Beiträge von Sensay

    Hi,

    Schutzbrille reicht leider nicht, da es vor allem das eingeatmete Aerosol betrifft. Bei Hochdruckreinigern ensteht ja reichlich feinster Nebel, damit hat Michael Mrutzek und seine Mannschaft schonmal unangenehme Erfahrungen gemacht und sind teilweise im Krankenhaus gelandet.

    Deshalb vorher gut abchecken was es ist, es handelt sich ja hier nicht nur um einen kleinen Stein oder so, sondern mal eben um ne halbe Tonne Gestein!

    Ich habe ja gestern bereits die Kohlenstoffdosierung auf fast 0 runtergefahren, und schon kann ich heute eine Spur Nitrat nachweisen (gerade eben gemessen), wohl wegen der starken Ammoniumchloriddosierung. Den Rest erledige ich dann ggf. mit Calziumnitrat, die benötigten Zugabemengen sollten nun ja nicht mehr so groß sein.

    Hi,

    ich werde (wie ganz früher) mal mein Glück mit Calziumnitrat versucehn, wegen der einleuchtenden Problematik mit dem Ammoiniumchlorid + DSB.

    Dazu kein Kohlenstoff mehr. Wenn mir die Kosten zu hoch werden, werde ich mal Harnstoff versuchen.

    Joe, gibst du es auch zu? Hast ja selbst auch kaum Fische in deiner Anlage. Wenn ja, wie dosierst du es? Gibt es da ein "Rezept" für eine Lösung?

    Hi Thomas,

    erstmal vieln Dank für deine sehr ausführliche Antwort. Ich gehe das mal Punktweise durch:

    1. Gabe passiert schon über tden Tag verteilt über die TECIII.
    2. Ich kenne aus dem RAF einige DSB´s, die ohne nachweisbaren Nitrat fahren. Bei mir fing es an, dass sich das Gewebe aufhellte und Wchstum weniger wurde, ausserdem schlechteres Polypenbild. Typische Anzeichen einer Stickstofflimitierung eben. Hier muss ich also handeln. Aminosäuren gebe ich schon täglich zu, im Moment Aminoacid von Korallen-zucht.
    3. Teufel mich geritten :winking_face: : Es ist bekannt, dass DSB´s sehr stark auf Kohlenstoffzugeben reagieren. Dennoch geben viele diese zu - Ziel war es, den PO4-Gehalt natürlich durch abgeschäumte Bakterienmasse zu reduzieren, wie bei Vodka. Die damit verbundene Stickstoffkonkurrenz wollte ich durch die Gabe von Ammoniumchlorid ausgleichen. Nur die starke Belastung der Kette, das ist es, was auch mir bei dem Mengen Sorgen macht. Ich werde die schon stark runtergefahrene Kohlenstoffgabe weglassen und Calziumnitrat zuführen, da gebe ich dir schon Recht.
    4. Stimmt, leuchtet ein, deshalb beim DSB lieber Calziumnitrat.
    5. Wie gesagt, Aminosäuren werden bereits seit längerem gegeben. Hat aber nicht ausgereicht, wohl wegen der Kohlenstoffdosierung.

    Wasserkreislauf ist 1350 Liter (3 Becken). Das DSB ist im Ablegerbecken, 160x50x50, ca. 10-12cm hoch. Sand ist CaribSea BahamasOolite (extrem feiner LiveSand) + Deckschicht aus frischem Importsand von CaribSea, etwa gleiche Körnung.

    Hi,

    ich habe ja vor einiger Zeit auf ein DSB umgerüstet. Nun habe ich das "Problem", dass dermaßen viel Nitrat abgebaut wird, dass ich den Wert künstlich anheben muss. Dies habe ich in der Vergangenheit schonmal erfolgreich mit Ammoniumchloridlösung gemacht, also versuchte ich dies auch diesmal. Leider bisher ohne Erfolg, da Nitrat immer nur relativ kurz nachweisbar ist und schon nach wenigen Stunden wieder verflogen ist. Langsam sind mir die Zugabemengen unheimlich.

    Ich habe mitlerweile eine doppelt konzentrierte Lösung nach Jörg Kokott´s Rezept (also 26,8g auf 500ml Osmose), davon gebe ich mitlerweile 40ml auf 1350 Liter Wasser täglich - das entspräche dem 6 fachen der von Jörg empfohlenen Startdosis von 1ml/100l. Nitrit und Ammonium sind übrigens nie nachweisbar gewesen. Bakteriennahrung (Kohlenstoffquelle) habe ich jedenfalls fast komplett runtergefahren, um den Abbau nicht noch mehr vorannzutreiben.

    Was für Erfahrungen habt ihr gemacht (gute und schlechte)? Ist jemand auf ähnlich hohe Dosen gekommen oder noch höher?

    Hi,

    schön das es geklappt hat. Was das Thema Sauerstoff und Bakterien angeht: Michael Mrutzek hälter mitlerweile sein LS in einer Bespränkelungsanlage. Einige Steine darin bekommen gar nichts ab und sind nur noch durch die Luftdeuchtigkeit naß, kommen also permanent an die Luft. Der Qualität der Steine schadet es aber nicht.

    Hi,

    frage an die Chemiker: Ist es möglich, das Aktivkohle auch Wodka / Ethanol adsorbiert? Ein Bekannter hat einen sehr geringen Effekt mit der Wodkadosierung. Er betriebt seinen Kohlefilter sehr nahe an der Einlasstelle für das Wodka, so dass mir der Gedanke kam. Ist es also möglich?

    Hi Sven,

    ich kenne das Problem, die Dinger sind selten auf Dauer dicht, manche sind es schon am Anfang nicht. Eine Alternative wären die Hähne von AquaMedic. Die lassen sich zwar nur schwer drehen, aber sind 100%ig dicht.

    Zitat

    Original von peter pigl
    Übrigens - bei einem Raubtier den Beutetrieb durch Überfütterung zu unterdrücken wird nicht zuverlässig funktionieren weil Beutegreifen und Sättigung keineswegs immer miteinander zu tun haben und es auch eine ausgesprochen ungesunde Art ist solche Tiere zu halten.

    Frohe Weihnachten!
    Peter

    :thup :thup

    Besser hätte mans nicht sagen können. Sowas sollte man sich überlegen, bevor man sich ein Raubtier anschafft. Meine Gymnothorax fimbriatus lebt auch in Einzelhaft, die hat letztens locker eine 15cm Goldorfe verspeist, also auch mit größeren Fische ist man nicht sicher vor Verlusten.

    Zitat

    Original von Meiohmei
    Ich sags mal so: beides ist bewährt, aber mit Ozon kann man auch was kaputt machen, UV ist sicherer zu handhaben.

    Olli

    Hi,

    bei geringer Dosierung geht bei Ozon nichts kaputt, beides ist relativ schlecht miteinander vergleichbar. Ich finde Joe und Feridun habens am treffendsten formuliert, das Optimum wären wohl beide Systeme zusammen.

    Hi Uwe,

    das hab ich im Paludarium gemacht, da die Wasserschildkröten auch buddeln wie nix gutes. Das Becken ist ein 180x70, dementsprechend groß ist die Bodenfläche. Silikon so flächig verteilt dämpft dermaßen viel Essigsäure aus, dass man in Etappen arbeiten muss: Es beisst in der Nase, die Augen brennen und tränen und auch die Atemwege schmerzen, bis es nicht mehr auszuhalten ist. Man hängt ja mit dem Kopf im Becken. Kann nicht gesund sein :grinning_squinting_face:

    Hi Stefan,

    sie sind nur subjektiv fürs menschliche Auge dunkler. Sie emittieren nicht weniger Licht, nur im anderen Spektrum. Da vor allem der Blaubereich fürs Wachstum der Korallen wichtig ist, sind für uns dunkler erscheinende Röhren nicht gleichzeitig schlechter für die Tiere.

    Bryopsis.

    Genau das dachte ich mir, und hauptsächlich um die geht es mir dabei.

    Es wird auch von den meisten Leuten - das Thema wird auch schon im RAF diskutiert - bezweifelt, dass Baks im Inneren das Einfrieren über Nacht überleben. Kurz in Sticksoff tauchen erscheint mir auch am besten, nur wie praktisch machen?

    1. sehr Gefährlich
    2. wie an Flüssigsticksoff rankommen
    2. wie genau durchführen?

    Eine alternative Wäre einfrienen für kürzere Zeit, mit dem Risiko, nicht alles zu erwischen. Hmm.

    Hi,

    die quadricolors gibt es doch in unterschiedlichsten Varianten. Ich habe auch die dunkelrote und die hat sich auch schon x-mal geteilt. In allen mir bekannten Becken ist sie bis auf minimale Unterschiede auch dunkelrot geblieben.

    Hatte zuerst eine braune quadricolor, die damals aber leider einer Stream zum Opfer gefallen ist.

    Hi Armin,

    was meinst du mit richtig betrieben? Richtig ist für mich:

    PH 6 - 6,3 im Auslauf, damit im Reaktor genug gelöst wird. Die Durchflussmenge regelt man dann je nach Verbrauch im Becken.

    Was soll man also noch falsch machen können und in wie weit ist die Nachbereitungsstufe davon abhängig?

    Da von den "Normalusern" anscheinend keiner was dazu sagen kann ...

    Armin wo bist du :grinning_squinting_face:

    Hab übrigens was gefunden:

    http://www.lars-sebralla.de/index2.html

    Demnach ist es ja eher kontraproduktiv, das Auslaufwasser einfach über das Substrat zu leiten. Meine Verschlammungstheorie dürfte damit auch bestätigt sein. Deshalb leitet Grotech in die Kammer immer frisches Wasser mit zu, um eine Verdünnung zu erreichen

    Nur wie sind denn die Erfahrungen der Leute mit so einer Säule? Mich würden die Werte am Auslaufwasser des Kalkis und die des Wasser aus der Säule interessieren.

    Hi,

    ich werde demnächst meine Anlage erweitern. Es wird auch ein 2. Kalkreaktor fällig, um den CA/KH-Bedarf überhaupt noch zu decken. Ich verwende momentan eine Gasreduktionskammer (GRK-1) von Grotech, um den PH-Wert des Auslaufwasser wieder halbwegs wieder auf Beckenniveau zu bringen, was sie derzeit schon nicht ganz schafft. Mit einem 2. Kalki wäre sie dann gänzlich überfordert.

    Nun gibt es ja Leute mit großen, selbstgebastelten Säulen, geüllt mit Korallenbruch, um alles restliche CO2 zu eliminieren. ISt das überhaupt sinnvoll? Wenn der PH-Wert wieder dem Ursprung entspricht, fallen dann nciht viele der gelösten Mineralien wieder aus? Folge wäre wenig Effizienz Kalkreaktoren und auf Dauer eine durch Kalkbrei verschlammende Säule.

    Was sagen die Chemiker dazu? Und wie sind Eure Erfahrungen mit solchen Säulen?

    Ja, die Riga hat sehr enge Reflektoren und fokusiert sehr stark, was sich bei mir eher als Nachteil auswirkte. Eine gute Ausleuchtung kann man so kaum hinbekommen, es sei denn, man hängt sie entsprechend hoch. Nur dann hat man wieder Verlust. Deshalb würde ich eine Riga niemals kürzer als das Becken machen, wegen der Randbereiche. Ist der Grund gewesen, weshalb ich meine verkauft habe.

    Hi zusammen,

    @Paulchen: es wird ein Zuchtbecken, kein Ablegerbecken, d.h. es kommen neue Arten als Mutterstöcke rein, aus denen dann mal Ableger entstehen. Da das Becken in der Diele aufgestellt wird, soll es auch optisch gut aussehen. Also kein nackter Glaskasten im Keller so. Daher auch Riffpfeiler, an denen die Mutterstöcke wachsen sollen.

    Das ist auch das Problem mit dem Frosten, denn die Steine werden überwiegend zu Pfeilern verbaut und können somit schlecht hinterher nochmal eben gefrostet werden. Also einmal, dann muss alles sitzen. Ich denke, über Nacht solle ok sein.

    Schmieralgen sind übrigens nicht das Problem, vielmer Bryopsis, Fadenalgen, Glasrosen, Manjanos, Krustenanemonen und ein paar weitere, teils nicht identifizierte Algenarten. Sie stammen wie gesagt aus einem Testbecken, welches in der Hinsicht nicht gepflegt wurde, da dies hier unwichtig war. Die größten Bedenken habe ich wegen der Bryopsis, die ja sonst so gut wie alles überleben.

    Hallo Thomas,

    wurde ja schon alles gesagt, was allerdings interessant wäre, wenn man eben nicht mehr Äpfel mit Birnen vergleicht. Also beispielsweise alle Lampen mit 2x250W + 4x54W T5 oder rein T5 6x54W - alles natürlich mit identischen Leuchtmitteln. Die Ergebnisse der könnte man gerde im T5-Bereich durch die ansonsten identische Bauweise gut auf die anderen Wattagen übertragen, so dass man nicht jede Variante durchmessen müsste.

    Frank: Nur welchen Sinn macht eine solche Ausrichtung? Erklären würde es das allerdings. Einziger Vorteil wäre evtl. eine gleichmäßigere Lichtfarbe bei Verwendung von weissen Brenner und blauen Röhren.

    Hab die Preise der Firma noch gar nicht gesehen, aber wenn die gegenüber Giesemann ein SChnäppchen sein sollen :winking_face_with_tongue: Giesemann ist preislich nun auch schon die High-End-Klasse.

    Hi Thorsten,

    danke für den Tip! Um die dann toten Sachen zu entfernen, könnte man da Bedenkenlos Wasserstoffperoxyd verwenden? Klar, die Oberflächenbackterien sind dann tot, aber die kommen schnell wieder. Wichtig sind ja vor allem die inneren, anaeroben Stämme. Die Frage ist, ob die ein solches Bad überleben würden. Allzuschnell dürfte da ja nichts hingelangen, sonst wäre der Bereich ja nicht anaerob.

    Zitat

    Original von Steffen Schwarz
    Bei der Verklebung ist die Stoßverklebung wohl inzwischen Standard.

    Hi Steffen,

    meine Becken sind bis auf eines alle Wulstverklebt. Ich habe mich erst vor kurzem wieder umgehört, es gibt viele die auf Wulstverklebung schwören.

    Was Optik und Stabilität angeht, das sehe ich so wie Matthias.

    Hi,

    habe hier einiges an Lebendgestein aus einem Testbecken, die mitlerweile voll von einigen Algen (aus Bryopsis) und mit reichlich Glasrosen, Manjanos und sonstigem Zeugs bewachsen sind. Diese Steine würde ich gerne für mein neues Korallenzuchtbecken verwenden.

    Ursprunglich wollte ich nur Riffkeramik verbauen, eben wegen der ganzen Schädlinge, die man sich leicht mit Lebendgestein einschleppt. Das Becken sollte nunmal pflegeleicht sein und nicht zig Tiere brauchen, nur um für alle Plagen gewappnet zu sein.

    Nun wäre es doch schade um das ganze Gestein, da kam mir der Gedanke, es evtl. abzukochen, um alles darauf abzutöten. Klar habe ich danach nur noch totes Riffgestein, aber immer noch besser, als es wegzuschmeissen. Im TB ist auch kein Platz mehr dafür.

    Hat jemand sowas schonmal gemacht? Evtl. hinterher noch mit Wasserstoffperoxyd reinigen, damit nicht zu viel organisches dran bleibt was dann hinterher weggammelt?

    Die Belastung ist ein interessanter Gesichtspunkt, darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht. Was mich an einer Wavebox stört, ist der doch ziemlich nervige Geräuschpegel. Bin gespannt auf die RD-Lösung.

    Hi,

    jo, wäre ja nicht der erste Laden der dich macht, ich höre immer wieder von Leuten die sagen: Bei uns gabs mal ein Meerwasserladen, aber ...

    Gerade online-shops schiessen ja wie Pilze aus der Erde (und verschwinden oft auch bald wieder).