Beiträge von hajo

    Hi zusammen,

    .................Allerdings habe ich nach ca. 8 Monaten mein großes Becken mit in den Kreislauf geschaltet und kann daher nicht sagen, wie sich das Riffkeramik-Becken im Alleingang weiterenwickelt hätte.

    Gruß,
    Thomas


    Hallo Thomas,

    war bei mir auch so angedacht. Nur hätte ich da ein Stockwerk überbrücken muessen. Das inhäusig. Hat meine Frau strikt untersagt. :frowning_face: Musste mir dann die andere Methode einfallen lassen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    mit der konkurrierenden grossen Oberfläche der Keramik, als für mich gesehen bislang einzig logische Ueberlegung, hatte ich mich schon mit Beitrag 545 Ende Oktober angefreundet. Aus zweierlei Gruenden. Erstens weil ich's von Anfang an immer mit ein wenig Organik unter'm Kiel gehalten habe (das Becken eigentlich für Filtrierer gedacht war) und die Dinge um die Keramik herum einen durchaus positiven Verlauf nahmen und zweitens, weil ich aus diesen Gruenden die Vermutungen in eine bestimmte andere Richtung nicht unbedingt teilen konnte. Mir sind aber noch fruehere Wortmeldungen bekannt, wo eigentlich von Beginn an genug Nährstoffe vorhanden waren und die Becken trotzdem nicht in Tritt kamen. Nur ist mir entfallen, ob das wirklich von Anfang an durchgehend war, oder ob sich dieser Zustand erst zu einem spaeteren Zeitpunkt eingeschlichen hat, bzw. die Naehrstoffwueste zwar noch waehrend einer (längeren) Startphase vorhanden war, sich dann aber zu einem spaeteren Zeitpunkt selbst aufloeste oder ob zu irgendeinem Zeitpunkt eingegriffen wurde. Vielleicht kommen hierzu auch noch einige Wortmeldungen inklusive Beckenhistorie?
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    mal abgesehen von einigen irrlichternden Kommentaren, aber was den Begriff "Markenqualitaet" anbelangt, kann man gewiss auch unterschiedlicher Auffassung sein. Es zeigte ja nicht nur ein Produkt dieser Firma Mängel auf, sondern es waren hier unabhängig voneinander, der bewusste Heizer und die elektronische Steuerung (TwinController). Alles Markenprodukte oder vielleicht doch nur "auf dem Markt erhältliche Produkte" ? Wenn ich mich nicht sehr irre, empfehlen bzw. befuerworten die meisten Hersteller von externen Steuergeräten den Einsatz eines regelbaren Produktes (Heizer). Den einzigen Grund, den ich kenne, waere der moegliche Ausfall der externen/internen Regeltechnik. Deswegen sollte uns jedweder Aquarienheizer nicht in Sicherheit wiegen. Allerdings, wenn im Netz, so wie von Silvi berichtet, rostige Titanheizer dieses Herstellers bereits ein Thema sind, ist hier genau hinzuschauen. Genauso wie bei defekten Steuergeräten. Da nehme ich auch gerne andere Hersteller in die Pflicht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Marcus,

    unsere Katzen waren auch eher desinteressiert. Wenn du ganz sicher gehen willst, lass Dir einen passenden Rahmen (oder in 2Teilen) mit gespannter Gaze anfertigen. So ein Teil liegt bei mir passgerecht oben auf. Nicht mehr wegen der Katzen, sondern als Springschutz für die Lippfische. Darüber hängt die Razor.

    Gruss
    Hajo

    Moin hajo

    Das sollte keine hetze sein. War nur eine Antwort auf eine Frage ob es denn möglich ist schadenersatz geltend zu machen...

    Vg erbul


    Hallo Erbul,

    ich habe bestimmt keine einzelne Person dabei im Auge gehabt. Mir ging es nur darum, dass wir uns erst einmal auf das Wesentliche beschränken. Welche Konsequenzen aus den Analysen gezogen werden können, bleibt abzuwarten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich weiss nicht, wie es euch geht, aber mir geht das etwas zu durcheinander. Macht doch bitte nicht den 2.Schritt vor dem ersten. Diese Diskussion soll keineswegs in einen shit storm laufen. Wenn jemand begründet Schadensersatzansprüche stellen moechte, dann soll er das auf dem Rechtsweg gerne tun. Hier in dieser Diskussion sollten wir keinen Platz für diese Auseinandersetzungen schaffen. Es gilt die Analyse(n) abzuwarten und das Ergebnis zu diskutieren. Das kann man auch sachlich betreiben, ohne gleich mit Schaum vor dem Mund zu argumentieren.
    Keramik ohne Kleber, Keramik mit Kleber, Keramik gemoertelt, Keramik mit LS, Keramik ohne LS. Sollen das allesamt negative Beispiele sein, oder gibt es da etwa auch unterschiedliche Erfahrungen? Es gibt mit Sicherheit auch Becken, die nicht so recht in den Tritt gekommen sind, weil die Betreiber auf anderen Feldern ins stolpern geraten sind. Ist dort etwa auch die Keramik schuld?
    Ich gestehe, dass ich den Überblick langsam verliere, wer mit was sein Becken gegen die Wand gefahren hat. Aus diesem Grund lehne ich mich entspannt zurück, bis Claude etwas verlauten wird. Dann ist immer noch Zeit ins Detail zu gehen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Laurens,

    versuch einmal den Pumpenstrahl gegen die Wasseroberfläche zu richten. Dafür könntest du die Pumpe etwas tiefer hängen und ausloten welcher Stroemungswinkel besser passt. Die Wasseroberfläche wird dann zwar gut bewegt, ist aber eine gute Bremse für die erzeugte Stroemung. Ideale Bedingungen wirst du möglicher Weise nicht bekommen. Die Euphyllia nimm bitte aus der harten Stroemung und biete ihr einen ruhigeren Platz. Sonst werdet ihr beide nicht glücklich.
    Gruss
    Hajo

    Selbst wenn ich mich nicht an die Mindesteintauchtiefe halte, wieso wird das Ding undicht, so das da Rost austreten/aufblühen kann? Das ich die Oxydation in den oberen Bereichen knapp unter Wasserspiegel fördere, leuchtet mir ein aber es kann doch nur zu Rostbildung kommen wenn es da oben undicht ist und das wird es wohl kaum weil ich die Eintauchtiefe nicht zu 100% beachtet habe, oder?


    Hallo Hauke,

    ohne ein vertiefendes Gespräch mit dem Hersteller/Vertreiber wird das nix. Der muss Rede und Antwort stehen.

    Gruss
    Hajo

    moin hajo,

    mindesteintauchtiefe/ganz unter wird mit der wärmeabfuhr und ggfls. mit der unterschiedlichen materialausdehnung - und auch überhitzung - zu tun haben.


    Hallo Joe,

    O.k., das macht Sinn. An das Problem der Wärmeabfuhr habe ich auch schon gedacht. Kann aber auch verwirrend sein. Einige Produkte (nicht Titan) haben eine Marke für die maximale Eintauchtiefe, und andere, wie hier der Titan, eine Mindesteintauchtiefe. Andere verzichten auf beide Marken. Wie sollen die Fische sich denn da noch zurechtfinden. :confused_face: :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Kommentare erinnern mich an frühere Fragen und deren kritischen Beurteilungen. Aus meiner Sicht ist dieser bewusste Heizer ein Produkt, das ganz sicher schnell auf den Müll gehört.
    Die Firma AM ist nicht bekannt dafür, dass sie hochwertige Produkte herstellt oder vertreibt (pers. Meinung, da leider Erfahrung vorhanden). Das kann man schon am Preis ablesen.
    Ja, es ist sicherer, eine externe Temperatursteuerung mit einer internen Regelung zu koppeln. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Doppelt gemoppelt hält besser. :grinning_squinting_face:
    Ja, auch der Schego-Heizer hat eine Mindesteintauchtiefe (kurz unterhalb der Verschlusskappe. Diese Kappe ist laut der Herstellerfirma mehr für die Kosmetik gedacht, als das es etwas nützt. Das hat man mir schriftlich mitgeteilt.
    Die Dichtung darunter ist wesentlich.
    Welche Zweck die Mindesteintauchtiefe erfüllt, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Hersteller propagiert den vollständigen Unterwassereinsatz! Das habe ich ebenfalls auf Anfrage schriftlich bekommen.
    Persönlich nutze ich seit vielen Jahren zur vollsten Zufriedenheit die Titanheizer der Firma Schego und habe auch bei jahrelangem Einsatz keine Hinweise auf Korrosion oder andere Defekte.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo!


    Spitzen Bilder von super schönen Fischen!
    Einfach schön!


    Ja, Reinhard, Fische sind schon seit eh und jeh mein Thema gewesen. Allerdings habe ich auch immer grossen Wert darauf gelegt, ein korallenfreies Becken zu vermeiden. Nur ist das nicht immer einfach, wenn man sich in der Hauptsache den Faltern und Kaisern verschrieben habe. Bei Gelegenheit werde ich einmal anhand von einigen Fotos versuchen zu dokumentieren, dass, wenn man es langsam angehen laesst und mit juvenilen Exemplaren beginnt, mit der richtigen Mischung von Korallen und Kaisern/Faltern zum Erfolg kommen kann. Man wird solche Erfolge nicht festzementieren koennen, bei mancher Fischgesellschaft gehört auch ein wenig Glück dazu. Es ist ein Weg über lange Jahre, und auch manchmal mit "unpassenden" Rabauken. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    scheibee... des wird richtig kniffelig.... falls ich das schaffe - reicht es mit einer Pinzette das viel runter zu ziehen?


    Das wird sicherlich genauso kniffelig. :grinning_squinting_face: Wenn Du den Fisch draussen hast, kannst du es theoretisch versuchen. Vorausgesetzt, die Assel sitzt auf der Fischhaut und nicht darunter. Man braucht aber eine ruhige Hand. Leg ihn auf ein feuchtes Tuch und handele fix! Eigentlich macht man solche Sachen unter Betäubung des Fisches. Kurz- oder Dauerbaeder mit einem entsprechenden Mittel sind einfacher und für beide Seiten nicht so stressig.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Dominik,

    eine Behandlung im Riffbecken ist m. E. nicht moeglich. Es bleibt nur der Weg des Herausfangens und eine separate Behandlung mit einem entsprechenden Mittel. Früher war Masoten die 1. Wahl. Dieses Medikament ist leider vor etlicher Zeit aus dem Verkehr gezogen worden. Ich denke aber, dass die jetzt handelsüblichen Produkte auch ihren Zweck erfüllen. Ich habe schon erlebt, dass bereits das einfache Umsetzen ein Abfallen der Assel bewirkt hat. Meist aber muss man zur Chemie oder zum Skalpell greifen. Viel Erfolg.
    Gruss
    Hajo

    [quote]


    ..........Diese Leute mangelt es oft nicht am Geld, aber sie setzen ihren Fokus auf das wesentliche : ... nämlich die Korallen ans wachsen zu bringen und Farbe rein zu bekommen ...Das geht nicht mit Anfängeraquaristik, da braucht man auch einen gewissen salzigen Daumen, die richtig dimensionierte Technik, und etwas mehr als etwas Erfahrung. Die richtigen Spezialisten brauchen keine Messgeräte oder Reagenzien, die sehen schon morgens beim ersten Blick in ihr Becken, was den Korallen fehlt und an welcher Schraube gedreht werden muss.

    Grüße .. Klaus

    Klaus, du spricht ja selbst von nicht zu wenig Erfahrung im Umgang mit dieser Methode. Auch spezielle Technik ist vonnöten, mal abgesehen von umfassenden Kenntnissen in Biologie und Chemie. Das lernt man nicht von gleich auf jetzt. Vom schmalen Grat, den Bernd erwähnte, sind schon viele abgestürzt. Eben, weil sie sich zu viel zugetraut und das Vorhaben unterschätzt haben. Die Foren sind voll von diesen Botschaften. Ich habe nichts gegen diese Methode einzuwenden, solange sie unter einfachen Bedingungen professionell betrieben werden kann. Unter Professionalität verstehe ich die größtmögliche Sorgfalt in der Anwendung der jeweiligen, relevanten Methoden und die Faehigkeit der Beurteilung ihrer Wirksamkeit. Ohne fremde Unterstuetzung sollte man immer noch die Reissleine ziehen koennen, ohne gleich Verluste einzufahren. In Anlehnung eines Zitates: Es fuehren nicht viele Methoden nach Rom. Eigentlich nur diejenige(n), die man versteht und hinterblickt. Da genau liegt der Hase im Pfeffer.
    Gruss
    Hajo

    Ich pflege im Moment 7 Chromis. Diese hatte ich vor ca. 18 Monaten eingesetzt und im Dezember 2014 habe ich dann noch 2 nachgesetzt. Von den nachgesetzten ist vor ca. 3 Monaten einer gestorben. Ich füttere 4 Mal täglich über einen Futterautomat kleine Mengen und von 18 bis 21 Uhr viele kleine Portionen via Spritze mit Frostfutter. Sie stehen eigentlich immer schön zusammen. Einer hatte sich mal abgesondert wurde aber nach ca. 4 Wochen wieder im Schwarm aufgenommen.


    Hallo Micha,

    du bist auf dem richtigen Weg. Nur weiter so!

    Gruss
    Hajo

    Hallo Corinna,

    Ellen Thaler ist halt Verhaltensforscherin. Da gelten andere Gesetzmaessigkeiten und andere Prioritäten sind zu setzen. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir mitteilen, dass Ellen Thaler richtig liegen muss. Nach mehreren erfolglosen Versuchen die Bande von ehemals 5 Exemplaren auf 11 bzw. 9 bezw. 7 Tieren aufzustocken, blieben am Ende immer nur 5 Chromis übrig. Das aber über mehrere Jahre hinweg! Das zeigt mir nicht nur, dass ein gewisser "Feinddruck", wenn auch nur durch eine unsensible Nachbarschaft (Lienardella, ruppige Doktoren, Großkaiser)hervorgerufen genügt, um zusammen mit dem Fressen eine wichtige Rolle zu spielen, sondern ebenfalls das Verhältnis von Futtermenge/Fisch. Diese schien proportional zur 5er Fischmenge immer zu stimmen. Ein Darunterbleiben wird für weniger Fisch sorgen, eine deutlich bessere Versorgung für eine höhere Anzahl der Tiere. Eine optimale Versorgung hätte man höchstwahrscheinlich mit speziellen Futterautomaten zu unterschiedlichen Tageszeiten in den Griff bekommen können. Hab ich aber verworfen, da ja der komplette Besatz davon profitiert hätte. Der war übrigens schon fett genug. Außerdem muss man dabei auch die Wasserqualität im Auge behalten. 5 Chromis haben dann auch gereicht!
    Mit Fotos versuche ich immer etwas zu belegen. Ich hoffe, dass die Bilder den Größenunterschied deutlich machen. "Feinddruck" ist hier mehr der grosse, unsensible Nachbar! :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo


    Hallo Daniel,

    ganz so düster würde ich das nicht so sehen. Ellen Thaler beschreibt das Verhalten der Chromis und nennt es eine "Balance zwischen Hunger und Feinddruck". Sparsame Fütterung erzeugt Aggressivitaet und letztendlich eine sukzessive Mortalitaet. Feinddruck festigt parallel das soziale Verhalten. Ist beides nicht mehr vorhanden oder schwächt sich ab, was in unseren Becken meist der Fall ist, zerfällt die soziale Struktur des Schwarms bzw. der Gruppe. Der Beweis ist reproduzierbar. Es nutzt auch wenig, immer darauf hinzuweisen, dass eigentlich genug gefüttert wird. Diese Aussage ist aeussert relativ. Es ist nicht die Menge von Bedeutung, sondern die Frequenz! Parallel verlaufende Krankheiten sind davon eine Ausnahme.
    Gruss
    Hajo


    Hallo Klaus,

    ja, und um das auch noch weiter zu spinnen, sollten die damaligen Riesefilter mit den ominösen "Biobaellen" nicht unerwähnt bleiben. Die standen damals auch in Konkurrenz zu dem LS oder Totgestein. Der Einsatz von Algenfiltern stoerte ebenfalls bei einigen Korallenarten das Wachstum, und sogar Degenerationserscheinungen waren die Folge (Sprung). Eine aehnliche Situation haben wir jetzt mit der grossen Oberfläche der Keramik, denn diese sollte eigentlich auch helfen, die Endprodukte der Nitrifikation abzubauen. Was bei diesem Vorgang zählt, ist die Oberflächengroesse, die den Bakterien zur Besiedlung zur Verfügung gestellt wird. Ist sie zu gross, scheint sie erst einmal wie ein Staubsauger zu wirken. Ist in dem umgebenden Lebensraum kaum oder gar keine Organik vorhanden, leiden die naehrstoffabhaengigen Tiere. Die gedankliche Lösung waere eine Reduzierung der Besiedlungsflaechen oder das systematische Aufstocken von Organik. Ob das in der Praxis aber so ist, wie ich vermute? Verstehen kann ich es im Moment noch nicht, da ja der Vorteil einer grossen Besiedlungsflaeche klar auf der Hand zu liegen scheint. Allerdings zeigen die Rueckbauten einiger Leidgepruefter den positiven Effekt eines reduzierten bis völlig freien Keramikbeckens, geben aber nicht den Hinweis auf ehemals vorhandene Schadstoffe. Andererseits gibt es auch Beispiele, wo die bewusste Keramik keine Zicken macht. Gebrannte Keramik ist in der Regel unschädlich. Sollte man meinen......
    Gruss
    Hajo

    servus

    sehe ich auch so ,man kann nicht riffkeramik in einen topf schmeissen
    als langjähriger nutzer von Ls bin ich juni 2013 den anderen weg mit 100%keramik gegangen,auch schwierigere sps waren kein grösseres problem.
    es war aber eine" bayerische Keramik"

    gruss vitus


    Hallo Vitus,

    mal abgesehen von der "bayrischen Keramik"..... :grinning_squinting_face: . Die Abbildungen zeigen zwar nur einen kleinen Ausschnitt, aber sie lassen auch vermuten, dass Du nicht allzuviel Keramik als Unterbau verwendet hast, oder?

    Gruß

    Hajo

    Wenn ich das richtig verstanden habe wurde bei Uwe Hirschberg und ThorstenHH das komplette alte Wasser wieder genutzt und die Becken funktionieren sofort wieder. Jetzt muß man doch eigentlich Giftstoffe aus der Keramik ausschließen denn die sollten doch dann auch im Wasser sein, oder?


    Grüße Torben

    Gesendet mit Tapatalk

    Nein, richtig ausschliessen kann man das nicht. Auch, ich will es mal vorsichtig formulieren, mit "wuchshemmenden" Stoffen verseuchtes Wasser kann bakteriell abgebaut werden. Es kommt nur auf den jeweiligen Stoff und seine Abbauzeit an.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Martin,

    so wie du es weiter oben schon beschrieben hast, tippe ich auf ein krankheitsbedingtes Verhalten. Auf der einen Seite schwamm er gegen den Temperaturfühler, andererseits schnappte er gezielt nach Futter. Das zeigt mir eine beginnende Störung des Nervensystems, durch Alter oder Krankheit. Solche Tiere sondern sich in der Natur meist ab und fallen dann Räubern zum Opfer. Im Becken sind die Räuber zwar nicht vorhanden, doch das anormale Verhalten des Fisches beunruhigt die anderen Arten. Außerdem wird sich durch den "Ausfall" des Tieres in jedem Fall die Gruppenhierarchie aendern. Das zieht fast immer Zoff nach sich, so dass ein kranker Fisch, der sich nicht mehr einordnen kann, immer den Kürzeren zieht und sich letztendlich selbst isoliert.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wenn man davon ausgeht, dass die mikrobiellen Vorgänge innerhalb und oberhalb des LS in Konkurrenz zu anderen Siedlungsflächen stehen, koennte man sich gut vorstellen, dass die Keramik als eine aehnlich gelagerte Siedlungsflaeche genau so in Betracht kommen kann. Wachsen ausserdem noch Algen im Becken (Startphase/Einfahrphase) kommen die Zooxanthellen der frisch eingesetzten Korallen noch zusaetzlich unter Konkurrenzdruck. Sand und gemoertelter Boden tun ihr Übriges. Das ist kein normaler Konkurrenzdruck mehr, das ist das totale Abgraben von Naehrstoffen, die Apokalypse für naehrstoffabhaengiges Leben. Wird jetzt der Hauptuebeltaeter gegen LS oder Totgestein austauscht, dann mindert man den Druck auf die Korallen und ein Gleichgewicht kann sich einstellen. So mein zaghafter Ansatz einer Hypothese.
    Gruss
    Hajo


    Zu beachten wäre da noch das sehr helle Innere der „porösen“ Keramik nach 4 Jahren. :smiling_face:

    Hallo Uwe,

    glaube mir, das sieht auch nach 7 Jahren so aus! Ich glaube, wenn ich mich nicht irre, wurde einmal erklärt, dass sich alle relevanten mikrobiologischen Vorgaenge auf der Oberfläche eines Substrates abspielen. Höchstens bis zu einigen Millimetern darunter. Wenn das so waere, ist das eine Erklärung. Allerdings habe ich selbst schon Lebendgestein aufgeschlagen, das im Innern durchsetzt war und nach Leben roch. Hell zwar, nur von Schneeweiss keine Spur. Ebenfalls gilt es als sicher, dass in der porösen Struktur des Lebendgestein (Kalkstein) nicht nur eine Vielzahl von bohrenden Wirbellosen und Algen leben, sondern jede Menge unterschiedlicher Bakterienstämme und andere Mikroorganismen. In den Hohlräumen entwickelt sich ein sauerstoffarmes Milieu, in dem die bakterielle Denitrifikation gefördert wird. Wird das aber auch in der bewussten Keramik so sein? Oder in einem anderen Kunstgestein?
    Gruss
    Hajo

    Im Grunde genommen, hat Hauke recht. Aber es kommt darauf an, zu welchem Besatz du tendierst. Für ein Riffbecken mit wenigen Fischchen sind beide Produkte nur bedingt interessant. Für ein fischlastiges Becken schon. Auch bei der Pflege von sehr empfindlichen Fischen würde ich eine UV nicht missen wollen.
    Gruss
    Hajo

    Injections with NaOH (10-40%) are deffinately lethal.
    The problem is you can't approach each and every single specimen.
    The unreachables will continue to split up and produce offspring.

    So like with all manual and chemical methods you will have to repeat on a weekly basis the threatment for the 'new generations'.


    Das untermauert genau meine letzten beiden Saetze und entspricht meinen eigenen Erfahrungen, und auch den Beobachtungen anderer langjährig Geplagter. Wobei man sich nicht unbedingt in diesem Fall an der Englisch gepraegten Literatur orientieren muss. Hier zu Lande ist sicherlich, auch zu diesem Thema, genug Erfahrung unterwegs. Bei starkem Befall kann man sich eine "Einmal-Methode" abschminken. Man sollte sie, nach Bedarf, wiederholen. Wie ich ebenfalls andeutete, lag die Vermutung nahe, dass sich die Falter um den Nachwuchs " gekümmert" haben. Da dieser an schwer zugänglichen Orten zuhause war, wöchentlich abnahm, sich nicht weiter produktiv verhielt, tippe ich auf diese Möglichkeit. In einem grossen Becken kann man nicht immer alles haargenau verfolgen. Alles in allem gesehen, ist die Kalk-Methode bei starkem Befall eine nervige Sache. Wenn man aber keine weitere vielversprechende Chance hat, die einzig bleibende Möglichkeit.
    Wenn allerdings die Möglichkeit eines vorübergehenden Umsetzens der gefaehrdeten Tiere gegeben ist, ist das bei einem voruebergehenden Einbringen von Fressfeinden, die bessere Wahl.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andi,

    es gäbe da noch die gute Chance einer vorübergehenden Aktion. Es muss ja nicht für lange Zeit sein. Ich würde jene Tiere in deine anderen Becken umsetzen, die nicht auf dem Speiseplan des z. B. Auriga stehen. Bei genügendem Appetit ist der Spuk in ein paar Wochen vorbei. Diese "Notlösung" würde ich favorisieren. Den Fisch bekommst du mit einer entsprechenden Falle sicher wieder aus dem Becken. Die Aktion mit dem Kalkbrei dauert bei massivem Befall deutlich länger. Außerdem muss man selbst Hand anlegen. Im Gegensatz zu der Dienstleistung des Falters ist diese Prozedur schweisstreibend und oft nicht mit einer "Einmalbehandlung" durchführbar. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass etliche Majanos nach der ersten Behandlung zwar schrumpfen, aber nicht vollständig den Löffel abgeben. Erst eine zweite "Fütterung" beendet das Majano-Leben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Mona,

    es ist nie verkehrt, sich rechtzeitig Gedanken über die algenfressende Zunft zu machen. In meinen Augen ein unwiderrufliches MUST! Dieser "Grundstock" für ein algenfreies Becken sollte schon am Anfang gelegt werden. Es muss es ja nicht jeder kopieren, ist auch nur ein Anstoss, denn nicht alle Becken haben eine entsprechende Groesse: Ohne einen Zebrasoma oder Buerstenzahner, sowie dem Fuchs oder einem Salarias, ist keines meiner Becken wegzudenken. Grund: Ein algenfreies Anblick! Ich kann ja verstehen, wenn man zuerst den Focus auf andere Tiere legt. Aber diese "Versicherungspolice" gegen Algen sollte man immer mit einplanen. Sie beschert mir immerzu entgruente Becken. :]
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andi,

    bei den denkbaren Fressfeinden hast du Dir ja schon selbst die Antworten gegeben. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Es muss immer mit Übergriffen auf andere Tiere gerechnet werden. Ich selbst hatte ja schon von Misserfolgen mit Chaetodon xanthurus, Chaetodon kleinii und Acreichtys tomentosus berichtet. Ich hatte damals eine Majanoplage, die sich kaum einer vorstellen kann. Durch einige Veröffentlichungen in Fachzeitschriften bin ich auf Ch. xanthurus und A. tomentosus aufmerksam geworden. So, wie mich auch ein Bericht über einen gewissen Seestern zur Vernichtung des kriechenden Ohrenschwamms zu einem Versuch verleitete. Aber das ist eine andere Geschichte. In allen Faellen war kein Erfolg zu verzeichnen. Dieser trat erst mit der Anwendung von Kalkbrei ein. Es wurde zwar eine sehr muehsame und langwierige Angelegenheit, aber sie brachte nach wochenlangen Aktionen den Erfolg. Ich haette sonst das komplette Becken ausraeumen muessen. Auch möchte ich nicht verhehlen, dass sich beide CH. xanthurus hin und wieder über kleinste Majanos hergemacht hat. Aber nur mit "langen Zähnen". Ich hatte den Eindruck, dass die grossen Exemplare ihnen zu stark nesselten. Die kleinen Majanos sind möglicherweise mundgerechter und weniger nesselnd gewesen?
    Alles in allem ist es aber besser im Vornherein abzuwägen, ob man nicht doch lieber den Weg über den Kalkbrei nimmt, als das Einsetzen eines vielleicht unsicheren Kandidaten, der eventuell auch noch schlecht aus dem Becken zu entfernen ist. Auch sollte man bei den Versuchen mit Fischen die Fütterung herunterfahren. Sie bekommen schnell spitz, dass das Kunstfutter/Frostfutter besser schmeckt, als eine noch so schöne Majano.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    es gibt etliche Berichte von Übergriffen von Kaiserfischen (Centropyge), Chaetodonten, Feilen, Krabben, Schnecken (z. B. Cauri) etc. Sie haben alle etwas gemeinsam. Sie ernähren sich nicht ausschließlich vegetarisch. Also gibt es auch keine Garantie, dass sie nicht uebergriffig auf andere Lebewesen im Aquarium werden. Ebenfalls kann man nicht ausschliessen, dass sie es nicht tun. Die Xenien in meinem Becken interessieren weder die Falter noch die Kaiser noch die Feile. Bei einem Bekannten lief das anders. Sein Neuzugang Centropyge loricola verputzte die Xenien umgehend. Desgleichen ein juveniler Navarchus bei einem anderen Spezl. Der sicherste Weg ist händisch einzugreifen. Kalkbrei waere eine Möglichkeit, wenn auch bei grossen Beständen nicht optimal. Ich persönlich würde es immer erst einmal mit Fischen ausprobieren. Das macht aber nur Sinn, wenn die Möglichkeit besteht, diese bei Misserfolg ohne grosse Klimmzuege zu entfernen. Ich habe mit der Zeit eine ganze Reihe Misserfolge hinnehmen muessen. Z.B. Chaetodon xanthurus und Chaetodon kleinii gegen Majanos: Pleite! :frowning_face: Bei einigen Aquarianern hat das geklappt. Tja, also gilt: Probieren geht über studieren!
    Gruss
    Hajo