Beiträge von hajo

    Hallo Christopher,

    mit Sicherheit ist ein positiver Ablauf nicht vorauszusehen. Ich wuerde probieren, den Parasema fuer mindestens 10 Tage ins Ablegerbecken zu setzen. Dann wieder zurueck. Ein zusaetzliches Tier ist immer ein Risiko. Fuer welche der beiden Arten auch immer.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Thomas,

    unter gewissen Bedingungen funktioniert es auch mit einer ECM42. Dann sollte man aber seine Korallen so positionieren, dass die Tiere entsprechend ihren Stroemungsanforderungen platziert werden. Also, auf der gegenueber liegenden Seite der Pumpe herrscht die groesste Turbulenz, waehrend das rueckgefuehrte Wasser mit abnehmender Entfernung zur Pumpe ruhiger wird. Der eine Bereich ist gut fuer Acros oder Weiche oder Hornkorallen, der andere fuer LPS, verteilt auf unterschiedliche Stroemungszonen. Horizontal,wie auch vertikal. Ein schlankes Mittelriff (Raumteiler) ist die beste Voraussetzung fuer gut umspuelte Korallen.
    Das gilt nur fuer Mischbecken. Ein reines Acroporenbecken wuerde ich immer mit mindestens 2 Pumpen betreiben.
    Gruss
    Hajo

    eine komplette Wasseranalyse ist unabdingbar. Brown Jelly Infektionen finden wir meist als Ergebnis geschwaechter Korallen infolge eines Einbruchs der Wasserchemie. Uebermaessige oder unkontrollierte Aethanolzugaben koennen zum Ausloeser werden. "Unfaelle" dieser Art sind nicht selten beim unvorsichtigen Wechsel von einem System zum anderen.

    Gruss
    Hajo

    "meine Korallen haben gestern abgeschleimt und meinen Fischen geht es schlecht." Ich weiss nicht, wie oft ich diesen Satz schon gelesen habe. Die Ursache fuer dieses Abschleimen ist mehrheitlich nicht aktiv bei den Korallen selbst zu suchen, sondern ist ihre Reaktion auf stressige Umgebungsfaktoren. Was immer die auch sind. Mal sehen, was Torben noch ergaenzend zu berichten hat. Vielleicht relativiert sich noch alles.....
    Gruss
    Hajo

    nur mal so gibt kein tier "verteidigungsstoffe" ab.

    Mahlzeit, Joe


    das ist nur bedingt richtig.
    Es scheinen, zumindest in der Natur, auch permanent Abwehrstoffe abgegeben werden. So ist es auch zu erklaeren, warum diese Stoffe einen unangenehmen Einfluss auf die Zooxanthellen der Steinkorallen haben. Siehe Fossa/Nilsen und andere.
    Ausserdem wird beschrieben, dass Steinkorallen und Weichkorallen in der Mehrzahl getrennte Areale besiedeln.
    Das wird ebenfalls den Hemm- und Giftstoffen zugesprochen. Ueber welche Weichkorallenarten wir hier sprechen, sei einmal dahingestellt.
    Fakt ist, dass nicht nur bei Stress die Toxine freigesetzt werden, sondern auch auf schleichende Art und Weise.
    Da du gerade damalige Situationen bemuehst, moechte ich noch einen Hinweis auf das damalige Unverstaendnis in Sachen Korallenpflege geben. Es gab einen nicht unbedeutenden Menschen, der die maessigen Pflegeerfolge der unterschiedlichen Ernaehrung von Weich-bzw. Steinkorallen zuschrieb. Da dieser Kollege auch geschaeftstuechtig war, wurde flux neben einem Futter fuer Steinkorallen auch eine Nahrung fuer Leder- und Weichkorallen entwickelt. Berichten zufolge hat das nichts gebracht. An die toxische Rivalitaet wurde damals noch nicht gedacht.
    Ich begegne einigen "Unfaellen" im Aquarium eher kritisch, als dass ich sie kurzerhand abtue. Aus diesem Grund habe ich das Thema der Toxizitaet von Korallen etwas hoeher gehaengt, als unbedingt notwendig. Es war eigentlich mein Anliegen auf diese Moeglichkeiten hinzuweisen und nicht die relative Harmlosigkeit der Weichkorallen unter den Teppich zu kehren.
    Wenn die Toxine oder Terpene nicht die Ursache gewesen sind, soweit man das noch untersuchen kann, sehe ich meinen Beitrag als reine Information zur Aufarbeitung gewisser Luecken in der allgemeinen wie speziellen Korallenpflege. Dann war er wenigstens nicht umsonst.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    das ist richtig.
    Es schliesst aber auch nicht aus, dass mitunter eine starke Abschleimung zu toxischen Problemen fuehren kann. Wenn das, wie hier, in einem Uebergangsbecken auf engem Raum stattfindet, sind die Fische einer weitaus hoeheren Konzentration und Gefahr ausgesetzt, als im hauseigenen Riff. Es kommt, wie immer, auf die Situation an. Der Verduennungsfaktor ist ein anderer!! :!:
    Mir ist es auch noch nicht passiert, aber es wird in der Literatur immer wieder darauf hingewiesen, weil wissenschaftlich belegt. Ausserdem ist das Angebot an Weichkorallen heutzutage vielfaeltiger, als anno dazumal. Ergo kann sich unter denen auch einmal ein unangenehmeres Exemplar befinden.
    Ich erinnere an das Thema "giftige Krusten". Hier war lange nicht der Unterschied bekannt, ob und wer giftig und gesundheitsschaedlich, oder wer nicht. Wir haben uns frueher regelmaessig und unbedarft mit den toxischen Exemplaren versorgt. Je laenger die Tentakeln, umso besser. Ich lebe noch, nix passiert! Wer eine klare Differenzierung in Sachen Toxizitaet von Weichkorallen haben will, der sollte nach passender Literatur suchen.
    Vom Tisch wischen wuerde ich Vorbehalte nicht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Leila,

    das ist kein Glueck! Ich weiss nicht, wo deine Haendler sitzen. Aber ich kenne aus dem Stand mindestens 4 Haendler in meiner Umgebung, die Korallen eintauschen. Teils gegen eine Gutschrift oder gegen entsprechende Tauschobjekte. Alles kann man natuerlich nicht anbieten. Der Haendler weiss aber meist genau um die Nachfrage. So ist es nur natuerlich, dass zu besonderen Zeiten auch einmal die Nachfrage stagniert. Uebrigens bin ich nicht der Einzige, der diesen Weg geht. Wenn Angebot und Nachfrage stimmen, sollten beide Seiten etwas davon haben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Ich hoere immer "Kaffee"! Das Alibi glaub ich nicht! :grinning_squinting_face:
    Diese Diskussion verlaeuft etwas einseitig. Man hat den Eindruck, es gaebe keine freundlichen Haendler mehr, die Ableger ankaufen. Das mag wohl regional abhaengig sein, allgemein betrachtet taeuscht dieser Eindruck!. Ich trage meine Ableger seit Jahr und Tag zu der handelnden Zunft.
    Wenn das Dickicht unuebersichtlich wird, gehen die Ableger als Tauschobjekt in den Handel, geringer Aufpreis fuer ein neues Tier inbegriffen. Grosse Erwartungen monetaerer Art duerfen wir nicht erwarten. Hier sehe ich das grosse Missverstaendnis.
    Auch die Qualitaet ist relativ zu sehen. Es kommt auf die Nachfrage der Arten an. Raritaeten muessen es beileibe nicht immer sein. Oft genug sind es Korallen aus dem normalen Sortiment des Handels.
    Acroporen wird man dagegen immer los. Die Nachfrage ist zwar nicht mehr so hoch, wie vor 20 Jahren, aber sie ist da. Wenn auch begrenzt, auch die Nachfrage nach Weichen.
    Die meisten Aquarianer unterschaetzen das rasante Wachstum von Leder- und Weichkorallen. Schnell wird der Raum zu eng und das Tier muss weichen. Entweder es wird komplett dem Haendler angeboten oder es werden Ableger gemacht und unter Gleichgesinnten abgegeben. So pflegen wir das zu tun, wenn der Garten zu voll wird. Es wird einem auch leicht gemacht, da unterschiedliche Geschmaecker auch unterschiedliche Tauschobjekte mit sich bringen. Jede Zeit hat ihren Hype. Damals waren es die Acroporen. Zu dieser Zeit eine Lederkoralle eintauschen zu wollen, grenzte schon an Selbstueberschaetzung. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Toxizitaet der Korallen ist sehr komplex.
    Ueber die Giftstoffe der Weichkorallen wird leider kaum berichtet. Es sei denn, sie stehen zur ungesunden Konkurrenz zu anderen Riffbewohnern, wie z. B. den Steinkorallen.
    Ich zitiere einmal frei nach Fossa/Nilsen:
    Weichkorallen schuetzen sich durch Nesselgifte und giftige Terpene, die sie zur Verteidigung gegen Fischfrass und im Kampf um den Lebensraum verwenden. In grossen Mengen freigesetzt (hier: Abschleimung durch Stress in einem eng begrenzten Raum) sind Terpene in dieser Konzentration fuer Fische hochgiftig. Schuetzen aber die Weichkorallen vor Fressfeinden! Andere Terpene wirken in der Weise, dass sie die Zooxanthellen der Steinkorallen im Wachstum hemmen oder sogar abtoeten. Im Meer fuehrt das oft dazu, dass Weichkorallen und Steinkorallen in deutlich voneinander getrennten Gruppen wachsen. Es ist auch die Erklaerung dafuer, dass es so schwierig ist, Weich-und Steinkorallen im gleichen Aquarium zu guter Entwicklung zu bringen bzw. weshalb Steinkorallen, die neben einer Weichkoralle plaziert werden, oft nicht gedeihen. Weitere Angaben zu Toxikologie des Korallenriffs siehe Mebs (1989)."

    In den Vorstellungen der meisten Aquarianer sind es die Steinkorallen, die uns nicht selten durch Vernesselungen mit ihren unterschiedlichsten Methoden den Alltag versauen.
    Da hat man ein besonders schoenes, und farblich interessantes Stueck erstanden und am naechsten Tag hat der Nachbar oder die Nachbarin aus der grossen Familie zugeschlagen.
    Das Tier ist irreparabel geschaedigt, weil von uns der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wurde. Soweit bekannt. Oder nicht?
    Bei den Weichkorallen wird sich um Nachbarschaften nicht geschert. Es wird bestenfalls angenommen, dass Steinkorallen das groessere Potential an chemischer Verteidigung besitzen. Das ist ein grosser Irrtum, der zudem auch beweisbar ist. Diese Versuche lassen sich reproduzieren!
    Gruss
    Hajo

    Nun meine Frage, ist das normal wenn ein Fisch stirbt, dass es aussieht als lebe er noch...
    Flossen normale Haltung, Farbe super, keine Verletzungen, Bauch nicht eingefallen....

    Das ist normal. Fische sterben oft in ganzer Schoenheit ihrer Farben!
    Was dein Bericht aber offen laesst, sind die Angaben ueber das Alter des Fisches und ueber seine Ernaehrung. Die Mortalitaet des Chelmon nimmt mit der Einseitigkeit seiner Ernaehrung zu. Es ist schon schwer genug ihn an Ersatzfutter zu gewoehnen. Es sollte aber nicht auf Artemia und Mysis beschraenkt bleiben. Den groessten Erfolg haben diejenigen Pfleger, die eine breite Futterpalette anbieten, die auch angenommen werden muss. Einseitige Ernaehrung ist immer der Anfang vom schleichenden Tod des Fisches.
    Allerdings koennen auch noch nach laengerer Zeit die Nachwehen chemischer Fangmethoden sichtbar werden. Obwohl ein Fisch frisst wie ein Scheunendrescher, kann er das Futter nicht komplett verwerten. Es muss nicht in diesem Fall so sein. Ich moechte es nur als eine andere Moeglichkeit erwaehnen.
    Gruss
    Hajo

    Kann man Sauerstoff ins Becken leiten ohne das Korallen oder Tiere Schäden nehmen ? Denn dann müsste doch aus no2-> no3 werden oder wenn mehr Sauerstoff kommt ....


    Eine schnelle, oxidierende Wirkung erreicht man im Aquarium nur durch Ozon.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Christiane,

    das Zusammenleben der Grundeln ist allgemein gesehen, nicht ueber einen Kamm zu scheren.Es gibt Monogamie, z. B. bei einigen Valencienna-Grundeln, als auch Haremsstrukturen bei anderen Arten, wie z.B. den Korallengrundeln. Ausserdem sind bei einigen Arten nicht nur Geschlechtswechsel vom Weibchen zum Maennchen an der Tagesordnung, sondern auch unter gewissen Bedingungen, der Wechsel zurueck. Bei Rueckschluessen auf das Geschlecht kommt es halt immer auf die Betrachtung der jeweiligen Art an. Da Grundeln im Allgemeinen die Fuellmasse der Maegen etlicher Predatoren darstellen, ist u. a. eine ausgekluegelte Strategie die Voraussetzung zur Fortpflanzung bezw. Erhaltung der jeweiligen Art.
    Das Geschlecht deines Einzeltieres kann ich nur vermuten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    das Groessere der juvenilen Weibchen wird immer zum Maennchen. Dieser Zustand bleibt spaeter ueber die Verpaarung hinaus bestehen. Da die Reviere der Sandgobys eng nebeneinander liegen, liegt die Vermutung nahe, dass Singles sich geschlechtlich grenzuebergreifend orientieren, bezw. dann wieder eine monogame Zweisamkeit eingehen. Mein Vorschlag waere der Erwerb eines kleinen Exemplars. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein weibliches Tier.

    Gruss
    Hajo

    Erst einmal voellig in Ruhe lassen. Innerhalb einiger Tage sollte sie sich wieder anheften. Sie ist ja nicht durch Gewalteinwirkung von ihrem ehemaligen Standort geloest worden.
    Deswegen glaube ich nicht, dass die Druese verletzt ist. Abgerissene oder sich loesende Faeden sind keine Beeintraechtigung fuer die Tridacna. Wenn ihr der zugewiesene Platz nicht behagt, ist das eine voellig normale Situation.

    Gruss
    Hajo

    Ich habe mich mit dem Thema sehr wohl auseinader gesetzt.
    Mir wurde gesagt ,das wenn ein stein dran klebt ,man ihn vorsichtig mit kleber befestigen kann, ohne das fleisch oder die muschel damit in berührung zu bringen.
    Zumindest wurde es als sicherer beschrieben als die Fäden mit Skalpell zu durchtrenen.


    da bist du leider falsch beraten worden.
    Ich verweise einmal auf den uns allseits bekannten Muschelexperten Daniel Knop.
    Dieser empfiehlt in solchen Situationen das Durchtrennen der Byssusfaeden.
    Die Faeden selbst stellen kein lebendes Gewebe dar, und ihr Durchschneiden wird von der Muschel kaum wahrgenommen.
    Das betrifft auch kleine Substratstuecke. Sie schonend zu entfernen, damit die Muscheln sich auf dem Substrat besser platzieren lassen, ist harmlos und weitaus besser, als das Substratstueckchen mit Unterwasser-Epoxydharz anzukleben. Ende Gelaende. Damit du deinem Haendler mal Paroli bieten kannst, empfehle ich dir das ausgezeichnete Werk von Daniel Knop " Riesenmuscheln, Arten und Pflege im Aquarium". Fuer mich ist dieses Buch die Pflichtlektuere schlechthin, wenn es um die Pflege von Tridacna & Co geht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobias,

    deinem Bericht kann man entnehmen, dass du dich bislang noch nicht mit dem Thema Riesenmuscheln befasst hast. Leider! Sonst muesstest du wissen, dass man eine lebende Muschel nicht mit Klebstoff befestigen sollte. Auch nicht, wenn bereits Kiesel oder Kalkbruch sich mit der Byssusdruese verbunden haben. Erst recht nicht, die Muschel direkt mit Kleber auf den Muschelhalter platzieren!!! Wenn‘s der Muschel gefaellt, bleibt sie an dem zugewiesenen Ort. Wenn nicht, und das waere in deinem Fall so, versucht sie in begrenztem Umfang, einen angenehmeren Platz zu erreichen. Auch unter dem Verlust einiger Byssusfaeden.
    Muscheln benoetigen Licht und Stroemung. Licht kann bei der Crocea nicht genug vorherrschen, waehrend ich eine eher moderate Wasserbewegung fuer optimal halte.
    Es ist sinnvoller, sich bereits vor einem Tierkauf mit den Lebensgewohnheiten der Arten auseinander zu setzen, als erst dann, wenn das Tier Schaden genommen hat.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Foto waere nicht schlecht. Sandy hatte schon auf die verschiedenen Arten hingewiesen. Manche sind relativ harmlos.
    Reduzierung bezw. Ausrottung mit verschiedenen Fressfeinden ist bekannt. Zwerglippfische, insbesondere Hexataenia, wuerde ich nicht einsetzen. Diese Fische sind sehr durchsetzungsstark. Nicht nur gegenueber ihren Geschlechtsgenossen, sondern sie koennen auch aggressiv gegenueber anderen Arten sein. Ausserdem sind sie, genau wie die Synchiropus-Arten, Konkurrenten bei der Futtersuche. Mit einem grossen Unterschied: Im Gegensatz zum Synchiropus verschmaehen sie nicht das Kunstfutter. Dabei mindert die Zusatzkost stark das Interesse an den Turbellarien.
    Meine Wahl waere z. B. S. splendidus, Turbellarienfresser in zweiter Instanz und harmlos. In den Anfaengen einer Turbellarieninvasion eine gute Wahl.
    Diese Methode pflege ich seit Jahrzehnten. In jedem Becken ein Paar Splendidus fuer einen eventuellen Turbellarienbefall und einige L. wurdemannia gegen Glasrosen. Beide Tierarten sind im Fall des Falles gewissermassen Sofortmassnahmen
    Man darf natuerlich nicht erwarten, dass sich diese Fische/Garnelen sofort auf die Turbellarien stuerzen. Geduld ist hier angesagt. Unterstuetzende Massnahmen sind Hilfen durch Absaugen der Turbellarien mit einem duennen Luftschlauch.
    Synchiropus splendidus wird sich zuerst ueber die Kleinstlebewesen der Beckennatur hermachen. Wenn das erledigt ist oder wenn diese Mahlzeiten nicht mehr ausreichen, kommt das Interesse fuer die Turbellarien. Manchmal auch das Interesse an Zusatznahrung.
    Nach meinen Vermutungen und Beobachtungen nimmt er sich erst die winzigen Exemplare vor. Ob er auch an die grossen Turbellarien geht oder ob die Vermehrung durch die Eliminierung der Nachkommen geblockt wird, habe ich nicht mit Sicherheit feststellen koennen. Es ist aber anzunehmen, da der Rueckgang der Population schleichend ist. Ist auch relativ egal, da im Verlaufe einiger Zeit die Turbellarien verschwinden.
    Die "Methode Synchiropus" ist reproduzierbar! Das sage ich zur Sicherheit, weil es merkwuerdigerweise auch gegenteilige Meinungen gibt. Da sind sicherlich noch andere Fakten Teil der Geschichte. ........
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    dem Kommentar von Joe ist nichts hinzuzufuegen. Er entspricht auch meinen eigenen Beobachtungen.
    Es gibt zwar einige Arten, denen man nachsagt wenig Interesse an Korallenpolypen zu haben. Hemitaurichthys oder Prognathodes und einige Chelmon sind gute Kandidaten. Bei allen anderen Arten kann man davon ausgehen, dass sie irgendwann einmal uebergriffig werden. Bei Arten wie Wimpelfische oder auch einigen Chaetodonten, denen ein friedlicher Ruf voraneilt, bin ich auf lange Sicht wenig optimistisch. Ausnahmen bestaetigen die Regel. Es gibt immer ein Restrisiko. Wobei es individuelle verschiedene Vorlieben der Tiere fuer manche Steinkorallenart gibt. Aehnlich wie bei den Kaiserfischen. Beachtet man dieses Merkmale kann eine Vergesellschaftung gelingen. Es ist manchmal etwas muehselig die richtige Konstellation von Fisch zu Koralle zu finden. Aber sicherlich nicht unmoeglich.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich sehe da einen herben Eingriff in die Physiologie der Korallen. Ueber den Tag verteilte Veraenderungen der Lichtstaerke sind eher natuerlich, als eine, wenn auch voruebergehende, totale Abschattung durch Abschaltung. Sinnbildlich gesprochen, wird der Motor fuer die Koralle 2x angeworfen. Auswirkungen auf die Beckenbiologie und die Wasserchemie koennten langfristig das Ergebnis sein.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich sehe das mit den "braunen Belaegen" etwas differentierter. Hier auch den Einfluss des Silikats. In Besonderem als Merkmal fuer Schmieralgen (Cyanos). Auch in Becken mit geringem Silikatnachweis oder "Null" treten nachweislich diese Belaege auf.
    Wenn es nicht kontinuierlich zugefuehrt wird, verbraucht es sich langsam durch die Organismen.
    Gruss
    Hajo

    Gestern Abend hab ich noch einen rund zwei Kilo schweren Tricolor Klotz entfernt das Erdgeschoss roch danach wieder lecker süßlich nach Koralle die Katzen sind darauf hin in den Keller und meine Frau mit der Kleinen ins Bett.

    Hallo Stefan,

    besser, als umgekehrt. :grinning_squinting_face:


    Spass beiseite.
    Zapf doch mal das Wissen von Hans-Werner an.
    Beim Ami gab und gibt es auch Diskussionen ueber dieses Phaenomen.
    Leider mit keinem schluessigen Ergebnis. Die einen schieben es auf eine
    zu geringe Alkalitaet in Verbindung mit einer hohen Calciumrate.
    Die anderen hatten den Effekt beim schnellen Anheben des Mg-Werts.
    Wiederum andere hatten das Salz in Verdacht.
    Man kann also sagen: Nichts Genaues weiss man nicht. :loudly_crying_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Christoph,

    die Erkenntnis kommt dann meist, wenn es zu spät ist. Das ist das eigentliche Dilemma.
    Eine sichere Diagnose zu stellen, ist den meisten Aquarianern nicht möglich, da sie die Unterschiede nicht kennen. Es ist halt so, wenn man sich nicht mit den unterschiedlichsten Fischkrankheiten herumgeschlagen hat, bleibt der klare Durchblick oft auf der Strecke.
    Das ist keine Kritik, nur eine Feststellung, die über Jahre immer noch Gültigkeit hat. Auch sicherlich noch für weitere Jahrzehnte, da die Pflege von Fischen und die Erkennung ihrer Krankheiten in Zeiten des Korallenhypes eher stiefmütterlich behandelt wird. In den meisten Becken eher ein schmückendes Beiwerk, mehr nicht. Bei Krankheit wird ausgetauscht.
    In puncto Oodinium und aehnlicher parasitärer Erkrankungen wird von einigen Wirrköpfen Knoblauch o. ä. empfohlen. So etwas ist unverantwortlich und zeigt von profaner Unkenntnis.
    Falls es überhaupt Erfolge gegeben haben sollte, wäre das ein Paradebeispiel für eine Fehldiagnose in Sachen Amlyoodinium.
    Dass es in vielen Fällen auch starke UV-Lampen nicht schaffen, kann ich bestätigen. Obwohl theoretisch effektiv genug, verlängert es meist nur die Lebensdauer der befallenen Fische.
    Hingegen bei Cryptocarion hat man eine gewisse Chance.
    Wer mich kennt, weiss auch, daß ich ein Vertreter von Übergangsbecken bin. Das hat auch seinen Grund. Wer sich viel mit Fischen beschäftigt, neigt eher zur Vorsicht. Gebranntes Kind scheut das Feuer! Auch weil jeder Neuerwerb immer mit einem Risiko verbunden ist. Eine gesunde Fischgesellschaft im Becken ist schon fast vergleichbar mit einem kleinen Lottogewinn!

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Gut, dass noch gerade die Kurve gekriegt worden ist!
    Es gibt einen eklatanten Fehler, der leider bei der Betrachtung von parasitaeren Fischkrankheiten gemacht wird. Erreger ist nicht gleich Erreger!
    Die Ueberlebensrate von Amlyoodinium ist bei abgesenkter Salinitaet weitaus hoeher, als bei seinem Vetter Cryptocarion.
    Normalerweise wuerde bei Cryptocarion eine Salinitaet von 16 ppt fuer 28 Tage ausreichen. Dagegen ueberlebt Amlyoodiium in einem Bereich von 3 bis 45ppt. Mit dem Trend einer weiteren Ausweitung. Auch Brackwasserfische sind nicht immun!
    Der Vermehrungszyklus von Cryptocarion ist generell weitaus traeger, als das rasante Wachstum des Erregers Amlyoodinium. Das scheint der Grund fuer den Erfolg mit abgesenkter Salinitaet zu sein.
    Leider fehlt im vorliegenden Fall eine sichere Diagnose, Amlyoodinium nachzuweisen. Aus diesem Grund bleibe ich bei meinem Vorschlag, die Fische zu separieren und ggf. mit einem geeigneten Medikament zu behandeln. Auch, weil erfahrungsgemaess bei Amlyoodinium andere Optionen nicht greifen. Im fortgeschrittenen Stadium schon gar nicht.
    Das koennt ihr mir glauben, oder nicht.
    Gruss
    Hajo :angry_face:

    Normalerweise ist dieses Verhalten ungewoehnlich. Zumindestens fuer einen gesunden Fisch! Allerdings kann man Ausnahmen bei Sauerstoffarmut, Oodinium etc. und Kiemenwuermern beobachten. Wobei bei letzteren dieses Verhalten nicht unbedingt symptomatisch ist.
    Bei der rasanten Vermehrung dieses Erregers muesste in der angegebenen Zeitspanne eigentlich die Infektion so weit fortgeschritten sein, dass das Krankheitsbild deutlich wird. Eigentlich. Denn moeglicherweise wurde durch den Einsatz von UV das zu erwartende, typische Erscheinungsbild leicht verfaelscht.
    Dagegen ist, wenn es parallel zutrifft, ein sicheres Anzeichen das Scheuern an Steinen oder festen Gegenstaenden.
    Da sich der Erreger in der Mehrzahl zuerst in und an den Kiemen aufhaelt, ist die natuerliche Folge Atemnot.
    Ich wuerde die Fische noch weiter beobachten, bis ich absolut sicher bin, dass nichts mehr anbrennt oder chemische Massnahmen ergreifen. Senkung der Salinitaet waere angebracht, aber nicht bei Korallenbesatz.
    Den Kampf gegen diese Erreger gewinnt man mit einer UV nicht immer. Dafuer funktioniert der Vermehrungszyklus zu rasch.
    Es ist auch gut moeglich, dass aus welchen Gruenden auch immer, Sauerstoffarmut vorherrscht. Moechte ich nicht glauben, aber der Vollstaendigkeit halber erwaehnen. Dieses Manko trifft die groesseren Fische schwerer, als die kleinen Arten. Waehrend die Grossen schon in der Stroemung Linderung suchen, ist den Kleinen noch wenig anzumerken. Alles relativ gesehen.
    Gruss
    Hajo

    Torben,

    hast du das ATI-Salz mit dem natuerlichen Meerwasser gemischt?
    Ich suche noch immer nach einer Loesung, welche eine Vergiftung durch die Korallen ausschliesst.
    Obwohl es Berichte und wissenschaftliche Untersuchungen in dieser Richtung an Weichkorallen gibt, waere es fuer mich das erste Mal von dieser Heftigkeit zu hoeren.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    deine oben aufgefuehrten Weichen sind Arten, die eigentlich als pflegeleicht und unsensibel bekannt sind. Wobei es nicht immer ganz einfach ist, die einzelnen Tiere genau zu bestimmen. Vieles was z. B. Sinularia genannt wird, entpuppt sich als Vertreter einer aehnlichen Art. Was eigentlich bei gleichem Haltungserfolg haeufig relativ egal ist.
    Ich will damit nur sagen, dass es nicht leicht ist, Rueckschluesse zu ziehen, wenn eine exakte Zuordnung nicht gegeben ist. In jedem Fall wird Kohle voruebergehend helfen. Sie bekaempft leider nur die Symptome und hilft nicht beim Auffinden und Abstellen der Ursache. Wenn der Grund nicht aus einem technischem Defekt resultiert, bleiben ja eigentlich nur die Korallen uebrig.
    Es muss etwas sein, was sich relativ schnell im Wasser wieder anreichert. Siehe Wasserwechsel. Es bleiben eigentlich nur wenig Moeglichkeiten. Eine Moeglichkeit waere, die Korallen sofort herauszunehmen und die Sitation weiter beobachten. Bei diesem Versuch bitte erst einmal auf die Kohle verzichten. Bei negativem Ergebnis wieder rein mit der Kohle und den technischen Teil ueberpruefen. Vielleicht gibt irgendein Teil seltsame Stoffe ab. Es sollte auf jedem Fall zu einem Ergebnis fuehren.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    dem Hinweis von Stefan wuerde ich trotzdem nachgehen. Einmal wegen der Hornkorallen, deren Skelett mehr oder weniger viel toxisches Prostalgin enthalten kann. Eigentlich in der Funktion eines Frasschutzes gegen Fische. Moeglicherweise koennen die Gorgonien aber auch kleinere Mengen direkt ins Wasser abgeben? Zum anderen auch wegen der Giftstoffe etlicher Weichkorallen mit ihren giftigen Terpen-Verbindungen. Diese werden zur Verteidigung direkt ans Wasser abgegeben. In der Natur wird selten ein Fisch davon sterben. In einem geschlossenen Kreislauf eines Aquariums wuerde ich nicht darauf wetten.
    Gruss
    Hajo


    Manchmal braucht man einfach etwas Geduld mit der Gesellschaft und sollte die Fische nicht gleich bei der ersten Attacke wieder trennen.

    dem kann ich nur beipflichten. Jahrelange Beobachtungen auch an anderen Arten bestaetigen das! Leider wird viel zu oft die Flinte in‘s Korn geschmissen. Wohl auch, weil man mit den auftretenden Ruppigkeiten nicht klar kommt. Vieles dabei geht kontraer zu unseren menschelden Vorstellungen. Schade darum. Es nimmt uns den interessanteren Teil der Erfahrung mit diesen Tieren.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Dietmar,

    auf deine Frage hin, ist mir folgendes erklaert worden:

    Den 63er Controller als Master erklaeren und den 42er als Slave.
    Dann sollte mit dem 63er Controller die 42er zu steuern sein.
    Hab ich noch nicht ausprobiert, da bei mir keine 63er vorhanden.

    Die neue Software kommt Ende Januar raus.
    Es gibt noch Schwierigkeiten mit der Zulassung, da sie auf dem Smartphone
    installiert wird. Es wird moeglich sein u. a. sein Aquarium per Bild zu ueberwachen.
    Die neue SW laeuft dann auch auf dem PC.
    Ich hoffe, dass ich alles behalten habe. Vielleicht Einiges vergessen.
    Aber bis Ende des Monats ist es doch nicht mehr so unendlich weit....... :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Steht der Besatz einmal ändere ich so gut wie nie etwas..ich kaufe vlt alle 2 Jahre mal einen Fisch. Ich weiß echt nicht wo die ganzen Fische hingehen.

    LG
    Thomas

    der ueberwiegende Anteil findet nicht den Weg in die richtigen Haende. Die Folgen sind eine hohe Mortalitaet.
    Das grosse Sterben faengt bereits beim Fang an, geht weiter mit dem Transport einher und hoert auch beim "Endabnehmer" nicht auf. Es gibt viel zu viele unbedarfte Kaeufer, die sich falsche Vorstellungen von der Meerwasseraquaristik machen. Das ist dann meist auch das Ende der Fische. Es wird viel zu wenig aufgeklaert und zu viel auf den Umsatz geschaut. In den letzten Jahren hat sich das Interesse zugunsten der Korallen verschoben. Den Fischen wurde nicht genug Aufmerksam zuteil. So etwas raecht sich, indem ueber Haltungsdefizite wenig bis gar nicht gesprochen wird. Eine absterbende Koralle ist eventuell noch zu retten, indem man sie fragmentiert. Der Fisch bekommt diese Chance nicht. Auch wird es immer wieder Huckeduster geben, die Korallen in ihren Pflegeanspruechen vor die Fischarten stellen. Das ist ein schwerer Irrtum. Damit komme ich wieder auf die eingangs gestellte Frage zurueck: "Ich weiss echt nicht, wo die ganzen Fische hinhehen." Ich hoffe, ich habe sie klar genug beantwortet.
    Das Jahr faengt ja gut an. :frowning_face:
    Gruss
    Hajo