Hallo Dole,
vielleicht hilft es Dir, wenn ich Dir meine Erfahrungen schildere - bei mir war es damals exakt genau so - und - ach du liebe Zeit - was habe ich mir hier im Forum das Maul verbrannt bzgl. Riffkeramik. Es ist ein offensichtlich sehr sensibles Thema - was mir ehrlich gesagt seit dem ein wenig die Lust an diesem Board verdorben hat (hat allerdings zusätzlich auch zeitliche Gründe)...
Ich hatte exakt dasselbe: Phosphat und Nitrat nicht nachweisbar. Salifert Test´s. Ich habe den Weg bzgl. Nitratanhebung gewählt. Ich habe einfach reichlich gefüttert und ab und an den Abschäumer mal ausgemacht (so für 4-5 Stunden am Abend). Dabei habe ich Nitrat (und die anderen Werte) ständig überwacht. Dazu habe ich die Hauptbeleuchtung von 10 Stunden auf 8,5 Stunden reduziert. Blau brannte länger (ich glaube 12 Stunden zu der Zeit). Auch bei mir war Magnesium immer extrem hoch - bei 1500 etc. - knapp unter "Ausfällung" also - hat mich und die "Bewohner" aber nie wirklich gestört. Calcium war dagegen immer ok um die 420; is ja aber auch vom Besatz abhängig...
Ich habe keinerlei Wasserwechsel durchgeführt - keine Spurenelemente o.ä. zugegeben (nur ein wenig Jod über Lugolsche Lösung). Und auch ansonsten - konsequent Finger raus und dem System Zeit geben. Wenn die Beläge zu arg wurden, habe ich sie mit einer Zahnbürste "abgehoben" - geht ja fast wie bei nem "Teppich" wenn nicht zuviel Wasserbewegung da ist
...
Bei mir hat es so funktioniert - Standzeit des Beckens war etwa 10 - 11 Monate, als es vorüber war. Jetzt bin ich bei etwa 14 Monaten - und mal so nebenbei: letzte Woche war Mg mit 1350 das erste Mal sowas wie "normal"
... Habe allerdings vor etwa 1 Monat auch einen 5% Wasserwechsel gemacht und mir extra das magnesiumarme Red Sea Salz dafür besorgt.
Allerdings würde ich die Richtlinie "Nitrat 5" ausgeben wollen - gilt aber vermutlich wieder nur für mein Becken
... Wenn der Nitrat an die 10 geht, hatte ich punktuell wieder kleine "Inseln" - aber nichts dramatisches oder gar "plagen-ähnliches". Phosphat war und ist bei alledem nach wie vor nicht nachweisbar (mein Händler pflegt an dieser Stelle immer zu sagen "sei froh" - und das bin ich :]).
Ich denke auch, Geduld ist das beste Rezept. Ich hatte mir AntiRed besorgt und das in den Schrank gestellt - und da steht es noch. Allerdings wurde auch mir damals unterstellt, alles komplett falsch gemacht zu haben und chemisch experimentiert zu haben und und... Ich habe allerdings nie etwas dergleichen getan.
Und genau das solltet ihr mal überdenken, Leute. Es kann genau so wenig sein, dass die eine Seite alles richtig macht, wie umgekehrt. Immer gleich zu behaupten, Leute die Probleme haben "experimentieren chemisch" (meine freie Interpretation) grenzt an eine Unverschämtheit. Ich denke auch, dass das Zeug (RK) nicht gerade billig ist und ich überlege mir gerade, wie unsere Kunden im Elektrobereich wohl reagieren würden, wenn sie uns kontaktieren und mit einem Produkt nicht zufrieden sind (warum auch immer) - und ich ohne es wirklich belegen zu können behaupte "Sie haben von vornherein alles falsch gemacht und was Sie mir erzählen kann ja gar nicht stimmen und glaube ich Ihnen nicht". Soviel zum Thema "wie wir wohl alle arbeiten"...
Ich habe seinerzeit jedenfalls keine wirkliche Unterstützung bekommen seitens des Herstellers der RK - obgleich ich um persönliche Kontaktaufnahme gebeten hatte - aber damit, dass der Threat hier seinerzeit beendet wurde, war er es zufrieden. Schade eigentlich. Ich habe noch nicht wirklich gesucht - aber eigentlich war damals auch ein (glaube sogar bebilderter) Threat in Aussicht gestellt worden, wo die Qualitätskriterien und -Kontrolle vorgestellt werden sollt - vielleicht müßtest Du Dich dann nicht laufend wiederholen
@Thorsten - mich würde es nach wie vor interessieren. Und ich beneide Dich um die Gabe, die Homogenität von (bei Dir auch noch Natur-) Werkstoffen im tonnenmaßstab beurteilen zu können - dies Vermag ich selbst bei grammschweren Metall- oder Kunststoffteilen nicht 
Mein Fazit: Riffkeramik funktioniert gewöhnlich. Früher oder später. Der Zeitfaktor ist von diversesten Randbedingungen abhängig - die sind nicht pauschalisierbar. Und einer ist bestimmt auch in der Zusammensetzung begründet und in Schwankungen dieser - aber das ist nur meine persönliche subjektive Meinung. Wichtig ist unbedingte Geduld. Becken machen lassen - wie ich immer sage. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass das auch mal locker ein Jahr sein kann und Sloagens wie "sieht in KÜRZESTER Zeit aus, wie natürliches Gestein", sollte man halt einfach überlesen.
OK - so war´s bei mir. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende (morgen is ja schon Freitag) und Thorsten ein paar schöne Urlaubstage.
Grüße aus N
Stefan