Beiträge von Korallenwelt

    Gernot, diese Tatsachen sind lange bekannt und bei Tunze muß man selbst wissen, was man damit bezweckt. Ich habe auch nicht alle Pumpen durchgemessen, dafür habe ich gar keine Zeit. Bei kleineren Nanostreams gibt es einige, bei denen die Angaben sogar einigermaßen stimmen.

    Einen genauen Wert kann man ohnehin nicht beziffern, da die Abströmgeschwindigkeit an einzelnen Punkten der Kreisfläche natürlich unterschiedlich ist. Daher würde ich bei dieser Art Pumpen eine Toleranz von 10% durchaus zugestehen, was von den meisten Käufern sicherlich auch ohne Zögern akzeptiert wird.

    Aber gerade bei dem hochpreisigsten Produkt soetwas anzugeben finde ich etwas ungeschickt. Wenn jemand eine 10.000 Liter Pumpe hat und in´s Wasser hält, dann entwickelt diese ja einen bestimmten Rückstoß für den jeder Laie ein gewisses Empfinden hat. Der Fachmann spricht von Schub, Bootsleute auch von Pfahlzug. Eine 30.000 Liter Pumpe müßte demnach das Dreifache dieser Kraft entwickeln. So etwas ist ja eigentlich für jeden, auch ohne Meßgerät, nachzuvollziehen.

    Wir haben gerade ein Becken gebaut, welches wohl ähnlich dem Deinen funktioniert (ich kann mir das allerdings aufgrund Deiner Beschreibung nur bedingt vorstellen), hätte aber keine wirklich plausible Idee, wie man diesen Vorgang "messen" könnte.

    PS: Wir haben insgesamt drei 30.000er Pumpen gemessen, alle zeigten die selben Werte. Eine wäre wahrlich nicht repräsentativ genug.

    2.Tag:

    Nun mal frisch drauflos gemörtelt. Der Lehrling hat auf seiner Seite ordentlich Gas gegeben und hat dem Ganzen bis zum Mittag eigentlich schon einen einigermaßen "Rifflook" verpaßt. Die Bilder zeigen die Ansicht aus der Fischperspektive, nicht von der Besucherseite. Das 110er Bodenrohr ist auch verschwunden und zieht sich jetzt als Längsriff vor dem Tunnel hin. Eigentlich keine schlechte Lösung, so können die Besucher quasi hautnah die Riffbewohner betrachten.

    Die Rohe sind aus der Perspektive natürlich noch zu sehen, da sie das Wasser ja noch abströmen müssen.

    Echte 12.000 l/h für eine 30.000 l/h Pumpe ist natürlich schon arg wenig. Sei mir nicht böse, dass ich als Anfänger da eher an Problematik beim Messen denke oder vielleicht an einen Fehler der Pumpe, weil ich ansonsten ja schon unlauteren Wettbewerb bei Tunze annehmen müsste.
    Wie sah die Messmethode denn aus?!
    Wenn sie allerdings unter optimalen Bedingungen tatsächlich nur 12.000 l/h bewegen würde, wäre das ja schon echt ein Hammer.
    Übrigens habe ich die Frage in ähnlicher Form auch an Tunze gemailt. ...bisher habe ich da aber nur eine Antwort bekommen, über die Nachteile eines Closed Loop. Bleibe da aber hartnäckig und bin mal gespannt, was noch an Antwort kommt!

    Ja Torsten, auf diese Antwort warten wir alle schon seit Jahren und es betrifft ja nicht nur Tunze allein, sondern alle Hersteller von Propellerpumpen.

    Wohlwissend, daß sich kein Normalsterblicher ein Strömungsmeßgerät leisten kann, werden da Fantasiewerte auf die Verpackungen gedruckt, die keinem reellen Vergleich standhalten.

    Bei herkömmlichen Kreiselpumpen erhält man ziemlich gute Werte durch auslitern, was jeder schnell selbst zu Hause machen kann oder mittels Prüfstand mit Durchflußmengenmesser und Manometer. Klaus hat soetwas in hochwertiger Ausführung, ebenso die Fa. Venotech, die die Abyzz Pumpen fertigt.

    Bei einer Propellerpumpe muß man über ein Anemometer einfach nur die Abströmgeschwindigkeit direkt am Pumpenausgang erfassen und integrieren, diese mit der abströmenden Fläche multiplizieren und hat sehr genaues Ergebnis. Da gibt es kaum Fehlerquellen oder Abweichungen.
    Das können wir hier in Rostock mit normalen Flügelradanemometern machen oder mit einem Laser Doppler Anemometer. Bei letzterem wird die Geschwindigkeit einzelner Partikel im Raum erfaßt, siehe Bild. Man bekommt damit sehr schöne Grafiken, wie sich die Strömung im gesamten Wasserkörper verteilt, für die Messung einer Pumpenleistung ist das allerdings wie das berühmte Spatzenschießen mit Kanonen.

    Ein gutes Flügelradanemometer ist so genau, daß wir bei Klaus beim Ausmessen einer RD 2 mit 32mm Abgang verglichen mit seinem Prüfstand weniger als 5% Abweichung hatten. Es ist also davon auszugehen, daß die Ergebnisse durchaus genau sind.

    Wer schon einmal versucht hat, eine Pumpe festzuhalten, die 100.000 Liter Wasser pro Stunde abströmt, wird, schneller als ihm lieb ist, feststellen, daß das nicht das Selbe ist, wir vier Tunze 30.000 Liter

    doch was muss ich da sehen ... . Winkel statt Bögen..... ach, mit genug Druck macht das bestimmt fast überhaupt gar keinen Unterschied

    Da hast Du vollkommen recht Adi, die von uns allen hier sehr emsig geführte Energiediskussion ist in öffentlichen Schauaquarien noch nicht wirklich angekommen, von ein paar Ausnahmen abgesehen. Frei nach der Devise "Viel hilft viel" toben sich die Ingenieurbüros noch immer nach Herzenslust aus, denn es sind selten Aquarianer, die solche großen Aquarien planen.
    Es gibt aber auch rühmliche Ausnahmen: Das Aquarium im Zoo Berlin zum Beispiel oder auch die Aquarien in Stralsund, viele kleinere private sicherlich auch.

    Fairerweise muß man aber auch sagen, daß die Technologie jenseits der 100.000 Liter pro Stunde Wasser zu pumpen, wirklich schwer zu entwickeln und nicht mehr mit herkömmlichen Aquarienpumpen und deren Materialien beherrschbar ist.

    Entweder man nimmt wirklich "grobschlächtige" Kreiselpumpen, deren Technik seit 100 Jahren gleich ist und die von ein paar Lager- und Dichtungswechseln abgesehen sehr zuverlässig laufen oder man muß sich in Dimensionen vorwagen in denen jede Werkzeugmaschine für die Fertigung im mittleren sechsstelligen Bereich angesiedelt ist.

    Das mußte nicht nur ich am eigenen Leib sehr schmerzlich erfahren.

    Aber zurück zur Deko. Ich habe eben selbst nochmal über die Bilder schmunzeln müssen, wir sehen ja wirklich ziemlich fertig aus nach dem ersten Tag :frowning_face:

    Für alle die noch nicht so lange im Forum sind:

    DER LEHRLING lernt hier wahrscheinlich nix mehr....

    Ich bekam den Jungen vor sechs Jahren als 16jährigen von einer Behindertenschule. Er bekam seine Chance und hat sie gut genutzt. Sehr erstaunlich, wie er als Nicht-Aquarianer solche dreidimensionalen Dekorationsstrukturen von der theoretischen Vorstellung in tolle Aquarien umsetzen kann.

    Er ist sozusagen das Maskottchen in unserem Herstellerboard, die älteren wissen Bescheid! :thup

    Der Winkel an dieser Stelle ist übrigens sogar berechtigt Carsten, der hängt ja genau über dem Tunnel, da möchtest Du wirklich keinen 110er Bogen haben!

    Als wir dann nachts endlich aus unserem Becken herausgekrochen kamen, sah Bergen so aus:

    (Ein Glück, daß mein Gesicht nicht zu sehen ist, sieht wahrscheinlich nach dem ganzen Ärger noch schlimmer aus als diese beiden hier....!

    Es ist ja vollkommen egal, ob man das nun in einem Pfeiler, Einer Rückwand, einem Schacht oder wer weiß was integriert.
    Man kann es überall einbauen.
    Deshalb ist es auch viel flexibler als fest in den Boden eingebrachte Bohrungen.

    Wellen sind immer gut, eigentlich das Beste, was man strömungstechnisch machen kann. Viele findige Köpfe arbeiten mit Hochdruck an guten Lösungen, wobei die Wavebox vom Prinzip schon eine sehr effiziente Lösung ist.

    Man kann doch einfach oben in die Keramik Ablaufschlitze machen. Wenn die Pumpen an der Hinterseite sitzen, funktioniert das auch einigermaßen. Es ist natürlich etwas mehr Einstellarbeit nötig, aber Claudia hat ja schon darauf hingewiesen, daß man viel mit der Strömungsausrichtung nachhelfen kann.

    Naja Stefan, die Fred´s sind ja eigentlich schon eine Anregung, WIE man es machen könnte und vor allem, welche Fehler auch uns als sozusagen "Profi´s" unterlaufen, die das jeden Tag machen.

    Es ist ja grundsätzlich nichts Verwerfliches, wenn sich jemand anhand von 2 dimensionalen Fotos das, was dort entstehen wird, nicht wirklich räumlich vorstellen kann.

    Zumal ihr für dieses große Becken euren Standard-Dingsbumms verwendet habt. Also das mit den Fingern geknetete und später gebrannte Tonerde-Gestein.

    Woher er das nun allerdings so genau weiß, kann ich mir auch nicht ganz erklären, aber wie heißt es so schön:

    Die besten Kapitäne stehen immer an Land! Also laßt uns lieber vorwärts schauen:

    Der Lehrling wollte nur noch schnell weg, während wir anderen noch am Kleben waren, kam er uns schon mal "entgegengemörtelt". Der hatte doch glatt die eine Hälfte fast im Alleingang bewältigt! Mußte er aber auch, weil er die ganze Zeit vor sich hin geflucht hat. Der wollte nur nach hause!
    Die anderen waren begeistert, der versaute schon mal ordentlich die Norm!!!

    Als er dann auf unserer Seite angekommen war und auch noch ganze Bündel durchbohrter Rohe vorfand, verließen auch ihn die Kräfte und wir brauchten ersteinmal einen vernünftigen Entschluß, wie wir die Rohre irgendwie so kaschieren konnten, daß es nicht mehr furchtbar aussah, aber der Wasserdurchfluß dennoch gewährleistet blieb.

    Die obere Idee war wirklich Unsinn, da die Pumpe dafür nicht wirklich geeignet ist.

    Closed Loop "Pumpen" von XY gibt es natürlich überhaupt nicht, Du kannst jede x beliebige Kreiselpumpen benutzen. Ein Closed Loop System ist letztendlich ein komplett geschlossenes Rohrsystem, in dem die Pumpe keinen Druck überwinden muß.

    Unsere Vorstellung davon geht eher dahin, weil man dann keine Rohre im Aquarium hat:

    Closed Loop für alle

    Vor lauter Arbeit kam ich gar nicht recht zur Dokumentation, da waren wir schon fast an der Decke! Ein ziemlich chaotischer Mix aus Rückwandplatten und Rückwandsteinen. Die senkrechten Rohre waren noch halbwegs bezwingbar, aber insbesondere die beiden oben parallel liegenden machten mir wirklich Kopfzerbrechen. Wir hatten dafür ja weder geeignetes Material mit, noch konnten wir irgendwo welches sicher ankleben. Die angehängten Pumpen haben so 10kW, da hat man später ordentliche Vibrationen auf den Leitungen. Da hält nix... :frowning_face:

    Also zunächst bis spät in die Nacht durchgearbeitet, damit wir wenigstens die Oberflächen dicht bekämen. Den Lehrling haben wir in die hintere Kammer gesperrt, da war es schön warm...
    Der konnte gar nicht so schnell kleben, wie der Keramikkleber anzog! Spät abends war er schon am Mörteln (siehe oberen Glasrand ganz hinten!)!

    Aber auch die anderen zeigten langsam Schwächen....

    Aller Anfang ist schwer!

    Die braucht ja eigentlich gar keinen Gegendruck, viele nehmen einfach eine Keramikplatte oder Schacht, oder auch selbstgeklebt aus Plastik und mit Korallenbruch beschichtet, stecken alles dahinter und fertig.

    Der Vorteil: Du kannst es jederzeit ändern!

    Nach vier x 2 Stunden Schleifarbeit konnte es dann endlich losgehen. Irgendwie mußte jetzt das vorhandene Material auf die Wände verteilt werden. Schwer abzuschätzen, wie weit wir kämen. Der größte Teil lag weit weg und der einzige Zugang zum Becken war die obere Traverse, man hatte also etwa 60 cm Deckenfreiheit. Da mußte der ganze Rest, inklusive uns, jetzt durch.

    Die Mitarbeiter hatten deshalb vorsorglich die großen Säulen zuerst in den Tunnel bugsiert, die standen jetzt zusätzlich im Weg. Aber anders hätten wir sie wohl nie dort wieder herausbekommen.

    Die Lampen an der Decke waren übrigens 6 x 1000W, die Temperatur am Arbeitsplatz 39°C und alle Brenner auf einen Kreis geschaltet....

    Klar, es gab doch ganz eindeutige Zeichnungen und das Versprechen, das alle Wände beschliffen sind.
    Die Keramik lag dann mehr in Haufen, als auf Paletten im Becken, Rückwandplatten selbstverständlich gelegt und ganz unten.
    Wie ich die jemals auf diese Wände bekommen sollte, war mir vollkommen schleierhaft. Die Auftraggeber meinten irgendwie nur:
    "Ihr macht das schon!" Andere Länder - andere Sitten! Wir einigten uns dann auf: Wir machen es so gut es geht, brauchen aber wahrscheinlich 2 Tage länger. Zumal die Fähre auch nur alle 2 Tage Bergen ansteuert.

    Große Sorgen machte ich mir um die Menge des Materials, denn obwohl wir immer reichlich mitnehmen, kann man plötzlich ja nicht einfach noch mal 30m 110er Rohrleitung irgendwie kaschieren. So ging ich zunächst auf Kontrollgang und stellte erfreut fest, daß auch unser gesamter Keramikkleber "verschwunden" war. Kein Problem..... (Zum Glück hatte ich noch 40 Kartuschen im Auto mitgenommen)

    Als ich mich vorsorglich noch um unsere 500m vom Aquarium entfernt gebuchte Ferienwohnung kümmern wollte, bevor es so richtig losging, mußte ich dann doch an meinen retorischen Fremdsprachenfähigkeiten zweifeln:

    Mein "Vermieter" verstand unter 2 Zimmer Ferienwohnung mit Bad und Küche einfach seine eigene Sozialwohnung in der er gnädigst bereit war, sich mit uns für zwei Tage das Bad und seine Küche zu teilen. Für 400 Euro doch ein echtes Schnäppchen. Wahrscheinlich bekommt er von der norwegischen Hartz IV Behörde höchstens die Hälfte davon als monatliche Mietkaution, so runtergekommen war der Schuppen....

    Ich glaube, ich hatte bestimmt eine halbe Stunde lang den Autoschlüssel in der Hand und hin- und her überlegt, aber die Fähre war wieder weg und der Landweg von den gigantischen Schneemassen (Das war hier alles gar nix Jungs!) abgeschnitten. Das nächste Schiff kam in 2 Tagen.....

    Ich habe dann zunächst für alle Frustschleifen befohlen, um die Nerven wieder etwas zu beruhigen und irgendwie endlich eine Linie in dieses ganze verkorkste Projekt zu bringen.
    Der uns dann ersatzweise zugeteilte Mitarbeiter war wirklich sehr nett und hat uns nach Kräften unterstützt.
    Aber die Gesichter meiner Mitarbeiter sprechen Bände. Die Worte des Lehrlings gebe ich aus Anstandsgründen hier lieber nicht wieder, machte mir aber Sorgen um den neuen Produktionsleiter Tino. Für seinen ersten Arbeitstag bei uns hatte er eigentlich schon eine Menge Probleme am Hals.
    Die Oberflächendesignerin Katja fing einfach an, Mädchen sind da irgendwie belastbarer:

    Naja Torsten nach lachen war uns dann gar nicht mehr zumute:

    Nach 1200km Anfahrtsweg fanden wir zunächst statt eines leeren Beckens mit glatten und beschliffenen Wänden eine Müllhalde vor, die in keinster Weise für unsere Arbeiten vorbereitet war und auch noch auf JEDER Wand MEHRERE 90er und 110er PVC Rohre nebst Verschraubungen enthielt....

    Da war das 4m lange Baugerüst noch das kleinste Problem! Von den 9 Paletten Material befanden sich gerade mal drei innerhalb des Beckens, die anderen standen irgendwo 100m weit weg.
    Nach 4 Stunden Poolreinigung mit vier Leuten hatten wir wenigstens schon mal so ein Bild:

    Das laß´ mal schön bleiben! Selbst wenn es anfangs halbwegs funktionieren sollte, hast Du doch als Anfänger keinen blassen Schimmer, wenn Dir das System aus dem Ruder läuft.
    Du wirst es wahrscheinlich erst merken, wenn die Hälfte der Tiere dahin ist.

    Beschränke Dich auf einfache, aber effiziente Technik lies ordentliche Bücher und lerne die Reaktion der Tiere auf Veränderungen zu beobachten. Damit ist Dir am meisten geholfen.

    Auch eine Einrichtung zu 100% Lebendgestein ist für Anfänger nicht zu empfehlen, da das anfangs immer irgendwie funktioniert und Dir suggeriert, daß Du alles richtig gemacht hast.
    Fahre Dein Becken langsam und in aller Ruhe ein und lerne, zu Beobachten.

    Viel Glück!

    Mir hat er schon mal "RICHTIGE" LED Beleuchtung gebaut un soweit ich weiß, auch schon High Power LED Lampen für das große Ozeaneum in Stralsund geliefert...

    Diese "bunten" Lampen mit wechselnden Farben hat er auch noch?

    Ach so, es ist das öffentliche Aquarium In Bergen / Norwegen.
    Ein Haus aus den 60iger Jahren, in dem bauseitig nur wenig verändert werden kann. Mit typischer Architektur dieser Zeit und eben auch typischem "Verständnis" für Aquarien. Das 50 Jahre später ganz andere Anforderungen in Größe und Präsentation gestellt werden, konnte damals ja keiner ahnen.
    Insofern also ein sehr mutiger Schritt, mitten in die Ausstellung so ein Tunnelbecken zu bauen und logistisch sicherlich eine große Leistung.
    Das Haus kann deswegen ja nicht geschlossen werden.

    Traute mich bisher aber nicht, da mir das LED-Licht zu schummrig aussah. Auf manchen Fotos duster, manche Fotos und Videos taghell.

    Auf Bildern kann man das sowieso nicht beurteilen, Stefan, das hängt ja i erster Linie von der Belichtung und der Software der Kamera ab.

    Ich dachte, Du hättest Dir solche Lampen schon mal life angesehen.... :]

    Mir gefällt deine Deko sehr gut und die Frage war kann man das nachrüsten und wenn ja was für konsequenzen hat das. Ich will nicht mein ganzes Becken lehr machen.

    Ach Gott Ralf, das hatte ich in der Hektik vor unserer Abreise ganz übersehen.

    Natürlich kann man das nachrüsten. Mit Mini- oder Maxiriffen ist das eigentlich kein Problem, unser Kleber klebt ja auch unter Wasser einigermaßen.
    Natürlich wird man nicht einen solch perfekten "look" hinbekommen wie hier, aber das ist bei einem eingefahrenen Becken ja auch gar nicht nötig.
    Du kannst ja mal die zur Verfügung stehende Grundfläche posten und ich baue mal unten etwas auf und mache Bilder davon.

    Andre, einige werden jetzt zwar wieder aufschreien, aber ich halte es nach wie vor für ein Energiesparbecken, da nur eine Tritron Pumpe, eine stream und ein Mini Bubble King 200 als Technik verbaut sind. Als Beleuchtung kommt hauptsächlich T5 in Kombination mit High Power LED zum Einsatz.

    Eigentlich ja ein freudiges Ereignis, aber die Bestellung stammt vom 23.2.2009...
    Ein Jahr lang Verzögerungen ohne Ende. Im Januar habe ich die Reißleine gezogen, aufgrund der Wettersituation.
    Kein Auftrag der Welt ist es wert, bei Glatteis irgendwo im Graben zu liegen.
    Letzten Sonntag ging es dann endlich mit froher Erwartung los!

    Wir kamen genau bis Arhus in Dänemark, dann das:

    Solche Angaben sind schon deshalb vollkommener Unsinn, weil der Abschäumerhersteller doch gar nicht wissen kann, wie viele abschäumbare Substanzen es in Deinem Becken gibt und wieviel Du fütterst.

    Bei größeren Modellen kann man sie als grobe Richtwerte gebrauchen, bei kleineren Modellen wird in der Regel maßlos übertrieben.

    Besichtigung der Fertigerzeugnisse klar, dass Riffkeramik nicht wirklich gut aussieht

    Danke für die Blumen, das hören wir wirklich selten!

    Also:

    Joe, wenn Du das Sera Becken halbwegs günstig bekommst, dann fang´damit an, übe Dich in Geduld, lies hier fleißig und lerne Deinen Verstand zu gebrauchen (aber das kannst Du als Student ja sowieso).
    Wenn man nicht völlig blöd ist, kann man aus dem Ding ein schönes Seewasserbecken bauen und vor allem LERNEN, was man bei einem Eigenbaubecken alles anders oder besser machen kann.
    Für eine Studentenbude ist das Ding in Ordnung, solltest Du irgendwann eine fest eingeklebte Steilwand haben, läßt Du einfach das Wasser auf 8cm ab, trägst das Ding die Treppe runter (Du beteiligst Dich doch durchaus am Studentensport?) auf den LKW und ziehst in die nächste Mädchen WG!

    Dann aber gleich den Seepferdchenbesatz mit einplanen, das sorgt für gute Unterhaltung. Vielleicht auch 1-2 Mördermuscheln mit einsetzen, sowas mögen die Mädels auch immer gern, weiß Gott warum.
    Falls Du philosophisch interessiert bist, kannst Du Dir das Buch von Daniel Knop über Riesenmuscheln besorgen, da läßt er sich über dieses Thema aus.

    Ansonsten: Einfach anfangen! Das Geld benötigst Du ja nicht alles in der ersten Woche. Auch an diesem Becken kann man ja noch einiges selbst verändern, beispielsweise High Power LED einbauen, etc.

    Zufälligerweise liegt hier sogar noch eine Komplettverkleidung für so ein Sera Becken herum, wir bauen die immer mal für die Megazoo Kette, die verkaufen recht viel davon. Das ist aber nicht nur eine Steilwand sondern im Prinzip ein komplettes Riff mit Säule und allem drum und dran.

    Bin blos gerade auf dem Sprung nach Norwegen und kann deshalb jetzt keine Bilder mehr machen.

    Ich denke schon, daß es unbestritten ist, daß man mit einer fertigen Rückwand von, egal welchem, Profi ein schöneres Becken hinbekommt, als wenn man sich ohne Erfahrung selbst dran versucht. Schaue Dir auch mal die Sachen von Norbert Dammers (Atoll Riff Deko) an, der baut auch irre Dekorationen.
    So etwas selbst hinzubekommen, ist schon wirklich schwierig und lohnt bei dem kleinen Becken die Mühe nicht. Wenn Du dann noch Materialfehler hast, kannst Du Dich schwarz ärgern.

    In jedem Fall gutes Gelingen!

    Da siehst Du schon mal, das die ganze Rechnerei totaler Käse ist. Als wir noch Ladenbesitzer waren, kamen auch immer Kunden an, die sich alles genau auf den Pfennig ausgerechnet hatten. Oft wurde nur billigster Kram für das "Anfängerbecken" gekauft. Nach vier Wochen schwammen dann Kaiserfische für 100€ pro Stück in einem 200 Liter Becken....

    Wenn Du etwas handwerkliches Geschick hast und es Dir zutraust, mach´ es selbst! Das richtige Forum für Fragen hast Du ja schon gefunden. Hier gibt es auch immer mal das eine oder andere Schnäppchen. Lieber einen gebrauchten guten Abschäumer, als irgendein Röhrchen mit 6cm Durchmesser, welches angeblich 500 Liter Becken abschäumt.

    Wenn Du ernsthaft mit dem Geld für Futter, Aräometer, Thermometer oder Schaltuhr rechnen mußt, such´Dir lieber ein anderes Hobby, alles andere wäre Augenwischerei und Dir gegenüber nicht ehrlich. Die Tiere müssen es am Ende im wahrsten Sinn des Wortes ausbaden.
    Vieles hier aufgezählte brauchst Du im ersten Jahr gar nicht, aber drei Dinge sind wirklich wichtig:

    Gute Abschäumung
    Genug Strömung und
    Ausreichende Beleuchtung.

    Achte beim Kauf vielleicht darauf, das die Geräte ausbaufähig sind.

    Hier tummeln sich ja auch einige Hersteller, die immer mal das eine oder andere Mustergerät anbieten können, also einfach mal kontaktieren.

    Die "Steilwand" sollte also Dein geringstes Problem sein :smiling_face:

    Ja Gernot, einige Formatierungsfehler gibt es schon noch und werden demnächst ausgemerzt. Auch die Preistabellen stimmen ja nicht immer, obwohl ich die eigentlich nur voneinander kopiert habe.

    Das mit dem "Zurück" Button ist eine gute Idee, es funktioniert derzeit ja nur, wenn man wieder auf Riffkeramik klickt.

    wenn ich in der rubrik riffkeramik/produkte bin und dann ein produkt auswähle, also wieder z.b. säulen ändert sich die seitenforamtierung geringfügig, also die buttons bzw das hauptmenü rutscht 2-3 pixel nach oben, steht also nicht fest.

    Das kommt davon, wenn man alles von Hand zusammenbastelt.....

    Es gibt viel zu tun!

    Dafür haben wir schon einige Male Komplettverkleidungen gebaut, nicht ganz einfach, aber machbar. Vor den rechten Schacht wird in etwa 3-4cm Entfernung eine Schachtplatte gestellt, so bekommen die Ansaugöffnungen genug Wasser und man muß die nicht ausarbeiten.

    Wir brauchen aber eine Skizze der Innenmaße, da ich nicht weiß, ob sich seit dem letzten Teil etwas verändert hat.
    Kosten ca 350€ zuzüglich Versand.

    Was ist denn eigentlich hieraus geworden???? Hatte ich vollkommen übersehen!

    Technisch ist soetwas schon machbar, wahrscheinlich aber nur als Mittelmeerbecken, da dort die einzigen Tiere leben, die solche Temperaturschwankungen vertragen, von nicht zu beschaffenden Atlantik oder Pazifikbewohnern einmal abgesehen (Die der Südhalbkugel sowieso).

    Das Problem: Die"vorhandene chlorfeste" Schwimmbadtechnik muß zunächst einmal komplett entsorgt werden. SDoetwas ist definitiv NICHT meerwassertauglich im Sinne von Tauglichkeit für lebende Tiere.

    Wir selbst produzieren ja Propellerpumpen größeren Ausmaßes, welche in so einem Becken auch genügend Strömung erzeugen, jedoch sind die nicht ganz billig. Die kleineren laufen unter Vollast mit 400W und strömen einen 100mm Kreis mit etwa 4m/s ab. Da kommt am anderen Ende des Beckens auch noch ordentlich Strömung an.
    Die Heizung ist wohl kein Problem, eher die Tropfwasserbildung im Winter, wenn es so ist wie jetzt.

    Ein wirkliches Problem wird die Kühlung im Sommer. Man muß irgendwie unter 25° Wassertemperatur bleiben. Das kann teuer werden!
    Nord- und Ostseetieren fallen da fast komplett aus.

    Alles in allem sicherlich kein Projekt für´s Hobbyportemonaie aber machbar.

    Wir haben uns wirklich komplett gegen Sand entschieden, die Tiere schleppen den sowieso überall hin, das macht gar keinen Sinn.

    Allerdings haben wir eine andere Variante für Höhlenbewohner eingebaut:

    Direkt vor dem Betrachter an bestimmten Stellen der Frontscheibe sind unter den Rückwandsteinen Höhlen einmodelliert mit dem Ausgang hin zum Betrachter.
    Der Besitzer hat einige bunte Knallkrebse, die er schon jahrelang nicht mehr gesehen, aber beim Ausräumen gefunden hat.
    Diese werden dann mittels Plexiglasrohr direkt an ihrem Platz "eingesetzt". Wir hoffen daß diese Art der Wohnungszuweisung funktioniert und man so wesentlich mehr von den Tieren hat. Leider kann man keine Aufnahme von unten machen, da das Becken auf Styropor steht, sonst könnte man schön die vorgefertigten Gänge sehen.
    Wir werden berichten, wie die Tiere das annehmen.

    Ralph, wie meinst Du das mit dem Aufwand?

    Der Dekorationseinbau hat etwa drei Stunden gedauert, wobei das natürlich aufgrund des Ausmörtelns des Bodens nur in zwei Etappen geht.

    Biologisch würde ich so ein Becken eher langsamer einfahren, wobei übertriebene Vorsicht auch nicht angebracht ist.
    Es sollte in etwa wie bei Jens Kallmeyer laufen, wer gaaaaanz viel Geduld hat, macht´s wie Stefan Kadatz. Findest Du beides hier in der Suche.
    Grobe Schätzung:

    1. Woche: Aufbau und Wässerung mit Leitungswasser
    2. Woche Wässerung mit Osmsosewasser, eventuell, wenn das Becken nicht allzu groß ist, 2 x
    3. Woche Aufsalzen und langsam Lebendmaterial einsetzen

    Nach 8 Wochen sollten sich im Becken befinden:

    Caulerpa + lebende Steine
    Borstenzahndoktorfische
    Algenblennies
    Schnecken und/oder Einsiedler

    Korallen nach Bedarf, wobei noch nicht klar ist, wie zu beginnen ist.

    Montipora Arten scheinen empfindlcher, z.T. auch manche Scheibenanemonen oder Anthelia.
    Acropora Arten kommen offenbar ganz gut mit dem Milieu zurecht, aber da wird jeder so seine Erfahrungen machen und wir werden das auch dokumentieren.

    Es hängt aber auch immer sehr stark vom Besitzer und seinen "Zutaten" ab.

    Jens Kallmeyer riet z.B. zur Hydrogencarbonatzugabe, wegen des hohen Ca Anteils und pH Wertes nach dem Erstbefüllen. Bei dem derzeitigen Backpulverpreis gar keine schlechte Idee!

    Es ging um künstlich erzeugte Strömung in einem Becken!
    Monsterwellen gibt es auf See genug.


    Reinhard: Das Prinzip ist ähnlich einer wavebox über verdrängtes Volumen, wahrscheinlich mit Luftdruck. Wie die das aber in diese Form kriegen, weiß der Geier. Wahrscheinlich wie Matthias gesagt hat:

    Die hochkommende Welle, wird über einen Halbkreis abgelenkt, aber das so genau hinzubekommen, sollte eine Weile dauern.

    Habe gerade wieder so ein Projekt angepackt, aber das ist alles andere als einfach.
    Hier an der Uni gibt es wirklich tolle Strömungstechniker, aber meiner Meinung nach nähern die sich auch eher empirisch an Problemlösungen heran, wobei sie natürlich über jahrzehntelange Erfahrungen und ungeheure Datenmengen verfügen. So haben sie wenigstens eine bessere Ausgangslage als ich Hobbyfuzzi...