Linkstein - da geb ich dir natürlich Recht . Würde das jetzt nicht bei einem 2 Monate alten Anfänger Becken als Priorität 1 sehen .
Ganz so einfach ist das Thema Ph-Wert nicht.
Auch in frisch eingerichteten Becken mit einer schwankender Wasserchemie kann ein gut eingestellter Ph-Wert von Vorteil sein.
Die Wasserchemie hat Einfluss auf den PH-Wert innerhalb und ausserhalb des Korallenholobionten.
PH-Veränderungen können zu Veränderungen der Skelettdichte und der mit der Koralle verbundenen mikrobiellen Gemeinschaft führen, was wiederum auch Auswirkungen auf Physiologie und Gesundheit einer Koralle hat.
Niedrige Ph-Werte zeigen am Holobionten ein verstärktes Wachstum von Bakterien, die mit Krankheit und Siechtum einhergehen. Das zeigen Forschungsergebnisse nicht erst seit heute.
Der Ph-Wert regelt den Zellmetabolismus von allen Lebewesen!
Suboptimale Bedingungen im Aquarium führen zu Stress und Störungen der mikrobiellen Gemeinschaft des Holobionten.
Auch haben andere Studien gezeigt, dass dieselbe Korallenart im Aquarium andere mikrobielle Gemeinschaften aufweist, als in der natürlichen Umgebung.
Eine Akklimatisierung von Korallen an den sich veränderten PH-Wert wird somit wahrscheinlicher.
Denn unterschiedliche Korallen haben auch unterschiedliche Toleranzen.
Korallen können sich durch Anpassung ihres Holobionten an einen abnehmenden PH-Wert sukzessive anpassen.
Die Fähigkeit von Korallen eine Belastung durch unterschiedliche PH-Werte zu tolerieren, beeinflusst die Zusammensetzung der Korallengemeinschaften im Riff und letztendlich auch im Aquarium.
Alles hat aber auch Grenzen,
Forschungen haben ergeben, dass das Ausmass der Reaktionen auf den PH-Wert zwischen den Populationen, Arten und Holobionten erheblich variiert.
Sie zeigen unterschiedliche Überlebensraten!
Gruß
Hajo
