Beiträge von Oliver Pritzel

    Hallo Robert:-)

    ich sehe es genauso wie Du. Die biologische Leistung des Schlammfilters scheint mir doch wesentlich stärker zu sein als beim Jaubert-System. Und gerade hier liegt doch eine enorme Chance. Wenn man es sich erlauben kann stärker zu Füttern ohne eine merkbare Zunahme der Wasserbelastung zu haben, ergeben sich doch völlig neue Möglichkeiten in der Haltung von Filtrieren (z.B Gorgonien, Dendronephtia...)
    Anaerobe Zonen gibt es sowohl beim Jaubert-System als auch beim Schlammfiltersystem. Die bakterielle Aktivität ist bei dem Schlammfilter wohl wesentlich stärker (wie auch immer...) und darauf kommt es schließlich an. Allerdings ist es wirklich Schade, dass der Preis doch relativ hoch ist, da es dadurch nur eher langsam verbreitet wird und die positiven Erfahrungen noch eher rar sind.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Frank,

    man liest oft die erstaunlichsten Dinge. Was dort geschrieben steht, ist so wie Joe schon andeutet nicht ganz richtig. Die plakative Färbung geht in der Regel auf wirtsspezifische Pigmente zurück und nicht auf die Färbung der Zooxanthellen, dessen Farbe, aufgrund der Vielzahl von überlagernden Hilfspigmenten (Caotinoiden, Xanthophylle, Chlorophylle...) für die Photosynthese, eher braun ist. Bei den wirtsspezifischen Pigmenten unterscheidet man zwischen fluoreszierende und nicht fluoreszierende Pigmente. Diese sind auch oft für die eigentliche Färbung verantwortlich, falls Sie nicht von den braunen Zooxanthellen überlagert werden.
    Als Schutz gegen UV-Licht bilden Korallen übrigens sogn. MAA`s (Mycosporin-ähnliche Aminosäuren). Diese Schutzverbindungen sind farblos und spielen bei dem optischem Erscheinungsbild (da farblos) keine direkte Rolle.
    Aufgrund der Färbung nach dem Standort bzw. die Lichtbedürftigkeit zu wählen halte ich für schwierig. Dies ist es deswegen schon, weil ein und das gleich Pigment je nach der räumlichen Anordnung im Gewebe unterschiedliche Funktionen haben kann. Hinzu kommt noch das Scheibenanemomen Ihre Ernährung nicht nur auf die Energiegewinnung durch die Zooxanthellen ausgelegt haben. Gerade Scheibenanemomen sind bekannt dafür, das Ihre Ernährung auf mehere Standbeine aufgebaut ist. Hierzu zählen eben auch besonders org. gelöste Verbindungen (z.B. Aminosäuren...) oder partikuläre Nahrung (Plankton...).

    Gruß
    Oliver

    Hallo Marco,

    Da Siporax aufgrund der porösen Oberflächen eine große Siedlungsfläche für Bakterien liefert, ist ein Filter der mit 9l hiervon befüllt bei normaler Durchströmung sogar ein besonders guter Nitratproduzent. Es herrscht nur ein sauerstoffreiches Milleu vor, was im Endergebnis zu einer Nitratanreicherung führt.
    Eigentlich ist es sogar schon fast der Gegenspieler zu Deiner Zeolitfilterung.
    Ob ein Becken "Nitratlastig" ist hängt auch immer von der Relation der aeroben und anaeroben Zonen (aktive Besiedlungsflächen für Bakterien) zueinander ab.
    Wenn Du Nitrat reduzieren möchtest, muß Du auch den nitratproduzierenden Bakterien den Boden unter den Füßen wegziehen. Wenn Du Zeovit verwendest, würde ich mich auch an das halten ,was Thomas Pohl hierzu empfiehlt.

    Gruß
    Oliver

    Gruß

    Hallo Carsten,
    Beobachtungen kenne ich viele, wo sich eine Reduzierung der Spurenelemente positiv ausgewirkt hat. Von daher basieren diese Annahmen auch auf Beobachtungen.
    Aus wissenschaftlicher Sicht greift hier auf jeden Fall das Prinzip des limtierenden (wachstumsbegrenzenden) Faktors. Ein gutes Beispiel ist hier auch die biologische Wertigkeit von Eiweiß. Ist eine essentielle Aminosäure(Bausteine der Proteine) nur zu 10% vorhanden, kann die die Eigenproteinsynthese auch nur zu 10% realisiert werden, obwohl genügend andere Aminosäuren (Bausteine) vorhanden wären. Dadurch das eine Aminosäure nur zu 10% vorhanden ist, wird diese Aminosäure zum begrenzendem Faktor.
    Wenn man diese Erkenntnis auf Deine Frage überträgt, kann man sich gut erklären das Makronährstoffe und Mikronährstoffe auch immer im richtigem Verhälnis zueinander stehen sollten. Im theoretischem Idealfall ist alles im so ausgewogenem Verhältnis vorhanden, das es keinen begrenzenden Faktor gibt.
    Im geschlossenem System Aquarium kommt es immer eher zu einer Anreicherung von Makronährstoffe in Form von Nitrat und Phosphat. Spurenelemente entwickeln sich jedoch zu echten Mangelelementen, da sich diese nicht anrreichern sondern eher dem System entzogen werden, wie Du selber beschrieben hast. Hier ist es also absolut richtig diese begrenzenden Mangelelemente nachzudosieren.
    Wird jetzt durch Maßnahmen das Aquariumwasser ähnlich wie im Meer sehr nährstoffarm (N,P,Fe) gemacht, kann es eben sein, das es bei gleicher Dosierung von Spurenelementen diese ursprünglichen Mangelelemnte nun schon bald "überdosiert" vorliegen.
    Hierbei können sogar dann auch schnell toxische Konzentrationen gewisser Elemente erreicht werden, die dann zu echten Problemen werden können.
    Wer kennt den auch schon den tatsächlichen "Verbraucht" dieser Mineralien? Je nach Korallenbesatz (Weichkorallen, Steinkorallen...) wird der Bedarf an Spurenelementen in der Menge und auch Zusammensetzung schwanken. Es gibt also nicht das "Wunderspurenelemtkomplex", was alles erschlägt und immer alles im richtigem Verhältnis hat. Dies könnte man nur für jedes einzelne Becken anhand vieler Mesungen ermitteln. Auf ein anderes Becken übertragen wäre aber aufgrund des geänderten Verbrauches wieder eine vermutlich andere Nachdosierung richtig.
    Ein Aquarianer kann meiner Ansicht nur versuchen, sich durch Beobachtung der Korallen und das
    Verständnis gewisser Zusammenhänge sich einer Ideallösung zu nähern.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Carsten,

    Ziel bei der Verwendung von Zeovit ist ein nährstoffarmes Wasser zu bekommen. Hier vor allem die Makronährstoffe N (z.B Nitrat) und P (Orthophosphat).
    Wenn man die Makronährstoffe senkt, sollte man in gleicher Relation die Mikronährstoffe (Spurenelemente,Mineralien) senken. Das richtige Verhältnis zueinander ist hier wichtig. Ein Ungleichgewicht hat sich in der Praxis auch nicht als positiv erwiesen. Das können Dir sicherlich einige hier bestätigen.
    Man sollte also nicht ein sich ausgedachtes 100 Prozent Vorgabe sondern den Bedarf der Korallen als Masslatte nehmen und der sinkt eben bei nährstoffärmerem Wasser.

    Gruß
    Oliver

    @ Oliver Pritzel : wie hast du das gemessen?

    Hallo Robert:-)

    wie ich schon sagte, sind das allgemein gültige Erkenntnisse. Auf der Seite:http://www.osram.de/pdf/evg_spot/1996_01.pdf
    findet man z.B auch auf der Seite 4 die entsprechenden Infos zu den Lichtstromrückgängen in Abhängigkeit zur Temperatur bei der 16mm und der 26mm Röhre.
    Wir haben allerdings selber auch viele Versuche gemacht, die alle in die gleiche Richtung gingen. Dies gehört ja schließlich auch zu meine Entwicklungsarbeit.

    Peter Müller
    Dein erster Gedanke ist gar nicht so verkehrt. Leider ist es allerdings auch so, das die alten 26mm Röhren mit zunehmender Temperatur immer weniger Licht erzeugen. Im Durchschnitt bei höheren Temperaturen sogar noch einmal 10% weniger als die T5. Bei 60 Grad z.B. sogar nur noch 60% Ihrer Leistung. Siehe auch hier die Grafik auf:http://www.osram.de/pdf/evg_spot/1996_01.pdf.
    Die T5 Generation hat in der praktischen Anwendung z.B in Abdeckungen oder geschlossenen Gehäusen sogar noch einen Vorteil aufgrund des etwas geringeren Lichtstromrückganges als bei der 26mm Röhre. Zu hohe Temperaturen sind für die Lichtentstehung aber niemals gut und das betrifft natürlich auch die Elektronik.
    Alle EVG`s haben übrigens einen sogn. Testpoint (bei Osram z.B 70 Grad) am Gehäuse, der nicht überschritten werden darf. Diesen Testpoint findet man an jedem EVG. Dieser Testpoint ist maßgebend für den ordnungsgemäßen Betrieb des EVG in Bezug auf Temperatur.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Robert, Hallo Dieter,

    Tatsächlich ist es so, dass die T5 Röhre ihren optimalen Arbeitsbereich (100% Lichtstrom) bei ca. 35 Grad Umgebungstemperatur hat. Bei der älteren 26mm Röhre war das noch bei 25 Grad. Dies kann man auch bei Osram oder Phillips nachlesen, wenn man möchte und sind eigentlich wichtige Fakten, die jeder Leuchtenkonstrukteur weiß.
    Über- oder Unterschreitet diese Umgebungstemperatur sich deutlich vom optimalem Wert (35 Grad bei T5), verringert sich der Lichtstrom immer deutlicher. Deswegen wird auch die T5-Röhre im Aussenbereich kaum Anwendung finden. Bei zu niedrigen Temperaturen arbeiten sie einfach zu uneffizient. Hier sind die Stärken bei der 26mm oder sogar 38mm Röhre. Steigt die Temperatur jedoch bis z.B. 50-60 Grad, geht auch der Lichtstrom bei den T5-Röhren deutlich in die Knie. Dies gilt für alle T5-Röhren, egal ob Osram. Phillips, Narva... egal in welcher Leuchte Sie eingebaut sind. Leider kann ich die entsprechende Grafik von Osram hier nicht reinstellen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Oliver Pritzel

    Hallo Famax,

    Ein Rückgang in der Färbung und ein sehr schlechtes Wachstum deutet schon auf mehrere"Störfaktoren" oder ein gravierendes Problem hin.
    Du hast ja schon einige gute Tipps bekommen, allerdings können die Urschen sehr vielfältig sein. Um dem Problem auf der Spur zu kommen sollte man vielleicht systhematisch vorgehen.

    1. Als erstes würde ich mal eine Koralle in einer Jodlösung baden um evtl. Ektoparasiten auszuschließen. Hier sind die Syntome oft am Anfang die gleichen.

    2. Als zweites würde ich die wichtigsten Wasserwerte noch einmal überprüfen und dabei vielleicht auch ruhig mal auf einen anderen Hersteller zurückgreifen, um einen Vergleich zu haben und Fehler zu veringern. Welches Tests genauer und welche Tests weniger genau sind wurde hier doch schön bei z.B. Nitrat ermittelt. Am Phosphattest würde ich als Meerwasseraquarianer auch nie sparen.

    3. Solltest Du bis hierhin immer noch nichts gefunden haben, können es auch Ursachen sein, die mit der unmittelbaren Pflege des Aquariums zu tun haben.

    Überprüf mal selber, was Du alles machst.
    Eine Überdosierung von Spuris und Jod wäre sehr wahrscheinlich. Wie ist es mit der Kontinuität der Wasserwerte ?
    Die Kontinuität ist übrigens ein wichtiger Faktor für das "Wohlbefinden" der Korallen.

    Der KH-Wert sollte aber wie Stefan schon schreibt niedriger sein. Und die Spuris inkl. Jod würde ich ebenfalls einmal absetzten. Parallel würde ich den Wasserwechsel erhöhen.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Jörg,

    genau die Gefahr meinte ich natürlich !!! Eigentlich hätte ich dann gar nicht mit T5 anfangen brauchen. Und ich habe mir immer die Finger verbrannt:-)

    Aber letztendlich geht es mir um die Nutzung neuer Erkenntnisse für die Aquaristik.

    Die räumliche Anordnung bestimmter Pigmente und somit verknüpfte funktionale Änderung sind mir wie Du weißt auch schon länger bekannt. Letztendlich sind wir uns doch aber einig, dass unter "Normallichtbedingungen" (z.B. 200 microE/m2s) die dirkekte Unterstützung der Photosynthese der Zooxanthellen durch GFP`s... eher eine untergeordnete Rolle spielen.

    Da mit zunehmender Kurzwelligkeit der Strahlung(x<400nm) die Induktion der MAA Synthese zunimmt, was auf Kosten des Wachstums geht, halte is es durchaus für sinnvoll, sich mal über einen Schwellenwert (auch wenn man sich so einem Wert in vivo nur annähern kann) in die Richtung der Kurzwelligkeit der Strahlung Gedanken zu machen.
    Wenn also Energie (UVA 350-390) in keinem Verhältnis zum Nutzen steht (Wachstum und aus der Sicht des Aquarianer auch die Färbung), kann man auf diese Energie eben getrost verzichten. Wenn dann dieser Verzicht sogar noch einen Vorteil in der Bilanz der Koralle bringt (geringere MAA-Konzentration und besseres Wachstum), sehe ich hier einen echten Verbesserungsansatz in der HQI-Beleuchtung bzw. Anwendung des richtigen Filterglases. Alleine schon die Tatsache, dass man sich dann keine Gedanken mehr bei einem Wechsel der Halogenmetalldampflampen machen bräuchte, wäre doch ein echter Fortschritt, oder ? Wieviele haben deswegen schon einmal Probleme gehabt ? Hier ist der plötzliche Anstieg in der Strahlung zwischen 350 und 390nm auf jeden Fall eine echte "Herausforderung"(notwendige chromatische Anpassung) für die Koralle. Die generelle Erhöhung der PAR-Strahlung sehe ich weniger als problematisch, da es auch in der Natur immer zu Schwankungen in der PAR-Strahlung kommt.

    Gruß
    Oliver

    Zitat

    Auch wenn diese Tatsache eine UV-Bestrahlung in der Riffaquaristik zur Induktion der Synthese fluoreszierender Chromoproteine rechtfertigen würde, bin ich der Meinung, das dies mehr als unsinnig ist:


    Hallo Jörg,

    man muß das natürlich schon differenzierter Betrachten und meine Frage war eigentlich viel zu allgemein formuliert.
    Vielleicht hätte ich besser fragen sollen, ab welcher Wellenlänge ist es für die Koralle eher ein belastender Faktor statt der Koralle zu nutzen. Ich meine das dieser Schwellenwert ungefähr bei 390nm liegt.
    Kurzwelligere Strahlung bedeutet, das immer mehr Energie in den Schutz gegen diese Strahlung gesteckt werden muß und das dieses Maß an Energie (Bildung von Schutzverbindungen) größer ist, als das Maß an Energiegewinnung durch fluoreszierden Pigmente, die durch und Reemission von Strahlung den Photosyntheseapperat mit Energie versorgen.
    Da bereits schon eine Strahlung von 350nm Zellschädigungen hervorrufen kann geht es eigentlich nur noch um den Bereich zwischen 360 bis 400nm.
    Energetisch gesehen macht es in meinen Augen keinen Sinn mit kurzwelligerem Licht als bei 390nm zu bestrahlen. Zwar kommt der UVA-Strahlung natürlich eine gewisse Funktion zu, die besonders mit der Wuchsform (geringeres Längenwachstum )zu tun hat, allerdings ist das aus der Sicht der Koralle, wo es eher um Konkurenzfähigkeit und das "erobern" neuer Besiedlungsräume geht doch eher zweitrangig.
    Da die meisten Brenner deutlich bis 350nm strahlen (siehe Koralle Nr. 7 2001 Seite 32) bräuchte man eigentlich nur ein Schutzglas nehmen welches schon ab 390nm abriegelt. Vermutlich hätte man keine schlechtere Wachstumswerte (oder sogar bessere) und die Gefahr beim Brennerwechsel wäre ebenfalls gebannt.

    Gruß
    Oliver

    Zitat

    das die Korallen die energetisch aufwendig zu synthetisierenden fluoreszierenden Pigmente überhaupt bilden können

    Hallo Jörg,

    Dies sehe ich übrigens auch als Grund, warum bei "Störfaktoren" die Färbung der Korallen schnell nachläst.
    Mal was anderes.
    Wie beurteilst Du die Wirkung der Strahlung von 350-390 nm in Bezug auf die Färbung und das Wachstum von Korallen ?
    Also auf die Genexpression gewisser Pigmente und auf die Calzifizierungsrate.
    Ich habe natürlich auch eine Meinung allerdings würde mich Deine Meinung doch sehr interessieren, wenn Du Zeit hast.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo Doris,

    warum möchtest Du denn diesen Wechsel vornehmen ?
    In erster Linie veränderst Du damit vor allem die Verteilung der Lichtintänsität. Du hast es dann in der Mitte wesentlich intensiver beleuchtet und in den Randbereichen allerdings schwächer. Dies würde Sinn machen, wenn Du Akzente setzten möchtest und Du z.B. nur in der Mitte einen Riffpfeiler hättest mit sehr lichthungrigen Korallen. Da euer schönes Becken aber wie ich sehen konnte komplett mit Steinkorallen voll ist, halte ich es nicht für unbedingt optimal auf ein ungleichmäßigeres Verteilungs der Lichtintensität zu setzten, da dann die Korallen zum Rand immer weniger nutzbare Strahlung bekommen.
    Die Strahlungsausrichtung wird für die Korallen (besonders links und rechts vom 1000 Watt Strahler) auch nicht unbedingt besser sondern eher schlechter(Hauptstrahlung eher einseitig).
    Die Schutzscheibe solltest Du auf keinen Fall entfernen. Alleine schon aus dem Grunde dass Spritzer den Kolben zum platzen bringen könnten. Auch ist es mit der UV-Strahlung problematisch. Fast jeder Brenner emmitiert nicht unerhebliche Mengen an UV-Strahlung. Allerdings muß man zwischen UVA, UVB und UVC Strahlung unterscheiden. Wenn man sich dann die Spektren der Brenner anschaut, wird man feststellen, dass viele Brenner noch bis 350nm deutlich emmitieren. Das heißt, das diese Brenner also auch im UVA (die Strahlung von der wir u.a. auch braun werden) Bereich emittieren. Egal ob E40 ...
    Solltest Du also doch auf 1000 Watt umstellen, wird sich die UVA-Strahlung gegenüber jetzt drastisch erhöhen.
    Dies ist auch der eigentliche Grund, warum es beim Wechsel der Brenner zu Problemen an den Korallen kommen kann.
    Von den 20.000 Kelvin-Brennern würde ich ebenfalls die finger lassen.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Ich kann mich da Thomas nur voll anschließen. IP 67 ist eine viel höhere Sicherheit als nur eine Schutzscheibe.
    Eine Schutzscheibe ist übrigens nicht nur wegen der 5-7% Verlust durch die Glasscheibe, sondern vor allem wegen der Luftzirkulation und Temperaturentwicklung etwas problematisch.
    Eine mangelnde Luftzirkulation bewirkt ein zu hohe Umgebungstemperatur um die Röhre (T5) und bewirkt das Sie bei z.B. 45-50 Grad Umgebungstemperatur nur noch 80-90 Prozent Ihrer Leistung hat.(siehe auch Osram)
    Fazit:
    IP 67 für höhere Sicherheit gegen Feuchtigkeit und ohne Schutzscheibe für eine optmaler Arbeitstemperatur der Röhre und 100% Leistung.


    Gruß
    Oliver

    Hallo Andre,

    mit Deiner Vermutung könntest Du recht haben. Zumindest besitzen viele EVG´s für T5 gewissen Schutzkreisläufe und natürlich auch einen Wärmeschutz.
    Stell doch mal einen Ventilator für einen Tag daneben. Am besten so, dass die Leuchte auch von innen etwas gekühlt wird. Ist das Phänomen dann weg liegt es wahrscheinlich am Wärmeschutz der EVG`s.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Peter,

    Bei den Powerbalken mußte ich mit dem Klarlackreflektor noch etwas warten. Da der Reflektor wesentlich näher an der Röhre ist und ich noch keine Freigabe für die Temperaturbeständigkeit des Spezial-Lack vom Hersteller hatte, konnte ich ihn hier noch nicht offiziell einsetzten.
    Inzwischen habe ich jedoch das O.K. des Materialherstellers bekommen.

    Wie dicht ist er denn bei Dir über dem Wasser ?
    Aufgrund der höheren Lichtintensität von über 50% könntest Du Ihn ruhig etwas höher hängen ohne große Verluste zu haben. Eine Glasscheibe schluck je nach Stärke und Beschaffenheit 5-10%.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Robert,

    Die Tatsache, dass sich das Schaumrohr schnell zusetzt, ist ein sicheres Anzeichen dafür, das der Auftrieb des Schaumes hier viel zu gering ist. Um einen stärkeren Auftrieb des Schaumes im Steigrohr zu bekommen müßte die Luftleistung erhöht werden. Zwar schäumt er dann etwas feuchter ab, aber dafür wird der "Schmutzschaum" schneller in den Schaumtopf gedrückt und verschmutzt nur noch das obere Drittel des Schaumrohres. Die Menge des Floatates nimmt also zu und das Schaumrohr verschmutzt nicht mehr so schnell und braucht nicht mehr so oft gereinigt werden.
    Da der Abschäumer anscheinend von Werk aus zu wenig Luftleistung hat, kannst Du höchstens versuchen durch Absenken des Wasserstandes im Filterbecken die Luftmenge etwas zu erhöhen. Ein Absenken von z.B. 25cm auf 15cm mach oft schon 10-20% in der Luftleistung aus. Das liegt daran, dass die Düse die Luft nicht mehr so tief unter Wasser ziehen braucht). Falls das nicht möglich ist, setze den Abschäumer einfach etwas höher, so das er weiter aus dem Wasser rausschaut. Desweiteren könntest Du versuchen den Ansaugwiderstand zu veringern, indem Du den Ansaugschlauch verkürzt oder wenn möglich sogar entfernst.
    Da der Tornado ein Nachbau des von mir ursprünglich entwickelten Twisters ist, kann ich Dir durch viele Tests versichern das diese beiden Maßnahmen auf jeden Fall etwas helfen werden, wobei ich mich von diesem Nachbau weit distanzieren möchte.
    Bei einem gutem Abschäumer sollte die Luftleistung genau im richtigem Verhältnis zum Schaumrohrdurchmesser und Schaumrohrhöhe stehen, so das genügend Auftrieb des Schaumes vorhanden ist.

    Ich hoffe aber, dass ich Dir etwas helfen konnte.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Stimmt, die alten Reflektoren hatten noch eine gelbe Schutzfolie. Die neuen haben dagegen eine durchsichtige Schutzfolie. Wir haben aber sowieso nur noch die Klarlackrefektoren für Deutschland im Programm. Zu bekommen sind Sie auch kurzfristig z.B. im Versand bei Quality Fisch, SL-Aquaristik oder auch bei Welke Express.(siehe unsere HP)
    Tatsächlich wird die neue Aquablue trotz erhöhtem Blauanteil deutlich heller wahrgenommen. Dies ist auch ein Indiz für die Weiterentwicklung der Röhren dieser Generation gegenüber der Röhren der ersten T5 Generation.

    Aus lichttechnischer Sicht ist es übrigens bei einem anstehendem Austausch der Reflektoren auch nicht verkehrt noch auf den asymetrischen Klarlackreflektor zu warten. Dieser bewirkt durch seine einseitige Lichtverteilung, dass das Licht nur dorthin gelenkt wird, wo es auch wirklich benötigt wird (z.B. Korallen) und nicht unnützt (wie oft) auf die Front- und Rückscheibe geworfen wird, was nur eine schnellere Veralgung begünstigt.
    Vereinfacht gesagt, wird die gesamte Lichtenergie die eine Röhre abstrahlt dadurch besser genutzt, das der Teil der Lichtstrahlung der früher auf die Frontscheibe gefallen ist, jetzt auch zu den Korallen gelenkt wird, was zu einen nachmessbar höheren Beleuchtungswirkungsgrad führt.

    Die Entwicklung geht eben weiter...

    Grüße
    Oliver

    Hallo Christian,

    Wenn Strudelwürmer für den Farbrückgang verantwortlich sind, wirst Du bald auch bemerken, dass das Gewebe im Ganzen heller wird. Ich würde auf jeden Fall mal eine sich verschlechternde Koralle rausnehmen und mit Jod baden. Dann weißt Du mehr.
    Ansonsten ist Dein KH-Wert meiner Ansicht viel zu hoch.
    Dies ist zumindest ein Indiz, dass der Magnesiumgehalt zu gering ist. Dann könnte auch das zutreffen, was Harald beschrieben und ich nur bestätigen kann. Dies wäre die günstigere Lösung, da man dies besser (z.B. mit Wasserwechsel und Magnesium pro) korregieren kann.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Das geniale am Schlammfilter ist eigentlich, das durch die Korngröße und die sich dadurch ergebende Porengröße des Sandes schon nach wenigen Zentimeter eine gigantisch große aktive anaerobe Besiedlungsfläche für Bakterien ergibt, die nach meiner Einschätzung die Bakterienaktivität in z.B. lebenden Steinen um ein vielfaches übersteigt. Im Gegensatz zu lebenden Steinen (feste Struktur) ist der Stoffaustausch in lebendem Sand vermutlich auch höher, was nicht zuletzt durch die Vielzahl der darin lebenden Mikroorganismen begünstigt wird. Ist nunmal eine riesige anaerobe Oberfläche für nitratabbauende Bakterien gegeben wird man als Endergebnis auch immer eher nitratarmes Wasser haben. Genauso wie man bei Rieselfiltern (Schaffung von aktiven aeroben Oberflächen) eben immer eher eine Nitratanreicherung hat. Da die Bakterien die heimlichen Regierer sind und letztendlich für die Anreicherung von N als Nitrat (aerob) oder die Ausscheidung als Gas N2 (anaerob) verantwortlich sind, kann man somit auch indirekt mit der Schaffung von anearoben Zonen ein nährstoffarmes Wasser begünstigen. Egal ob Jaubert-System(hoher Bodengrund), Berliner Modell (lebende Steine) oder jetzt Schlammfilter wird ein nährstoffarmes Wasser immer auch durch die Schaffung von zusätlichen anaeroben Zonen begünstigt.
    Das man mit verstärkter Strömung im Schlammfilter, wie es Markus herausgefunden hat, noch bessere Ergebisse mit dem Schlamm erzielen kann, könnte auch ein Indiz für eine gesteigerte Austauschrate zwischen dem lebendem Sand und der freien Wassersäule sein.
    Mein nächstes Becken wird aufgrund der meiner Einschätzung nach enormen biologische Leistung auf jeden Fall mit einem Schlammfilter zusätzlich ausgerüstet werden.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Stefan,

    mußt Du natürlich auch nicht glauben. Eigentlich wollte ich mich nicht einmischen um die Neutralität nicht zu gefährden.
    Bei niedrigen PH-werten (z.B PH-6) bilden sich aber nunmal keine Kalkverkrustungen, wie z.B. bei Düsen an Abschäumern (PH-8) wo ein Reinigen wirklich mal fällig werden kann. Im Gegenteil der Kalk wird sogar im Kalkreaktor gelöst, sogar bei unseren :winking_face:
    Auch spielt die größe der Düse eine Rolle.
    Bei einer sehr kleinen Düse können Ablagerungen wesentlich schneller die Funktionalität der Düse stören als bei großzügig Dimensionierten Düsen. In sofern spielt hier eben auch die Konstruktion der Düse schon eine Rolle.
    Aber davon abgesehen könnte man auch unsere Kalki durch das lösen der Verschraubung zwischen Pumpe und Düse mit z.B. einem Pfeifenreiniger säubern. Nur war das bisher noch nie notwedig gewesen und die längsten laufen schon über ein Jahr. Tatsache.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    zwar gefällt mir die Überschrift schon nicht aber trotdem mal eine kleine Anmerkung von mir.
    1.
    Der "Kalkschlamm" wie er z.B. von Stephan beschrieben wurde , entsteht bei uns aus strömungstechnischen Gründen erst gar nicht in dieser Form. Wer einmal vergißt rechtzeitig Korallenbruch nachzufüllen wird feststellen, dass alles bis auf das letzte Körnchen aufgelöst wird.
    Das Reinigen ist also gar kein Thema, da es gar nicht notwendig ist. Man brauch nur von oben nachfüllen.
    2.
    Im Gegensatz zu Abschäumern, wo es zu Verkrustungen an Düsen nach einer Zeit kommen kann, ist dies bei unsen Kalkreaktoren nicht der Fall. Dies liegt naturgemäß schon an dem niedrigem kalklösendem PH-Wert, einer gewissen ständig reinigenden Errosion von Feinstpartikel als auch an der Konstruktion der Düse selber.

    Peter Schmiedel
    Der Powerbalken war ein neues Produkt in der Einführung, was sich leider leider sehr verzögert hatte. Die Kalkreaktoren sind genau wie unser Standartbalken schon länger eingeführt und auf Lager. Ich hoffe aber, dass Sie mit den Powerbalken zufrieden sind.

    MfG
    Oliver Pritzel

    Hallo Robert M.

    Egal ob Du einen 400 Watt Brenner oder einen 250 Watt Brenner benutzt, hast Du mit nur einer Hauptlichtquelle in Deinen Aquarium die Randbereiche immer schlechter ausgeleuchtet als z.B. in der Mitte. Da Du den Brenner auch nicht weiter höher hängen kannst wird sich von der Verteilung der Lichstärke zum Rand immer ein deutlicher Leistungsabfall ergeben.
    Wenn Du schon keinen zweiten Brenner von 250 Watt einsetzten kannst, was ebenfalls eine bessere Lösung wäre als ein 400 Watt Brenner, wäre es vielleicht nicht verkehrt mal über eine verstärkte Ergänzung mit T5 zu denken. Der Gesamtlichteintrag wird ebenfalls deutlich erhöht und Du erhälst eine etwas gleichmäßigere Lichtverteilung wodurch Du auch etwas flexibler wirst was die Stellmöglichkeiten von lichthungrigen Steinkorallen wirst.

    Grüße
    Oliver

    Hallo,

    Ich hatte diese Grafik ursprünglich selber mal übernommen und wollte damit nur demonstrieren, wie das Antennensystem um das Chlorophyll funktioniert und wie gewisse Hilfspigmente das Chloropyll unterstützen, Die gestrichelte Linie hatte mich auch schon immer gestört. Sie ist bestimmt nicht korekkt.

    Tatsächlich gibt es neben dem PAR Quantenmeter auch ein PAR-Spezial Quantenmeter. Hier ist ein Filter vor dem Sensor, der so ausgelegt ist, das ähnlich wie bei der DIN Photosynthesekurve für Landpflanzen blau und Rot stärker berücksichtigt wird und entsprechend in dem PAR-Wert einfließt.

    Im Meer sind die Voraussetzungen eben ganz anders. Man bräuchte nur ein Filter vor das Quantenmeter setzten, was z.B. das Spektrum in 5-10 Meter Meerestiefe wiedergibt und hätte dann schon wesentlich realistische PAR-Werte für unsere Korallen und Algen. Hatte leider nie die Zeit dies weiter umzusetzten.

    @Hans-Werner
    Da bin ich völlig Deiner Meinung und das "sehen" die Korallen auch so.
    Tatsächlich konnte man in einem Versuch nachweisen, das Korallen bei ausschließlich Blaulicht (450nm) die gleiche Photosyntheseaktivität zeigen, als bei Tageslicht gleicher Stärke. Deswegen empfehle ich eben auch eine Mischung von Blau und Vollspektrumtageslicht von 1:1.
    Die Vorteile für die Korallen bei T5 (blaulastiges, diffusses Licht...) ist aber für einige Menschen dann wieder teilweise ein Nachteil, weil Sie dann den berühmten "Kringeleffekt" vermissen und das Licht nicht so hell wirkt da es nicht so kontrastreich ist.
    Die fehlende Lichtintensität war früher der größte Nachteil für Neonröhren war. Und der Photonendruck an den Korallen war oft nicht hoch genug, um die Genexpression mancher Farbpigmente voll zu unterstützen. Mit T5 ist man da deutlich weiter. Mit den Powerbalken nochmal über 50%.

    Viele Grüße
    Oliver

    Hallo an alle und an die Rifflight Freunde :smiling_face:

    Da ich schon gefragt werde, hier mal ein paar Neuigkeiten.
    Zum einem haben wir die Preise der blue und Sun um über 20% gesenkt und zum anderem haben unser Balken nun eine 10% höhere elektronische Ansteuerung.
    Beide Maßnahmen sind Reaktionen auf den gemessenen Lichstromrückgang der Röhren von 20-25% nach einem Jahr.
    Da unsere Balken nun ein Altern der Röhren durch eine höhere elektronische Ansteuerung wieder teilweise abfangen, wird der Austauschintervall verlängert, da man dann nach einem Jahr statt 75-80% der Nennleistung noch 85-90% der Nennleistung erwarten darf.
    Wird dann aber irgendwann der Austausch fällig, sind die Röhren dann in der Anschaffung wesentlich günstiger. Ob ander Hersteller hier nachziehen (sowohl technisch als auch preislich) kann ich natürlich nicht sagen.
    Die Profile der Powerbalken sind jetzt endlich eingetroffen und nun auch verfügbar (es mußten einige Veränderungen gemacht werden) Wartezeiten mit unseren Standartbalken gibt es übrigens schon lange nicht mehr.
    Eine weitere Neuerung ist neben dem Klarlackreflektor jetzt ein asymetrischer Klarlackreflektor. Hier wird das Licht nur nach unten und zur einer Seite gelenkt. Dadurch vermeidet man, das kostbares Licht auf die Frontscheibe geworfen wird, was ein Veralgen begünstigt und erreicht eine bessere Beleuchtung der Korallen im Aquarium.

    Viele Grüße
    Oliver

    Peter Schmiedel
    sind unterwegs

    Peter Müller
    nur weil Sie zufällig auch Powerbalken genannt werden sind Sie aber lichttechnisch und elektronisch nicht mit unseren zu vergleichen.

    Hallo,

    die Kurve zeigt sehr schön das die "Wahrnehmung" des Lichtes zwischen uns und photosynthetisch aktiven Lebensformen sehr unterschiedlich ist. Helles Licht für uns ist eben nicht unbedingt "helles" Licht für Korallen.

    Allerdings ist dies eine genormte Kurve für höhere Landpflanzen.

    Unser Korallen und Algen haben sich an die geänderte spektrale Lichtzusamensetztung unter Wasser angepasst und haben sogar je nach tiefe und Standort unterschiedliche PAS (photosynthetic action Spectrum).
    Es gibt also nicht das optimale Spektrum für alle
    Korallen sondern bestenfalls immer nur Annäherungen, was man wie Rainer schon sagt mit PUR schon genauer bestimmen kann.

    Für die Auswirkung des Lichtes auf die Photosynthesaktivität spielt jedoch auch neben der Lichtstärke und spektralen Zusammensetzung auch noch die Strahlungsausrichtung eine wichtige Rolle. Dies hat mir bei PUR immer gefehlt.
    Sehr gleichgerichtetes Licht führt zu einer höheren Eigenabschattung und gemessene 200 microE/m²s führen hier z.B zu einer geringeren Photosyntheseaktivität als bei 200 microE/m²s von diffuserem Licht wie es z.B. bei zunehmender Wassertiefe der Fall ist.
    Auch spielt der Anteil an aufwelligem Licht (vom Bodem reflektiertes Licht) in der Natur eine Rolle.

    Für die Aquaristik heißt das, das mehrere Lichtquellen (z.B. 4x 250Watt) an der Wasseroberfläche günstiger zu bewerten sind als eine Lichtquelle (z.B. 1000 Watt).
    Zwar ist der gesamte Lichteintrag anähernd gleich allerdings ist die photosynthtisch nutzbare Strahlung aufgrund der günstigeren Strahlungsausrichtung bei mehreren Lichtquellen höher.

    Korallenzüchter könnten sich auch überlegen weiße Bodenplatten (z.B Plexiglas) zu verwenden, um den Anteil an aufwelligem Licht zu erhöhen und somit das sonst "verlorene" Licht nochmal zu nutzen.
    Der Meßunterschied wird auf jeden Fall deutlich sein.

    Grüße, Oliver

    Hallo Thomas,

    Mit deinem erstem Satz könntest Du gar nicht so verkehrt liegen. Die 175 Watt-Variante ist eine ursprünglich speziell amerikanische Variante und findet hier in der Lichtindustrie eigentlich kaum Beachtung.

    Mein Kompliment auch zu Deinen treffenden Ausführungen.

    Da die gemessene PAR-Strahlung mit einem Quantenmeter gemessen wird und ähnlich wie Lux eine Beleuchtungseinheit ist, ist es fachlich ohnehin nicht richtig von einer Beleuchtungseinheit auf die Strahlungsemmision einer Lichtquelle oder sogar dessen Effizienz zu schließen.
    Der Zusammenhang ist an sich schon fachlich nicht korrekt.

    Noch seltsamer fände ich es, wenn dort wirklich der PAR-Wert mit der Photosyntheseaktivität gleichgestellt wird.
    Dies sind zwei ganz andere paar Schuhe.

    In die Photosyntheseaktivität fließen sehr viele Faktoren (biotische und abiotische) ein.
    Steht das dort wirklich so ? Habe das Buch nicht zur Hand.

    Viele Grüße
    Oliver Pritzel

    Hallo,

    Da die Lampen im EVG-betrieb zwischen 40 bis 90 KHZ (bei dimmbaren EVG`s) betrieben werden und jede Lampe ein sogn. "heißes" und "kaltes" Ende besitzt, sind einige Dinge zu beachten, da es sonst zu Problemen wie zu hohe Funkenstörung (EMV) und nicht optimaler Betreibung der Lampe kommen kann.
    Ich kann daher nur davon Abraten sich Fassungen für 8 Watt T5 Lampen zu holen und dann möglicherweise 80Watt EVG`s zu kaufen. Die Leitungskapazität und die Führung der Kabel zu den Lampenenden sind wichtige Aspekte zum optimalem Betrieb der T5-Lampen.

    Die klarlackbeschichteten Reflektoren sind übrigens sofort lieferbar. Das selber besprühen von Reflektoren mit einem Klarlack führt zu einem deutlichem Verlust in der Gesamtreflektionsrate 10-20% und zu einem Anstieg der diffusen Streung von 5-20% (je nach Geschick des Lackierers), was für eine gute Lichtlenkung sehr ungünstig ist. Der Vorteil des computeroptimierten Reflektors geht dadurch teilweise verloren. Im Gesamtergebnis wird sich dadurch der Wirkungsgrad um min. 20% verschlechtern.
    Bei unseren Industriell gefertigten Klarlackreflektoren, wo der klarlack in einem speziellem Verfahren hauchdünn aufgetragen ist, sinkt die Gesamtreflektionsrate nur um 1,8 von 95 auf 93,2 Prozent.

    Dies nur zur Info.

    Gruß
    Oliver Pritzel

    Hallo Stefan,

    Wenn Sie den Balken schon bezahlt haben, obwohl er noch gar nicht existiert ist dies aber auch nicht meine Schuld. Natürlich verstehe ich Ihre Verärgerung aber ich habe meinerseits immer darauf hingewiesen, dass sich der dimmbare Balken noch verzögern wird. Letztendlich bekommt der Kunde nun aber ein ausgereifteres und wesentlich durchdachteren dimmbaren Balken, was ja auch nicht unbedingt zum Schaden des Aquarianers seien soll.
    Ich besitze nicht die "Frechheit scheinheilige" Beiträge zu setzen, sonder meine Empfehlung ist meine ehrliche fachliche Meinung aus aquaristischer Sicht.
    Nicht mehr und nicht weniger. Möge sich jeder sein eigenes Bild machen.
    Gerade Ihre Wortwahl (Verarschen, scheinheilig...) und damit verbundene Unterstellungen haben zu der Löschung Ihres Postings in meinem Forum geführt. Ich bin immer offen für Kritik und es ist unumstritten, dass ATI noch einiges zu verbessern hat, allerdings sollte es bei der Wahrheit bleiben und nicht als allgemeines "geschäftsgebaren" von ATI bezeichnet werden, denn dies trifft nicht zu. Ich kenne sonst niemanden, der schon einen dimmbaren Balken für ATI im Vorfeld bezahlt hat. Fakt ist doch, dass ATI kein Geld von Ihnen bekommen hat und Fakt ist auch, dass ich die Lieferverzögerung des dimmbaren Balkens angekündigt habe, da mein Zulieferer mich wiederholt vertröstet hat.
    Da Sie dies ohnehin nicht glauben oder glauben wollen und Sie der Meinung sind, das ich sowieso nur jeden vera...... möchte, dürfte es wohl wenig Sinn haben dies hier weiter zu erörtern.
    Ich nehme meine Kunden übrigens sehr wohl ernst und dies fließt auch teilweise in die Produktentwicklung ein (siehe Klarlackreflektor...). Auch wird dies meine verstärkte Präsenz dies in naher Zukunft auch wieder zeigen.

    Gruß
    Oliver Pritzel

    Hallo Steffen,

    unsere Einbaubalken haben eine exakte Höhe inkl. Reflektoren von 6,7 cm und eine Breite von 16cm. Die Länge des Balkens ist 1195mm und mit den Seitenwinkeln 1220 über alles.
    Hast Du eine Mittelstrebe ? Wird oft vergessen.

    Wie die anderen schon schreiben ist der Abstand zur Wasseroberfläche sehr gering.
    Gerade deshalb sind hier die klarlackbeschichteten Reflektoren sehr sinnvoll, da normale Reflektoren sonst stark in Mitleidenschaft gezogen werden, was die Lichtleistung stark beieinflußt.
    Zusätzlich würde ich Dir, egal von welchem Hersteller Du die Balken beziehst, zu einer zusätlichen Lüftung (Computerlüfter) raten. Die ist günstig für die Lichtleistung und die Lebensdauer der Röhre.
    Bei einem sehr geringem Abstand zur Wasseroberfläche gibt es noch den Nachteil das es zu erkennbaren Sektorbildungen bei einem Wechsel von Blau und Tageslichtröhren kommt. Ab Juni gibt es Röhren, wo beide Leuchtstoffe in einer Röhre vereint sind was in Deinem Fall nicht ganz verkehrt ist. Dies nur zu Deiner Info.

    Gruß
    Oliver Pritzel

    @ longo
    Dann sagen Sie mir bitte wann Sie wo und bei welchem Händler was bestellt und schon bezahlt haben. Anderenfalls unterlassen Sie solche Aussagen. Keinesfalls haben Sie etwas bei ATI bestellt und schon bezahlt. Alleine schon da wir seit Dezember nicht mehr an Privat versenden. In meinem Forum kann jeder den tatsächlichen Vorgang nachlesen, der auch nicht so ist wie Sie es hier erscheinen lassen wollen.

    Hallo :smiling_face:

    Ein erhöhter Redoxwert ist auch nach meiner Erfahrung positiv für das Polypenbild bei SPS. Da mein Becken an einigen Stellen zu schwach durchströmt ist, und hier die Polypen mindestens genau so weit draussen sind, denke ich nicht dass die Stömung hier direkte größere Bedeutung hat. Vermutlich spielt auch die Menge an Hemmstoffen (Terpene) im Aquarium eine Rolle.

    Gruß
    Oliver

    Hallo Markus,

    natürlich ist es schön für den Aquarianer, wenn es bald mehere gut durchdachte T5 Leuchten gibt.

    Bei einem Vergleich sollten jedoch konkrete Meßdaten unter identischen Bedingungen gemacht werden.

    Eine Beurteilung mit unserem bloßen Auge ist da nicht immer glücklich. So kann z.B. ein dunklerer Hintergrund ein Beckenabschnitt dunkler erscheinen lassen, obwohl die tatsächliche Lichtstärke, die das Wasser durchdringt, identisch ist. Dies kann man z.B. auch teilweise bei langen Becken, wie bei Herrn Mohr beobachten. Ich will damit nur sagen,dass unser Auge sich hier schnell täuschen läst.

    Deine Aussage dass es die Reflektoren sind, die einen "gewaltigen Unterschied" zu unseren Leuchten bringen, ist technisch fast unmöglich.
    Gerade unsere Reflektoren sind kaum zu schlagen. Die Form wurde so berechnet, da fast kein Licht auf die Lampe zurückgeworfen wird und das Licht auch nur einmal (95% Reflektionsrate bei 5% Streung) reflektiert wird.

    Ein einmal computeroptimierter Reflektor (T5 und Lichtverteilung) kann nicht nochmal optmiert werden und wie von Zauberhand einen "gewaltigen Unterschied" verursachen. Dies ist lichtechnisch nicht möglich.
    Denn besser als ohne Eigenabschattung der Röhre und weniger als Einmal reflektieren geht eigentlich nicht. Lediglich die Fokussierung kann dann noch varreiert werden. Aber auch hier wird nur die Lichtverteilung verändert und nicht die Gesamtlichtleistung erhöht.

    Da wohl die selben Röhren und auch die gleich EVG`s benutzt werden bezweifel ich, bei aller Offenheit, die Seriösität an diesem "Hauseigenem Vergleich" und auch Deine Aussage dass es einen gewaltigen Unterschied gibt.

    Im Übrigen lassen auch wir jetzt unsere Balken von einer großen Leuchtenfirma (die mehrere tausend am Tag bauen können) montieren und bereits jetzt sind schon Großhändler wie QFI, Smulders, oder Holly gut bestückt. Auch der nette Herr Lerbs könnte dort z.B. sofort etwas (selbst Kalkis) bekommen, wenn er möchte.
    Zwar bin ich selber nach wie vor noch schwer zu erreichen, da ich jeden Tag unterwegs bin, letztendlich ist dies aber nicht unbedingt nötig, da jeder Händler sich an die Großhändler richten kann.

    Vielleicht sehen wir uns ja auf der Interzoo :winking_face:
    Als Technikfreak dürfte Dich die Hängelampen mit den Powerbalken und autom. D8immung bestimmt interessieren.

    Gruß
    Oliver

    Hallo,

    Habt bitte noch etwas Gedult. Alles wird kommen. Ich bin im Moment an sehr vielen Projekten und habe leider nicht mehr die Zeit alles zu beantworten, wie es eigentlich nötig wäre. Dafür wird jedoch einiges an Neuigkeiten dann auf dem Markt verfügbar sein, was dann schon länger getestet und noch ausgereifter ist.

    So gibt es inzwischen die ersten Muster unserer neuen 12.000 Kelvinröhre, welche eine Mischung aus der bewährten Sun 50% und der Blue 50% in einer Röhre ist. Auch wird es bald alle Reflektoren mit einer wasserabweisenden Klarlackbeschichtung geben, was das Reinigen von verspritzen Reflektoren wesentlich erleichtert und diese dann wesentlich länger sehr gute Reflektionswerte aufweisen.
    Hier wurde z.B. Jahrzehnte lang nicht dran gearbeitet.

    Auch der dimmbare Balken wird jetzt kommen. Da es sich um eine spezielle Lösung für die Aquaristik handelt, bin ich hier auf meinen Zulieferer angewiesen, der den Zeitplan wiederholt nicht einhalten konnte. Diese sind jedoch jetzt endlich fertig und werden auf der Messe, genau wie der Powerbalken und die ersten Hängeleuchten vorgestellt.

    Das nicht beantworten von Mails etc. bitte ich nicht als Desinteresse an den Aquarianer zu verstehen. Vielmehr fehlt mir hier einfach die Zeit. Nerven tuen mich die Fragen weniger, denn auch ich Diskutieren eigentlich ganz gerne. Ich mußte hier aber aus zeitlichen Gründen einfach eine Entscheidung treffen, die entweder hieß: Mich intensiver um das Vorantreiben der neuen Produkte zu kümmern (Dimmung, Powerbalken, gute Hängeleuchte, neue Röhren...) oder die Technik auf den jetzigen Stand zu lassen und lediglich die Produktion und Sevice auszubauen.

    Es hat also nichts damit zu tun , das ATI kein Geld verdinen will oder das ATI der Aquarianer unwichtig wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Und das spiegelt sich auch in den Produkten wieder. Die flexible Dimmung ist so z.B. ein Resultat aus der Kritik an den geplanten fest programmierten dimmbaren T5 Balken. Der klarlackbeschichtete Reflektor resultiert aus der Kritik, das bei häufigem Reinigen der Reflektor stark nachlässt...

    Augenblicklich sieht es zwar von Außen noch sehr unbefriedigent aus, da angekündigte Produkte noch nicht verfügbar sind. Letztendlich tut sich aber Einiges was man dann bald (Interzoo) sehen wird.

    In diesem Sinne.

    Oliver Pritzel