Beiträge von hajo

    Guten Morgen, Stefan

    ich rate davon ab, die Muschel zu füttern. Das wäre nur bei sehr kleinen Jungmuscheln der Fall.
    Ab einer Groesse von 6-8 cm bei z. B. Crocea und Maxima ist das nicht mehr notwendig.
    Erst einmal Ruhe, moderates Licht in der Übergangsphase und eine nicht zu heftige Strömung sind die Dinge, die zu beachten wären. Wenn der zugewiesene Platz nicht gefällt, wird die Muschel ihre Position ändern. Eine Zwangsplatzierung ist zu vermeiden.
    Wenn die Muschel beim Händler keine Stresssymptome zeigte, ist die Ursache in deinem Becken zu suchen. Ist die Dichte O.K.? Wie war sie beim Erwerb? Dichteschwankungen sind bei Crocea und Maxima eigentlich kein grosses Thema. Trotzdem leiden sie anfangs darunter.
    Mehr kann ich nicht dazu beitragen. Die inneren Schäden einer Muschel treten meist erst nach dem Ableben in Erscheinung. Das wollen wir in diesem Fall nicht hoffen.
    Ich drück dir die Daumen!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    man kann nicht allzuviel sagen, wenn die Vorgeschichte nicht bekannt ist.
    Wie lange befand sich die Muschel bereits im Haendlerbecken? Bei Neuimporten stehen alle Muscheln unter Stress. Wenn die Muscheln zu schnell weitergegeben werden, sie sich also nicht gut erholen koennen (Kälteschock/synth.Meerwasser), dann wird der Stress nicht abgebaut, sondern erhöht sich um ein Vielfaches und verlaengert die dringend benoetigte Rekonvaleszensphase.
    Ist der Unterschied in der Dichte berücksichtigt worden?
    Unter LEDs zicken oft die Muscheln. Vorsichtig anpassen. Nicht gleich voll unter maximales Licht!!
    Reagiert das Tier noch auf Schatten? Falls nicht, sehe ich schwarz.
    Ist die Byssusdrüse intakt?
    Hat sich die Muschel am Stein bereits festgeklebt? Falls ja, ist das erst einmal ein gutes Zeichen.
    Auf den ersten Blick zeigt mir das Bild ein gestresstes Tier, aber nicht hochdramatisch.
    Die Mantellappen sind ausgestreckt und nicht eingezogen bzw. eingeklemmt.
    Ein paar Tage Ruhe und erst einmal nicht unter volles Led-Licht, keine starke Strömung, dann abwarten. Mehr kannst du nicht tun.
    Diesen Anblick habe ich schon viele Male bei Neuimporten beobachten können. Die meisten Muschel beruhigen sich nach einiger Zeit. Manche leider nicht.
    Ich hoffe, dass du beim Kauf ein glückliches Händchen hattest.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Werner,

    das scheint jene schwer zu kontrollierende Art zu sein, von der ich oben berichtet habe.
    Ausser Handarbeit und ggf. Spritze mit verdünnter Salzsäure, fällt mir nichts ein. Einen Fressfeind kenne ich nicht. Wird es in der Natur aber sicher geben.
    Mit der Spritze musst du vorsichtig hantieren. Du darfst nicht durch den Schwamm stechen. Ohne etwas Übung geschieht das oft. Die Kanüle der Spritze muss im Gewebe des Schwamms verbleiben. Wenn man nicht aufpasst, sticht man durch die Lappen und das Ergebnis ist gleich Null. Wenn du alles richtig machst, wird durch die Kappilarwirkung des Schwammgewebes die Säure im Gewebe verteilt und es sterben groessere Flächen ab.
    So wird es bei optimaler Behandlung sein. Die Aktion ist schwer kontrollierbar, da man den größeren Teil des Spritzenvolumens im Becken verteilen wird, ehe man den richtigen Weg gefunden hat.
    Gruss
    Hajo

    Mich würde vielmehr interessieren, wieso dieser Fisch dein Interesse weckt. :confused_face:
    Die äussere Erscheinung kann es nicht sein. Oder doch? :grinning_squinting_face:
    Algenprobleme?
    Dafür gibt es kleiner bleibende Arten.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Bernhard,
    Ina kann da richtig liegen.
    Höchstwahrscheinlichhabe ich dieses Thema damals angesprochen. Allerdings befanden sich rötliche Flecken verteilt auf dem ganzen Koerper des Fisches. Dieser Zustand war reproduzierbar. Immer wenn die Zugabe von BactoBalance längere Zeit unterbrochen wurde, verschwanden auch die roten Flecken. Bei erneuter Dosierung traten diese wieder auf. Ernährungsdefizite, die man gern einmal anführt, sind in diesem speziellen Fall ausgeschlossen.Ich konnte mir dieses Phänomen nicht erklären, da ich selbst jahrelang BactoBalance verwende und meine gelben Docs zeigen dieses Bild nicht. Ist mir auch nie untergekommen. Bis auf diesen einzelnen, merkwürdigen Fall.Versuch doch einmal das Mittel für eine Weile auszusetzen. Mach parallel einen Wasserwechsel. Dann müssten in meinem genannten Fall die Auffälligkeiten verschwinden. Wenn nicht, hat es andere Ursachen (s.Ina).
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    deine Echinophyllia ist in Farbe und Wuchsform auch fantastisch! Sie zeigt aber auch das Problem: Es entstehen doch Falten und Spalten, die als Schmutzecken dienen können. Das ist vermutlich dann noch schlechter, wenn darunter kein Bodengrund ist, in dem sich Lebewesen befinden, die zumindest einen Teil der Ablagerungen verwerten.

    Hallo Wolfgang,
    die Sache mit den Ablagerungen ist gewiss ein Problem, das man aber bei allen plattenfoermigen Korallen beobachten kann. Nicht nur Detritus, sondern allerlei, was Fische und anderes Getier so im Becken verteilen, bleibt auf ihnen liegen. Und das ist nicht wenig! Wird es nicht entfernt, stirbt die Koralle an diesen Stellen ab und es werden sich Algen bilden. Diese Algen sind von den Korallen weitaus schwerer zu entfernen, als von normalem Sandboden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich wollte noch einmal auf meine Foto von #9 eingehen, nämlich näher auf die auf dem Boden flach wachsende Echinophyllia. Bilder sagen mehr als Worte.
    Vorn links machte sie Anstalten an der Scheibe hochzuwachsen. Die ewigen Kontakte bzw. zwangsläufigen Berührungen durch den Rücken des Magnetscheibenreinigers hat sie schwer irritiert, sodaß sie jetzt im Begriff ist einzuhalten und sich an dieser Stelle nach oben bewegt. Interessant für mich ist die Tatsache, daß das Tier auf die mehrfachen, groben Belästigungen anscheinend raegiert hat und sich jetzt einen anderen Weg sucht. Man könnte fast meinen: Es hat verstanden! :grinning_squinting_face:
    Im Hintergrund wird die Koralle sich allerdings weiter ins Riff hochschieben.
    Gruß
    Hajo


    Hi Lexo

    Jedem das Seine. Aber Totgestein ist auch natürlich, hat aber den Vorteil, dass du dir keine Plagen mit einschleppst.

    Das wird leider immer wieder behauptet. Ich würde das nicht unterschreiben wollen.
    Dennoch werden diese "Plagen" auftauchen. Aiptasien, Turbellarien, Valonia etc.
    Nicht am neuen, toten Gestein. Mit der Zeit aber werden sie sporadisch eingeschleppt durch das Transportwasser der Neuzugänge, ob nun durch Koralle oder Fisch.
    Totgestein gibt für mich eigentlich nur eine begrenzte Sicherheit auf Zeit. Absolut.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wie ein Riffaquarium sich darstellt, entspringt meist der Fantasie seines Betreibers.
    In vielen Fällen ist es etwas künstliches, weniger der Gedanke an ein natürliches Biotop.
    Das führt einerseits oft zu einem Sammelsurium von Korallenarten, die sich in der Natur nie begegnen wuerden. Schon gar nicht auf so engem Raum.
    Andererseits kann die Abbildung eines Biotops etwas ernuechternd sein, weil schmalspuriger angelegt, als so manche bombastische Vitrinenschau gesammelter Unterwasserlandschaften. Auch wird das Becken in Volumen und Form oft den Gegebenheiten des Wohnbereichs angepasst.
    Kleine Becken begrenzen beileibe nicht die eigene Fantasie, aber bestimmt ihren Inhalt. Groessere Aquarien gewähren einen deutlicheren Freiraum, der allerdings ebenfalls in seiner Effektivität stark von der Beckenform und den Aufbauten abhängig ist (Dreieck, Zylinder).
    So gesehen hat jedes Riffbecken seine Schwächen, ob nun der Sandboden durch Korallen ersetzt wird, oder eben nicht.
    Primäre Faktoren sind neben der Wasserqualität an erster Stelle das Licht und die Wasserbewegung. Damit beides auch optimal an die Korallen gebracht werden kann, sind oft Klimmzüge technischer Art vonnöten. Das Nebeneinander bzw. die Zwangsvergesellschaftung verschiedenster Korallen aus den unterschiedlichsten Strömungs- und Lichtzonen erfordert in der Wahl der Technik ein feines Händchen. Oft ist es nur ein schlechter Kompromiss. Das gilt besonders für die "Bodentruppen" unter ihnen, denen wir diesen Platz ignorant zugewiesen haben. Mancherorts stehen diese Tiere schlecht, da sie sich gegenseitig die Strömung wegnehmen und im Falle von hoeherwachsenden Spezies, auch Abschattungen provozieren.
    Horizontaler "Plattenbau", der als Untergrund kriechend den Sandboden ersetzen soll, birgt solche Unannehmlichkeiten selten. Es kommt hier stark auf die Auswahl der Korallen an. Denn etliche von ihnen, denen man es kaum zugetraut hätte, beginnen Etagen zu bilden, um besser an das Licht zu kommen. Spätestens dann ist es mit der reinen Flächenoptik vorbei. Ein paar Jahre werden ins Land gehen und die Korallen sind dann in Höhe und in der Flaeche zu einem kompletten Riff zusammengewachsen. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ein Mittelriff ist bereits mit wenigen ausgesuchten, aber gross gewachsenen Korallenblöcken ein spektakulärer Anblick. Der offene Schwimmraum für die Fische erlaubt mehr Transparenz für unser Auge. Das muss nicht immer in Einklang mit den Bedürfnissen der Tiere stehen.
    Die Absicht, den Boden nicht mit Sand zu bedecken, sondern ganz auf ihn zu verzichten, ist reine Geschmacksache. Die Zeiten einer zentimeterhohen Sandfläche sind eigentlich vorbei, höchstens noch für die Pflege von Sandbewohnern interessant.
    Auf dem Bodenbereich Korallen wachsen zu lassen ist eine völlig normale Idee, die es nicht erst seit heute gibt. Die Schwierigkeit, die ich sehe, liegt in der Vergesellschaftung der einzelnen Arten.
    Selbst Montipora-Arten nesseln unterschiedlich stark. Von den anderen Korallenarten einmal ganz abgesehen. Sich an gleichen Arten zu versuchen, führt letztendlich zur Monotonie. Selbst wenn die Art unterschiedliche Färbung aufweist.. Ihre Struktur ist aber ähnlich. Die Abstände zueinander werden mit der Zeit immer kleiner und bald siegt nur noch die stärker nesselnde oder rascher wachsende Art. Das meine ich mit Monotonie. Entweder ich greife dauernd gärtnerisch ein, was bei einigen Korallen nicht einfach zu bewältigen ist, oder ich lasse es darauf ankommen, und gebe ihnen freien Lauf. Beides hat seinen Reiz. Auch mit wenig oder komplett ohne Sandboden.
    Bild 1 zeigt einen Ausschnitt eines über viele Jahre gewachsenen Bodenbelags, der bis zur Frontscheibe reicht.
    Sand ist in der Minderheit, er ist nur sporadisch zu sehen.
    Bild 2 ist ein Beispiel für ungehemmten Wildwuchs in Höhe und Fläche. Mehr in Fläche.
    Ist mehr oder weniger Bodennähe. Nicht mehr nach "modernen" Gesichtspunkten interessant, aber eines der Beispiele für den Verdrängungswettbewerb der Korallen.
    Gruß
    Hajo



    Hallo zusammen,

    ich möchte das Thema etwas relativieren.
    Was den abgebildeten Schwamm (Haliclona?) betrifft, hat Joe recht. Dieser Schwamm fühlt sich weich und fluffig an. Unter groben Fingern hat er den Hang zu zerfallen.
    Collospongia auris ist ebenfalls in unseren Aquarien anzutreffen. Auch er ist ein harmloser Vertreter. Schwämme sind auch ein ausgezeichneter Indikator für die Wasserqualität!
    Das war die gute Nachricht!
    Es gibt aber noch eine sehr ähnliche Variante, die eine ähnliche Konsistenz wie der Ohrenschwamm besitzt, aber flach kriechend das Riff überzieht und schwer vom Untergrund zu lösen ist. Dieser Schwamm ist von schwärzlicher Farbe und, wenn er in Tritt kommt, eine Plage! Ein Fressfeind (Linckia-Art) schien damals entdeckt, es gab von D.Stueber hierüber eine Veröffentlichung, die aber der Wirklichkeit nicht standhielt. Fische frassen den Schwamm ebenfalls nicht. Selbst die grossen Kaiser meideten den schwarzen Belag.
    Schwämme können sich manchmal in ihrer Wuchsform sehr aehnlich verhalten. Deswegen sollte man schon genau hinsehen, um späteren Ärger zu meiden.
    Vollständigkeitshalber möchte ich hier auf den negativen Einfluss dieses bestimmten Schwamms hinweisen. Ich musste einmal das halbe Riff auseinandernehmen um die Steine+Korallen mit den befallenen Stellen zu entsorgen und gegen neues Material zu tauschen. Selbst Spritzorgien mit verdünnter Salzsäure halfen nicht viel. Durch die Kappilarwirkung starben um die Einstichstelle zwar einige Bereiche ab, es war aber ein Kampf gegen Windmühlenflügel. Seit dieser Zeit sagt mir mein Verstand: Lieber 2x hinschauen. Wehret den Anfängen!
    Bitte nicht falsch verstehen. Ich liebe Schwämme. Schwämme sind in ihrer Vielfalt und Wuchsform kleine Kostbarkeiten. Das oben von mir beschriebene Exemplar macht da eine unrühmliche Ausnahme. :frowning_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    es birgt zwar jede Fischart einige Ueberraschungen, aber hinsichtlich der Echinopora bin ich zuversichtlich, dass das gut geht. Jedenfalls hat sich bei mir in Sachen Chelmon bei Pavona, Echinopora, Montipora, Pachyseris und Echinophyllia nix getan. Was soll er auch damit?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Silvio,

    natürlich ist Sarcophyton elegans fidjii genauso gelb, wie auf dem Foto. Keine preiswerte Lederne, aber sie zeigt, was sie verspricht. Ableger gibt es später. Erst einmal muss sie noch etwas zulegen.

    Die Aufnahme der Sinularia ist am Abend gemacht worden. Sehr blaulastig!
    Deswegen ist aus dem Zitronengelb eine grünliche Farbe geworden.
    Das Tier ist aber von hellgelber Farbe!
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    hier einmal 2 andere Optionen: Sinularia und Echinophyllia!
    Die beiden Korallen sind ca. 25cm im Durchmesser und wachsen immer noch.
    Bei der harten Variante sieht man die Schwachstelle: Sandauflagen!
    Die Weiche hat damit keine Sorgen. Sie gehört zu den Selbstentsorgern. :grinning_squinting_face:
    Diese beiden Optionen wachsen auch kräftig bei geringeren Lichtstärken.
    Gruß
    Hajo



    Hallo Andreas,

    ja, warum denn nicht? Ich wüsste nicht, was gegen dein Vorhaben sprechen sollte.
    Ich werde demnächst mit weiteren Echinophyllia den Beckengrund bepflastern. Das ist für mich die farblich interessantere Alternative.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wie will man denn möglichst viele Abonnenten zusammenkriegen? Dafür müsste eine gewisse Anzahl Neugieriger vorhanden sein. Wie es scheint, ist das nicht gegeben.
    Mich hatte eigentlich schon immer erstaunt, dass zwei so renommierte Zeitschriften nebeneinander existieren konnten.
    Lesen ist für manche Leute eine schweisstreibende Angelegenheit. Außerdem kostet so etwas Geld. Dafuer wird sich lieber der nächste Leidensträger ins Becken gesetzt.
    Mal abgesehen von den monetären Gründen scheint der Drang nach einem anspruchsvolleren Background nicht allzu weit verbreitet sein. Es soll auch Spezies geben, die entziehen sich der Kritik, indem sie auf das Internet verweisen. Nur, man sollte auch wissen, wie und wo man nach Zusammenhängen sucht. Sonst landet man bei "Grimms Märchen".
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    du sagst es. :loudly_crying_face:

    Wäre die "Koralle" eine halbwegs vernünftige Alternative? Habe bisher immer nur gelesen, dass "Der Meerwasseraquarianer" besser ist.

    Grüße Andreas


    Hallo Andreas,

    der Anspruch einer Zeitschrift steht und fällt mit der Qualität ihrer Autoren. Nicht die vielen Hochglanzfotos sind ein Merkmal, sondern das, was ich für mich persönlich herausziehen kann. Da sind die Unterschiede kaum erkennbar. Es kommt natürlich darauf an, was man sucht oder was man erwartet. Für mich persoenlich entsprach es schon einer kleinen Zäsur, auf Ellen Thaler in der "Koralle" verzichten zu müssen. :frowning_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    der Verlauf dieser Erkrankung ist nicht berechenbar. Er kann einhergehen mit einer Erblindung oder dauerhafter Trübung der Linsen, oder aber auch mit einer baldigen Rückbildung der Symptome. Nährstoffbelastung und abrupte chemische Veränderungen im Wasserhaushalt koennen ein Grund sein. Wurmlarven und mechanische Verletzung moegen eine andere Ursache sein. Das eine kann in einem Riffbecken über die Gabe von Droncit (vet. Wurmmittel, ins Futter einarbeiten) behandelt werden. Dauerbaeder, falls möglich, können auch zum Erfolg fuehren. Dafuer muss der Patient aber separiert werden. Das andere mag unter besten Umweltbedingungen (Wasserwechsel) und ausgewogenen Futtergaben von allein verheilen. Bakterienbefall mit eingeschlossen. Ein durch Parasiten hervorgerufenes "Glotzauge" wird sich nur langsam entwickeln und niemals "über Nacht".
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ameo,

    eine Schwimmschule ist auch keine absolute Garantie für das ablesen von Aggressionen. Aber doch ein Weg dorthin. Die Notwendigkeit eines kleinen "Verstecks" sehe ich nicht so. In manchen Fällen, z. B. bei sehr scheuen Fischen, verlängert du den Zeitpunkt des Miteinander-Bekanntwerdens und befoerderst so den Stress. Man kann in solchen Situationen meist nur eine oberflächliche Diagnose stellen. Die Wahrheit zeigt sich immer erst nach dem Umsetzen. Ich habe schon Alteingesessene mit lammfrommen Verhalten gegenüber einem Neuzugang in der Schwimmschule erlebt. Sie kamen alle auf Besuch und betrachteten friedlich den neuen Kollegen in seinem Behaeltnis. Auch versuchten sie vorsichtig an das gereichte Futter in der Box heranzukommen. Scheinbar tiefer Frieden. Was nach dem Öffnen der Box geschah, war jenseits von friedlichem Benehmen. Die vielen Spalten und Höhlen im Riff waren erst einmal die Rettung für den Neuankömmling. Ein paar Blessuren hat's gegeben, aber nach 3 Tagen war der Spuk vorbei und man frass gemeinsam.Es kann auch zum Gegenteil führen. Ein alteingesessene P. imperator ließe einen Neuzugang (Paracentropyge multifasciata) nicht aus einer der oberen Ecken. Der Fisch sass dort solange, bis er zu schwach für die Attacken geworden war. Er konnte dem Imperator nicht entweichen. Ich musste ihn umsetzen.
    Dusiehst, es kann so oder so ausgehen. Bei unterschiedlichen Arten setze ich die Tiere ohne Schwimmschule um. Bei gleicher Art nehme ich (manchmal) den Umweg über eine geräumige Box.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    In Anlehnung meines vorangegangenen Geschreibsels möchte ich noch etwas zum Thema "Fressfeinde" ergänzen.Jede "Katastrophe" birgt auch etwas Gutes. Man muss es nur finden. Nehmen wir als Beispiel nur einmal die bekanntesten "Plagen", die uns oft regelmäßig in unseren Aquarien heimsuchen.
    Turbellarien z.B. können vernichtet, oder zumindest eingedämmt werden, durch Leierfische, Lippfische oder Schnecken (Chelinodura varians).
    Jetzt stellt sich die Frage, wer oder was ist effektiver? Spätestens an dieser Stelle sind wir auf Erfahrungswerte anderer angewiesen. Mal abgesehen von der bekannten Schnecke, die 100prozentigen Erfolg verspricht, können uns die als Turbellarienfresser beworbenen Fische aufs Glatteis führen. Nicht jede Synchiropus- oder Lippfischart ist geeignet. Auch zieht sich der Erfolg in manchen Situationen länger hin, als erwartet. Das sollte man aber wissen und die Ungeduld in Kauf nehmen, bevor man zur Chemie greift.
    Glasrosen und Majanos können dezimiert werden, z. B. durch Falter- oder Feilenfisch. Auch hier sind die Erfolge zwar teilweise belegt, aber leider nicht immer durchgehend bei den Arten.
    Wer wegen seiner Korallen auf diese Fische verzichten muss, kann sich gegen die Aiptasien Berghias besorgen. Absolutes Highlight! Mit dem Ergebnis: Die Chemie kann draussen bleiben!
    Valonia-oder andere Algenplagen. Hier mag unterstützend das Fuchsgesicht helfen, oder ein anderes Karnickel. Doktorfische werden immer wieder genannt. Sie sind in fast allen Fällen weniger hilfreich, als die ewig hungrigen Kaninchenfische. Auch muss man ihnen die Kugeln öffnen, damit sie ueberhaupt Interesse zeigen. Wer diese doch recht grossen Fische nicht einsetzen möchte, wird in einigen besonderen Fällen auf Schnecken aus der Familie Elysidae, den Sackzungenschnecken, zurückgreifen müssen. Wie z. B. die allseits bekannte Elysia crispata oder auch Elysia ornata. Diese Schnecken sind laut Hoerensagen u. a. auch den Valonia-Arten nicht abgeneigt, obwohl sie bei anderen Algenarten als absolute "Spezialisten" gelten. Allerdings, wie mir scheint, bei Valonia nicht mit absoluter Garantie!!! Theoretisch wäre auch eine algenfressende Krabbe möglich, wie Percnon oder Mithraculus sculptus. Das hilft aber meist nur in relativ kleinen Becken mit wenigen Algen. Oder man setzt diese Tiere gleich im Dutzend ein. Sie werden immer wieder als Alternative genannt, sind aber in meinen Augen weit weniger effektiv, als die bekannten Fische.
    Das sind jetzt nur wenige Beispiele für die Eindaemmung einiger Plagen durch ihre Fressfeinde. Wir sollten bestrebt sein, noch andere Tierarten zu finden, die uns helfen, ganz ohne Chemie die ungebetenen Gästen zu entfernen. Das wird unseren Weg als Meerwasseraquarianer bereichern, und dabei helfen, unseren Horizont zu erweitern und immer neugierig zu bleiben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Helmut,

    ich würde auf Fische ganz verzichten wollen. Zum einen, weil sie in einer Art von "Feuerwasser" leben müssen, und zum anderen, weil Fische generell schreckhaft sein können. Grundeln gehören auch in diese Kategorie. Selbst so ruhige Vertreter, wie Kaiserfische &Co. finden manchmal ungewollt den Weg in die Zylinderrosen. Ist mir selbst einmal passiert!
    Garnelen und Krebse hingegen sind empfehlenswerte Nachbarn.
    Gruss
    Hajo

    das würde ich nun wirklich als allerletztes Mittel ansehen! Auf der einen Seite sind wir bestrebt möglichst viel Raum für allerlei nützliche und auch für die Korallen lebenswichtige Bakterien und Kleinstlebewesen anzusiedeln, und andererseits treten wir mit der Chemie diese nützliche Vielfalt in den Eimer. Zumindest für eine längere Zeit. Nebenwirkungen mit eingeschlossen.
    Dieser Vorgehensweise kann ich nichts abgewinnen, denn sie versperrt das Interesse und die Neugier auf die natürlichen Fressfeinde, die es eigentlich für die meisten unserer "Probleme" im Aquarium gibt. Denen sollten wir unsere ganze Aufmerksamkeit schenken. Zum einen, weil es unser biologisches Verständnis fördert und zum anderen hilft es uns, ohne jegliche Chemie auszukommen. Mit all ihren negativen Nebenwirkungen.
    Gruss
    Hajo

    Ich bin nicht so sehr mit dieser LED vertraut. Bei Multicolor-Leuchten erst einmal Rot, Grün und UV herausnehmen. Tageslicht (weiss) beibehalten und Blau (blaugrün) etwas herabsetzen. Royal Blue ganz herausnehmen.
    Diese Einstellung hat bei mir zum Erfolg geführt. Allerdings nicht gleich und sofort. Es braucht schon seine Zeit. Es ist auch kein Allheilmittel. Die Cyanos können auch aus anderen Gründen wieder auftauchen......
    Gruss
    Hajo

    Hallo,
    auf dem Magneten sind zwei Sensoren befestigt. Der untere Sensor (schwarz) ist der Arbeitssensor zur Überwachung des Wasserniveaus, der obere (hell) ist der Sicherheitssensor, der beim Anstieg des Wassers die weitere Zufuhr abschaltet.Man kann unter Umständen beide Sensoren auf getrennten Magneten anbringen. Das ermöglicht bei Bedarf einen groesseren Schaltabstand. Muss aber nicht sein.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Mike,

    ich habe mir im Zuge des damaligen Hausbaus unter ein grosses Becken einen Abzweig der Fussbodenheizung legen lassen. Mit Thermostatventil und Fühler versteht sich! So war das
    Becken gegen Überhitzung abgesichert.
    Ist zwar ein Aufwand gewesen, aber die Kosten sind in der Hypothek verschwunden. :grinning_squinting_face:
    Ansonsten kaemen Ewald's Vorschläge in Betracht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Frage, ob aus Glas oder Titan, ist nicht wirklich von Bedeutung. Vielmehr ist nicht nur die Frage nach der Beständigkeit des Materials zu stellen, sondern auch die Frage nach der Betriebssicherheit. Glasheizer haben eine interne Regeleinheit, Titanheizer eine externe. Das eine wie das andere lässt Defekte im Betrieb zu. Das jeweilige Produkt wird meist mit einer hohen Bruchsicherheit beworben. Das sagt aber nichts über eine absolute Betriebssicherheit der Elektrik aus. Im einen wie im anderen Fall könnte im Ernstfall ein Defekt nicht zum Abschalten der Heizung führen, sondern zum Gegenteil. Das Wasser wird permanent aufgeheizt. Eine sichere Lösung wäre eine Kombination aus externer Regeleinheit und einem Glasheizer mit interner Regelung.
    Gruss
    Hajo