Beiträge von Zanclus

    Bist ein schwieriger Fall, Johann. Aber ich kenne das Problem, dass man etwas haben will, das man nicht haben kann. Als kleiner Junge wollte ich ein Nashorn haben, doch konnten meine Eltern meinen Wunsch nicht erfüllen. Unser Garten war einfach viel zu klein dafür. Doch dann hatte ich die rettende Idee .. Ich ging in den Zoo, und machte dort einem Nashorn klar, dass es von nun ab mein Nashorn ist. Der Zoodirektor erfuhr nichts von unserem Pakt. Was den entscheidenden Vorteil hatte, dass der Zoo die Pflege meines Nashorns für mich kostenlos übernahm.

    Gruß, Thomas

    Hallo Gerald,

    Zeig mir doch bitte Mal ein Becken welches ohne täglicher Dosierung von KH und Ca auskommt.

    soll ich das Video für Dich ein zweites Mal hier einstellen?

    Hallo Chris,

    sorry, aber das ist doch alles nichts halbes und nichts ganzes.

    ist wohl Ansichtssache. Wer mit Technikbecken, Schäumer und Co. aufgewachsen ist, für den ist ein solch abgespecktes System sicherlich gewöhnungsbedürftig. Kann mich ja noch selbst an all die Aussagen in "schlauen" Büchern erinnern, nach denen der Schäumer ein absolutes Muss, und ein Außenfilter in der Meerwasseraquaristik nichts zu suchen hat. Nur letztlich zählt halt das Ergebnis. Und das scheint ziemlich positiv zu sein, schaut man sich die Google-Bewertung dieses Shops an.

    Richtig, gar nicht, denn du betreibst ganz offensichtlich nicht mal ein eigenes Meerwasser-Aquarium

    Richtig, hab zur Zeit tatsächlich kein Meerwasseraquarium, ja noch nicht mal ein Süßwasseraquarium. Aber das kommt schon wieder, arbeite derzeit an einem neuen System.

    Gruß, Thomas

    Hallo Rüdiger,

    Aber wie kommst du bitte ohne Nachfüllautomatik aus?

    der Inhaber von Fish&More löst dieses Problem durch eine Abdeckung und den Einsatz eines (geschlossenen) Außenfilters, wodurch die Verdunstung erheblich reduziert werden kann. Seine Kunden müssen somit nur noch alle paar Wochen Wasser nachfüllen.

    Die wichtigste Frage ist doch wohl eher: WAS passiert mit den Tieren, wenn die Technik ausfällt?
    Wenn bei mir die Nachfüllanlage ausfällt bekomme ich das im besten Fall sofort mit (nerviges Piepen), spätestens aber wenn meine Frau daheim ist (Es piept!).

    Wo keine Nachfüllanlage, da kann auch keine Nachfüllanlage ausfallen, das ist der Trick! Mich hat noch nie ein Aquarium angepiept, hätte da auch gar keinen Nerv zu.

    Wenn meine Dosieranlage ausfällt sehe ich das direkt am nächsten Morgen beim Blick auf die Polypen meiner Korallen.

    Ist wahrscheinlich schlicht der Gewöhnungseffekt. Viele Mischbecken kommen sehr gut ohne tägliche Dosierung aus.

    Gruß, Thomas

    Hallo Chris,

    Der tägliche Blick ins Becken und das regelmäßige Messen von wichtigen Werte gehören bei diesem Hobby einfach dazu.

    auch wenn Deine Aussage für den Großteil der heutigen Meerwasseraquarien zutrifft, kann man auch ein Meerwasseraquarium ähnlich simpel und sicher betreiben wie ein Süßwasseraquarium. Es gibt haufenweise hübsche Korallen, die wunderbar ohne Dosierpumpen, Nachfüllautomatik, ständiger Testerei und sogar Eiweißabschäumer auskommen.

    So hat der Inhaber von Fish&More sich genau darauf spezialisiert und ein pflegeleichtes und störunanfälliges Meerwasser-System entwickelt. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen ..

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    Gruß, Thomas

    Hallo Thomas,

    umgekehrt wird -hier- ein Schuh draus: Geschäfte macht man mit den krass überteuern 2- und 3-Partlösungen, blos nicht den Kunden darauf bringen das ganze für einen Bruchteil betreiben zu können.

    keine Frage, diese Kalkwasser-Methode hört sich durchaus interessant an. Ich selber hab mit Kalkwasser leider keinerlei Erfahrungen, kenne das nur aus alten Büchern.

    Gruß, Thomas

    Guten Morgen!

    Unser Hobby ist einem stetigen Wandel unterworfen, sei es aus Innovationsfreude oder aus technischer, materieller oder finanzieller Notwendigkeit.

    Oder schlicht Geschäftemacherei. Wer beispielsweise den Versprechungen des Handels bezüglich der LED-Technik nicht auf den Leim gegangen ist und bis heute an seinen altbewährten T5-Röhren festhält, kann sich nach wie vor über schöne Korallen freuen, und hat sich zudem noch einen Haufen Geld und möglicherweise auch Ärger erspart.

    Zwar ist das Bessere des Guten Feind, doch nicht alles, was als "besser" angepriesen wird, ist es auch. Mag ja sein, dass dieser Chris gute Erfahrungen mit einem stabilen pH-Wert gemacht hat, doch andere haben ebenfalls gute Erfahrungen gemacht, den pH-Wert links liegen zu lassen.

    Darum kann man wohl mit Sicherheit sagen, dass ein stabiler pH-Wert keine Voraussetzung ist für farbige, gut wachsende Korallen.

    Gruß, Thomas

    Guten Abend!

    In meinem Fall füttere ich nicht gerne Trockenfutter, weil oft zu hören ist, dass dieses angeblich besonders phosphat- und nitratfördernd ist. Ob es stimmt, weiß ich nicht, vermute eher nicht - denn warum? Außerdem ist durchweg atlantikfremdes Getreide drin.

    Da ist schon was dran, Trockenfutter hat ziemlich viel Phosphor ..

    Und wie Du sagst, auch noch unnatürlich. Darum gibt's bei mir kein künstliches Trockenfutter, sondern ausschließlich getrocknete Shrimps vom Asia-Shop. Schmecken wirklich gut, und meinen Fischen schmeckt's auch.

    Gruß, Thomas

    Hallo Ralf,

    Klar, wenn ich keine Ahnung habe, empfehle ich halt mal Wasserwechsel. Die theoretischen Überlegungen eines Trockenschwimmers stimmen halt nur bedingt mit der Praxis überein.

    Wasserwechsel mit frischem Salzwasser mit etwa 70 Elementen in ausgewogenen Konzentrationen sind für mich so pragmatisch wie das Fenster zu öffnen, wenn die Luft in meiner Bude stickig geworden ist. Aber natürlich kann man stattdessen auch eine Luftprobe in ein Labor einschicken und die ermittelten Gaskonzentrationen mittels spezieller Luftfilter und Sauerstoffspender verbessern. Viele Wege (und Umwege) führen schließlich nach Rom.

    Gruß, Thomas

    Quasch! Wie soll das im grünen Bereich sein? Im Meer ist Nitrat und Phosphat unter 0,1 Milligramm pro Liter!

    Lass das Meer mal Meer sein und konzentriere Dich lieber auf Dein Aquarium. Ich würde mir an Deiner Stelle erst mal Gedanken machen, wie mein Aquarium dermaßen aus der Spur geraten konnte, dass ich mich, wie Du sagst, dafür schämen muss. Phosphat und Nitrat dürfte in Deinem Aquarium nur ein Problem von vielen sein. Darum ist der Rat des Labors, erst mal Wasserwechsel zu machen, ein guter Rat, wenn auch teuer erkauft. So schwierig ist Aquaristik ja nun wirklich nicht.

    Gruß, Thomas

    Hallo Bernd,

    Somit kann ein marginaler Vitaminverlust allenfalls nach sehr langer Aufbewahrungszeit eintreten

    der Vitaminverlust z.b. bei Gemüse kann nach 12 Monaten Lagerung bei - 18 Grad bereits gut 50 % betragen. Marginal finde ich das nicht. Oder würdest Du einen Gewichtsverlust von 50 % innerhalb eines Jahres marginal nennen?

    Wenn man allerdings wie der Rüdiger seine Banane in flüssigem Stickstoff frostet, anschließend einen Nagel damit einschlägt und dann ißt, mag der Vitaminverlust nur marginal sein.

    Gruß, Thomas

    Hallo Bernd,

    Rüdiger hat da absolut recht. Die Enzyme, die bei der Lagerung von organischen Stoffen, also Futter, die Vitamine abbauen, benötigen hierzu Wasser. Dieses ist im gefrorenen Zustand aber nicht nutzbar, daher findet kein Vitaminabbau statt.

    leider nicht. Auch im gefrorenen Zustand finden Abbauprozesse statt, wenn auch verlangsamt. Je nach Temperatur sollten daher gefrorene Lebensmittel nach etwa 12 Monaten nicht mehr verzehrt werden.

    Gruß, Thomas

    Hallo Martin,

    ohne Autopsie kann man nur spekulieren, verhungert scheint der Fisch eher nicht zu sein. Mich erinnert Dein Bericht an die häufigen Todesfälle bei Pfauenkaisern, die gut fressen, und plötzlich versterben. Eine Autopsie bei dieser Art hat angeblich Leberschäden ergeben. Entweder durch das falsche Futter (Futterspezalist), oder weil mit Gift gefangen.

    Gruß, Thomas

    Hallo Eric,

    so ist jeder verschieden. Für mich ist ein Aquarium ohne Korallensand kein richtiges. Genau solche Tiere wie Grundeln, Brunnenbauer usw. gehören m.E. zum idealen Nischenbesatz dazu!

    nur können solche Tierchen auch kein Versiffen des Bodengrunds verhindern. Wer einen sauberen Sand haben will, kommt ums regelmäßige Absaugen nicht herum. Für mich neben dem Wasserwechsel die wichtigste Pflegemaßnahme.

    Aber schon mal gut, dass Du echten Korallensand verwendest, und nicht diesen billigen Kalkbruch, den Firmen wie ATI unter so schön klingenden Namen wie "Fidschi White Sand" vertreiben. Damit ist ein Versiffen des Bodengrunds in Rekordgeschwindigkeit durch Ausfällungen vorprogrammiert.

    Gruß, Thomas

    Grüß Euch!

    Ist halt bei den Vliesern immer die Frage, ob das für die Korallen so gut ist, wenn jedes Stäubchen aus dem Wasser entfernt wird. Ich glaub der alte Wilkens war es, der sogar eine Dendronephthya zum Wachsen bringen konnte, indem er täglich mit einem Stäbchen den Bodengrund aufrührte. Zum anderen kann auch ein Vlieser nicht verhindern, dass sich der Bodengrund mit Sedimenten zumüllt. Wer mal ein Becken ausgeräumt hat, weiß, wie viel Dreck sich im Bodengrund ansammelt.

    Gruß, Thomas

    Dann konkret: Können die Bakterien überhaupt bei einer NO3 Konzentration von 100mg/l Nitrat verstoffwechseln oder sind sie dann durch die hohe Konzentration gehemmt. Dann ist ja sicher schon salpetrige Säure im Spiel.

    Sollte kein Problem sein, jedenfalls hab ich noch nie von einem Problem durch Salpetersäure gehört. Was Dir aber bei dem hohen Nitratwert passieren kann ist eine Bakterienblüte durch die Pellets, deshalb sollte man anfangs nur wenig davon einsetzen und dann von Woche zu Woche langsam steigern. Erst mal Wasser wechseln ist daher bestimmt keine schlechte Idee.

    Gruß, Thomas

    Hallo Robert,

    Dieser Thread gefällt mir immer besser!

    ich wünschte, das auch behaupten zu können. Im Großen und Ganzen gefällt mir der Thread zwar ganz gut, nur hat sich in den letzten Tagen die Zusammensetzung des Publikums nach meinem Geschmack nicht unbedingt zum Positiven entwickelt. Aber das nur am Rande ..

    Zu Deiner Frage .. Biopelletfilter in Verbindung mit guter Abschäumung gelten als effektiv, was den Abbau von Nitrat (und Phosphat) betrifft. Ist halt nur eine von vielen Möglichkeiten. Oft genügt es schon, Nitratherde wie z.B. verdreckte Filterbecken und Filterschwämme sauber zu machen, mit dem Mulmglöckle den Bodengrund durchzusaugen, über Aktivkohle zu filtern, und / oder die ein oder andere schnellwüchsige Weichkoralle einzusetzen.

    Gruß, Thomas

    Und wieder erreicht der Thread Kindergarten Niveau!
    Es wäre schön Sachlich zu bleiben!

    Ja dann schreib doch mal was sachdienliches.

    Auch Armin Glaser hat wohl sein Aquarium mal mit extrem hohen Werten gefahren. Hier eine Unterhaltung aus dem Jahre 2005 ..

    Ich selber hatte auch bei Nitrat 25mg und Phosphat 1,5mg ein gutes
    Polypenbild und gutes Wachstum bei SPS-Korallen gehabt.
    Scheint kein Einzelfall zu sein,da ich am WE gehört habe,das einige mit
    Werten von über 50mg Nitrat und 2mg Phoshat ihr Becken mit Erfolg fahren.
    (ich glaub der Armin Glaser hat selber diese hohen Werte)

    Gruß, Thomas

    Hallo Bernd,

    Auf Friede, Freude, Eierkuchen allein kann ein qualifiziertes Fachforum sicher nicht basieren.

    welche fachlichen Qualifikationen hast Du denn vorzuweisen? Okay, Du hast ein paar Fotos eines Aquariums hochgeladen. Doch woher wissen wir denn, dass das Dein Aquarium ist? Kannst Du die Rechnung posten und eine notarielle Beglaubigung, dass Du auch der Pfleger dieses Aquariums bist? Könnte ja sein, dass Du Dein Aquarium von einer Aquariumfirma pflegen lässt, um hier als "echter Meerwasseraquarianer" durchzugehen.

    Von mir aus kannst Du Dir das alles aber auch sparen. Und falls Du meiner Geschichte mit dem Pflegebecken nicht glauben willst, oder dem Tim Hunt aus dem von mir eingestellten Link, ist das auch völlig okay.

    Gruß, Thomas

    D.h. Deine eigenen Becken hast Du alle nährstoffarm betrieben. Wie war denn da das Wachstum im Vergleich zum Pflegebecken?

    Ja, nährstoffarm, so wie man das damals gelernt hat. Das Wachstum war unterschiedlich, mit Zeovit ziemlich gut, aber auch das war kein Vergleich zum Pflegebecken.

    PO4 bei 1, NO3 bei 100 und stark schwankende KH bis auf 4, Korallen denen das alles nichts ausmacht und keine Algenplagen, klinkt abenteuerlich.

    Ja, ein Abenteuer war es auch. Meine Theorie ist, dass die Korallen durch ihr jahrelanges Siechtum in dieser gelben Brühe abgehärtet waren. Und als dann die Wasserwechsel kamen und die Kohle das Wasser entgiftete, muss das für die Korallen wie der Regen für die Wüste gewesen sein. Wer weiß, vielleicht verhätscheln wir unsere Korallen zu sehr, und züchten uns damit Mimöschen heran.

    Gruß, Thomas

    Hallo Chris,

    Und ich kann mich hier an keinen Thread erinnern, wo jemand angegangen wäre wegen höherer Nährstoffwerte. Eher anders herum, die ganzen Sorgenkinder mit Problemen haben fast alle 0 Phosphat im Becken

    ganz genau, darum wären höhere Werte vielleicht mal eine Überlegung wert. Ich kann damit natürlich auch auf dem Holzweg sein. Nur weiß ich von Aquaristik selbst nach Jahren noch so wenig, dass ich es einfach ausprobieren muss.

    Welche Becken hast Du wie betrieben und speziell bei welchen Acroporen hast Du bei deutlich erhöhten PO4 Werten noch ein signifikantes Wachstum erzielen können. Wie waren die sonstigen Wasserparameter und gab es Algenplagen? Wichtig wäre auch zu wissen, wie getestet wurde und ob die Ergebnisse reproduzierbar waren.

    Mal zum Pflegebecken, denn nur das war wirklich interessant .. Starkes Wachstum aller Acros (blue staghorn, valida, enzmann u.a.) nach den ersten Wasserwechseln und Einsatz von Kohle. Zu dem Zeitpunkt Nitrat ca. 100 mg ( Tröpfchentest) und PO4 1mg (ICP). Restliche Werte laut IPC im grünen Bereich. Außer KH, die schon mal auf 4 abgestürzt ist, wenn ich zu wenig dosiert habe. Hat die Korallen aber auch nicht groß gestört, nur dass ihre Wachstumsspitzen aufgrund Kalkmangels dann wie Bläschen aussahen. Hab ich nachdosiert, ging das Wachstum munter weiter. Algenplagen (Cyanos) gab es erst nach dem Wachstumsstopp nach etwa einem Jahr. Zu dem Zeitpunkt war PO4 auf 0,1 (ICP) und Nitrat mit Tröpfchentests nicht mehr nachweisbar.

    Wichtig wären vor allem auch ein paar Fotos zur Dokumentation. Auf konkrete Fragen wurde ja bisher nie reagiert.

    Tja Berndchen, hab ich leider keine gemacht, ärgere mich noch heute darüber. Musst Dich wohl auf meine Glaubwürdigkeit verlassen.

    Hallo Rüdiger,

    Heutzutage hängen die Farben aber auch zum Großteil von der Beleuchtung, insbesondere von der Strahlungsintensität ab. Diese ist nämlich deutlich höher als früher. Vor allem der Anteil an hochenergetischer Blaustrahlung ist viel größer als noch vor 10 Jahren.
    Die Korallen legen sich aus diesem Grund stark reflektierende Pigmente zu, um sich einerseits vor der starken Strahlung zu schützen und andererseits um das blaue Licht in einen anderen Spektralbereich zu verschieben.

    Das hat Vorteile für den Betrachter, aber auch Nachteile für die Korallen: Nährstofflimitierung auf Grund höherer Verbräuche und Strahlungsschäden.

    diese Aussage leuchtet mir nicht ein. Mehr Strahlungsschäden / Strahlungsstress führt eher zu weniger als zu mehr Wachstum. Wodurch auch der Verbrauch / Nährstofflimitierungen eher geringer als höher ist. Genau das ist es auch, was viele Switcher von T5 auf LED berichten.

    Gruß, Thomas

    Der Zeitgeist ist heute so, dass viele meinen, Wissenschaft sei auch nur eine Meinung

    Was ja auch so ist. Alles, was sich nicht beweisen lässt, und dazu zählen sämtliche Naturwissenschaften, sind Meinungen bzw. Thesen. Manche Meinungen / Thesen sind relativ gut belegt, andere weniger gut.

    Und wenn jemand andere Erfahrungen macht, dann ist es zwar völlig ok, aber das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien beliebig sind.

    Das ist richtig. Nur weil Rüdigers These widerlegt wurde, bedeutet das nicht, dass sämtliche Thesen falsch bzw. beliebig sind.

    Am Beispiel dieses Themas hier wird ja schon gleich deutlich, dass Tim wohl keinen Phosphatwert von 11 hatte. .

    Das kann sein. Ziemlich sicher ist aber, vorausgesetzt, der Tim hat keine Lügenschichten erzählt, dass er einen Phosphatwert hatte, mit dem er laut Rüdigers These massive Probleme mit seinen Acros hätte haben müssen. Doch Tims Aussagen wie auch seine Bilder belegen das Gegenteil.

    Gruß, Thomas

    Grüß Euch!

    Rein wissenschaftlich gesehen stellen die meisten Korallen das Wachstum ab PO4 von 0,4 mg / Liter ein, das kannst du nachprüfen (bin gerade zu faul ein Paper rauszusuchen).

    Die meisten Mitglieder der Familie Acroporae sind sogar noch empfindlicher. Das gilt aber generell für filigran und verästelt wachsende Korallenarten. Woher ich das weiß? Ich habe es ausprobiert während meiner Zeit an der Uni Gießen.

    Zum Glück wussten meine Acroporen nix davon. Sonst hätten sie womöglich aus Respekt vor der Wissenschaft und Deinen Uni-Versuchen mit ihrem rasanten Wachstum erst unterhalb von PO4 0,4 mg / Liter losgelegt.

    Gruß, Thomas

    mein Gedanke bei der Dosierung von Amonniumchlorid ist erstmal, dass sofort Stickstoff da ist.
    Die Dosierung von Nitrat sehe ich eher wie ein Puffer für die Korallen.

    Das verstehe ich. Mein Gedanke war nur, wenn Du statt Calciumnitrat einfach nur mehr Ammoniumchlorid dosieren würdest, müsste sich ja das überschüssige Ammonium, das nicht von den Korallen verbraucht wird, durch die Nitrifikation in Nitrat umwandeln. Damit hättest Du einen Nitratpuffer ganz ohne Nitratzugabe.

    Gruß, Thomas

    Achja, sorry an den Threadersteller das wir hier so philosophieren

    Nur zu, Jörg, bin selber Philosoph :smiling_face:

    ich dosiere täglich Stickstoff in Form von Amonniumchlorid und Calciumnitrat

    Magst Du mir verraten, warum Du Ammoniumchlorid UND Calciumnitrat dosierst? Käme eine alleinige Dosierung von Ammoniumchlorid, und dafür etwas mehr davon, nicht auf das selbe raus?

    Gruß, Thomas

    Hab ich da nicht was in Erinnerung dass gerade beim Zeo-System explizit die Zoxanthellen abgetötet werden und Korallen mit Ersatzstoffen zwangsernährt werden müssen ?

    Das trifft nur auf ein Mittelchen von Korallenzucht zu (ZeoSpur). Gehört aber nicht zum Basissystem, sondern soll den SPS den letzten Farbschliff verleihen. Das interessante an dem Mittelchen ist, dass die SPS nicht nur farbtechnisch positiv auf diesen chemischen Angriff reagieren, sondern auch noch mit einem Wachstumsschub, so als wären sie von einer (Zooxanthellen) Last befreit.

    das ganze System aber mehr oder weniger zu einem Heroinabhängigem Junkie verkommt und tagtäglich seine * Dosis * benötigt.

    Man muss halt am Ball bleiben, nur welches SPS-System benötigt nicht seine tägliche Dosis an Nährstoffen und Elementen?

    Ich denke, das ist nur was für die SPS- Hardcore-Fraktion die auf Bubble-Gum / LSD-Farben stehen

    Das von Dir gezeigte Kundenbecken ist für mich so ein typisches LSD-Aquarium. Schwer zu sagen, welche Farben da systembedingt sind und welche Farben einfach nur im Licht der Disco-LED erstrahlen. In der Natur wird man solche Farben jedenfalls nirgendwo finden.

    Ich habe lange das Zeovit-System gefahren und nie die Farben der SPS wie jetzt nie hinbekommen. Erst mit Werten wie.. PO4 zwischen 0,05 - 0,08 und NO3 zwischen 5 - 10 mg.

    Und wie schaut's bei Dir mit hellen, pastelligen SPS aus? Kannst Du deren Farben halten oder werden die auch kräftiger bzw. dunkeln ein?

    Gruß, Thomas

    überwiegend Zustimmung, nur hat das Zeovit Systems nichts mit natürlichen Bedingungen gemeinsam, ausser vielleicht die PO4 und NO3 Werte.

    Das Gegenteil ist der Fall. Gerade das Zeovit-System zielt auf möglichst natürliche Bedingungen ab. Thomas Pohl spricht nicht umsonst immer wieder von "naturnah", wenn seinem System "nährstoffarm" unterstellt wird. Zwar erreichen PO4, NO3 und Ammonium in diesem System sehr niedrige, naturnahe Werte, doch werden die Korallen dafür ähnlich wie in der Natur mit Bakterioplankton und Aminosäuren ernährt. Und das muss auch so sein, denn: Hungernde Korallen wachsen nicht.

    Hallo Eric,

    Zum Einen sind Tomaten Pflanzen

    da ist was dran :winking_face:

    Gruß, Thomas

    Warum sollte ich Korallen Werte zumuten, die im natürlichem Habitat nicht vorkommen ?

    Warum mutet der Bauer seinen Gewächshaus-Tomaten unnatürlich hohe CO2-Werte zu? Richtig, damit sie besser wachsen. Könnte das bei Korallen nicht ähnlich sein? Leider haben wir im Aquarium weder die Wassermassen noch die Planktonschwaden des Meeres, wo Korallen rund um die Uhr aus dem Vollen schöpfen können. Dafür haben wir Foren voll mit Berichten über Nährstofflimitierungen. Daher der Gedanke, nährstoffreicher zu fahren.

    Gruß, Thomas

    Mir ist heuer während dem Urlaub Phosphat und Nitrat entglitten. Die ICP hat Phosphat 1,05 mg/l und Nitrat 103 mg/l gezeigt - die Werte konnte ich leider auch mit den Tropfentests nachvollziehen.

    Was eine schnelle Veränderung der Werte war. Wo sich immer die Frage stellt, waren es die Werte an sich, oder die schnelle Veränderung, die den Korallen Probleme machte. Hab das selbe mal mit Phosphatadsorbern erlebt, die praktisch über Nacht Phosphat nach unten zogen. Hat den Korallen überhaupt nicht gefallen.

    Gruß, Thomas

    Das sehe ich nicht so. Ich gehe davon aus, dass die Werte zumindest der Größenordnung nach stimmen. Die spinnen zwar die Briten, aber warum sollte jemand, der ein über die Jahre in unterschiedlichen Foren prämiertes Becken besitzt, seitenweise Blödsinn schreiben.

    Das sehe ich auch so, auch wenn ich bei dem genannten Phosphat-Wert von 11 meine Zweifel habe. Ich meine, wie erreicht man einen PO4-Wert von 11? Doch selbst bei einem PO4-Wert < 11 wären die Ergebnisse erstaunlich.

    Er bestätigt die Existenz solcher Becken, räumt aber ein, dass die Mechanismen, die die Behinderung der Kalzifizierung inhibieren nicht verstanden sind.

    Und da wird es für mich interessant. Wie gesagt hab ich selbst schon vor Jahren beste Erfahrungen gemacht mit Werten, bei denen SPS-Korallen laut derzeitiger Lehrmeinung die Grätsche machen müssten. Darum werde ich mein nächstes Aquarium mit Phosphat 1 und Nitrat 20 laufen lassen, mal schauen, was dabei rauskommt.

    Bei mir geht es mit dem Becken bei PO4 über 0,4 merklich Berg ab

    Bei welchem Nitrat-Wert?

    Gruß, Thomas

    allerdings gab es in frühreren tagen auch in "D" becken mit einfachem Steinkorallen-/mischbesatz und werte jenseits von gut und böse.

    Das glaub ich gerne, hab mit hohen Werten beste Erfahrungen gemacht. Hab mal die Pflege eines versifften 1000 Liter-Beckens übernommen .. Nitrat bei 100, Phosphat über 1, Wasser gelb, die paar verbliebenen Acrostöckchen kackbraun, Wachstum Null. Als ich angefangen hab, über Kohle zu filtern und wöchentlich 10 % Wasser zu wechseln, blühte das Becken auf. Die braunen Acros wurden farbig, und wucherten innerhalb eines Jahres das ganze Becken zu. Und das trotz oder vermutlich wegen den hohen Nitrat und Phosphatwerten. Denn als nach einem Jahr Nitrat nicht mehr nachweisbar war und Phosphat auf 0,1, war der Zauber vorbei. Das Wachstum stockte, Cyanos breiteten sich aus, und ich stand da wie der Ochs vorm Berg.

    Das Becken war innerhalb 7 Tagen mit 5 cm langen Algen zugewuchert und musste gleich wieder geleert werden.

    Vermutlich war das nicht vorhandene Nitrat das Problem. Phosphat bei 3 und Nitrat bei Null passt halt überhaupt nicht zusammen. Algen nutzen solche Missverhältnisse schamlos aus.

    Gruß, Thomas

    Hallo Aquarienfreunde,

    beim Stöbern in einem Forum unserer englischen Kollegen bin ich auf einen bemerkenswerten Bericht gestoßen. Da die Frage nach den optimalen Nitrat und Phosphat - Levels seit ewigen Zeiten ein Dauerthema in unserem Hobby ist, will ich ihn Euch nicht vorenthalten. Wie der Titel schon andeutet, fährt hier jemand sein Becken mit extrem hohen Werten, zumindest behauptet er das. Mal angenommen, das stimmt, dürften die Aufnahmen seiner Korallen so einige Vorurteile über Nitrat und Phosphat so ziemlich auf den Kopf stellen ..

    Nitrates/phosphates - not convinced by low levels

    Gruß, Thomas

    Hallo Bernd,

    Die nötige Stickstoffversorgung sollte über die Fütterung bzw. den Abbau der Ausscheidungen der Fische und der eventuellen Futterreste erfolgen.

    das wäre ideal, nur leider geht sich das oft nicht aus. Und extra Portionen Fischfutter ins Becken schmeißen oder zusätzliche Fische einsetzen, nur um die Stickstoffversorgung der Korallen zu gewährleisten, ist alles andere als ideal. Übrigens ist Fischfutter kein bisschen weniger Chemie als der Stickstoff aus einem Fläschchen.

    Gruß, Thomas

    Solange die Kühlung nach außen abgeführt wird spricht da nichts gegen, sonst werden die Leuchtmittel schnell altern

    Kommt halt drauf an, wie viel Licht-Power man noch braucht, wenn die Lampen direkt über der Wasseroberfläche hängen. Ein Bekannter hat eine Daytime-LED-Leiste mit immerhin 120 Watt in seiner Abdeckung installiert ohne Probleme.

    Hier noch ein Beispiel eines relativ gut isolierten Aquariums, könnte vielleicht auch dem Rüdiger gefallen ..

    Gruß, Thomas

    Hallo Joe,

    tausend watt hqi in verbindung mit röhren bringt fast vergleichbare ergebnisse wie auf dem riffdach.

    das kann ich mir vorstellen, nur für die meisten Leute halt leider nicht praktikabel.

    Gruß, Thomas

    Du hast recht und solltest Dich beim Hersteller wegen Produktbetrugs melden.

    Das wäre dann vermutlich wiederum eine Zeitverschwendung, darum geh ich einen anderen Weg. Mein nächstes Aquarium bekommt einfach eine flache, gut schließende Abdeckung, in der die Beleuchtung integriert ist. Das spart neben Energie auch noch eine Nachfüllanlage, Osmosewasser und haufenweise Geld und Ärger im Falle eines technischen Defekts.

    Gruß, Thomas

    schön wieder die Aussagen verdreht nur um Recht zu haben.

    Meine Behauptung war, dass der größte Energiefaktor bei einem Aquarium das Heizen ist. Da Du selbst festgestellt hast, dass Deine Beleuchtung die meiste Energie verbraucht, wovon mehr als 50 % Heizleistung ist, hast Du meine Behauptung damit nur bestätigt.

    Die einfachste Art, das Heizproblem elegant zu umschiffen ist die Raumheizung entsprechend einzustellen.

    Nicht unbedingt, da auch das Raumheizen Energie kostet. Wenn Du Deinen Raum mehr beheizt, als Dir eigentlich lieb ist, nur um Dein Aquarium zu beheizen, ist das Energieverschwendung. Die optimale Energieeinsparung wäre, die Abwärme der Aquarium-Gerätschaften so gut wie möglich für die Erwärmung des Aquariums zu nutzen, und das Aquarium so gut wie möglich zu isolieren.

    Gruß, Thomas

    Ich denke Plasmalampen werden die SPS-Haltung positiv beeinflussen, wenn sie denn zur Verfügung stehen.

    Das glaub ich auch. Auch wenn SPS heute in vielen Aquarien funktionieren, stoßen wir mit den herkömmlichen Beleuchtungsarten einfach an Grenzen ..

    (Acropora humilis, Malediven, 30 cm Durchmesser, 1 Meter Tiefe)

    Gruß, Thomas