Beiträge von hajo

    Die Messungen sollten eigentlich stimmen, hab zwar ohne Referenz aber mit Hanna Photometer der alten HI Serie gemessen oder können die mit der Zeit ungenau werden.
    Die Reagenzien sind noch sehr frisch und noch länger Haltbar.

    Danke
    lg roli


    Hallo Rolli,

    Ich weiss zwar nicht, welches Baujahr die Photometer haben. Die alten Modelle müssen nach längerer Zeit werksseitig auf korrekte Messungen überprüft werden. Wegen des Alters eigentlich nachvollziehbar, oder? Mein altes Nitrat-Photometer ist damals auf diesem Wege auch ueberholt und neu eingestellt worden. Bezueglich der Auflösungserscheinungen bei den Acros wurde ich auf eine laengere Phosphatlimitierung tippen. 0.03 ist nicht weit von 0 entfernt. Aus blindem Vertrauen in truegerische Messwerte sind schon manche Katastrophen entstanden.
    Gruss
    Hajoo

    Hallo zusammen,

    ich unterstelle hier einmal, dass eine gezielte (Über)dosierung von bestimmten Spurenelementen bei vereinzelten Korallenarten, die weiter oben beschriebenen positiven Merkmale hervorbringen kann. Kann man diese „Behandlung“ mit den gleichen ausgewählten Spuren auch auf ALLE andere Korallenarten ebenfalls mit Erfolg übertragen, und welchen langfristigen (negativen?) Einfluss haben dann diese erhöhten Gaben auf die anderen Lebewesen in unseren Becken? Ein Aquarium, als in sich geschlossenes System verstanden, und ohne den permanenten allumfassenden Wasseraustausch der Natur, bzw. zumindest ohne jeglichen adäquaten „künstlichen“ WW, ist wenigstens ein an (Spuren)elementen verarmtes Milieu, welches sich durch diese gezielte und stetige Überhöhung einzelner Komponenten noch weiter von seinen natürlichen Verhältnismäßigkeiten entfernt. Solange gesichert ist, dass diese Zugaben keinerlei destruktive Verbindungen mit anderen im Wasser vorhandenen Elementen eingehen, sich selbst abbauen oder sich neutralisieren, scheint deren vorsichtige Anwendung auch auf Dauer gefahrlos zu sein. Wenn nicht, gibt es trotz vordergründiger Teilerfolge, irgendwann die allseits auftauchenden „Unerklärbarkeiten“.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Wenn man sich um Erklärungen bemüht, eine Ursache für ein OTS zu finden, wird man mit einer ganzen Palette von langjährigen „Verfehlungen“ besonderer Art konfrontiert. Mangelnde Beckenhygiene, langfristige Akkumulation von Nitrat und Phosphat und Verarmung von diversen Spurenelementen usw.. Ergebnis: Algenwuchs, Schmieralgen, leidende Korallen und schlechte Laune bei den Betreibern solcher Aquarien.
    Ich habe u. a. das „Old Tank Syndrom“ eigentlich immer als schleichende Verarmung der im Becken vorhandenen Bakterien und Kleinstlebewesen in ihrer Vielfalt verstanden. In ihrer Diversität verarmt, nicht so sehr in ihrer Anzahl. Also die Entstehung eines Ungleichgewichtes ehemals natürlicher, ausgeglichener bakterieller Artenvielfalten und damit ihrer speziellen Aufgaben. Vielleicht doch zu einseitig? Andererseits ist das für mich reine Theorie, da mir ein OTS noch nicht untergekommen ist. Auch nicht nach fast 40 Jahren Meerwasseraquaristik und im Betreiben von unterschiedlichsten Becken und Techniken.
    Alle oben einzeln genannten Faktoren, und noch einige mehr, kann man in sich zusammen vereint als OTS verstehen. Für sich allein stehend sind sie aber doch unser täglich Brot und verdienen unsere Aufmerksamkeit. Bei Unaufmerksamkeit stellen sie uns ein Bein. Das ist Fakt. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein adäquater Wasserwechsel einen positiven Einfluss auf die Beckenbiologie mit sich bringt. Nicht so sehr in der geringen Reduzierung der sich ansammelnden Nährstoffe, sondern vielmehr durch den Nachschub gewisser Milieu verbessernder (stabilisierender) Elemente und damit deren stetiger Bioverfügbarkeit. Das Aufnahmesystem unserer Beckenbewohner bezüglich Art und Menge dieser Substanzen scheint doch recht unterschiedlich ausgeprägt. Vielleicht ist das auch der Grund für eine vorsorgliche überproportionale Konzentration der verschiedenen Spurenelemente in Salzmischungen?
    In der quantitativen Nutzbarkeit dieser beigemischten Elemente kann ein Fluch, aber auch ein Segen liegen. Eines aber kann ich bestätigen. Der temporäre, den gegebenen Verhältnissen angepasste WW allein genügt bereits, um ein gesundes und stabiles System am Laufen zu halten. Vorausgesetzt man hat ein Auge auf die anfallenden Nährstoffe und den Schwund bekannter Hauptelemente.
    Ich betreibe u. a. seit 2008 ein Becken ohne jegliche unterstützende Technik, also auch ohne AS. Ich weiß, Klaus hört das nicht gern, aber da muss er durch! :grinning_squinting_face: Das Becken ist schon übervoll mit LPS und SPS und diversem anderen Getier. Das biologische Gleichgewicht habe ich der Korallenvielfalt- und Menge zu verdanken und einer regelmäßigen Wasserpflege, inklusive der täglichen Zugabe eines (Achtung: Schleichwerbung) Bio-Actif-Produktes. =)
    Ich bin kein Chemiker, was ich in manchen Situationen manchmal bedauere. Andererseits bin ich stetig bestrebt meinen geistigen Horizont um die verschiedenen, biologischen Zusammenhänge laufend zu erweitern. Jetzt aber möchte ich mein Geschreibsel beenden und damit schleunigst vermeiden, mit meinen rein persönlichen Erfahrungen und Gedanken zwischen die Fronten der hier mitschreibenden Vertreter der Fakultäten Chemie und Biologie zu geraten. Denn: Schlimmer geht´s nimmer. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Dank seines starken Magneten sollte der Floaty mit der Blade eng anliegen und produziert dadurch auch keine Kratzer. Wenn die Klinge die Ursache ist, wird der Halter nicht eng genug aufliegen und keinen deutlichen Druck ausüben. Je intensiver der Druck, desto weniger kommt zwischen Klinge und Scheibe. Wenn die Unterseite des Magneten aber zu Kratzern neigt, ist höchstwahrscheinlich dieser zu schwach, und mit der Reinigung der Scheibe überfordert. Für die Naehte nehme ich eine grobe Zahnbürste, auf ein genuegend langes PVC-Rohr gesteckt.
    Gruss
    Hajo.

    Hallo Markus,

    abgeschnürte Polypen sind meist bereits vor der Abschnuerung unterwaerts mit winzigster Skelettmasse versehen. Das Eigengewicht dieser Anhangsgebilde führt durch Zug eine Trennung vom Muttertier herbei, der Polyp (mit Septum) faellt herab und es entsteht eine neue Koralle. Voraussetzung fuer das Wohlbefinden ist eine schwache Wasserbewegung und moderate Beleuchtung. Ich verankere diese winzigen Gebilde immer vorsichtig mit Hilfe einer Pinzette, entweder in einem groben Kiesbett oder in eine dafür geeignete Gesteinspalte. Vorsicht mit dem Polypen, nur das Skelettteilchen abgreifen, mit oder ohne Hilfsmittel! Da das Septum eigentlich immer von der viel größeren Polypenmasse verdeckt wird, ist es nicht immer gleich zu entdecken. Viel Spass beim Suchen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich sehe da schon einen Unterschied, wenn Lebewesen mit Hilfe ihrer körpereigenen Schutzfunktionen in gewissen Stress- oder Gefahrensituationen Körperteile bzw. Gliedmaßen abstoßen. Das hat die Natur so gewollt. Diese Auslösemechanismen führen nicht zum Tode des Tieres sondern retten ihm gegebenenfalls sein Leben. Andererseits gibt es genug Beispiele in der Aquarien- und Terrarienhaltung von Tieren, die unter dem Stichwort „Lebendfutter“ gehalten werden. Bis hin zu Säugetieren. Allerdings sollte man es zu Verkaufszwecken nicht so herausstellen. Ich finde es sehr befremdlich, dass dieser Blödian durch seine „Gebrauchsanweisung“ anderen geistigen Vollwaisen damit Tür und Tor zur Tat geöffnet hat.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Es ist und bleibt eine Frage von Prioritäten. Z.B. stehen bei mir Fische ganz oben auf der Liste. Korallen sind nur schmückendes Beiwerk. Falls es einmal allzu heftig wurde, sind die am stärksten frequentierten Korallen gegen andere Arten ausgewechselt worden. Mit der Zeit bekommt man dann zwar einen anderen Korallengarten, was auch nicht schlecht sein muss, aber auch ruhigere Momente beim Betrachten seines Beckens, und kann seine Lieblingsfische behalten
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,
    lass sie zupfen, die Korallen wachsen trotzdem. Korallenpolypen sind nicht die erste Wahl bei den Zwergkaisern. Meine Fische haben mir eher dabei den Eindruck von Neugier, gekoppelt mit einer spielerischen Komponente vermittelt. Nie ein gezieltes, brachiales Draufgehen, eher Neugier aufgrund eines Schluesselreizes. Die SPS fuehlen sich belaestigt, nicht bedroht. Bei groesseren Kaiserfischen sollte man von Fall zu Fall die Sache allerdings etwas differentierter betrachten. Die sind zig-mal so gross. Ebenso gross waere im Vergleich auch der Schaden. Solange die Zwerge nicht den LPS an den Kragen gehen, ist keinerlei Aktion angesagt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Wolfgang,

    Von vorne bis hinten bin ich Deiner Meinung!
    Den eigentlichen Vorteil einer künstlichen Salzmischung sehe ich persönlich u.a. in der Funktion eines Pools an Überrangeboten von Elementen, die zur längerfristigen Stabilität eines labilen Aquariummilieus besser geeignet sind, als nur ein sporadischer WW mit NSW. Es sei denn, dieser wuerde permanent erfolgen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Ich interpretiere das so, dass man durch die relativ rasche Verarmung, vielleicht erst nach einer gewissen Zeit, keinerlei langfristige positive Effekte erwarten wird. Es sei denn, man kompensiert diese "Verluste" durch Supplemente auf einen zumindest dann natürlichen Level. Es sind Momentaufnahmen, denen wir unterliegen. Die eigentliche Frage ist, wie lange bleibt NSW stabil, bevor diese "Verarmung" eintritt. Genau so relativ langfristig stabil, wie bei gewöhnlichen Salzmischungen? Ich glaube, nein. Es sei denn, es erfolgt eine permanente NSW-Zugabe. Schwund von Materie ist ueberall, auch im abgefuellten NSW, wenn es isoliert von seinem Ursprung, chemisch verarmt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    anbei einige Eindrücke (Teilansicht) aus meinem Keramikbecken. Wie man sieht, behalten meine zwei linken Hände immer noch die Oberhand (Fotolegastheniker). :frowning_face:
    Jedoch vermittelt es schon den Eindruck eines vollständigen Bewuchses der Rückwand. Macros, wie bei den Amerikanern zu sehen sind, kann ich leider nicht liefern. Da müsste ich dann zur Volkshochschule. :grinning_squinting_face:
    Durch den zu eng gewordenen Raum wird der "Krieg" im Riff in diesen Teilaufnahmen besonders deutlich.
    Gruß
    Hajo


    Das Pärchen Amblyeleotris aurora haben sich die Acanthophyllia als Wohnung ausgeguckt. Der Partnerkrebs ist somit überflüssig.

    Hallo,

    für die eher wenigen Aquarianer unter uns, die den Vorzug eines nahen Wohnens am Meer genießen, stellt die Verwendung natürlichen Meerwassers sicher eine Alternative dar, möglicherweise auch für Großanlagen mit der Möglichkeit der eigenen Beschaffung. Für "Normalaquarianer" im Binnenland sehe ich eher als wieder einmal eine (fragwürdige?) Geschäftsidee.

    In unseren Anfangsjahren, als das Angebot an synthetischen Salzmischungen noch gering war und wir uns das Salz nach Rezepten von De Graaf oft selbst angemischt haben, ...............

    .......und lieber Bernd, den Hueckstedt nicht vergessen! :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    [quote='Thomas Engels','index.php?page=Thread&postID=676297#post676297']
    Hallo zusammen,

    fragt sich, was man von dem ergebnis einer sochen messung folgern kann ?

    eine hohe anzahl von bakterien würde ich hier eher als eine konsequenz schlechter lagerung/behandlung des rohstoffes sehen , als einen beweis dafür , das man hier viel gutes für sein geld bekommt ...
    auch in laufenden aquarien schwankt die anzahl der bakterien , wobei sich in der regel die unerwünschten wesentlich schneller vermehren als die nützlichen.


    Klar, von Interesse waeren hier im Kern die (wahrscheinlich) unterschiedlichen Keime, in Art und Anzahl, bezogen auf unerwünscht und nützlich.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Mirco,

    die Aufnahmen #76-78 und #104-106 und die beiden Abbildungen in #62 beim Thema: "Nützlinge die im Bestand nicht fehlen sollten. Macht bitte Vorschläge" von Torben, zeigen den Einblick in 2 sehr unterschiedliche Aquarien.
    Allein #62 zeigt Teilausschnitte meines angesprochenen Riffkeramikbeckens (100% Keramik) aus dem Jahre 2012 und 2014 zu diesem Thema. Wie man sieht, ist von der Keramik (komplette Rückwand) kaum etwas zu sehen. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Peter,

    aus den Reihen der Befürworter von natürlichem Meerwasser im Rahmen der normalen, aquaristischen Bedingungen. Vielleicht ist der Ausdruck "Gegendarstellung" nicht richtig gewählt. Kommentar wäre neutraler. :grinning_squinting_face: Im Kern ging es bei dieser Diskussion (ohne Gelabere) um den Vorteil von NSW (in Kanisterverpackung) im Gegensatz zu einer künstlich aufgesalzten Wassersäule. Armin hat ja schon trefflich den Unterschied erklärt. Auch den einer permanenten Versorgung kontraer zu einem sporadischen Wasserwechsel. Wenn man sich, wie einige Mitstreiter (beileibe nicht Du, Peter), so weit aus dem Fenster gelehnt hat, kann man wohl eine Wortmeldung erwarten. Ich trete hier ja wohl niemand auf die Fuesse, wenn ich mit meiner Frage die Diskussion nicht einschlafen lasse. :grinning_squinting_face: Oder etwa doch?
    Gruss
    Hajo


    Guten Abend Hajo,

    sehr interessant, danke für deine Bemühungen und Infos.
    Natürlich sind 4500l auch ein ganz anderes Platzangebot als 500l, um sich aus dem Wege zu gehen, ich denke, dass
    es auch eine Platzfrage ist, wo sich die Kontrahenten aus dem Wege gehen können...

    Tja, Daniel, warum hat es allein beim Chrysus nicht geklappt? Die haetten sich doch auch aus dem Wege gehen können? Bei den anderen war Friede, Freude, Eierkuchen. Zwar letztendlich keine Paare oder Haremsverband mehr, nur noch gleichgeschlechtlich, aber immerhin! Kein Mord und Totschlag. Es wird doch immer pauschaliert, dass nach dem Wechsel des Geschlechtes permanent Zoff an der Tagesordnung ist. Wahrscheinlich müssen wir dieses Thema differenzierter betrachten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    in der letzten Ausgabe der „Koralle“ , Heft 89, ist unter „Aquarienporträt“ ein Artikel über ein ca. 10000l- Meerwasseraquarium (4500l Schaubecken, 9000l Gesamtanlage) zu finden. Der Artikel ist von Massimo Morpurgo, dem Kurator des Naturmuseums in Bozen verfasst worden.
    Aus reiner Neugier und weil es hier einen so regen Gedankenaustausch in Sachen Vergesellschaftung von Lippfischen gegeben hat, habe ich Herrn Morpurgo gebeten, mir seine persönlichen Erfahrungen mit den vorhandenen Lippfischarten im großen Ausstellungsbecken des Museums mitzuteilen.
    Da dies auch Inhalt einer privaten Korrespondenz ist, leider auch von mir versäumt wurde vorher eine Erlaubnis für eine offizielle Darstellung einzuholen, werde ich seine Antwort sinngemäß korrekt weitergeben.

    Es befinden sich vier Lippfisch-Arten im Aquarium. Von Pseudocieilinus hexataenia seit vielen Jahren nur ein einziges Exemplar. Von Halichoeres melanurus haben wir seit 3 Jahren zwei Männchen. Sie sind schon als Männchen angekommen, und sie vertragen sich problemlos. Die drei Halichoeres marginatus sind ebenfalls seit drei Jahren im Aquarium. Anfangs alles Weibchen. Nach ca. einem Jahr hat sich ein Exemplar zum Männchen umgefärbt. Mindestens ein Jahr lang hatten wir so 1 Männchen und 2 Weibchen. Danach sind auch die zwei Weibchen Männchen geworden. Wir haben also jetzt 3 erwachsene Männchen (das größte ist 15 cm lang) und sie leben friedlich zusammen. Mit Halichoeres chrysus gab es in der Vergangenheit Probleme. Solange wir nur ein Männchen hatten, gab es keine Probleme. Als sich ein Weibchen in ein zweites Männchen umwandelte, begann der Streit. Am Ende ist immer nur ein Männchen übrig geblieben. Das andere ist einfach verschwunden. Seit wenigen Monaten habe ich ein neues Weibchen eingesetzt. Jetzt haben wir wieder ein Männchen und ein Weibchen von dieser Art. Ich werde beobachten, was in den nächsten Monaten oder Jahren passieren wird.

    Für mich zeigt dieser Bericht sehr unterschiedliche Verhaltensweisen, bzw. Verläufe. Interessant ist die Tatsache, dass beim Marginatus nach der Umfärbung weiterhin alles friedlich verlaufen ist. So bleibt die Hoffnung, das andere Arten ihm das gleichtun.

    Gruß
    Hajo


    Hallo Hans-Werner,

    Wenn wir schon keinen wissenschaftlichen Namen für diesen Schwamm haben, dann sollte im Meerwasser-Lexikon wenigstens die Abbildung mit Wort und Text und Kommentaren über einstimmen. Ich habe mich durch etliche Beiträge wissenschaftlicher Veröffentlichungen und speziellen Datenbanken überzeugen können, dass C.foliaescens völlig anders ausschaut. Deswegen meine Anmerkung von Äpfeln und Birnen. Die Revision mag ja erfolgt sein, aber sprechen wir hier von einunddemselben Objekt?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    das ist genau derjenige Schwamm, welcher oft mit Cateriospongia foliascens verwechselt wird. Dieser Schwamm ist meist innen hohl und und ein Leichtgewicht, und lässt sich vortrefflich absaugen. Ganz im Gegensatz zu C. foliascens, der diese Merkmale nicht hat, und krustig wächst. Wegen dieses Unterschieds ist er hoechst wahrscheinlich bis zur neueren Revision im Jahre 2010 unter C. vermifera gelaufen und auch 2006 bei Fossa und Nielsen abgebildet worden. Wenn dieser Name als Synonym wieder zurückgeholt wurde, und es sich wirklich jetzt um eine einzige Art handeln sollte, dann ist mir das wegen seiner hoechst unterschiedlichen Konsistenz und Wuchsform schwer zu vermitteln. Oder reden wir hier etwa von Äpfeln und Birnen?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Mit Sicherheit ist diese Festlegung schwer zu treffen. Siehe als Beispiel den Beitrag 25 zu Labroides. Da hat sich die damalige Erkenntnis gewandelt.
    Wie es beim Kamerad Napoleon Fisch aussieht kann ich auch nur raten. Habe noch nie einen im Aquarium gehabt. :grinning_squinting_face:
    Da es aber bei anderen Fischarten ebenfalls neuere Erkenntnisse gibt (weil sich intensiver damit beschäftigt wird), siehe Siganiden,
    wird so manches Vorurteil wanken.
    Gruss
    Hajo

    [quote='hajo','index.php?page=Thread&postID=675994#post675994']Ein sehr schwieriges Thema.


    Guten Morgen zusammen,

    [quote='hajo','index.php?page=Thread&postID=675994#post675994']Lehre von Sozialstrukturen und biologischen Fakten.....

    Hajo,in dem Falle kann man das denke ich nicht eins zu eins auf den Lebensraum Aquarium übertragen, da in dem Umwandlungsfalle die Möglichkeit der Flucht aus
    dem Harem mit der Möglichkeit der Bildung eines neuen Harems nicht gegeben ist.


    Hallo Daniel,

    Das sehe ich nicht so eng, da im anderen Fall die biologische Uhr auch abläuft. Da sehe ich eher eine Parallelitaet. Viele sterben beim Verjagen aus der Gruppe nicht eines natürlichen Todes, sondern fallen schlichtweg allerlei Räubern zum Opfer. Das ist eine natürliche Auslese, die, ob man sich damit anfreunden kann oder nicht, auch bei vielen anderen Tierarten zu beobachten ist.
    Gruss
    Hajo

    3. In der Aquarienpraxis kann man so eine Gruppe nach und nach wieder mit sehr kleinen Jungtieren auffrischen - habe ich mit meinen Bipartitus ausprobiert. Es gibt aber sicher wieder Strategen, die dies als "Verheizen" der Tiere ansehen.

    beste Grüße Andre´

    Hallo Andre,

    Ein sehr schwieriges Thema.
    Falls die Lebenserwartung eines Individiums im Aquarium mit dem Zeitrahmen in der Natur übereinstimmt, wird das Dilemma bei Einzeltierhaltung noch nicht groß sichtbar. Dilemma deswegen, weil Einzeltierhaltung bei mir immer negativ besetzt ist. Prekär wird es dann oft, wenn es um die natürlich gegebene, artspezifische Selektion und ihrer Folgen innerhalb einer Gruppe oder Harems geht. Hier wird man bei den Kommentaren aufteilen müssen in die einerseits wissenschaftlich geprägte Spezies Mensch, und andererseits einer hoch emotionalen Gegnerschaft, welcher man eigentlich die Lehre von Sozialstrukturen und biologischen Fakten nahe bringen müsste. Selbst sitzt man oft dazwischen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,
    NSW>Salzmischungen
    Ich seh das so: Bakteriell ist bei NSW keine grosser Nutzen vorhanden. Auch das angesprochene Plankton ist ein sehr sensibles Kerlchen. Dann muss, last but not least, die Chemie den Unterschied machen. Oder ist das zu simpel gedacht?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    Das erinnert mich an das damalige Herumgezicke mit Holacanthus bermudensis, Holacanthus isabelita und Holacanthus ciliaris.
    Hat lange gedauert, bis das Wirrwarr aus den Büchern kam.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    Die Ausgabe, Band 5 von Fossa/Nielsen, ist bei mir aus dem Jahre 1996. Eine vielleicht existierende, überarbeitete Neuauflage habe ich nicht zur Hand. Die Revision des Hollaenders ist von 2010 !! Möglicher Weise findest Du dann auf Seite 55 etwas völlig anderes oder eben diesen Schwamm, jetzt vielleicht mit dem richtigen Namen? Nach dem Fund in Fossa/Nielsen (der Schwamm wurde dort nicht ausfuehrlich genug beschrieben, ein Foto mit magerem Text) hatte ich mich noch im Internet umgesehen. Dort ist die falsche Bezeichnung beileibe keine Mangelware.
    Vielen Dank für die Erhellung meiner grauen Hirnzellen! :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Sorry, aber dieser Name ist wahrscheinlich frei erfunden.

    . Wie soll da der Normalaquarianer noch seriöse Quellen zu einer Art finden? Da könnte man sich mal ein Beispiel an Fossa und Nilsen nehmen!

    Grüße

    Hans-Werner


    Witzig, witzig, Hans-Werner!

    Dann schau doch einmal bei jenem Fossa/Nielsen in den Band 5, Seite 55! :grinning_squinting_face:

    Nichts für ungut.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Björn,

    Meine erste Reaktion waere erst einmal auf neue Garnelen zu verzichten, bis folgendes geklärt ist:
    Gibt es Überreste der Garnelen, und wie sehen diese aus?
    Kann man erkennen, ob diese als Haeutungen in Frage kommen?
    In welchen Abständen sind die Garnelen verlustig gegangen?
    Gibt es einen Zusammenhang mit einer in diesem Zeitraum stark angewachsenen Leibesfuelle der Macros?
    Auf Deutsch gesagt, sind die Macros in dieser kurzen Zeit sichtbar runder geworden?
    Diese Fragen wurde ich versuchen, für mich selbst zu beantworten. Vielleicht geben diese Punkte ja Aufschluss
    in die eine oder andere Richtung?

    Gruss
    Hajo


    hallo zusammen
    ich hatte paar sachen im internet gelesen, wonach weichkorallen stoffe im wasser freisetzen die das wachstum und die vitalität der steinkorallen beeinflussen soll. ist diese
    feststellung immernoch gültig. oder durch neue generationen der abschäumer und deren leistungfähigkeit, ist das nicht mehr relevant?
    gruss


    Ich habe die Vermutung, dass sich da jemand etwas aus den Fingern gesogen hat. Jahrzehntelang pflege ich schon Mischbecken ohne nennenswerte Komplikationen.
    Wenn ich mich richtig erinnere, sagen neuere Forschungen genau das Gegenteil aus. Es sind sogar Mittel auf dem Markt zu finden, die Schleim von Weichkorallen enthalten sollen, die die Vitalität der SPS stützen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    für meine Begriffe heißt dieser Schwamm Carteriospongia vermifera. Dieser Schwamm nesselt und beginnt beim Verlassen der Dunkelzone mit der Photosynthese. Damit hat er eine zusätzliche Nahrungsquelle und kann schneller wachsen.

    Gruß
    Hajo

    :thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:


    Hallo zusammen,

    Nicht nur Kalkreaktoren bedürfen einer Wartung und Kontrolle. Jedes technische Gerät , besonders wenn es eine mechanisch/elektronisch gesteuerte Abhängigkeit besitzt, darf nicht als unfehlbar gelten. Auch Nitratfilter (Schwefel oder Alkohol) z. B. mit Redox- und Ventilsteuerung sind genau so anfällig und in keinem Fall wartungsfrei. Irgendwann ist das eingestellte Gleichgewicht nicht mehr gegeben und muss neu hergestellt werden. Das kann die Reinigung von Bakterienschleim in Reaktor und Schläuchen und/oder das Entfernen von verschlammtem Medium mit einbeziehen. Wer das übersieht und auf irgendeine ominöse Automation blind vertraut, hat bald das Nachsehen. Technische Komponenten werden, für sich gesehen, anfangs meist in einem rosa Licht gesehen. Die Erfahrungen im Alltag sind oft ganz anders. Ohne gelegentliche oder auch tägliche Kontrolle einzelner Komponenten ist eine absolute Sicherheit nicht gegeben. Von der Fehlbarkeit falsch montierter Rückschlag- und Durchflussventile will ich schon gar nicht sprechen. Ob die angeschlossene Technik gut funktioniert, ist nicht so sehr von den individuellen Herstellern abhängig, sondern von der Sorgfalt ihres Betreibers.
    Ich möchte einmal als Beispiel für eine alltägliche Aufmerksamkeit den allbekannten Stabheizer ins Gespräch bringen. Regelheizer aus Titan gibt es leider nicht für das Aquarium. Man weicht da auf externe Steuereinheiten aus. Gibt es in dieser abhängigen Verbindung einen elektronischen Defekt, kann dies schlimme Folgen (Überhitzung) haben. Um diesen technischen Schwachpunkt zu umgehen, wird mancherorts zweifach verfahren. Kein Titan- sondern eine Regelheizer erledigt im Becken diese Aufgabe. Dieser wird extern von einer Regeleinheit gesteuert, wobei die Temperatureinstellung am Heizer etwas höher eingestellt wird, als bei der externen Regeleinheit.
    Und warum wird das von einigen so praktiziert? Weil Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist.
    Dasselbe gilt für mich für jede im oder am Aquarium verbaute Technik. Alles Porzellan. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Corinna,

    das ist eine überraschend negative Beobachtung. :frowning_face: Frisch gehäutete Garnelen sind sicherlich stark gefährdet in dieser Phase und sind daher auch leichte Beute für allerlei Fressfeinde. Da machen Stenopus und manche Lippfischarten keinen Unterschied. Schon gar, wenn in der Häutungsphase für die Garnelen die Rückzugsmöglichkeiten ungenügend sind. Das wäre für mich eine plausible Erklärung, da mir bislang keine sonstigen, direkten Übergriffe auf Lysmata amboiensis bekannt waren. Durch Stenopus hispidus schon. Wie bereits berichtet, haben nicht nur ich jahrelang, sondern auch etliche Bekannte, den Bipartitus zusammen mit diesen Garnelen gehalten. Passiert ist nichts. Ein ähnlicher Zusammenhang wird im Zuge der Glasrosenbekämpfung mit der Vergesellschaftung von Wurdemannia und Aeolidiella stephanieae (Berghia verrucicornis) vermutet. Der Grund soll der den Schnecken noch anhaftende Geruch der Aiptasien sein, der den Garnelen diese Übergriffe ermöglicht.

    Es gibt gewiss auch widersprüchliche Aussagen bei der Vergesellschaftung von mehreren Lippfischen einer Art. Ich vermute als Ursache eine aquarienbedingte Störung des Zusammenlebens, eine Art Entwicklungshemmung in zu kleinen Becken. Bei genügend großen Becken dürfte das kein Thema mehr sein. Aber was sind „genügend große Becken“?
    Leider sind seriöse Langzeitbeobachtungen Mangelware. Wenn sich irgendwann dennoch belegbare Gründe finden sollten, dass ein Zusammenleben innerhalb einer Art in unseren Aquarien wirklich unmöglich ist, dann müsste das auch zwangsläufig eine Revidierung in der einschlägigen Literatur zur Folge haben, oder zumindest einen Hinweis wert sein. Bislang konnte ich das nicht bemerken.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Björn,

    Die beobachtete Inaktivität lässt entweder auf eine gewisse Altersschwaeche oder auf eine aufkommende Häutung schliessen. Inn beiden Situationen sind die Garnelen stark eingeschränkt. Nach erfolgter Häutung ist der Panzer noch nicht ausgehärtet und sehr weich. Außerdem wird nachgesagt, dass frisch gehaeutete Garnelen besonders gut riechen. Das allein wäre schon einmal ein Argument für eine Attacke seitens der Stenopus.
    In meinem Becken hausen 1 Paar Stenopus tenuirostris. Ich habe sie vor 4 Jahren erworben. Damals in juvenilen Alter. Wenn man jetzt noch 1 weiteres Jahr drauf legt, sind die beiden Tiere ungefähr 5 Jahre alt. Die grossen Hispidus werden, so man sie gut pflegt, noch etwas alter.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Helmut,

    ganz verstehe ich Dein Anliegen noch nicht. Auf der einen Seite redest Du von Filtrierern, obwohl Du bei Deiner Auflistung für diese Gruppe (Suspensionsfresser) nur Röhrenwürmer erwähnt hast, andererseits führst Du noch LPS und Hornkorallen an. Alles keine Filtrierer. Entweder wir reden hier jetzt von einem Mischbecken oder doch von einem reinen Becken für die filtrierende Zunft. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe, und führt zu unterschiedlichen Strategien in der Pflege.
    Was ist Deine Absicht? Ein pflegeleichtes Korallenbecken? Ein Artenbecken?
    Ein sehr pflegeleichtes Becken ohne jegliche Filtertechnik (von UV einmal abgesehen) siehst Du im Thread von Torsten „Nützlinge die im Bestand nicht fehlen sollten. Macht bitte Vorschläge“ in Beitrag #62. Die beiden Fotos zeigen ein vollbesetztes Becken, betrieben mit 3 Strömungspumpen, Heizung, einer UV-Lampe und viel Licht. That´s all.
    Das eigentliche Ziel war damals ein gemischtes Korallenbecken, das gleichermaßen für SPS, LPS, Fische und Filtrierer reichen sollte. Damals war ich als begeisterter Seescheiden-Fan unterwegs. Stichwort: Polycarpa aurata. Leider habe ich mich da verrannt, da der Aufwand auf der technischen Seite meist nicht genügte (aufgrund der starken Nahrungszufuhr), den anfallenden Nährstoffpegel signifikant so zu senken, dass auch die SPS farblich und sonst wie noch durchhielten. Letztendlich verabschiedete ich mich von diesem Traum und daraus wurde dann, unter Verzicht auf (fast) alles technische, das oben genannte Becken.
    Mein Fazit: Entweder ein gemischtes Becken oder eines für Filtrierer. Beides ist schwer durchführbar.
    Gruß
    Hajo

    Hi!

    Man sollte aber zur Sicherheit immer ein Set Balling-Salze da haben, denn je nach verwendetem Füllmaterial oder Einstellung des Reaktors kann es vorkommen, dass KH, Ca oder Mg einzeln angeglichen werden müssen.

    Gruß,
    Thomas


    Diese Aussage ist ein ganz wesentlicher Punkt. :thumbs_up:

    Gruß
    Hajo