Beiträge von Der_Stevie

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    Original von VISREF
    ich habe mir so eine angeschafft. Die Komponenten sind . Eine 75AH Solarbatterie, 1 Sinuswechselrichter für 150 Watt. Eine Ladegerät und einen Umschalter.


    Hört sich gut an. Genaue Daten und Typen wären noch interessant. Die Lösung scheint mir stark der Variante "Autobatterie+Inverter" zu ähneln.

    Gruß
    Stefan

    Ich habe von Tunze inzwischen folgende Infos bekommen:

    - die 6055 ist mit dem SC kompatibel. Nach den kleinen Nanos hatte ich nicht gefragt.
    - die 6100 ist nicht kompatibel.
    - von den neueren, großen Streams sind die 6105, 6205 und 6305 kompatibel.
    - man braucht einen SC pro Pumpe
    - eine 6055 kann man auf 100% mit etwa 0,6A rechnen. Mit einer voll geladenen 100Ah Autobatterie ergibt sich damit eine theoretische Überbrückungszeit von ca. 150 Stunden.

    Ich werde also erst mal meine beiden 6055er mit je einem SC ausstatten. Selbst, wenn sich dadurch nur 50 Stunden ergeben sollten, wäre das dicke genug. Die Frage ist nur, ob die beiden kleinen 6055er mein 1050l Becken wirklich vor de Kollaps retten würden...

    Gruß
    Stefan

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    Original von Harold Weiss
    Ja, vielleicht kann sich der/die eine oder andere doch entschließen, ein biologisch funktionierendes und nicht nur von technikstrotzenden Apparaturen abhängiges Aquarium zu pflegen. Und ja - da sind dann etwas weniger Tiere drin, da wuselt es nicht so herum, wenn man hineinschaut etc. etc. ... Aber einem solchen Aquarium machen einige Stunden (oder sogar ein Tag) ohne Strom nichts aus.

    Schade, dass von dieser Alternative hier bis jetzt nicht die Rede war.


    Franks Aqaurium gehörte in diese Kategorie und hat trotzdem nur ein paar Stunden überlebt.

    Gruß
    Stefan

    Christian, so sehe ich das auch. Was macht man denn, wenn man per SMS, Kamera oder was auch immer über einen Stromausfall informiert wurde? Man fährt nach Hause. Und dann? Von Hand rühren? Ohne Strom kann man nichts machen.

    Von daher überzeugt bislang nur die dicke Autobatterie. Ich muss jetzt nur noch bei Tunze anfragen, mit welchen Pumpen dieser Safety Connector kompatibel ist. Wenn der mit den 6055 und 6100 funktioniert, werde ich das so machen.

    Gruß
    Stefan

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    Original von Azalee
    die Lösung über eine günstige IP-Kamera gefällt mir.


    Mir nicht so. Erfahrungsgemäß guckt man da kaum mal rein. Man müsste aber alle paar Stunden gucken, um wirklich was zu verhindern. Auch nachts und auf der Arbeit. Und was macht man, wenn der Strom mal ein paar Stunden ausfällt? Kann ja passieren, z.B. bei Sturm oder einem Schaden durch Bauarbeiten.

    Die Tunze Lösung mit der Autobatterie erscheint mir bislang die beste Lösung zu sein. Alle anderen Lösungen haben Nachteile:

    IP-Kamera: muss zu oft kontrolliert werden, hilft nicht bei einem längeren Stromausfall.
    Handy-Alarm: hilft nicht bei längerem Stromausfall.
    USV: hilft nur bei kurzen Ausfällen.

    Bei Ebay gibt es LKW Batterien mit 200Ah für ca. 150 Euro. Wenn ich für die Strömung 100W rechne, müsste ich bei 12V auf einen Strom von ca. 8A kommen. Eine 200Ah Batterie würde also im theoretischen Idealfall 24h lang reichen. Selbst, wenn es real nur die Hälfte ist, würde es noch reichen. Ich bin allerdings kein Elektrotechniker, evtl. ist die Rechnung auch falsch.

    Gruß
    Stefan

    Was haltet ihr von einem solchen Inverter? Damit könnte man eine Autobatterie auf 230V bringen. Autobatterien sind groß und billig, der Inverter auch.

    Das Problem ist evtl., den Inverter bei einem Spannungsabfall einzuschalten. Die Dinger haben nur einen Ein/Aus-Schalter.

    Gruß
    Stefan

    Die eben von benny vorgeschlagene Lösung mit dem Relais gefällt mir eigentlich auch ganz gut. Ich werde gleich mal recherchieren, ob die 6100er und 6055er Tunze mit 12V laufen. Wenn ja, wären die eigentlich ideal dafür, da sie eher wenig Strom verbrauchen.

    Gruß
    Stefan

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    Original von christian_05
    Ich glaube, wenn bei mir nachts die Sicherung vom AQ rausfliegen würde, würde ich davon morgens erstmal nichts merken, weil man von den Pumpen fast nicht hört (und ich sie sowieso schon gar nicht mehr wahrnehme) und außerdem der Schäumer nur tagüber läuft. Ich würde das dann erst abends merken, wenn ich von der Arbeit komme. Da kann dann auch schon mal 18 Stunden alles stehen.


    Ja, so wäre das bei mir auch.

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    Original von christian_05
    Dagegen ist ja ein "normaler" Stromausfall, bei dem mal 1-2 Stunden der Strom weg ist, gar nichts. Aber trotzdem haben denke ich die wenigsten hier irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, die so einen Fall absichern. Und das bei einem Hobby, das wohl wie kaum ein anderes von einer ununterbrochenen Stromversorgung abhängig ist. Schon irgendwie erschreckend.


    Ja, da muss sich auch was tun bei mir.

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    Original von christian_05
    Also das mit der PC USV hatte ich schon mal ausprobiert, als bei uns eine Stromabschaltung von bis zu 5 Stunden angekündigt wurde. Hatte damals extra eine gekauft und 2 Tage vorher in Betrieb genommen, so dass die Akkus geladen werden konnten. Angeschlossen war eine Powerhead (21W). Ein PC sollte bis zu einer Stunde weiter betrieben werden können (ohne Monitor). Da dachte ich: Na, das reicht dicke! Aber, denkste! Mit der pumpe hat die USV nach 30 Minuten schlapp gemacht!!! Glücklicherweise war der Strom nach 1,5 Stunden wieder da.


    Das ist ja schon mal ein brauchbarer Erfahrungsbericht. Eine USV allein bringt es also nicht.

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    Original von christian_05
    Also ich versteh das so, dass man für jede Pumpe einen Safety Connector braucht. Der versorgt dann den Treiberbaustein der entsprechenden Pumpe und über den wird auch der Multicontroller versorgt. Wenn dem nicht so ist, möge mich bitte einer korrigieren, aber von der Logik her kann es eigentlich nicht anders sein. Man kann dann aber natürlich mehrere Safety Connectoren über eine Batterie/Akku versorgen.


    Ok, dann wäre der Safety Connector mit Autobatterie wohl die beste Lösung. Wobei ich nicht besonders scharf auf eine Autobatterie am Aquarium bin. Zusätzlich braucht man ja auch ein kleines Ladegerät, das die Batterie frisch hält.


    Oder ich mache es wie das oben erwähnte Stromausfallopfer und baue mir einen Stromausfallalarm per Handy. Das hilft allerdings nur gegen Sicherungen, bei einem echten Stromausfall kommt man mit dem Alarm auch nicht weiter.

    Gruß
    Stefan

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    Original von Silence
    wer rechnet auch damit, dass in 24 Stunden so ein Mist passiert.


    Ich habe gerade ein "GAU-Starterset" SPS abgegeben. In diesem Becken gab es auch einen Stromausfall. 8-9 Stunden haben gereicht, um fast alles umzubringen. Seitdem mache ich mir auch Gedanken um USV etc.

    Der Betroffene dieses Falls hat sich eine Konstruktion gebaut, durch die er bei Stromausfall eine SMS bekommt.

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    Original von Harold Weiss
    Die Antwort ist ganz einfach. Die allermeisten Aquarien werden so gefahren, dass das Gleichgewicht ein äußerst labiles ist, das von viel Technik aufrecht erhalten wird. Diese viele Technik erlaubt es auch, viel mehr Tiere einzusetzen, als es für ein biologisch funktionierendes System erlaubt ist. Der kleinste technische Defekt bringt dieses labile Gleichgewicht zum Kippen.


    Das o.g. Becken war so stark mit Korallen und so wenig mit Fischen besetzt, dass er nicht mal einen Abschäumer brauchte. Die Argumentation mit dem Gleichgewicht ist also zu pauschal. Zumal das Gleichgewicht beim Transport in einer Plastiktüte noch schlechter sein sollte.

    Ich denke, Martins Überlegung mit den Sauerstoff verbrauchenden Bakterien könnte die Sache ganz gut treffen. Wobei noch unklar ist, ob die Bakterien durch den Strömungsausfallwirklich mehr Sauerstoff verbrauchen. Halte ich eigentlich für unwahrscheinlich. Es scheint eher so zu sein, dass die Oberflächenbewegung und damit der Sauerstoffeintrag fehlt. So gesehen könnte man auch nur den Abschäumer und die entsprechende Förderpumpe an die USV hängen.

    Wenn man sich für die Sicherung der Strömung entscheidet, ist noch die Frage, ob die Tunze Safety Connector Lösung die bessere ist oder die PC USV. Auf der Tunze Webseite ist leider nicht klar zu erkennen, ob der Safety Connector mit der Kombination 2x6100, 2x6055 und Multicontroller funktioniert.

    Gruß
    Stefan

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    Original von Martin Kuhn
    - keine Strömung im Becken sollte der Hauptgrund sein.


    Denke ich auch, deine Erklärung hört sich plausibel an.

    Ich überlege, mir jetzt 3 von diesen Geräten hinzustellen. Jeweils unabhängig für den Tunze Multicontroller und für je 2 meiner 4 Strömungspumpen. Theoretisch sollten sich so einige Stunden überbrücken lassen.

    Hat jemand schon mal den Einsatz von USVs für sowas ausprobiert?

    Gruß
    Stefan

    Mal eine Verständnisfrage: was genau bringt die Tiere denn innerhalb so kurzer Zeit um? 24h Transport überleben sie ja auch ohne Licht und Strömung.

    Ich überlege, mir für die wichtigsten Systeme eine USV anzuschaffen. Größere Geräte überbrücken 2000W 8 Minuten lang. Für die Beleuchtung reicht das sicher nicht lange. Aber 50W Strömung ließen sich rechnerisch damit 5 Stunden lang überbrücken.

    Die Frage ist wirklich, welches die kritischen Geräte am Becken sind, die unbedingt am Leben erhalten werden müssen.

    Gruß
    Stefan

    Ich hab in meinem vorigen Berufsleben Prozesse zur Herstellung von hochglänzenden medizinischen Implantaten (meist Hüft- und Kniegelenke) entwickelt.

    Es ist nicht ganz leicht, man braucht das richtige Material und Erfahrung. Wenn man es drauf hat, geht es in 3 Schritten.

    1) Schleifen. Damit wird eigentlich nur die Form erzeugt. Die Oberfläche ist danach relativ grob. Je nach Ausgangsmaterial entfällt dieser Schritt.

    2) Vorpolieren. Dazu nimmt man im Medizinbereich eine Scheibe, die beim Anfassen wie ein sehr harter Schwamm wirkt. In der Branche heisst die "Fiber"-Scheibe (englisch ausgeprochen). Sowas gibt es z.B. bei 3M. Resultat ist eine mattglänzende Oberfläche. Diese Scheibe nimmt einige 1/100 bis einige 1/10 mm ab. Das Problem ist, dass man schon hier eine homogene Oberfläche erzeugen muss, da in Schritt 3 kaum noch Material entfernt wird. Von Hand auf einer ebenen Fläche ist das nicht so einfach, da man mit dem Umfang der Scheibe arbeitet, nicht mit der Stirnfläche.

    3) Polieren. Wie schon von einigen erwähnt, geht das mit einer Stoffscheibe und Polierpaste. Das Problem: wie im vorigen Schritt wird hier mit relativ viel Druck gearbeitet. Bei der richtigen Drehzahl wird die Stoffscheibe knallhart. Das ist echte Knochenarbeit. Wenn man etwas zu lang oder zu heiß poliert, entsteht eine Orangenhaut. Die bekommt man durch Polieren nicht mehr weg. Man muss mit dem richtigen Druck arbeiten und rechtzeitig aufhören. Spannend wird das Ganze, weil man mit der Schleifpaste nicht erkennen kann, wie weit man schon ist. Wenn man die Paste unvorsichtig mit einem Lappen wegwischt, ist die Oberfläche schon hinüber. Leute, die das von Hand können, haben meist viele Jahre Erfahrung. Wobei die Anforderungen in der Medizintechnik extrem hoch sind. Das Metall muss danach wie ein Spiegel aus Glas aussehen. Auf diesem Level würde ich sowas freiwillig von Hand nicht machen wollen.

    Gruß
    Stefan

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    Original von Horst-J.
    Wie bekomme ich diese groben Teile am besten aus dem Wasser? Außenfilter, Innenfilter, andere Vorschläge?


    Hi Horst,

    wenn bei mir mal überdurchschnittlich viel Schwebstoffe unterwegs sind, hänge ich immer für ein paar Tage oder Wochen einen alten Eheim Topffilter dran. Den reinige ich allerdings dann auch 1x pro Woche.

    Sowas hatte ich z.B. vor kurzem, als ich eine Grundel eingesetzt habe. Die hatte erst mal jede Menge alten Mist aufgewirbelt.

    Im Normalfall habe ich zwar immer ein paar Schwebstoffe im Wasser, in gewissem Rahmen stört mich das aber nicht.

    Gruß
    Stefan

    Jo, Christian, so sehe ich das auch. Und so waren auch meine bisherigen Aussagen zu verstehen. Sobald sich in einem Filter organisches Material ansammelt, geht der Abbau auch schon los. Sauerstoff ist z.B. in einem Topffilter reichlich vorhanden, die nötigen Bekterien kommen spätestens mit dem "Dreck" in den Filter.

    Gruß
    Stefan

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    Original von Pinuccio
    Das ist interessant ! Hast du also überhaupt kein Abschäumer drin ? Wie sieht es mit Sandschicht aus ?


    Doch, ich habe sogar einen recht großen Abschäumer dran. Der läuft nur nach Bedarf. Wenn Nitrat+Phosphat (wie meistens) nicht nachweisbar sind, läuft er in der Regel eine Stunde am Tag. Diese eine Stunde lasse ich ihn aus dem vagen Gefühl heraus laufen, eine Anreicherung von irgendwas damit vermeiden zu können.

    Ich hatte in den letzten Wochen entweder durch andere Brenner und/oder Schwankungen im Calciumhaushalt ein vermindertes Korallenwachstum. Sofort ging das Nitrat auf 5 hoch. Also hab ich auch den Abschäumer wieder durchgehend angeworfen. Für solche Fälle sollte man natürlich immer einen haben.

    Der Sand ist sehr dünn bei mir.

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    Original von Pinuccio
    Ich hab gesehen, dass du natürlich eine ganze Menge an Korallen drin hast, doch wie hast du das am Anfang gemacht wo die Korallenstöcke nicht ganz so groß waren ?


    Man muss für diese Methode natürlich erst mal einen niedrigen Nitratlevel als Einstieg haben. Sonst kommen die Korallen nicht in Fahrt und das ganze springt nicht so richtig an. Da ich am Anfang einige wenige Fische, aber noch weniger Korallen hatte, hab ich mir da mit einem Nitratfilter beholfen. Allerdings kein Schwefelnitratfilter. Damit bin ich sofort auf Null Nitrat runter. Daraufhin fingen die Korallen an zu wachsen und ich musst erst den Nitratfilter ausschalten, dann den Abschäumer runterfahren, um keinen Nährstoffmangel zu bekommen.

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    Original von Pinuccio
    Hast du da den Fischbestand entsprechend langsam aufgestockt oder hast du gleich ganze Korallenstöcke gekauft ?


    Ja, der ging langsam hoch. Immer wenn ich in einen Nährstoffmangel lief, konnte ich wieder etwas dazusetzen. Der Bestand ist aber immer noch recht zurückhaltend.

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    Original von Pinuccio
    Wenn letzteres zutrifft.... dann darf ich natürlich kein Wort mehr mit dir reden das ist dir doch wohl klar oder :grinning_squinting_face: :wink


    Nein, die hab ich relativ klein gekauft. Die meisten Stöcke, die jetzt so riesig sind, waren vor 2 Jahren noch fingergroß. Und ich mache andauernd Ableger davon ab. Das Zeug wuchert einfach wie irre. Kannst also noch mit mir reden :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Stefan

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    Original von Pinuccio
    Mit was arbeitest du dann ? DSB, Algenfilter, Jaubert oder nichts von dem ?


    Bei mir reichen im Allgemeinen die Korallen zum Nährstoffabbau.

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    Original von mbb
    außerdem schmeißt du zwei sachen durcheinander, mechanischer filter und bio- filter.


    Nein, ich schmeiße nichts, vom Biofilter hab ich nämlich gar nicht geredet. Immer nur vom mechanischen Filter.

    Natürlich entfernt der Abschäumer auch feine Sedimente. Da ich die Haarspalterfraktion schon erwartet hatte, hab ich "gelöst" extra in Anführungsstrichen gesetzt :smiling_face:

    Gruß
    Stefan

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    Original von Pinuccio
    Naja auf der Filtermatte, Biobälle oder Siporax ist halt eine sehr große Fläche vorhanden... somit läuft die Umsätzung in sehr viel größerem Maßstab und vorallem sehr viel schneller ab.


    Ja, aber was an organischem Material da ist, wird auch irgendwann oxidiert werden. Entscheidend für die entstehende Nitratmenge müsste die anfallende Masse an organischem Material sein, nicht die Bakterienfläche oder das Sauerstoffangebot. Es könnte höchstens sein, dass eine langsamere Oxidation dazu führt, dass der Abschäumer mehr von den Eiweißen und Fetten zu sehen bekommt, so lange sie noch langkettiger sind. Dieser Anteil würde dem Wasser natürlich rechtzeitig entzogen und dadurch könnte die mechnische Filterung schon sehr nachteilig sein.

    Wenn man (wie ich) im wesentlichen ohne Abschäumer arbeitet, müsste es mehr oder weniger egal sein, ob die Oxidation im Topffilter oder in irgendwelchen Ecken des Beckens stattfindet.

    Zitat

    Original von Pinuccio
    Es ist auch die Frage zu stellen, ob im LS wirklich in so einem hohen Maß der Nitratabbau stattfindet oder ob nicht vielmehr die Anzahl der Organismen wie z.B. Filtrieren, Algen u.a. eher für den Nitratabbau verwantwortlich sind. Ich weiss es ganz ehrlich nicht und so richtig nachvollziehen kann es glaub ich auch keiner.


    Meine (ganz persönliche) Erfahrung ist ja sowieso, dass die LS kaum Nitrat abbauen. Evtl. fehlt einfach der Wasseraustausch in die anaeroben Zonen. Was Nitrat und Phosphat abbaut, sind vitale und wachsende Korallen.

    Gruß
    Stefan

    Tja, das ist ein gutes (schwieriges) Thema.

    Ich rate Anfängern auch reflexartig vom Einsatz der mechanischen Filterung ab. Außer in besonderen Situationen, in denen vermehrt Schwebstoffe im Wasser sind.

    Wenn ich so richtig darüber nachdenke, habe ich aber grad auch Schwierigkeiten, die Nachteile mechanischer Filterung nachzuvollziehen:

    Fall A: es ist eine mech. Filterung vorhanden. Also sammelt sich der feste Dreck teilweise im Filter. Der im Wasser "gelöste" Dreck steht weiterhin der Abschäumung zur Verfügung. Der Dreck im Filter wird durch permanente Sauerstoffzufuhr bis hin zum Nitrat oxidiert.

    Fall B: es ist keine mech. Filterung vorhanden. Auch hier kommen die im Wasser "gelösten" Eiweiße/Fette bis zum Abschäumer. Die festen Bestandteile bleiben in diesem Fall nicht im Filter sondern im Becken, und zwar zum Großteil wohl ebenfalls in Bereichen mit ausreichend Sauerstoffzufuhr.

    Der Abbau sollte doch eigentlich in beiden Fällen gleich ablaufen, ober habe ich was übersehen?

    Gruß
    Stefan

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    Original von Matthias Kapaun
    das kommt bei hystrix immer wieder mal vor. Gründe sind eher unbekannt, u.U. zu wenig Strömung und Nesselgifte anderer Korallen wegen zu wenig Aktivkohle.


    Kurios. Meine beiden Hystrixe stehen hinsichtlich Nesselgift sehr ungünstig zwischen zwei Enzmännern, die bei der kleinsten Störung enorm Schleim absondern. Das Zeug ist echt aggressiv, ich muss gucken, dass ich bloss nicht mit der Haut dran komme. Inmittelbar an der Hystrix steht auch noch eine andere Acropora, die aber weniger aggressiv schleimt. Das Becken hat noch nie Aktivkohle gesehen.

    Die Stelle, an der die Hystrix stehen, ist strömungsmäßig eher mittel bis ruhig.

    Trotzdem hatte ich diesen Effekt noch nicht. Und das, obwohl Lars´ Hystrix ein Ableger von meiner ist. Da scheinen mehrere Faktoren zusammen kommen zu müssen. Evtl. ist sie ja gegen bestimmte Nesselgifte empfindlicher als gegen andere.

    Meine Hystrix werden allerdings innen/unten weiß. Das halte ich aber für normalen Lichtmangel.

    Gruß
    Stefan

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    Original von nhauke
    Marke: CoralVue Reeflux
    Watt: 150W
    Kelvin: 10000K
    Zufriedenheit: könnte blauer sein, ich denke der 12000K ist besser - sonst Top Licht! Finden alle Korallen gut. :thup


    Ich bin grad nach einen Jahr 10K Reeflux auf die 12K gegangen.

    Fazit: extrem viel blauer, eigentlich schon zu viel, musste ich mit einer weißen T5 wieder etwas ausgleichen. Das Wachstum der Korallen scheint eher schwächer geworden zu sein. Zumindest ist seit dem Wechsel der Calciumverbrauch spürbar gesunken. Ich werde beim nächsten Mal wieder auf die 10K wechseln.

    Gruß
    Stefan

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    Original von Kai Gunther
    Wenn, dann würde ich dir einen Wodkafilter empfehlen.


    Der auf Zuckerbasis (Aqua medic Deniballs) funktioniert auch sehr gut. Es muss halt irgendwie genug Kohlenstoff und das richtige (per Sensor geregelte) Redoxpotential zur Verfügung gestellt werden. Die eigentliche Kohlenstoffquelle dürfte dann fast egal sein.

    Von einer starken denitrifizierenden Wirkung des Lebendgesteins bin ich nicht so 100% überzeugt. Mit der Meinung stehe ich aber sicherlich ziemlich alleine da :winking_face:

    Was sicher sehr gut hilft (wie Joe schon sagt), ist ein dichter Korallenbesatz mit starkem Wachstum. Wie Kai habe ich den Nitratfilter nur in der Einlaufphase benutzt, inzwischen schlagen sich die Korallen um die Nährstoffe und ich kann noch nicht mal mehr den Abschäumer nennenswert einschalten.

    Gruß
    Stefan

    Ich hab eine Weile lang einen Nitratfilter betrieben, allerdings auf Zuckerbasis. Im Kern dürfte das aber ähnlich funktionieren.

    Der Trick: mit Tropfenzählen kommt man da meiner Meinung nach nicht weiter. Das Redoxpotential im Filter muss zwischen -250 und -300mV liegen. Sonst funktioniert er nicht. Ohne Redoxsonde und Regelung kann man den meiner Meinung nach nicht zuverlässig in diesem Bereich halten.

    Wenn der Filter Nitrat nicht reduziert, liegt zu viel freier Sauerstoff vor. Das Redoxpotential liegt also bei -200 oder höher. Man müsste also die Wasserzufuhr reduzieren. Das Problem: wenn man zu weit reduziert und der Redoxwert unter -350 sinkt, entsteht giftiger Schwefelwasserstoff.

    Gruß
    Stefan

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    Original von Korallenwelt
    Manchmal glaube ich, dieser ganze Artenschutzkäse ist nur für ein paar Beamtenarbeitsplätze gemacht....


    "Die Bürokratie wurde geschaffen, um die Bedürfnisse der Bürokratie zu stillen." :winking_face:

    Übrigens hätte ich bei dieser Muschel sofort "Squamosa" gesagt. Wäre für mich sehr schwierig, die beiden Arten auseinander zu halten.

    Gruß
    Stefan

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    Original von LiamLiffey
    Es werden Scheiben davor gefahren, die eingefärbgt sind. Die Scheiben fahren von zwei Seiten ein, dadurch mischt sich das Licht besser.


    Nicht mein Ding, das Ganze. Erst oben ordentlich Strom reinhauen, dann unten per Filter wieder einen Teil des Lichts rausnehmen. Und das alles offenbar ohne wirklichen Vorteil für die Korallen, nur als Showeffekt.

    :face_with_rolling_eyes:

    Gruß
    Stefan

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    Original von crashboy
    Auch ich habe solchen Billigbrenner, den ich aber derzeit nicht testen kann, da ich grad nen 400 Watt Reeflux 12.000K eingebaut habe, die Reaktion der Tiere und die Entwicklung der Farbe des Brenners teste.


    Ich möchte den Thread gern noch mal aufwärmen. Ich habe nämlich vor einigen Monaten von den 10K Reeflux auf die 12K Reeflux gewechselt.

    Seit ein paar Wochen steigt mein kH ungewöhnlicherweise an. Ich habe daraufhin die Entnahmemenge des Kalkreaktors auf 75% gesenkt. Dennoch sinkt die kH nicht in dem Maße, in dem es eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Ich kann es am Füllstand des Kalkreaktors noch nicht ablesen, ich habe aber den Eindruck, dass der Kalkverbrauch und damit das Korallenwachstum geringer geworden sind. Ich werde die Entnahmemenge demnächst wohl sogar auf 60% senken.

    Ich weiß natürlich nicht, ob es einen Zusammenhang zum Licht gibt. Aber die sonstigen Bedingungen sind eigentlich recht konstant geblieben. Ich werde wohl beim nächsten Mal wieder auf die 10K wechseln, evtl. schon vorzeitig.

    Gruß
    Stefan

    Ich verstehe nicht, warum Hans-Werner hier immer so "diskret" nach offenbar vertraulichen Infos aus seiner Firma gefragt wird. Wenn er etwas zur Zusammensetzung des Salzes hätte schreiben wollen, hätte er das sicher schon getan. Mir würden diese Nachfragen das Forum an seiner Stelle etwas verleiden. Das muss doch eigentlich jedem klar sein, dass ihm sein Job wichtiger ist als die Diskussion hier. Er ist hier privat im Forum unterwegs, nicht als Teil seiner Firma. Diese Trennung müsste doch eigentlich jedem gelingen. Wer etwas von der Firma wissen will, kann diese ja ganz offiziell anschreiben.

    Gruß
    Stefan