Beiträge von Torsten Sause

    Michael Kuhn:

    Zitat

    Sei froh, dass auf dem Ektozon die Inhaltsstoffe angegeben sind,
    Viele Hersteller machen das nicht, und man weiss nicht, was die Inhaltsstoffe sind. Und trotzdem werden solche Produkte gekauft und verwendet.

    Das ist leider häufig so. Viele Hersteller versprechen Mittel gegen alle möglichen Krankheiten und Erreger. Wenn man die Wirkungsweise mit einem naturwissenschaflichen Rational nachvollziehen möchte - Fehlanzeige - Rezeptur ist angeblich geheim - dabei wird seit vielen Jahren (Jahrzehnten) immer mit den selben (bewährten) Chemikalien hantiert. Hinsichtlich Verbraucherschutz und Anwendungssicherheit ist es schlicht eine Frechheit, die Inhaltsstoffen nicht zu deklarieren. Was für jedes Lebensmittel inzwischen vorgeschrieben ist, kann für diese Anwendung offensichtlich vom Gesetzgeber noch geduldet werden !

    Zitat

    Nutze nicht alle Medis durcheinander, sonst kann der Schuss ganz schnell nach hinten losgehen, und du plättest dein Becken. Auch deine Methoden, Ozon aus, Medis rein, Ozon wieder an, dann wieder aus, sind nicht von Vorteil. Nur mal so als Hinweis.

    Richtig. Verständlich ist das nur aus Unsicherheit und dem Gefühl, es verrint die Zeit mit einem vermeidlich unwirksamen Mittel. Dann kommt man oft in Versuchung, verschiedene Mittel und Inaktivierungsverfahren (UV, O3) zu kombinieren (...viel hilft viel..). Hier kann man großen Schaden anrichten bzw. kann sich die Wirkung der Einzelpräparate gegenseitig aufheben und die Fische nur unnötig belasten.

    Fischsuppe:

    Zitat

    ....mein Abschäumer hat mir nach der Ektozonzugabe auch ca. 100 Liter ins Wohnzimmer gepumpt....nach gerade erfolgter Renovierung! War echt heftig, habe fast 24 h neben dem Becken gesessen und den AS kontrolliert!

    Da hier aus dem Ektozon zusätzlich Sauerstoff freigesetzt wird, kann das zu zusätzlicher Schaumbildung und damit zum Überlaufen des Abschäumers führen...

    Gerd Guddat:

    Zitat

    Chemische Mittel wie Ektozon gehören "wenn" in ein Quarantänebecken
    aber "niemals" ins Hauptbecken !


    Ektozon ist sicher von den div. Mitteln noch eine der harmlosesten Chemikalienmischungen, wenn man die Rezeptur betrachtet. Fast alle Verbindung kommen auch im Meersalz vor und die -borate und -peroxide zerlegen sich relativ schnell in harmlose Verbindungen. Wenn alle Bewohner es mitmachen - why not ? Aber jedes Mittel muß neu bewertet werden hinsichtlich seiner "Schadwirkung".

    Gerd Guddat:

    Zitat

    Was man auch noch machen kann ist folgendes.
    Ein paar Tropfen von Tetra (Medica) MarinOopharm (Breitbandmedikament) auf aufgetautes Frostfutter geben,
    ziehen lassen. Am besten geht Krill, werden zwar Blau, aber egal. Dann verfüttern.

    Enthält iin 100ml: Chininhydrochloriddihydrat 0.5 gr., Benzyldodezyl-bis-ammoniumchlorid 0.2 gr., 9-Aminoacridinhydrochlorid 0.1 gr., Hexametylpararosailin 0.03 gr.

    9-Aminoacridinhydrochlorid: Zitat aus dem Material Safety Data Sheet: Oral, mouse: LD50 = 78 mg/kg;
    https://fscimage.fishersci.com/msds/35329.htm

    Hier haben wir einen Cocktail aus schwach toxischen Substanzen, die alle eine gewisse Wirkung gegen Bakterien und Protozoen besitzen. Ob man diese Stoffe unbedingt verfüttern sollte, muß jeder selber entscheiden. Es mag sehr gut wirksam gegen Fischparasiten sein, aber der Fisch bekommt zumindest Probleme mit seiner Leber und evtl. anderen inneren Organen. Fische können chronische Vergiftungen evtl. besser tolerieren als z.B. Säugetiere, aber ein LD50-Wert bei der Maus von 78 mg/kg Körpergewicht ist schon ziemlich toxisch. d. h. bei dieser Dosis sterben 50 % der damit gefütterten Mäuse. Wie gesagt, Fische vertragen u.U. mehr davon, bis es zu Langzeitschäden oder Todesfälle kommt, aber gesund ist das gerade nicht...


    Adrian Golumbovici :

    Zitat

    Naja... Als zwischen Info. Ich habe mit der Firma Hobby telefoniert und habe zu hören bekommen das Ektozon bei Oodinium gar nicht hilft, und das genau der Grund ist wieso sie Oodinium nicht auf die Parasitenlisten gegen welchen Ektozon wirkt aufgenommen haben. Jetzt weiss ich auch wieso es bei mir nicht geholfen hat... unglücklich

    Ektozon wirkt unspezifisch gegen div. Pilze und gegen Protozoen und kann daher evtl. auch Oodinium angreifen. Da es aber keine gesicherte systematische Wirkung gegen Oodinium besitzt, ist die Aussage der Firma o.k. - andere versprechen alles und dann wirkt es nicht - dann besser so !

    Vor jeder Behandlung sollte man eine Strategie festlegen:

    1. möglichst genaue Diagnose - dann überlegen - wie gehe ich vor ?
    2. alle unterstützenden Techniken wie UV und Ozon auch einsetzen und zwar permanent , um die Erreger abzureichern.
    3. Nur ein Mittel ins Wasser bzw. nach Herstellerangaben kombinieren. Nicht Farbstoffmittel mit sauerstoffabspaltenden Mitteln kombinieren. Wenn ich keine genaue Diagnose kenne, ein Breitspektrummittel einsetzen - auch wenn es nicht so wirksam ist. Mittel ohne Inhaltsangabe sind nicht seriös, dann muss es zumindest "nachweisbare Quellen" für eine erfolgreiche Anwendung geben.
    4. Die meisten Fischkrankheiten sind unmittelbare Folge von "schlechten" Haltungsbedingungen, daher alle Wasserwerte checken, ob hier nicht die Ursache zu finden ist.

    Grüße
    Salvelinus

    Hallo,

    ich hatte genau das gleiche Problem. Schöne Glasrosen inmitten meiner Krusten. Nach mehreren Fehlschlägen mit Natriumhydroxid habe ich dann 25%ige Salzsäure mit einer Insulinspritze und einer sehr langen Kanüle direkt eingespritzt. Die direkt im Umfeld gewachsenen Krusten, die vorher schon etwas verkümmert waren, sind zusammen mit der Glasrose verschwunden. Der freie Platz wurde aber nach wenigen Wochen wieder von den Krusten besiedelt. Seitdem töte ich die Biester nur noch mit 25%iger Salzsäure.

    Viele Grüße
    Salvelinus

    Hallo Monika,

    lt. Herstellerangaben enthält Ektozon folgende Inhaltsstoffe:

    100 g EKTOZON N
    ® enthalten: 580 mg Natriumperborat-Trihydrat
    58 mg Magnesiumperoxid
    Weitere Bestandteile: Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat :wink, Kaliumchlorid

    Da die "therpeutisch wirksamen Bestandteile" nur 638 mg auf 100 g ausmachen, besteht der gesamt Rest von über 99 g aus den aufgeführten "weiteren Bestandteilen". Darunter ist Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat [NaH2PO4 x 2 H2O]. Der mengenmässige Anteil ist leider nicht angegeben, aber damit bringt man das Phosphat ins Becken.

    Daher ist eine Behandlung wohl eher in einem korallenfreien Quarantänebecken angezeigt (ich weiß, das sagt sich leicht, wenn man im Hauptbecken das Problem hat und Fischfang im Riff "auch so einfach ist" :face_with_rolling_eyes:.

    Viele Grüße
    Salvelinus

    Hallo,

    Zitat

    auch die dichte ist mit 1,0024 ist io!


    Du meinst sicher 1,024 für den Dichtewert ? Die Lymphocystis tritt relativ häufig bei Brackwasserfischen auf, die ständig veränderten Umweltbedingungen (=variable Salzkonzentrationen=Stressfaktor) ausgesetzt sind. Diese Fische sind zwar an diese Umwelt angepaßt, aber das ist ein Hinweis, dass die Lymphocystis sich evtl. nur bei stressbedingter Schwächung des Organismus einnisten kann.

    Die Haltung im Quarantänebecken ist immer zu empfehlen, wenn man die Möglichkeit hat. Nur sollten dort optimale Haltungsbedingungen vorherrschen.

    Wenn das Tier sehr fit ist, kannst Du es auch noch mit folgender Methode probieren: Die betroffenen Stellen mit Ektozon behandeln, d.h., von dem Ektozon eine gesättigte Lösung herstellen (immer frisch, ein paar Milliliter) und dann mit einem Q-Tip die befallene Flossenregion kurz betupfen. Den Fisch dazu in eine flache Schale mit Aquariumwasser setzen, mit der Hand flach liegend hochnehmen und die Prozedur ausführen. Dabei unbedingt vermeiden, dass das konz. Ektozon in die Kiemen gelangt. Dazu wäre die Haltung im Quarantänebecken optimal, da man diese Behandlung täglich über mehrere Tage durchführen sollte. Bei Monodactylus (Silberflossenblatt) hatte ich damit Erfolg und die Lymphocystis heilte vollständig aus. Die Ektozon - Lösung ist nicht haltbar und muß jeden Tag frisch angesetzt werden.

    Viele Grüße
    Salvelinus

    Hallo Actros,

    ich würde ebenfalls auf Lymphocystis tippen, eine weltweit verbreitete Viruserkrankung der Fische (in der Nordsee sind z.B. zwischen 5-40% der gefangenen Plattfische befallen, je nach Region).

    Lymphocystis befällt die Haut der Fische und verändert die Schleimhautzellen. Sie vergrößern sich um das Hundertfache, so dass sie mit dem bloßen Auge deutlich als Erhebungen sichtbar sind. Die auf über einen Millimeter vergrößerten Zellen sehen wie an der Haut haftender Laich aus. Streicht man mit dem Finger über die betroffene Hautstelle, fühlt man die Erhebungen als harte Knötchen. Die Zellen vergrößern sich aufgrund der erzwungenen Virenproduktion. Schließlich platzen die Zellen und Millionen von neuen Viren ergießen sich in das Wasser. Sie treiben umher und können andere Fische befallen. Das tritt aber meistens nur bei schlechten Haltungsbedingungen auf. Meist tritt die Krankheit zuerst an den äußeren Bereichen der Flossen auf und geht dann auf den Körper über.

    Sie verschwindet häufig so schnell wie sie gekommen ist. So wie Joe es geschrieben hat, gibt es keine erfolgversprechende Therapie mit Medikamenten. Wenn es kleinflächig ist und an den Flossensäumen, kann man die betroffenen Teile mit einer Schere abschneiden. Die Flossenteile wachsen dann wieder nach. Bei dem vorliegenden Fall würde ich das aber nicht raten, dann ist die Schwanzflosse komplett weg. Zudem müßte man noch etwas Abstand zu dem befallenen Gewebe halten und darf nicht in die Knoten schneiden. Bleibt (leider) nur eine optimale Haltung und Fütterung und die Hoffnung, dass die Krankheit von selbst ausheilt.

    Gruß
    Salvelinus

    Hallo zusammen,

    vielleicht kann ich hier etwas weiterhelfen:

    Zitat

    Reinhard Seidl....Ich verstehe nur nicht warum Natrium und Magnesium, also Mineralien die wir im Meerwasser in großen Mengen haben, gegen Krankheiten helfen sollen?

    Interessant für die Wirkung auf Krankheiterreger ist in diesem Fall nicht die Verbindung mit Natrium oder Magnesium, sondern die chemischen Endungen der für Ektozon genannten Verbindungen. Das hat also überhaupt nichts mit den im Meersalz vorhandenen Natrium- oder Magnesiumsalzen zu tun (wie z.B. Natriumchlorid, Natriumcarbonat, Natriumsulfat, Magnesiumchlorid, usw.).

    Natriumperborat:
    Die meist gut wasserlöslichen Perborate werden als Bleichmittel (u. a. früher auch in Waschmitteln) und auch als Desinfektionsmittel eingesetzt.

    Magnesiumperoxid:
    Peroxide sind starke Oxidationsmittel und sehr instabil. Mit Wasser reagiert es zu Magnesiumhydroxid und Wasserstoffperoxid.

    Biologisch wirksam wird hier bei der Zersetzung der Stoffe der frei werdende Sauerstoff, sog. nasziernder Sauerstoff. Der wirkt als freies Radikal und stellt ein sehr starkes Oxydationsmittel dar. Die Zersetzung dieser Stoffe ist temperaturabhängig und die Wirkung hängt stark von den im Wasser sonst noch vorhandenen oxidierbaren Stoffen ab oder kurz gesagt vom Verschmutzungsgrad des Wassers und den in Filter und Bodengrund eingelagerten organischen Belastungen. Dasselbe Wirkungsprinzip ist auch bei der Ozonbehandlung zu finden. Hier wird ebenfalls naszierender Sauerstoff freigesetzt. Beim Ektozon kommt der Sauerstoff aus den zugesetzten Chemikalien.

    Viele Grüße
    Salvelinus

    Hallo,

    ich habe gerade von den div. Behandlungsversuchen gelesen.
    Malachitgrünoxalat ist ein giftiger Farbstoff (genauso wie Brillantgrün, mit dem es häufig kombiniert wird), der im Verdacht steht, krebserrend zu sein und ist deshalb für die Therapie von Speisefischen verboten. Im Zierfischgroßhandel gehört die prophylaktische Behandlung mit Malachitgrünoxalat 2-3 mal pro Woche zum Standard, um Ektoparasiten im Griff zu behalten. Der Farbstoff tötet die Schwärmer der Hautparasiten, solange sie frei im Wasser nach einem neuen Fischwirt suchen. Ebenso tötet er frei auf der Fischhaut parasitierende Formen, aber nicht Parasiten, die sich unter dier Haut einnisten. Das Verfüttern von Malachitgrünoxalat-getränkten Frostfutter führt zu Schäden an den inneren Organen und langfristig zur Verkürzung der Lebensdauer des damit gefütterten Fisches. Wie gesagt, es ist ein sehr giftiger Farbstoff. Selbst aus dem Farbstoff und Wasser angerührte Lösungen sind nur wenige Stunden haltar, dann zersetzt sich der Farbstoff und wird inaktiv. Im Großhandel wird oft FMC eingesetzt, eine Mischung aus Formalin, Malachitgrünoxalat und Methylenblau. Diese Mischiung ist länger haltbar, färbt aber stark. In kommerziell erhältlichen Lösungen ist deshalb häufig Malachtigrünoxalat mit Formalin kombiniert (=stechender Geruch) , um die Haltbarkeit zu gewährleisten.
    Malachitgrünoxalat wird durch Ozon, UV-Bestrahlung und Aktivkohle inaktivert bzw. entfernt. Es reichert sich in der Einrichtung des Beckens und im Bodengrund an und kann andere Organismen nachhaltig schädigen.

    Metronidazol ist wirksam gegen bestimmte Bakerien (Anaerobier) und gegen Protozoen und könnte einen Effekt gegen Hautparasiten haben.

    Bei starkem Befall ist die Behandlung im Quarantänebecken sicher die effektivste und muss über 2 Wochen fortgesetzt werden, um alle vorhandenen Vermehrungsformen zu erwischen.

    Gruß
    Salvelinus

    Ich habe beruflich mit der professionellen Wasseranalytik zu tun und muss leider den allgemeinen Eindruck bestätigen, dass viele Anwender hier häufig nur "Hausnummern" erhalten. Die colorimetrischen Testkits mit den div. Tropflösungen und Pülverchen haben daneben noch das Problem, dass die Küvetten und Reagenzgläser mit den aufgedruckten 2, 5 und 10 Milliliter-Marken häufig sehr ungenau sind. Der Einfluß der Störgrößen vom falschen Dosieren bis zum subjektiven Farbeindruck kann sehr groß sein. Wenn man einen Test immer vom selben Hersteller verwendet und einigermaßen geübt ist in der Durchführung, dann kommt man auf Genauigkeitsbereiche, die man grob in die Kategorien:

    nichts-wenig
    mittel
    viel-sehr viel

    einteilen kann. Damit kann man evtl. sein MW-Becken ausreichend steuern und bei Alternativen (z.B. pH-Messung) immer zur besten Methode greifen (pH-Meter statt Tropftest). Natürlich ist es oft auch teurer !

    Die Angabe von mg/ml mit z.T. drei Stellen hinter dem Komma täuscht häufig eine Genauigkeit vor, die einfach nur unseriös ist. Positiv hebt sich da nur der Merck Phosphat-Test (oder den ROWA/MERCK-Test) ab. Da erkennt man schon wesentliche Unterschiede zu den meisten anderen Test-Kits. Hier wird viel mehr Testwasser verwendet und eine Referenz auf die vorhandene Wasserfarbe gesetzt. Zudem ist die Ablesbarkeit der Farbtafel viel besser. Und hier haben wir nur einen grob quantitiven Test vor uns, der aber zumindest einfach in der Durchführung und relativ sicher in der Reproduzierbarkeit ist.

    Die angesprochenen Referenzlösungen sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, sofern sie nicht über ein Zertifikat verfügen, wobei die Referenzmenge mit einer laborüblichen Analytikmethode überprüft wurde.

    Manche Testkits sind zudem sehr kompliziert aufgebaut und enthalten dann noch sehr schlechte Anleitungen und setzen eigentlich ausgebildetes Laborpersonal voraus. Wenn dann noch mit handelsüblichen "Stuhlröhrchen" mit kleinen Schaufeln exakte Dosierungen von div. Chemilkalien durchgeführt werden sollen, hört für mich eine seriöse Analytik auf, die auch nur annähernd brauchbare Werte liefern soll.

    Leider hat die Stiftung Warentest das Thema noch nicht entdeckt. Es wäre mal ganz spannend, so manche in MW-Kreisen gehandelten Hersteller im Vergleich gegen eine professionelle Laboranalytik zu sehen und hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

    Gar nicht messen ist auch keine Alternative ! Wie heißt es so schön: Der Einäugige ist unter den Blinden König !

    Viele Grüße
    Salvelinus

    Stefan F.:

    Zitat

    Harald Mülder hat mal einen Test zur Keimzahl gemacht. Evtl. mal die Forensuche bemühen. Keimtests sind nicht so einfach, da sie bebrütet werden müssen und in der Regel nur für bestimmte Keime klappen etc.

    Hallo,


    das ist genau richtig. Die günstigen Keimzahlbestimmungstestsysteme, die es im Handel als "Schnelltest" gibt, decken nur einen Bruchteil der im Wasser vorkommenden Bakteriien ab. Zudem muss man aufpassen, nicht irgendwelche Hautkeime oder andere Kontaminationen auf den Agar zu bekommen und die Aussagekraft ist sehr begrenzt. Einen Brutschrank mit konstanter Temperatur dürfte auch nicht so einfach überall herumstehen. Also Geld lieber sparen.

    Zitat

    Bei DeBary 25E haben wir 7,9Watt effektive UVC Strahlung. Das alleine ist ca. 40% mehr UVC Leistung als bei DeBary 25E. Quartzglas haben beide Geräte. Laut JBL sollte man im Meerwasser zwischen 200 und 400L/h durchfluss für Entkeimung. Bei DeBary 2300L/h. Laut Berechnung von DeBary Seite ist bei diesem Durchfluss eine Verweilezeit von 2,4 Sek. erreicht. Bei JBL wären ca. 27Sek Kontaktzeit.

    Eine effektive Abreicherung der Keimzahl mit einem Durchfluß von 2300l/h halte ich für sehr sportlich. Eine Mindestkontaktzeit von 15-30 Sekunden sollte schon bei den relativ schwachen Röhren gewährleistet sein. Man sollte aber bedenken, dass nicht nur schädliche wie nützliche Bakterien geschädigt / abgetötet werden. Es wird auch Phyto- und Zoo-Plankton abgetötet. Zusätzlich werden Proteine denaturiert, was evtl. am Eiweißabschäumer bemerkbar ist ??? Ebenso werden Chelate oxidiert.

    Grüsse
    Torsten

    Hallo,

    ich arbeite seit über 20 Jahren mit UV-Eintkeimungsanlagen und habe viel Erfahrung z.B. im professionellen Aquakulturbetrieben gesammelt, wo die Bessatzdichte mit Fischen teilweise extrem hoch war. Dort wurden Anlagen für die Trinkwasseraufbereitung mit gigantischen Ausmassen verwendet.
    Für die Entkeimung von kleinvolumigen Salzlösungen (bis 100 Liter) setzte ich HW-UV-Brenner seit vielen Jahren im professionellen Laborbereich ein. Der Durchfluß wird dabei auf 50% der vom Hersteller angegebenen Werte reduziert. Ergebnis: die Lösungen sind immer steril !

    Dabei muss man wissen, dass die Fließgeschwindigkeit bzw. die Verweildauer der Flüssigkeit in der UV-Röhre entscheidend ist. Eine längere Röhre ist dabei wesentlich effektiver als z. B. zwei kleinere Röhren mit derselben Gesamtlänge. Daher im Zweifel lieber eine Nummer größer wählen. Wenn ich mir so manche Werbeaussagen und Meinungen zum Thema anschaue, dann muss ich häufig schmunzeln. Da ist die Rede von reinem Quarglas und das andere Hersteller Normalglas einsetzen. Ich will hier mal folgendes klarstellen: UVC-Strahlung geht nur durch Quarzglas und nicht durch Normalglas. Daher ist der "UV-Brenner", also die Röhre, immer aus Quarzglas und der Schutzmantel bei HW z.B. aus Normalglas, damit das für uns schädliche UV-Licht nicht nach aussen dringt. Ein zusätzlicher Schutzmantel über dem Brenner aus Quarzglas mag bei dem ein oder anderen Hersteller konstruktionsbedingt notwendig sein, er vermindert aber in jedem Fall die Effizienz, da Quarzglas zwar UV-durchlässig ist, aber jede zusätzliche Barriere immer auch das Licht weiter abschwächt und als "Filter" wirkt.

    Sehr wichtig ist auch ein anderer Aspekt der UV-Brenner. Jeder UV-Brenner verliert im Laufe seiner Betriebszeit an Leistung. Die Halbwertzeit liegt bei vielen Brennern bei ca. 6 Monaten Dauerbetrieb. Man darf das nicht mit der Angabe der Brenndauer verwechseln, also wie lange "lebt" die Röhre, bis sie nicht mher funktioniert.

    Am Anfang verliert der UV-Brenner relativ schnell an Output-Leistung und landet dann bei ca. 70-80%. Dieses Plateau hält er dann einige Wochen und Monate und dann geht die Leistung kontinuierlich auf ca. 50% nach 6-8 Monaten herunter. In der Aquakultur wurden dann die Röhren ausgetauscht, was natürlich eine Kostenfrage ist. Privat würde ich erst nach frühestens ca. 12 Monaten wechseln, da hier sowieso kein steriles Wasser erwartet wird.

    Die Brennerröhren sollten immer absolut frei von Belägen sein. Bei stark belasteten Wasser können sich manchmal unschöne Beläge auf den Röhren ablagern. Dann muss die Röhre gereinigt werden. Jeder Belag schwächt die Effizienz. Beim HW-Brenner sieht man das sehr gut, da er keine "black box" ist.

    Angaben über Entkeimungszahlen stellen nur ungefähre Richtwerte dar, da die Ausgangskeimzahl und das Keimspektrum entscheidend ist. Ein Wasser mit 10[h]3[/h] Keimen/ ml verhält sich völlig anders als eins mit 10[h]6[/h] Keimen/ ml oder mehr. Manche Bakterien haben Schutzmechnismen (z.B. Pigmente) gegen UV-Strahlung entwickelt und benötigen daher sehr intensive Strahlung über mehrere Minuten, die über einen Durchflussbrenner erst bei einem mehrfach wiederholten Durchlauf abgedeckt wird. Dagegen sind Algensporen und Fischparasiten aufgrund ihrer Größe sehr viel einfacher mit UVC zu vernichten.

    Gruß
    Torsten

    Hallo,

    mit dem Thema habe ich mich auch schon intensiv befasst:
    Für einen Elektro-Außenbordmotor für mein Angelboot habe ich zwei 100 Ah Gelbatterien im Bootshandel gekauft. Dieser Batterietyp zeichnet sich durch eine extrem geringen Selbstentladung aus (<2%/ Monat). Gelbatterien sind zwar im Vergleich zu Starter-Accus sehr viel teurer, aber dafür halten sie extrem lange die Spannung und sind dafür ausgelegt, gleichmässig über einen langen Zeitraum Strom abzugeben. Über einen Spannungswandeler 12V-220V habe ich eine selbstgebaute "USV", die mir viele Stunden Notstrom für meine div. Aquarien im Notfall liefert. Dabei beschränke ich mich auf die lebensnotwendigen "Geringverbraucher" wie Pumpen und Belüftung. Beleuchtung und Heizung müssen dann mal ausbleiben. Da ich einige Süßwasser-Becken in kühleren Räumen betreibe, habe ich mir für den Notfall aus Styrodur (krümelt nicht so wie Styropor) Isolierplatten für die Scheiben angefertigt, womit ich zumindest bis auf die Frontscheibe die Becken ringsherum so isolieren kann, dass die Temperatur erst nach 48 h merklich abfällt. Bei Abwesenheit oder bei Nacht kann man die Frontscheibe ebenfalls noch isolieren.

    Eine Gelbatterie mit mind. 80 Ah kostet ca. 250 €, dazu ein Ladegerät und einen Spannungswandler für nochmals ca. 200-250 €. Damit kann man dann schon eine Weile aushalten, sofern nur eine Strömungspumpe mit wenigen Watt und evtl. eine Belüftungspumpe damit betrieben werden. Zum Vergleich: Mein Bootsmotor hat einen Verbrauch von 96-240 Watt, je nach Fahrstufe, und damit kann ich mit einer 100 Ah-Batterie locker 8 Stunden permanent auf dem See herumfahren. Die Umwandlung von 12 V auf 220 V kostet sicher auch noch etwas an Leistung, aber es müsste für "normale" Stromausfälle von einigen Stunden reichen.

    Mittels einer Druckluftflasche oder Sauerstoff ein Becken zu versorgen mag ebenfalls funktionieren, aber die Dosierung und Berechnung der "Reserven" ist hier ungleich schwieriger. Zudem kann ich nur Gas einblasen und nichts von der teuer installierten Technik mehr nutzen. Bei der "USV" kann ich immer noch entscheiden, welchen Verbraucher ich an- oder abschalte, falls es eng wird. Ein Amperemeter zeigt mir die Reserven auch besser an, als eine Druckanzeige an der Flasche.

    Starter-Batterien für PKW sind ausgelegt und konstruiert für kurze, heftige Stromentnahme und sofortige Nachladung. Der Ladezustand einer Blei-Säure-Starterbatterie bewegt sich beim Betrieb im Auto zwischen 70 % und 90 %, und dafür ist sie konstruiert. Schon eine Entladung auf unter 50 % kann die negativen Folgen der Tiefentladung bewirken, das heisst dauerhafte Sulfatierung der Elektroden und somit Kapazitätsverlust, im schlimmsten Fall bis auf Null, die Batterie ist dann "tot". Blei-Säure-Batterien sind zudem längerfristig nicht geeignet für Wohnräume (Wasserstoffentgasung).

    Grüsse
    Torsten

    Hallo,

    ich wollte an dieser Stelle kurz berichten, wie die Geschichte weiter gegangen ist.

    Folgende Maßnahmen habe ich inzwischen durchgeführt:

    1. Das Absorbermaterial aus dem Eheimfilter entfernt.
    2. eine zweite Strömungspumpe installiert (Tunze Nanostream 6025)
    3. der Eheimfilter läuft jetzt leer mit und am Auslaß hat einen Hydor Flo bekommen, damit die Strömungsrichtung rotiert,
    4. Wasserwechsel 20% mit Red Sea Salt und Spurenelemente zugegeben
    5. Die größte Lederkoralle hatte sich an der Oberfläche regeneriert und die "alte Haut" abgestoßen. Hier und da hingen noch Fetzen, die ich vorsichtig mit der Hand entfertn habe (auch ein Hinweis auf zuwenig Strömung).

    Nach bereits 6 Stunden gingen alle Polypen der Lederkorallen wieder auf und bewegten sich in der wechselnden Strömung. Das haben sie vorher nicht gemacht, daher vermute ich, dass vorher eindeutig zu wenig Strömung im Becken war. Nach 24 Stunden hatten alle Lederkorallen ihre alte Pracht zurück.

    Nochmals danke für die Hilfestellung aus dem Forum.

    Hallo Robert,

    ich betreibe einen Sander Ozonisator 200 an meinem Gartenteich. Dabei sind alle Plastikteile (Y-Stücke, Ausströmerstutzen,usw.) nach wenigen Monaten so spröde geworden, dass sie bei der geringsten mechanischen Belastung brechen. Die PVC-Schläuche werden ebenfalls schnell hart und unflexibel. Das Y-Stück-Problem kann man evtl. mit Y- oder T-Stücken aus Metalll lösen, die es für die Aquaristik gibt oder aus Glas, die es im Laborhandel gibt (siehe link).

    http://www.modis-gmbh.eu/Schlaeuche-Zubehoer.html

    Gruß
    Torsten

    Hallo Markus

    ich habe ein Trapezbecken mit 225 Liter und ebenfalls eine TUNZE Nanostream 6045 im Einsatz. Daneben arbeitet noch ein TUNZE-Nano-Schnellfilter mit 600 Liter/h und ein Eheim-Außenfilter für Absorbermaterial, der z.Zt. aber leer mitläuft mit 440 Liter/h. Ich wollte damals eine Nanostream 6025 (2500 Liter/ h) einsetzen, aber mein Händler hat mir zur stärkeren 6045 geraten und das war auch gut so. Durch die Trapezform meines Beckens läuft die Strömung außen herum um den Riffaufbau und schafft so die unterschiedlichsten Strömungsverhältnisse. Jetzt nach dem fast fertiggestellten Riffaufbau könnte es sogar noch ein wenig mehr Strömung sein, so dass ich überlege, noch eine zweite Nano 6025 zeitweise als "Unruhestifter" über eine Schaltuhr mitlaufen zu lassen. Die inzwischen zahlreichen Weichkorallen und Aufbauten bremsen die Strömung in manchen Ecken doch sehr stark herunter.


    In dem Artikel (Link) wird final von einem Umwälzungsfaktor 15-20 gesprochen =230 Liter x 20 = 4600 Liter. Aber ich denke, es muss immer an die lokalen Verhältnisse und den Besatz angepaßt werden. Evtl. sind 2-3 schwächere Pumpen bei manchen Beckengeometrien besser. Aber mit einer 6045 als Basis macht man sicher nichts verkehrt.

    http://www.korallenriff.de/artikel/370_08…_Filterung.html

    Grüsse
    Torsten

    Zunächst einmal vielen Dank für die vielen Tipps =) und die freundliche Aufnahme im Forum :grinning_squinting_face:

    Ich werde die Absorbermaterialien erst einmal weglassen und die Entwicklung der Nitrat- und Phosphatwerte beobachten. Leider habe ich aus Platzgründen kein Technikbecken machen können, daher wollte ich den Eheimfilter als temporären Absorber- und Grobreinigungsfilter nutzen, ohne ihn als Biofilter meine Nitratwerte aufbessern zu lassen.

    Da ich es gewohnt bin, Wasserwerte teilweise im ppm-Bereich zu ermitteln und dafür hochpräzise Labormesstechnik zur Verfügung habe, haben mich die bereits aus der Süßwasseraquaristik gewohnten Farbtests nicht sehr begeistert.

    Leider hat man oft keine gute oder gar keine Referenz und merkt nicht einmal, wie schlecht einige Testkits wirklich sind. Beispiel pH-Wert mit Indikatortropftest:

    Hier wird der pH-Wert in 0,5 pH-Einheiten, also 7,5 -8,0 -8,5 dargestellt. Da liegen pH-Welten dazwischen. Ich habe neulich im Tropftest an der Indikatorfarbe pH 7,5 - 8,0 abgelesen (genauer ging es nicht) und hätte evtl. mit pH-erhöhenden Mitteln intervenieren müssen. Mein sehr präzises pH-Meter mit 3-Punkt-Kalibrierung hat einen pH von 8,17 angezeigt, also kein Eingriff in die Wasserchemie nötig. Es kann dann leicht zu falschen Reaktionen kommen, wenn man "Hausnummern" ermittelt. Ich werde mir von Salifert oder anderen in den MW-Foren empfohlenen Herstellern noch die wichtigsten Parameter nachkaufen, da ich nicht jede Probe im Labor weit ab vom Aquarium aufwändig messen kann.

    Die zwei gelben Hawai-Docs sind die Empfehlung meines Händlers zur Algenprophylaxe gewesen. Ein Algen-Bleni wäre wahrscheinlich besser gewesen. Und da die Docs einzeln zu unverträglichen Einzelgängern mutieren, sollten es dann auch gleich zwei sein. Mir ist klar, dass die beiden mit 5 und 7 cm noch weiter wachsen und das Becken dann irgendwann limitierend wird. MW-Becken Nr. 2 ist virtuell auch schon in Planung, sollte sich MW-Becken Nr. 1 weiter so gut entwickeln. Das soll dann auch 500-800 Liter umfassen und wäre sicher das passende Gefäß für die zwei Doktoren. Es hat mich sehr erstaunt, dass die beiden so gut miteinander auskommen. Die ersten zwei Tage hat der große Doc den kleineren ständig herumgeschubst und ihm die Flossenränder abgebissen. Inzwischen sind die Flossen vollständig regeneriert und die schwimmen einträchtig nebeneinander. Ich füttere sie zu 80% mit Algen und Pflanzentabs bzw.- Flocken. Beim Händler haben sie nur Frost-Artemia bekommen.

    Beim Pflanzenfutter gibt es leider viele Mogelpackungen. Bei den meisten Tabs und Flocken steht unter Zusammensetzung zuerst einmal so etwas wie tierische Produkte, Krill, Fischmehl und dann ganz weit hinten stehen Algen und Getreide. Da die Aufzählungsreihenfolge nach der eingesetzten Menge erfolgen muss, hat so eine grüne Flocke/Tab mit Pflanzennahrung dann herzlich wenig zu tun.

    Grüsse
    Torsten

    Hallo,

    zunächst möchte ich mich mal vorstellen. :wink Ich heiße Torsten, bin 46 Jahre alt und habe seit ca. 30 Jahren Aquaristik-Erfahrung (nur Süß- und Brackwasser). Beruflich bin ich u.a. mit der Erzeugung und Prüfung von Reinst-Wasser für die Pharmazie beschäftigt und kann daher mit der Wasserchemie und ihren Parametern gut umgehen. Seit Oktober 2007 habe ich ein 225 Liter-Becken als MW-Becken eingerichtet und nach dem Einsatz der lebenden Steinen und dem Abklingen des Fadenalgenwachstums jetzt damit begonnen, erste Bewohner ins Aquarium zu setzen.

    Hier die Daten:

    Filterung:

    Abschäumer Aqua Medic Mini
    Schnellfilter TUNZE Nano Filter
    Eheim 2213 als Langsamfilter für Absorbermaterial, bestückt mit Phosphatabsorber von JBL auf Eisenbasis, Nitratfilter NITREX und Hobby Zeolith
    TUNZE Strömungspumpe Turbelle Nanostream 6045 mit 4500 l/ h

    Licht: ATI-Leuchte mit 4 x 24 Watt ATI T5-Röhren 2 x Vollspektrum, 2 x blau
    1 HQI 150 Watt

    T = 26°C
    pH = 8,2
    Dichte = 1.023
    KH = 8
    NO2= negativ
    NO3= negativ
    PO4= negativ
    Cu = negativ
    Ca = 440 mg/l
    Mg = nicht bekannt

    Besetzt ist das Aquarium mit 2 gelben Hawai-Doktorfischen, 4 Putzergarnelen (Lysmatia), 6 Algenschnecken, 2 roten Einsiedlerkrebsen und einigen Caulerpaalgen.

    Seit zwei Wochen habe ich 3 Lederkorallen (Pilzkorallen) eingesetzt, dazu noch eine Scheibenanemone und eine Röhrenkoralle (Stolonifera).

    Probleme machen jetzt die Lederkorallen. Sie haben tweilweise bis zu 2/3 ihres Volumens verloren und haben ihre Farbe verändert (von braun zu creme bis violett-grün). Die Polypen kommen regelmässig über die ganze Fläche heraus, manchmal auch nur teilweise. Ich habe zwar gelesen, dass diese Korallen nach dem Einsetzen etwas Zeit benötigen, um sich anzupassen und dabei keine glückliche Figur machen, aber ich mache mir doch Sorgen, dass ich mit dem Absorbermaterial zuwenig Nährstoffe im Wasser habe. Ganz am Anfang (November) hatte ich 50 mg NO3 und 10 mg (!) PO4. Das war natürlich extrem zu viel. Die Fadenalgen hatten einen häßlichen Teppich über das Becken ausgebreitet. Dann habe ich die Absorbermaterialien in den Eheim-Filter gesetzt und ab da ging es tagtäglich aufwärts. Zwischenzeitlich als ein leichter Gelbstich auftrat, habe ich eine Woche noch über Aktivkohle gefiltert (im Schnellfilter). Die Kohle habe ich seit einer Woche wieder entfernt. Die grünen Fadenalgen sind inzwischen verschwunden, und die roten Kalkalgen kamen wieder hervor. Den Fischen und Garnelen geht es sehr gut. Die Wasserwerte normalisierten sich, bis ich NO3 + PO4 mit den Tropftests nicht mehr nachweisen konnte. Der PO4-Test ist von JBL, NO3 von TETRA - ich werden mir aber noch den Merck-Test besorgen, damit die Abstufungen besser erkennbar sind.

    Die Lederkorallen stehen in der Strömung und neigen sich abends manchmal schlaff zur Seite, richten sich dann tagsüber aber wieder auf und die Polypen kommen heraus. Können Sie bei den Werten "verhungern" ?


    Grüsse
    Torsten