Beiträge von Oliver Pritzel

    Hi zusammen,

    nur weil Brenner mit einer hohen Kelvinzahl deklariert sind, müssen sie nicht unbeding blauer sein. Oft ist besonders nur der Violettanteil stark erhöht, was unser Auge auch als Violettblau wahrnimmt. Dieser hohe Violettanteil ist jedoch nicht so wertvoll für die Photosynthese wie ein hoher Blauanteil. (siehe hierzu auch das Absorbtionsspektrum von Zooxanthellen in http://www.korallenriff.de/vortraege_beckum_04.html).
    Hieraus resultieren auch im wesentlichen die schlechteren Wachstumswerte bei Brennern mit hoher Kelvinzahl. Sie haben einfach weniger photosynthtisch nutzbare Strahlung (PUR). Hätten sie aber wirklich einen höheren Blauanteil, wie man z.B. in Blauröhren findet, würden sie auch zu besseren Wachstumsraten beitragen.

    Grüße
    Oliver

    Hi Katja,

    der Wirbelsturm in der Turbinenkammer hört sich doch schon mal gewaltig an. Aber mal im Ernst. Das Teil wird vemutlich recht laut sein, weil die Pumpe nicht entkoppelt ist und sehr wahrscheinlich kein Nadelrad hat. Ich denke auch, das mir mal ein Kunde genauso ein Teil gezeigt (vor 3-4 Wochen) und der wollte es auch abgeben da es recht laut war.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Guido,

    Durch das Absorbtionsspektrum der Zooxanthellen (in Vivo) wird die photosynthetisch nutzbare Strahlung klar definiert. Und hier ist der gesamte Bereich von 430 - 500nm im wesentlichen die Strahlung, die für die Energieversorgung Korallen genutzt wird.
    Wenn man dies weiß, macht es auch Sinn, wenn man solche Leuchtmittel wählt, die eben einen hohen Anteil an Strahlung in genau diesem Bereich haben. Mit meinem Vortrag den Du gelesen hast wollte ich unter anderem verdeutlichen, dass die gängigen 10.000 K Brenner, die es ja nun auch schon etliche Jahre gibt, eben nicht wirklich auf die "Bedürfnisse" in der Lichtzusammensetzung der Korallen zugeschnitten sind und eigentlich schon fast nicht mehr zeitgemäß wären, wenn sich alle den Lichtbedarf der Zooxanthellen (Korallen) vedeutlichen würden. Ohne zusätzliche intensive Blaustrahlung sähen diese Brenner recht blaß aus. Sowohl für Korallen als auch oft für das menschliche Auge. Blaulicht ist also nicht nur recht nett anzuschauen, sondern auch wirklich wichtig für die Energiegewinnung der Korallen.
    Wenn man dann überlegt wie man dann eine intensive Strahlung mit einem hohen Blauanteil (440-490nm) erzeugt, sollte man sich den Wirkungsgrad der Leuchtmittel einmal näher anschauen. Hier liegen die T5-Leuchtstofflampen unumstritten höher, als HQI-Lampen. Gerade Brenner mit nur 150 Watt schneiden aber noch schlechter in der Lichtausbeute pro Watt ab. Dies ist aber nur eine energetische Betrachtung. Man kann natürlich auch mit einem Performance 14.000 plus oder eine Radium Blaustrahler genügend Blaulicht erzeugen. Der Energieaufwand (Aufheizung) ist jedoch höher, um zum gleichen Ziel zu kommen. Entscheident ist der Photonendruck an Blaustrahlung am Gewebe (Epidermis) der Korallen und die schlichte Tatsache wie das Licht auf die Korallen fällt. Je geringer die Eigenabschattung der Koralle ist, desto mehr Strahlung kann von der gesamten Oberfläche der Koralle absorbiert werden und umso besser ist das Nutzverungsverhältnis der Lichtquelle. Deshalb ist ein intensives diffuses Licht einem gleichgerichtetem Licht vorzuziehen. Wenn man aber mit HQI arbeiten möchte, weil einem z.b.der Kringeleffekt so toll gefällt, sollte man auf eine gute Flächenausleuchtung achten. Beides hast Du mit der Anzahl Deiner Leuchtmittel über dem Aquarium eigentlich erreicht. Wenn Du bei der Wahl der Brenner bleiben willst, würde ich aber eher ein Aquablue sp. mehr und eine Blue plus weniger empfehlen. Das Becken könnte sonst sehr Blau in Blau erscheinen und eine Aquablue ergänzt sich auch spektral besser zu den Brennern.
    Ich hoffe, ich konnte Dir bei deiner Entscheidung noch ein wenig weiterhelfen.

    Viele Grüße
    Oliver Pritzel

    PS: Selbst bei Becken wie von Bernd Mohr oder Markus Resch konnten durch eine Erhöhung des Blauanteiles nochmal eine leichte Steigerung in der Färbung erzielt werden und diese zähle ich (ohne jemanden anderem zu nahe treten zu wollen) zu den schönsten Becken, die ich kenne.

    Hallo Guido,

    zunächst freut es mich schon einmal, das es Leute wie dich gibt, die sich kritisch Gedanken zu diesem Thema machen. Nur kurz: Den optimale Brenner gibt es leider nicht. Man geht leider immer Kompromisse (Zuwenig Echtblau, zuviel UVA ...) ein. Wenn man aber alle Fakten gegenüberlegt und sich in erster Linie an den Bedarf der Korallen in Lichtzusammensetzung und Intensität orientiert, bleiben nicht viele Möglichkeiten übrig. Ich werde dir aber noch detailierter auf diese Frage antworten.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Ester,

    wie Du auf dem Spektrum erkennen kannst, ist die Blue plus eine reine Blauröhre und somit etwas völlig anderes als die 15.000 K Röhre von JBL.

    Unsere Aquablue sp. ist da schon eher mit der JBL 15000 K Röhre zu vergleichen, da es sich bei beiden Lichtfarben um tageslichtähnliche Farben handelt. Unsere Aquablue special hat jedoch noch einen deutlich höheren (photosynhetisch nutzbaren) Blauanteil und würde rechnerisch ca. 27.500 Kelvin haben. Da Angaben in Kelvin jedoch kein Qualitätsmerkmal einer Lichtfarbe ist und alles oberhalb von 7000 - 8000 Kelvin wenig brauchbar ist, haben wir bewußt keine Kelvinzahlen auf unserer Röhre gedruckt. Im direktem Vergleich dieser beiden Röhren nebeneinander würde man auch optisch sofort den höheren Blauanteil bei der Aquablue sp. erkennen.

    viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    nun, würde so aus dem bauch heraus sagen: bei 40 cm höhe geht 50% leistung verloren...

    kann ich nur bestätigen. Es kommt schon vie weniger an der Wasseroberfläche an. Plaziere die Röhren so nah wie möglich. Sie sollten jedoch nicht zu schnell verspritzen oder dem HQI-Licht im Wege stehen.

    gruß
    Oliver

    Hallo Oliver,

    es sind aber leider nicht nur ein paar Prozent, sondern es gehen min. 20% verloren. Ich denke, das es sogar fast 30% waren. Es war zumindest sehr deutlich. Ich werde dies aber nochmal nachmessen. Und wenn fast ein Drittel der Beleuchtungswerte verloren gehen, kann man gleich einen Doppelbalken mit 2 statt 3 Röhren nehmen und man hat dann auch weniger Stromverbrauch.
    Bei den neuen Powerbalken klappert übrigens garnichts mehr, da die Reflektoren schon im Aluminiumprofil integriert sind.

    Gruß
    Oliver

    Zitat

    Dann könnte ich es mit 3 Stück 2-flammigen probieren und wenn das nicht reicht, noch ein Modul dazustecken, falls das so funktionieren soll.

    Hallo Tom,

    ja, genau so ist es. Es kommt ein 4-flammiges Powermodul und ein 2-flammiges Powermodul. Alle Module lassen sich beliebig zu einer flachen Hängeleuchte zusammenstecken und falls Du die Beleuchtung doch nicht ausreicht, kannst du durch ein weiteres Modul deine Hängeleuche einfach erweitern.
    Da bei den 250 Watt HQI die tatsächliche Stromaufnahme eher 270-275 Watt ist, ergibt sich bei Deiner Rechnug in der Stromersparnis sogar noch eine größere Differenz. Bei unseren 2x80 Watt Balken schwankt die nachgemessene tatsächliche Stromaufnahme im Dauerbetrieb zwischen 155 - 160 Watt. Das liegt daran, das die EVG-Hersteller die 2x80 Watt EVG`s bewußt minimal unter den angegebenen Werten fahren, um nicht in den temperaturkritische Bereich dieser kleinen EVG´s zu kommen.

    Lichtechnisch gibt es zu unseren alten Powerbalken eine Verbesserung im Wirkungdgrad von rund 10-15%, was im wesentlichen durch das bessere Reflektormaterial verursacht wird. Gerade bei kleinen Reflektoren, wie sie bei Powerbalken vorkommen, ist es übrigens besonders wichtig, das die Röhren keinen Abstand zu den Reflektoren haben. Hierdurch wandern die Röhren prakisch in den Brennpunkt der Krümmung und es wird prozentual viel mehr Licht auf die Röhre zurückgeworfen. Im Ergebnis wäre dann der Wirkungsgrad der Leuchte über 20% schlechter. Dies war der Grund, warum wir die Powerbalkenreflektoren nie mit Clipsen befestigt haben. Bei den großen Reflektoren mit Schwalbenschwanzform ist dies was anderes, weil man durch den größeren Raum das Licht besser um die Röhre lenken kann.

    Da die T5-Beleuchtung weiter zulegen wird und dies insbesondere auch in der allgemeinen Beleuchtung, kann man davon ausgehen, das aufgrund des größer werdenden Massenmarktes die Preisentwicklung bei T5-Röhren weiter nach unten gehen wird. Ich bin optimistisch, das man sich in Zukunft eher auf weiter sinkende Preise bei den T5-Röhren freuen kann. Der Absatz der Spezialbrenner für die Riffaquaristik ist dagegen nur ein begrenzter (Welt-)Markt und aufgrund der Verdrängung durch T5 eher stagnierend. Daher auch hier seit Jahren recht stabile Preise bei den Brennern. Aufgrund dieser Marktentwicklungen, wird die preisliche Lücke in den Anschaffungskosten zwischen T5-Röhren und Spezialbrenner in Zukunft wohl noch stärker ausfallen. So ist zumindest meine Einschätzung.

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    hoffentlich hat sich nicht nur lichttechnisch, sondern auch qualitativ etwas getan.

    Hallo Stefan,

    davon kannst du ausgehen. Bei der damaligen Entwicklung der Powerbalken kam es mir auf maximale Beleuchtungsstärke an und die damaligen EVG´s zeigten auch nie Probleme. Erst durch das Wechseln zu hochwertigeren EVG´s (z.B.Osram oder Phillips) traten später die Phänomene wie von Dir beschreiben auf, da diese EVG`s neue Schutzschaltungen besitzen und eine Röhre, die am Reflektor liegt als teilweise defekte Röre erkennen (was aber natürich ich stimmt). Erst durch die zusätzliche Erdung der Reflektoren wurde dies besser.
    Ich will damit nur sagen, das man nicht immer überall drinsteckt. Bei der neuen Generation wurde jedoch besonders auf eine techisch saubere Lösung und einer hohen Prozessicherheit in der Fertigung geachtet.
    Hier ist es wie früher bei den Röhren, wo die Haltbarkeit nicht so hoch war. Wenn man erst einmal in die Kritik geraten ist, versucht man es danach eben besonders gut.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Zitat

    warum gibt es keine powerbalken mehr ??

    Weil wir inzwischen lichttechnisch eine Entwicklungsstufe weiter sind und die neue Generation in kürze die alte Generation ablösen wird.
    Da die Realisierung hier etwas länger als geplant verlief, ist die alte Generation eher ausgelaufen als die neue eingeführt werden konnte.

    @ Günther
    Mein Tipp:
    Nimm erst einmal einen 2x24Watt Doppelbalken mit Spritzwasserschutzfolie. Den Balken kannst Du sehr nah an der Wasseroberfläche plazieren ohne das Reflektor und Röhre verspritzen und hast somit einen höheren Beleuchtungswirkungsgrad. Später könntest du eventuell immer noch auf die dann vielleicht neue Powerbalkengeneration umstellen. Ich bin mir jedoch sicher, das ein 2x24 Watt System genügend PUR für deine Ableger erzeugen wird.

    Grüße
    Oliver

    Hallo,

    grundsätzlich sind die häufig verbreiteten Leistungsangaben der Abschäumer für Becken bis x Liter recht ungünstig, da eigentlich besonders die anfallende organische Belastung ein wichtiger Parameter für die Wahl des richtigen Abschäumers ist. Je nach Besatz kann die anfallende Belastung jedoch bei gleichgroßen Becken recht unterschiedlich sein. In der Angabe der Abschäumer bis x Liter fließt auch immer die Einschätzung des Herstellers ein und hier sind die Maßstäbe recht unterschiedlich. Manche sind eher Bescheiden und andere wieder sehr Euphorisch. Als Orientierung sollten man sich daher nicht auf die Angaben in Liter Beckenvolumen versteifen, sondern man sollte eher auf andere Kennzahlen achten. Hier z.B.:

    1. der Wasserdurchsatz pro Stunde
    dies ist besonders für die schnelle Erfassung der Belastungen wichtig

    2. die Luftmenge sowie Art des Blaseneintrages
    dies gibt Aufschlüsse über die Leistungsfähigkeit eines Abschäumers.

    Wenn man diese beiden Kernzahlen als Orientierung nimmt relativieren sich oft viele Angaben die man sonst so lesen kann. Auch das Preis/Leisungsverhältnis wird so eher deutlich.

    Bei höheren Fischbesatz und somit stärkere zu erwartender Belastung, sollte der Wasserdurchsatz im Abschäumer doppelt so hoch wie die Beckengröße sein. Dies schon alleine damit die anfallenden Belastungen überhaupt rechtzeitig erfasst werden können.
    Bei mäßigen oder normalem Besatz sollte der Wassedurchsatz mindestens dem Beckenvolumen entsprechen.
    Dies ist jedoch nur meine Einschätzung. Wie stark ein Abschäumer aber tatsächlich für ein System seien sollte hängt natürlich von einer Vielzahl von anderen Faktoren ab. Beim Schlammfilter hat es sich z.B. gezeigt das man sogar komplett auf die Abschäumtechnik verzichten kann.

    wie gesagt:1 als Orientierung die Kennzahlen des Abschäumers nehmen
    2. wie hoch ist mein Fischbesatz bzw. Belastung ?
    3. die Art des Systems (Jaubert, DSB, Schlammfilter etc.)
    führt teilweise ebenfalls zu einer geringeren
    Notwendigkeit einer starken Abschäumung.

    Grüße
    Oliver

    Zitat

    Erste Erkenntnis: Der Controller kostet immer extra (immer 19,90 €).

    Ja das ist richtig, wobei dieser jedoch auch zwei Balken dimmen kann.

    Zitat

    Zweite Erkentnis: Der Balken in 2x54W kostet zwischen 145,- und 155,- €.

    Das sollte nicht sein und können höchsten Anlehnungen an unserer alten Preisliste sein. Neuer empf. VK seit Interzoo (Mai 2004) ist 119 €.
    Controller plus Balken also 138 €.

    Das dimmen von Hochdruckentladungslampen ist ein sinnloses unterfangen, da man hier versucht die Physik der Lampe zu ignorieren.
    Bei reduzierter Stromaufnahme verschiebt sich der Arbeitspunkt des Entladungsbogen, was (wie Frank schon gesagt hat) zu einer deutlichen Verschiebung im Spektrum führt. Hochdruckentladungslampen werden sich nie wie Leuchtstofflampen (farbstabil und bis 1-2% runter) dimmen lassen, was unter anderem mit der völlig unterschiedlichen Art der Lichtentstehung zusammenhängt.

    Viele Grüße
    Oliver

    Zitat

    Also, mit den Preisen bei aquariumlicht.de komme ich bei 2x54W dimmbar auf ca. 110,- € pro Doppelbalken... Ein dimmbarer Doppelbalken 2x54W kostet eigendlich ca. 200,-€.

    Sorry, aber ein dimmbarer 2x54 WattBalken schon inclusiver der Dimmsteuerung kostet bei uns z.B. nur 119,- € empf. VK. Das sind übrigens nur 20-30 Euro mehr als der nicht dimmbare Balken. Ob sich das basteln hierfür dann noch lohnt, zumal ein vernünftiges Aluprofil schon sehr wichtig bei t5 ist ?

    Gruß Oliver

    Zitat

    [Hallo Klaus,
    welche Reflektoren wurden bei den T8 verwendet? Du hast mal geschrieben daß Du nichts von Reflektoren bei Leuchtstoffröhren hältst

    Daran kann ich mich auch noch erinnern. Aber zum Stromverbrauch:

    Alle T5 Röhren im EVG-Betrieb haben auch ziemlich genau die tatsächliche Stromaufnahme wie Sie auf den Röhren stehen. Die maximalen Abweichungen (und ich habe hier hundert Tests mit verschiedenen EVG`s gemacht) waren 3-4 Watt nach oben bei gewissen Herstellern, die ich jetzt nicht nennen möchte.
    Bei dem 2x80 Watt EVG von Osram schwankte die Stromaufnahe i Dauerbetrieb zwischen 155 - 160 Watt, bei den 2x54 Watt zwischen 110 -119 Watt usw.

    Der effektive Stromverbrauch bei HQI ist bei niedrigen Wattagen, die nicht mit einem EVG betrieben werden immer höher als die Wattzahl.

    Viel entscheidender ist doch aber die Frage, mit welchem System kann ich mit minimalem Enegieaufwand das maximale an nutzbarer Strahlung den Korallen zur Verfügung stellen. Dieses Verhältns (Beleuchtungswirkungsgrad) enscheident über die Effizienz einer Beleuchtung. Dabei sind die Verlustleistungen im Vorschaltgerät aber nur der kleinste Anteil. Wichtig ist hier:

    1. Der Wirkungsgrad der Leuchtmittel selber
    2. Der Leuchtenwirkungsgrad (Reflektor)
    3. Der Beleuchunswirkungsgrad (die richtige Fokusierung)
    4. Das Spektrum
    5. Die Strahlungsausrichtung (eher gleichgerichete Strahlung mit höherer Eigenabschattung oder diffuseres Strahlung mit geringerer Abschattung)

    Be dem Thema Licht oder Beleuchtung sollten eben viele Dinge berücksichtigt werden und dabei ist die tatsächlich Stromaufnahme im Vergleich zur Wattzahl eines der unter dem Strich eher nicht so bedeutenden Faktoren.

    viele grüße
    Oliver

    Zitat

    Auch Infos und Fotos von der angekündugten T5-Hängeleuchte vo ATI sucht man auf deren Homepage vergebens.

    Hallo Klaus,

    Hier mal ein paar Hintergründe:

    Die auf der Messe vorgestellte Hängeleuchte war keine Eigenentwicklung. Erst durch das "tunen" dieser Leuchte mit unserer Supereflektorfolie kamen wir in den Beleuchtungswerten auf Powerbalkenniveau. Der Hersteller war jedoch nicht bereit dies serienmäßig einzuarbeiten (zu teuer) und das nachträgliche Tunen unsererzeits hätte ebenfalls zu einer Preisverteuerung geführt, die eigentlich nicht seien müßte. Aus diesem Grund hatte ich mich für die Weiterentwicklung meiner Vorstellungen entschieden, wobei nun ein modulares Powerbalkensystem herausgekommen (steckbar zu einer Hängeleuchte) ist, was mit nur 5cm Höhe optisch ansprechend ist und ca. 10 -12 % über den Beleuchtungswerten der bisherigen Powerbalken liegt. Bis zur Markteinführung werden jedoch noch ein paar Wochen vergehen und Infos kommen dann wieder wie gewohnt auf die neu überarbeitete HP bzw. von schnellen und angagierten bekanten Vertriebspartner.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hi Kajta,

    ja, würde ich machen. Deine 14 K Brenner von Acardia haben schon einen erhöhten Anteil an Violettstrahlung (410-430nm) und eine Lücke im Blaubereich (440-490nm). Mit einer Blauröhre (z.B. Osram 67) schließt Du diese Lücke im Spektrum etwas und spendest Deinen Korallen gleichzeitig mehr PUR-Strahlung (photosysnthtisch nutbare Strahlung). Es ist zwar nicht so dramatisch das man es dringend machen müßte, aber es würde auf jeden Fall eine Verbesserung der Lichtqualität aus der Sicht der Korallen bedeuten.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hi Katja,

    Ich hoffe du hast die Actinic blue nur als Ergänzung. Generell ist die Actinic blue deshalb oft beliebt, weil Sie die fluoreszierenden Pigmente in den Korallen stärker sichtbar macht und somit oft zur Farbsteigerung beiträgt. Eine reine Blauröhre verdeutlicht übrigens fast ebenso die Fluoreszens von Korallen und darüber hinaus kann diese Strahlung besser für die Photosynthese genutzt werden. Etwas vereinfacht gesagt: Wer leuchtende Korallen will ist mit der Actinic blue richtig und wer leuchtende und gut wachsende Korallen möchte ist mit der reiner Blauröhre (Blue) besser beraten. Deshalb sollte eine Actinic auch nur höchstens beigemischt werden.

    Die Angabe von 95 Ra (=höchste Farbechtheit) zu dieser Lampe ist eine glatte Falschaussage, da dies nur bei Tageslicht Vollspektrumlampen möglich ist. Da wird der Kunde mal wieder für .... aber lassen wir das.

    Noch ein Tipp:
    Wenn Du dir optimierte Reflektoren statt normale Reflektoren besorgst, kannst du Deine Beleuchtungsstärke im Aquarium nochmal um fast 100% steigern. Du siehst den Unterschied sofort. Das geht bei Deinen T8 Röhren fast genauso gut wie bei den dünneren T5 Röhren. Der Stromverbrauch ist der selbe aber bei deinen Korallen kommt wesentlich mehr an.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Leute,

    zur Pumpe:
    die 50 Watt beziehen sich auf das orginale Flügelrad dieser Pumpe.
    Da wir aber ein Nadelrad einbauen und ein Luft-Wassergemisch zerschlagen wird verändern sich natürlich auch die Daten und die nachgemessene Stromaufnahme im Betrieb beträgt nur etwas über 30 Watt.

    Den Wasserauslauf haben wir nun flexibel gestaltet. Ziel dieser neuen Auslaufkonstruktion ist ein geräusch- oder plätscherfreier Wasserauslauf egal ob der Wasserstand nun 15cm oder 25cm im Filterbecken beträgt.

    Diese brandneuen Infos werden aber auch bald auf der HP zu finden sein.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Alex,

    Das Reflektormaterial ist ein wichtiger Punkt für einen guten Reflektor.
    Ein fast noch wichtigerer Punkt ist jedoch die richtige Reflektorform. Nur beides Zusammen führt auch zum optimalem Ergebnis.
    Wenn Du also die Folie in einem 30cm Reflektor über 6 Lampen klebst, bringt das zwar eine ca. 10% ige Verbesserung aber mit optimierten Einzelreflektoren holst Du wesentlich mehr raus. Da das Reflektormaterial nicht auf dem freiem Markt erhältlich ist, müßtes du dich dann ggf. bei uns melden (per E-mail o. Tel.)

    Grüße
    Oliver

    Hallo Freunde,

    erstmal vielen Dank für die Kritik. Tatsächlich war die Erstserie der neuen Twister von der Verarbeitung nicht so perfekt, das die Kartons ohne Probleme Fallhöhen von 1,5m und mehr immer überlebt hätten. Wir haben hierauf aber schon fertigungs- und verpackungstechnisch reagiert und einiges geändert und sämtliche Probleme in dieser Richtung sind nun behoben.

    Genauso wie ich diese Vorfälle bedaure (zumal der Twister hierdurch unnötig in ein schlechteres Licht gerät nach der langen Weiterentwicklung), freut es mich aber auch das die Vorteile der hohen Leistung und des leisem Betrieb erkannt wurden.

    Vielleicht ist es mir erlaubt, da hier schon einige ATI-Produkte besitzen, das ich mich bei dieser Gelegenheit einmal für das Vertrauen zu uns bedanken möchte. Viele Meinungen hier im Forum sind auch für mich als Hersteller nicht unwichtig.

    Viele Grüße
    Oliver Pritzel

    Hallo zusammen,

    Abschäumer arbeiten in Kombination mit Ozon oder UV-Lampen immer effektiver als sie dies alleine können.

    Der Grund ist wie hier schon völlig richtig erklärt darin zu suchen, das durch die Kombination mehr gelöste org. Substanzen abschäumbar (polar) werden und somit aus dem Kreislauf entzogen werden können.
    Erst durch den Einsatz einer UV-Lampe oder Ozonisators werden gewisse gelöste organische (unpolare) Verbindungen aufgeknackt und abschäumbar.
    Vergleicht man nun beide Methoden ergeben sich grundlegende Unterschiede.
    Während bei der UV-Lampe hochenergetische Strahlung Eiweiße denaturiert und viele Molekühle "aufknackt", führt der Einsatz von Ozon zwar auf chemischem Weg zum gleichen Ziel (Zerlegen von Molekühlen) allerdings ist die richtige Dosierung sehr wichtig und das Redoxpotential wird wesentlich stärker beeinflußt.
    Eine UV-Lampe ist genauso in der Lage Phenole, Terpene von Korallen etc. aufzuknacken wie das Ozon schafft. Deshalb liest man auch auf oft UV-Wasserklärer.
    Die Entkeimungsrate ist aber aufgrund der nahen Wasserführung an der Lampe mit hochenergetischen Strahlung höher (u. kontollierter) als dies bei dem leichtem Einsatz von Ozon wäre.

    Unterm Strich bringt der Einsatz von Ozon im Vergleich zu UV-Lampe keine wesentlichen Vorteile.

    Das Redoxpotential wird wesentlich stärker beeinflußt, womit die biologischen Auswirkungen auf das gesamte Becken stärker ist.
    Die Entkeimungsrate ist bei leichter Dosierung geringer,
    die Dosierung muß sehr sorgfältig vorgenommen werden und das Restrisiko bei falscher Anwendung für den Meschen ist wesentlich höher.

    Meine Empfehlung wäre daher immer eher zur UV-Lampe zu greifen und den Wasserauslauf direkt in den Einlauf des Abschäumers zu lenken.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    nachdem ich diesen Tread schmunzelnd gefolgt bin, auch mal ein paar Zeilen von mir.
    Tatsächlich ist mir aufgefallen das viele leider viel zu schnell den Argumenten der Hersteller folgen. Leichtgläubigkeit war und ist teilweise immer noch eine feste Größe mit denen viele Hersteller rechnen können. Wäre diese Branche durch wesentlich mehr Fachkompetenz geprägt und wäre der Wettbewerb so hoch wie z.B. in der Computerbranche, dann hätten viele Produkte sicherlich keine Chance mehr. Entweder weil Sie preislich ausscheiden oder weil die Funktion nur eingeschränkt vorhanden ist. Da dies aber aus vielen Gründen nicht so ist, und auch überhaupt keine Transparenz am Markt vorhanden ist (z.B. keine offiziellen Vergleichstest), wird es immer preisliche und qualitative größere Unterschiede geben.

    Grundsätzlich finde ich eine kritische Hinterfragung wie die von Gregor jedoch durchaus berechtigt.

    Dafür das Qualität nicht immer extrem teuer seinen muß, kann ich aus erster Hand vielleicht mal an einem Beispiel zeigen:
    Unser Superreflektor ist als einziger Reflektor aus einem solidem Strangpressprofil (500gr/m). Diese wird per Hand geschnitten, gebohrt, entgratet und anschließend beim Pulverbeschichter per Hand beschichtet. Danach wird die Reflektorfolie geschnitten und einzelnd eingelegt. Schon alleine die Reflektorfolie ist pro m² doppelt so teuer als das komplette reine Reflektorblech der meisten Anbieter. Trotzdem kostet solch ein Reflektor für z.B. eine 80 Watt Lampe nur 19,90 VK.
    Dies zeigt was preislich mit hochwertigen Materialien möglich ist.

    Ich schreibe dies nur als Beispiel, um die Leute zu bestätigen, die der Meinung sind, das Qualität nicht auch immer unbedingt zwangsläufig teuer seien muß.

    Wenn jedoch die Wettbewerbssituation so ist, das preisliche Zugeständnisse nicht unbedingt seien müssen, warum sollten dies dann die Hersteller machen ? Hier wäre dann der kritische Händler und Verbraucher gefordert, Vergleichstests usw. Je mehr es hiervon gibt, desto schwieriger hätten es dann Firmen mit sehr hohen Preisvorstellungen bei Produkten ähnlicher oder gleicher Qualität.

    Viele Grüße
    Oliver

    Frank
    ich kann Deine Beobachtungen nur bestätigen. Trotz Absetzen der Kohlenstoffquelle ist in dem Becken eines Mitarbeiters nach Monaten immer noch ein sichtbarer Belag vorhanden, der vor der Wodkamethode nicht vorhanden war.
    Dies läst die Vermutung zu, das der Eingriff durch Kohlenstoffquellen in einem kleinem geschlossenem Ökosystem nicht nur kurzfristg Auswirkungen auf die verschiedenen Nährstoffkreisläufe, sondern auch durchaus längerfristige Auswirkungen mit sich zieht. Durch den Belag ist natürlich auch der Gasaustausch in den lebenden Steinen gehemmt und viele Prozesse laufen noch in anderen Bahnen als voher. Vermutlich können wir gar nicht alle Faktoren in Ihrer Komplexität berücksichtigen, die sich durch das hinzufügen von Kohlenstoffquellen ergeben.

    Die Gefahren einer falschen Anwendung (und als Hersteller ist das eine fest kalkulierbare Größe) sind bei der Wodkamethode in meinen Augen nicht unproblematisch. Das gilt natürlich auch für andere Methoden, bei denen es sehr auf die richtige Anwendung ankommt wie z.B. auch die Zeovitmethode. Schon die Tatsache, das Jens durch das Zufügen einer Stickstoffquelle seinen Orthophosphatgehalt erst reduzieren konnte zeigt doch deutlich, das man sich auch mit dem Verhältnis C:N:P beschäftigen sollte und nicht nur über die Wodkamethode spricht.

    Jede Zugabe einer Substanz in ein Aquarium führt in der Regel zu einer entsprechenden Reaktion. Bei Nährstoffen (z.B. Wodka) mit einer Zunahme der Biomasse, bei Spurenelementen nicht selten zu toxischen Anreicherungen (besonders Metalle wie Zink, Chrom etc.) und mit jeder Zugabe ist der Pfleger als Beobachter gefordert, womit natürlich auch der Pflegeaufwand steigt.

    Daher hatte ich schon immer für die Schaffung von zusätzlicher Siedlungsfläche für Bakterien sowohl aerob als auch anaerob plädiert. Hier könnte der Pfleger als Architekt regulierend durch z.B. die Schaffung von anaeroben Zonen bei Nitratanreicherungen eingreifen. Ob man dies nun mit dem Schlammfilter, Jaubert, mehr Lebendgestein oder DSB macht ist eigentlich zweitrangig. Entscheident ist die schlichte Tatsache, das durch die vergrößerten Siedlungsflächen auch automatisch die biologische Abbauleistung gesteigert wird, und somit ein System sich viel besser selbst passiv regulieren kann und der Pflegeaufwand damit auch eher geringer ist. Zumindest geringer als das aktive Verändern der Nährstoffe durch den Pfleger. Natürlich ist die Schaffung von Besiedlungsflächen kein Garant, da selbst bei hohen biologischen Abbauleistungen immer nur zeitlich versetzte Reaktion auf entsprechende Schwankungen im System einsetzen, aber bei nicht gravierenden Veränderungen sollte das "Sicherheitspolster" bei solchen Systemen deutlich höher und Schwankungen im System geringer sein.

    In meinen Augen gibt es daher keine "Methode", die generell zu empfehlen oder nicht zu empfehlen wäre. Schon aufgrund der Verschiedenheit der Becken nicht. Wenn ich jedoch ein System verändern möchte, so würde ich heute das nicht durch Dosieren von Nährstoffen versuchen (außgenommen Limitierungen liegen vor), sondern konstruktiv durch Veränderungen oder Erweiterungen (z.B. Refugienbecken) der Systeme anstellen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo,

    ich kann Stefan da nur zustimmen. Schwankungen im Filterbecken haben einen Einfluß auf die Luftmenge und das Wasservolumen.
    Diese sind jedoch nicht so groß, das man hier in Panik verfallen muß.
    Der Twister hat z.B. bei 15cm Wasserstand konkret jetzt ca. 500 l/h und bei 23cm ca. 580-590 l/h. Wir mußten selber dazulernen und haben den Abschäumer werkseitig nun so eingestellt (reduziert), das er bei maximalen Wasserstand nicht mehr überschäumt. Von daher ist alles machbar, wenn man sich der Umstände bewußt ist.

    iP
    es gibt kein Orginal und eine Kopie.
    Den Twister gibt es in dieser Bauform nun schon 5-6 Jahre. Also schon lange vor dem Bubble King.
    Es sind nun lediglich Verbesserungen (Entkoppelte Pumpe, Nadelrad, Luftfiltter...) hinzugekommen.
    Es ist übrigens eine viel größere Herausforderung mit einfachen und günstigen Mitteln einen hochwertigen Abschäumer herzustellen als wenn man preislich aus den vollen schöpfen kann. Die Strudelwirkung vor deiner Pumpe kannst du übrigens schnell mit einer kleinen Platte oberhalb der Pumpe (Einzugsdüse) beseitigen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Christian,

    du solltest Dir auf jeden Fall das passende 2x39 Watt EVG besorgen.
    Die Lampen leuchten zwar jetzt auch aber der Kathodenheizstrom ist mit T8 Vorschaltgeräten viel zu hoch, was ein vorzeitiges "Altern" und eine nicht optimale Ansteuerung der 39 Watt Röhre bedeutet.
    Deine Röhrenbestückung würde ich so belassen und dimmbare EVG`s machen nur Sinn, wenn Du auch die entsprechende Ansteuerung hierfür hast oder dir besorgst.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Holger,

    besten Dank für deine Einschätzung. Tatsächlich haben wir lange gefeilt um Ihn sehr leise zu bekommen (ohne Ihn teurer zu machen). Das Problem mit den sich leicht lösenden Gumminippel für die Entkopplung der Bodenplatte wurde bereits erkannt und durch andere Gumminippel behoben. Wenn Du Sie möchtest schicke mir doch eine PN.
    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    grundsätzlich sollte man die Beleuchtungsstärke auch immer den wirklichen Lichtbedarf der Korallen anpassen. Wenn Du also auf farbige Steinkorallen (SPS) wert legst, dann ist es sicherlich günstig den dritten Balken in einen 2x54 Watt Balken zu tauschen. Eine Verbesserung an PUR-Strahlung (photosynthetisch nutzbare Strahlung) für Korallen erreichtst du jedoch schon, wenn Du neben der Sun und Actinic-blue auch mal eine Blauröhre (z.B. Blue plus) oder eine Aquablue spezial einsetzt. z.B. eine Actinic und Sun in eine Blue und Aquablue tauschen. Vielleicht fängst Du hiermit erst einmal an und in einem zweitem Schritt kannst Du Dir dann vielleicht immer noch einen weiteren Balken zulegen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Andreas,

    Die Aquablue spezial ist zwar eine optisch erscheinende weißblaue Tageslichtröhre, aber Sie hat den derzeit höchsten Blauanteil in Vergleich zu allen anderen Röhren auf dem Markt. Die theoretische Kelvinzahl wäre bei dieser Röhre übrigens 27.500 Kelvin, was auch den Unterschied schon deutlich macht. Genauer kann man das natürlich feststellen, wenn man sich die Spektren anschaut. Die Aquablue special ist also eine besonders blaulastige Tageslichtröhre. Von daher ist auch der Unterschied an PUR-Strahlung zu einer reinen Blaustrahlung nicht sehr hoch. Der photosynthtisch nutzbare Strahlungsanteil (Blauanteil) von einer handelsüblichen Tageslichtröhre (z.B. Osram 860) wäre dahingegen wesentlich geringer und mit dem actinischem Blaulicht verhält es sich eben ähnlich. Dies war es eigentlich, was ich auch nur weiter oben deutlich machen wollte. Tatsächlich ist aber nicht nur Blaulicht wichtig, was auch aus dem Vortrag von Jörg Kokott deutlich wird.
    Deshalb geht es Deinen Korallen auch nicht besser oder schlechter wenn Du die Blue plus statt Aquablue spezial der im Einsatz hast. Schließlich kommt es auch immer neben der Lichtqualität auch auf die Lichtmenge (Intensität) an. Wenn Deine Korallen genügend nutzbare Strahlungsenergie erhalten und der photosynthetische Sättigungspunkt der Korallen erreicht ist, kann eine Aquablue spezial die Färbung gewisser Korallen sogar besser Unterstützen als dies monchromes Blaulicht machen würde. Hier spielt dann wieder die Pigmentgarnitur der einzelnen Koralle eine entscheidende Bedeutung. Zum Beispiel ist eine pinke Hysterix unter der Aquablue spezial eher pink als unter reinem Blaulich, aber auf der anderen Seite wird eine grün fluoreszierende Enzman unter reinem Blaulicht natürlich noch grüner erscheinen. Grundsätzlich ist es aber immer günstig die Lichtzusammensetzung so zu wählen, das genügend Blaulicht vorhanden ist. So erhält die Koralle (bzw. Zooxanthellen) genügend nutzbare Strahlungsenergie und Sie hat bei günstigen Nährstoffbedingungen eher Energiereserven für die Eigensynthese von Chromoproteinen (Farbpigmente).

    Grüße
    Oliver

    Zitat

    wie andreas schon richtig sagt, sind beide aufgrund der sozialen struktur des forums gleich hell

    Ja, Du wirst recht haben. Alles ist gleich hell und es gibt natürlich niemals Unterschiede.(Dies sprach der Hersteller ATI)

    Nein, es gibt unumstritten deutliche Unterschiede, wie eben schon erklärt. Nicht unmsonst gibt es Leute die Lichttechnik studieren, und Optimierungsprogramme für die Berechnung der richtigen Reflektorform. (Dies sprach der Leuchtenkonstrukeur Oliver Pritzel)

    Anspielungen zu sozialen Strukturen führen fachlich nicht weiter und es macht mir auch persönlich keinen Spaß hierüber zu diskutieren. Ich versuche lediglich auf fachlicher Ebene Antworten zu geben, wo ich Sie geben kann...

    Grüße
    Oliver

    Zitat

    Warum ein Großreflektor vs. Einzelreflektor für jede einzelne Röhre schlechter sein soll (siehe die Beiträge der Vor"schreiber") kann ich nicht verstehen. Aber das erklärt sich wahrscheinlich eher aus der sozialen Struktur und der Historie dieses Forums als aus fundierten sachlichen Argumenten.

    Hallo Andreas,

    das Gegenteil ist der Fall. Es ist sehr bedauerlich, dass es keine öffentlichen Vergleichsmessungen von z.B. 4x54 Watt Leuchten gibt, den dann würden die Unterschiede schnell sehr deutlich werden und sich viele Überlegungen erledigen.
    Jede Röhre strahlt nunmal in alle Richtungen ab. Wenn ein gerader Reflektor über eine oder mehrere Röhre liegt, fällt immer ein teil direkt auf die Röhre zurück. Dies ist nicht besonders günstig, da neben der verlorenen Lichtenergie auch die Röhren zusätzlich aufgeheizt werden. Desweiteren wird die seitlich abgestrahlte Lichtenergie, bei einem Reflektor über mehrere Röhren, nicht ins Aquarium gelenkt (was die Aufgabe eine guten Reflektors wäre) sondern Sie strahlen sich wieder gegenseitig an, was wieder verlorene Lichtenergie und zusätzliche Erwärmung bedeutet. Insgesamt wird bei einem Reflekor über mehrere Röhren einfach viel zu wenig Licht von den in alle Richtung abstahlenden Röhren auch tatsächlich ins Aquarium gelenkt. Das Ergebnis kann man dann unmittelbar nachmessen.

    Wenn Du einen Vergleich, wie z.B. auch bei den Röhren hättest, könntest du meine Erklärungen auch praktisch nachvollziehen.

    Viele Grüße
    Oliver Pritzel

    Hallo Kenny,

    nun, die Ocean White kommt nicht aus Europa, was sich aufgrund der geometrischen Veränderungen feststellen läst. Vielleicht beantwortet das schon mal eine Frage. Bei den verwendeten Leuchtstoffe gibt es ebenfalls qualitativ große Unterschiede. Man denke da nur an unsere erste Generation von T5-Lampen und den jetzigen T5-Lampen. Welche Leuchtstoffe andere Hersteller tatsächlich benutzen kann und möchte ich nicht beurteilen. Phillips hat nach meinen Recherchen und Messungen jedoch derzeit die besten Leuchtstoffe...

    Viele Grüße
    Oliver

    Hi zusammen,

    eine klassische Blauröhre wie die Osram 67 oder auch unsere ATI blue plus ist durch ein Maximum bei 450nm gekenzeichnet. Als actinische Blauröhren werden in der Aquaristik solche Röhren bezeichnet, die im noch kurzwelligerem Bereich abstrahlen. Beispiele wären hier die Phillips TL/03 mit einem Maxima bei 412 nm oder unsere actinic Blau mit einem Maxima bei 421 nm. Optisch sehe solche actinischen Blauröhren eher violettblau oder dunkelblau statt reinblau aus. Die von Dir erwähnte Ocean Blue ist eine reine Blauröhre, was man schon leicht optisch festzustellen kann. Die Bezeichnung actinische Blauröhre ist in diesem Zusammenhang daher eher verwirrend. Aber 20.000 Kelvin Brenner hören sich schließlich auch besser an als "Radium Blaustrahler".

    Aus aquaristischer Sicht konnten sich actinische Blauröhren nicht wirklich in der Riffaquaristik durchsetzen. Lediglich in Amerika sind Sie noch sehr populär. Doch auch hier geht der Trend verstärkt zur reinen Blauröhre.
    Schließlich leuchten fast alle fluoreszierenden Pigmente bei reinem Blaulicht genauso wie bei actinischem Blaulicht. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, das reines Blaulicht für die Photosynthese viel wertvoller ist als actinisches Blaulicht und deshalb auch sehr gute Wachstumsraten bei Blaulicht zu erzielen sind. Dies ist bei actinischen Blaulicht weit schlechter, wie Jörg auch schon erwähnt hat. Aus Sicht der Koralle ist reines Blaulicht also viel nutzvoller (PUR). Aus unserer subjektiven Betrachtung besteht kein wesentlicher Unterschied, was das Leuchten der fluoreszierenden Pigmente in den Korallen angeht. Obwohl wir selber echte actinsche Blauröhren im Programm haben, sind die reinen Blauröhren aus den genannten Gründen eher zu empfehlen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hi Jörg:-)

    ich weiß zwar nicht was man Dir gezeigt hat, aber wir haben definitiv den Performance 14.000 plus Brenner aus der orginale Verpackung genommen und ich stand auch neben dem Meßgerät. Mag sein das er nun 15.000 K heiß. Wie auch immer... das Spektrum in meinem Vortrag ist definitiv das Spektrum zu dem Brenner mit der Bezeichnung Performance 14000 plus.

    Was den Daylightbrenner anbelangt, stimme ich Dir theoretisch weitestgehend zu, wobei ich aber für die Praxis oder in Vivo noch weiter differenzieren würde.
    Hier noch der versprochene Link: http://www.advancedaquarist.com/issues/nov2003/feature.htm
    aus dem zumindest hervorgeht, das die pinke Farbmorphe des Poccilloporins nicht nur im Absorbionsmaxima bei 578nm, sonder auch mit Blaulicht angeregt werden kann. Neben der Lichtqualität spielt die Lichtquantität wohl eine wesentliche Rolle auch wenn die Anregung spektral nicht exakt getroffen wird.

    kenny
    Bei unseren Messungen werden immer mehrere Brenner eines Types vermessen. Nur so kann man einen Überblick über die Streung in einer Serie bekommen und ausschließen, das man kein "Montagsmodell" erwischt hat. Nur einen Brenner zu nehmen und dann zu vermessen wäre absolut unprofesionell.
    Da auch in Amerika Messungen durchgeführt wurden, die zum gleichem Ergebnis geführt haben, ist auch ein Fehler im Meßverfahren praktisch ausgeschlossen.
    Ich verstehe, dass man dazu neigt "dem Braten nicht richtig zu trauen", aber diese Tests wurden wirklich von profesioneller Seite durchgeführt. Alles andere wär mir auch nicht recht gewesen...

    Zitat

    Oder das ................


    Robert
    :-)))))))))

    @Joe:-)
    es ist machbar.... aber eine echte Herausforderung für die Hersteller von Hallogenmetalldampflampen.

    Grüße
    Oliver

    Hallo Robert,

    es gibt keine schlechten oder guten Brenner. Ich möchte ja nicht Werten, sondern lediglich die Fakten aufzeigen und somit den Stand der Technik wiedergeben. Wenn dabei nun mal rauskommt das viele Brenner sehr sehr ähnlich sind und der Performance 14000 plus Brenner sehr "verwandt" mit einem reinem Blaustrahler ist, sind das eben die Tatsachen. Sicherlich gibt es noch erhebliches Verbesserungspotential bei Brennern. Besonders wenn mal ein biologischer Bezug bei der Entwicklung für Brenner einfließen würde. Derzeit ist zwischen dem Licht was von den Brennern abgestrahlt wird und dem Licht, was den Zooxanthellen und den Korallen am nützlichsten ist noch ein großer Unterschied. Deshalb sind alle Brenner für die Riffaquaristik mehr oder weniger ein Kompromiss, wenn diese als einzige Lichtquelle genutzt werden. Eine Ergänzung mit Leuchtstofflampen ist vor allem deshalb vorteilhaft, um die Schwächen (oder Lücken im Spektrum) der Brenner auszugleichen. Bei dem blaulastigem Performance 14.000 plus ist es sinnvoll eine Tageslichtröhre oder Aquablue dazu zu schalten und umgekehrt ist es bei den gängigen 10.000 K sinnvoll die Lücke im Blaubereich mit intensiven Blauröhren auszugleichen. Ich würde mir jedoch nicht anmaßen hier eine Wertung zwischen den Brennern vorzunehmen. Hier gibt es schon genügend subjektive Meinungen. Mein Maßstab ist und war schon immer der wirkliche Lichtbedarf (in Menge und Qualität) der Korallen (Zooxanthellen) und in dieser Richtung wird die Reise weitergehen...

    @Daniel
    Die Daylightbrenner von z.B. Osram D sind völlig O.K.. Als Ergänzung würde ich Dir in Deinem Fall jedoch eine reine Blauröhre statt der Aquablue empfehlen. Zwar hat die Aquablue auch einen erhöhten
    Blauanteil, jedoch wird die Blauschwäche des Daylightbrenners durch die reinen Blauröhren noch besser ausgeglichen.

    Viele Grüße
    Oliver