Zitat
Original von Hans-Werner
klar bin ich an Antworten interessiert, aber sie sollen bitte auch etwas erklären. Einen Vorschlag zu kritisieren, ohne etwas ausprobiert zu haben oder es wirklich begründen zu können, halte ich nicht für konstruktiv. Wie kommst Du ohne Versuche zu Deinen Aussagen? Woher kommen in nährstoffarmen Korallenriffen nicht-limitierte Algen? Wenn man Beiträge angreift, sollte man schon eine gute Begründung dafür haben.
Das mit dem neu erfinden haben ich mir auch gedacht, weshalb ich eigentlich gedacht hätte, dass diverse Medien oder Variationen ausprobiert worden wären. Wie gesagt, Kulturmedien können für verschiedene Zwecke optimal sein. Letztlich wird bemängelt, dass es noch zu viele Bindenfehler gibt, die ja eine Ursache haben müssen. Ist also schon alles bestens und es gibt nichts mehr zu verbessern? Woher stammen also die Empfehlungen für f/2? Von erfahrenen Fischzüchtern?
Hallo Hans Werner ,
ich hatte eigentlich nicht mehr eingeplant , mich hier weiter zu melden , da es mir vorkommt , das allzu ausdrücklicher wiederspruch immer irgendwann auf diskussionsebenen landet , die ich persönlich noch viel schlimmer als "nicht konstruktiv" empfinde.
Es scheint mir aber , möglicherweise habe ich mich nicht ausführlich genug ausgedrückt und damit missverständnisse hervorgerufen haben zu können .
Deshalb :
Ich habe mich in den letzten jahren sehr intensiv mit der materie beschäftigt , allerdings weitgends praktisch und weniger theoretisch , und kann damit mit einem ausgezeichnet gutem gewissen sagen , ich habe eine ganze menge ausprobiert , was sowohl futtermittel (samt deren areicherung)wie artemia ,brachionus,harpacticoide und calanoide copepoden samt diverser futteralgen und deren kultur angeht.
Deshalb bin ich skeptisch ,was deine anregungen und vorschläge angeht ,inwiefern sie überhaupt durchführbar und sinnvoll sind .
Für wen sind sie denn eigentlich gedacht ?
Der hobbyzüchter hat ganz andere probleme , und kann froh sein , wenn er überhaupt agile phytokulturen erwerben kann , mit denen es sich lohnt , anfangen zu arbeiten.
Wenn er dann soweit ist , dauert es meistens nicht lange , bis es zu problemen kommt , die du ansprichst , nämlich verunreinigungen etc. - auf jedenfall bei den wertvollsten arten.
Was noch schneller geht, wenn man überdüngt.
Deshalb ist mir ein "durchschnittdünger" wie f/2 , den ich im griff habe und mir ein wenig spielraum lässt ,weit lieber als spezialmixturen , die theoretisch am "gesündestem" sind , aber "unmöglich" zu handhaben.
Es ist mir nämlich am wichtigstem , wertvolle algen mit vorteilhaftem nahrstoffprofil verwenden zu können ,
ob da nun ein paar prozent nicht voll treffen , ist für mich total uninteressant , da meiner erfahrung ,zielsetzung und überzeugung nach eine reihe andere dinge wesentlich mehr ins gewicht fallen.
Wenn ich erfolg haben möchte bei der zucht , muss nicht nur die alge , sondern auch der züchter mit dem medium klarkommen.
Das halte ich für am wichtigstem.
Ich habe übrigens selber auch verschiedene düngemittel ausprobiert , und bevorzuge persönlich f/2 , ganz einfach weil es so am besten funzt bei mir.
Meine algenkulturen hole ich mir bei bedarf aus einem proffessionellem forschungsinstitut , da ich auch nicht die zeit , interesse und mittel habe , alle algen ganzjährlich am laufen zu halten , und dort werden zwar auch abwandlungen von dügemdien benutzt , mir wurde aber auch dort gesagt , soviel unterschied gäbe es da nicht , und das war dort nie ein thema.
Nehmen wir mal an , ich würde meinen dünger deinen empfehlungen nach "frisieren" , und auch der gebrauch würde in der praxis funktionieren - die dokumentation des/der ergebnisse könnte ich noch nichtmal selber führen , da eine unmenge an anderen daten , natürlich mit mehreren paralell geführten zuchtbehältern, gesammelt werden müssten , um zu aussagekräftigen schlussfolgerungen kommen zu können.
Als beispiel meiner praxis kann ich noch meine zuchtversuche mit Ps. fridmani anführen , bei denen ich unterschiedliche methoden anwendete , und von sorglosem "linkshandarbeiten"mit gutem resultat ohne vorbereitung mit A.tonsa bei meinem ersten wurf (den ich zuffällig entdeckte , mir war gar nicht klar , das sie überhaupt abgelaicht hatten), übers rumwurschteln mit grünem wasser und artemien bis zum zielstrebigem arbeiten mit hochwertigen algen und anreicherung so ziemlich alles durchhatte.
Mit resultaten von 2 bis 265 stk. fisch durch meta.
Immer mit grossen problemen angehend wasserqualität.
Wenn ich die im griff habe , kriege ich möglicherweise 350 durch.
Wenn ich die fütterung noch verbessere , vielleicht 400 .
Kommt natürlich drauf an , wie gut die elterntiere in schuss sind ...
...das rumspielen mit dem düngermedium kann ich mir von daher sparen .
Das allergrösste problem für mich ist es nämlich , die "ernte" verkauft zu bekommen ....
...und aus demselbem grunde sehe ich auch keinen sinn , mir ein bein auszureissen was bindenfehlerproblematik angeht , wozu ich im laufe der zeit eine reihe von ideen bekommen habe , allerdings beinhaltet
zugegebenerweise keine davon die zusammensetzung des düngemediums ...