Beiträge von Torsten Sause

    Hallo Tobias,

    schade, dass sich die Situation jetzt so dramatsich verändert hat. Da sich das Männchen jetzt nicht mehr "artgerecht" verhalten kann, wird ihn das Weibchen als Eindringling ansehen und hat daher die von Dir geschilderte Attacke ausgeführt. Es war absolut richtig, die Fische zu trennen. Wenn das Männchen nur noch passiv auf dem Boden liegt und dabei eine hechelnde schnelle Atmung zeigt, muss der Schaden doch größer sein, als man bisher vermuten konnte. Zumal jetzt offensichtlich auch die Atmung betroffen ist?

    Höchstwahrscheinlich kannst Du hier nichts mehr verbessern, daher würde ich ihn, wenn der Zustand in den nächsten Stunden so bleibt bzw. sich weiter verschlechtert, erlösen.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Helmut,

    so wie Du es beschrieben hast, verbleibt eine Restmenge Wasser über dem MV stehen, quasi wie bei einem Haushalts-Syphon im Waschbecken. In diesem stehenden Wasser vermehren sich natrülich die darin enthaltenen Bakterien, verbrauchen Nährstoffe und erzeugen Stoffwechselprodukte. Mit der Methode, wie sie Armin beschrieben hast, stellst Du sicher, dass sich hier kein Schwefelwasserstoff bildet, der beim Zurücklaufen das Becken potentiell gefährden könnte.

    Ich habe es so verstanden, dass beim erneuten Ablassen des Wassers über das Schlitzrohr das alte stehende Wasser mit weggespült wird und es nicht zurück ins Becken gelangen kann ? Selbst wenn sich hier einige Bakterien vermehrt haben sollten und sich geringe Mengen beim Ablassen des Beckenwassers vermischen und ggfs. zurück gespült werden, sehe ich für dein Becken keine Gefahr (hoher Verdünnungsfaktor).

    Evtl. solltest Du den Biofilm, der sich in dem Rohr mit der Zeit bildet, von Zeit zu Zeit mir einer Flaschenbürste entfernen und wegspülen. Er enthält 99% der in dem Rohr lebenden Bakterien.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Tobias,

    bei dem Weibchen sehe ich auch die inzwischen beginnende Regeneration der betroffenen Stelle. Das Männchen hat es da weitaus härter getroffen. Gut, dass er noch Nahrung aufnimmt - die Regeneration wird wohl deutlich länger dauern als beim Weibchen - hoffentlich kann er das Maul bald wieder dauerhaft schließen.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Dina,

    interessanter Link. Es scheint sich hier um ein Filtersubstrat zu handeln, welches mit div. Absorbermaterial ausgerüstet ist. Im Süßwasser hätte ich keine Bedenken. Im Meerwasser (und auch im Süßwasser) dient das Gewebe als Substrat für Biofilme, die mit der Zeit dann z.B. Nitrat abgeben. Wenn das Filtermaterial das Nitrat sofort wieder binden kann - o.k. - stellt sich die Frage, wie lange kann man die Filtermatte einsetzen, bis sie gewechselt werden kann. Wenn es funktioniert, dann wäre dieses Material gerade für Nanobecken ideal, um die üblichen Schadstoffe ohne große Backup-Technik zu kontrollieren bzw. zu entfernen. Der Preis liegt bei ca. 15-20 € für eine 200 x 100 mm Filtermatte und ca. 63-75 € für eine 300 x 300 mm Filtermatte. Bemerkenswert ist noch, dass das Filtermaterial offensichtlich nicht nur über einen geregelten Durchfluß in einem Filtergehäuse, sondern auch über eine alktive Sättigung frei im Wasser treibend die Schadstoffe bindet und über eine optische Veränderung (Schwarzfärbung) einen Wechsel anzeigt. Leider kann ich nicht mit praktischen Erfahrungen dienen.

    Viele Grüße,
    Torsten


    Beschreibung zu Arcadia Poly-Filter:
    Der Polyfilter ist eine einzigartige Erfindung zur chemischen Filterung und Klärung von Wasser. Er besteht aus einem Kunststoffgitter, auf das ein speziell patentiertes Material aufgetragen wurde. Dank eines einzigartigen geschützten Verfahrens wird der Polyfilter nicht von Salzwasser zersetzt und zieht überdies gewisse organische Stoffe an. Der Poly-Filter absorbiert und adsorbiert Verunreinigungen und andere Schadstoffe, die entweder durch natürlichen Stoffwechsel erzeugt oder dem Aquarienwasser hinzugefügt werden (z.B. Medikamente). Einmal aufgenommene Stoffe gibt der Poly-Filter nicht mehr an das Wasser ab. Der Poly-Filter kann in jedem Außenfilter oder Innenfilter angewendet werden (einfach zuschneiden). Ebenso ist die Verwendung im freien Wasser möglich. Dazu wird einfach ein Stück abgeschnitten und irgendwo im Aquarium platziert. Sobald der Filter schwarz ist, sollte er ausgetauscht werden.

    Arcadia Poly-Filter:
    + kann auf die gewünschte Größe zugeschnitten werden
    + ändert seine Farbe um anzuzeigen, welche Stoffe herausgefiltert wurden
    + ungiftig, hergestellt für den Einsatz im Aquarium
    + garantierte Entfernung von kupferbasierten Medikamenten
    + gibt keine Stoffe mehr ab, wenn diese im Filter gebunden sind
    + entfernt keine Spurenelemente aus Wasserzusätzen, da der Filter auf Mehrwasserniveau vorgesättigt ist

    Zitat

    Original von Millenniumpilot
    Hallo "toto",

    das Glas um den Strahler herum ist Spezialglas, der explizit das UV-Licht durchlässt. Normales Glas lässt kein UV-Licht durch bzw. dämpft es stark.
    Nicht alles was wie Glas aussieht ist Glas :yidee

    Gruß Dirk

    Hallo zusammen,

    genau so ist es richtig!

    Wer z.B. die UV-Brenner von HW kennt - dort ist dieses Prinzip gut sichtbar umgesetzt. Man sieht eine blau leuchtende Röhre, wobei der äußere Glasmantel schädliche UVC-Strahlung herausfiltert und den Beobachter schützt, und der innere Glasmantel ist natürlich für die UVC-Strahlung in Richtung Wasserstrom durchlässig. Ich wollte auch nur vor dem manchmal etwas sorglosen Ugang mit diesen Freistrahlern warnen. Wie gesagt, viele UVC-Freistrahler ragen aus dem nicht immer passenden Technikbecken heraus und haben keinerlei zusätzliche Glas- oder Wasserüberdeckung oder werden nach einiger Zeit aus Sorglosigkeit wie ein Leuchtstab einfach mal aus dem Wasser gehoben. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen!

    Viele Grüße,
    Torsten

    Zitat

    Bitte beachten Sie, dass Sie niemals das Gerät im Freien in Betrieb nehmen. Sogar 2-3 Sekunden genügen um Augenschäden zu verursachen.

    Hallo zusammen,

    dieser Text steht bei einem Online-Shop im Bestelltext zu einem Tauch UVC T5 mit 48 Watt Leistung. Diese Warnung muss man durchaus ernst nehmen. Wenn die Freistrahler, wie man es leider oft in der Praxis sehen kann, teilweise aus dem Technikbecken herausragen, da ihre Standardlängen nicht mit dem Technikbecken zusammenpassen, besteht ernste Gefahr für die Augengesundheit. Schon gar nicht sollte man sie als Ersatzbeleuchtung ansehen. Hier ist auch besonders auf Kinder im Haushalt zu achten, die dieses blaue Licht oft faszinierend finden und Wege finden, sich Zugang zu verschaffen, wenn der Aquarienbesitzer evtl. nicht zu Hause ist. Nur komplett untergetaucht wird über das Wasser und das normale Aquarienglas die UVC-Strahlung abgeschirmt. Es versteht sich von selbst, dass man den Strahler eingeschaltet nicht aus dem Becken herausnimmt!

    Wenn man schon einen derartigen Freistrahler betreiben möchte, so sollte das Technikbecken nach außen lichtdicht abgeschlossen sein und über einen Kontaktschalter in der Tür gewährleistet sein, dass der Strahler beim Öffnen der Tür sofort ausgeschaltet wird. Ob diese Strahler effektiver sind, ist strittig, da wie gesagt, nur im unmittelbaren Bereich um den Strahler herum, eine wirksame Inaktivierung von Zellorganismen stattfinden kann. Ob man das nun gerichtet über einen Doppelmantel oder über einen Freistrahler eher ungerichtet ausführt, bleibt jedem selbst überlassen. Man spart sich die Pumpe und zusätzliche Schlauchverbindungen.

    Die abtötende bzw. inaktivierende Wirkung der UVC-Strahlung sinkt mit wachsender Entfernung von der Strahlenquelle. Daher werden Kunststoffe, Leitungen usw. im Wasser nicht so stark beeinträchtigt wie bei einem in der Raumluft aufgestellten UVC-Strahler. In Luftumgebung verspröden fast alle bekannten Kunststoffe, Elektroisolierungen usw. innerhalb sehr kurzer Zeit.

    Bei einem Freistrahler muss, wie oben beschrieben, ein hoher zusätzlicher Sicherheitsaufwand getrieben werden, da man ein "Verblitzen" der Augen nicht sofort bemerkt. Die medizinische Fachbegriff „Erythem“ bezeichnet die durch ultraviolette Strahlung hervorgerufene fotochemische Reaktion der Haut, die eine Rötung und ein späteres Ablösen der toten Hautschicht zur Folge hat. Bereits eine kleine Dosis UVC verursacht eine schmerzhafte Entzündung des Bindegewebes im Auge. Auch ständige kleine UVC-Dosen schädigen auf Dauer das Auge, z.B. bei den täglichen Kontrollen.

    Viele Grüße,
    Torsten

    UV - Sicherheitshinweise

    Zitat

    Torsten: sicher sind deine tips ok, aber wofür? ursächlich für die krankheit ist ziemlich sicher die gruselige haltung, also sorry, je ehr der fisch den löffel abgibt, um so besser für ihn traurig __________________ mfg michael

    Hallo Michael,

    diese gruselige Haltung, so wie Du es bezeichnest, finde ich bei ca. 50% aller MW-Händler vor. Dort sitzen die meisten Fische in zu kleinen Becken mit dem Argument, dass es sich hier nur um Verkaufsbecken handelt. Die Tiere leben hier sicher nicht optimal, aber sie leben und sind in einem Zustand, in dem sie von Aquarianern gekauft werden.

    Wenn jemand um Hilfe bittet (und dazu noch als Anfänger), weil sein Fisch erkrankt ist, dann geht es mir primär erst einmal um den Fisch und seine Krankheit. Ich versuche dann so gut ich kann, anhand der Aussagen und Bilder meinen fachlichen Rat weiter zu geben. Ein Fuchsgesicht in einem Meterbecken ist sicher kein Dauerzustand, aber der Fisch ist hier auch nicht in ständiger Lebensgefahr. Ein Glotzauge bildet sich nicht, nur weil der Fisch mit einem Meter Schwimmstrecke auskommen muss.

    Ich danke Linda sehr für ihre klaren Worte. Das Forum ist (auch) dazu da, gerade Anfängern mit Rat zur Seite zu stehen. Und wenn dann jemand hier eine Frage stellt und gleich mit Vorwürfen überzogen wird, dann zieht der sich zurück und wird in diesem Forum nicht wieder anfragen. Ist es das, was wir damit erreichen wollen? Ich denke NEIN!

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Benedikt,

    dazu gibt eine relativ einfache und trotzdem wirksame Lösung (gut, dass Du Dir darüber vorher Gedanken machst :D))

    In das Ablaufrohr im Becken etwas unterhalb der Wasseroberfläche ein kleines Loch bohren. Sollte der Wasserstand sinken (z.B. beim Abspringen eines Schlauches und anschließenden Leerlaufen des Beckens, wird nach wenigen Litern bei fallendem Wasserspiegel durch das Ablaufloch Luft angesaugt und es läuft kein weiteres Wasser mehr über das natürliche Gefälle aus dem Becken. Das bisschen Bypass-Wasser, welches durch das keline Loch im Normalbetrieb angesaugt wird, kann man vernachlässigen.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo,

    ein Glotzauge ist keine eigenständige Krankheit, sondern das äußere Anzeichen einer Reihe von Krankheiten. Das Spektrum reicht hier von Nierenerkrankungen bis zu bakteriellen Infektionen, die die häufigste Ursache für diese unschöne Augenkrankheit ausmachen.

    In manchen Fällen bildet sich das Glotzauge nach einiger Zeit unbehandelt wieder zurück. Das Präparat ICH-Attack wird hier nicht helfen, da keine Ekto-Parasitose vorliegt.
    Evtl. die Easy-Life-Behandlung wiederholen - die Wasserwerte sind unkritisch- der letzte Wert soll wohl NO3 und nicht NO2 heißen ?

    Man könnte es mit sera fishtamin versuchen (Futter damit anreichern – bzw. direkt ins Wasser geben- ein Vitaminpräparat -klick) und als wirksame Therapie gegen eine bakterielle Infektion von innen mit sera bakto Tabs behandeln (Anwendungshinweise - klick)
    Dazu müsste er aber fressen bzw. die Tabs aufnehmen. Eine Zwangsernährung ist aber bei einem wehrhaften Fuchsgesicht für einen Anfänger nicht zu empfehlen.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Tobias,
    es ist immer hilfreich, möglichst umfassend die Rahmenbedungen für eine Erkrankung / Infektion bei Fischen zu kennen . Daher ist mir persönlich ein umfangreicher Bericht wesentlich lieber, als nur eine ungenaue Anfrage, wo man erst im Laufe von nächsten Tagen alle weiteren Punkte mühsam erfragen muss.

    Bootslack: Falls das Wasser über den lösemittelhaltigen Bootslack auf Kunstharzbasis kontaminiert worden wäre, dann bekommen die Fische nicht die von Dir geschilderten Symptome, sondern sie zeigen typische Vergiftungserscheinungen (Atemnot, schnelle Atmung, evtl. unsichere Schwimmbewegungen, atypisches Verhalten, Liegen am Bodengrund, etc.). Daher würde ich diese Ursache für die weißen Flecken schon einmal ausschließen.

    Wasserwerte: Die von Dir angegebenen Wasserwerte sind für Fische unkritisch.
    Ernährung: Viele Anemonenfische werden ausschließlich nur mit Flockenfutter ernährt. Solange hier das Verfalldatum nicht massiv überschritten ist (Vitamingehalt), sehe ich keinen Grund für eine Mangelernährung. Über die Ernährung können kurzfristig diese Veränderungen nicht verursacht werden.

    Verhalten:

    Zitat

    „Beide Fische verhalten sich bisher (letzter Stand heut morgen) normal, schwimmen ruhig, scheinen nicht hektisch zu atmen und haben gestern abend auch gierig gefressen - das ist immerhin positiv.“

    Das sehe ich auch so. Bei einem Parasitenbefall müsste man eine erhöhte Atemfrequenz und gestresste Fische erwarten, die ihr Verhalten ändern.

    Anemonen: Die Anemonen würde ich hier als Ursache ausschließen.

    Euphyllia: ??? Mögliche Ursache für eine Vernesselung ?

    Bilder: Die auf den beiden Bildern sichtbaren Hautschäden bzw. das geöffnete Maul sehen mir schon nach einer massiven Vernesselung aus. Das Männchen hat irgendetwas ins Maul genommen, was ihm gehörig den Appetit verdorben hat. (Frisst er trotzdem noch? – wenn ja, dann ist diese Vernesselung nicht ganz so schlimm, wie sie optisch aussieht). Das Weibchen hat oberhalb der Oberlippe eine großflächige Vernesselung erlitten. Da die restliche Schleimhaut der beiden Fische weder getrübt ist, noch sich in Fäden oder Stücken ablöst, deutet alles auf eine lokale Einwirkung hin, die ich als Nesselschaden vorerst einmal diagnostizieren würde.

    Weiteres Vorgehen: Die Fische weiter gut beobachten, insbesondere, ob die Atmung und Vitalität weiterhin o.k. sind. Falls Du einen Schleimhautschutz anwenden möchtest (AquaSafe), musst du aufpassen, dass Dir danach der Abschäumer längere Zeit überläuft. Wenn die Diagnose Vernesselung stimmt, dann wird sich die Schleimhaut der Fische sehr schnell wieder regenerieren und es bleibt evtl. eine Farbabweichung beim Weibchen an der betroffenen Stelle zurück. Das Männchen hat evtl. Probleme mit der Futteraufnahme – aber das auch nur kurzzeitig.

    Manchmal könnten sich auf der geschädigten Haut bis zur Genesung Pilze ansiedeln – die sehen dann wie weiße oder graue Wattebäusche aus. Dann kannst Du mit Ektozon oder Sera Ektopur behandeln. Vorläufig aber unnötig – auch keine SW-Bäder.

    Bitte berichte weiter und stell auch weiter Fotos ein, wenn sich die optischen Merkmale verändern.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Benedikt,

    Aqua Safe ist ein Schleimhautschutz für strapazierte Fische, die häufig umgesetzt wurden. Es "pflegt" , aber es wird keine Parasiten oder andere Faktoren, die deine Fische evtl. abgetötet haben, eliminieren. Wenn man es einsetzt, sollte man noch wissen, dass der Abschäumer schnell überläuft, da es stark schaumfördernd ist.

    Zum Ozon: Ozon löst sich schlecht in Wasser. Eine Ozonisierung macht nur Sinn, wenn Teilfraktionen des Aquarienwassers in einer geschlossenen Kammer mit einer sehr hohen O3-Dosis im Wasser vermischt werden, so wie es z.B. in einem Abschäumer passiert. Dabei muss man dann aufpassen, dass kein Ozon in die Außenwelt gelangt, d.h. in die Wohnung. Kann man es außerhalb des Aquariums wahrnehmen, kann es langfristig Kopfschmerzen und Atemprobleme verursachen. Die Geruchsschwelle für Ozon liegt bei 0,04 mg/m³ Raumluft. Bei 0,04-0,1 mg/ m³ treten erste gesundheitliche Probleme auf, der Geruchssinn wird betäubt und höhere Dosen werde nicht mehr wahrgenommen. Ein Entlüftungsaufsatz mit Aktivkohle zerstört überschüssiges Ozon. Dabei wird die Kohle mit der Zeit pulverisiert und muss irgendwann erneuert werden.

    Weiterhin sollte man die Ozonmenge im Aquarienwasser überwachen, wenn man es als Hochdosissystem betreibt. Dazu eignet sich im Prinzip eine Meß- und Regeleinheit mit Redoxsonde. Allerdings sind diese Systeme sehr störanfällig, wartungsintensiv und zudem nicht gerade billig (laufende Kosten - Redoxsonde). Für Parasiten tödliche Ozondosen liegen in der Nähe der Letaldosis für Fische, das bedeutet, dass man nur in dem oben geschilderten Ozonreaktor derart hohe Dosen erreichen kann, ohne seine Fische zu schädigen. Für die Trinkwasserdesinfektion muss das Wasser mind. 4 Minuten einer Dosis von 0,4 mg/L ausgesetzt werden. Ozon erzeugt sehr schnell kristallklares Wasser, da es fast alle Farbstoffe (Phenole) zerstört und bringt über den O3-Zerfall zusätzlichen Sauerstoff ins Becken.

    Fachtierärzte für Fische haben bei ständigem unregulierten Ozoneinsatz z.B. bei Koikarpfen Kiemenschäden gefunden, die sie auf das Ozon zurück führen.

    All diese Daten sollte man kennen und sich bewußt machen, dass Ozon richtig angewendet, d.h. vom Fischorganismus getrennt in einer Reaktionskammer schon den gewünschten Effekt bewirken kann, es aber gleichzeitig chronische Schäden verursachen kann, wenn es falsch dosiert bei geringer organischer Belastung längerfristig auf lebendes Gewebe (besonders Kiemen) einwirken kann.
    Eine Ozongeruch in der Wohung sollte nicht toleriert werden, da unser Sensor, die Nase, nach kurzer Zeit geruchsblind gegenüber dem Ozon werden kann und uns nicht mehr zuverlässig vor dieser Gefahr warnt.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Quellen u.a.:
    2007, Roeske - Trinkwasserdesinfektion, Oldenbourg Industrieverlag
    1993, Kurzmann, Ozonanwendung in der Wasseraufbereitung, Expert Verlag

    Zitat

    Wie kalibriert man in solchen Fällen? Machen das auch Zoogeschäfte?

    Hallo Linda,

    Zoogeschäfte werden in den wenigsten Fällen ein Redoxsystem kalibrieren können - wenn es überhaupt angeboten wird. Aber das kann man relativ leicht selbst machen. Zum Kalibrieren benötigt man eine oder zwei standardisierte Kalibrierlösungen. Meistens bekommt man eine Lösung mit einem Potential von 220 mV angeboten. Es gibt aber auch andere Kalibrierlösungen, die einen höheren Wert liefern (Link) - so wie hier mit 468 mV. Da der Wert im Meerwasser bei ca. 350 mV liegt, wäre es ideal, wenn beide Kalibrierlösungen vom Gerät richtig wieder gegeben würden. Die Kalibrierlösung sollte möglichst nahe an unserem Messwert liegen bzw. bei zwei Lösungen dazwischen. In die Kalibrierlösungen darf man kein Tropfwasser verschleppen. Aufpassen beim Einstellen der Sonde, die Flaschen kippen nur zu leicht um ! Sie sollten lichtgeschützt aufbewahrt und regelmässig erneuert werden.

    An dem Controller gibt es dann zum Kalibrieren die Möglichkeit, den angezeigten Redoxwert des Controllers auf den Standardwert 220 mV bzw. 468 mV des Puffers anzugleichen. Das sollte im Handbuch beschrieben sein.

    Eine Reinigung mit einem "soft brush" wird oft genannt, aber da wäre ich sehr vorsichtig, da die Sonde an der Spitze sehr empfindlich ist.

    Den sinnvollen Einsatz eines Redox-Controllers würde ich immer davon abhängig machen, ob er in der Praxis auch wirklich zuverlässige Werte zum Steuern und Regeln der Ozonzufuhr liefert. Ich selbst habe leider auch schon einige hundert Euro in ein System investiert, welches mehr Wartungsaufwand generiert hat als zuverlässige Messwerte. Daher habe ich es wieder zurück gegeben, musste aber den Verlust der Sonde akzeptieren (Verbrauchsmaterial).

    Viele Grüße,
    Torsten

    Zitat

    Original von Reinhard Seidl
    Hallo Thorsten!

    zu3)
    Redoxmessungen sollen doch als Dauermessung durchgeführt werden.
    Es soll auch Tage dauern bis sie einen stabilen Messwert liefern.
    Daher bleiben die Sonden immer im Becken.

    Passt nicht ganz zu Deinen Aussagen?

    Zitat

    Die Sonde des Controllers ist ja ständig im Wasser. Wenn ich dich richtig verstanden hab, wird die so oder so nicht sehr lang leben unglücklich

    Zitat

    3) Interessehalber: Die Redoxsonde soll in einer 3molaren Kaliumchlorid-Lösung aufbewahrt werden.

    Hallo Linda und Reinhard,

    ich bin davon ausgegangen, dass die Sonde nur für kurze Messungen eingesetzt wird. Dann wird häufig ein Flüssigelektrolyt verwendet (3 M KCl). Für eine Dauermessung kann man diese Sonden nicht verwenden, da dann genau dier Effekt eintritt, den ich zuvor beschrieben habe. Für dauerhaft in Aquarien eingesetzte Redoxsonden werden oft Gel-Elektroden mit Keramik-Diaphragma und kleinen Kontaktflächen eingesetzt, um so die Ionenverarmung des Elektrolyten zu vermindern. Dort besteht nicht die Gefahr, dass der Elektrolyt im Dauereinsatz permanent ausgedünnt wird. Die Gel-Füllung erspart das Nachfüllen von Elektrolytlösung. Die Redoxmesselemente bestehen meistens aus Goldstift oder Platinstift oder einer Platinfläche. Allerdings ist das dauerhafte Verbleiben einer Gel-Sonde im Messmedium eine große Belastung für die Lebensdauer. Meistens muss man diese Sonden nach 12 Monaten austauschen. Beim Neukauf sollte man darauf achten, für welchen Einsatzzweck die Sonde gedacht ist. Ein stabiler Messwert ist manchmal erst nach 10-14 Tagen Dauerbetrieb abrufbar.

    Die Sonde im Dauereinsatz sollte alle 4 Wochen kalibiert werden und sie muss regelmässig gereinigt werden, um Biofilme zu entfernen. Ein Biofilm kann den Redoxwert um +/- 100 mV verändern. Die Reinigung sollte möglichst nie mechanisch erfolgen, sondern immer mit speziellen Reinigungslösungen der Hersteller, da sonst die Sonde beschädigt wird. Es ist schon etwas Aufwand, ein derartiges System zu betreiben.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Helmut,

    tolle Situationsbeschreibung und dann noch Einschränkungen und die geringen Abstände mit 15 und 20 mm. Wenn Du schreibst, dass ihr mit Spanngurten versucht habt, das Becken nach vorn zu ziehen, gehe ich davon aus, dass ihr einen Gurt ganz um das Becken herum legen konntet - oder ? Wenn das so ist, dann würde ich hier weitermachen, um die Kräfte gut zu verteilen. Die Moosgummimatte bremst die Geschichte natürlich enorm aus. Falls das Packpapier noch intakt ist, dient es als Rutschfläche für das Becken. Dann einen Gurt um das Becken legen, möglichst unten ansetzen und evtl. an den hinteren Ecken Sperrholzplatten 10 mm hinterlegen, um die Kräfte zu verteilen. Das einzige Problem ist dann, wo Du den Gegenanker im Raum finden kannst. Z.B. ein Querbalken hinter dem nächsten Türrahmen (der sich hoffentlich gegenüber oder in einem noch vertretbaren Winkel zum Becken befindet oder ein Schwerlastdübel mit einem massiven Ösenschraubhaken in eine intakte Stein/ Betonwand und dann mit einem kleinen Flaschenzug das Becken vorsichtig nach vorne ziehen. Dabei beachten, dass hier enorme Spannungen aufgebaut werden und der Anker nicht aus der Wand gezogen werden darf.

    Bei dem Vorschlag von Cemil mit dem Mini-Kran benötigst Du eine 3 m lange Traverse, die die Kräfte vom Becken gleichmässig über Saugnäpfe aufnimmt oder eine massive Deckenfestigung. Evtl. kann man beide Vorschläge kombinieren. Wenn es gelingt, das Becken über die Saughalter und einer Hebevorrichtung deutlich leichter zu machen, also nicht hochheben, sondern nur einige hundert Kg des Gewichtes verringern, dann kann man parallel mit den Spanngurten es nach vorne ziehen. Dafür benötigst Du aber viele Leute und eine gute Koordination und viel Spezialwerkzeug.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Linda,

    zu 1) Ozon ist ein sehr starkes Oxydationsmittel und zerstört viele organische Verbindungen, u.a. auch Farbstoffe. Die in Aquarien häufig vorkommende Gelbfärbung des Wassers wird vom Ozon zerstört. Daher wird nicht nur das Wasser sehr klar, es werden auch viele organische Beläge an Gegenständen und am Glas mit der Zeit verschwinden. Der Schaum, der im Abschäumer hochsteigt, besteht aus u.a. denaturierten Proteinen. Diese werden vom Ozon ebenfalls angegriffen und in ihrer Struktur stark verändert. Daher kann es durchaus vorkommen, dass sich die Abschäumermenge verändert, da sich die Schaumstruktur verändert.

    zu 2 ) da muss ich passen

    zu 3) eine Redoxsonde ist im Prinzip eine pH-Sonde über die der Redoxwert in mV gemessen wird. Die Sonden enthalten als Elektrolyt 3 molare Kaliumchloridlösung. Unten an der Sonde ist eine extrem dünne Glasschicht, die als Diaphragma für die Messung kleinste Mengen des umgebenden Wassers aufnimmt. Damit die Sonde lange lebt, sollte man sie nach der Messung reinigen und wieder in 3 M KCl-Lösung stellen. Eine Kochsalzlösung wäre dafür nicht geeignet und würde die Lebensdauer der Sonde verringern.
    Wenn eine Elektrode längere Zeit in Wasser gelagert wird, entsteht durch Osmose ein Gleichgewicht zwischen der Lösung in und außerhalb der Sonde. Die umgebende Flüssigkeit dringt in die Kaliumchloridlösung in der Sonde ein und verdünnt sie. Das führt dann irgendwann zu trägem Ansprechverhalten und Problemen beim Kalibrieren.

    Noch etwas: Ozon zerstört mit der Zeit viele Kunststoffe. Daher sollte man alle Verbindungsschläuche, Hartplastikverbinder etc. regelmässig prüfen, ob sie bereits versprödet sind. Das Ozon sollte nicht aus dem Aquarium austreten bzw. man sollte es im nicht Wohnraum riechen können, da es in der Atemluft angereichert langfristig zu Gesundheitsproblemen führen kann.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Zitat

    Er atmet schnell und frisst seit heute nicht mehr.

    Hallo Markus,

    eine schnelle Atmung verbunden mit der Nahrungsverweigerung sind eigentlich klassische Alarmzeichen für eine Parasitose der Kiemen. Es kann durchaus sein, dass der Fisch sonst keine Symptome zeigt, da das "Kuscheln" in der Anemone die Ausbreitung des Parasiten auf die Außenhaut, die häufiger Kontakt mit der Anemone hat, verhindert. Bitte den Fisch weiter gut beobachten und berichten, falls sich die Lage verschlechtert.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Zitat

    Könnte es irgendwie Sauerstoffmangel sein? Kann ich mir nicht vorstellen, da die Wasseroberfläche keine Kammhaut hat und stark bewegt wird. Dazu der Überlaufschacht und er Abschäumer.

    Hallo Benedikt,

    in älteren Aquarien können sich manchmal Fäulniszonen bilden, die dann als schwarze Verfärbungen in der Teife des Bodengrundes erkennbar sind und giftigen Schwefelwasserstoff abgeben. Das führt dann zu sporadischen, ungeklärten Todesfällen, die sich über viele Woche hinziehen können. Allerdings sind dabei alle Fische immer etwas gestresst und zeigen über eine hohe Atemfrequenz und blasse Kiemen eine beginnende bzw. chronische Vergiftung an. Das ist hier nicht der Fall und allen anderen Fischen geht es nach deinen Ausagen gut. Somit bleibt es rätselhaft, was die Docs letztendlich umgebracht hat ?

    Gruß,
    Torsten

    Hallo Benedikt,

    zur Atemfrequenz: Es gibt keine Daten zu einer normalen Atemfrequenz beim Hawai-Doc. Die Atemfrequenz ist immer abhängig von der Größe der Fische (Jungfische haben eine höhere Frequenz, ein großer Zackenbarsch hat nur wenige Kiemendeckelbewegungen pro Minute), dem Sauerstoffgehalt des Wassers und dem Erregungszustand des Fisches. Daher kann man nur ungefähr beurteilen, ob ein Fisch gleichmässig atmet oder sehr schnell und unregelmässig. Gelbe Docs neigen manchmal zu einem etwas aufgeregten Verhalten (z.B. bei sichtbaren Spiegelbilder an der Frontscheibe). Dann erhöht sich Atemfrequenz auch bei gesunden Tieren.

    Zitat

    Was mir im nachhinein einfällt - die Kiemen haben irgendwie mehr abgestanden als das bei dem anderen Hawaidok der Fall ist! Man hat richtig das Rot gesehen.

    Wenn Kiemendeckel abstehen, so kann das eine Bedeutung haben, aber dazu müsste man einen direkten Vergleich haben bzw. ein sehr gutes Foto, um hier was dazu sagen zu können. Wenn man die Kiemen rot sieht, ist das zunächst ein gutes Zeichen, da erkrankte Fische meistens sehr blasse Kiemen haben, die blutarm wirken.

    Du schreibst, dass alle Doktorfische, die Du eingesetzt hast, nach kurzer Zeit verstorben sind. Um wie viele handelt es sich ? Wie waren die Begleitumstände, Zeiten ? Wie hat sich der alteingesessene Doc gegenüber dem Neubesatz verhalten ? Agressiv / friedlich ?

    Das ein frisch eingesetzter Fisch am nächsten Tag verstorben ist, kann immer mal vorkommen, da Fische nicht immer den Transport- und Eingewöhnungsstress kompensieren können und evtl. beim Fangen oder beim Umsetzen bereits unbemerkt eine Schädigung erfahren können, die sich erst später auswirkt.

    Grundsätzlich müssten alle anderen Fisch beim Vorliegen von Parasiten bzw. einer infektiösen Krankheit auch irgendwelche Stress-Symptome zeigen.

    Leider kann ich Dir aufgrund der gemachten Schilderung des Falles keine genaue Diagnose erstellen.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Sven,

    für die Messung des Osmosewassers im Reinstwasserbereich reicht für den Hausgebrauch eines dieser praktischen Taschengeräte. Damit kann man dann überprüfen, ob das RO-Wasser noch im gewünschten Bereich liegt bzw. die Anlage noch korrekt arbeitet. Allerdings würde ich hier nur Geräte von einem Markenhersteller wie z.B. Hanna oder Voltcraft bevorzugen. Für 10 € ist sicher kein gescheiter Messwert zu bekommen - für 50-100 € aber durchaus - siehe Link.

    Link

    Viele Grüße,
    Torsten

    Zitat

    Original von woisai
    Hallo zusammen,

    bei meinem letzte Woche eingesetzten Amphiprion ocellaris hat sich seit gestern ein weisser Belag auf der Haut gebildet. Ich habe auch schon hier im Forum was gelesen darüber (Anemonenfischkrankheit). Von meinem Händler habe ich von Easy Live ein "Halt Parasites" Mittel bekommen.
    Hat wer Erfahrung damit? Soll ich den Fisch rausnehmen? Er ist etwas schreckhaft geworden, atmet aber normal und frisst auch normal.

    danke
    lg
    helmut

    Zitat

    Fische: 2 Amphiprion ocellaris 3 Chromis viridis 1 Premnas biaculeatus 1 Zebrasoma flavescens

    Hallo Helmut,

    wenn es die Anemonenfischkrankheit ist, dann müsste auch die Atmung betroffen sein. Zeigen die anderen Fische keine Symptome (schnelle Atmung) ?

    Eine erfolgversprechende Behandlung kann nur außerhalb des Riffaquariums in einem Quarantänebecken erfolgen. In dem Fachbericht stehen unter Pkt . 5 die sehr wirksamen Medikamente. Bei dem Mittel von Easy Live wird leider nicht angegeben, welche Wirkstoffe gegen die Parasiten enthalten sind. Da man es zudem im Riffaquarium anwenden kann, ohne dass andere Bewohner geschädigt werden (Herstellerangabe) wäre ich hier vorsichtig mit der Wirkung. Ein Mittel, welches niemanden schädigt und trotzdem die Parasiten sicher abtötet, habe ich in meiner nun 30 jährigen Praxis noch nicht erlebt.

    Nun, bei einer echten Brooklynella-Infektion ist Gefahr im Verzug und die Fische sterben sehr schnell weg. Du solltest den Anemonenfisch in einem Quarantänebecken halten und behandeln und die anderen Fische gut beobachten, ob sie Symptome zeigen. Der Erreger verbreitet sich direkt von Fisch zu Fisch und vermehrt sich auch auf dem Fisch. Bitte weiter berichten.


    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Kathrin,

    es gibt sicher nur ganz wenige MW-Aquarianer, die einen derartigen Zuchterfolg (und das mit Fortsetzung) schaffen. Das entschädigt etwas für die vielen Stunden mühevoller Arbeit und so manche Sorgen, die sich gerade bei den Pferdchen schnell einstellen können.
    Tolle Leistung und ein ganz großes Lob für dein Engagement! :thup

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Thomas,

    Enchytraeen (Enchytraeus albidus) sind sehr protein- und fetthaltige Würmer, die im Meerwasser bzw. Süßwasser sehr schnell absterben und daher nur gezielt verfüttert werden sollten. Als Abwechslung sind sie sicher geeignet - aber nicht als einzige Lebendfutterquelle oder als Alternative zu Frostfutter. Ich würde sie auch nicht in größeren Mengen verfüttern. Als Futter für MW-Fische ist es ein eher unübliches Lebendfutter - aber mit den o.g. Einschränkungen durchaus als "Zwischenmahlzeit" geeignet.

    Gruß,
    Torsten

    Hallo Timo,

    bei dem Erreger weiß man leider nicht, wie lange er im Becken ohne Fischwirt persistieren kann. Ebenso gibt es in der Fachliteratur keinen Hinweis auf Stachelhäuter als Wirte. Um hier endgültige Sicherheit zu bekommen, kann man nur die abwischbaren Belege im Mikroskop identifizieren. Für ein paar Euro kann das bei jedem Tierarzt gemacht werden.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Zitat

    Finde es echt unschön, sie kratzt ihre letzten Ersparnisse zusammen, um sich ihren Traum erfüllen zu können und bekommt dann so schlechte Ratschläge und (so habe ich den Eindruck) keine guten Tiere.

    Zitat

    Das Becken lief ca 2 Wochen

    Hallo Pferdchenfreund,

    wenn ich die Vorgeschichte so lese, dann frage ich mich ernsthaft, was das für ein/ mehrere (?) Verkäufer gewesen sind, die deiner Freundin als MW-Neuling ein steckerfertiges Seepferdchenbecken mit 60 Litern und einer eher grenzlagigen Ausstattung verkauft haben. Noch mehr muss ich mich mich allerdings wundern, wie blauäugig hier vorgegangen wurde. Aber der Reihe nach.

    Hier im Forum sind erfahrene Seepferdchen-Experten, die seit vielen Jahren Seepferdchen halten und nachzüchten. Die Haltung von Seepferdchen erfordert profunde Kenntnisse der Meerwaseraquaristik, die weit über schnell angelesene Grundkenntnisse hinausgehen. Dein Geschenk in Form eines SW-Aquarium zum Sammeln von Erfahrungnen war im Prinzip der richtige Ansatz, allerdings kann man auch als Anfänger direkt mit einem Meerwasseraquarium beginnen. Zuvor sollte man aber ein gutes Buch zum Thema lesen (z.B. Latka "Das Riffaquarium - Praxis für Neueinsteiger" und/ oder von Brockmann "Das Meerwasseraquarium: Von der Planung bis zur Pflege") bzw. ergänzend sich intensiv von Fachleuten beraten lassen. Natürlich kann man sich auch noch zusätzlich hier im Forum beraten lassen.

    Bitte versteh mich nicht falsch, es geht mir hier nicht um besserwisserische Kritik an eurem Vorgehen. Es geht hier um das Leben der beiden Seepferdchen. So wie Du es geschildert hast, wurden hier alle Regeln für eine sichere Haltung von Seepferdchen außer acht gelassen, was die Tiere schnell in Lebensgefahr bringt. Selbst erfahrene MW-Aquarianer kaufen sich Seepferdchen nicht einfach aus einem spontanen Wunsch heraus, da sie sehr genau wissen, was auf sie zukommt, wie empfindlich die Tiere sind und wie schwierig eine artgerechte Haltung ist.

    Was ist zu tun? Ich muss Dir leider sagen, dass die Seepferdchen in einem 60 - Liter Becken mit der von Dir beschriebenen Technik kaum eine längerfristige Überlebenschance haben. Die Mengen an Frostfutter, die nötig sind, um die Pferdchen zu ernähren und die dabei entstehenden Abfälle werden das Wasser so stark belasten, dass diese Mini-Umwelt nur mit Abschäumer und Strömungspumpe früher oder später zusammenbricht. Das beste wäre es , die Tiere zurück an den Händler zu geben bzw. an erfahrene Halter abzugeben. Danach kann man sich dann in Ruhe die notwendigen Kenntnisse für die MW-Aquaristik beschaffen und Erfahrungern sammeln. Allerdings braucht man dazu viel Geduld.

    Wie gesagt, ich möchte euch euren Traum von einem Seepferdchenbecken nicht austreden, aber so wie sich die gegenwärtigen Rahmenbedingungen darstellen, wird am Ende nur Frust, Enttäuschung und wahrscheinlich der Verlust der Tiere stehen und das ist weder für euch beide noch für die Seepferdchen ein guter Start. Da Du selbst als Pseudonym "Pferdchenfreund" gewählt hast, solltest Du zusammen mit deiner Freundiin jetzt entscheiden, was für das Wohl der Tiere trotz aller Begeisterung das Beste ist.

    Link

    Viele Grüße,
    Torsten

    Zitat

    Was mich auch ein wenig wundert, denn eigentlich dachte ich immer, dass MARUBIS auch etwas in der Richtung verfolgt...

    Hallo Karl,

    nachfolgend Zitate von der Marubis-Homepage. In den Aussagen sehe ich kurzgefasst folgendes Fazit: Generelles Haltungsverbot nein. Nachhaltige Nutzung ja.

    Gruß,
    Torsten


    Zitat

    Einen Widerspruch zwischen aktivem Riffschutz und Meerwasseraquaristik sieht der Marubis e.V. nicht. Im Gegenteil. Schließlich gilt, um ein bekanntes Sprichwort aufzugreifen: „Nur was Menschen kennen, können sie lieben. Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.“

    Zitat

    Marubis und Meerwasseraquaristik: Viele Mitglieder und Unterstützer des Marubis e.V. interessieren und engagieren sich für das Ökosystem Korallenriff, weil sie Meerestiere in Aquarien pflegen – und oftmals erst durch diese Beschäftigung auf die Verletzlichkeit und Schutzbedürftigkeit marinen Lebens aufmerksam geworden sind.

    Manche Naturschützer vertreten die Meinung, dass die Aquarienhaltung von Korallen und Korallenfischen dem natürlichen Lebensraum schadet, schließlich werden viele Tiere für die Aquaristik aus ihrer tropischen Heimat importiert. Der Marubis e.V. bemüht sich demgegenüber, ein neues Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit marinen Organismen zu schaffen und ist davon überzeugt, dass eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen vielmehr ihrem Schutz dient. Ein Beispiel: In vielen Exportländern für Korallen und Korallenfische sind die Riffe von massiver Zerstörung bedroht. Die Möglichkeit, an Stelle einer kurzfristigen Übernutzung auch in Zukunft Zierfische exportieren zu können, weckt bei der lokalen Bevölkerung das Verständnis für eine ressourcenschonende und damit nachhaltige Nutzung.

    Die alleinige Förderung des Riffschutzes und der nachhaltigen Nutzung in den Exportländern wäre aber zu kurz gedacht – der Marubis e.V. setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass Korallen und Korallenfische in europäischen Aquarien nicht als kurzlebiges Konsumgut enden, sondern verantwortungsvoll und mit Respekt behandelt werden. Diese Ziele verfolgt der Marubis e.V. durch umfassende Information von Meerwasseraquarianern und konkrete Hilfestellung, z.B. durch: - spezifische Haltungsempfehlungen für einzelne Tiere - Aufklärung über Fischkrankheiten und ihre Bekämpfung - die Förderung von Aquariennachzuchten - Beratung in allen Fragen der Meerwasseraquaristik auf der Onlineplattform https://www.meerwasserforum.info

    Hallo Anne,

    alle seriösen Hersteller von UV-Wasserentkeimungsanlagen geben eine Durchflussrate und eine max. Einsatzdauer des Brenners an. Ich habe div. Brenner mal unter Laborbedingungen mit Bakteriensuspensionen überprüft und bin zu dem Schluß gekommen, dass man keinen Fehler macht, wenn man das nächstgrößere Gerät wählt, statt sich rein an der Literzahl zu orientieren. Fakt ist auch, dass längere Röhren mit höherer Wattzahl deutlich effektiver arbeiten als die kleinen Geräte. Hier verläuft die Effizienz leider nicht linear. UV-Geräte mit sehr geringen Wattzahlen arbeiten sehr ineffektiv. Viele Brenner verlieren meistens nach 6 Monaten Dauerbetrieb bereits 50% ihrer Leistung, d.h. die Röhren müssen regelmässig erneuert werden.

    Man kann im Prinzip auch keine zu starke Anlage wählen. Und man muss auch keine Angst haben, dass man zu viele oder nützliche Bakterien abtötet, da die an Substrate gebunden sind und kaum im Freiwasser vorkommen. Allerdings sollte man es auch nicht übertreiben, um nicht unnötige Stromkosten zu generieren.

    Beispiel:
    Eine Firma macht zu ihren UV-Brennern folgende Angaben:

    Modell / Watt Aquariumgröße l/ h
    =================================
    Modell 350 / 10 Watt 350 Liter 1.000 Liter
    Modell 500 / 15 Watt 500 Liter 1.500 Liter
    Modell 1000 / 30 Watt 1.000 Liter 3.000 Liter
    Modell 2000 / 36 Watt 2.000 Liter 6.000 Liter
    Modell 4000 / 75 Watt 4.000 Liter 12.000 Liter

    Wenn Du ein 500 Liter-Becken hast, würde ich das Modell 1000 wählen, also die doppelte Kapazität einsetzen. Damit hast Du ausreichend Reserven, um neben den oft spezifizierten Bakterien auch noch größere Protozoen, die als fakultative Parasiten auftreten können, sicher abzutöten. Zudem kannst Du die Durchflußgeschwindigkeit nach Herstellerangabe ausrichten, da das Gerät ausreichend dimensioniert ist. Bei einem kleineren Gerät, ist es oft notwendig, den Durchfluß stark zu reduzieren, da die UV-Bestrahlungsstrecke sonst zu kurz ist, um einen biologischen Effekt (Denaturierung) zu erzielen. Seepferdchen reagieren leider sehr empfindlich auf erhöhte Keimbelastungen, daher ist hier eine UV-Anlage anzuraten. Insbesondere dann, wenn man noch andere Bewohner im Becken hat und über häufige Frostfuttergaben gute Wachstumsbedingungen für Bakterien schafft.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo zusammen,

    ausgehend von Berichten in TV und Presse über (leider) verantwortungslose Halter von Giftschlangen, Spinnen und anderen Gifttieren hat es immer wieder Initiativen gegeben, die die Haltung von Wildtieren bzw. exotischen Tieren generell verbieten lassen wollen. Dazu existieren je nach Initiative zahlreiche Varianten, die man als sinnvoll ansehen kann oder auch nicht.

    z.B.
    - Haltungsverbot für Giftschlangen
    - Haltungsverbot für alle Reptilien
    - Haltungsverbot für gefährliche Tiere (i.d.R. giftige Tiere wie z.B. Giftschlangen oder Skorpione)
    - Verbot der Haltung von Zirkustieren (vor allem Großtiere wie Elefanten, Großkatzen, Bären, Nilpferde, etc.)
    Es gibt auch Initiativen, die die Haltung sämtlicher Tiere, die nicht domestiziert sind, verbieten lassen wollen.

    Weiterhin gibt es abgeschwächte Forderungen nach zumindest einem Sachkundenachweis für Halter von exotischen Tieren, Fischen, evtl. auch von Hunden, etc.. Zur Untermauerung der Verbotsforderungen gibt es Berichte über die Infektionsgefahren, die von exotischen Tieren ausgehen (Zoonosen - Salmonellen bei Reptilien, Psittakose - Papageien).

    Fast alle Verbände und Vereine von Haltern exotischer Tiere (von Insekten bis zu Wirbeltieren), rufen zur Zeit zur Unterzeichnung der Pedition auf, da sie eine Verschärfung der bestehenden Gesetzgebung verhindern möchten. So wie Corinna geschrieben hat, steht eine Novellierung des bestehenden Tierschutzgesetztes ins Haus und daher wird z.Zt. an allen Fronten Lobbyarbeit geleistet.

    Evtl. kann man mit weiteren Restriktionen so manches Tierleid verhindern. Aber wenn man sich zum Vergleich die Haltung der sogenannten domestizierten Tiere (Hunde, Katzen, Kaninchen, etc.) anschaut, dann gibt es hier mindestens genau so viele Problemhaltungen. Die Tiere sind immer vom Menschen abhängig. Macht er soviel wie möglich richtig, geht es den meisten Tieren auch gut. Macht er was falsch oder wird das Tier lästig, dann geht es den Tieren schlecht. Da hier auch immer viel mit Emotionen gearbeitet wird, die Fakten zudem je nach vorherrschender Grundhaltung ausgelegt werden, ist es extrem schwierig, hier objektive Informationen für die Meinungsbildung zu bekommen.

    Viele Grüße,
    Torsten


    Links (Auswahl):

    DGHT - Suchbegriff Verbot

    hamburg-gegen-exotenhaltung-und-fuer-bundesweites-wildtierverbot-in-zirkussen-vier-pfoten-begruesst

    private-exotenhalter-gefahr-fuer-allgemeinheit-aktion-tier-ev-und-animal-public-ev-fordern-ein-verbot-der-privaten-exotenhaltung/

    Peta - Menschen statt Fische

    zza-online - Exoten-Führerschein

    Hallo Corinna, hallo Reinhard,

    danke für die aufmunternden Worte :smiling_face:

    Mein Schnappi hat bis zu seinem plötzlichen Tod keinerlei Anzeichen für das nahe Ableben gezeigt. Er ist weder unruhig umhergeschwommen, noch waren sonst irgendwelche Anzeichen zu bemerken. Die letzte Fütterung lag bereits 4 Tage zurück und der Futterbrocken (Mini-Octopus aus blanchierten Frutti di Mare - ohne Gewürze oder Zusätze - das war seine Lieblingsspeise) war auch unkritisch.

    In der ersten Zeit habe ich Stinte verfüttern, die allerdings häufig mit Gefrierbrand versehen waren und nach dem Auftauen sehr hart waren. Im A. maculatus sah man dann nach dem Verschlingen deutliche Ausbeulungen von den sperrigen Stinten an der Körperoberfläche. Ich habe die Stinte dann immer im aufgetauten Zustand "gebrochen", d.h. die oft harten und mit spitzen Flossenstrahlen versehenen Fischchen mehrfach über den Zeigenfinger gerollt oder über einer Kante entschärft. Dadurch wurden die Fischkörper flexibler und der A. maculatus hatte viel weniger Mühe nach dem Schlucken. Die Stinte wurden vor dem Verfüttern mittels einer Spritze mit Vitaminen geimpft. Da ich Stinte generell nicht für sehr geeignet hielt, habe ich zusätzlich unbehandelte blanchierte Frutti di Mare verfüttert. Besonders die großen Garnelen und die Mini-Kraken wurden hier bevorzugt. Die letzten 2 Jahre habe ich statt der Stinte kleine Ährenfische (Atherina boyeri) verfüttert, die ich zufällig in einem türkischen Feinkostgeschäft entdeckt hatte. Zusätzlich habe ich ab und zu lebende Glasgarnelen angeboten. Vielfalt an Futtertieren war also geboten. Ich kenne auch einen ehemaligen Maculatus-Halter, der 2 Jahre lang bis zum Tod des Tieres ausschließlich einen Stint pro Woche verfüttert hat - das kann aber früher oder später zu Mangelerscheinungen führen.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Anne,

    in der Tat eine etwas beunruhigende Aneinanderreihung von Ereignissen. Das kann natürlich alles Zufall sein, zumal sich die Symptome bzw. Verletzungen bei jedem Fisch anders dargestellt haben. Der Blenny hatte auf jeden Fall eine massive Infektion bzw. einen massiven entzündlichen Prozess im Bauchraum bzw. am Darmausgang. Derartige Befunde, häufig verbunden mit Nekrosen und Erythrodermatosen, sind gar nicht so selten. Allerdings kann man nicht sicher sagen, warum der Blenny dieses Krankheitsbild entwickelt hat. Bei unseren einheimischen Teichfischen tauchen derartige Krankheitsbilder massenhaft nach der Winterruhe im Teich auf und sind hier Ausdruck einer allgemeinen Schwächung des Immunsystems nach der langen Winterpause. Diese Begründung ist für den Blenny natürlich auszuschließen. Die beiden Blasen neben der Afteröffnung zeugen bereits von einem stark gestörten Stoffwechsel und Flüsskeitshaushalt des Körpers. Die Leber ist statt einheitlich gelb mit kleineren Einblutungen versehen, was noch mehr für eine generalisierte Infektion/ Entzündung spricht. Das ganze ähnelt einer Aszites/ Bauchwassersucht.

    Die kleine blutende Wunde hinter den Bauchflossen kann evtl. von einem Mitbewohner stammen, da sterbende Tier sich nicht mehr ausreichend wehren können und evtl. von ansonsten friedlichen Restevertilgern bzw. Aasfressern durchaus noch lebend attackiert werden können. Eine Krabbe ist hier ein Kandidat für solche Verletzungen. Eine evtl. Vernesselung hat hier sicher keine Rolle gespielt. Die Kiemen sind zwar etwas blaß, aber für einen sterbenden / frischtoten Fisch nicht ungewöhnlich, zumal mit dem Befund.

    Fazit: Der Blenny hatte mir der inneren generalisierten Entzündung/ Infektion keine Überlebenschance. Gut, dass Du ihn sofort entfernt hast, bevor die Mitbewohner ihn verwerten konnten. Das hätte evtl. zu einer massiven Verteilung von fischpathogenen Bakterien im Becken geführt, für die gerade Seepferdchen extrem anfällig sind. Zu den anderen Fällen (kauderni, Seenadel) kann ich leider nichts zur möglichen Ursache beitragen. Saubere Sektion! Gute Bilder!

    Ich hoffe, es treten nicht noch mehr ungewöhnliche Ereignisse auf, sonst müsste man wirklich mal systematisch auf die Suche gehen???

    Viele Grüße,
    Torsten

    Zitat

    Habe in den letzten 2 Tagen die Röhren gewechselt

    Hallo Marcus,

    meinst du mit Röhren die Beleuchtung? Dann ist es für mich sehr wahrscheinlich, dass der Andre die richtige Lösung hatte. Von den gelben Docs ist es bekannt, dass sie bei Reflektionen an der Frontscheibe diese als vermeindlichen Konkurrenten massiv angehen. Ich hatte früher den Effekt immer nach dem Reinigen der Frontscheibe. Sobald ein geringer Film auf der Scheibe lag, war der Spuk vorbei. Nach der Reinigung wurde die Scheibe mit großer Wucht und Agressivität angegriffen. Ich konnte mich von außen auch nicht im Spiegelbild sehen, der gelbe Doc sich aber wohl schon ? Schließlich änderte ich den Winkel meiner Hängebeleuchtung und gut war es.

    Hier ist ein älterer Beitrag aus dem Forum, wo sich ein gelber Doc auch sehr merkwürdig verhalten hat (Spiegelbildeffekt). -> Link

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Franz-Josef,

    Refobacin bzw. andere Gentamycin-haltige Augentropfen kannst du hier einsetzen. Die Mittel sind verschreibungspflichtig und über den Tierarzt zu beziehen. Die Augentropfen enthalten fast immer ein Konservierungsmittel (z.B. Benzalkoniumchlorid), welches ebenfalls gegen bakterielle Infektionen wirkt. Die Tropfen werden vom umgebenden Wasser verdünnt und müssen je nach Zustand der Tiere mind. täglich nachdosiert werden.

    Viele Grüße,
    Torsten

    Hallo Thomas,

    so richtig gut kann man diesen Strich leider nicht erkennen - wahrscheinlich Du meinst die helle Stelle, die wie eine Licht-Reflexion aussieht ?

    Ich würde die Sache nur beobachten, wie sie sich entwickelt. Fische verletzen sich manchmal an der äußeren Hornhaut und dann gibt es manchmal kleine weiße Hornhautirritationen und es dauert ein paar Tage, bis das wieder repariert ist. Natürlich gibt es auch unschönere Varianten, wie z.B. Parasiten, die hinter der Hornhaut bzw. im Augapfel agieren, aber davon sehe ich momentan nichts. Also abwarten und beobachten.

    Gruß,
    Torsten

    Hallo Gerald,

    ein Stromschlag war es sicher nicht, denn dann würde auch die Atmung gelähmt und die Fische sterben. Hatte der defekte Heizstab längere Zeit Kontakt mit dem Salzwasser, d.h. ist Salzwasser in den Heizstab eingedrungen und wieder ins Becken gelaufen ? Hast Du einen FI-Schutzschalter ? Die akut aufgetretene sehr schnelle Atmung kann nur über Sauerstoffmangel bei zu hohenTemperaturen (siehe Ingrids Anmerkung) oder über eine Blockierung der Kiemen über Gifteinschwemmung (Schwermetalle, etc.) verursacht werden.
    Wenn jetzt wieder alles normal ist, würde ich, wie Ingrid vorgeschlagen hat, nochmal die genaue Wassertemperatur prüfen und ansonsten nur das Verhalten der Fische bzw. Bewohner beobachten.


    Gruß,
    Torsten