Beiträge von Aurora

    Also ich kann keinen wirklichen Unterschied zwischen den beiden Demoisellenarten erkennen abgesehen vom Aussehen. Abgeben musst du die Fische nicht. Normalerweise ist es kein großes Problem ein einzelnes Tier oder bei etwas größeren Becken (so ab 400 Liter) ein Paar der Tiere zu halten. Wichtig ist halt nur, auf keinen Fall zu versuchen weitere Demoisellen oder Fische mit sehr ähnlichem Farbmuster (ich kenne zwar keine, aber das heißt nix) einzusetzen, das gibt wie du erlebt hast Mord und Totschlag. Ansonsten sind die Fische zwar territorial, aber ich kann jetzt nicht bestätigen, dass sie besonders schlimm wären. Andere Fische wurden bei mir meist nicht beachtet bzw. als Neuankömmlinge etwas gescheucht. Die meisten anderen Fische sind eh so groß als dass ein 5 cm Zwerg sie nicht groß beeindruckt. Ich liebe diese Kerle auf jeden Fall...

    Wenn sie wieder wächst sieht es gar nicht so schlecht aus. Also nicht wegwerfen sondern einfach geduldig abwarten, dauert halt ein paar Monate bis die wieder vernünftig aussieht.

    Die Koralle sieht auf dem Bild so aus, als ob sie in den weißen Bereichen total abgestorben wäre. Von zu wenig Licht kommt das nicht und 2x150 W sollte schon noch halbwegs ausreichend sein, wobei Steinkorallen dann natürlich ganz oben sein sollten (zumindest Acroporas und Montiporas, Euphyllia und ähnliche kommen auch mit weniger Licht aus). Da aber noch ein Teil des Gewebes lebst besteht Hoffnung. Dauert halt bis es wieder den Rest überwächst. Also einfach mal da stehen lassen und abwarten.

    Hallo Adrian,

    ja manchmal muss man diese Erfahrungen auf die harte Tour machen. Ich sehe zum einen schon mal den Kardinalsfehler, dass du versucht hast zwei "Paare" von diesen sehr ähnlichen Arten unterzubringen nachdem du den Fehler bemerkt hast. Dafür ist dein Becken denke ich zu klein. Die Tiere sind wie du festgestellt hast sehr territiorial und spätestens wenn die das erste mal brüten machen sie den anderen beiden das Leben zur Hölle. Insofern würde ich dir raten dich für was zu entscheiden, entweder Gelbschwanz oder Gelbbauch, beides gibt auf Dauer in der Beckengröße Probleme.
    Der zweite noch brutalere Fehler war es zu glauben, dass du nach zwei Tagen nochmal zwei Tiere nachsetzen kannst. Wie schief das geht hast du ja gesehen. Generell kann man bei Gelbschwanzdemoisellen eigentlich nie nachsetzen, das geht höchstens gut wenn man den Fisch für einige Zeit ausquartieren kann und dann beide auf einmal neu einbringt.
    Was deinen jetzige Situation angeht: Ja der Fisch kann sich erholen, die sind hart im Nehmen und die Flossen wachsen normalerweise wieder nach. Meine beiden waren am Anfang auch etwas zerhackt (schon im Händlerbecken passiert und danach sind sie mit irgendwem im Becken aneinandergeraten, hab es nicht gesehen). Allerdings sind die Schäden bei dir ja schon recht schlimm. Wichtig wäre jetzt, dass der Fisch Ruhe bekommt, ob er die findet wenn der andere die Kunststoffdose angreift bezweifle ich. Also wäre es am besten wenn du ihn in einen ausreichend großen undurchsichtigen Kasten im Becken einhängst (5-10 Liter Gefrierdose oder ähnliches, mit ausreichend Löchern für Wasserdurchsatz). Dort kann er sich vielleicht erholen. Wenn möglich würde ich versuchen ihn wieder gesundzupflegen und dann abgeben. Am besten vielleicht mit der zweiten Gelbschwanzdemoiselle, und dann die beiden Gelbbäuche behalten.
    Und falls du dich wunderst warum das mit den 20 auf engstem Raum beim Händler gutgeht, da verteilt sich die Aggression und zudem ist kein Platz für Revierbildung. Aber länger als ein paar Tage/Wochen geht das auch nicht gut.
    Gelbschwanzdemoisellen sind irre, aber auch mit die schönsten und härtesten Fische die es gibt. Mit ausreichend Platz und gleichzeitigem Einsetzen kann man in unter 1000 Liter so grade ein Paar halten. Darüber vielleicht auch ein Männchen mit mehreren Weibchen oder zwei Paare, probieren würde ich es nicht.

    Wenn die Qualität des Gesteins stimmt warum nicht, spart einem sicher das eine oder andere Einfahrproblem. Ich habe mit gut gehältertem Gestein ganz gute Erfahrungen gemacht, wichtig ist halt viel Licht, Strömung und gute Wasserqualität.
    Ansonsten denk mal drüber nach ob du nicht Online bei Claude das Gestein aus Sulawesi bzw. Irian Jaya bestellst. Ich mache normalerweise nicht so gerne Werbung für einen bestimmten Händler oder ein bestimmtes Produkt. Aber die Steine die ich bei Claude für mein neues Becken bestellt hatte waren die besten die ich je gesehen habe. Dazu wurden wie von mir gewünscht 70-80% Platten geliefert. Das Gestein ist dazu noch nicht mal teurer als anderswo und im Moment glaube ich im Angebot. Ich halte nach meinen Erfahrungen das Gestein für das beste was auf dem Markt ist.

    Freut mich, dass es deiner grünen S. haddoni gut geht. Sie sind ja wirklich schön, aber halt echte Killermaschinen. Ich denke du scheinst es soweit alles richtig gemacht zu haben. Die Teppichanemone mag generell ja starke Strömungen, wobei sie natürlich nicht gerade wegfliegen sollte. Ich wollte ja eigentlich nur bewirken, dass du nicht alle 2 Stunden die Strömung änderst, denn Konstanz ist wichtig für die Eingewöhnung.
    Ich habe jetzt die Maße vom Percula nicht mehr im Kopf, aber ich glaube mich zu erinnern, dass es mit so 250 Litern oder so nicht so groß ist. Insofern dürften 2x150W ausreichend sein und es keine Probleme geben. Was deine Steinkoralle angeht kann dies auch ein Zeichen von Lichtschock sein, die HQI erzeugen meistens schon ein wesentlich konzentrierteres Licht. Ich konnte bei mir bei Seriatropora etwas ähnliches beobachten als ich diese aus meinem 70 L in das neue Würfelbecken gesetzt habe. Die Koralle bleichte sichtlich aus und die vorher braunen Polypen würden durchsichtig. Das passierte vor allem auf der Oberseite der Äste. Nach einiger Zeit passte sich die Koralle an und entwickelte dafür pinke Polypen. So sah sie Anfang Januar aus....

    Ansonsten ist halt mal bei den Wasserwerten nach der Ursache zu suchen.

    Wo sind denn da die laufenden Kosten hoch. Ich habe mir bei Claude die Balling Spurenelemente gekauft, die kosten gerade mal 17.50 und halten bei einer Beckengröße um die 500 Liter denke ich gut ein Jahr (bei sehr hohem Steinkorallenbesatz vielleicht etwas weniger). Dazu die drei Salze (Natriumhydrogencarbonat, Calciumdichlorid und kochsalzfreies Meersalz), wobei die beiden ersten so um die 4-5 Euro pro Kilogramm liegen, das Meersalz von Preis so etwa 12.50 €/kg. Wenn man jetzt berücksichtig, dass ich mit einem Kilogramm schon über ein halbes Jahr auskomme und dabei gerade mal die Hälfte verbraucht habe, dann kann ich da nicht sehen wo die hohen Kosten sein sollen.
    Wenn du glaubst Kalkreaktoren seien billig, dann rechne mal bitte aus was der Strom kostet (die meisten sind echte Stromfresser mit über 40 Watt und das 24h am Tag), die Füllungen für die CO2-Flaschen sind ja auch nicht gerade umsonst und selbst hochwertiger Korallenbruch kostet Geld. Also ich würde jetzt mal nach meiner Überschlagsweisen Rechnung sogar behaupten, dass du mit Kalkreaktor doppel so viel pro verbrauchter KH-Einheit bezahlst wie bei Balling, wenn ich von einem 500 Literbecken mit mittlerem Steinkorallenbesatz ausgehe.

    Wenn du dir die Bilder von meinem Becken nochmal anschaust findest du glaube ich auch Bilder vom Schacht. Dabei kannst du sehen, dass das Rohr vom Notablauf in DIN40 bis circa 1-2 cm unterhalb der Glaskante vom Schacht geführt ist, dass ist damit der maximale Wasserstand im Schacht. Der eigentliche Ablauf mit Membranventil ist bei mir mit DIN40-Rohr bis circa der Hälfte des Schachtes geführt und dann mittels einer 40er Muffe ein Schlitzrohr aufgesteckt. Oben auf das Schlitzrohr noch eine 40er Kappe und fertig. Im Prinzip brauchst du den eigentlichen Ablauf nicht höher zu legen als der Schachtboden, aber dann läuft dir halt der Schacht komplett leer, deshalb die Verlängerung mit Rohr zur Hälfte, dann bleibt der Schacht halb voll. Das verkleinert zum einen das Rücklaufvolumen bei Stromausfall, zum anderen verhindert es, dass bei abgeschalteter Pumpe Fische die in den Schacht gelangt sind auf dem Trockenen liegen bleiben. Um zu verhindern, dass irgendwelches Zeug den Ablauf blockiert solltest du auf jeden Fall mit Schlitzrohr arbeiten, sonst wandern auch Fische oder Garnelen durch den Ablauf (Da ist ein Membranhahn dazwischen, zum einen Verstopfung (Pumpe kaputt...!?), zum anderen Fisch tot, also nicht wirklich gut...). Das kann durchaus vorkommen, ich habe erst vor drei Tagen einen meiner Sechstreifenlippfische aus dem Schacht geangelt, da war er reingehüpft. Es war dabei auch ganz praktisch, dass man die Pumpe ausschalten konnte und er Schacht dann nur noch zu 30 cm mit Wasser gefüllt war.
    Zum Abschäumer kann ich dir direkt nix sagen, weil ich nie ein Modell dieser Größe benutzt habe. Aber von dem ATI-Fadenradabschäumer hört man immer wieder positives. Ich selbst benutze den TerraNova Beast Skimmer 400p, damit bin ich eigentlich sehr zufrieden. Es gibt auch die größeren Modelle 900 und 1200, die wohl ähnlich gut in Preis/Leistung sein sollen. Sind auf jeden Fall sehr günstig und schäumen gut. Ansonsten such doch mal hier mit der Suche im Forum, da findest du sehr viel über Abschäumer...

    Die Durchführungen für DIN40 Rohr kriegst du z.B. bei Claude. Diese habe ich gekauft und bin bisher nicht eines besseren belehrt worden (passend und dicht) --> Durchführung DIN40 innen
    Was die Leuchte angeht: Ich habe die ATI Leuchte selber noch nicht gesehen oder genutzt. Ich kann dazu nur sagen, dass ich immer wieder von Leuten höre, dass sie mit der Leuchte zufrieden sind. Im Moment scheint also die Produktqualität und der Service okay, aber wie mbb schon schrieb gab es da halt in der Vergangenheit Probleme, ich möchte das aber nicht weiter hier austreten.
    Alternativen wären die Solaris von Fauna Marin oder der LumiMaster von AquaConnect. Den Lumimaster gibt es nur als 4fach Einheit, da müsstest du halt 3 davon über das Becken hängen. Ich will dir da zu keinem Hersteller raten, alle Lampen (auch die ATI) scheinen mir von guter Qualität zu sein und ihren Zweck zu erfüllen. Was die Lampen im Verhältniss zu den Beckenmaßen angeht solltest du dir halt im klaren sein, dass 80W-T5-Lampen nur 150 cm lang sind, damit ist die Beleuchtung eines Beckens mit 180 cm problematisch. Ich würde dir da dann eher zu einer Länge von 170 cm raten, die 10 cm am Rand sind dann noch so okay. alternativ halt wenn es dann doch wirklich die 180 cm sein müssen eventuell eine Kombination aus 54W und 24W, das macht aber auch nicht wirklich mehr Sinn, dann besser doch noch die 5 cm am Rand halt nur schwach beleuchtet.

    Also auch wenn mein Membranventil fast 5% der Gesamtkosten des neuen Beckens ausgemacht hat muss ich sagen, dass ich es jederzeit wieder kaufen würde. Denn auch wenn Kugelhähne viel billiger sind, es nervt wenn man ne halbe Stunde an den Dingern rumdrehen muss um sein Ziel zu erreichen. Wenn ich mir vorstelle, dass der Ablaufschacht nachts mal wieder gluckert und mich vom schlafen abhält und ich müsste da ne halbe Stunde vorsitzen... :winking_face_with_tongue:

    Hallo,

    also die Skizze für das DSB ist im Prinzip okay, wobei ich dir empfehlen würde das Wasser durch einen Spalt ziemlich dicht über dem Sand einlaufen zu lassen, das führt zu einer besseren Strömung und verhindert das Absetzen von Mulm. Habe dir nochmal die Skizze vom Prinzip angehängt. Der Sand sollte so circa 15 cm hoch sein und darüber nur so 5-7 cm Wasser stehen damit dieses noch ausreichend voranströmt. Im Sand wird Nitrat zu Stickstoffgas umgewandelt und senkt somit deine Nitratwerte. Wenn du nach DSB suchst findest du im Forum so einiges dazu, ansonsten den Teil im 1x1 von korallenriff.de zu DSB mal lesen. Wenn alles gut läuft muss der Sand nicht gewechselt werden, sondern nur alle Weile etwas Sand aufgefüllt werden weil dieser sich auflöst. Ansonsten kann man aber auch nach einigen Jahren einen Teil des Sandes auswechseln, bei Bedarf auch allen Sand, ist ja vom Becken trennbar.
    Der UV-Klärer sollte im Bypass zum Becken betrieben werden mit einer Pumpe passender Stärke, bei dir so eine Pumpe mit 1000-1500 l/h. Ich habe das beim mir auch im Unterschrank realisiert und als Bypass zum Technikbecken, da dieses eh circa 4 mal pro Stunde durchströmt wird und der UV-Klärer nur 1x.
    Ich würde auf jeden Fall im Schacht einen Ablauf in DIN 40 und ebenso einen Notablauf in DIN 40 verbauen, das ist am sichersten. Da geht auch mindesten 5000 l/h durch, mehr Strömung durchs Technikbecken macht wahrlich keinen Sinn (Stromverbrauch), das Problem dürfte eher sogar sein soviel Wasser durch die Kämme in den Schacht zu bekommen.
    Für die Rückführung reicht DIN 32 auch üppig, habe ich bei mir auch verbaut, wobei DIN 25 im Prinzip auch noch geht. Wichtig ist, dass die Rückführung direkt unter der Wasseroberfläche endet sonst läuft sehr viel Wasser bei Stromausfall darüber zurück. Ich habe die Rückführung hinter dem Becken hochgeführt und über die Beckenseite ins Becken. Der Zulauf ist circa 1 cm unter dem Wasserspiegel (Oberkante) und es läuft etwa 1-1,5 cm Wasser nach unten, das kann das Technikbecken fassen. Eine andere Möglichkeit ist es den Zulauf durch eine Bohrung im Beckenboden zu führen und dann bis an die Wasseroberfläche. Dabei ist halt zu beachten, dass dann das Becken bei Stromausfall bis zur Unterkante der Auslauföffnung leerläuft das ist deutlich mehr Wasser welches dann ins Technikbecken passen muss.
    Kauf dir für den Ablauf ins TB ein Membranventil oder Schrägsitzventil, damit kann man vernünftig anstauen. Kugelhähne sind mist und machen dich für diesen Zweck wahnsinnig. Sind halt nicht ganz billig, je nach Hersteller 50-100 Euro in DIN40.
    Was die Technik angeht wurde von mbb ja schon was zu ATI gesagt, musst du selber deine Meinung bilden. Nur soviel dazu: Ich habe nichts von ATI für mein neues Becken gekauft...

    Ich habe meines im Filterbecken verbaut. Das hat meiner Meinung nach einige Vorteile und kaum/keine Nachteile.

    Pro
    1. Man sieht das DSB nicht und verliert nicht 10-15 cm Höhe im Becken
    2. Das DSB ist leicht zu warten und bei Problemen vom Becken abkoppelbar.
    3. Die DSB Fläche beträgt im Verhältnis zum Becken nur ca. 1/4 bis 1/3 und macht damit das Problem der massiven Stickstoffkonkurrenz geringer.
    4. Das DSB wird nicht von Fischen, etc. umgewühlt was das Gefahrenpotential nochmal reduziert, zudem dürfte das für das DSB auch förderlich sein.

    Contra
    1. Nachteil ist halt der erhöhte Platzbedarf für das Filterbecken das war es aber auch schon.

    Bisher läuft alles prima, mehr Info dazu findest du in meinem Thread zum Würfelbecken... -->hier

    mbb: Ja, deshalb habe ich ja auch auf die negativen Folgen für diese Spezies hingewiesen... :wink

    @Stefan: Bist du denn von 11-16 Uhr zuhause? Wenn nein, dann halte ich das für nicht wirklich sinnvoll. Den Tieren ist es wie gesagt wirklich egal, nur sieht es halt irgendwie lebendiger aus wenn man auch HQI hat. Wenn schon gemischt (ich habe das und finde es sehr gut), dann doch die HQI an wenn ich es sehen kann. Sonst kannst du auch einfach die entsprechende Wattzahl mit T5-Röhren zuschalten und es ist mindestens genauso gut, eventuell besser, denn die Ausleuchung ist deutlich flächiger.

    Hallo Johannes,

    das UV-Gerät ist letztlich eine Neonröhre die UV-Licht abgibt in einem wasserdichten Quarzglasmantel. Eine Neonröhre benötigt aber ein Vorschaltgerät für die Zündung und den Betrieb. Bei Leuchtbalken ist dieses meist im Balken integriert, bei einem UV-Klärer extern untergebracht. Es gibt jetzt KVG (mit Drosselspule) und EVG, wobei die neueren EVG (Elektronisches Vorschalt Gerät) weniger Energie verbrauchen und etwas mehr Lebendsdauer und Leistung aus der Röhre holen.
    Wenn du überhaupt einen UV-Klärer anschaffst dann macht es eigentlich nur Sinn ihn dauernd zu betreiben. Ein Ein und Aus schadet dem Leuchtmittel und hebt zudem die Wirkung quasi auf. Man kann natürlich ein UV-Gerät nur bei Bedarf einsetzten, also im Krankheitsfall, und dann aber mindestens für 4 Wochen durchgegehend.
    Das Technikbecken würde ich so groß planen wie es sinnvoll unter das Becken passt. Bei deiner Beckengröße würde ich 120x70x40 als ganz guten Wert ansehen, alternativ je nach Bauart des Unterschranks 120x60x40. Wichtig ist halt dass das Becken alles Wasser aufnehmen kann was aus dem Becken zurückfließt. Normalerweise ist das der Inhalt vom Schacht plus circa 2-4 cm vom Wasserstand im Becken (bei dir also geschätzt 20 Liter Schacht plus 60 Liter aus dem Becken = 80 Liter). Bei 120x60x40 würde der Wasserstand also um circa 12 cm steigen, rechne sicherheitshalber mal mit 15 dann passt das. Also darf das Wasser im Technikbecken bei maximal 25 cm stehen, Du siehst das ist also gerade so ausreichend. Ich würde wie gesagt sogar 120x70x40 bauen lassen, da steigt der Wasserstand nur um 10 cm und du hast etwas mehr Reserve.
    Aus meinen positiven Erfahrungen würde ich dir sogar ein DSB im Unterschrank empfehlen. Das könnte dann die Maße 70x70 cm oder 60x70cm haben und du hast noch ausreichen Platz für Abschäumer, Heizung, Rückförderpumpe. Falls du dich für sowas interessierst schau dir doch mal meinen Thread zum Becken an --> hier
    Man würde das Becken dann unterteilen in eine Kammer für Zulauf und Abschäumer in 40x70 cm, dann 60x70 cm DSB und für die Rückförderpume, Heizung und Wassernachfüllung eine Kammer mit 20x70 cm. Diese Kammer hätte bei circa 20 cm Wasserstand ein Volumen von knapp 30 Liter, so dass bei einem verstopften Ablauf maximal 20-25 Liter ins Becken gefördert werden und dieses nicht überlaufen kann. Zu berücksichtigen ist aber noch, dass die Nachfüllanlage versucht aufzufüllen und damit weiteres Wasser gefördert wird, je nach Typ bis zum kompletten Inhalt des Nachfüllbehälters.

    Viel Spass beim Planen, hier investierte Zeit zahlt sich später mit Zinsen aus...

    An Röhren kannst du die von AquaMedic (OceanWhite, OceanBlue), FaunaMarin (AquascienceSpezial, Duo, Aquablue) oder ATI (Blaue und weiße Röhre, keine Ahnung wie die gerade benannt werden) bedenkenlos verwenden. Daneben gibt es neuerding auch Röhren von Thomas Pohl die wohl ganz gut sind, laufen unter Fijii....irgendwas, findest du auch was dazu im Forum, diese kenne ich aber nicht selbst. Du kannst diese auch beliebig mischen, so dass dir die Lichtfarbe gefällt. Für starkes Korallenwachstum sollte das Licht nicht total blaulastig sein (also mind. 50% weiße Röhren, dazu bis zu 50% Blaulicht).
    Ich benutze zur Zeit die DUO von Faunamarin in Kombination mit HQI und bin damit sehr zufrieden. Ich könnte mir vorstellen, dass du mit 30% Duo, 45% Aquascience Spezial 14000 K und 25 % Aquablue sehr zufrieden bist.
    Das UV-Gerät brauchst du direkt nicht, aber im Krankheitsfall ist es sehr hilfreich und als Prophylaxe empfehlenswert. 25W geht in Ordnung, ich würde mir überlegen die Variante mit elektronischem Vorschaltgerät zu kaufen, spart auf Dauer Betriebskosten.
    Was die Rückförderung angeht ist eine RedDragon Pumpe von Royal Exklusiv sicherlich eine Überlegung wert. Obwohl die Dinger teuer sind rechnet sich das recht bald über den geringeren Stromverbrauch und leise sind sie auch noch. Bei deiner Beckengröße so zwischen 3500 l/h und 6000 l/h als Maßstab...

    Die einzigen die ohne HQI über einem normal hohen Becken (<90cm Höhe) ein Problem haben sind gewisse Mitglieder der Spezies Homo sapiens. Die vermissen dann den Kringeleffekt oder das gleisende Licht und werden unglücklich... :grinning_squinting_face:
    Ansonsten stellen T5 alle Lichtbedürfnisse genauso zufrieden wie HQI, solange der Lichtstrom gleich ist und das Spektrum ähnlich ist das den Tieren total egal ob Röhre oder Strahler...

    Hallo Petra,

    prinzipiell ist Strömung eine gute Sache. Gerade die Teppichanemonen kommen in Gebieten mit starken Strömungen vor und können das gut ab. Insofern wird eine gewisse Wasserbewegung hilfreich sein, was ich eigentlich eher meinte ist, dass du nicht ständig da dran rumspielen solltest. Eine gewisse bis kräftige Strömung sollte gewährleistet sein, aber bitte nicht die Anemone alle paar Stunden anderst beströmen oder gar direkt den Pumpenstrahl darauf richten.
    Du schreibst in deinem letzten Posting, dass du nicht besonders starkes Licht hast. Das wäre eigentlich ein weiterer Grund gewesen die Anemone nicht zu kaufen. Teppichanemonen leben im Riffdach und sind deshalb starker Strömung und auch sehr starkem Licht ausgesetzt. Das ist auch ein Grund für die grellen Farben, da diese meist als UV-Schutzpigmente dienen. Um eine Teppichanemone auf Dauer erfolgreich zu pflegen ist deshalb eigentlich starke Beleuchtung nötig. Welche Farbe hat die Anemone eigentlich? Reinweiße oder sehr helle Anemonen sind eigentlich immer Todeskandidaten. Wenn sie dagegen noch kräfig grün/rot/blau ist sieht es besser aus. Zumindest scheint sie sich ja ganz gut mit dem Fuß festgesetzt zu haben, was prinzipiell ein gutes Zeichen ist. Ich würde jetzt einfach Geduld haben und abwarten, wenn sie in schlechtem Zustand ist kannst du eh nix tun und wenn sie es packt dann auch alleine. Du solltest aber wenn du die Anemone längerfristig erfolgreich halten willst über deine Beleuchtung nachdenken. Aber jetzt bitte nicht die Anemone gleich unter einen 400 W HQI-Strahler verpflanzen das bekommt ihr auch nicht gut, wenn sie sich mal halbwegs eingewöhnt hat kann sie eine Steigerung des Lichts ganz gut ab.
    Die Anemonenfische können mit verschiedenen Anemonen zusammen leben. Dabei sind sie aber manchmal etwas eigenwillig. Zum Teil nehmen sie im Aquarium auch Anemonen an die in der Natur keine Wirtsanemonen sind oder gar Euphyllias. Dagegen gehen manche Fische gar nicht in Anemonen die eigentlich Wirtsanemonen für die Art sind. Wobei die Chance das sie eine natürliche Wirtsanemone akzeptieren sehr hoch ist.
    Schreib doch mal etwas mehr über dein Becken, Wassewerte, Technik, etc....

    Hallo Petra,

    ich wollte dir nur die Informationen zukommen lassen. Verprügeln auch virtuell wollte ich dich nicht. Du hast etwas gekauft was unüberlegt war und musst jetzt halt mit den Problemen leben. Das ist zwar nicht schön aber bietet immer die Chance für die Zukunft etwas zu lernen. Und glaub mir, jeder hier der das schon etwas länger macht ist irgendwann schwach geworden und hat was gekauft was nicht optimal/problematisch war.
    Ich würde dir im Moment aber von Anemonenfischen erst mal abraten, denn diese stressen die Anemone nur noch mehr. Was du jetzt tun kannst:
    1. Lass die Anemone in Ruhe. Kein Umsetzen, keine veränderte Strömung, etc....
    2. Keine Fütterung, wenn sie vom normalen Fischfutter was fängt ist das okay. Aber keine großen Brocken, das ist am Anfang schlecht. Generell ist es besser Anemonen mit feinem Futter zu füttern, da ist das Risiko von Infektionen einfach geringer. Also wenn sie es überlebt (Was ich für dich hoffe :thup) würde ich sie nur sporadisch mit gehacktem Fisch oder Mysis füttern.
    3. Erst mal kein Anemonenfische zusetzen.
    4. Optimale Wasserwerte sicherstellen, aber keine großen Veränderungen anfangen. Also einfach normalen Wasserwechsel von 5-10% wöchentlich.
    5. Wenn du ein religiöser Mensch bist: Beten... ansonsten Hoffen...

    Was die Symbiosefische der S. haddoni angeht sind das normalerweise A. clarki und Verwandte Arten. Diese werden sehr groß und sind extrem aggressiv. Insofern ist das schon richtig dass sie die Anemone verteidigen. Allerdings dürfte das bei einem kleineren Becken eher die Wahl zwischen Tod durch die Anemone oder die Clarkis sein. Zudem kenne ich Fälle von Leuten die mit dem Arm nicht mehr in Becken greifen weil sonst sofort ein oder beide Clarkis dran hängen und die machen fiese blutende Bisswunden. Wie gesagt: Toll für ein Artenbecken mit den beiden Arten, aber eher nix für ein gemischtes Riffbecken. Manchmal gehen auch die Ocellaris (siehe oben) in die Anemone aber das klappt nicht immer.

    Welche Teppichanemone ist es denn? Da gibt es ja eine ganze Gattung. Wenn es die S. haddoni ist (also der noppige, kurze Teppich) dann würde ich damit rechnen, dass du zu 100% über kurz oder lange Fische einbüßen wirst, Garnelen und Einsiedlern würde ich gar keine Chance zubilligen die erwischt es früher oder später alle. Die S. haddoni ist echt heftig und frisst wirklich alles, selbst sehr große Fische (Doktorfische, etc.) werden überwältigt und gefressen. Gut vergesellschaften lassen sich damit die A. clarki, allerdings sind die auch echt heftig. Also eine tolle Sache für ein Artenbecken mit den beiden aber für ein Riffbecken beide nicht zu empfehlen. Die anderen Teppichanemonenarten mit langen Tentakeln sind etwas verträglicher und haben teils auch andere verträglichere Anemonenfische als Symbiosepartner. Man sollte aber beachten, dass alle Teppichanemonen obwohl wunderschön doch sehr empfindlich sind und hohe Ansprüche an die Wasserqualität stellen. Also definitiv kein Anfängertier.

    Also in Amerika haben sie ja die totale Blaumarotte, da gibt es Becken die werden nur mit 20.000 K Strahlern beleuchtet. Sieht halt als wie ein dunkler Keller bei Nacht, die fluoreszierenden Farben sind dafür halt ziemlich extrem. Aber nicht nur dass es wie ich finde schlecht aussieht, die Korallen wachsen auch deutlich schlechter. Fazit, höchstens als Zusatzbeleuchtung/Mischbeleuchtung zu gebrauchen in einer Lampe mit zwei Brennern im selben Reflektor z.B. Giesemann System Bilux, oder bei großen Becken wenn die beiden Brenner sehr dicht beeinander installiert werden.
    Wenn du es wirklich blau willst kauf dir den Aquaconnect 14000K, der ist aber schon nur noch blau...

    Also zumindest das BioMagnesium hält quasi ewig. Besteht ja nur aus anorganischen Salzen, wichtig ist, dass es trocken und gut verschlossen gelagert wurde/wird, dann kann es auch noch nach Jahren verwendet werden. Was in der Strontiumlösung drin ist weis ich nicht, sollte sich aber auch recht lange halten, Strontiumchlorid ist eigentlich sehr stabil. Bei den restlichen würde ich aufgrund der organischen Bestandteile eine erhebliche Gammelgefahr sehen und diese nicht mehr verwenden.

    Hi,

    das mit den Polypen ist interessant. Deckt sich weitgehend mit meinen Erfahrungen was die Zugabe von Supplementen wie UltraminS, Aminosäuren angeht. Ammonium ist halt eine sehr leicht verfügbare Stickstoffquelle, da die Ammoniumionen sehr leicht in die Zelle gelangen, braucht es nicht mal einen Transporter bzw. Ionenkanal dazu. Zudem kann das Ammonium direkt auf a-Ketoglutarat übertragen werden unter Verbrauch von NADPH, es entsteht daraus die Aminosäure L-Glutamat die ein zentrales Molekül für die Stickstoffübertragung auf andere Metaboliten ist. Netterweise entstehen a-Ketoglutarat und NADPH also Produkte der Photosynthese und stehen hermatypischen Korallen reichlich zur Verfügung.

    Interessante Erfahrungsberichte.
    Generell würde ich das teilen, wobei ich mit hohen Ammoniumgaben trotzdem ein gewisses Risiko sehe. Normalerweise läuft alles gut, aber wenn es zu einer Störung kommt kann das leicht ganz anders aussehen.
    Deshalb halte ich potentiell immer noch für die bessere Idee mittels Nitrat den Stickstoffhunger des DSB zu stillen (macht sowieso Sinn, denn normalerweise geht die Nitrifikation ja vom Nitrat aus, nicht vom Ammonium). Daneben ist es natürlich richtig, dass die biologische Verfügbarkeit von Ammonium für die Korallen besser ist. Deshalb habe ich ja schon oben geschrieben, dass eine völlige Einstellung nicht sinnvoll ist, sondern zusätzlich zur Gabe von Nitraten eine Stickstoffversorgung mittels Ammonium bzw. Aminosäuren angebracht ist. Als optimal würde ich eine Mischung von Ammoniumsalz (wenn man es hat als Ammoniumnitrat) mit einem Aminosäurengemisch im Verhältniss 2:1 bis 3:1 ansehen, da so der unerwünschte Kohlenstoffanteil gering gehalten wird und es zu keiner Verschiebung der ionalen Verteilung kommt. Hierbei kann man bei vernünftigem Nitratwert (auf jeden Fall mal über 1 mg/l bis zu 5 mg/l sollte okay sein) auch mit geringeren Dosen etwas erreichen da ja das Nitrat bereits einen guten Teil des Stickstoffbedarfs des Beckens stellt.
    Wichtig ist natürlich immer darauf zu achten wie es im Becken aussieht. Extrem helle Korallen sehe ich als problematisch an, gerade hier sind natürlich schnelle Veränderungen nicht gerade hilfreich (um es mal so auszudrücken). Natürlich sollte eine Umstellung zwischen den Stickstoffquellen nicht direkt sonder graduell erfolgen.

    @Birger: Wie reagieren bei dir die LPS auf Ammoniumzugabe?

    Ich habe auch den Skimmer Beast 400p, damit bin ich zufrieden. Ist hinreichend leise (ich kann in dem Raum schlafen) und schäumt ordentlich. Einziger Punkt, die Luftansaugung setzt mit Salz zu, muss also alle 4-8 Wochen gereinigt werden.

    Pass jetzt nur auf, dass dir jetzt nicht auch die Nitrifikation abstürzt und du im Verhältniss zu viel Ammonium zusetzt. Dann wirds ungemütlich. Also schön vorsichtig und genau das ganze überwachen. Möglichst bald dann die Ammoniumzugabe absenken und durch Nitrat ersetzen...

    Hi,

    Harnstoff geht prinzipiell auch. Wobei ich den nicht empfohlen habe weil die Problematik ähnlich ist wie bei Ammoniumchlorid, denn zumindest ein großer Teil wird doch erst mal in Ammonium umgewandelt. Zudem hätte ich bei der Bioverfügbarkeit für die Korallen doch gewisse Zweifel, da Harnstoff jetzt normalerweise im Riff doch nur vorkommt wenn da die Fischer reinpinkeln. Somit muss der Harnstoff doch erst mal wieder von Bakterien umgesetzt werden. Der Vorteil ist natürlich, dass Harnstoff fast unschlagbar billig ist, den kannst du im 25 Kilo-Eimer kaufen. Wobei kurze Kontrolle bei Roth ergab, dass sich das Ammoniumnitrat bei 15 € pro Kilo liegt, Harnstoff 13 € und Calciumnitrat bei 12 €. Also eigentlich ziemlich egal. Harnstoff wird halt dann doch deutlich billiger wenn du den 25 Kilo Eimer nimmst. Ich würde Ammoniumnitrat gegenüber Harnstoff bevorzugen weil man so keinen zusätzlichen Kohlenstoff einbringt und auch das Ionengleichgewicht unberührt bleibt (Zudem ist es sehr ergiebig, da ja nur Nitrat und Ammonium). Wobei halt der Ammoniumanteil die für Ammonium aufgeführten Gefahren mit sich bringt (siehe oben) und das ganze eventuell problematisch zu bekommen ist.

    Hallo,

    kurz nochmal zu deinen Punkten:
    1. Sehr sinnvoll, ohne die verteilte Zugabe wollte ich das nicht machen.
    2. Das es Fälle gibt wo Nitrat nach nicht nachweisbar fällt will ich gar nicht bestreiten. Mag sein, dass mir das eines Tages auch noch passiert. Ab einem gewissen Punkt ist das halt dann ein Problem, deine Reaktion ist da schon ganz richtig gewesen. Aminosäuren, etwas Ammonium und den Nitratwert mittels Nitratzugabe stabilisieren sind Mittel der Wahl. Zusätzlich kann sehr feines Staubfutter auch hilfreich sein, es gibt neuerdings tiefgefrorene Austerneier bzw. Austernlarven, die sind sehr fein und haben genau die ideale Größe für viele Korallen (glaube so 20- 40 µm), muss aber nicht, belastet halt zudem das System mit Phosphaten. Wenn es billiger sein soll wie die Aminos von Korallenzucht und Co. sind die Casa-Aminoacids bzw. Peptonlösungen eine interessante Alternative. Dabei handelt es sich um tryptische Verdaue von Eiweiß, die Aminosäuren liegen molekular oder als ganz kurze Oligopeptide vor, wobei das halt auch mehr nur verfügbar ist wenn man wie ich im Institutsbereich arbeitet.
    3. Naja, wenn du es absichtlich gemacht hast ist das halt ziemlich schief gelaufen bzw. leichtsinnig gewesen. Wenn du ein Phosphatproblem hast würde ich insbesondere bei DSB/Jaubert die Finger von organischer Kohlenstoffgabe lassen, das geht in die Hose. Worauf du auf jeden Fall achten solltest ist, dass du genügend Sauerstoff ins System bringst, sonst kann das ganze sehr schnell (wenige Stunden) komplett hochgehen. Du wirst bei einem DSB-System auch nicht langfristig den Phosphatgehalt reduzieren können über C-Gabe, denn das DSB zieht soviel Nährstoffe, dass gar nicht viel abschäumbare Bakterienmasse existiert. Dann lieber konsequent mit Adsorbern vorgehen, am besten im langsamen Durchfluss. So 1 kg Adsorber durchströmt mit 2-15 l/h (muss man ausprobieren, zuviel ist eher schlecht) hält dir die Phosphatwerte doch schön unten und hält auch ne Weile. Man kann ja auch schön feststellen wann der Adsorber verbraucht ist durch Messung des Ausgangswassers.
    4. Calciumnitrat ist halt relativ teuer, wie es um die Verfügbarkeit steht kann ich dir auch nicht sagen. Natriumnitrat tut das ganze auch ganz gut. Bei beiden Methoden halt auf regelmäßigen Wasserwechsel achten, sollte man aber sowieso.
    5. siehe 2.

    Von den Verhältnissen ist dein DSB auch nicht viel größer als meines (ich habe 450-500 Liter Systemvolumen, 30 Liter DSB-Volumen), die Fläche ist bei dir halt auch etwas größer. Der Sand scheint mir gut geeignet, Oolithe sind das eigentlich immer. Wie sieht denn der Fischbesatz aus?
    Was bei mir sicherlich auch etwas das DSB stützt ist, dass ich Leitungswasser zum Nachfüllen/Wasserwechseln verwende, das enthält hier etwa 10-20 mg/l Nitrat. Ich führe also indirekt pro Woche etwa 1 g reines Nitrat (also ohne Gegenion) zu.

    Also ich habe bisher noch nie die Notwendigkeit gesehen Ammoniumchlorid in mein Becken zu geben, aber generell kann ich dir schon was dazu sagen.
    1. Hohe Ammoniumzugaben sind prinzipiell gefährlich, denn selbst wenn das Ammonium normalerweise sofort abgebaut wird muss dies nicht immer so sein. Eine Störung des biologischen Gleichgewichts und der Abbau stockt, dann hast du ein großes Problem und aller Wahrscheinlichkeit nach sind dein Fische tot bzw. dein Becken ziemlich geplättet. Die Zugabe sollte aus Sicherheitsgründen auf jeden Fall gestreckt über 24h täglich erfolgen, also z.B. über eine Dosierpumpe mehrmals täglich in kleinsten Dosen (also z.B. 12x täglich alle 2h).
    2. Ich fahre selbst ein DSB und habe in meiner Zeit in USA auch einige gesehen. Eigentlich fahren die Nitrat nicht wirklich auf 0.0 mg/l sondern auf niedrige Werte von 0.1-2 mg/l herunter, der Wert pendelt sich dort ein. Vorraussetzung ist natürlich eine gewisse Futter/Stickstoffgabe in regelmäßiger Form (Fischfütterung täglich).
    3. Dann sind wir auch schon bei der großen Frage: Welcher Teufel hat dich geritten in ein DSB-System "Bakteriennahrung" bzw. Kohlenstoffquellen zuzuführen? Das du jetzt diese Probleme hast würde ich mal zu einem großen Teil darauf zurückführen. Das Geben von Kohlenstoff in Meerwasserbecken halte ich generell für problematisch, in einem DSB-System sogar für grundfalsch. Du pusht damit die Bakterienpopulation auf ein unnatürlich hohes Level und verschiebst damit die Stickstoffkonkurrenz von Korallen/DSB unnatürlich weit Richtung DSB. Der wichtigste Schritt ist deshalb meiner Meinung nach die Kohlenstoffgabe SOFORT einzustellen und NIE WIEDER damit anzufangen.
    4. Bei einem DSB-System ist es meiner Meinung nach nicht sinnvoll den Stickstoff über Ammoniumchlorid zuzuführen. Damit gehst du ein Risiko ein und belastest zudem die Nitrifikationskette über Gebühr. Es ist viel sinnvoller direkt Nitrat zuzuführen welches vom DSB direkt verstoffwechselt wird. Nitratlösungen sind ungefährlich für die Fische und eine Überdosierung führt nicht gleich zum Kollaps sondern eher zu verstärktem Algenwachstum. Damit wird sie rechtzeitig erkannt und es kann die Dosiermenge reduziert werden.
    Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten der Zugabe. Zum einen Natriumnitrat, hierbei reichert sich allerdings Natriumionen an, du solltest also regelmäßig Wasserwechsel durchführen, bei 5-10% wöchentlich ist das bei normalen Dosiermengen absolut sicher. Daneben besteht die Möglichkeit in einem stark mit Steinkorallen besetzten Becken Calciumnitrat einzusetzen. Dieses ersetzt einfach einen Teil des sonst verwendeten Calciumchlorids (falls du dich dafür interessiert kann ich dir auch ausrechnen wieviel Gramm davon pro Gramm ersetzt werden müssen), allerdings fehlen dafür wieder ein paar Chloridionen, relativ gesehen also auch wieder eine Ionenverschiebung. Auch hier ist also ist Wasserwechsel empfehlenswert. Wenn du dann eventuell auch noch Magnesiumchlorid zugeben musst kannst du den Chloridmangel sogar teilweise wieder damit ausgleichen. Aber das führt hier zu weit in die Chemikalienkiste.
    5. Um einer Unterversorgung deiner Korallen vorzubeugen solltest du über die Zugabe einer leicht verwertbaren Stickstoffquelle nachdenken. Bisher tust du das ja sogar schon mittels Ammoniumchlorid, weil das Ammonium für die meisten Korallen leicht verfügbar ist. Du hast also die Möglichkeit weiterhin in geringen Mengen Ammoniumchlorid zu geben (1/10 der von Jörg empfohlenen Menge ist da mehr als ausreichend, vielleicht einfach etwas davon im Nachfüllwasser auflösen). Wenn du es kriegen kannst würde ich dir allerdings Ammoniumnitrat empfehlen, da dieses sowohl Ammonium und Nitrat enthält und zudem zu keinerlei Ionenverschiebung führt. Problem ist allerdings, dass es gleichzeitig auch ein potentieller Sprengstoff ist und deshalb für Leute ohne naturwissenschaftlichen Hintergrund schwierig/nicht zu bekommen sein dürfte. Neben Ammonium würde ich dir noch die Gabe von Stickstoff über Aminosäuren empfehlen, da diese leicht aufgenommen werden können (sind allerdings auch gleichzeitig eine C-Quelle, das sehe ich aber bei geringer Dosierung nicht so als Problem, im Fischfutter ist sehr viel mehr Kohlenstoff). Ich könnte dir jetzt natürlich auch noch Aminosäuremischungen empfehlen, aber das würde hier zu weit führen. Womit ich in meinem DSB-System gute Erfahrungen gemacht habe ist die Zugabe von Ultramin-S, dieses enthält viele leicht verfügbare Stickstoffverbindungen und noch einiges mehr. Zudem ist es wie ich finde auch noch relativ preiswert da es quasi alles in einem ist, Spurenelemente und Amino0säuren, etc. .

    Ach so: Wie groß ist dein DSB? Schichtdicke, welcher Sand, im Becken oder extern und wieviel Belastung hast du im Becken???

    Hi Robert,

    ob man immer alles für bare Münze nehmen sollte nur weil es in einer Zeitschrift abgedruckt ist? Sicherlich eher nicht. So ähnlich ist es vermutlich mit dem Thema Detritus. Eine gewisse Menge Organisches Material im Umlauf ist sicherlich nicht schlecht, irgendwovon müssen ja die ganzen Schwämme, Röhrenwürmer und letztlich auch die Korallen ihren Teil abkriegen. Allerdings ist das halt dann ein schmaler Grat zum Zuviel mit all seinen Problemen. Ich denken auch nicht, dass es die Absicht der Authoren des Artikels war massive organische Depots im Becken schönzureden. Meine war es jedenfalls nicht, sondern mehr zu zeigen, dass dieses Matrial in kleinen Mengen (die man meist kaum bemerkt) eine nicht unwesentliche Rolle im Nährstoffkreislauf spielt.
    Die von dir benannten Probleme kenne ich, das war mit einer der Gründe für das DSB-Unterschrankfilter-Konzept. So ist im Falle solcher oder anderer Probleme die Abkopplung möglich. Sand raus, neuer Sand rein, Pumpe an und es kann wieder jahrelang weiterlaufen. Ob das nötig sein wird? Ich weis es noch nicht, dass ist aber ja das spannende daran. Bisher kann ich nicht erkennen, dass wesentliche Mengen an Material in den Sand gelangt wären, an der Oberfläche ja, aber in der Tiefe sieht man eigentlich nix. Das deckt sich auch ein bischen mit meinen Erfahrungen mit feinem Sand (Quarzsand) im Süsswasserbereich, dort hatte ich nach Jahren den Sand aus dem Becken geholt und der sah quasi wie neu aus. Detritus lagerte sich eigentlich immer an der Oberfläche ab, eindringen konnte nur wenig. Wenn ich da an den Aquarienkies denke, der war nach 1 Jahr komplett vollgesaut...
    Wie immer, es gibt mehr als eine Antwort... :grinning_squinting_face:

    Kurz noch mal die aktuellen Wasserwerte von gestern:

    KH: 6°dKH
    CA: 410 mg/l
    MG: 1400 mg/l

    PO4: <0.1 mg/l
    NO3: 1 mg/l

    Alle Werte gemessen mit Salifert, PO4 mit Red Sea Test. Soweit ist eigentlich alles okay. KH und Calcium sind leicht erniedrigt, das dürfte aber eine Folge meiner weihnachtlichen Abwesenheit sein, es wurde etwas unregelmäßig zudosiert.

    Anfangs waren es 16 cm, müsste aber mal wieder messen, es scheint nicht mehr ganz so hoch zu sein. Wahrscheinlich ist der Sand noch etwas zusammengefallen und ein Teil wird sich auch schon gelöst haben...

    Ich würde das mal als nicht bedenklich einstufen, vermutlich etwas Detritus der sich absetzt. Wie man ja im neuen Meerwasseraquarianer lesen kann ist der ja eher förderlich. Kannst du mal ein Bild machen, dann kann man das auch besser beurteilen.
    Wenn du mal auf diesem Bild genau hinschaust siehst du auch so dunklere Stellen, diese sind aber nur oberflächlich und nehmen bei mir auch nicht zu...

    Naja, massives Wachstum war eigentlich mehr im Bezug auf den Ausgangspunkt im Mai 2006 gemeint, also nicht so sehr auf die Wachstumsrate, die ist mit im Moment so etwa 1-1.5 cm pro Monat wohl recht normal. Aber die Koralle hat sich halt in den paar Monaten immerhin gut und gerne verzehnfacht, deshalb hatte ich massiv geschrieben.
    Was den Standort der Koralle angeht ist da sicher was dran. vorher stand sie so in 30 cm Tiefe unter T5, heute ist der Abstand zur Wasseroberfläche gleich, aber sie steht doch recht nah zur Mitte unter dem 250W HQI. Wobei ich die Farbänderung immer noch verblüffend finde. Denn am Anfang war die koralle nett rotbraun, mit viel gutem Willen konnte man einen rotblauen Hauch auf den Polypen erahnen, jetzt ist sie wie auf dem Bild unten. Vielleicht nix wirklich besonderes, aber zumindest ein Anzeichen dafür, dass das DSB-Konzept aufgeht. Und das obwohl ich bisher nur ein einziges Mal Wasserwerte gemessen habe.

    Ich habe gerade auf alten Bildern die ich hier im Forum eingestellt habe die Ausschnitte mit meiner Seriatopora ausgesucht und möchte sie hier mal Einstellen. Man sieht sehr gut das massive Wachstum und vor allem die krasse Farbänderung nach Einbringen in das DSB-System im Würfel.
    Ob es sich bei der Koralle um Seriatopora stellata oder hystrix handelt ist mir nicht ganz klar, für Hystrix macht sie sehr viele Verzweigungen und die Äste sind auch nur 4-8 mm dick.

    Hier am 12. Mai 2006 noch im alten Becken...

    17. November 2006 nach etwa 6 Wochen im neuen Becken

    4. Januar 2007, den Urlaub hervoragend überstanden

    Und weil sie so schön ist nochmal in mehr Auflösung

    Also ich kenne die Power Riga jetzt nicht genau, aber prinzipiell gibt es nur zwei Lösungen. In einigen Fällen ist auf einer Seite des Seils bereits ein passender Blockierkörper aufgepresst oder gelötet (so bei meinen Giesemann-Halterungen). Ansonsten muss ein Blockierkörper auf das Seil aufgeschoben werden und mittels einer darin enthaltenten Madenschraube am Seil fixiert werden (so bei meiner Deckenleuchte und einem Duschvorhangshalter). Ich würde in dem Fall mal davon ausgehen, dass dir ein Teil fehlt. Aber vielleicht kann dir jemand der die Leuchte hat genaueres Sagen.