Hallo Fabian,
schaut gut aus. Ich vermute, dass bei den Sirius die harten Spots das Problem waren, Deine Philips strahlt viel flächiger aus.
Gruß, Thomas
Hallo Fabian,
schaut gut aus. Ich vermute, dass bei den Sirius die harten Spots das Problem waren, Deine Philips strahlt viel flächiger aus.
Gruß, Thomas
Hallo Aquarienfreunde,
ein Bekannter hat vor Jahren seine ATI-Sirius verkauft, weil er mit dem Ergebnis bezüglich seiner SPS unzufrieden war. Seitdem hat er wieder T5 drüber. Viele Leute nutzen auch Hybrid-Lampen, wobei ich mich da frage, warum dann überhaupt noch (teure) LEDs, wenn T5 optimal sind. Hat sich da inzwischen was getan? Oder sind T5 nach wie vor die beste Wahl für SPS-Becken?
Gruß, Thomas
Hallo Hans-Werner,
Populationen unter einem hohen Prädationsdruck, also durch Fressfeinde, sind weniger stressempfindlich
vielleicht ist das auch ein Grund, warum Diktatoren regelmäßig überaus empfindlich auf Kritiker reagieren. Diese Erfahrung hab ich übrigens auch bei SPS gemacht. Setzt man sie Stress aus in Form von Schwankungen der Wasserparameter in einem gewissen Rahmen, werden sie robuster. Hält man die Wasserparameter penibel konstant, werden sie zu Mimöschen.
Gruß, Thomas
Hallo Meerwasserfreunde,
hab mal gelernt, dass bei einem sauber verklebten Glasbecken eher das Glas bricht, als dass sich das Silikon löst. Hab auch nur gute Erfahrungen mit Glasbecken gemacht. Doch lese ich in den letzten Jahren immer wieder gerade bei Sonderanfertigungen von undichten Becken, und auch dieses Forum macht da keine Ausnahme. Erstaunlicherweise scheint es bei den Standard-Becken der großen Hersteller wie z.B. Juwel trotz oft grenzwertiger Glasstärken da keine Probleme zu geben, zumindest hab ich noch nichts davon gehört. Da ich gerade ein neues Aquarium plane (260 Liter), frag ich mich, ob man heute noch beruhigt zum Aquariumbauer gehen kann, oder sich besser sein Aquarium - mit Sorgfalt und dem besten Silikon - selber baut.
Gruß, Thomas
So schwamm er mutig ins Freiwasser und ward nicht mehr gesehen
Tja, Chris, auch das Leben als Querdenker hat seine Tücken ![]()
ich habe zwei Pseudochromis fridmani, noch aus dem alten Becken, die müssten nun fast 10 Jahre alt sein. Und bei denen habe ich wirklich gemerkt, wie sie vom 150 Liter Becken (Grenze im Meerwasserlexikon) ins 500 Liter Becken deutlich öfter zu sehen waren, interessierter wirkten und sich dann auch gepaart haben mit Gelege usw.
Hätte ich nicht gedacht. Fridmanis sind ja nun wirklich zierliche Fischchen. Wenn selbst die sich erst ab 500 Litern richtig wohl fühlen, dann müsste man für eine optimale Haltung von Doktorfischen wohl mehrere tausend Liter rechnen.
Gruß, Thomas
Morgen Hajo,
Der Autor ist nicht Ellen Thaler, sondern Scott Michael
stimmt, hab grad nochmal nachgeschaut.
Wie du sicher auch gelesen hast, pflegte Scott seine adulten Flavescens in ca. 500 l! Juvenile Exemplare in knapp 300 l Becken.
Richtig. Er sagte aber auch, je größer das Aquarium desto besser. Bleibt halt die Frage, wie groß ein Aquarium nun sein muss, dass sich diese Fische über viele Jahre hinaus pudelwohl fühlen können. Kermit999 hat hier bezüglich der Beckengröße eine interessante Erfahrung geschildert.
Morgen Hans-Werner,
Kann man daraus vielleicht sogar schließen, dass ein bisschen Langweile gar nicht so schlecht ist, dass sich z. B. ein Doktor in einer vertrauten Umgebung mit vertrauten Kollegen gar nicht so unwohl fühlt im Vergleich zu einem offenen Lebensraum mit potenziell ständiger Bedrohung.
das ist eine spannende Frage. Meine Theorie ist, dass eine Spezies auch an ein gewisses Maß an Angst evolutionär angepasst ist, und dieses Maß an Angst daher auch für ihr Wohlbefinden benötigt. Welchen Grund könnte es sonst haben, dass sich z.B. eine Primaten-Spezies freiwillig in Achterbahnen setzt, sich von Klippen stürzt, Horrorfilme schaut, sich vor Höllenfeuern oder dem Klimawandel gruselt?
Gruß, Thomas
Hallo Hajo,
Es ist keineswegs der Drang nach Freiheit und Weite.
Es ist viel banaler.
Die Ursache ist der Hunger!
erst mal danke für den Tipp mit dem Buch. Hab gerade meine alten Koralle-Ausgaben durchstöbert, und in der Ausgabe 98 vom April 2016 hat die Frau Thaler einen Bericht über die Haltung von Hawai-Doktoren geschrieben. Darin schreibt sie ..
"Zwar ist es durchaus zutreffend, dass ein satter Fisch weniger aggressiv ist als ein hungriger, doch ein voller Bauch stimmt nicht friedlich, wenn der Lebensraum zu klein ist."
Gruß, Thomas
Hallo Rüdiger,
vielleicht solltest du dir mal ein paar von Allen Thalers Veröffentlichungen zu Gemüte führen.
werde ich machen. Hab mal vor Jahren in der Zeitschrift "Koralle" den ein oder anderen Artikel von der Dame gelesen.
Gruß, Thomas
Grundsätzlich ist der Sinn der evolutionären Entwicklung die Erhaltung/Anpassung der Art
Das ist richtig. Und das Ergebnis dieser Anpassung an den Lebensraum ist ein hochkomplexes Tier, das bestmöglich an seinen Lebensraum angepasst ist. Im Falle des Doktorfisches sind das die schier endlosen Korallenriffe im Meer, nicht die Miniriffe im Aquarium. Wie soll sich nun ein solches Tier in einem Glaskasten, das aufgrund seiner begrenzten Maße noch nicht mal eine Paarung zulässt, sich wohlfühlen können wie im Meer?
Die höchsten Prioritäten des Doktors sind erst einmal Überleben: genug und das richtige zu Fressen, Schutz vor Feinden, Sicherheit in der Umgebung. Danach kommt Wohlfühlen in der Umgebung/Gesellschaft und erst danach dann "Freizeit und Hobby", Spiel- und Erkundungsdrang.
Also ging es der Tochter vom Josef Fritzl eigentlich gar nicht so schlecht.
Spaß beiseite .. Deine Abstufungen teile ich nicht, das eine bedingt das andere. Spiel - und Erkundungsdrang sind für Tiere die Voraussetzung, um überhaupt fressen zu können. Beispielsweise erkundet der Drückerfisch ja nicht misslaunig seine Umgebung und dreht Steine um, damit er sich endlich eine Krabbe zwischen die Kiemen schieben kann, und nach Feierabend spielt er dann hobbymäßig mit Steinen. Der Drückerfisch spielt den ganzen Tag lang mit seiner Umgebung, was ihm ein regelmäßiges Fressen erst ermöglicht.
Gruß, Thomas
Hallo Sandy,
ich versuche die über Jahrmillionen entwickelten Bedürfnisse von Tieren nur möglichst realistisch einzuschätzen, um daraus Schlüsse für eine Haltung zu ziehen, die diesen Bedürfnissen möglichst gerecht wird.
Ich denke gerade an Katz und Hund. Obwohl bereits seit Jahrtausenden domestiziert, brauchen diese Tiere selbst bei ausreichender Ernährung zusätzlich Beschäftigung. Ganz einfach deshalb, weil die Natur sie so gebaut hat, dass ihnen Beschäftigung, sprich die Futtersuche / Jagd, Spaß macht. Da kann Katz und Hund noch so gut genährt sein, wenn sie ein Mäuschen bzw. ein Häschen entdecken, werden die erst so richtig lebendig.
Welche Beschäftigung wird nun z.b. einem Doktorfisch geboten, der in einem relativ sterilen Glaskasten von einem, vielleicht zwei Quadratmetern Grundfläche Jahr ein Jahr aus die Frontscheibe rauf und runter schwimmt?
Gruß, Thomas
Natürlich geht das. Natürlich kann ein Fisch sich in einer "Pfütze" wohl fühlen, der alleine aufgrund von Nahrungssuche sonst weite Gebiete durchstreifen würde, wenn nur die Bedürfnisse insgesamt angemessen befriedigt sind.
Weite Gebiete zu durchstreifen auf der Suche nach Nahrung ist kein Bedürfnis? An diese Lebensweise ist ein Doktor nun mal evolutionär angepasst, nicht an ein Leben in einer Pfütze. In der er sich noch nicht mal fortpflanzen kann, was ja nun mal ein Grundbedürfnis jeder Spezies ist, zumindest der Liebesakt.
Stell Dir vor, ich kenn' sogar eine Primaten-Spezies, die freiwillig aufgehört hat riesige Gebiete zu durchstreifen und sich praktisch rund um die Uhr in relativ kleinen und kleinsten Behältern und Käfigen aufhält, solange man für ausreichend Futter, Austausch und Zeitvertreib sorgt.
Richtig. Nur welchen Zeitvertreib hat ein Doktorfisch in einem Glaskäfig? Auch diesem Traumkaiser im Düsseldorfer Löbbecke-Museum scheint es an Zeitvertreib zu fehlen ..
Gruß, Thomas
Hallo Joe,
die bilder aus dem riff zeigen in erster linie die notwendigkeit, futterplätze aufzusuchen.
das ist richtig. So wie z.B. auch Tiger und Eisbären in der Natur täglich riesige Gebiete durchstreifen auf der Suche nach Nahrung. Genau das wird in Zoos aber regelmäßig zum Problem, da diese Tiere ihre Verhaltensweisen dort aufgrund Platzmangels nicht ausleben können. Das Ergebnis sind dann Langeweile und Verhaltensstörungen.
Wie kann man beurteilen, ob es dem Fisch egal ist, ob er in 200 l oder in 2000 l gehalten wird?
Ist bei Fischen zuweilen schwer zu beurteilen, wenn sie nicht gerade die Scheiben monoton rauf und runter schwimmen. Ich würde die Frage daher anders stellen: Ist es überhaupt möglich, dass ein Fisch, der in der Natur riesige Gebiete durchstreift, sich in einer Pfütze wie einem privaten Aquarium wohl fühlt?
Hallo Reinhard,
Das ein Raubzug der aus Futtermangel begonnen wird!
das ist richtig. Und genau an dieses Leben sind Doktoren eben angepasst. So wie auch wir täglich auf "Raubzug" gehen müssen, damit Geld aufs Konto kommt, aber vor allem damit wir beschäftigt sind. Gibt auch Menschen, die ähnlich wie Doktoren im Aquarium das nicht mehr müssen, entweder weil sie bereits Millionen besitzen oder auf Staatskosten leben. Doch brauchen auch solche Menschen eine Beschäftigung. Denn den ganzen Tag in der Hängematte liegen oder RTL schauen macht eher depressiv als glücklich. Warum sollte das bei Doktoren anders sein?
Gruß, Thomas
Hallo Meerwasserfreunde,
angefangen hat meine Meerwasserkarriere vor Jahren mit dem großen "Dr. Burgess's Atlas der Meerwasserfische". Fast sämtliche Arten sind dort in Fotos und kurzem Text beschrieben - von der Demoiselle bis zum Tigerhai. Neben Temperatur und Salinität wird bei jeder Fischart auch die Mindestbeckengröße angegeben. Dabei fällt auf, dass der Endgröße eines Fisches meist nur eine 0 angehängt wird, was dann der empfohlenen Beckengröße in Litern entspricht. So wird z.B. für einen Zebrasoma flavescens mit 15 cm Endgröße eine Beckengröße von 150 Litern empfohlen, für einen Zanclus cornatus mit 20 cm Endgröße eine Beckengröße von 200 Litern, usw.
Aus heutiger Sicht sind solche Angaben unsinnig und haben mit artgerechter Haltung nicht viel zu tun. Doch was ist artgerechte Haltung? Sind wir überhaupt in der Lage, beispielsweise einem Zebrasoma flavescens eine Haltung zu bieten, die ihm über viele Jahre hinaus ein "glückliches Leben" ermöglicht? Gerade bei dieser Art konnte ich lernen, wie komplex deren Verhalten ist, und scheue mich nicht, diesen Fisch und sein Gefühlsleben mit dem eines Hundes gleichzusetzen.
Selbst wenn wir nun großzügig sind und diesem "Hündchen" ein 2000 Liter-Becken gönnen, sind das gerade mal etwa zwei Quadratmeter Grundfläche. Und auf diesen zwei Quadratmetern muss dieser Fisch, im besten Falle pärchenweise, sein Leben fristen. Kennt bereits nach ein paar Tagen jeden Stock und jeden Stein, jeden Überhang und jede Koralle. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist für diesen Fisch alles nur noch eine einzige Wiederholung - Tag ein Tag aus. Mit der einzigen Abwechslung im Tagesablauf, wenn Futter ins Wasser fällt. Kann ein solcher Fisch, der zu Hunderten durch das Meer streift, sich unter derart beengten Umständen wirklich wohl fühlen? Und falls nicht, welchen Fischen können wir überhaupt ein "glückliches Leben" bieten?
Gruß, Thomas
Hallo Sandy,
bei der T5 spielt auch noch die Selbstabschattung durch das Leuchtmittel eine Rolle, die meines Wissens nach alleine schon bei etwa 30 % Verlust liegt. Dann kommt bei mehreren T5 wegen der Wärmeentwicklung auch noch ein Mindestabstand zur Wasseroberfläche von etwa 20 cm dazu, der bei LEDS je nach Konstruktion (flächige Ausleuchtung) praktisch wegfällt. Darum hab ich meine Zweifel, ob T5 mit LED tatsächlich mithalten kann, was die Lichtausbeute angeht.
Gruß, Thomas
Hallo Meerwasserfreunde,
weiß jemand von Euch, wie viel Licht von einer T5 tatsächlich ins Aquarium kommt? Eine LED schafft ja nahezu 100 % des abgestrahlten Lichts ins Aquarium zu bringen. Wie sieht es dagegen bei einer T5 mit Reflektor und 20 cm Abstand zur Wasseroberfläche aus?
Gruß, Thomas
Hallo Meerwasserfreunde,
ein Bekannter hat mich gebeten, ihm beim Abbau seines Aquariums zu helfen. Das Becken hat die Maße 250 cm x 100 cm x 80 cm und ist mit 19-mm-Glas verklebt. Das Becken will er entsorgen, ist also egal, ob das Glas dabei kaputt geht oder nicht. Wie macht man das am schlausten? Mit Cuttermesser die Silikonnähte durchschneiden, stell ich mir bei 19-mm-Glas nicht gerade einfach vor. Oder das Glas mit dem Hammer einschlagen?
Gruß, Thomas
Hallo Hans-Werner,
was Du schreibst, klingt logisch. Einen Mangel an Spurenelementen konnte ich zwar ausschließen, da ich damals jede Woche 10 % Wasserwechsel mit Tropic Marin Pro Reef machte, und laut Labortest war alles im grünen Bereich. Aber ich hab permanent über Aktivkohle gefiltert, die vermutlich neben Gelbstoffen auch permanent nützliche organische Stoffe entfernt hat. Dazu noch der Wasserwechsel und der Verbrauch durch die Korallen, so dass ein Mangel an organischen Stoffen durchaus die Ursache gewesen sein könnte.
Du hättest in meinem Fall also Aminosäuren dosiert?
Gruß, Thomas
Leider gar nicht, da ich mich mit dem Beckenbesitzer überworfen habe - hatte allerdings nichts mit Nitrat zu tun. ![]()
Dennoch blieb mir das Becken in Erinnerung, und ich hätte gerne die Lösung des Problems herausgefunden.
Gruß, Thomas
Hallo Hans-Werner,
Phosphat war zu dem Zeitpunkt bei etwa 0,1.
Gruß, Thomas
Das ist ungefähr so aussagekräftig, wie wenn man Inuit auf Grönland untersucht und daraus schließt, dass Menschen unbedingt arktische Umweltbedingungen zum Leben brauchen.Hallo
Hallo Hans-Werner,
wenn praktische Erfahrungen von langjährigen Aquarianern gegen eine Theorie sprechen, würde ich im Zweifelsfall die Theorie verwerfen. Du hast Recht, dass Wendels Korallen braun sind, nur muss dafür nicht unbedingt das Nitrat verantwortlich sein. Wäre dem so, müssten sämtliche Korallen aus Aquarien mit Nitrat über 10 braun sein, was aber nicht der Fall ist. Ich hab wie gesagt selbst die Erfahrung gemacht, dass braune SPS blau wurden und ein tolles Wachstum zeigten in einem Wasser mit Nitrat über 30 und Phosphat 0,9, und zwar nur durch regelmäßige Wasserwechsel und Aktivkohlefilterung. Als sich das Nitrat nach etwa einem Jahr der 0 näherte, war es dann auf einmal vorbei mit dem tollen Wachstum.
Gruß, Thomas
Gerade in der Einfahrphase kann sich ein Puffer positiv auf die im freien Wasser befindliche Ammoniakkonzentration - nämlich senkend - auswirken. Ob der Puffereffekt auch nach längerer Zeit wirkt, kann ich nicht sagen.
Hallo Burkhart,
Zeolithe werden zur dauerhaften Bindung von Ammonium eingesetzt, nicht nur zur Einfahrphase. Darum tauschen Anwender von Zeolith-Systemen das Gestein auch alle paar Wochen aus, wenn es erschöpft ist. Das alles würde keinen Sinn machen, wenn Bakterien das gebundene Ammonium abbauen würden. Was auch gar nicht möglich ist aufgrund der Porengröße von Zeolithen. Viel zu klein, als dass dort Bakterien vordringen können.
Warum haben die SPS Becken in den USA meist sehr viel nitrat und wenig po4 und hier ist eher Nitrat nicht nachweisbar und dafür po4 schon die gängige Meinung?
Hallo Spooner,
sehen übrigens nicht nur Aquarianer in den USA so. Korallenzüchter Wendel wurde hier bereits erwähnt. Und der bekannte Bernd Mohr, der viele Jahre lang tolle Ergebnisse erzielte, hat seine Anlage auch mit 15-20 Nitrat und 0,1 Phosphat gefahren.
Gruß, Thomas
Eigentlich sind Korallen ziemlich günstig geworden, schaut man sich die vielen privaten Angebote heutzutage an, wo man Ableger fast geschenkt bekommt. Dass ein Wildimport einer Fidschi-SPS natürlich mehr kostet, liegt auf der Hand. Und wenn ich mir die Preise für Fische anschaue, hab ich mich schon immer gewundert, wie günstig die eigentlich sind. Wenn man sich mal überlegt, dass ein Fisch irgendwo am anderen Ende der Welt gefangen werden muss, in Quarantäne gesetzt, per Flugzug zum Großhändler nach Europa gebracht, dort wieder in Quarantäne gesetzt und schließlich zum Einzelhändler gebracht werden muss, wo der dann oft noch mehrere Wochen im Verkaufsbecken herumschwimmt, und dazu auch noch die vielen Ausfälle finanziert werden müssen, finde ich z.B. 60 Euro für einen Weißkehldoktor fast schon pervers günstig.
Gruß, Thomas
Hallo Sandy,
von PAR verstehe ich leider gar nichts. Hast Du eine Ahnung, wie viel PAR in etwa eine T5-Röhre Daylight erreicht, damit man einen Anhaltspunkt hat?
Gruß, Thomas
Hallo Meerwasserfreunde,
dass SPS allgemein viel Licht brauchen, ist in der Meerwasseraquaristik allgemeiner Tenor. Doch stimmt das auch? In dem alten Buch "Das optimale Meerwasseraquarium" unterteilt der Autor Horst Kipper die Lichtverhältnisse im Meer in drei Zonen:
1.Stufe - Sonnenlichtzone / 0-3 Meter Meerestiefe / 50.000-30.000 Lux / 60-70 Lumen pro Liter
2.Stufe - Mittellichtzone / 3-6 Meter Meerestiefe / 20.000-10.000 Lux / 30-50 Lumen pro Liter
3.Stufe - Dämmerlichtzone / 6-30 Meter Meerestiefe / 1000-500 Lux / 5-30 Lumen pro Liter
Laut meerwasserlexikon.de kommen die meisten SPS in Tiefen von 5-20 Metern vor. Das würde bedeuten, dass die meisten SPS bereits mit ein oder zwei Leuchtstoffröhren wunderbar klarkommen müssten.
Gruß, Thomas
Hallo Burkhard,
dann machte das Zeolith ja gar keinen Sinn, wenn das gebundene Ammonium wieder von Bakterien zerlegt werden würde. Dann könnte man auch genauso gut Siporax oder irgend ein anderes Gestein statt Zeolith verwenden mit dem selben Effekt. Daher glaube ich schon, dass das Zeolith in diesen Systemen eine entscheidende Rolle spielt.
Gruß, Thomas
Hallo Hans-Werner, wieder was gelernt.
Hier geht also der Weg vom Nitrat zum Ammonium und organischen Stickstoffverbindungen. Sie produzieren somit für Korallen wertvolle Substanzen.
In Zeolithsystemen mit Kohlenstoffzugaben werden diese für Korallen wertvollen Substanzen (Ammonium) dann aber wiederum vom Zeolith gebunden. Von was leben dann die Korallen in solchen Systemen, wenn Nitrat veratmet, das Ammonium gebunden und das Phosphat bei fast 0 ist? Nur vom Bakterioplankton im Wasser und Aminosäuren aus dem Fläschchen?
Gruß, Thomas
ch habe auch den BK Supermarine 250 raus genommen und betreibe nun einen Cone 250 mit Venturidüse von Korallenzucht.
Hallo Spooner, bei meinem Bekannten vermute ich das selbe Problem. Er hat schon immer einen großen Filteraufwand betrieben, also beste Abschäumung, Zeolithfilter, Wirbelbettfilter mit Aktivkohle. Was mit Lebendgestein möglicherweise nützlich war, ist in seinem jetzigen Becken mit steriler Deko vermutlich kontraproduktiv.
Ich selber hab mal die Pflege eines ziemlich versifften 1000 -Liter Beckens mit Lebensgestein, aber ohne Abschäumer übernommen, das Jahre lang weder Wasserwechsel noch Aktivkohle gesehen hatte. Nitrat bei 60, Phosphat bei 0,9, das Wasser gelb, die paar überlebenden SPS braun, und sogar die Pilzlederkoralle hatte ihr Wachstum eingestellt. Als ich dann begann, jede Woche einen 10 % Wasserwechsel zu machen und über Aktivkohle zu filtern, blühte das Becken förmlich auf. Die SPS zeigten Wachstum, färbten sich von Braun zu Blau, obwohl Nitrat und Phosphat noch monatelang lang viel zu hoch waren. Aber das schien die Korallen überhaupt nicht zu stören, das Becken lief absolut stabil. Nach gut einem Jahr war das Becken schließlich mit SPS zugewachsen, und das alles nur mit Wasserwechsel und Aktivkohle. Phosphat war zu dem Zeitpunkt noch bei 0,1, aber Nitrat nicht mehr nachweisbar. Und dann war es vorbei mit dem guten Wachstum. Hab dann Kohlefilterung und Wasserwechsel reduziert und mehr gefüttert, um das Nitrat wieder höher zu bekommen. Das klappte so einigermaßen, aber das tolle Wachstum des ersten Jahres konnte ich nicht mehr erreichen. Das Wasser war vermutlich einfach zu sauber geworden.
Gruß, Thomas
Ein Riffsystem besteht aber leider nicht nur aus Korallen, Fischen und Bakterien.
Für natürliche Riffsysteme trifft Deine Aussage zu, nicht aber unbedingt für Riffsysteme hinter Glas. Da gibt es Beispiele von stabil laufenden Becken ohne Schwämme. Was beweist, dass die Anwesenheit von Schwämmen keine Voraussetzung ist für ein stabil laufendes Aquarium.
Ich habe auch den BK Supermarine 250 raus genommen und betreibe nun einen Cone 250 mit Venturidüse von Korallenzucht.
Ich frage mich, warum Du überhaupt abschäumst. Dein steriles Dekogestein und Dein nicht vorhandener Bodengrund produziert keinen organischen Dreck, und das bisschen organischer Dreck, der durch Fütterung entsteht, wird per Hochleistungsabschäumung aus dem Wasser entfernt. Vielleicht liegt dort der Grund, warum die Biologie in Deinem Becken nicht in die Gänge kommt? In dieses Bild passen auch Deine schlechten Erfahrungen mit Aktivkohleeinsatz und Wasserwechsel, die ja zusätzlich die Organik im Becken reduzieren.
Gruß, Thomas
Hi Spooner, diese Geschichten hört man immer wieder. Ein Bekannter kämpft auch seit über einem Jahr mit seinem SPS-Becken, nachdem er es mit 100 % totem Riffgestein neu eingerichtet hatte. Mittlerweile geht ihm zwar kaum noch was kaputt, aber so richtig wachsen will auch nix. Die Biologie kommt einfach nicht in Fahrt, obwohl er das Zeovit-System macht, bei dem regelmäßig Bakterien und Kohlenstoffe zugegeben werden. Die Jahre zuvor mit Lebendstein lief sein Becken dagegen ziemlich stabil und problemlos, Wachstum und Farben waren einfach nur top.
Grund für seine Neueinrichtung waren schöne Bilder im Netz, die den Eindruck erwecken, als könnte es auch ohne Lebendstein klappen.
Gruß, Thomas
"erwünscht" ist gut, wenn's sich nicht vermeiden lässt.
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Ach die Zugaben an Bacs und Kohlenstoffen zur Vermehrung der Bakterien ließen sich ganz leicht vermeiden.
Aber scheinbar stehen diese Bakterien nicht in Konkurrenz zu den Korallen, nur die "bösen" Bakterien auf dem Dekogestein. Würde mich halt mal interessieren, wie die Anhänger dieser These diesen Widerspruch erklären.
Gruß, Thomas
Hi. Die Ansiedelung von Bakterien auf Zeolithen ist bei Zeolithsystemen nicht nur unumgänglich, sondern sogar erwünscht, und wird - wie gesagt - noch zusätzlich über Zugabe von Bakterien und Kohlenstoffen gefördert. Daher meine Frage: Warum sollen dann große Oberflächen durch viel Dekogestein im Aquarium für Korallenwachstum und Standzeit des Aquariums von Nachteil sein?
Gruß, Thomas
Hallo Bernhard, erst mal danke für Deine ausführliche Antwort! Die adsorptive Wirkung von Zeolithen ist nur ein Baustein von Zeolithsystemen. Die poröse Oberfläche von Zeolithen dient bei solchen Systemen gleichzeitig der Ansiedelung von Bakterien, was durch regelmäßige Zugaben von Bakterien und Kohlenstoffen gefördert wird. Pelletsysteme funktionieren ähnlich, nur sind dort die Pellets praktisch der Kohlenstoff, was ebenfalls eine rasante Vermehrung von Bakterien ermöglicht.
Entfernt werden die bakteriell gebundenen Nährstoffe schließlich über den Abschäumer, der zumindest einen Teil der Bakterien aus dem System entfernt. Insofern sind beides biologische Systeme, die auf eine Vermehrung von Bakterien setzen. Warum also große Oberflächen durch viel Dekogestein sich nachteilig auf Korallenwachstum und Standzeit eines Aquariums auswirken sollen, wie das gerade von einigen erfahrenen Aquarianern (auch in diesem Forum) behauptet wird, würde mich interessieren.
Gruß, Thomas
Hab mich grad neu hier angemeldet, darum erst mal Hallo! ![]()
Gerade in den letzten Jahren kam die These auf, dass Aquarien umso besser laufen, desto spärlicher sie mit Dekogestein und Sand eingerichtet sind. Grund dafür soll die geringere Bakterientätigkeit sein aufgrund geringerer Oberflächen im Aquarium. Häufig wird dabei auf biologische Filtersysteme aus den 1970ern und 1980ern verwiesen, die heute alle so gut wie ausgestorben sind. Einerseits finde ich diese These ja nachvollziehbar, da Bakterien Nährstoffe verbrauchen und somit in Konkurrenz zu den Korallen stehen. Anderseits sind biologische Filtersysteme ja nicht ausgestorben, schaut man sich z.b. Zeolith-Systeme und Pelletfilter an, wo Bakterien regelrecht gemästet werden.
Außerdem stellen die Korallen ja selbst auch Oberflächen dar, auf denen Bakterien wachsen müssten. Und gegen ein gut eingewachsenes Aquarium hat sich meines Wissens nach bisher noch niemand ausgesprochen. Was ist also dran an dieser These?
Gruß
