Hallo Matthias,
ich beziehe mich einmal auf Deinen letzten Absatz, letzter Satz: "....Da schreibe ich gern ein, zwei Sätze."
Mehr von diesen Sätzen wurden damals auch von mir gern geschrieben. In jenem Beitrag sind u. a. später zu erwartenden Probleme
beschrieben worden, und es wurde von auch nach dem Grund dieser speziellen Zusammensetzung gefragt. Da fehlt
bis heute die Antwort. Mehr ausbalancierter konnte ich meinen damaligen Eindruck leider nicht formulieren. Das fällt beileibe nicht in die Rubrik
Kurzantwort, wie von anderer Seite unwahr behauptet. Ich habe mir da schon meine Gedanken gemacht. Es wurde auch niemand abgekanzelt,
es wurde darin auf vorhandene und kommende Missstände aufmerksam gemacht und versucht, diese zu erklären.
Den Beitrag kannst Du unten nachlesen.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
Paletten, Weißkehl, Philippinen, Rotmeer
Ich habe da eine ganz andere Meinung. Man sollte das schon richtig ins Verhältnis setzen. Adulte Doktoren, die in zu kleinen, ungeeigneten Behältnissen groß werden und sich nicht halbwegs ausschwimmen können, haben keine besonders große Lebenserwartung. Theoretisch schon, aber was zeigt uns denn die Praxis? Desto größer ein Fisch mit der Zeit wird, umso mehr wird er durch seinen Stoffwechsel das Wasser belasten. Wenn vorher bereits das Verhältnis Fisch zu Wasser eine Unwucht hatte, wird dieser Faktor in der Zukunft bestimmt nicht besser werden. Entweder habe ich dann eine exzellente Technik zur Verfügung, viele Verbraucher (Korallen) im Becken und dazu noch ein glückliches Händchen. Besser noch, ein profundes Wissen! Momentan kann ich das hier nicht erkennen. Das hat nichts mit Anfänger-Bashing zu tun. Kritik sollte immer dort sein, wo sie angebracht ist. Muss später schon alles zusammen passen, dürfte man ja auch bei der Pflege von 3 ausgewachsenen, empfindlichen Arten Doktorfisch erwarten, oder? Irgendwann sind durch den Stoffwechsel der Tiere auch Grenzen in dieser Richtung gesetzt. Wenn man in diesem Punkt nicht vorgesorgt hat, bzw. kommende Missstände nicht ins Kalkül zieht, wird es nichts mit der langen Lebenserwartung. Entweder leiden die Korallen oder die hochempfindlichen Fische. Oft beide. Vom Ausbruch von Krankheiten möchte ich hier jetzt nicht reden, denn spätestens dann hätte sich das ganze Thema erledigt.
Ein anderes Problem ist, dass mit dem Wachstum, bzw. mit zunehmender Geschlechtstreife der Tiere eine weitaus größere Unverträglichkeit untereinander seinen Lauf nimmt. Wird momentan wegen der aktuellen Größe noch nicht so stark ausgeprägt sein. Aber später? Trennen? Falls das dann in einem Riffbecken unter den gegebenen Umständen noch möglich sein wird. Selbst wenn die Isolierung eines Tieres gelingt, wird es schwer sein, einen so alten und großen Zausel an den Mann/Frau zu bringen. Sehr oft überleben diese lang eingewöhnten Fische schon den Transport nicht. Auch beim herausfangen gibt es oftmals in dieser Richtung Probleme (Schock!).
Es ist nicht so sehr der aktuelle Zustand, der mich nervt. Das hat jetzt so seinen Lauf genommen. Nicht mehr zu ändern. Vielmehr ist es die Uneinsichtigkeit des Themenstarters. Irgendwann hat es ja einmal angefangen, mit dem Wunsch nach großen, bunten Fischen. Aber warum gerade in dieser „speziellen“ Zusammensetzung? Hat das eigene Wunschdenken zur Umsetzung geführt oder war das wieder einmal eine „Empfehlung“ des Handels? Wenn man schon ein Faible für Doktorfische hat (ich kann es gut verstehen), dann gibt es auch bei denen Möglichkeiten einer gewissen toleranten Vergesellschaftung. Das würde aber wiederum bedeuten, dass man sich mit diesem besonderen Thema auch besonders befasst. Hier sehe ich den Schwachpunkt. Von Anfang an.
Gruß
Hajo