Beiträge von Harold Weiss

    Hallo Gerd!

    Es handelt sich um einen freischwimmenden Borstenwurm. Ähnliche kann man manchmal zu Millionen (!) an der Küste des Mittelmeeres schwimmen sehen. So wie Du schreibst - in der Nacht und vom Schein der Taschenlampe angezogen.
    --> harmlos

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Heiko!

    Ja, jetzt Caulerpa reinzugeben, ist wirklich gut. Stabilisiert das Milieu, entzieht den anderen Algen etwas Nährstoffe. Verwende aber auf jeden Fall nur groß"blättrige" Arten, also z. B. Caulerpa prolifera, C. taxifolia oder C. sertularioides. Auf keinen Fall Caulerpa brachypus, denn die verkrallt sich extrem in den Steinen und ist dann kaum mehr unter Kontrolle zu halten. Allerliebst ist allerdings die mit ihren Trieben an zartes Javamoos erinnernde Caulerpa webbiana.

    Wegen des Ausblutens von abgeschnittenen Trieben brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Ein Beispiel: In einem meiner Aquarien (Inhalt 60 Liter) habe ich zum Zwecke des Nitratsabbaues relativ hohen, feinen Bodengrund eingebracht. Darin haben sich jede Menge verschiedene Caulerpas verwurzelt. Würde ich die jetzt herausziehen, würde ich damit das anaerobe Bodenmilieu zerstören. Also muss ich den Caulerpawald regelmäßig mit der Schere stutzen. Dabei bluten sie natürlich alle sehr. Und es ergeben sich daraus keinerlei negative Konsequenzen - weder für die messbaren Wasserwerte noch unmittelbar für die Beckenbewohner (Anemonen, Steinkorallen, Krebstiere, Röhrenwürmer, Seeigel sowie ein Paar des Leierfisches Synchiropus ocellatus).

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo S. Besler (es ist schwierig, Dich anzusprechen ... soll ich sagen: Herr Besler?)!

    Ich bin einigermaßen verwundert über die Hälterungsprobleme mit Deinen Garnelen. Davon abgesehen ... bist Du sicher, dass es sich bei Deinen Tieren tatsächlich um Palaemon serratus handelt. Oder nicht doch etwa um Palaemon elegans? Noch nie habe ich gehört - und auch meine eigenen Erfahrungen gehen nicht in diese Richtung - dass diese Garnele schwierig zu halten wäre. Sie toleriert (nahezu) jede Temperatur und auch bezüglich Salinität zeigt sie sich sehr anpassungsfähig.

    Lieben Gruß

    Harold

    EDIT: Habe mir jetzt die Mühe gemacht, Deine vergangenen Beiträge durchzusehen ... und siehe da: Ich fand heraus, dass Du Sebastian heißt.

    Hallo Heiko!

    Die Art und Weise, wie Du Deine Begeisterung beschreibst, gefällt mir wirklich ausnehmend gut. Ich möchte Dir noch einen Link geben, wo Du ein bisschen etwas über eines meiner Aquarien lesen und betrachten kannst --> hier. Dieses Aquarium hat die Maße 60 x 30 x 30 - also 54 Liter und steht jetzt 4,5 Jahre. Neben unzähligen Wirbellosen (aus den Tropen und dem Mittelmeer) leben darin 3 Segelflossenschleimfische (Emblemaria pandionis) und ein Mandarinfisch (Synchiropus splendidus). Der Mandarinfisch wurde ursprünglich natürlich als Paar eingesetzt, nur leider sprang das Weibchen heraus, sodass das Männchen nun auf ein weiteres Weibchen warten muss. Dieses Aquarium wird lediglich mit einer Strömungspumpe (Marea 2400) und 2 x 18 Watt T8 Beleuchtung betrieben.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Heiko!

    Auf die Gefahr hin, ein bisschen etwas zu Deiner Verwirrung beizutragen, indem ich hier einen durchaus kontroversiellen Standpunkt einnehmen werde, schalte ich mich hier dazu:

    Zunächst etwas zu mir. Ich pflege Aquarien zwischen 12 und 60 Litern. Unter anderem mit Leder- und Steinkorallen, Gorgonien, Krebstieren, Stachelhäutern und auch Fischen. Keines meiner Aquarien wird abgeschäumt. Das sage ich jetzt nicht, um es Dir am Anfang zu raten - ich will nur aufzeigen, dass es mit Geduld und Fingerspitzengefühl möglich ist. Und dass ich ein bisschen Ahnung bezüglich der Pflege solch kleiner Aquarien habe :-).

    Wenn Du schon die HQI - Leuchte hast und die Stromkosten einstweilen keine Rolle spielen, wäre es Blödsinn, eine andere Lichtquelle zu verwenden. So wie Du sagst, kannst Du sie entsprechend höher hängen, um eine allzu starke Erwärmung des Wassers zu vermeiden.

    Ich rate Dir sehr dazu, am Anfang die Kriechsproßalge Caulerpa taxifolia einzusetzen, da ein gutes Algenwachstum unschätzbaren Wert für die Stabilisierung des Milieus hat. Und ein Aquarium Deiner Größe ist übersichtlich genug, um überbordendes Wachstum rechtzeitig eindämmen zu können. Gerade diese Art lässt sich auch gut entfernen.

    Ebenso steht es um Weichkorallen der Gattungen Xenia und Anthelia. Es wurde schon richtig angemerkt, dass sich diese Tiere möglicherweise gut bis stark vermehren werden. Aber abgesehen davon, dass es sich bei ihnen um sehr attraktive Korallen handelt, entnehmen sie dem Wasser Phosphat und Nitrat in großen Mengen, was gerade am Anfang dazu beiträgt, ein für Steinkorallen günstiges Milieu zu schaffen. Später muss man allerdings darauf achten, dass das Wasser durch Leder- und Weichkorallen nicht zu nährstoffarm ist und gegebenenfalls Spurenelemente nachdosieren. Die zu starke Vermerung lässt sich in einem 60 Liter Aquarium aber gut unter Kontrolle halten, sodass diesbezüglich keine Probleme zu erwarten sind.

    Ich wünsche Dir bei Deinem Projekt viel Freude. Ich denke, dass Du schon gut begonnen hast, indem Du viel Information gesammelt hast und mit Ruhe und Überlegung an die Sache herangehst.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Dieter!

    Super Vorstellung! Ich freue mich, mit Dir wieder einen mehr kennengelernt zu haben, der sich zur seltenen Gruppe der Mittelmeeraquarianer zählt.

    Den Blutstriemen - Schleimfisch Parablennius sanguinolentus habe ich auch einige Zeit gepflegt. Allerdings konnte ich ihn die ganze Zeit nicht dazu bringen, sein Verhalten, das er auch in der Natur zeigt (große Fluchtdistanz, sehr vorsichtig ...), im Aquarium zu verändern. Andere Schleimfischarten zeigten sich da wesentlich "kommunikationsbereiter". Wie verhalten sie sich bei Dir?

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Bianca!

    Da ich Dich ja noch nicht kannte, bin ich Dir wohl unabsichtlich ein bisschen auf die Zehen getreten. Das tut mir Leid und war nicht meine Absicht ... aber wie gesagt, konnte ich ja nicht wissen, dass Du aus dem Metier kommst.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo BigMama (wie ist denn Dein Name?) !

    Octopus vulgaris ist kein leicht zu haltendes Tier. Zudem wirst Du kaum Zoohandlungen finden, die ihn verkaufen. Ich denke, es ist auch besser, wenn Du zunächst einmal ein bisschen über Dich schreibst ... Sichtlich hast Du ja Interesse an Mittelmeer - Aquaristik. Du bist Dir schon bewusst, welche Ansprüche man erfüllen muss!?

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Wiki!

    Tja, schade um die Tiere! Ich denke, Du hast jetzt ein wenig dazugelernt und wirst dieses Mittel nicht mehr anwenden wegen einiger Planarien, die zwar - das gebe ich schon zu - nicht allzu schön anzusehen sind aber in keiner Weise irgendjemandem schaden.

    Auf jeden Fall aber danke für diesen Beitrag! Es ist nämlich leider nicht oft der Fall, dass auch über Misserfolge berichtet wird, obwohl dies so wichtig ist.

    Und ich hoffe, dass möglichst viele diesen Beitrag lesen und sich so vermeiden lässt, dass dieses Mittel mit seinen für das biologische System (so denn eines besteht) unabwägbaren Folgen eingesetzt wird.


    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Petra!

    Ich rate Dir, nichts mehr dazuzusetzen. Du kannst mit den Anemonenfischen und der Anemone ein wirklich schönes, stabiles System aufbauen. Jeder weiterer Fisch, den Du dazu gibst, macht dieses System labiler. Lass Dein Aquarium jetzt einfach entwickeln und freue Dich an den derzeitigen Bewohnern. Diese in einem 54 Liter fassenden Aquarium zu halten ist schon keine Alltäglichkeit.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Bianca!

    In meiner Antwort an Dich steckte kein Sarkasmus ... aber ich denke, Du hast auch nicht mich gemeint :-). Auch auf die Gefahr hin, dass ich Dich nerve, will ich Dir sagen, dass ich den Zeitpunkt des Zusetzens von Amphiprion und Entacmaea für zu früh halte. Auch wenn die Wasserwerte gut sind, sagt das nichts über die Stabilität des Systems aus. Und nach ein paar Wochen ist es noch nicht stabil genug, um die Belastung durch Fische zu vertragen. Na klar kann es gut gehen ... keine Frage. Alles KANN gutgehen. Aber auf der sichereren Seite bist Du, wenn Du länger zuwartest.

    Aber ich denke, Du wirst es sicher auf Deine Weise machen. Also wünsche ich Dir und (vor allem) den Tieren alles Gute dafür.

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Gerald!

    Ich will Dir ja nicht zu nahe treten und Dir auch die Freude an der Seewasseraquaristik nicht nehmen ... aber irgendwie scheint es Dir vollkommen egal zu sein, was hier auf Deine Fragen geantwortet wird.

    Hast Du schon einen Platz für das Fuchsgesicht und den Hawaiidoktor?

    Lieben Gruß

    Harold

    Hallo Bianca!

    Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber: Warum fängst Du schon am 17. Tag mit der Besetzung an? Noch dazu mit Tieren, die gefüttert werden müssen (Cerianthus)?

    Nichts liegt mir ferner, als Dir die Freude zu verderben. Aber die Freude an einem Seewasseraquarium ist umso größer, je stabiler das System läuft. Und es läuft umso stabiler, je mehr Geduld man bei der Einlaufphase zeigt.

    Mein Ratschlag: Setze jetzt erst mal nichts Neues dazu und beobachte, wie sich das Ganze entwickelt.

    Lieben Gruß

    Harold