Beiträge von Korallenwelt

    Wenn "alle " so denken wie Du frage ich mich warum die DeZooFa versagt und bei jeder Veranstaltung eine viertel Million miese gemacht hat...

    Bernd, ich will doch hier niemandem "Versagen" unterstellen. Wenn ZZF DeZoFa oder wer auch immer eine solche Ausrichtung will und ihnen der 487igste China Stand wichtiger ist, dann müssen die das so machen, da habe ich als kleiner Meerwasserhersteller nichts zu melden, es ist ja schließlich nicht MEINE Messe.
    Ich sage noch viel weniger, daß sie mir nicht gefällt, schließlich war ich ja dort. Ich denke nur, daß man es für alle etwas einfacher und effektiver machen kann. Dieses "Branchenmix" ist ja schon ein richtiges Unwort! Mir ist vollkommen unverständlich, wieso jemand bei dieser Größenordnung soetwas will.

    Mehr als 38.000 Besucher aus 117 Ländern besuchten die Interzoo, dabei kamen 79% der Besucher aus dem Ausland. Der Veranstalter meldete einen Besucherzuwachs von 3% gegenüber der letzten Interzoo im Jahre 2008."

    Na bitte! Dann gibt es auch genügend Besucher, die sich in Hallen mit Hunde- und Katzenhalsbändern amüsieren und ihre Vierbeiner dort ausführen können.
    Aber erstmal stehen doch auf einer Messe die Geschäftsgespräche im Vordergrund. Wenn die durch gute Messeorganisation entspannt und zügig vonstatten gehen, gehe ich auch mal in eine Hunde- oder Katzenhalle. Auch die Hundeleute kommen mit Sicherheit in eine Aquarienhalle, die wollen doch auch alle "Fische gucken"!

    Dabei belegten sie eine Rekord-Ausstellungsfläche von 90.000 Quadratmetern, das ist etwa die Fläche von 18 Fußballfeldern.

    Wenn man darauf, mit Recht, so stolz ist, warum sollen dann alle 40.000 Besucher diese 18 Fußballfelder ablaufen? Weil dann mehr Getränke verkauft werden?
    Alle Messen, die ich besuche, haben irgendwie eine Gliederung oder setzen zumindest Schwerpunkte. Keine Ahnung, warum eine stetig wachsende Interzoo so eine leichte Aufgabe seit Jahren nicht hinbekommt.

    Bernd, ich will Euch doch gar nicht Eure Messe schlecht reden, ich finde sie ja selbst interessant. Aber ich empfinde es schon als sehr bedenklich, wenn plötzlich allein aus unserer kleinen Meerwasserszene so viele Firmen nicht mehr präsent sind.
    Warum meine Entscheidung so ausfällt, wollte ich hier darstellen, weil ich weiß, daß viele unserer kleineren Kunden hier mitlesen. Alle anderen fehlenden Hersteller, das weiß ich nun aus persönlichen Gesprächen, schließen sich dieser Meinung an.

    Das bedeutet ja nicht, daß diese deshalb für irgendwen nicht erfolgreich war.
    Hausmessen können so eine große Veranstaltung niemals ersetzen, das ist ja gar keine Frage.

    Klar waren wir alle da und haben uns sogar sehr gut präsentiert und wichtige Kontakte geschlossen oder gepflegt.
    Wer sagt, daß wir den Sinn verkennen?

    Ich will nur mehr Effektivität und weniger Streß für alle Beteiligten.

    Warum sollte ein ZZF Mann in seinem Elfenbeinturm sitzen und die Meinungen seiner Klientel Jahrzehnte ignorieren.

    Offenbar war Dein Messestreß so groß, daß Du gar nicht in die weiter entfernten Hallen gekommen bist, denn die waren NICHT ausgebucht, selbst in Halle 1 waren Stände frei oder nicht besetzt worden.

    Noch war sie das wohl.
    Für mich ist eine Leitmesse eigentlich eine Veranstaltung, auf der die Industrie ihre neuesten Produkte und Entwicklungen präsentiert. Das kann man für die teilnehmenden Firmen durchaus so behaupten. Aber ob das so bleibt?

    Vielleicht geht es auch automatisch zu einer anderen Form von Veranstaltung, vielleicht Hausmessen bei Großehändlern, etc, wie in anderen Branchen.
    Apple macht ja sogar vor, daß es auch ganz ohne geht, die zelebrieren mal gleich ihre eigene Messe.

    Glembotzky als Großhändler ist mir noch eingefallen und nachgetragen. Andere?

    Nun wo alles schon wieder vorbei ist, läßt sich vielleicht eine kleine (Negativ-) Bilanz ziehen.
    Der verehrte Kollege Sindermann hat scheinbar gute Beziehungen zum Veranstalter ZZF, weiß aber auch nicht genau, wer für das Zauberwort "BRANCHENMIX" verantwortlich ist....
    Scheinbar glauben nur alle, daß irgendwer soetwas will.
    So wie jetzt alle glauben, daß wir pleite sind, weil der Euro bei 1,23$ liegt. Als er noch bei 0,88$ war, hat es komischerweise niemanden gejuckt.

    Also Bernd, vielleicht hören die ja auf einen wie Dich. Du kannst unsere Argumente gern vorbringen, daß der Messeauftritt

    1. langsam zu teuer wird, denn man bezahlt ja nicht nur fürstliche Gebühren für Standmieten, die lassen sich ja auch noch jeden Aussteller- und Aufbauausweis vergolden und

    2. fehlten diesmal folgende deutsche Firmen, die früher immer Aus- oder zumindest Mitaussteller waren:

    Aqua Care
    Aqua Connect
    Aqua Perfekt
    ATI
    Atoll Riff Deko
    Glembotzki
    Fauna Marin
    H&S
    von Wussow Importe
    Korallenwelt

    (Die Liste bürgt nicht für Vollständigkeit und kann von Mitlesenden gern erweitert werden)

    Anzahl und Bedeutung der Firmen (unsere natürlich ausgenommen) halte ich doch für sehr bedenklich.
    Wenn man irgendwann 5 Hallen voll mit China Pröhl dort zeigen möchte, kann man wohl nicht mehr von einer Leitmesse sprechen.

    Warum nicht Halle 4+5, vielleicht noch 6 als Schwerpunkthallen Aquaristik / Teich ausbauen, die Halle 1 bleibt für die großen Hagen, Tetra, Sera, dann finden unsere Händler uns auch, es gibt nette Gespräche, weil die Leute nicht noch 10km ablaufen müssen, um wenigstens das Wichtigste zu erfassen.

    Außer mit Oliver Pritzel von ATI habe ich mit allen gesprochen - ALLE sehen es genauso.

    Also sollte sich vielleicht eher bei den Ansichten des ZZF etwas ändern. Denn überschlagenermaßen kommt da locker eine sechsstellige Gebühr für Standmieten heraus. Damit könnte man eine Menge machen....

    Hallo Lars!

    Falls Du wirklich mal die Meinung eines Profis hören willst:

    Als erstes würde ich den Schacht und alle technischen Dinge verkleiden, denn die sind nur störendes Beiwerk, schließlich willst Du eine schönes Aquarium!

    DANN machst Du einen Aufbau aus losen Steinen, ABER niemals mit einer geraden Linie oben, das sieht verheerend aus!

    Warum sollte eine Pumpe, die 20% weniger Leistung hat, in der Herstellung auch 20% billiger sein?

    Es gibt doch genügend Anwender, die noch genau diese Leistungsreserve benötigen, weil das Becken größer ist. Entscheidend sind doch auch Verarbeitungsqualität und Laufruhe. Gerade Letzteres ist für viele Anwender entscheidend.
    In einem 220 x 130 x 80 Becken ist EINE getauchte Abyzz 200 immer noch in der Lage, das Becken ordentlich durcheinander zu wirbeln, wenn sie unter Vollast läuft. Sie läuft dort zwischen 5 und 55% im Zufallsmodus und ist vollkommen ausreichend.
    Also Andere haben in so einem Becken vier Tunze 6305. Die kosten mit Steuerung mehr als das Doppelte!

    Es ist ziemlich schwer, hier konkrete Empfehlungen zu geben, da man ja gar nicht weiß, wie das Vorgängerbecken aussah.

    Wenn es sehr gut war, reicht eigentlich einfaches abkärchern.
    Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid oder die viel billigere Natronlauge sind zwar gegen organische Verunreinigungen wirksam, die spielen jedoch kaum eine Rolle, wenn man das Becken sowieso komplett neu einfährt.

    Haben die Keramiken viel Phosphat eingelagert bist Du soweiso auf verlorenem Posten, das bekommst Du da nicht raus.
    Also lieber von Anfang an einen Phosphatbinder mitlaufen lassen.
    Viel Erfolg

    Na wenn Dein Strömungsmeßgerät auch bis nach der Interzoo Zeit hat....


    .... scheinbar hast Du die ja schon in größeren Mengen:

    > integrierter Flowmeter in m3/h

    Wie machst Du das, so ein Ding in eine Pumpe einzubauen?????
    Kostet schließlich ein paar Scheine.....

    So ganz von allein generieren sich die Besucherzahlen dann doch nicht. Es ruft zwar keiner mehr an, aber dafür kommen jetzt lustige Postkarten.

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt....

    (Man beachte die Adresse!) Ich betone hier nochmals ausdrücklich daß Frau.... naja könnt Ihr Euch ja denken!

    Übrigens steht in meinem Hallenplan kein Firmeneintrag von Royal Exklusiv.....

    Hast Du Portlandzement benutzt Wolfgang? Mir hat jemand etwas anderes erzählt. Das kommt dabei heraus, wenn man sich auf andere verläßt.

    Die Deko kenne ich nur von Bildern, sie ist aber nicht mein Geschmack: zu wuchtig und glatt, wenig filigran. Ich weiß aber durchaus einzuschätzen, daß ein zweidimensionales Foto, nicht das selbe ist, als würde man leibhaftig davor stehen.

    Der Hochachtung vor Deinem Projekt tut das aber keinen Abbruch. Ich schrieb es ja auch weiter oben schon. Man kann gut Ratschläge geben, wenn man seit 15 Jahren jeden Tag Aquariendekorationen baut.
    Wenn man aber das erste Mal mit einer klebrigen Masse vor einer kahlen (in Deinem Fall wörtlich zu nehmenden) Wand steht, ist zunächst guter Rat teuer. Unsere Rückwände entstehen auch nicht nur an einem Tag, das dauert auch heute noch länger.

    Ich behaupte nicht felsenfest, daß Betonbecken nicht funktionieren, irgendwie sehen sie schon wie Meeresbecken aus, ich sage nur, daß ich selbst noch keins gesehen habe, daß mich wirklich überzeugt hat. Mir fehlt da irgendwie immer der Punkt auf dem i.
    Aber wie schon gesagt, Ausnahmen bestätigen die Regel und Wolfgangs Becken entwickelt sich ja bisher sehr gut.
    Ich laß mich gern umstimmen.

    Ich hatte da in Sachen Wolfgang per Buschfunk etwas anderes gehört, aber unter den Begriff "Zement" kann man vieles verstecken....

    Unsere eigentliche Platten"dicke" beträgt nur 2-3cm, der Rest sind die herausragenden Strukturen, egal welcher Bauart, die durchaus auch mal 40cm sein können. Das sind dann aber nur kleine Spitzen oder Teller, aber genau das macht eben diesen wirklich tollen Riffeindruck aus.
    Soetwas bekommt man durch das Steinegestapel nicht hin, von ein paar talentierten Ausnahmeerscheinungen mal abgesehen.

    Riffmörtel gibt es, schicke mir Deine Adresse an Korallenwelt@web.de

    Hoffentlich bist Du nicht sauer, wenn Du merkst, wieviel einfacher sich das Zeug gegenüber Zement verarbeiten läßt!

    Dachte auch das die Zementrückwand einfacher zu bauen ist. Aber so kann man sich täuschen.

    Jaja Michael, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Wenn man es das erste Mal macht, hat man oft ganz andere "Schwer"-punkte als schöne dreidimensionale Strukturen, da kämpft man(n) zunächst ordentlich gegen die Schwerkraft an!

    Was meinst Du, wie es ist, wenn hier ein neuer Mitarbeiter anfängt....
    Es gab auch Leute, da merkte man nach ein paar Tagen, daß die es niemals hinkriegen, weil sie einfach kein Gefühl für dreidimensionale Strukturen hatten.

    Das Becken von Wolfgang habe ich schon life erlebt, sehr beeindruckend, aber abgesehen davon, daß mir die Deko nicht gefällt (auch er hat es das erste mal gemacht und dann gleich in dieser Größe!) ist sie wohl nicht aus Portlandzement.

    nur um mal zu beweisen das Zementwände auch nach einem Jahr noch ohne Probeme laufen können ein Link zu dem Thread in dem ich mein Grottenbecken vorgestellt habe: Link

    Für die die nicht auf das Unterhaltungsboard zugreifen können, das Becken wurde komplett aus Styropor und Zement gebaut, die Beschichtung erfolgte mit Acryllack. Achtung, das ist einSüßwasserbecken

    Na Du bist vielleicht ein Spaßvogel Benjamin....

    Diese pH Wert Frage ist ja nicht einmal das eigentliche Problem, da ein gutes Meerwasserbecken eigentlich immer einen pH Wert von etwa 8,2 haben sollte.

    Viel essentieller ist doch, WAS eigentlich ausgewaschen wird. Da wird man bei der Verwendung von Zement ziemlich im Dunkeln tappen, da es darüber vom Hersteller keinerlei Informationen gibt und das zurecht, denn Zement wird nicht dafür hergestellt, im aggressiven Medium Meerwasser nichts abzugeben, sondern ist ein handelsüblicher Baustoff, der in erster Linie billig sein muß.

    Die Beispiele aus dem Netz sind teilweise aus dem Süsswasser und dann noch häufig Malawi/Tanganika-Becken.

    Das ist meiner Meinung nach auch ein sehr wichtiger Punkt. Man kann in diversen Foren immer wieder begeisterte "Bastler" finden, die irgendwas aus Zement zusammenkleistern, aber für meinen Geschmack kann man eigentlich 90% dieser Kreationen gleich in den Müll werfen.
    Ich will Dich jetzt nicht persönlich angreifen, Michael, aber was man da so zu sehen bekommt, ist von der Optik her in der Regel grauenhaft. Dazu kommen noch diverse chemische Probleme, siehe oben.


    Korallenwelt hat damals einen künstlichen belebbaren Stein gebaut. Dazu hat normalen Kies und normalen Zement genommen

    Naja Horst, DAS ist SO nicht ganz richtig, denn hätte mir damals einer gesagt, daß 1989 die Mauer fällt, hätte ich mir wahrscheinlich noch im Osten schnell einen Brennofen gekauft.... :face_with_tongue:

    Aber im Ernst: als ich mit soetwas anfing, war ich 14 Jahre alt. Da es in der DDR NICHTS (!) für die Meeresaquaristik zu kaufen gab, wurde eben alles selber gemacht: Salz, Pumpen oder auch die Deko. Der Zement war quasi nur eine Notlösung, weil kein besseres Material zur Verfügung stand und ehrlich gesagt, sind solche Becken auch nie wirklich an´s Laufen gekommen.
    Du schreibst es ja selbst so schön Horst: BAU - Fred´s gibt´s jede Menge im Internet, aber nach spätestens einem Jahr hört man von solchen Becken nie wieder was. Das soll natürlich nicht heißen, daß es nicht irgendwo Aquarien gibt, die mit einer Zementdeko gut arbeiten, ABER:

    Wenn man sich diesen ganzen Aufwand so ansieht, kommen schon mal etliche Arbeitsstunden nur für die Panscherei zusammen und dann noch wochenlange chemische Experimente, die meistens nach dem Motto: Versuch & Irrtum laufen.

    In dieser Zeit würde ICH mit meiner heutigen Erfahrung (falls das hier irgendjemanden interessiert) einfach ein natürliches Substrat (um mal meine eigenen Produkte aus diesem Fred zu nehmen!) wie Riff- oder Tuffgestein nehmen, einen ordentlichen Kleber (MS Polymer) und damit zunächst eine Grundkonstruktion machen. Das ist zwar etwas mühsam, aber dauert auch nicht länger als Beton ranzukarren, anzumischen und in irgendeine Form zu bringen.
    DANN würde ich zwingend dieses ganze Gebilde einer seeeehr kritischen Betrachtung unterziehen und in etwas mühevollerer Kleinarbeit eine wirklich dreidimensionale Riffstruktur geben. Das dauert zwar etwas, macht aber überhaupt erst richtig Spaß!

    Wenn unsere Rückwandplatten so aussehen würden, wie der Durchschnitt der im Netz befindlichen Bilder, würden wir für die Produktion 10 Minuten brauchen und ich könnte die für ein Drittel des Preises anbieten.

    Eine wirklich gute Realisierung von Höhlen, Spalten, Übergängen und Ablagen für die Tiere sollte ja das eigentliche Ziel einer Dekoration sein und DAFÜR sollte man wirklich Zeit aufwenden und nicht für ewiges Wässern und das Messen irgendwelcher Parameter, die mir letztendlich ja nur ein schlechtes Gewissen, nicht aber Aufschluß über die Probleme verschaffen.

    Ich behaupte mal, daß man für ein Becken Deiner Größenordnung, Michael, einen Tag für die Vorbereitung (Kleber + Steine besorgen, letztere bearbeiten und die Grundfläche bekleben) gerade mal einen Tag und noch einen Tag für das "Riffpuzzle" benötigt, dann ist es wirklich fertig.
    Dann spülst Du es etwas und kannst es Sonntag abend in Dein Becken stellen und hattest ein schönes Wochenende. :smiling_face:

    Kosten: Du benötigst nichts weiter als etwas Gestein, eine PVC Grundplatte und Kleber. Für Dein Becken kommen da keine 100€ zusammen.
    Du bist nach drei Tagen fertig, froh und auf der sicheren Seite.

    (Entschuldigung Norbert :wink, daß ich mal eben Dein Geheimrezept verraten habe...)

    Jetzt hast Du vielleicht nur 50€ ausgegeben, es sieht so lala aus (nicht gleich wieder beleidigt sein, es ist Deine erste Rückwand, da kann man gar nicht wissen, wie das geht!) und das Einfahren Deines Beckens gleicht eher einem Blindflug, weil Dir niemand sagen kann, was da eigentlich abgeht!

    Wenn Dir dann, was wir alle nicht hoffen, die ersten Tiere hops gehen und Du nicht sicher bist, ob es nicht an dem Zement liegen könnte, dann wirst Du das hier vielleicht anders lesen, als gerade jetzt!

    Also sei nicht sauer, Du hast nach Tipps vom Profi gefragt und auch welche bekommen, vielleicht melden sich die anderen ja auch noch zu Wort.
    Aber das was Du da gerade machst, haben wir natürlich auch schon alle selbst durch und das mußt Du ja nicht unbedingt wiederholen, auch wenn es auf den ersten Blick preislich interessant erscheint.

    Gegen den Selbstbau ist ja generell nichts zu sagen, das sehe durch durchaus positiv, wenn jemand richtig engagiert zu Werke geht.
    Aber es ist ja sicherlich besser, von vorneherein alle möglichen Fehlerquellen auszuschließen.
    Dann wirst Du auch lange Freude an deiner Deko haben und mit Stolz betrachten, wie alles wächst und ein richtiges Riff entsteht.

    Also viel Glück weiterhin!

    absäuern kannst du bis sich der Korallensand/das Riffgestein vollständig aufgelöst hast

    Stimmt Horst unter dem Aspekt habe ich es noch gar nicht betrachtet, sowas gab´s damals im Osten ja nicht es waren reine Betonwände.

    Hier handelt es sich eher um Ausflockungen aus dem Material, wahrscheinlich Eisen.
    Eisen in Weisszement???

    Eisen (III) chlorid wäre zumindest bei der Farbe denkbar gewesen, aber:

    Rezepturen von Portlandzementen sind durchaus unterschiedlich und enthalten zum Teil Schwermetalle. Betonverarbeitung verlangt Fachwissen!

    Ja, wie wahr!

    Ja das kam später nochmal als Kurzfassung, wobei die Sache mit dem Kochsalz natürlich Käse ist. Ich hatte damals vermutet, daß man durch gleichionige Zusätze andere Ionen als das Chlorid besser austreiben kann.

    Bei einer so starken Säuerung löst man den Beton z.T. wieder auf, wodurch eine gewisse Porösität entsteht. Mit unserer Riffkeramik, wenn Du den Namen schon in´s Spiel bringst, ist es aber natürlich nicht mehr vergleichbar.

    Vergleiche mit Riffkeramik oder Atoll-Riffdeko usw. kann gerne jeder selber machen.

    Hallo Michael!

    Das habe ich dann mal gemacht, behalte meine Meinung aber auch für mich! Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Von der Optik muß ja jeder selbst wissen, was ihm gefällt, aber Vergleiche mit unserem oder Atoll Produkten sind schon deshalb nicht angebracht, weil Deine Zementdekoration ja nicht porös ist und deshalb auch nicht den selben Zweck erfüllen kann. Etwas mehr Lebendgestein ist also angebracht!

    ging dann sofort der PH-Wert wieder in Höhen von 10+.Hier nutze ich aktuell Salzsäure zum absäuern. Nach ca. 5 Tagen und etlicher Biologie, in Form
    von braunen Flaum

    Du kannst versichert sein, daß bei solchen pH Wert Schwankungen und derart chemischer Roßkur der Begriff Biologie nicht realistisch ist. Hier handelt es sich eher um Ausflockungen aus dem Material, wahrscheinlich Eisen. Es war nicht gerade förderlich, zunächst mit Schwefelsäure anzufangen.


    OK, denk ich alles im grünen Bereich Wasser gewechselt, Kochsalz rein (meinte 'nen erfahrener MW Kumpel zum spülen)

    Vielleicht solltest Du, anstatt Deines erfahrenen Kumpels, besser ein Chemielehrbuch der 8. Klasse befragen, da müßte etwas über Löslichkeiten drin stehen.
    Wenn Du nämlich irgendwo etwas ausspülen willst, sollte das Spülmedium möglichst wenig Ionen enthalten. Du machst genau das Gegenteil davon! Hier wäre also Osmosewasser weitaus eher angebracht.

    Das Wasser ist auch schön klar geworden, aber jetzt geht das mit dem PH-Wert wieder nach oben. Gestern Abend wieder auf 9,8. Also wieder mit Salzsäure ran. Von PH 3 auf 8 dauert dann auch nur 12-14 h.

    Das klingt alles noch etwas sehr abenteuerlich und erlaubt keinesfalls, irgendwann in der nächsten Zeit dort Tiere einzusetzen.
    Du mußt so lange eine Salzsäurewässerung machen, bis der pH Wert unter 8 über mehrere Tage stabil bleibt.

    Dann kannst Du das Problem der Silikatentfernung angehen, denn Zement besteht aus Alumosilikaten. Das ist aber mit Silicarbon gut in den Griff zu bekommen. Natürlich deutlich effektiver mit Osmosewasserfüllung.

    Ich habe über Portlandzementdekorationen und deren Anwendung 1978 einen Artikel im damaligen Arbeitsmaterial der ZAG Meeresaquaristik veröffentlicht. Vielleicht kann man den noch irgendwo googeln.
    Das waren ja auch meine ersten Gehversuche in diese Richtung. Das Material ist durchaus händelbar, aber aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß, weil man die Probleme zu lange herumschleppt und letztendlich einen nicht porösen Betonklotz im Becken hat.

    Zum Ausprobieren seiner handwerklichen Fähigkeiten ist Portlandzement aber prima geeignet, da er fast nichts kostet, kein Fachwissen voraussetzt und sich gut formen läßt.
    Aber etwas chemischen Sachverstand benötigt man schon und beim Einfahren jede Menge Geduld. Also viel Glück!

    Auf dem 2. und 4. Bild ist ja gut erkennbar, wie weit man die Pumpe nach links und rechts schwenken kann, was ja bei den alten Modellen nicht geht.

    Die Pumpe liegt einfach nur in der Halterung, das funktioniert sehr gut. im laufenden Betrieb drückt sie sich durch den eigenen Rückstoß fest und bleibt in dieser Postion. Beschwerden über Brummgeräusche gab es bisher noch nicht. Es soll ja von Tunze neue, silikongedämpfte Magneten geben.

    Eigentlich geht die ausgehärtete Masse nur mit Gewalt ab Jens! Du hast ja unsere Becken hier selbst gesehen, die werden schon ab und zu gereinigt und mit einer Bürste bearbeitet (das Fischquarantänebecken).

    Bei größeren Projekten haben wir solche Tests nie gemacht, weil man meistens ja nur die Zwischenräume zwischen der fest geklebten Keramik ausmörtelt.
    Natürlich haftet der Mörtel nicht mit derselben Festigkeit, wie ein Adhäsivkleber, jedoch kann man die Haftung auf Glas für Aquarienzwecke als ausreichend betrachten. Mit einem Klingenscheibenreiniger läßt sich der ausgehärtete Mörtel eigentlich nicht mehr von der Scheibe lösen, es sei denn, mit grober Gewalt.

    Fast alle Sorten Artemia vermehren sich in "Haustierhaltung" von allein.
    Ich habe die Gefäße (grünes Baumarktfaß geht sehr gut) allerdings immer im Schatten gehabt und dann auch bis Ende November geerntet.
    Durchlüftung ist wichtig für guten Ertrag!

    Noch ein paar Ansichten:

    Wichtig ist dabei natürlich, daß der Pumpe auch immer genug Wasser zuströmen kann.
    Bei vielen Anfragen versuchen die Leute immer, solche Pumpen viel zu sehr zu verbauen.

    Da solche Propeller keinen Druck aufbauen können, ist es ganz schnell aus mit der Abströmleistung, denn die Pumpe entwickelt auch keinen starken Sog.
    Manche benutzen Felshöhlen, um sie abzudecken, das geht noch, da die Pumpe von etwa 5cm Freiwasser umgeben ist. Dies ist aber auch das Minimum.

    Das habe ich ja oben beschrieben: Wir heizen einen 100 Quadratmeter Raum nur für dieses Becken, das macht irgendwie keinen Sinn!
    Für den Rest hier oben steht demnächst ein Holzvergaser Kamin zur Verfügung. Also mußte für das Aquarium eine andere Lösung her. Nach unserem letztjährigen Adria Besuch stand mein Entschluß für eine Mittelmeer Becken schon länger fest.

    Unsere gute alte "Erstkeramik" wird also nun von Wirbellosen des Mittelmeeres besiedelt.

    Hardcore Methode: Ich glaube, kein Mensch würde zu Hause auf die Idee kommen, ein bestehendes Becken auszumörteln und gleich wieder zu besetzen.

    Nachdem die Wässerung des Bodens abgeschlossen war, wurden die "lebenden" Rückwände komplett mit der Rückscheibe vermörtelt, so daß sich nie wieder etwas hinter oder zwischen den Keramikeinbauten unsichtbar verstecken kann.
    Während der Mörtel trocknete, wurden die alten Rückwände feucht gehalten und nach 24 Stunden wieder Meerwasser reingelassen.

    In letzter Zeit haben wir viele solcher "Mörtel" - Becken selbst gebaut oder begleitet. Ich bin ja ein absoluter Gegner von Sand als Bodengrund.

    Wir warten nicht bis zur Messe, sondern stellen die neuen Riffkeramik Halterungen für die aktuellen Stream und Nanostream Modelle vor.

    Beide sind für die mitgelieferten Magneten geeignet. Diese müssen jedoch eingeklebt werden.

    Das geht mit handelsüblichem UHU - Alleskleber Kraft oder unserem Aquabond.
    Wer anderen Polymerkleber zur Hand hat, sollte damit auch ein haltbares Ergebnis erzielen.

    Die Halterungen können somit frei auf der Scheibe platziert und später auch noch bewegt werden.
    Die Pumpe wird hinreichend verdeckt und dennoch genügend angeströmt.

    Die Preise liegen bei 39€ für die Stream und 29€ für die Nanostream.
    Einbauten in Sonderanfertigungen kosten jeweils 20€.

    Die Formen für die alten Modelle sind noch vorhanden, aber die Haltererungen sind keine Lagerware mehr.

    Vielleicht weiß ja jemand, was das Rote für ein Wurm sein soll....
    Dachte schon an eine Seefeder.
    Das Stachelmonster entpuppte sich als Seegurke.

    Der Boden wurde 2 Tage ausgehärtet und dann nochmals mit einem Salzsäurebad behandelt.

    Dann kamen die alten Riffkeramik Rückwandplatten wieder hinein und alles wurde vermörtelt.

    Aushärtezeit 24 Stunden aber die Platten mußten natürlich feucht gehalten werden.

    Nachdem wir mal wieder unser Schaubecken mit der 15 Jahre alten Riffkeramik geplättet hatten ( Ich fliege am 17.12. ans Rote Meer und am 18.12. waren draußen -17°C im Becken dann fast ebenso!), stand der Entschluß fest, daraus ein Mittelmeeraquarium zu machen.
    Das Aquarium steht in einem separaten Raum, der nur dafür geheizt wurde....

    Seit meinem letztjährigen Besuch an der Adria bin ich von den vielen kleinen Blennies ja so begeistert, daß ich denen immer schon ein größeres Becken gönnen wollte.
    Außerdem beschleunigt das endlich meinen Entschluß, ein ordentliches Korallenriffbecken in mein Büro zu stellen.

    Da die alte Keramik einfach so im Aquarium stand, entwickelte sich dahinter ein prächtiges Eigenleben, von Tieren die ich mindestens 5 Jahre niemals gesehen habe, zum Beispiel 2 große wurdemanni Garnelen oder diese abgefahrenen Gestalten hier. Keine Ahnung wovon die gelebt haben, aber Glasrosen waren es nicht!

    Wir haben die vorhandene Keramik 3 Tage zwischengelagert und zunächst den Bodengrund ausgemörtelt.

    Wie Torsten Du warst zur Eröffnung nicht eingeladen ?

    Nee, wozu das denn?! Ist wohl unüblich dort!

    Insgesamt waren wir nur 48 Stunden in Bergen, wovon wir ca 30 ("gefühlte" 52) gearbeitet haben - dann war das Projekt fertig!
    Sowas hatte ich selbst vorher nicht erwartet, aber auch ich lerne gern dazu!
    Natürlich möchte man es in dieser Form nicht noch einmal machen, aber wenn die Vorbereitungen besser sind und man sich vergewissert, was alles auf einen zukommen kann, dann kann es auch immer außergewöhnlich werden.

    Die Jungs haben schon nicht schlecht gestaunt, wie so ein Korallenriffbecken aussehen kann. Bei dem natürlichen Seewasser wäre daraus ja wirklich ein richtig lebendes Riff innerhalb einer Jahresfrist möglich. Davor sind nun erstmal die Schmetterlingsfische, aber das ist deren Problem.

    Die Grundlagen sind zunächst vorhanden, vielleicht erledigen die Schwarzspitzenhaie das Problem ja schneller als gedacht. Das Becken macht in jedem Fall etwas her, egal mit welchem Fischbesatz.

    Gemessen an der Literzahl ist die Deko eigentlich sehr billig: 250€ für ein 1000 Liter Becken, das schafft man zu Hause nicht....

    Mensch Uwe, so deutlich wollte ich es eigentlich gar nicht schreiben, ABER:

    Da sind mit Absicht Spitzen drin, denn das Vieh hat es doch tatsächlich geschafft, ALLE bisherigen Betonkonstruktionen mit Muskelkraft auseinanderzubrechen....

    Das will was heißen!

    Im Ausgangsbereich natürlich nicht, dort soll sich ja vorwiegend das Kopfende befinden.
    Ebenso sind die Auflageflächen geglättet.
    Aber an den oberen Seitenwänden sollte sie sich eigentlich nicht vergreifen.
    Dafür hat sie ja jetzt auch eine schöne 2 Etagenwohnung mit Garten außenrum!

    Nee, nee Mädels, der Herrr Doktor hat natürlich mal wieder einen Volltreffer gelandet.
    Ich überlege schon, wer sich wohl aus meinem Dunstkreis verquatscht haben könnte.

    Die Behausung ist tatsächlich für eine grüne Riesenmuräne. Das bedeutet natürlich, daß Sebastian auf jeden Fall ein Trostpreis zusteht, er war ja schon verdammt dicht dran. Ob das Vieh nun aus der Karibik oder sonstwoher kommt, ist ja eigentlich egal!.

    Entscheidend ist nämlich die Konstruktion der Höhle:

    Die baulichen Anforderungen waren in der Vorgabe so, daß die Stabilität maximal sein sollte. Alle vorherigen Konstruktionen, in der Regel aus Naturstein und Zement gemauert, waren leider nicht von langer Dauer, da das Tier alles einfach auseinandergedrückt hat.

    Wollen wir für die Riffkeramikhöhle mal das Beste hoffen. Neben diversen Versteifungen sind allerdings noch ein paar Gemeinheiten eingebaut, die Ihrem Selbstzerstörungstrieb etwas bremsen sollen, so daß sie an nicht ganz so stabilen Stellen, wie dem Übergang in die 2. Etage, nicht wieder in Versuchung gerät.

    Bilder kommen gleich.

    Die beiden Gewinner können sich ja schon mal Ihre Preise aussuchen!

    Meinst Du das rechte oder linke Fossil?

    Das linke hat schon eine Höhle und für das rechte wird´s ein wenig eng in dem Ding, wenn es zwei Etagen hat. Ganz abgesehen davon, daß wohl kein Schauaquarium der Welt es sich leisten kann, solche Dinger aus dem Ozean zu keschern, das gibt aber gewaltig Mecker von Greenpeace.... :winking_face_with_tongue:


    Also auch in diesem Fall 0 Punkte

    Na Herr Jansen, lehnen wir uns da nicht etwas sehr weit aus dem Fenster?

    Die GmbH Auskunft ist wohl nicht aktueller als 2008. Jonny Böttcher und Jason hast Du doch wohl nicht auf der Interzoo kennen gelernt???? :ylol