Beiträge von argonaut

    Werbeaussage oder tatsächlich wahr? Eine höhere Wärmekapazität als die von Wasser haben meines Wissens nur ein paar Gase.

    Vielleicht ist die Wärmeleitfähigkeit gemeint. Glycerin z.B. speichert Wärme länger als Wasser. Ich kenne das von Glycerin Kesseln zur Erwärmung von Speisen (riesige "Suppenkessel"). Die werden mit Glycerin betrieben und halten ewig lange warm. Allerdings haben sie trotzdem eine geringere Wärmekapazität im Vergleich zu Wasser.

    Der ist seit Jahrzehnten einere der besten Aquarienbauer Deutschlands.

    ...und dann nur 5 Jahre Garantie... mh, seltsam.

    Brillant vergibt 15 Jahre, Diamantaquarien 10 Jahre und da gibt es sicher noch mehr. Ich kenne Emmel nicht (die sollten mal ihre Internetseite aktualisieren, da steht fett auf der Startseite "Wir sind bis zum 26.08.2024 in den Betriebsferien")

    Wenn du denen vertraust und die mit der angesprochenen Expertise aufwarten können, dann ist es doch ok. Wenn du 10-15 Jahre Garantie haben möchtest, musst du dich weiter umschauen. Ich glaube, Brillant gibt es auch schon ewig, die sollten auch wissen, was sie machen.

    Mal alles andere beiseite gelassen, scheint der pH erhöhende Effekt bei so ziemlich jedem aufzutreten. Nur gibt es dafür noch keine schlüssige Erklärung. Rein chemisch betrachtet dürfte die Bolus Dosierung den pH nicht so hochtreiben. Ich habe auch von einem Fall gelesen, da hat es mit reinem Bicarbonat nicht funktioniert, nach dem Wechsel zu fm KH mix ist der ph angestiegen. Das ist insofern verwirrend, weil es eine chemische Analyse zu dem fm Produkt gibt und die besagt, dass es Bicarbonat ist.

    Wilko, hast du seit der Bolus Umstellung mal die pH Sonde kalibriert oder gegengemessen mit eine Referenz?

    Wasserkühlung ist immer wieder ein "heißes" Thema. Ich habe für mein früheres 500 Liter Becken eine Splitklimaanlage eingebaut. Das ist natürlich sehr komfortabel. In den letzten Jahren hatte ich die aber eher selten an. Stattdessen habe ich das Becken mit einem Baumarkt Ventilator für 30 Euro gut runtergekühlt bekommen. Das Becken stand im Dachgeschoss und da wird es auch mal über 30 Grad warm. Allerdings hatte ich immer Fenster/Balkontüren aufgehabt und damit war die hohe Luftfeuchtigkeit kein Problem. Und ich hatte einen Osmosetank mit 80 Liter Fassungsvermögen.

    Hängt alles natürlich auch vom jeweiligen Standort ab, wie gut er belüftet werden kann, wie groß der Osmosewasserbehälter ist, wie es mit dem Geräuschpegel bzw. der Optik ausschaut usw.

    Die Splitklimaanlage habe ich nie bereut, weil ich selbst Hitze immer weniger vertrage und es einfach wunderbar ist, im Hochsommer in einem angenehm klimatisierten Raum zu sein. Man muss die auch nicht ständig laufen lassen. Gekoppelt an den Aquariencomputer (oder einfacheren Gerätschaften) kann man die laufen lassen, wenn im Becken eine bestimmte Temperatur überschritten wird.

    Dann berichte mal weiter!

    Sandy, um die Korallen mache ich mir keine Gedanken. Hatte selbst lange Zeit solche Werte und alles sah prima aus. Bis dann die Fadenalgen kamen. Ich weiß zwar nicht, ob das ursächlich immer zusammenhängt, lange Zeit hatte ich mit höherer PO4 und moderaten NO3 Werten keinerlei Fadenalgen. Aber mittlerweile bevorzuge ich moderat niedrige Nährstoffwerte und ich denke, man kann auch mit 5-10mg/l NO3 eine Stickstofflimitierung praktisch ausschließen.

    Hi Andreas,

    völlig einverstanden, zumindest kann man es versuchen ohne dass man was kaputt macht. Und wenn man bei dem niedrigen Wert noch Wasserwechsel macht, macht eine Zudosierung eh Sinn. Ich würde dann halt eher so auf 5-10mg/l gehen, aber das bleibt ja jedem selbst überlassen.

    Das mit den Fischen würde natürlich die PO4 Wert erklären. Wenn man nur einen Teil der Informationen hat, ist es halt Rätselraten. 55 Liter sind wenig und wenn es wenige Korallen gibt bzw. Arten, die sowieso nicht schnell wachsen, dann können die beiden Fische inkl. Fütterung den PO4 Wert schon erklären. Und wenn einer tatsächlich tot ist und im Becken verwest, kommt das auch noch hinzu. Was ich bei so kleinen Becken nicht ganz verstehe: du kannst doch über Wasserwechsel solche Dinge gut regeln. 10 Liter und du hast fast 20% vom Beckenvolumen gewechselt. Das macht man ein paar Mal in gewissen Abständen und dann sieht man auch, ob der PO4 sinkt oder ob aus dem Gestein noch was nachkommt.

    Ich dosiere in meinem fischlosen Nano auch Stickstoff und es ist schon richtig, dass bei Stickstoffmangel der PO4 Abbau stockt. Aber ich habe immer 0 gemessen und wenn der NO3 bei 1-4 liegt, ist das für mich die richtige Stickstoffmenge. Ich wüsste auch nicht, wie mehr Nitrat zu mehr PO4 Abbau beitragen sollte. Es ist ja vorhanden, wenn es messbar ist. Alles was PO4 abbaut und gleichzeitig Stickstoff benötigt würde den messbaren Stickstoff ja wieder gegen 0 treiben bis Stickstoff limitiert ist.

    Aber wenn du es ausprobieren möchtest mit der Stickstofferhöhung, berichte auf jeden Fall!

    Ich kenne Mn S nicht. Soll ja PO4 nicht anheben. Eventuell dosierst du aber zu viel. Wenn du keine Fische hast, muss das PO4 ja irgendwo herkommen.

    Die Hanna Ergebnisse sind plausibel, damit würde ich weiter messen.

    Wenn du keine Azoo Korallen hast, kannst du die Fütterung auch mal reduzieren oder für eine Weile ganz weg lassen. Nur um zu schauen, ob PO4 dann wieder von alleine sinkt.

    Hallo Christian,

    ich würde zunächst ins Becken blicken. Sind die Korallen gesund, wachsen sie? Gibt es Probleme mit Cyanos, Fadenalgen usw.?

    Wenn du das erste bejahen und das zweite verneinen kannst, würde ich die "idealen" Verhältnisse Verhältnisse sein lassen. Nicht nur, dass man sich über diese Vorgabe streiten kann, auch das Anpassen von PO4 durch Adsorber und Zuführen von Stickstoff kann zu Problemen führen.

    Ich persönlich halte mich an folgendes: ist Nitrat nachweisbar, ist Stickstoff in der Regel ausreichend vorhanden. Ein PO4 von 0,32 ist zwar recht hoch, aber weit weg von problematisch, zumindest aus meinen Erfahrungen bisher. Der absoslute Wert ist das eine, wichtig wäre noch die Information, ob der konstant um 0,3 liegt, oder schnell steigend ist.
    Bevor man Adsorber einsetzt, würde ich erstmal prüfen, ob es genügend Verbraucher gibt (Korallen), zu viele Produzenten (Fische) und ob man bedarfsgerecht füttert oder eventuell zu viel reinschmeißt. Dann die typischen Sachen wie Mulm absagen, nach Gammelecken schauen, Strömung prüfen, Licht usw.
    Wenn das alles nichts hilft und du den PO4 senken möchtest, würde ich das sehr langsam machen, über Wochen und Monate.

    Aber wie gesagt, eher aus einem konkreten Problem heraus, nicht weil man einen bestimmten Wert haben möchte.

    Hallo Ewald,

    so habe ich es gemacht. STN war für mich nicht erklärbar anhand der Wasserwerte, Licht, Strömung usw. Und tatsächlich hatten die einen Keim gefunden, der potentiell korallenschädigend ist. Das Problem war nur, was soll man mit dieser Info machen? Selbst wenn der betreffende Keim zu 100% für die Schäden verantwortlich wäre, bekommt man den ja nicht aus dem Wasser mit irgendeinem Medikament. Dann heißt es, Lebendgestein einbringen, um Konkurrenz zu schaffen. Kann man aber auch ohne Analyse auf die Idee kommen.

    Ich habe mir das Video gestern auch mal angeschaut. Ich denke, für Fischzuchten, Aquakultur usw. ist das ne prima Sache, aber noch sehe ich keinen wirklichen Wert im Korallenbecken. Auch der Vergleich mit dem menschlichen Darm ist so ne Sache. Da gibt es in den letzten Jahren ja zig Anbieter, die dir deine Kacke analysieren. Toll, aber so wirklich viel ändern kann man nicht, selbst wenn man ein Ungleichgewicht findet. Dann heißt es, basenreich ernähren, viel Gemüse und komplexe Kohlenhydrate. Naja, dafür braucht es keine Analyse :winking_face:
    Was mal getestet wurde: zwei Proben der Kacka an unterschiedlichen Tagen ans selbe (!) Labor geschickt. Ergebnisse stark abweichend. Das könnte im Aquarium ähnlich sein, zumal sich das alles auch wieder schnell ändert, wenn man neue Tiere oder neues Lebendgestein einbringt.

    Vor einiger Zeit gab es mal einen großen Vergleich von BRS aus den USA bezüglich unterschiedlichen Startarten von Aquarien (Lebendgestein, Totgestein, lebender Sand, toter Sand, verschiedene Hersteller von Totgestein). Jedes Becken wurde auch von einer Mikrobiomanalyse begleitet. Das Problem war nur, dass die Daten aus der Mikrobiomanalyse nichts über die Becken aussagte. Becken mit "verarmter" Beckenbiologie liefern teilweise besser als Becken mit einer guten Beckenbiologie (gemessen an der unterschiedlichen Zahl von Organismen).

    Sofern man aus solchen Analysen nichts klares ableiten kann, sehe ich da keinen wirklichen Wert. Heute würde ich die 120 Euro eher in frisches Lebendgestein investieren.

    Aber ich will das auch gar nicht generell schlecht machen. Da steht man ja erst am Anfang...

    Hallo Ewald,

    nicht bei Panta-Rhei, aber in den USA. War mega spannend, aber am Ende eben einfach nur spannend. Ich konnte da nichts ableiten oder irgendwelche zielgerichtete Maßnahmen ableiten. Ich habe das damals in diesem Thread vorgestellt: Aquabiomics Testergebnis / STN Problem

    Ich weiß nicht, ob das von Panta Rhei identisch ist oder was genau damit bezweckt werden soll. Aber solange solche Analysen nicht direkt zu eindeutigen Ergebnissen und Handlungsanweisungen führen, sind sie relativ wertlos für mich. Ich glaube, damals war ich begeisterter :winking_face:

    Oder, dass viel ausfällt :winking_face:

    Glaube ich eher nicht. Wenn du es in eine strömungsreiche Stelle gibst, fällt da nichts aus. Bei dir hat sich ja nicht viel verändert, du hast aber auch das Licht nicht erhöht, wenn ich dich richtig verstanden habe.

    Die Bolus Methode besteht ja aus zwei Komponenten, die Lichterhöhung und die einmalige Zugabe von KH. Und da ist es schon spannend, wenn man durch Erfahrungsberichte ein Bild bekommen kann, wie was wann wirkt oder eben auch nicht bzw. eher schädlich ist (Porites Korallen, eventuell auch andere KH empfindliche Tiere).
    Mal abgesehen vom Vergleich "vor Bolus nach Bolus", was den pH und KH Verbrauch anbelangt: Warum funktioniert es manchmal sehr gut, bei anderen weniger gut und bei wieder anderen ändert sich nicht viel? Das kann am Licht liegen, an den Korallen, auch an der Menge der KH Dosierung. Es macht schon einen Unterschied, ob man täglich auf einmal 200ml beigibt oder 1000ml (bei gleicher Beckengröße).

    Im Grunde geht es mir darum, Erfahrungsberichte zu sammeln, völlig unabhängig von theoretischen Betrachtungen, was passieren sollte oder nicht. Wenn da genügend Leute mitmachen, kann sich jeder selbst ein Bild machen. Bisher finde ich die Beiträge sehr gut, danke nochmal an alle, die mitmachen.

    Das Ganze ist leider nicht so einfach. Ich gehe davon aus, dass es einen riesen Unterschied macht, ob man Bolus mit Lichterhöhung durchführt oder ohne. Dann geht es aber weiter: wenn jemand sein Becken schon sehr stark beleuchtet hat und dann nochmal 20% erhöht, kann das eher zu Stressreaktionen führen im Vergleich zu einem Becken, das zu schwach beleuchtet war und wo die Lichterhöhung dann zu spürbar besserem Wachstum führt. Das sind alles so Details, die einen großen Einfluss haben und dann dazu führen können, dass der eine sagt: nichts für mich und der andere ist hellauf begeistert.

    Hab am 30.12.24 mit dem Umstieg auf Bolus begonnen.

    Hast du wie vorgegeben die Lichtleistung erhöht? Wenn der Verbrauch an KH so angestiegen ist, liegt es ja nahe, dass die Korallen wachsen. Merkst du trotz der kurzen Zeit schon etwas an den Tieren? Haben alle die Umstellung gut angenommen oder gibt es Tiere, die schlechter oder besser dastehen?

    Hallo Christoph,

    wieviel KH dosierst du pro Tag und wie lange ist es her seit der Umstellung auf Bolus? Den pH Wert vor und nach der Umstellung hast du wahrscheinlich nicht gemessen, oder?

    Hallo Michael,

    vielen Dank für den sehr interessanten Erfahrungsbericht, vor allem auch in Bezug auf die einzelnen Tiere, speziell den Porites. Die Erklärung macht Sinn, zumal es auch sehr positive Berichte zur Bolus Methode gibt. Aber wenn bestimmte Tiere keine starken KH Schwankungen abkönnen und zudem giftig sind und anderen Tiere in Mitleidenschaft ziehen, dann leidet natürlich das ganze Becken.

    Sandy, machst du nicht auch Bolus? Wie ist deine Erfahrung damit?

    Danke Burkhard für die Ausführung. Dann werde ich erstmal auf die Schnelle einen Steckdosen FI beschaffen.

    Nachrüsten muss man bei uns in A auch nur wenn größere Umbauten erfolgen.

    Ich kenne trotzdem kein Haus oder Wohnung wo das nicht schon vor Jahrzehnten gemacht wurde.

    Chris, zumindest den Raum in dem das Aquarium steht würde ich in den FI einbinden.

    Ich habe gestern mal ein Video angeschaut, wie man einen FI Schalter nachrüstet im Sicherungskasten. Das ist ja eigentlich recht einfach und mich irritiert ein wenig, warum der eingebaute FI nur den Nassbereich im Bad abdeckt. Bis 2009 gab es zwar nur die Pflicht für den Nassbereich, aber man den eh nachgerüstet hat, warum dann nicht gleich für alle Stromkreise...
    Egal, ein Freund ist Elektriker, den frage ich, ob er mir überall FI Schalter einbauen kann. Dann ist Ruhe im Karton äh Haus.

    Hallo Reinhard,

    nur die Bäder haben einen FI Schutz. Der Rest läuft noch über normale Sicherungen ohne FI.
    Hab ich so gekauft, eventuell müsste ich es nachrüsten lassen. Weiß nicht wie aufwendig das ist, der Vorbesitzer hat das Haus in 6 Wohnungen aufgeteilt, jeweils mit eigenem Sicherungskasten.

    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, wer von euch auf Bolus umgestiegen ist und wie eure konkreten Erfahrungen damit aussehen. Ich würde diese ganze kontroverse Diskussion über die Herstelleraussagen gerne komplett ausklammern. Stattdessen soll es nur um eure individuellen Erfahrungen gehen. Hilfreich wären natürlich auch Messdaten, wie pH Wert vor Bolus, nach Bolus, KH/Ca. Verbrauch vor und nach Bolus usw. Wie geht es den Tieren, wie ist das Wachstum? Gibt es Leute, die wieder zurück gewechselt haben. Wenn ja, warum? Gibt es auch Bolus Dosierungen ohne die Erhöhung der Lichtintensität? Kurzum - alles, was ihr mit Bolus für Erfahrungen gemacht habt.

    Mittlerweile ist das Thema mehrere Monate alt und ich vermute, einige haben gewechselt. Und da finde ich es spannend, mal direkt von den Anwendern Erfahrungswerte zu lesen.

    Es gibt z.B. von Deltec einen Titan Schutzleiter. Burkhard kann das sicher besser erklären, aber es kann wohl Spannungen im Becken geben, die den FI Schalter nicht auslösen lässt. Erst wenn man ins Becken greift, knallt es. Inwiefern das ein realistisches Risiko ist - keine Ahnung. Wobei es auch irgendwie dämlich ist, solche Risiken nicht mit ein paar Euro aus der Welt zu schaffen.

    Was halt blöd wäre - der FI löst aus, obwohl kein Problem vorliegt. Becken ist ohne Strom und wenn man nicht da ist, dann gute Nacht.

    Hallo Burkhard,

    mein kleines Becken hängt an einem Stromkreis ohne FI Sicherung. Ist allerdings auch kaum Technik im Becken. Kleine 12 Volt Pumpe, eine 12 Volt Rückförderpumpe und der Heizer(230V). Kein Technikbecken. Reicht es, wenn ich das Becken erde? Es gibt so FI Schalter in Form von Steckdosen, die man vorschalten kann. Kostet nicht die Welt, aber ist mit der Erdung die Gefahr nicht zum größten Teil gebannt?

    Wie Rafa schreibt, Einzeldosierung bis maximal 999,9ml.

    Wenn du damit nur KH und Calcium dosieren willst, es gibt die auch als zweier Version für um die 60 Euro. Und die kleinen 500ml Dosierbehälter muss man auch nicht zwingend mitbestellen.

    Hi Sandy,

    50ml/Minute. Das Ding hat nur eine Geschwindigkeitsstufe, schnell. GHL hat ja 4. Die mitgelieferte "Auslass Batterie" ist ziemlich gut, denn man sieht bei keiner Dosierung einen Tropfen hängen. Es sieht so aus, also ob da eine Verjüngung ist vom Innendurchmesser her. Es sind ganz winzige Öffnungen. Gerade für so Sachen wie All for reef, die sehr schnell kristallisieren, ist das sehr gut.

    Natürlich ist es kein Langzeittest und falls ich was negatives zu berichten habe, schreibe ich es. Hier noch ein Screenshot von der App. Nett finde ich die direkte Übersicht über die Dosiermenge, die heute schon gemacht wurde.

    Hole das Thema nochmal hoch. Ich habe nun endlich mal Zeit gehabt, die Chihiros Dosierpumpe zu installieren.

    Bin schwer begeistert, die App hat das Gerät sofort erkannt, das Kalibrieren ging schnell und alles ist sehr übersichtlich gestaltet.

    Für 130-160 Euro für vier Kanäle inkl. Dosierbehältern und Schläuchen, da kann man nicht meckern.

    Kann man ansonsten mit GHL schwer vergleichen, da GHL ein richtiger Aquariencomputer ist. Wer nur dosieren möchte, dem wird die Chihiros reichen.

    Ist auch angenehm leise und bisher sehr genau (dosiere eine Substanz mit 0,3ml täglich.

    Mein Tipp soll ja nur den Leuten, die die Meerwasseraquaristik wegen hoher Kosten scheuen, zeigen, dass man durchaus sparen kann, wenn man nach günstigen Lösungswegen sucht. Dies gilt für viele Dinge in der Aquaristik, wenn man sich mit der Sache näher beschäftigt!

    Auf jeden Fall. Die Kunst ist allerdings zu wissen, wo man sparen kann und hinterher nicht doppelt kaufen muss :winking_face:

    Wenn du dich noch etwas geduldest, kann ich berichten. Die Pumpe sollte jeden Tag kommen, ich werde dann die App installieren, deutsch sollte möglich sein. Mal sehen.

    Werner F. hat halt alles Vor-und Nachteile. Habe noch eine uralt Dosierpumpe, das Einstellen ist schon recht nervig bzw. dauert lange gedauert und man muss das am Gerät machen. Wenn so apps wie die von Profilux laufen, ist das schon ne feine Sache. Manchmal sind die updates hakelig, aber GHL läuft seit Jahren sehr stabil.
    Wenn es aber trotz allem nicht funktioniert, steht man hilflos davor und weiß nicht, was man machen soll. Ist wie bei den modernen Autos mit dem ganzen Elektroschrott. Man kann fast nichts mehr selber machen... ich schweife ab...

    Moin, die Chihiros habe ich auch im Auge. Warte nur darauf das mein Händler wieder liefern kann.

    Dort kostet sie komplett nur 119 Euro. ( Sparfuchs )

    Das ist ein Spitzenpreis. Ich habe sie für 139 Euro bekommen, der Link zum Garnelenhaus war nur auf die Schnelle. Also wer Interesse hat - Preisvergleich lohnt sich.

    ...noch zwei kleine Anmerkungen zu Sandys Beitrag: ich habe die Messung von KH und Calcium empfohlen, weil die Werte wichtig sind und man sich an das regelmäßige Messen und den Umgang mit den Tests gewöhnen muss. Am Anfang wird man keinen nennenswerten Verbrauch von Calcium und KH haben, aber wenn man schon etwas geübt ist und sagen wir mal 3 Wochen mehr oder weniger dasselbe misst, dann hat man Routine und merkt auch ganz schnell, wenn die Werte fallen und man anfangen muss, KH und Calcium zu dosieren.

    Licht: klar braucht man kein Licht wenn nichts als tote Steine im Becken sind. Aber auch hier finde ich es einfach wichtig, dass die Sachen funktionieren, der eingestellte Tagesverlauf passt usw. Nicht dass man dann Korallen kauft und plötzlich Probleme hat, das Licht richtig einzustellen...

    Hallo Torsten,

    ich kann da Hajo nur beipflichten. Von diesen Bakterienpräparaten halte ich pauschal auch gar nichts. Die machen unter gewissen Umständen Sinn, aber diese generelle Empfehlung, beim Start irgendwelche Bakterien reinzukippen, ist Unsinn. Wir haben genügend Oberflächen für Bakterien und mit den Korallen oder Lebendgestein kommen genug ins Becken.

    Jeder hat mal angefangen und keinen Plan zu haben, ist nicht tragisch. Aber deine Rückfrage lässt darauf schließen, dass du da dringend nachlesen solltest. Phosphat und Stickstoff sind Nährstoffe, die von Korallen benötigt werden. Auch Bakterien und andere Organismen brauchen diese Nährstoffe. Korallen konkurrieren um diese Stoffe und wenn du Bakterien in ein Becken gibst, das sowieso schon kaum bis gar keine Nährstoffe enthält, bringt das im besten Fall nichts. Im schlimmsten Fall züchtest du Bakterien.

    Die Empfehlung was Sangokai betrifft, ist ein guter Rat. Da hast du von Anfang an einen festen Dosierplan und gerade für Anfänger ist es ideal. Ich habs nicht erwähnt, weil ich selber Sangokai nutze und das hier keine Werbeplattform für bestimmte Hersteller ist :winking_face: D.h. ich halte mich da etwas zurück.

    Zum Licht: mache es an, sobald das Becken befüllt ist.

    Hi Toto,

    ein Name wäre schön, ist aber kein Muss.

    Spare die das Geld für die ICP bzw. investiere es in eine Phosphat und Stickstofflösung. Gibts von verschiedenen Herstellers, ATI P und N, Sangokai Start, Mrutzek usw. Du hast kein Lebendgestein, daher werden die am Anfang die Nährstoffe fehlen, vor allem wenn noch keine Fische im Becken sind.

    Salinität stabil halten, KH und Calcium täglich messen, PO4 und Nitrat auch sehr engmaschig. Nach ein paar Tagen kannst du Korallen einsetzen, nicht nur 1-2 Stöpsel, sondern nach Möglichkeit einen Schwung. Die Korallen bringen Bakterien mit und auch andere Organismen. Extrem wichtig ist hier, die Tiere nicht in ein völlig nährstoffarmes bzw. freies Becken zu setzen. Mit Lebendgestein hast du das Problem nicht, bei Totgestein solltest du gleich zu Beginn PO4 und Stickstoff dosieren. Wenn du an frisches Lebengestein rankommst, würde ich zum Animpfen einen Stein reinsetzen. Wird heutzutage vielfach nicht mehr gemacht, aber es erleichtert den Start, gerade für Anfänger.

    Das im Becken zu wenig bio verfügbarer Stickstoff ist kann ich nicht so richtig glauben, bei meinem Fischbesatz und täglicher, mehrfacher Fütterung und Nitrat 20.

    Trotzdem werde ich mal etwas Nutrition N von ATI zu dosieren.

    Folgt man z.B. der Argumentation von Hans-Werner Balling, ist Nitrat eher ein Abfallprodukt und im Zweifel schädlich, wenn PO4 sehr gering ist. Demnach senkt Nitrat die Verfügbarkeit von Eisen und Phosphat. In Becken mit relativ hohem PO4 und gleichzeitig relativ hohem Nitratwert hat das keine Folgen, aber die Kombination viel Nitrat wenig Phosphat ist nicht gut.
    Du schreibst zwar, dass deine vorherige Lampe auch UV hatte, aber wenn die nicht idealen Nährstoffverhältnisse dazu führen, dass die Korallen nicht mehr so ganz fit sind, setzt aggressives Licht den Tieren noch weiter zu.
    Die Gesamtansicht des Beckens ist aber auch nicht dramatisch, viele Tiere stehen ja an sich ganz gut da. Insofern bin ich mal gespannt, wie die Lichtreduktion und Nährstofferhöhung sich auswirken.

    Ausserdem ist das ja ein Customprogramm von ATI, sollte einigermaßen passen

    Naja, ATI stellt super Lampen her, aber die übertragen gerne natürliche (vermessene) Verhältnisse auf ihre Lampen. Und das kann manchmal schon problematisch sein, wenn die Korallen nicht daran gewöhnt sind.

    UV halte ich für relativ unwichtig bzw. nicht zwingend notwendig. Wenn du UV rausnimmst und violett etwas runterdrehst auf 40, machst du nichts falsch. Korallen brauchen auch keine 9 Stunden volle Beleuchtungsintensität. Oft ist ihr Bedarf nach 4-5 Stunden vollkommen gedeckt. Ich rede nicht von der Gesamtbeleuchtungsdauer, sondern von der Zeit der höchsten Intensität.

    Ich habe selbst auch eine Straton flex, aber die kleinste Variante. Bei 50% kommen am Boden immer noch 120 PAR an. Dass deine Flex bei 100% so wenig Licht abgibt, dass die Korallen teilweise ausbleichen, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Halt uns auf jeden Fall auf dem Laufenden!

    Hallo,

    ich tendiere da auch zu Joe und Eric. Beispiel pinke Stylophora. Die stand bei mir etwas abgeschattet, die pinke Farbe wechselte zu einem dunklen Violett. Ich habe sie dann etwas höher gestellt, direkt in die Sonne. Sie ist dann wieder schön pink geworden. Aber so wie es auf deinem Bild aussieht, hat das nichts mit Lichtmangel zu tun.

    Generell würde ich bei der Beckengröße wahrscheinlich auch zwei Strations drüber hängen, aber primär um eine gleichmäßigere Ausleuchtung hinzubekommen und die Lampen auch dauerhaft zu schonen. Lieber zwei auf 50% als eine unter Volllast. Bei 100% halte ich es für ausgeschlossen, dass deine Problem von zu wenig Licht kommen. Es sei denn die Straton hat nen Hau weg.

    Zudem läuft die Lampe 9 Sunden unter Volllast. Evtl. ist das Problem eher zu viel Licht und/oder falsches Spektrum.

    Die Einstellung "Toms Korallen" gibt es, weil Tom mit der Lampe am Anfang Probleme hatte, vor allem wegen dem starken UV Kanal. Du fährst SPS/LPS, da UV mit 40 eingestellt. Dazu noch violett mit 100. Ich würde mir mal das Video von Toms Korallen anschauen und eventuell das Spektrum wechseln oder halt UV rausnehmen und violett etwas runterfahren bei dem SPS/LPS Programm.

    Was mir auch aufgefallen ist, dein Becken sah vor 2 Jahren schon sehr anders aus, andere Tiere, die viel größer waren und auf dem aktuellen Bild sieht man eine ziemlich frische Riffkeramik im Hintergrund. Vermute, du hast eine Art Neustart/Umbau gemacht. Wann war das? Zeitgleich mit dem Lichtwechsel?

    Wenn man damit zurecht kommt und plausible Ergebnisse erzielt, stellt sich die Frage nicht. Seit es die Einschränkung für bestimmte Chemikalien gibt ist für mich ist der Hanna Phosphattest ideal. Es gibt aber auch Leute, die mit den Hanna Eiern gar nicht zurecht kommen. Insofern ist es wichtiger, dass es für einen selbst funktioniert, egal wie viele "objektive" Genauigkeits- und Vergleichstests es gibt.