Beiträge von Bloom

    Sorry Alex,

    im Riff kann es sehr dunkel werden - auch Rabenschwarz - je nach Jahreszeit.
    Ein Mondlichtsimulation ist deshalb nur dann wirklich sinnvoll, wenn sie auch Neumond und Tage mit sehr bedeckten Himmel - also kein Sternenlicht - berücksichtigt.
    Nichts desto trotz zweifel ich es nach wie vor an, dass das alles in der "normalen" Aquaristik eine Rolle spielt. Einzig allein das Argument von Joe ist richtig, den Flossenträgern ein Chance zu geben einen Schlafplatz zu finden bevor das Licht abgeschaltet wird. Aber auch hier kann ein Aquariner feststellen, dass die Fische diesen Zeitpunkt nach einiger Zeit sehr wohl kennen und es schon ein paar Minuten vorher im Aquarium sehr "still" wird ...

    Hallo Thomas,

    der Preis für Dein Plaxiglas-Aquarium ist gut. Sogar sehr gut. Ihr habt auch schon über Vor und Nachteile diskutiert - aber aus meiner Sicht (Erfahrung) die wichtigsten PRO aber auch das wichtigste KONTRA nicht angesprochen.

    KONTRA: Plexiglas ist sehr empfindlich. Ich habe auch mal gedacht, mit sehr viel Rücksicht und Vorsicht diesen Punkt vernachlässigen zu können. Ich habe so ein Becken, wie ein rohes Ei behandelt. Ergebnis: Nach einem Jahr ist es derart verkratzt, dass mir die Optik keine Freude mehr macht. Da hilft auch nicht das Argument, das ich hier schon mal gelesen habe, das Großaquarien (z.B. in Monetrey) schon viele Jahre gut damit leben. Nur ... es macht einen Unterschied, ob so ein Aquarium im Wohnzimmer steht und du jeden kleinen Kratzer sofort siehst oder ob du in einem Großaquarium fünf Meter vor der Scheibe stehst. Das als Beispiel genannte Aquarium in Montererey ist nämlich aus der Nähe betrachtet sehr verkratzt. Nur da stört es keinen.

    PRO: Bei einem Plexiglas-Aquarium kannst viel besser und leichter die Technik einbringen. Es wäre sogar schade, dabei so zu planen, wie bei einem Glas-Aquarium. Du kannst überall bohren, kleben, etc. egal ob in Front oder Bodenscheiben. Ein Schacht mit Ablaufrohren wie in Glasaquarien wäre schlichtweg Unsinn. Der entstand nur aus Glas-Zwängen nicht überall Bohren zu können und schon gar nicht oben und im Randbereich. Du kannst versteckt jeden Zulauf einbohren egal wo und wieviel. Ebenso den oder die Abläufe. Leider werden diese Möglichkeiten bei Plexiglas-Aquarien viel zu wenig genutzt.

    Um die Glasfarbe brauchst Du Dich nicht so sehr kümmern. Weißglas ist zwar immer noch nicht so schön wie Plexiglas. Aber der Unterschied stört nur im direkten Vergleich. d.h. Du bemerkst es nur wenn zwei Becken nebeneinander stehen.

    Summa summarum würde ich Dir aber - trotz aller technischen Möglichkeiten - zu einem Glasaquarium raten. Nicht wegen dem günstigeren Preis, sondern letztendlich wegen den Kratzerproblemen
    Das von Dir angeschnitte Problem der Sicherheit hast Du selbst im Griff. Wenn Du auf eine Glasstärke mehr achtest als normal und auf gute Verarbeitung, wirst Du keine Probleme haben. Zahle lieber hier den 100er mehr, als dass Du ihn in einem Plexiglas-Aquarium investierst.

    :ylol :ylol :ylol Pech für Dich @Klaus, dass sie das Wasser selber machen. Wäre besser gewesen, wenn Du es ihnen wöchentlich zum Wasserwechel hättest einfliegen dürfen. Natürlich mit dem Privatjet des Betreibers. Sag mal, brauchen die nicht einen qualifizierten, submarinerfahrenen Scheibenputzer? Da würde ich doch glatt meinen Rentensitz umplanen

    @Stefan, das hieße aber im Umkehrschluss, mann könnte z.B. bei einem reinen Fischbecken mit anderen Temperaturen fahren. Mir erzählte ein Tauchlehrer im Sinai, dass in der kalten Zeit viel mehr Fische an den Riffen sind - wahrscheinlich weil das Planktonangebot in der kühlen Zeit dichter ist. Zum anderen halten sich die Doktorfischschwärme auf den Malediven nur im "sehr warmen" Flachwasser auf. Klar, Algenwachstum höher.
    Ich bin auch mit der Frau eines Basenbetreibers auf den Malediven telefonisch in kontakt, die das Korallenwachstum in der Lagune und am Hausriff beobachtet und dokumentiert. Und gutes Wachstum meldet, 2 cm im Monat bei immer 35 Grad! Zur Zeit warme Saison. Spitzenwert: mittags sage und schreibe 40 Grad in der Lagune, Tiefe 3 Meter.

    Ich weiß, ich weiß, Thema hier verfehlt. Aber man rutscht halt mal so hinein.

    Heinz

    Zum Thema Wassertemperatur noch eine kleine Geschichte, die Euch Aquarianern vielleicht gefällt. Ich erzählte von der Fangstation auf den Malediven. In dieser Zeit steckte die ganze Meerwasseraquaristik noch in den Anfängen. Dementsprechend naiv war auch noch das Wissen bei den Leuten dort. Ich bemerkte in den Becken aus Korallengestein und Mörtel, die im Freien standen, nur mit einem Palmdach abgeschattet, eine Wassertemperatur von 35 Grad. Naiv wollte ich die Jungs belehren, "das ist zuviel". Antwort: warum? Ich erzählte etwas von "anderen Temperaturen im Wasser" und dass es besser 25 oder max. 28 sein sollten. Da nahm der "Oberfänger" ein altes, vergammeltes CocaCola-Blechplakat von der Wand, in dem ein Thermometer integriert war, nahm mich bei der Hand (unter Maledivern nichts peinliches, sondern ein Freundschaftszeichen - auch unter Männern) und zog mich zum Strand, hinein ins Wasser. Wir wateten ganz schön weit hinaus. Und schreckten Weißkehldoktoren und Picassodrücker vor uns her, alles was sich halt in den Flachgewässern und Lagunen vor den Inseln so tummelte. Als wir bauchtief im Wasser standen hielt er sein CocaCola-Thermometer ins Wasser. Wir rauchten ein maledivische Zigarette, furchtbares Zeug. Dann las er ab: 102 Fahrenheit = 38 Grad. Betreten und wortlos watete ich zurück. Es war mir dann zu dumm weiter zu diskutieren.

    Übrigens, wir standen damals da draußen auch schon auf Korallen. Doch in dieser Zeit, war in der Aquaristik das Thema Korallen noch nicht so weit. Die Korrallen wuchsen auch in dieser warmen Brühe.
    Danach interessierte mich die Themperatur in den verschiedenen Tauchtiefen. Interessant: bis etwa 10 Metern Tiefe, dort wo es am buntesten und üppigsten mit den Korallen war - 28 bis 30 Grad, je nach Tageszeit. Ebenso interessant, das gleiche gemessen im RotenMeer (so ziemlich gleiche Korallenarten) im Winter - 20 Meter Tiefe – schweinekalt - 18 Grad.

    Ich will mit diesen Zahlen nichts sagen - oder aqauristische Standardwerte anzweifeln. Doch nachdenken darf man - oder?

    Thema Sonne. Da fällt mir gerade ein. Ende der 70er war ich auf den Malediven auf einer Einheimischeninsel, auf der es eine Fischfangstation gab. Die Jungs dort hatten extreme Probleme mit der Wassertemperatur. Obwohl alles abgeschattet wurde. Allein die Frischwasserrohre heizten das Wasser zu sehr auf. Wie ich dort war, versenkten sie alles in den Sand. Und wir mussten dann vom Strand aus unter Wasser die Rohre raus in Riff führen und befestigen. Wenn die ihre Tanks im Freien oder unter Glas gehabt hätten, hätten sie Kochfisch verkaufen können.

    Heinz

    mein Gott @Klaus. Ein Glasdach in Spanien. Du lässt Dich aber hier zu merkwürdigen Aussagen bewegen. Wie willst Du denn da im Sommer die Hitze wieder rausbringen? Die Leute haben Vorstellungen - unglaublich. Bei 60 Grad in der Sonne. Dach auf. Röhrenwurm Sonnenlicht geniesen lassen und dann mit 10.000 Watt in der Stunde das ganze wieder runterkühlen? Ich sehe schon da muss ich noch viel lernen ....

    Heinz

    Stefan@ Antwort zum 2. Absatz.

    Du gibst Dir die Antwort eigentlich selbst. Denn mit dem "guten" Sonnenlicht hast Du natürlich Recht. Aber .... wenn ich den ganzen Tag arbeite, nicht zu Hause bin ... was will ich dann mit einem Aquarium in dem schon Feierabend ist, wenn ich nach Hause komme. Also plane ich es so, dass ich was davon habe. Das gleiche gilt auch für das gepostete zur Mittagszeit .... also Rollo runter und am Abend geniesen, sonst kann der Betreiber es auch sein lassen.

    Heinz

    Sorry @ Stefan - nix verkehrt. Es ging darum, ob die Sonne Mittags so stark spiegelt, dass man nix mehr sehen kann. Auch nicht bei der starken Aquarium-Beleuchtung. Was dem Betreiber egal ist, wenn er Siesta macht. Und wenn er generell den ganzen Tag abdunkelt, kann es auch biologisch egal sein. Andere Aquarien stehen auch in der dunklen Wohnung und es beginnt der Tag erst nach Feierabend.

    @Stefan Du pauschalierst zu sehr. Ich kann Dir Plätze in heimischen Seen zeigen, die jeden Taucher gefallen. Ich kann Dir irre bunte Korallenbänke in Norwegen, geile Wracks in Dänemark und bunte Fische in Schweden zeigen. Vor Tamariu im Mittelmeer liegen gelb/rote Korallenriffe, wie Du sie im Roten Meer nicht findest. Ich kann Dir aber auch Stellen im Roten Meer zeigen, wo Du glaubst der einsamste Mensch der Welt in der Wüste zu sein.

    Natürlich ist Tauchen in einem tropischen Meer, angenehmer und vordergründig artenreicher und unterhaltsamer. Wenn die Ansprüche - nicht nur taucherisch - aber steigen, rücken auch andere Tauchgebiete in den Vordergrund.

    Für mich ist im Moment zum Beispiel das Tauchen in der Antarktis das affengeilste. Morgen wird es vielleicht wieder Philippinen oder Indonesien sein. Und wenn dann im Herbst, im Salzkammergut, ein Hecht mit 30cm Kopfdurchmesser mir 2 cm vor der Tauchmaske steht und in die Augen sieht - ändere ich vielleicht wieder meine Meinung

    Heinz

    @Stefan, jetzt hat sich das Posting überschnitten.

    Jetzt mach mal halblang, Mittelmeer ist klimatisch subtropisch. Das Rote Meer tropisch. Da liegen Temperaturwelten (20 Grad im Jahreschnitt) dazwischen und somit ist es ein ganz anderer Lebensraum. Dass es dabei zu Überschneidngen kommt, weil Fische über den Suez ab- und einwandern, heisst nicht, dass das alle submarinen Lebewesen können.

    Jedes Tauchgewässer hat seinen Reiz. Auch im biologischen und im taucherischen Anspruch. Es kommt aber, wie schon gesagt, darauf an, was Du erleben willst - und nicht zuletzt, wie taucherisch fit Du bist.

    Heinz

    Jetzt wird die Diskussion albern.

    Ich denke mal, wenn die direkte Sonneneinstrahlung zu groß ist, kann der Betreiber das leicht mit einem kleinen Vordach oder einer Markise korrigieren. Kosten spielen sowieso eine Nebenrolle.

    Und wie Klaus schon sagte, das wirkliche Leben beginnt in diesen Gefilden erst bei Sonnenuntergang. Welcher vernünftige Mensch steht in Spanien in der Mittaghitze vor einen Aquarium? Typisch deutsche Denke ..

    Ich würde mir mehr Sorgen machen, wo der Zapfhahn und der Grill hinkommt. Das andere macht Klaus schon richtig.

    @Stefan, das Rote Meer mit dem Mittelmeer vergleichen geht nicht. Auch nicht finanziell. Es kommt immer darauf an, was Du sehen oder erleben willst. Du kannst mich gerne fragen, wenn Du etwas bestimmtes wissen willst.

    Heinz

    Tja, R E S P E C T Klaus, Das ist eine andere Welt. Da kommt man sich mit seiner 1000-Liter-Planung sehr dünn vor. Ich glaube inzwischen auch, dass man das ganze nur genussvoll mitlesen kann, weil man zu wenig von den Zwängen und Vorgaben so eines Großprojekts weiß und versteht.

    Heinz

    Yep - na endlich gehts los, muss ja auch einen Sinn gehabt haben, warum wir so lange auf Klaus hier verzichten musten.

    Klaus, hast Du auch mal vorab einen Bauplan, den Du posten kannst/darfst?

    Und schon die erste Frage: Warum fliest man einen Raum für Aquarientechnik? Um hinterher bei allen schweren Dingen die man reinstellt mit Belastungsverteilersockeln darauf achten zu müssen, dass die Fliesen nicht springen? Wäre da nicht der sauber und plan geschliffene Fundamentbeton - hell und freundlich gestrichen, schlag und wasserfest lackiert die vernünftigere Lösung? Wenn es nur um die Optik geht - Sichtbeton ist richtig verarbeitet inzwischen sogar für Wohnräume "en vouge".

    Heinz

    P.S. das Bier oder der Rioja am Abend auf der Terasse nach so einem Tagwerk ist doch der wahre Grund warum wir leben und arbeiten - oder?

    Danke, ja das waren die Vortech-Pumpen. Ich denke, die kann man sehr gut variabel einsetzen. Und kein Kabel muss irgendwo rausgeleitet werden. Ich muss mal prüfen, ob ich die irgendwo sehen oder testen kann. Exra nach München dafür zu fahren ist schon hart. Aber was tut man nicht alles ....

    Heinz

    Ich habe Ende letzten Jahres hier im Forum einen Link zu Strömungspumpen gesehen, die mit einen Motor außerhalb des Becken betrieben werden. Leider finde ich diesen Link nicht mehr. Wer kann mir weiterhelfen.

    Heinz

    @ Lars, wenn nix drin ist und auch kein Phosphat, von was leben die Algen dann? Das ist fragend, interessiert und nicht vorwurfsvoll gemeint.
    Irgendwas muss auf irgendeine Nährstoffkette nicht zugegriffen haben, was die Algen zur Vermehrung ausgentzt haben.

    Denkt man logisch, nutzt jetzt eine Messung nichts mehr. Denn der Vorfall, der das Wachstum ausgelöst hat, war vor einigen Wochen. In diesem Zeitfenster müssen Deine anderen Bewohner auf freie Nährstoffe ungenügend zugegriffen haben. Oder es waren zuviel vorhanden.
    Du machst nun das einzig richtige: Jetzt müssen mechanisch (durch fressen, ausrupfen, etc) die Algen wieder ihre Dominanz verlieren. Das wird einige Zeit dauern. Von Chemie oder Änderung der Wasserwerte in irgend eine Richtung halte ich nichts, denn Deine sind ja gut.

    Heinz

    @Klaus mit den Größenverhältnissen hast Du 100% recht. Ich meinte aber mit den großen Becken Tiefen über 1 Meter wo ich "vernünftig" nicht mehr an bestimmte Stellen hinkomme. Das beginnt sogar schon bei Becken mit 80er Tiefe. Und dann jedesmal ins Becken steigen oder mit den halben Oberkörper abtauchen, davon halte ich überhaupt nichts. Schon gar nicht in unserem Alter :ylol Ich möchte jeden Winkel des Beckens gestalten können, mal eine Koralle wechseln, mal einen Stein verschiebne - wenn es nötig ist.

    Deshalb ist für mich nach Deiner Formel ein MW-Aquarium mit 160x80x80 das beste. Jeder kann darüber natürlich anders denken. Wenn jemand in der Hauptsache nur Fische halten will, kann es sicher auch noch größer sein.

    Ich bin sogar der Meinung, dass viele in ihrer ersten Euphorie zu große Becken planen. Und dann später am vernünftigen Unterhalt und Licht sparen (müssen).
    Da ich z.B. bei meinem neuen Becken täglich automatisch 5% Wasser wechseln will - denn Wasserwechsel halte ich für die einzig wirklich funktionierende MW-Philosophie - kommen bei einem 160er Becken schon ein paar Märker Salz zusammen.

    Heinz

    An der Diskussion stört mich nichts. Im Gegenteil. Ich lerne davon. Aber nicht von überheblichen Antworten von Leuten die gerade mal ein 80er Becken betreiben und glauben, dass das was anderes wäre. Auch mit meinen 160er Becken zu Hause glaube ich nicht die große weite Freiheit anzubieten. Es sind andere Faktoren wichtig, wenn man Meerwasseraquaristik betreibt. Und das Wissen darüber habe ich gehofft hier bei diskussionsfreudigen Spezialisten ohne Überheblichkeit zu finden. Ich habe mich getäuscht.
    Und trotzdem bleibt meine Sprache höflich und frei von Beleidigungen - auch wenn ich von einigen Beiträgen unter der Höflichkeitsgrenze provoziert wurde.

    Wenn ich mit meinem Denken, Qualität des Lebensraumes ist wichtiger als Quantität, gegen die Vereinssatzungen verstoße (wie hier gepostet wurde) dann bin ich bereit den Verein zu verlassen.

    Noch einmal @Sabine, bitte diesen Thread löschen.

    Nein Sabine, kein Photoshop und kein Scherz.

    Und alles andere habe ich schon gesagt. Ich vertrete die Meinung der Qualität und nicht der Quantität.

    In 3 oder 4 Monaten wird der Flammi in ein größeres Becken ziehen.

    Wenn Ihr mit mir über die wahre (Schwimm)Freiheit diskutiern möchtet - was ich im Übrigen akzeptiere - dann bitte nicht mit 1, 20 und 1,50er Becken. Denn diese Diskussion wäre scheinheilig. Das sind für eine Flammi nicht wirklich spürbar mehr. Und Ihr kommt in die Nähe Meeresaquaristik komplett zu verbieten. Was für mich logischer wäre, als diese Diskussion hier.

    Und deshalb beantrage ich diesen Thread zu löschen.

    Norbert, das ist genau der Grund, warum ich es hier gepostet habe.

    Es kommt auf die Qualität des Lebenraums an - nicht auf die Größe. Und das war die Herausvorderung für mich. Einen kleines Biotop mit 100 Liter konstant zu halten.

    Dass mich da jemand anbrummt, mit 200 Liter und/oder 80cm (wie zu lesen ist) interessiert mich wenig. Meinen Flammi geht es gut. Das zeigt seine Farbe, sein Schwimmverhalten und seine Neugier und er ist immer hungrig ...

    Ich glaube nicht, dass 90 cm mehr Schwimmraum daran irgend etwas ändert. Natürlich gebe ich Dir recht, wenn jemand die doppelte oder dreifache Wassermenge braucht um sein Biotop konstant und die Wasserwerte sauber zu halten.

    Und ich habe schon "echte" große Pfützen gesehen, wo ich jeden Fisch bedauert habe darin schwimmen zu müssen.

    Im übrigen hat das kleine NANO eine exzellente Technik von Abschaumer bis hin zur Nachfüllautomatik und einen 40 Liter-Tank randvoll mit Lebendgestein. Das NANO zeigt alle Anzeichen eines gesunden Biotops. Xenia pumpt und wuchert. Die Gorgonie und die Euphylia strecken alle Polypen aus - konstant. Auch die Scheibenanemonen teilen sich unübersichtlich und prächtig.

    Heinz

    Klein geht auch ganz gut - zugegeben mit Fingerspitzengefühl.

    So ein NANO für den Bürotisch hat mich schon lange gereizt. Jetzt läuft es 10 Monate und entwickelt sich prächtig. Es lässt sich rundum einblicken und auf jeder Seite ist was anderes los ...

    Die Daten:
    _ 35 x 35 x 35 cm
    _ Mittige Riffkeramik-Säule
    _ 75 W HQI Lampe Giesemann
    Technikbecken im Schreibtisch-Container darunter mit
    _ 2000er Eheim Pumpe
    _110 H&S Nadelradabschäumer

    Gäste:
    1 Centropyge loriculus
    2 Chrysiptera parasema
    1 Partnergrundel mit Knallkrebspartner (Alpheus bellulus)
    1 Cryptocentrus cinctus
    1 Lysmata debelis
    4 Mini-Hawaii-Einsiedler
    4 Kegelschnecken
    Sonst: ein paar Röhrenwürmer, Euphyllia, Xenis, Scheibenanemonen, Weich und Hornkorallen

    Wasserwerte:
    Temperatur 25° C
    PH: 8,00
    dKH 6
    NO2: 0,2
    NO3: 12
    NH3 0,03
    PO4 0,04
    Ca 450
    Ma 1300
    SiO2 0,2

    Torsten, Dein Wort in Gottes und Klausens Ohr.

    Heinz

    @Kadatz, habe mich in den letzten Wochen malmit Deinen Zeichnungen beschäftig unnd sowas nachbauen, bzw. auch konstruieren wollen. Ein solches Programm zu kaufen ist einfach - es zu beherrschen eine andere Sache. Respekt. Und ... ne, ne, ein 20.000 Liter-Becken kann mir gestohlen bleiben. Es ist nicht wirklich pflegbar. Aus technischer Sicht - ja, aus optischer Sicht - nein. Ich habe leider noch nie ein wirklich sehr großes, sehr schönes Becken gesehen, wie es zig herrliche 1,50- oder 2-Meter-Becken in der Szene gibt.

    Ja @Stefan, manchmal ist das eben so. Und trotzdem verstehe ich Deine Argumentation nicht. Du fährst doch auch ohne Abschäumer? Was doch beweist, dass die Sauerstoffzufuhr durch Oberflächenströmung ausreicht. Klar, Du argumentierst noch mit Deinem zusätzlichen Algenbecken. Doch viele MW-Aquarianer haben keinen Abschäumer und auch kein Algenbecken.

    Ich will um Gottes Willen nicht Recht behalten - Ich will nur verstehen.

    In der Horts-Kipper-Ära der MW-Aquaristik vor etwa 20 Jahren hat man den Abschäumer sogar verteufelt. In ihm einen Grund gesehen warum das mit den Korallen im Aquarium nicht so klappt. Sie hatten nicht Recht, das wissen wir heute. Aber die Becken waren in dieser Zeit noch "fischiger" Und wenn das ohne Abschäumer als Sauerstoffliefernat nicht gegangen wäre, hätten die noch "älter" ausgesehen.

    Im Übrigen bin ich ein Abschäumer-Beführworter als einziges technisches Gerät am Aquarium neben den Umwälzpumpen.

    Heinz

    Es ist interessant, wie viele Freunde ich für meine These hier finde. Denn das Chemiegepansche will mir auch aus kostengründen nicht in den Sinn. Ich bin nie auf die Formel, bzw das Ergebnis gekommen, dass diese Panscherei mit Ihren Mittelchen - und wenn man es elegant und genau machen will - mit ihren Pümpchen und elektronischen Timern, etc. billiger und besser sein soll als Wasserwechsel. Zumindest diese einfache Kostenrechnung gelingt mir. Ich vermute dieses Fable für die Wasserpanscherei kommt noch aus Zeiten, wo das normal erhältliche Salz noch nicht so gut war. Und ich erinnere mich an Zeiten und Abende im Aquarienclub wo ich so Prahlereien hörte wie: "Ich wechsle nur alle paar Wochen"

    Drauf gekommen bin ich bei einer neuen Planung für ein perfektes Aquarium ohne Kosteneinschränkung. Es ist verrückt, was für Kosten entstehen für Zugabepumpen, Überwachungscomputer und die ganze Instalation rundum. Wenn ich alle diese Kosten plus Chemie auf z. B. 3 Jahre Abschreibung verteile, komme ich zum Ergebnis, dass ich jede Woche noch viel mehr Wasserwechsel machen könnte und ich fahre billiger.

    Heinz

    Habe Dich schon verstanden @Santana. Es ist ja auch nicht verkehrt es von Deiner Sicht aus zu versuchen. Du solltest nur nicht die Grundgesetze aus den Augen verlieren. Und auf die wollte ich Dich aufmerksam machen. Mehr nicht. Aber manche Menschen müssen Ihre Fehler eben selbst machen. - und das brauchen sie auch.

    Heinz

    @Klaus, ich fände es schade, wenn wir Dich komplett an den Großbau verlieren. Klar aus Kostensicht muss jeder die Dinge machen, die er braucht. Das habe ich ja in meiner Branche auch so gemacht und bin vom kleinen Individuellen zum großen Populären gewechselt. Jetzt nach vielen Jahren habe ich es schon tausendmal bereut. Auch mit dem Wissen, dass die Fleischtöpfe kleiner gewesen wären. Die Ehre, die Genugtum, das Erfolgserlebnis waren größer - auch wenn das Objekt kleiner war. Ich vermisse das sehr. Und ich ebene jetzt schon alle Wege für die letzte Lebens-Arbeitsphase wieder dorthin zurückzukehren.

    Es schmerzt mich sehr - auch wenn ich das nie zugeben würde - dass ich mir mein Klaus-Jansen-Aquarium abgeschminkt habe. Nicht, weil ich es mir nicht leisten konnte, sondern weil Du keine Zeit mehr für Kleinprojekte hast.

    Ich werde eben zum Bastler nebenan gehen und ihn ordentlich auf die Finger schaun. Herz und Lunge des Projekts - Pumpe und Abschäumer - werde ich Gott-sei-Dank noch von Dir bekommen.

    Danke übrigens für die Mail. Wir werden uns im Zeitraum der BOOT-Messe sicher sehen.

    Liebe Grüße, Heinz