Beiträge von Korallenwelt

    "die Copeopoden werden derzeit ausschliesslich mit Phytoplankton gefüttert. das sind Corythoichthys haematopterus."


    Werden die So als Zuchtansatz verkauft und reichen sie für die Aufzucht von Jungfischen aus.

    Setzt man die Jungfische in das Copepodenbecken oder fängt man die aktive heraus? Sind die Copepodidstadien kleiner als Brachionus?

    2011 hat irgendein Presseheini ausgegeben, daß wir spätestens 2030 bei 30 Cent pro KW sein werden (Ja richtig gelesen: 60 deutsche Pfennige!!! - im Osten hatten wir damals 8 im Westen, glaube ich 12 Pfennig die kWh)

    Was für ein Aufschrei in der Politik unisono mit Ausnahme der Grünen: NIIIIEEEEMAAALS - das geht sozial und wirtschaftlich gar nicht: Jede Wette, daß wir das noch vor 2018 erleben oder wenn die Amis in der Ukraine weiterhin ihre persönliche Demokratie einführen wollen und wir wie die allerletzten Vasallen hinterherhecheln, dann eben schon 2015.

    Dafür gibt´s dann eben ein paar mehr Ausnahmeregelungen......

    Insofern lohnt es sich also schon, in gute, Stromsparende Technik zu invetsieren. Man braucht auch nicht gleich 2 Strömungspumpen im ersten Vierteljahr und 2 LED Lampen tun auch erstmal ihren Dienst!

    "Nur beim Strom tue ich mich schwehr.Gibt es da ein Programm wo man das mal nachrechnen kann.Oder kann mir einer das mal erklären wie man sowas ausrechnet."

    Das sollte wohl keine unlösbare Aufgabe sein: Wenn Du einen separaten Raum hast, kann die Filtereinheit direkt an das Becken angeflanscht sein, Du überwindest keine Förderhöhe. Besser noch, Du baust die Technik gleich direkt in das Becken in einer abgeteilten Kammer, von vorn siehst Du die ja nicht, sie hätte dann die Tiefe Deiner Seitenscheibe plus vielleicht 30cm. Da passen die besten Abschäumer rein. Der hier stellt sie her, hat aber offensichtlich die Stromkosten nicht richtig ausgerechnet:
    "Stromkosten ? ....zwischen 400.- und 500.- Euro... das ist realistisch in der Größe..."

    Wir betreiben eine 3000 Liter Anlage mit einem Mini Bubble King 200, der nimmt 28 Watt, wenn Du ein größeres Modell willst, kommst Du vielleicht auf 50 Watt. Als Strömungspumpe haben wir eine Abyzz 200, die läuft an dem 320 x 80 Becken mit maximal 60% im Zufallsmodus (etwa 1/3 Stromvrbrauch der Maximalleistung), das wären 200W x 0,6 x 0,3 = 36W. Selbst wenn Du zwei davon nimmst, und eine 20W Förderpumpe, die Dir das Wasser aus der Kammer drückt, hast Du einen Dauerstromverbrauch von 50 + 36 + 36 + 20W etwa 150W, das macht 0,15kW x 24h x 365 x 0,25€ = 330€ im Jahr = 28€ im Monat für die Technik, die 24 Stunden am Tag läuft.

    Das gilt aber wie gesagt nur für wirkliche High End Technik, die auch in der Anschaffung Geld kostet. Preiswerte China Brummer, auch gern mit deutschen "Markennamen" versehen verbrauchen schon mal das Zehnfache!

    ABER: Je nach Tierbesatz - und Steinkorallen brauchen VIEL Licht - kann man schon ordentlich Geld für Beleuchtung ausgeben. Das wurde ja schon erwähnt. Andererseits MUSS man das aber auch nicht, wenn man nicht die allerletzten bunten Farben aus den Viechern kitzeln will und sich auch übernormale Korallen freuen kann.

    3 x 150 LED sind dabei schon sehr gut und sehen toll aus. Wenn die nicht immer auf voller Leistung gefahren werden, kannst Du also mit ca 8 Stunden und 450W rechnen. Das wären jährlich nochmal 350€, also im Monat 30€ für Beleuchtung. Es geht auch mit weniger oder mehr!

    ABER: Wenn Dein Aquarienraum eine Außenwand hat und nicht geheizt ist und Du hochmoderne LED Lampen mit gutem Wirkungsgrad hast, wirst Du wahrscheinlich 2 x 300W Regelheizer benötigen, um im Winter die 25° zu realisieren.

    Ich rechne gerade für mein künftiges 6m Becken alles zusammen, kann aber gut damit leben, daß nicht überall im Becken die buntesten Steinkorallen herumstehen müssen!

    Du solltest Dir folgende Fragen stellen:

    Warum die Größe LITER??? Habe ich nicht eigentlich einen Platz aus Länge und Breite und überlege mir dann nach finanziellen Möglichkeiten die Höhe?
    Wie gut sind meine handwerklichen Fähigkeiten?
    Kann ich mir exzellente Strömungs- und Abschäumtechnik leisten (Alles andere ist nämlich Unfug und wird am Ende nur doppelt und dreifach gekauft! Lampen sind kein Problem, die kann man jederzeit erweitern oder nachrüsten!)
    Habe ich genug Geld für Inneneinrichtung (Es gibt nichts Schlimmeres als große Aquarien mit ein paar "gebrauchten" Steinen drin - wir wissen alle, wie das endet!)
    Wie aufwendig muß / kann ich das Umfeld gestalten?
    Wann sollen welche Tiere einziehen?
    Habe ich genug Fachwissen, um dem Konsumdruck und den Werbeversprechen vieler Anbieter zu widerstehen, die mir erst Mittelchen, dann Bakterien, dann Pülverchen und am Ende noch Gegenmittel zu verkaufen? (Ich kenne nämlich Leute, bei denen macht das mittlerweile den größten monatlichen Posten aus - aber die Tiere werden mit Trockenfutter gefüttert!)

    Wenn Du nur günstig an einen großen Glaskasten kommst, aber noch nicht mal das Geld für einen guten Abschäumer hast und auch keine Möglichkeit, Dir einen zu bauen, der vielleicht in einem separaten Technikraum steht, macht es wenig Sinn, solch ein Projekt anzufangen.

    Die wichtigste Frage:

    Wieviel Geduld habe ich?


    Mit viel Geduld, handwerklichem Geschick und der Bereitschaft, sich Fachwissen anzulegen, kann jeder Student so ein Becken stemmen, wenn er einige günstige Quellen auftut und nicht den letzten Hype um die bunteste Steinkoralle mitmacht.

    Das Geld für einen regelmäßigen Wasserwechsel sollte aber schon vorhanden sein!

    Linda, das würde ich, vollkommen ungeachtet von jeglicher "wissenschaftlicher" Betrachtungsweise, blind unterschreiben, aber erzähle das mal einem Meeresaquaristik Neuanfänger in der heutigen, von Konsum geprägten Zeit...


    ... oder stell´ Dich einfach in die Seewasserabteilung eines großen Zoomarktes und höre eine Stunde den Verkaufsgesprächen zu.....

    Bernd: " Wenn sie bei Blaulicht verschwinden, sind es offensichtlich keine Cyanobakterien, dann sind es höchstwahrscheinlich Dinoflagellaten!"

    Dann haben wir wohl alle hier irgendwas nicht verstanden. Aus wissenschaftlicher Sicht würde ich eher nicht herumrätseln, sondern eine Probe unter dem Mikroskop anschauen.
    Sollten es Cyanobakteriien der Ordnung Oscillatorales sein, kann die jeder Laie identifizieren, aber obige Aussage entbehrt wirklich jeglicher Grundlage!

    Pipo auch das sind Cyanobakterien und Du kannst sie ärgern, indem Du das weiße Licht ausläßt, aber das steht hier in diesem Fred ja nun schon 10 x drin!

    "NO3 und PO4 Zugabe"

    ????????????? Bei Algenproblemen? Gute Idee :winking_face_with_tongue:


    Peter hat doch schon alles gesagt: Besorge Dir ein paar Seehasen, ein oder zwei Fuchsgesichter als Freßfeinde, dann klappt das auch.
    Wenn Du die Beleuchtung in den blauen Bereich verschiebst, haben solche Oberflächenalgen auch Probleme.

    Beide Maßnahmen zusammen sollten das Problem lösen.

    Gibt es schon zuverlässige Wasserwerte, die mit einer Referenz geprüft wurden?

    "einen filterschwamm zu benutzen. Sowas soll ja als "Nitratschleuder" gelten. "

    Was soll dieser Unsinn??? Löst sich etwa der blaue Filterschwamm auf und "produziert" Nitrat. Ein schönes Beispiel dafür, wie in der digitalen Welt aus einer Halbwahrheit, offensichtlich enthielt irgendwo ein zu nährstoffreiches Becken einen blauen Schwamm, ein Docma wird, welches die ursprüngliche Bedeutung vollkommen auf den Kopf stellt. Nur weil es dauernd wiederholt wird, gewinnt es aber kein Fünkchen Wahrheit hinzu:

    Wenn genug stickstoffhaltige Nahrung im Becken ist und das Redoxpotential hoch genug, beispielsweise durch gute Abschäumung, Durchlüftung oder Ozonisierung, wird in JEDEM porösen Material durch Nitrifikation Nitrat entstehen, ob das nun Tuffgestein, Filterkeramik, Plastikigel oder blauer Schwamm ist, ist vollkommen egal.

    Ist das Material sehr Voluminös und mit feinen Poren durchsetzt, wie Lebendgestein oder Riffkeramik, entstehen im Innern sauerstoffarme Zonen und das Nitrat kann reduziert werden zu gasfömigem Stickstoff, was allgemein als Denitrifikation bekannt ist.

    Füttere einfach einen Würfel mehr und spüle das Futter nicht mehr aus, dann sollte Dein Nitratwerd langsam steigen. Trockenfutterzugaben, würde ich wegen des höheren Phosphorgehaltes lieber nicht erhöhen.

    "1ml der Lösung genommen und 19ml destiliertes wasser . das ergebniss ist ein witz , mit dem dreck darin habe ich rein messtechnisch gerade mal einen po4 wert von 0,075 mit gilbers gemessen"

    0,075 x 20 halte ich eher für nicht so witzig...

    Bernd Koberstedt:

    " auch wissenschaftlich belegt ist, wird Dich wie üblich nicht interessieren, da Du ja nach mehrfachem Bekunden von wissenschaftlichen Untersuchungen nichts hälts."

    Besonders dann nicht, wenn Deine "wissenschaftlichen Beläge" aus dem Bodensee stammen!
    Während Du hier nur herumtheoretisierst und ständig irgendwelche "wissenschaftlichen" Veröffentlichungen heranziehst, die alles Mögliche behaupten und oft genug unter miesesten Laborbedingungen entstehen, die überhaupt nichts mit unseren Meeresaquarien gemein haben, noch dazu von Leuten, die mit solchen Organismen überhaupt noch nichts zu tun hatten, ziehe ich es lieber vor aus meiner universitären Praxis als Wissenschaftler und Meeresbiologe (übrigens habe ich 2 Jahre als Algologe gearbeitet, wenn auch mit Macrophyten) und bestimmt über 1000 Meeresaquarien, die ich in meiner beruflichen Laufbahn irgendwie begleitet habe, den Leuten praktische Tipps zu geben, die sie auch selbst nachvollziehen können.

    Es geht hier darum, den Leuten bei einem Problem zu helfen und ihnen Verständnis für die Zusammenhänge zu vermitteln und nicht die allerletzte physiologisch mögliche Reaktion einer Tiefsee - Bakterienkolonie zu zitieren, die irgendein Wissenschaftler am anderen Ende der Welt zwei oder dreimal in einem Reagenzglas ausprobiert hat.
    Wie oft sie gar nichts oder das Gegenteil von dem herausgefunden haben, schreiben sie nämlich NICHT in ihre Veröffentlichungen, oftmals dauern solche Versuche nur Tage und haben überhaupt nichts mit unserem konstanten Lebensraum eines Aquariums zu tun.

    Das muß man auch sagen und vor allem VERSTEHEN, wenn man ständig wissenschaftliche Artikel zitiert.

    Norman, Du kannst den Bodengrund durchaus tauschen, wobei ich niemals solchen groben nehmen würde, ist doch klar, daß die Trockenfutterkrümel da durch fallen und Phosphatdepots bilden. Cyanobakterien brauchen wirklich nur sehr wenig davon!

    ich würde folgende Maßnahmen machen:

    innerhalb einer Woche den Bodengrund entfernen
    eine Woche ohne Bodengrund fahren
    dabei ein silberhaltiges Gegenmittel verwenden, gibt es von Aqua Medic oder auch anderen
    neuen, feinen Bodengrund einbringen und mindestens drei Grabseesterne einsetzen

    Das sind Maßnahmen für 100 - 150 Euro, sollten aber Dein Problem lösen.

    Das mit dem Blaulicht hatte ich ja schon geschrieben, schon anhand Deiner Bilder lassen sich die Beläge eindeutig als Cyanobakterien definieren, Du wirst unter einem Mikroskop jede Menge korkenzieherähnliche Zellketten finden, die man so ab 200 facher Vergrößerung gut erkennen kann.
    Laß´Dir mal keinen "wissenschaftlichen" Unsinn einreden, Du brauchst Lösungen, nicht die 275. Meinung, was es noch alles sein könnte

    Bernd, Du biegst Dir aber auch alles hin...

    99,9% aller Cyanobakterien, die im Aquarium zur Plage werden, brauchen weißes Licht. Das kann ich nach 45 Jahren Meeresaquaristik davon 22 Jahre beruflich, durchaus einschätzen!

    Entzieht man Ihnen das, ist man schon auf einem guten Weg, beseitigt aber keineswegs die Ursachen! Der Rest steht oben!

    Norman, den Adsorber (Welcher ist es?) kannst Du mindestens 4 Wochen laufen lassen, so schnell funktionieren Adsorbtionsreaktionen nicht, schon gar nicht, wenn der Gehalt so gering ist!

    Peter, alles Gute im neuen Heim und maximale Erfolge. Mal schauen, wann wir wieder in den Pott kommen. Falls Dir mal irgendwann die Ideen ausgehen, aus aktuellem Anlaß hier ein Geschäftszweig, der immer funktioniert:

    Gilbers Cyano Kit (Aber schön im Köfferchen verpacken!)

    Phosphattest mit bebilderter Bodengrundanleitung
    etwas Edelmetall zur Soforthilfe
    ein bischen was Süßes für die Zukunft und
    eine blaue LichtFILTERfolie, die speziell das "Cyanospektrum" absobiert

    Als PLUS - Kit gibt´s dann noch ein phosphatfreies Trockenfutter

    Damit hast Du für die nächsten 20 Jahre ausgesorgt..... :grinning_squinting_face:

    "Das einzige was etwas bringt ist wenn ich die beiden Maxspect nur auf Blaulicht stelle und die röhren aus habe, dann kommen so gut wie keine cyanos raus, aber das kann ich ja.nicht ewig machen. "


    Nein, aber man kann das durchaus 4 Wochen machen, Phosphatadsorber kann immer mitlaufen, einmal pro Woche den Bodengrund absaugen und eine Kohlenstoffquelle zugeben (Bactobalance halte ich für die beste und sicherste Methode) sind ja keine großartigen Sachen, das kann man unter "normalen Pflegebedingen" abbuchen.

    Aalgrundeln mit Trockenfutter zu füttern ist natürlich mehr als kontraproduktiv, wie oben schon steht, einfach mal ein paar Krümel auflösen und Phosphat messen!

    Vom Bodengrund einfach einen Fingerhut so lange in Salzsäure auflösen, bis er weg ist, das Ganze 1:10 mit Osmosewasser verdünnen und auf Phosphat messen. Es geht dabei nicht darum, irgendeinen "Wert" zu finden, sondern selbiges nachzuweisen. Wird´s kräftig blau, solltest Du langsam und vorsichtig den Bodengrund wechseln.

    "Weißes Licht fördert keinesfalls Cyanobakterien. Im Gegenteil, verschiedene Stämme haben gerade bei Schwachlicht Konkurrenzvorteile."


    Klar Bernd, nur haben wir sowas nicht in unseren Aquarien, das kann man ganz einfach dadurch feststellen, indem man das Licht einen Tag ausläßt und schaut, ob sie dann noch da sind. (Jedenfalls solange die Sonne nicht in´s Becken scheint.)
    In der Regel sind es ja auch keine REINEN Cyaonbakterienkolonien, sondern immer durchsetzt mit größeren Mengen Dinoflagellaten, Kieselalgen usw., das kann man mit einem guten Mikroskop ganz einfach nachprüfen.

    Das hat aber alles nichts mit den obigen Gegenmaßnahmen zu tun, die in der Summe zu 95% helfen, es sei denn, es liegt grundsätzlich etwas im Argen. Wer sein Geld in der Aquaristikbranche verdient, weiß, daß auch das keineswegs selten ist.....

    "Auch die ganzen Leute die im zeoforum ihre Becken auf zeovit umstellen und recht schnell ihre po4 werte auf wirklich teils 0,01 senken haben sehr selten cyanos, zumindest liest man dort wenig davon, deshalb ist das für mich so schwierig zu glauben. "

    Das hat überhaupt nichts mit Zeolith zu tun, sondern vor allem mit der Kohlenstoffzugabe. Ob Du da nun, wie beim Zeovitsystem einfach Essig, die Alkoholmethode oder Baktobalance oder noch etwas anderes (Traubenzucker) nimmst, spielt zunächst keine Rolle.

    Eine Kohlenstoffzugabe, welche langsam hochgefahren werden muß, verschafft scheinbar anderen, heterotrophen Bakterien( Die CO2 nicht als Kohlenstoffquelle wie Cyanos nutzen können) einen Vorteil so daß diese dann eine ernsthafte Konkurrenz zu den Cyanos werden. All das geht nicht in 2 Tagen, man braucht wirklich Geduld dabei, aber bei den meisten Leuten hilft das, bei gleichzeitiger Phosphatminimierung. Einen Phosphatmangel sollte Dein Becken so schnell nicht erleiden, denn Du fütterst ja Deine Fische regelmäßig.

    Das klingt allerdings alles wenig überzeugend, wie hoch ist der aktuelle Wert denn, besonders dort, wo die Cyanos sich breit machen? (Du kannst auch diese mal verrühren und messen!), wirkliuch 0,04mg/l mitten im Bodengrund?:


    "Und ich habe bereits denen bodengrund gemessen mit dem Ergebnis das ich da den gleichen Wert wie im freiwasser habe. "


    Das ist auf jeden Fall schon mal eine ganz hervorragende Maßnahme, nervt aber auf Dauer! Führt aber im Umkehrschluß dazu, daß Dein Substrat schon phosphathaltig sein könnte. Das kannst Du messen, indem Du einen Fingerhut voll davon in Salzsäure auflöst, 1:10 verdünnst und dann mal den PO4 Gehalt bestimmst:


    "Ich habe dauerhaft po4 adsorber laufen, der bodengrund wird mindestens 1x wöchentlich durchgesaugt im Moment fast täglich der cyanos"

    "Natürlich will ich die Ursache finden, aber ich kenne halt genug Becken die noch nie cyanos hatten trotz sehr schlechter wasserwerte und uhraltbecken mit 15 Jahre alten Boden der mal sporadisch durchgesaugt wird"

    Warum drehst Du meine Argumente um 180° und meinst, das müsse andersherum genauso gelten??? Phosphatdepots KÖNNEN, MÜSSEN aber nicht Cyanoplagen hervorrufen! Das ist doch nicht das Selbe!!!

    Offensichtlich ist es Dir ja auch zu aufwendig, einfach nur mal den PO4 Gehalt Deines Bodengrundes (Das kann zum Beispiel auch eine phosphathaltige Korallensandcharge sein!) zu messen und Du nutzt die Zeit lieber, uns hier im Forum öffentlich an Deinen Gedanken teilhaben zu lassen. Das mag ja löblich sein, wird aber kaum zum Ziel führen und nur wieder in der 172. Cyanodiskussion mit hundert Ursachen und genauso vielen Empfehlungen zu deren Bekämpfung enden. Langjährige Mitleser wissen, was gemeint ist!

    Es ist ja Dein Becken, mach mal, wie Du denkst! Deinen Fischen ist es vermutlich egal, ob Du Cyanobakterien hast oder nicht.

    Nicht so viel Zeug in so ein kleines Aquarium zu schütten, ist wirklich ein guter Rat. Zu Cyanobakterien kannst Du Dich hier gut mit der Suche belesen. Regelmäßiger Wasserwechsel sollte Deine Probleme lösen, insofern Du kein Trockenfutter verabreichst!

    "von Claude empfohlen Wasser zu erhitzen, es abkühlen zu lassen, und dann po4 zu messen, damit Depots messbar werden, und so kenne ich das auch. "

    Elementare chemische Grundkenntnisse sind schon hilfreich: Calciumphosphat ist bei pH 8,2 eine feste Substanz mit der höchsten Oxydationsstufe des Phosphors. Da kannst Du erhitzen, soviel Du willst. Alle Phosphattests enthalten Schefelsäure, diese verdrängt die schwächere Phosphorsäure aus ihren Salzen.

    "Mein Becken ist z.b. Nicht alt, genau 1,5 Jahre und ich hab ne plage an cyanos, aber noch nie hohe po4 werte gehabt. "


    Hast Du denn nun im Boden gemessen oder nicht? Es geht nicht um irgendeinen absoluten Wert, sondern um Ungleichgewichte zwischen Nitrat und Phosphat, die von Cyanobakterien gut genutzt werden, auch wenn Bernd uns hier mit irgendeiner "wissenschaftlichen Veröffentlichung" gern das Gegenteil erzählen will. Aber wir wollen nicht in´s philosophische abgleiten, sondern den Leuten hier helfen. Die Depots zu finden, ist der Schlüssel!
    Wenn man dieses Ungleichgewicht, in der Regel ein zu hoher Phosphatwert, einigermaßen im Griff hat, ist man in 90% aller Fälle die Cyanos los. Das geht aber NICHT in einer Hau ruck Aktion!!! Einfach langsam den Bodengrund tauschen und dann immer dafür sorgen, daß genügend grabende Tiere und eine gute Schnellfilterung vorhanden sind, ist ja keine große Sachen. Der Rest sind Spezialfälle bei denen man weitersuchen muß. Sowas zum Beispiel:

    "anfangs von Red sea, dann übers zeosystem jetzt mit pellets...."

    "test im Boden gemacht mit aufhitzen und so,"


    ??????????????

    Norman, bevor Du mir hier irgendwelche ominösen Deals vorschlägst, benutze bitte zuerst die Suche Funktion, ich habe den Test schon gefühlte hundert Mal hier erklärt:

    Mannimmt einfach eine Tasse Bodengrund aus dem Becken rührt mit dem Finger kräftig um und gießt nach kurzem Warten (Absetzen der Trübung) das überstehnde Wasser in das Probengefäß und mißt dies auf den Phosphatgehalt. Da wird nichts erhitzt oder sonstwie gezaubert!

    "warum hat Hans Werner z.b. Das Phänomen das wenn er po4 senkt das er dann cyanos bekommt??"

    Ganz einfach: Weil die Cyanobakterien, die im Boden liegenden Phosphatdepots, z.B. festes Calciumphosphat, nutzen können und dafür keine Stickstoffquelle (Nitrat) benötigen, wie zum Beispiel Algen.

    "dann müssten ja sämtliche alte Becken mit Unmengen an po4 und dazu noch kalkwassermethode cyanos haben, dem ist aber nicht so. "


    Woher weißt Du das? Schon mal den irreführenden Begriff "old tank syndrom" gehört?

    "Wenn das so währe hättest du ja als erster das Phänomen cyanos entschlüsselt. "


    Keine Panik, das wußten schon viele vor mir.
    Nur weil im Internet ständig irgendein neues Wundermittel ausposaunt wird, niemand diesen ganzen Unsinn löscht und sich diese Halbwahrheiten immer mehr ansammeln, wird die Biochemie nicht unlogischer.

    Als chemische Keule gegen Cyanobakterien kann neben verbotenen Antibiotika auch elemtares Silber eingesetzt werden, was eine Weile sehr gut funktioniert, aber nie die Ursachen beseitigt!!!

    Vernünftig kann man mit einer Kohlenstoffquelle gegensteuern um das Wachstum anderer Bakterien zu fördern. Manche geschäftstüchtigen Händler sind schon auf die Idee gekommen, under wundersamem Namen Traubenzucker zu verkaufen und es gibt auch dankbare Abnehmer dafür.

    Weil der Phosphatgehalt im Freiwasser und im Boden nicht gleich ist, sondern der Sand oftmals sehr große Phosphatdepots enthält, insbesondere, wenn er nicht gut gepflegt wird. Auch scheint es immer mal wieder einige Chargen Livesand zu geben, die phosphatlastig sind.

    Cyanobakterien brauchen kein Nitrat und sind deshalb physiologisch im Vorteil, von ihrer rasanten Vermehrungsrate ganz abgesehen.

    Ich habe das hier aber schon 100 x beschrieben, bitte die SUCHE benutzen.

    Der Nitratfilter wird in verbindung mit dem hohen Bodengrund früher oder später Probleme machen, weil Du zwar wenig Nitrat, dafür aber viel Phosphat haben wirst, da dieses nicht abgebaut wird, sondern sich immer mehr anreichern. Unbedingt vile grabende Tiere einsetzen!

    "Ich möchte aber keine zusätzliche platten nur ein höhere schacht."

    Ich glaube, ich verstehe Deine Frage nicht ganz. Die Pumpe hat doch eine bestimmte Größe, für die passend eine Kammer gefertigt wird. Alles andere drum herum, kann man doch nach Kundenwunsch fertigen, ich muß nur wissen, was gemeint ist.

    Ich hatte doch vorgeschlagen, die kKammer auf einer Platte zu integrieren, die den Ablaufschacht verdeckt, das scheint mir Sinn zu machen!

    "eine gesunde Beckenbiologie erreicht man auch ohne ständige Zugabe von irgendwelchen Mittelchen. Da bleiben dann auch Fadenalgen und Cyanobakterien aus. Angepasste Beleuchtung, regelmäßiger Wasserwechsel, gute Abschäumung, laminare, nicht zu turbulente Strömung und kein Überbesatz machen Experimente überflüssig. Auf diese Faktoren würde ich das Becken zunächst überprüfen. Die Schrauben sind hierfür sicher nicht ursächlich.
    Wenn Du bei tatsächlich (sichere Messergebnisse?) niedrigen Nährstoffwerten braune Korallen hast, wäre die Beleuchtung mein erster Ansatzpunkt.

    Einen guten Labortest würde ich Dir ebenfalls anraten. Die angeführte Mammutanalyse halte ich auch für völligen Unsinn; Gilbers würde ich ebenfalls empfehlen.
    "

    Bernd hat doch schon alles gesagt, besser kann man es nicht ausdrücken! Nur weil jetzt ein Eisenwert zu hoch ist, werden die Korallen nicht braun!
    Regelmäßiger Wasserwechsel ohne irgendwelchen Schnickschnack ist immer noch das Beste, was man machen kann, wenn genug Calcium zugeführt wird und der Magnesiumwert bei 1300mg oder höher liegt.

    Vielleicht braucht das Becken auch etwas mehr Ruhe?

    "abgesetz Po4 0.16. Habe dann 3l. Diatrat B in einem Fliesbettfilter getan und alle 14 Tage gewechselt. Bin dann Po4 auf 0.25 gelandet. "

    Das widerspricht jeglicher Logik. Du solltest
    1. zunächst die Qualität Deiner Tests mit einer Referenz(Gilbers) gegenprüfen und
    2. die Phosphatquelle (Trockenfutter?) ausfindig machen

    Erst dann kann man vernünftige Gegenmaßnahmen ergreifen!

    Ein Algenproblem auf chemischem Wege zu lösen ist immer so eine Sache, vielleicht klärst Du zunächst einmal, um welche Art von Algen es sich handelt. Bei Bryopsis kannst Du da lange grübeln, diese wächst ausgezeichnet in nährstoffarmem Wasser.

    Wobei wir beim Thema "Nachweisgrenze" sind:
    Für welche Tests denn und mit welcher Referenz geprüft?
    Wenn Du Bodengrund hast, wirst Du darin massenweise Nährstoffe finden, zumindest Phosphat. Gleiches kann für Gestein gelten.

    "Ich habe ansatzweise schonmla 2g versucht allerdings ist mir da die Dichte deutlich angestiegen, hier hat sich wohl das Na mit Cl-ionen zu Kochsalz verbunden..."

    ALSO.......

    "VERBINDEN" tut sich da schon mal gar nix, Salze dissoziieren im Wasser zu FREI BEWEGLICHEN (also auch nachweisbaren!) Ionen.

    Wenn Du nun 2 Gramm auf 200 Liter Wasser gibst, könnte sich der Salzgehalt - extrem vereinfacht gerechnet: 0,01Gramm pro Liter ergeben dann eine "Erhöhung" von 0,0005 Prozent...

    Mit welchem Meßinstrument hast Du diesen DEUTLICHEN Anstieg geprüft?

    EDIT: Oh Mike, hatte Deinen Post nicht gesehen, nun ist es doppelt gemoppelt, einmal las Dichte und als Promilleangabe!

    "Ich dachte ja nicht an Sand oder Korallenbruch, sondern an Faustgroßes LS oder ähnliches."

    Ach so, aber keinen feinen Sand, denn die Wurzelzellen durchziehen den ganzen Sand und man hat in ein paar Wochen eine Kalkplatte als Bodengrund und wegen mangelnder Durchströmung dann meist auch die entsprechenden Probleme.
    grobe Steine bis faustgroß sind prima!

    Die Becken gibt es ja in unterschiedlichen Größen....

    Ich denke, Du kannst uns nach 20 Jahren Riffkeramik schon zutrauen, Aquarien zu bauen, in die auch Korallen passen. Für das Wachstum der Korallen können wir natürlich nix, aber ein wenig ist natürlich jeder Tierkäufer auch selbst dafür verantwortlich, WAS in seinem Aquarium landet!

    Das sieht doch schon mal nicht so schlecht aus:

    KORALLENWELT Fertigbecken im Büro

    Schön, daß Du hier nochmal explizit unser Nano 60 erwähnst, Klaus: selbst in so einem kleinen Becken läßt sich die passende Technik, wie zu sehen, wunderbar innerhalb der Dekoration verbauen.

    "Ich und meine Bandscheibe, hätten nicht die geringste Lust, Technik im Aquarium zu haben, schon gar nicht in winzigen abgegrenzten Technikabteilungen, wo man sich dann immer den Dassel an den Lampen anhaut, oder diese ausschalten muss, um überhaupt da arbeiten zu können, ohne gleich einen Hitzeschlag zu bekommen. .... Denn eins ist sicher : ... Wartungsarbeiten, die gemacht werden müssen, werden umso zuverlässiger erledigt, wenn man überall gut drankommt und sich nicht verrenken muss, um mal eine Pumpe aus einem winzigen Schacht rauszupfrimeln, um sie zu warten/entkalken. "

    Nun ja, der Bandscheibe bekommt es natürlich viel besser, in so einen Unterschrank zu kriechen und irgendwo Vorschaltgerätekästen mit 3m Kabel aus der hintersten Ecke zu pulen - kein Mensch baut sich in die Frontanasicht seines schönen Aquariums Durchführungen, nur weil ein Hersteller meint, diese Kästen fest mit den Pumpen verbinden zu müssen. Von dem ganzen Gepitscher wollen wir gar nicht reden.
    Also schreibe hier in aller Öffentlichkeit nicht schon wieder über Dinge, die Du in der Praxis niemals selbst ausprobiert hast! Auf Wunsch schicke ich Dir gern eine Pumpenkammer zu, eine Abyzz hast Du ja selber!

    Filterbecken oder Technikkammer:

    Grundsätzlich kann man natürlich nur als erfahrener Aquarianer für sich selbst entscheiden, was besser ist, denn man kennt seine persönlichen Bedürfnisse und die finanziellen sowie räumlichen Möglichkeiten am Besten.
    Wasser aus einem Keller hochzupumpen, kostet schon etwas Geld, aber auch nicht soviel, daß davon der gesamte Betrieb eines Meeresaquariums abhängt, regelbare Pumpe natürlich vorausgesetzt.
    Wenn ich persönlich einen separaten, nahegelegenen Hauswirtschafts- oder gar Aquarienraum (Keller) zur Verfügung hätte, würde ich IMMER ein separates Refugium nebst Filter machen, einfach weil mich viele Dinge an der Meeresaquaristik interessieren und ich gern vieles ausprobieren will. Das möchte ich meinen Mitbewohnern nicht im Wohnzimmer zumuten und in einem separaten Raum kann ich auch später mal aufräumen oder wischen.

    Wenn ich aber einfach nur ein schönes Becken haben will, wenig Zeit habe, mich drum zu kümmern oder öfter weg bin, dann wäre sicherlich ein Becken OHNE Rohrleitungen und zusätzliches Wasser außerhalb die erste Wahl.
    Aber das weiß man anfangs natürlich auch nicht immer, der Appetit kommt bekanntlich beim Essen.

    Auch finanzielle Beweggründe können ausschlaggebend sein, unsere Fertigbecken haben eine Technikkammer, die komplett keine 300€ kostet, das Aquarium am Laufen hält und zuverlässig funktioniert. Natürlich ist das keine High End Technik, sondern gute Mittelklasse. Flüsterleises Arbeiten darf man dabei nicht erwarten, aber keine 50W Dauerstromaufnahme sind ja auch ein Argument, das für viele zählt.

    Letztendlich muß jeder selbst entscheiden, wo für ihn persönlich die Reise hingehen soll und was finanzierbar ist. Ich persönlich möchte in meinem Leben nicht mehr in einen salzverkrusteten Unterschrank herumkrauchen in dem sich lauter 220V Kabel kringeln, aber es gibt ja auch Leute, die das ganz vorbildlich lösen.

    "erkläre mir mal was der Cl mit dem Ablaufrohr zu tun hat? "


    Es ist doch vollkommen egal, wo das Rohr verbaut wird, man nur eben den Strömungswiderstand nicht unterschätzen und er wird mit der Zeit offensichtlich nicht gerade geringer...

    Macht es nicht mehr Sinn, die Fische häufiger füttern?
    Bei "Pulvern" ist es eher wahrscheinlich, daß Du das Stickstoff / Phosphor Verhältnis verschiebst und plötzlich viel Phosphat im Becken ist, so groß ist es ja nicht und dann ist guter Rat teuer!

    Mit welchen Tests mißt Du denn und hast Du eine Referenz?