allen Mitbewohnern friedlich, ausgenommen die ewigen Attacken gegen den Ramosus. Das hat sich ja auch erledigt, der sitzt jetzt voruebergehend im Durchgangsbecken.
Grammas, Lippfische, Grundeln und ein Kaninchenfisch sind die Gesellschaft des Tomini. Keine Probleme. Wenn ich mehrere dieser Art pflegen wollte, wuerde ich mit einigen juvenilen Tieren beginnen. Ob später im adulten Stadium die Verträglichkeit noch anhaelt, steht in den Sternen. Aber interessant wäre der Versuch schon. Allein schon, weil er auf Kritik stossen wird. Frag doch mal Andre Luty, was er so über Dein Vorhaben denkt. Vielleicht gibt es da schon eine andere Meinung.
Gruss
Hajo -
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Hallo Torben,
Habe zur Zeit einen C.tominiensis schwimmen. Hatte damals viele Jahre einen C.hawaiensis. Juvenil ein Schmuckstück, adult aber eher farblich gewöhnungsbedürftig. Blassgrünliche Streifen auf dunklem Grund. Eher düster. Ein befreundeter Aquarianer hat einen C.strigosus, ein anderer den C.striatus. Im Verhalten alle eigentlich aehnlich. Sonst scheinen bei allen Ctenochaetus die ihnen zugesagten Eigenschaften gleich zu sein. Bis auf die Tatsache, dass der hawaiensis mit dem ramosus harmonierte, der tominiensis nicht.
Gruss
Hajo -
Hallo Kobe,
lass uns hier nicht so viel Pessimismus verbreiten. Zugegeben, die Lage ist nicht einfach. Hervorgerufen durch eine, ich zitiere: „Lustlosigkeit“ konnte doch dieses Problem erst entstehen. Wer sich nicht den Anfängen entgegenstellt, der braucht sich auch nicht zu wundern, wenn durch Schludrigkeit und Unlust solche Probleme wachsen. Natürlich schaffen es die Fische nicht diese riesigen Mengen zu dezimieren. Jedenfalls nicht sichtbar. Aber wie ich bereits im vorigen Beitrag durchblicken ließ, ist es nur zu schaffen, wenn man selbst weiterhin unterstützend eingreift. Das auch nicht „hintereinander über ein paar Tage“, sondern permanent jeden Tag, jede Woche und wenn es nicht reicht, auch monatelang. Bis sich die Population so weit reduziert hat, dass der Rest von den Fischen beherrscht werden kann. Bei mir dauerte damals diese Phase knapp 6 Monate! Dann war Ruhe. Wem diese Mühe aber zuviel ist, der kann unter den gegebenen Umständen nur noch sein Becken ausräumen. Diesen Vorschlag möchte ich aber erst einmal nach hinten schieben wollen und zuerst an die eigene Vernunft und den hoffentlich noch vorhandenen Ehrgeiz appellieren.
Gruss
Hajo -
Naja Hajo, NICHT ist vielleicht übertrieben, ein paar fressen die schon hin und wieder, aber ich glaube, wir gehen konform in der Aussage, daß die nicht so ein Becken leer fressen! Die Planarien vermehren sich ja schneller, als die fressen können.
Also noch ein paar S. ocellatus kosten nicht die Welt und zusammen mit Lugolscher Lösung könnte das mit etwas Geduld auf schonende Art zum Erfolg führen.Hallo Torsten,
in diesem Fall kann ich Dir vorbehaltlos zustimmen. Ich wollte mich eigentlich nur gegen Deine ultimative Behauptung stemmen. Jedenfalls kam Deine Ansage so bei mir rüber. Dass möglicher Weise hin und wieder gewisse Beobachtungen bei einer bestimmten Synchiropus-Art zu dieser Meinung geführt haben, möchte ich nicht ausschließen. Wird aber schwer sein, das im Vergleich zu beweisen. Ist auch nicht von großer Bedeutung, da Splendidus Turbellarien frisst!!
Vor zig- Jahren hatte ich ebenfalls mit so einem heftigen Befall zu kämpfen. Viele Monate verbrachte ich viel Zeit mit Fluchen und Absaugen. Durch Zufall wurde ich damals Erbe eines Paar Splendidus, deren Pfleger sein Becken wegen eines Wasserschadens aufgeben musste. Viel Pech für ihn, sehr viel Glück für mich! Bis zum diesem Zeitpunkt wollte ich partout nicht an die „Mär“ des Planarien fressenden Synchiropus glauben. Entsprechende Empfehlungen aus meinem aquaristischen Umfeld haben mich auch nicht umstimmen können, weil ich damals einfach nicht glauben konnte, was mir da so aufgetischt wurde. So verbohrt kann man sein! Ich hätte einfach nur auf einen Bekannten hören sollen, der vor mir schon seit den 1980er Jahren seine Becken von den roten Strudlern frei hielt, ebenfalls immer mit Hilfe eines Paares Synchiropus splendidus. Mit der Zeit wurde ich aber eines Besseren belehrt. Die Absaugmethode wurde noch eine Zeit lang weitergeführt, bis ich den Rest den Fischen überlassen konnte. Heute gehören immer zu meinen Empfehlungen zur Prophylaxe und/oder Bekämpfung von Aiptasien und Turbellarien Hinweise auf Wurdemanni- und Synchiropus-Arten. Diese beiden „Versicherungspolicen“ sind permanent bei mir im Becken vertreten. Eine einfachere und dabei auch interessantere Rückversicherung gibt es nicht.
Zur Lugolschen Lösung möchte ich nur zu Bedenken geben, dass dieser Einsatz bei mir verstärkt Cyanos auf den Plan gerufen hat. Was da vielleicht sonst noch so mitgespielt hat, blieb leider damals ungeprüft.
Gruß
Hajo -
Hallo Torsten,
Du kannst getrost Deinen jetzigen Wissensstand um den Splendidus erweitern. Sonst Reihe ich diese Aussage direkt neben Grimms Märchen ein.
Seit mindestens 20 Jahren sorgen die Splendidus bei mir für eine turbellarienfreie Zone. Wollte ich damals auch nicht glauben. Ist aber wahr.
Gruss
Hajo -
Hallo Torsten,
Hast Du Dir die Aufstellung in Beitrag #1 eigentlich richtig angeschaut?
Gruss
Hajo -
Hallo Steffi,
Dein Beitrag ist eine sehr gutes Beispiel, stellvertretend für die vielen unüberlegten Handlungen bei der Vergesellschaftung der Tiere. Er zeigt aber auch die einzig richtige Reaktion darauf.
Gruß
Hajo -
Hallo Kathrin,
Es sind Lippfische im Becken. Hab aber keine Ahnung ob das so funktioniert, wie gedacht.
Gruss
Hajo -
Hallo Hans-Werner,
Lässt Du schon Deine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Coca-Cola sponsern? Haett ich eigentlich drauf kommen müssen. Dein Bacto Balance sieht ja bereits wie verdünnte Cola aus. Riecht nur nicht so.
Nix für ungut!
Gruss
Hajo -
Liebe Gemeinde,
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Ich blöder Hund habe oberflaechlich die "Zweifarbigkeit" als echt angenommen, da manchmal braun/grüne Exemplare im Handel sind.
Bei genauem Hinsehen haette ich den Unterschied merken müssen. Das passiert, wenn man mit dem einen Auge Fußball schaut und auf
dem anderen blind ist.
Gruss
Hajo -
Hallo Andreas,
Nach professioneller Vorgabe sehe ich auch kein Problem. Ich habe eigentlich darauf hinweisen wollen, dass gerade bei Erstanwendern die Unwissenheit in der Handhabung vorherrscht. Zu viel des Guten ist eben auch nicht gesund. Uebrigens bin ich nicht wirklich überzeugt, ob Du ihm nicht die Turbellarien eingeredet hast?
Gruss
Hajo -
Hallo zusammen,
warum Suesswasserbad, wenn kein Bedarf? Als Prophylaxe gut und schoen. Aber ohne Not wurde ich es nicht empfehlen. Man benötigt dafür ein "Händchen", sonst kann das Vorhaben schnell in die Hose gehen. Zu kurz durchgeführt, kein Erfolg. Nur Stress für das Tier. Zu lang im Suesswasser gebadet, führt oft zu Schädigungen oder gar zum Ableben.
Gruss
Hajo -
Hallo Andreas,
Diese explosionsartigen Vermehrungen kenne ich von früher. In meinem grossen Becken grassierte diese Plage monatelang. Geholfen hat permanentes Absaugen, das aber auch jeden Tag und viele Monate. Den Rest haben Fressfeinde erledigt. Die Population muss nur niedrig gehalten werden, sonst bleibt der Erfolg durch Fressfeinde aus. Selbst wenn man (alle mal wegsehen) die entsprechenden Tiere eine Zeit lang hungern lässt. In Deinem Fall sehe ich nur 2 Möglichkeiten. Entweder absaugen, bis der Arzt kommt, oder den Einsatz von Medikamenten. Ersteres bedeutet viel Aufwand, letzteres die vorläufige Umsiedlung Deiner Insassen in ein anderes Becken (Händler fragen oder andere Aquarianer). Also nur für ein paar Tage. Danach kompletter WW plus Filerung ueber Kohle, da im Gestein viel Abgestorbenes sitzt. Auf keinen Fall wuerde ich einer chemischen Behandlung bei vollem Besatz zustimmen. Du hast die Gefahr der frei gesetzten Giftstoffe ja schon erkannt. Das wäre dann der ultimative Supergau.
Gruss
Hajo -
Hallo Stefan,
Wolfgang´s Tipp bezüglich lebender Artemia würde ich gerne noch mit lebenden weißen Mückenlarven und Cyclops oder Wasserflöhen ergänzen.
Die Cyclops sind zwar sehr klein, üben aber selbst bei größeren Fischen einen besonderen Reiz aus.
Futterverweigerung bei Neuzugängen kann zweierlei Ursachen haben. Entweder nicht das richtige Futter oder, was oft zu beobachten ist, durch
die anhaltede Infektion hervorgerufen, die absolute Einstellung der Futteraufnahme. Zu beobachten bei schweren Infektionen. Ich hoffe, das
Letzteres nicht eintreten wird.
Gruß
Hajo -
Hallo Andreas,
In Sachen "Uebergangsbecken" bin ich aus Überzeugung Hardliner. Ich habe in meiner langen aquaristischen Laufbahn sehr viel Elend in dieser Richtung gesehen. Wenn meine paar Zeilen dennoch dazu fuhren sollten, dass wenigstens ein Nachdenken einsetzt, bin ich schon halbwegs zufrieden. Wer Tiere hält, muss auch in der Lage sein, Krankheiten richtig einzuordnen um auch geeigneten Massnahmen zu ergreifen. So eine Gabe fällt nicht vom Himmel und muss erst erlernt werden. Nicht, indem man mit einem infizierten Tier den gesamten Bestand in Gefahr bringt, sondern durch eine halbwegs gefahrlose Maßnahme in einem Uebergangsbecken.
Gruss und gute Nacht!
Hajo -
Hallo Hajo,
dieses Becken läuft also immer für den Notfall mit und wird nicht erst bei Bedarf eingerichtet?
Ja, natürlich. Sonst macht das keinen Sinn.
Ich nehme an, dieses Becken ist eher spärlich (ohne Bodengrund und Blumentieren?) eingerichtet und nur mit den von dir bereits genannten Versteckmöglichkeiten ausgestattet. Wie hältst du das Becken einigermaßen in Schuss, so dass es halbwegs ansehnlich bleibt? Vor allem in Bezug auf Algen und sonstigen unerwünschten Bakterienbelägen.
Kein Problem. Der Bodenbelag besteht aus lebendem Gestein, meist aussortiert aus meinen laufenden Systemen. Das Ergebnis sind niedrige Nährstoffe und wenige Algen. Auch Ergebnis einer eher schlichten Beleuchtung. Falls dennoch Algen auftauchen würden, bringt eine Portion Easy-Life wieder alles ins Lot. Merkwürdig, aber wahr. Wasserwechsel sporadisch. Bei Neuzugängen UV-Behandlung als Prophylaxe, bei Infektionen o. ä. wird der "Bodengrund" vorläufig entfernt und medikamentös fortgefahren, was aber schon lange nicht mehr nötig war. Krankheitsbedingte Kurzbäder erfolgen vorübergehend in kleineren Behältern.
Gruß
Hajo -
Hallo Hajo
Ich hatte mal das Glück einen Zanclus zu kaufen der 3 Wochen beim Händler Schwamm. Er sah top aus und war in bester Kondition. Auch meinen Achilles habe ich in dieser Verfassung gekauft. Für diesen Fall würde ich den Stress eines weiteren Umsetzens als unnötig bezeichnen. Mit anderen Worten nicht grundsätzlich sonder der Situation anpassen.
Gruß Torben
Hallo Torben,
das ist alles relativ. Meine Beurteilung zur Meinung "Stress" habe ich schon kund getan. Was machst Du eigentlich (Du bist ja ein Fan von Kaiserfischen) bei der Diagnose Kiemenwürmer, wenn sich das Tier bereits im Riffbecken befindet? Das einige dieser Würmer nur bei der gleichen Art Fisch parasitieren ist auch keine Beruhigung. Der Fisch muss separiert werden. Auch die bekannten Darmparasiten sind nicht immer gleich zu entdecken. Schon gar nicht im Becken des Händlers. In einem separaten Übergangsbecken hättest Du alle Zeit der Welt Dich mit diesem Thema zu beschäftigen. Im Riffbecken ist das nicht möglich. Ich würde nicht allein das Thema Infektionen in den Mittelpunkt stellen. Es gibt noch ganz andere Stolpersteine.
Gruß
Hajo -
Hallo Hajo,
wie groß sollte so ein Becken in etwa sein? Und ist das Becken im Kreislauf integriert und kannst es dann problemlos trennen oder richtest du das Becken erst kurz vor einem geplanten Neuzugang ein?
Grüße Andreas
Hallo Andreas,
ich habe seit vielen Jahren nebenher ein 180l-Becken als "Notaufnahme" laufen. Strikt getrennt vom eigentlichen Kreislauf und immer bereit den einen oder anderen Neuzugang aufzunehmen. Momentan ist es die Heimat eines Ramosus geworden, der mir allzu rüpelhaft mit einigen seiner Zunft im Riffbecken umgegangen ist. Also, genau genommen eigentlich vorübergehend missbraucht als Ort der Verbannung.

Gruß
Hajo
