Hallo Jochen
Trotz einiger Gläser Wein versuche ich dir zu antworten. Ich gehe mal der Einfachheit davon aus daß dein Wärmeaustauscher aus einem Titanrohr mit den vorhin genannten Maßen besteht, welches in einem dickerem Rohr ( z.B. aus PVC ) steckt . Innen fließt dein Kühlwasser und außen entgegengesetzt dein Aquariumwasser .
Weiterhin lege ich mal für mein Berechnung fest ,daß dein Kühlwasser 22 Grad und dein Aquarienwasser 28 Grad hat . Dein Wasserdurchfluß in alle zwei Richtungen ist so eingestellt , daß sich dein Kühlwasser um 3 Grad erwärmt und das Aquariumwasser um den gleichen Betrag abkühlt . Auf der einen Seite des Austauschers kommt also Kühlwasser mit 22 Grad rein und Aquarienwasser mit 25 Grad raus . Auf der anderen Seite kommt Kühlwasser mit 25 Grad raus und Aquarienwasser mit 28 Grad rein . Du hast also immer einen Temperaturunterschied von 3 Grad . Mit dieser Konstruktion kannst du , wie vorhin berchnet ca. 950 Liter Aquarienwasser um 3 Grad in einer Stunde abkühlen . Das erfordert natürlich auch einen Durchfluss von 950 Litern pro Stunde in beiden Richtungen.
Zur Beantwortung deiner Frage.
-Je schneller auf beiden Seiten der Durchfluß ist umso größer ist der Wärmeaustausch.
-Die oben genannten Bedingungen bleiben nicht konstant . Bei einer (gewollten) Abkühlung des Aquarienwassers verringert sich natürlich der Temperaturunterschied zum Kühlwasser und der Wärmeaustausch verringert sich .
-Durch Abwärme von Beleuchtung , Pumpen wird dem Wasser im Aquarium laufend Energie zugeführt , die mit "entsorgt werden muß"
-Nachteilig wirkt sich auch die Eigenschaft des strömendes Wassers aus. In der Mitte des Rohres fließt das Wasser am schnellsten , und an der Rohrwandung bildet sich eine langsam fliesende Laminarströmung aus , die sich isolierent bemerkbar macht.( Wasser ist ein schlechter Wärmeleiter ). Durch geeignete Konstruktion des Austauschers kann man das bestimmt verringern . ( Frag mich nicht wie)
-Mehr weiß ich nicht .
Aber ich glaube , die rechnerischen Reserven sind mehr als genug .
Allgemein :
Ich würde auch das Kühlwasser zum Technkbecken führen .
1. Wenn irgendwas kaputt geht ist es eigentlich unwichtig wenn es nicht im Haus oder am Austauscher ist .
2. Wenn die Kühlung geregelt werden muß ( Nachtabschaltung ) hast du kein Aqurienwasser was stundenlang in irgendwelchen Schläuchen vergammeln kann .
3. Zum Energieverbrauch noch folgendes . Um eine sogenannte Kälteleistung von 3000 W zu erbringen braucht ein Klimagerät etwa ein Drittel elektrische Energie . Du brauchst die Leistung einer Pumpe , die etwa 1000 Liter pro Stunde fördert .
4. Etwas unter die Erde in ein PVC Rohr verlegt hast du weder Probleme mit Einfrieren , Anknappern durch Mäuse und Austauschen des Schlauches .
Jetzt ist aber genug
Gute Nacht
Bernd