Beiträge von Korallenwelt

    Na Hans Werner, darüber hätten wir aber auf der Messe trefflich diskutieren können, nur warst Du dauernd in Geschäftsgespräche verstrickt, man konnte Dir ja nicht mal guten Tag sagen....

    Wer dieses Wundermittel kreiert, bekommt den goldenen Nemo!

    Ich habe übrigens nicht gesagt, daß immer ein absoluter Überschuß an Phosphat mit einem bestimmten Wert vorhanden sein muß, sondern das es immer dann Probleme gibt, wenn das natürliche Stickstoff - Phosphor Verhältnis aus dem Ruder läuft.

    In den meisten Fällen sind das in normalen Riffaquarien einfach viel zu hohe Phosphatwerte, meistens im Bodengrund, siehe hier oder in "gebrauchten lebenden Steinen", Schlammfiltern, was auch immer.

    Selbstverständlich gibt es eine Unzahl verschiedener Cyanobakterienstämme, Jens, die man in der Natur vom Nordpol bis zum Südpol in allen nur erdenklichen Lebensräumen findet, in denen Licht vorhanden ist. Das steht doch außer Frage.

    Aber wir sollten uns in der Diskussion hier doch auf nützliche Ratschläge beschränken die den Leuten auch wirklich weiterhelfen.
    Dazu gehört nun mal, daß man zuerst den Phosphatgehalt im Freiwasser und in Lückensystemen bestimmt, danach kann man immer noch weiterphilosophieren.

    Aber es wird eben selten so gemacht, dafür aber immer gleichzeitig auf alle möglichen Knöpfe gedrückt, kann man in diesem - und auch fast allen anderen Cyanofreds - doch prima nachlesen.

    Also Hans Werner, dann mal her mit Eurem Zaubermittel!

    Duck und weg....

    Deltec und Friedrich haben das schon erkannt- Zumindest die beiden Größten Teichpumpenhersteller Deutschlands, also richtig gute Premiumhersteller, kommen bald auch mit regelbaren Pumpen. Jetzt dürft ihr mal raten, wo die produziert werden ?

    Wenn Du Aquabee und Deltec Pumpen meinst, die kommen aus Zerbst in Sachsen Anhalt.
    Das Messner und Oase Pumpen aus China kommen pfeiffen die Spatzen seit 10 Jahren von den Dächern, das hat man auch an der Entwicklung Ihrer Messestände gesehen.
    Die machten sich ja nicht mal mehr die Mühe, getrennte Stände aufzubauen - kam eh alles aus einer Bude.
    Die Geschichte ist fast so schön, wie die der deutschen Solarindustrie!

    Davon Claude, scheint Dir wohl irgendwie entgangen zu sein....
    Na sagen wir mal richtiger von dem 400er Modell!

    Torsten: Schade, daß wir uns nicht mal kennengelernt haben!
    Ja die China Aquaristik Stände werden immer mehr, die kopieren sich jetzt schon gegenseitig. Mit den Sozial- und Umweltstandards, die die dort haben, kann man natürlich schön billig produzieren, wenn man dann noch 90% der Entwicklungskosten spart, kann man´s auch noch billig verkaufen.

    Natürlich ist weiterhin Erfindungsgeist und Arbeitsmoral gefragt, nur gehen die hier ja auch langsam vor die Hunde.
    Na wird schon, die meisten Leute mit denen ich arbeite, haben noch ein paar gute Ideen auf Lager!

    Heute erzählte mir ein Hersteller, er fährt da überhaupt nicht mehr hin, weil er vor lauter Kopien gar nicht mehr weiß, was er noch glauben soll.

    Meine inzwischen 10. Interzoo liegt hinter mir und ich bin mir auch nicht mehr ganz sicher wozu das eigentlich gut sein soll.
    Jede Menge product hunter aus dem Reich der Mitte rennen mit mehrsprachigen gutaussehenden, jungen Assistentinnen herum und behaupten großspurig den chinesischen Markt mit Edelmarken beliefern zu wollen.
    Die haben schon nicht mal mehr getürkte Webseiten, wenn man die Kontaktdaten der Visitenkarten abruft, kommt nur Unsinn heraus.
    Die nehmen ja nicht mal mehr das Geld in die Hand, sich ein Originalprodukt zu kaufen.

    Wer richtig Spaß haben wollte, ging einfach mal mit einem Fotoapparat auf so einen Chinastand.....
    (Soviel zum Thema: Es sei eine Ehre wenn man kopiert wird :] - da halte ich´s dann mit dem deutschen Sprichwort: Viel Feind - viel Ehr!

    Ansonsten viele nette Gespräche und Unmengen verschiedener LED Lampen, von denen wahrscheinlich schon zum Jahresende keine mehr lieferbar, weil technisch schon wieder überholt ist.

    Ansonsten deutlich schönere Aquarien als früher, tolle Quallenbecken und seltene Fische bei De Jong. Dietmar hätte seine (Foto-) Freude gehabt.

    Hier noch ein besonders schönes Beispiel chinesischer Innovationen:

    Werde ab heute auf der Interzoo sein, allerdings sind alle Termine schon weg.

    Wer mich treffen möchte, bitte morgen oder am Sonntag folgende Nummer anrufen: 0381 2002094.

    Wir können dann jederzeit kurzfristig einen Termin vor Ort vereinbaren.

    So vielfältig die unterschiedlichen Populationen der Cyanobakterien sind, so unterschiedlich sind auch die Ursachen deren Massenvermehrung. Vielleicht solltest Du Dich einmal in einige Untersuchungen hierzu (z.B. der Universität Bremen) einlesen.

    Na Bernd, das wird zwar immer mal wieder gern behauptet, aber mir ist in 20 Jahren beruflicher Meeresaquaristik und über einem Jahrzehnt intensiver Beschäftigung damit noch kein Becken untergekommen, wo das MISSVERHÄLTNIS Nitrat/ Phosphat NICHT die Ursache war.

    Universitäre Untersuchungen habe ich selbst lange genug gemacht und später begleitet um nicht zu wissen, wie man welche Probleme darstellt! Steht denn explizit drin, daß sie bei Ihren Untersuchungen Phosphatpools ausschließen und einem Riffaquarium vergleichbare Verhältnisse zugrunde legen können?
    In einer Pfütze kann man sicherlich andere Hauptursachen finden, nur haben die nichts mit einem Riffaquarium zu tun!
    Ich kann ein System ja bis zu sonstwas für einer Grenze limitieren, solange genug Phosphat da ist, werden Cyanobakterien, da sie Stickstoff binden können, immer im Vorteil gegenüber allen anderen autotrophen Organismen sein!
    Aber wie gesagt Bernd, nach meinen Erfahrungen haben, oft sterile, Universitäts- und Instituitsbecken meist herzlich wenig mit richtigen Riffbecken zu tun und ich weiß wovon ich rede, ich habe genug davon gebaut oder als Kunden.
    Das mag ja alles "wissenschaftlich" nützlich sein, für die Aquarianer zu Hause ist das wenig hilfreich.
    Da gefällt mir Deine folgende Aussage schon deutlich besser:


    Meinere Meinung nach muss man zunächst versuchen herauszufinden, wie die Cyanos im jeweiligen speziellen Becken reagieren. Dazu muss man vor allem ganz systematisch vorgehen und nicht alle Bedingungen gleichzeitig ändern.
    Fakt ist auch, dass Cyanobakterien in gut eingefahrenen, biologisch breit aufgestellten Becken - offensichtlich aufgrund der dortigen Konkurrenzbedingungen - viel seltener zur Plage werden.

    Ronny, vielleicht sollte Marubis mal eine "Negative Haltungsempfehlung" für Cyanobakterien veröffentlichen, viele Leute könnten sich eine Menge Lesezeit ersparen. was in dieser Richtung vermutet und herumgepanscht wird ist unglaublich.

    In der Regel ist es einfach nur ein zu hoher Phospohatgehalt, meistens im Bodengrund oder gebrauchter Deko und beides ist, wie man hier so schön sieht, mit minimalem Aufwand und Kosten abstellbar!

    Dachte mal an ein/zwei Wochen und dann das kleine Becken um zu siedeln.

    Das ist ein guter Plan! Fadenalgen wachsen ja wohl seit Dienstag noch nicht, also brauchst Du auch keine Fadenalgenfresser!

    Für Fische sind die meisten Wasserwerte ziemlich egal. Hole Dir einen kleinen Ct. thominiensis, das Becken ist zwar an der Untergrenze, aber so hast Du in einem Jahr wenigstens einen guten Grund, Dir ein neues zuzulegen... :]

    Da beginnt man sich ja schon zu fragen, wozu überhaupt noch Bodengrund im Riffbecken?!

    Auch darüber werdet Ihr viel im Forum finden, hier das bisher größte Privatbecken was ohne Bodengrund gebaut wurde:

    Nettes kleines Wohnzimmerbecken

    aber auch hier:

    Mein neues Becken 1360L

    oder hier:

    Neueinsteiger mit Beckenvorstellung

    Das bedeutet ja auch nicht immer daß man vollständig auf Sand verzichten muß, wer´s mag kann doch einfach 5mm Sand obendrauf streuseln. Den kann man ohne große Mühe und Kosten immer mal tauschen.

    Gerade bei soganntem "Live Sand" habe ich aber auch schon 100 x höhere Phosphatwerte im Aquarium gefunden, da hört der Spaß für meine Begriffe dann aber auf.

    Vielleicht sollte man den Sand bei Neuerwerb kurz mit Seewasser aufschlämmen und dann auf Phosphat untersuchen, bevor man das in sein Aquarium gibt.

    Cemil, ich schreibe das nun schon "gefühlte 100 Jahre" und immer wieder fragen die Leute dasselbe, Bodengrund ist, besonders bei nicht ausreichender Pflege, eine riesige Phosphatfalle.
    Du siehst es ja nun an Deinen gemessenen Werten: 10 fach höher, als im Freiwasser, ist noch gar nichts!

    Wieviel Geld willst Du denn für Adsorber ausgeben????

    Saug einfach den Sand vorsichtig mit einem dicken Schlauch ab und ersetze ihn später(!) durch neuen, das kostet, verglichen mit den Adsorbermengen die Du bräuchtest, fast nichts!

    Da wir immer wieder Anfragen für "Deckel" haben, muß ich wohl langsam darüber nachdenken, welche auf Lager zu legen.
    Ich bin eigentlich davon ausgegangen, daß die Kammern so hoch angesetzt werden, daß Abdeckungen nicht nötig sind.

    Ich Glaube nicht das es am Bodengrund liegt.

    Mit Glauben allein kommt man nicht weit. Ich habe es ja nun schon 100 mal beschrieben: Einfach das Lückenwasser des Bodengrundes mit einem guten Test auf Phosphat prüfen!

    Oder einfach an Wundermittel GLAUBEN - jeder wie er möchte!

    der decomann das becken typ kauimauer

    Ich bin für alles offen Joe und der Letzte, der nicht gern neue Ideen umsetzt.

    Ob nun hinten in der Rückwand ein Stück fehlt oder nicht, hat auf den Preis so gut wie keinen Einfluß! Nur habe ich selbst noch nie ein Becken gesehen, welches dauerhaft hinten geputzt wurde.

    Wenn überhaupt, würde ich auch NIEMALS einen blauen Hintergrund wählen, sondern allerhöchstens schwarz. Aber selbst in einem 2m tiefen Becken hat mich das eigentlich nicht befriedigt und schon gar nicht in einem normalen Heimaquarium:

    Es sieht aus, wie das, was es wirklich ist: eine blaue Plasteplatte hinter der Rückscheibe!

    Unendliche Tiefenwirkung ist etwas anderes, das geht nur mit wirklich TIEFEN Becken und diese müssen dann von hinten mit transluzenten blauen (Plexi-) Scheiben verkleidet UND seeeehr aufwendig beleuchtet werden. Im Monterey Bay Aquarium kann man sich sowas in Perfektion ansehen.

    Aber alles was mir in Heimaquarien bisher begegnet ist, wiegt die extremen Nachteile nicht auf:

    Ich muß ständig Scheiben putzen!
    Ich haben nicht genug Platz für Tiere!

    Aber Geschmäcker sind unterschiedlich...

    Ich wollte eben nur mal von jemandem, der es auch umgesetzt hat, wissen, ob diese Idee letztlich in der täglichen Aquarienpraxis bestand hat. Offensichtlich wurde ich in meiner Meinung bestätigt!

    Original von Korallenwelt
    Würdest Du, wenn Du das Becken noch einmal bauen würdest, wieder die halbe Rückscheibe frei lassen?

    Nein, denn die blaue Rückwand hätte ich mir sparen können - too late now.

    Darf ich das mal dauerhaft zitieren????

    Wir kriegen ja dauernd Anfragen daß wir sowas machen sollen und ich kenne niemanden, der Wirklich alle paar Tage seine Rückscheibe putzt, schon gar nicht, wenn davor Tiere wachsen! Aber mir glaubt ja immer keiner.... :loudly_crying_face:

    Hier habe ich etwas dazu zusammengefaßt.

    Einfahranleitung für Neubecken mit Riffkeramik

    Der größte Austrag von Silikat aus einem Meeresaquarium funktioniert über den Abschäumer. Da man diesen bei einem 1000 Liter Becken wahrscheinlich ohnehin einplant, hat man den Silikataustrag quasi umsonst. Man kann auch Adsorber benutzen, aber das geht auf Dauer in´s Geld.

    Ziemlich wahrscheinlich ist außerdem, daß der Silikatgehalt des Leitungswassers im Jahresverlauf nicht immer gleich hoch sein dürfte.

    Zu bedenken ist bei der Leitungswasserverwendung, daß aber nicht nur das Silikat Probleme machen kann, es gibt eine ganze Reihe anderer Substanzen, vor allem solche, die wir als Hobbyaquarianer weder messen, noch beurteilen können.

    Wenn man aber nicht gerade in einer Großstadt mit vielen Verbrauchern und somit vielen Unbekannten wohnt und die Sache schon jahrelang gut funktioniert, kann man durchaus so starten.

    Bis zu einem gewissen Grad sind Silikate im Ausgangswasser nun wirklich kein großes Problem.

    Au der anderen Seite ist eine Osmoseanlage aber auch keine Anschaffung, die die Finanzierung eines solch großen Beckens kippen läßt!

    Wenn Du mir sagst, was in den Zeovit Produkten drin ist, kann ich Dir darauf sicher eine fundierte Antwort geben.....

    Marinostabil ist ein Produkt, welches vor allem pH Wert und Karbonathärte, also das Kalk - Kohlensäuregleichgewicht positiv reguliert.

    Nach meinem Verständnis werden bei der Zeolithmethode bestimmte Moleküle herausgefiltert und Essig zugegeben, so gesehen, müßte das Marinostabil die Nachteile von Zeolitzugabe etwas ausgleichen!

    Mario, Deine Fragen sind eigentlich alle in der Einfahranleitung beantwortet!
    In Deinem Fall spül doch einfach die Verkleidung 2-3 x ab, lasse Sie über Nacht auf dem Balkon stehen und stell´ sie morgen in Dein Becken.
    Gebe jeden tag einen halben Löffel Marinostabil in das Becken und verwende erst die Hälfte des Adsorbers in einem Filterstrumpf für 14 Tage, dann die andere Hälfte für die nächsten vier Wochen, da gibt es nichts Mystisches.

    Die Keramikmenge verglichen mit Deiner gesamten Beckengröße ist doch relativ gering.

    Ich will hier auch keinen Anbieter verunglimpfen oder an den Pranger stellen, jeder muß selbst wissen, womit er seine Brötchen verdienen will, aber das Leben unserer Tiere sollte uns die paar Euro schon wert sein.

    Chris, warum kommst Du gleich mit dem Holzhammer?!
    NEIN, ich wußte bis dato NICHT, wer der Hersteller dieses Salzes ist und habe das auch extra so vorsichtig formuliert und betont, daß es hier nicht um einen Einzelnen ANBIETER geht.

    Da aber allein hier im Forum zum Thema Salz mindestens einmal im Jahr eine neue Sau durch´s Dorf getrieben wird, war mein Anliegen, generell vor blindem Vertrauen in solche Billigsalze zu warnen und vorsichtig damit umzugehen.
    Ich will doch niemandem seine positiven Erfahrungen ausreden, sondern klarmachen, welch einen Aufwand man für eine vernünftige Produktion treiben muß.

    Aber es läuft doch ZEITGLEICH noch ein anderer Billigsalzfred - also sind meine Bedenken vielleicht nicht ganz aus der Luft gegriffen.

    Natürlich kann sich jeder an einen großen Hersteller anhängen, wenn er den z.B. gut kennt und das Salz in anderer Verpackung unter anderem Namen verkaufen, das ist doch gar keine Frage.
    Wenn er davon "nicht leben muß" (Wenn ich das schon immer höre...) geht es auch schön billig und ist eben ein prima Zubrot.
    Ebay ist voll von solchen Sachen in allen Branchen. Manche Hersteller sind sogar schon auf dem Trip, ihre Produkte unter anderem Namen dort zu vermarkten.

    Naja, wer´s braucht?!

    Ich halte es lieber mit Offenheit und Transparenz. Jeder kann hier, nach Anmeldung, unser Werkstätten besichtigen, alles anfassen und ausprobieren wenn er möchte. Ich denke, das ist vielleicht mehr im Sinne des Kunden. Aber jeder wie er will!

    Komisch, daß manche immer alles falsch verstehen (wollen)?!

    Es ist ja nicht unmöglich ein gutes Produkt billig oder preiswert oder sonstwie zu produzieren und zu vermarkten, aber DAUERHAFT eine gute, immer gleichbleibende Qualität sicherzustellen, kostet einen Heidenaufwand und jede Menge Geld. Dann ist es eigentlich NICHT möglich, auf lange Sicht billige Preise zu machen. Es sei denn, man arbeitet unwirtschaftlich, aber das wirkt sich früher oder später in jedem Fall auf die Qualität aus.
    Das ist jedenfalls MEINE Erfahrung aus 20 Jahren Berufsaquarianer und nochmal 20 Jahren Meeresaquaristik als Hobby - auch wenn es damals nicht so viele Salzmarken zur Auswahl gab...

    Interpretationsspielraum für solche Sätze gibt es genügend, es geht hier auch nicht darum, was man schwarz auf weiß formulieren kann oder will.

    Ich denke was Claude meint, ist eher ein generelles Problem: Jeder kann sich irgendwas zusammenmischen und als Meersalz, Spurenelemente oder sonstwas verkaufen. Das muß nicht unbedingt sofort schlechte Qualität sein, je nach Quelle und Beziehungen.
    Wenn ich aber einen Artikel, wie in diesem Fall ein Meersalz, mischen will, dann muß ich über Jahre zuverlässige Lieferanten haben, Rohstoff von immer gleichbleibender Qualität, in dem Fall möglichst DAB7, ich brauche eine vernünftige Verpackung, Aufkleber, Hilfsmittel,...
    Dann wird es etwas mehr, man kann es eben nicht einfach so zu Hause im Keller mischen, benötige eine größere Mischmaschine, einen Raum, plötzlich auch ein gut temperiertes und entfeuchtetes Lager, muß von jeder Charge Rückstellmuster machen, evtl. Laboranalysen, auf einmal geht das alles nicht mehr so nebenbei, ich muß Leute einstellen, usw. usw.

    Das geht für einen NETTOpreis von 33,50€ eigentlich gar nicht, es sei denn, man macht gigantische Tonnagen und hat eine ausgeklügelte Transportlogistik dahinter, aber wer hat das schon aus dem Stehgreif?
    Wenn es so ist, dann ist es in der Regel eine richtige Firma, deren Namen und Produktionsstätten bekannt sind.
    Ich arbeite seit 20 Jahren sehr intensiv mit öffentlichen Schauaquarien, ich könnte stundenlang darüber berichten, welche Probleme selbst etablierte Markensalzhersteller immer mal wieder haben, denn letztendlich entscheidet der Mann am Mischer über die Qualität und auch der hat mal einen schwarzen Montag.
    Während etablierte Hersteller aber Sicherheitssysteme gegen soetwas haben, und große Schauaquarien, wegen der wertvollen Tiere, auch immer vorsichtig Wasser wechseln, wenn neue Salzchargen kommen, ist man zu Hause doch eigentlich gar nicht in der Lage solche Tests zu machen und hat bei No Name Salzen meist ja nicht mal einen Ansprechpartner.

    In diesem Fall geht es sogar wahrscheinlich nur um einen Händler, der es wieder nur irgendwo kauft, aber kaum Informationen über die Herstellung des Produktes hat.

    Wenn es 10 x gut geht mit dem schönen billigen Salz, muß es nicht heißen, daß die Tiere auch den elften Wasserwechsel aus einer neuen Bestellung überleben - hat ja bisher immer geklappt.
    Da scheut man sich nicht Tiere für mehrere hundert Euro pro Stück(!) im Becken zu halten und spart am Ende 200€ Salzpreis im Jahr.
    Diese Argumente - sie kommen ja mindestens 1 x jährlich allein hier vor - sind für mich nicht nachvollziehbar.
    Ich will hier auch keinen Anbieter verunglimpfen oder an den Pranger stellen, jeder muß selbst wissen, womit er seine Brötchen verdienen will, aber das Leben unserer Tiere sollte uns die paar Euro schon wert sein.
    Dann lieber etwas weniger Geld für allerlei Zaubermittel ausgeben.

    Man kann es auch allgemeiner formulieren (Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das Zitat ist einfach zu schön!)

    Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.

    Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

    Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.

    John Ruskin (1819-1900)

    Im Aquarium geht es ja nicht darum, eine bestimmte Keimzahl zu unterschreiten. Die direkt an die Pumpenkammern angeschlossenen Röhren laufen in der Regel im Bypass, ein absoluter gleicher Durchfluß ist so natürlich nicht zu erreichen, da meistens Abyzz Pumpen verwendet werden, die über Strömungsprogramme verfügen.
    Dennoch halte ich es für deutlich besser, die Röhren quasi direkt im Becken zu betreiben, als irgendwo im Unterschrank, wo man nicht mal mitbekommt, ob die überhaupt funktionieren.
    Generell halte ich auch nichts davon, UV im Dauereinsatz zu betreiben, es sei denn, in reinen Fischbecken, wie z.B. großen öffentlichen Schauaquarien.

    Manche betreiben sie auch in einer hinteren Kammer aus Glas, diese bestücken wir dann mit einer kleinen 1000 Liter Pumpe. Dann ist es ähnlich wie in einer Röhre, aber man hat es unter Kontrolle, es kann kein Wasser auslaufen und zusätzlicher Platz wird auch nicht benötigt.

    Bei Großanlagen werden oft Wedeco Strahler eingesetzt, die haben zwar einen hohen Wirkungsgrad, aber man bekommt eben nicht sehr viel Wasser daran vorbei.
    Hat man eine Filterkammer von 1 x 1 x 2m so kann man dort viele Strahler betreiben und auch viel Wasser durchschicken. Natürlich ist selbiges dann nicht keimfrei, aber die meisten Ektoparasiten werden schon negativ beeinflußt und darum geht es schließlich: mit vernünftigem Aufwand an Energie & Technik ein brauchbares Ergebnis zu erzielen.

    In letzter Zeit kommen ja immer mehr Amalgam Strahler in Mode, die deutlich wirksamer sein sollen.
    Habe ich aber selbst nicht ausprobiert, die Geräte sind noch sehr teuer.

    Genau dafür verwenden wir sie. Im professionellen Aquarienbau hat man das Problem, durch die vorgegebenen Außenrohre gar nicht genug Wasser zu bekommen, um es zu sterilisieren.
    Daher hat man einen Schwimmkörper in einer freien Filterkammer, an dem mehrere solcher UV Strahler, die gibt es ja bis 105W, in die Tiefe hängen. Man kann also auch problemlos 20 solcher Strahle nebeneinander anordnen, was ja in Becken mit mehreren Millionen Litern durchaus Sinn macht.

    Für uns Heimaquarianer sind sie einfach sehr platzsparend anwendbar und wirken vor allem IM Becken. Wenn man das Wasser immer nur aus der Filterkammer sterilisiert, erwischt man immer nur einen Teil der Keime, viele davon haben Dauerstadien, die im Bodengrund leben. Diese werden dann sehr schnell erwischt, da sie von der Hauptströmungspumpe relativ zügig erfaßt werden.

    Hier ist eine Art Säule abgebildet, bei der die Strömungspumpe und eine UV Röhre verbaut sind, in diesem Fall für ein Rundbecken. Die Pumpe saugt ständig einen Teil des Wassers durch die Kammer der UV Röhre.

    Diese wird einfach durch die Keramik gebildet.

    Auch in diesem Jahr werde ich wieder als "Urlauber" über die Interzoo wandeln und mich freuen, nette Geschäftspartner und Freunde zu treffen. Auf einen eigenen Stand verzichten wir aber wiederum. Das hatten wir 14 lange Jahre. Ich kann es heute entspannter angehen lassen.
    Falls mich jemand treffen will, bin ich jederzeit telefonisch erreichbar und schwirre irgendwo auf dem Messegelände herum.

    Natürlich sind wir auf dem einen oder anderen Stand vertreten. Eine große deutsche Aquarienfirma ist mit dem Wunsch an uns herangetreten, ihnen zwei schöne Ausstellungsbecken zu bauen, die sie vorher(!) einfahren und bestücken können.

    Natürlich sollten die auch ganz verschieden aussehen...

    Also falls noch jemand soetwas braucht, einfach melden, ich komme dann mal giucken, wie´s geworden ist... :]

    Dirk, rühre doch einfach den Boden mit einem Stab ordentlich um, dann hast Du wieder Phosphat! Und hör auf, da irgendwelches Zeug reinzukippen, was soll der Unfug!?

    Keramik kommt da nicht mehr rein, die Tiere wachsen Dir den freien Raum schneller zu als Du gucken kannst, die sehen doch alle prima aus!

    Schaffen die Grundeln nicht, den Boden sauber zu halten?

    Vielleicht gibt es die irgendwo, aber das ist kein handelsüblicher 4/6mm Luftschlauch, sondern der hat nur 4,8mm AUSSENdurchmesser, was soll da innen noch übrig bleiben, wenn man ein Winkelstück einbaut - 2mm???

    Genau das kann ich einfach nicht verstehen!

    Ähnlichkeiten sind natürlich rein zufällig :]

    Jeder wird seine Lücke finden. Bei Abschäumern dacht ich ja auch schon, irgendwann gibt´s nur noch Kegeltypen, aber da wird sich in Zukunft sicherlich auch noch viel tun in puncto Leistung und Baugröße.

    Da ich selbst aus Energiespargründen eher ein Fan von Technik IM Aquarium bin, schaue ich schon verwundert auf neue Trends im Meerwasserbereich:

    Haben die meisten Leute bald gläserne Unterschränke um ihre teuren und wunderbar verarbeiteten Filterkisten überhaupt gebührend zu würdigen?
    Die Firma "Myreefcreations" propagiert eine Variante, in die man fast nur noch destilliertes Wasser füllen möchte:

    Wer keine Geduld hat, spule auf 1:40 vor:

    http://vimeo.com/39362654