Beiträge von argonaut

    Hi Bernd,

    danke, das habe ich auch gelesen (mit der Kohlefilterung im Nachgang an den Abschäumer). Also scheint es so, dass man auf Kohle nicht ganz verzichten sollte.

    hajo: super, Redox messe ich eh mit. Da muss ich nur noch etwas Erfahrung sammeln, seit dem Beckenstart ist der Redox kontinuierlich gestiegen auf jetzt 400-425. Da macht es glaube ich keinen Sinn, noch Ozon zuzuführen. Aber vielleicht sinkt der Wert mit der Zeit wieder und kann dann als Indikator fürs Ozon verwendet werden.

    Gruß

    Chris

    Hi Hans-Werner,

    ich nutze auch Reef Actif. Nun ist das neue Becken ja erst zwei Monate alt, Phosphat ist bei 0,02 und Nitrat nicht nachweisbar. Einige Fische sind vorhanden, insofern sollte es eigentlich keine wirkliche LImitierung geben. Ich dosiere auf 500 Liter ein Viertel von der angegebenen Menge von einem Dosierlöffel auf 500 Liter. Passt doch oder soll ich das erstmal lassen bis das Becken eine zeit lang steht?
    Neben Futter dosiere ich aktuell nur Reef Actif und euer Zootionic und das Becken entwickelt sich sehr gut. Viele Kleinstlebewesen und auf einer Riffsäule, die ich vom alten Becken übernommen habe, wachsen Tiere, die ich bisher noch nicht gesehen habe :winking_face:

    @Bernd Koberstaedt
    oh ja das old tank syndrom! Ich glaube, damit ist primär gemeint, dass sich Phosphat im Gestein und Boden anreichert und dann dann irgendwann freigesetzt wird. Wenn ich richtig informiert bin wurde dieses Syndrom auch für Becken beschrieben, die gemäß dem Berliner System laufen.
    Ich habe überhaupt nichts gegen Wasserwechsel, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Systeme ohne Wasserwechsel sehr gut funktionieren, auch dauerhaft. Dazu gehört für mich auch ein lockerer Riffaufbau mit viel weniger Siedlungsfläche für Bakterien als die klassischen mit lebenden Steinen vollgestellten Aquarien. Man darf auch nicht vergessen, dass alles ein "kann", kein "muss" ist. Auch bei ATI kann man Wasserwechsel machen, muss es aber nicht. Z.B. statt wöchentlich alles Vierteljahr 25% oder mehr.

    Gruß

    Chris

    Hallo Hans-Werner,

    wieder was gelernt, danke für die Ausführungen. Ich bin jetzt tatsächlich davon ausgegangen, dass die gemessenen Spurenelemente in der ICP-OES Analyse zum einen recht vollständig sind, zum anderen dem natürlichen Meerwasser entsprechen.

    Du sprichst das Anschauen der Tiere an. Es gibt ja neben Spurenelementen noch die Organik, Aminosäuren usw. Woher weiß ich als nicht erfahrener Aquarianer, ob blasse Farben und langsames Wachstum an fehlenden Spurenelementen liegt? Da spielen ja meist verschiedene Einflussfaktoren eine Rolle. Oder kann man schon sagen, dass für die Farbausprägung primär Spurenelemente verantwortlich sind?

    Wie oben schon angedeutet sah ich das bisher wahrscheinlich zu eng. Die Idee dahinter ist halt verlockend, Richtwerte zu haben das so auszugleichen, dass es halt passt. So verkehrt finde ich es aber nicht. Mal angenommen, man richtet sich nach den vorgegeben Idealwerten und sieht, dass die Korallen gut stehen, dann ist das zumindest ein Hinweis darauf, dass man nichts falsch macht. Und dann könnte man ja immer noch mit höheren Mengen, nicht selektiv, sondern als Mischung experimentieren wenn man das denn möchte, um vielleicht noch etwas mehr rauszuholen...

    Gruß

    Chris

    Hi,

    ich danke euch für die informativen Antworten.
    hajo: ich habe aber gelesen, dass Ozon auch Nesselgifte sehr zuverlässig umwandelt/abbaut, nicht nur Gelbstoffe
    @jens: wie kommst du auf 3 Stunden und wieviel dosierst du? Sind das Erfahrungswerte?

    Aktuell habe ich keine Gelbstoffe im Becken, ist erst zwei Monate alt :winking_face: Ich hatte in meinem alten Becken ab und an Kohle mitlaufen, aber so richtig begeistert bin ich davon nicht. Ich habe jetzt nochmal weiter gelesen und gegen eine geringe dauerhafte Ozonisierung spricht eigentlich nichts. Wenn ich es richtig verstanden habe, gelangt bei niedriger Dosierung auch kein Ozon ins Becken, sondern nur das Wasser das über den Abschäumer an Ozon angeschlossen ist. Und steril wird das Becken dadurch auch nicht, der Keimdruck wird etwas gemindert bei Infektionen, aber so wirklich nachteilig scheint die leichte Ozonisierung für die Beckenbiologie nicht zu sein.


    Gruß

    Chris

    Hallo Bernd,

    ja, das ist richtig, die Essentials pro werden nur noch in zwei Flaschen geliefert. Allerdings ist KH und Calcium trotzdem separat dosierbar. In einer der beiden Flaschen ist noch Magnesium enthalten, das so nebenher mit läuft. Ben von ATI hat irgendwo mal geschrieben, dass der Wert nicht über 1450 steigen kann, egal wieviel man von den Essentials dosiert. Das scheint im Gegensatz zu KH und Calzium auch nicht so wichtig zu sein, Magnesium hat schon bei den alten Essentials immer gepasst (gleiche Dosierung wie Calzium.

    Das andere ist Philosophie :winking_face: Ich weiß nicht, wie viel sich getan an bei den Markensalzen, aber ein entscheidender Kritikpunkt war ja immer, dass viele Salz zuviel Stoffe enthalten. Spuris sind ja nur in Spuren enthalten wie der Name ja schon sagt und da eine gleichmäßige Verteilung in den "künstlichen" Salzen hinzubekommen, war lange Zeit ein Problem. Deswegen könnte ich dieses Argument auch wieder zurück geben :winking_face: Mit den Salzen werden eben auch Spurenelemente zugegeben.

    So groß ist der Aufwand nicht, die Wasseranalysen mache ich alle paar Monate. Und aus der Vergangenheit weiß ich, dass es sehr gut funktioniert hat ohne Zudosieren (bis auf Jod). Ich habe jetzt aber ein neues, wesentlich größeres und auch technisch aufwändigeres Becken gestartet und bin halt gespannt, ob es da auch so gut funktioniert. Ich plane halt gerne schon vorab :winking_face:

    Mir ging es hier auch nicht um die Organik, sondern einfach nur der Bereich Balling/Spurenelemente. Gelbstoffe werden durch Wasserwechsel eher nicht so gut entfernt, da muss man schon große Wasserwechsel machen. Mit der heutigen Beleuchtung (T5/LED) sieht man Gelbstoffe nicht mehr so wie früher bei den Brennern. Daher kann es täuschen, wenn das Becken noch schön aussieht. Gelbstoffe entstehen immer werden auch nicht abgebaut. Ozon oder Kohle sind die Mittel der Wahl beim Abbau von Gelbstoffen, Nesselgiften usw. Ich glaube es wird unterschätzt, was bei einem wöchentlichen Wasserwechsel von 5-10% alles im Becken bleibt.
    Habe gerade Ozon für mich entdeckt, das war bisher nie auf meinem Radar. Es wurde wohl früher sehr viel eingesetzt. Sehr niedrig dosiert und auch nur stundenweise werden Gelbstoffe und Nesselgifte zuverlässig entfernt. Bin nämlich nicht so angetan von Kohle, das entfernt wieder Spurenelemente und andere Stoffe, die eigentlich erwünscht sind.

    Mir geht es im Prinzip darum, ein Meerwasseraquarium so effizient wie möglich zu betreiben. Ohne viel Zugaben, Mittelchen usw. und ohne viel Wechseln von Wasser, Adsorber usw.
    Balling muss man eh machen und Balling + Spurenelemente (=Essentials) ist halt wenn das Becken dazu passt ein einfacher Weg, diesen Bereich ohne viel Brimborium abzudecken. Dann noch hochwertiges Futter für die Fische und Korallen und eben noch der Austrag von nicht erwünschten Stoffen über Adsorber oder Ozon.
    Und wenn mein neues Becken mit den Essentials nicht funktioniert bzw. ich dies und jenes zudosieren müsste, dann schaue ich mich nach was anderem um.

    Gruß

    Chris

    Hallo,

    ich habe öfters gelesene, dass der Einsatz von Ozon binnen Stunden die Gelbstoffe entfernt bzw. umwandelt. Ich möchte aber Ozon nicht dauerhaft einsetzen. Was spricht dagegen, Ozon kurzfristig zu verwenden? Die Gelbstoffe entstehen ja nicht sofort und so könnte man alle paar Wochen mal einen halben Tag Ozon laufen lassen. Ich habe dazu nichts gefunden, es geht immer nur um die Daueranwendung.

    Grüße

    Chris

    Hi Lexo,

    verstehe deine Frage nicht. Die einzelnen Stoffe gibts doch überall zu kaufen, in technischer Qualität sehr günstig, aber unter Umständen verunreinigt oder halt in Pharma Qualität, eigentlich auch recht günstig. Such mal nach Ballingsalzen im Netz. Oder meinst du was ganz anderes? :confused_face:

    Gruß

    Chris

    Hallo Bernd,


    Zitat

    ATI bedient mit seiner Mischung aller Makroelemente eher die Bequemlichkeit der Anwender, denn nicht bedarfsgerechte Dosierungen könnten nach meiner Bewertung auf Dauer schon problematisch werden.

    Nein, genau das ist nicht der Unterschied. Bei ATI gibt es (abgesehen von der pro Version) genauso wie bei Balling und Balling light drei Flüssigkeiten, die sich individuell dosieren lassen zur Anpassung von KH, Calcium und Magnesium. Das ist schlicht und einfach Balling. Das Besondere an den Konzept ist, dass die Spuris eben schon mit reingemischt sind und zwar mit dem Ziel, eine möglichst naturnahe Konzentration der Spurenelemente zu erhalten.
    Wenn ich richtig informiert bin, ist die Konzentration der Spurenelemente im Meerwasser abhängig vom Salzgehalt überall gleich. Und das scheint bei ATI auch zu klappen, ich nutze die Essentials seit 4 Jahren und es reichert sich nichts an. Allerdings fehlt öfters mal was und daher habe ich mich auch mit Balling light beschäftigt, das ja flexibler anpassbar sein soll. Das stimmt auch, aber eben nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn nur einzelne Elemente "fehlen", dann ist das Zudosieren einzelner Spurenelemente in exakt bestimmbarer Menge eben bedarfsgerechter als Balling light, dessen Vorteil ja gerade in der individuellen bedarfsgerechten Dosierung sein soll. Was bei genauer Betrachtung eben nicht so einfach ist.

    Ich glaube aber, das führt zu nichts bzw. ist das vielleicht auch zu theoretisch und spitzfindig von mir. Beide "Systeme" oder besser Konzepte funktionieren und es gibt genügend Aquarianer, die sie erfolgreich einsetzen. Wie bei vielem in der Meerwasseraquaristik gibt es jedoch keine einfachen Antworten oder Produkte, mit denen dann alles prima ist. Ich für meinen Teile dosiere lieber Jod und Mangan einzeln anstatt zwei Trace Mischungen beizugeben, die auch andere Werte erhöhen. Wenn ich jetzt viele Korallen, viel Licht, eine aggressive Abschäumung und Dauerkohlefilterung habe, dann kann ich mir gut vorstellen, dass die Spurenelemente in den Essentials nicht reichen und es durchaus von Vorteil ist, Balling light zu fahren und die einzelnen Traces Mischungen zu erhöhen.

    Du schreibst, als Anwender müssen man darauf vertrauen, was in Mischungen enthalten ist. Das schöne an den mittlerweile jedem zugänglichen ICP Analysen ist ja, dass man das kontrollieren kann. Wenn ich Menge x von Produkt y zugebe und mache regelmäßig Analysen, dann sehe ich ja, ob und was sich anreichert. Und es macht schon Sinn, Elemente wie Jod, Mangan oder Vanadium zu dosieren wenn im Wasser nichts enthalten ist. Wahrscheinlich machst du Wasserwechsel und es könnte durchaus sein, dass das schon ausreicht, um immer genügend Spurenelemente ins Becken zu bekommen.

    Für mich sind solche Systeme ohne Wasserwechsel eine kleine Offenbarung ;-), ich bin ehrlich gesagt zu faul und nicht konsequent genug, jede Woche Wasser zu wechseln. Außerdem habe ich einen Hang zur Kontrolle und die Analysen zu lesen und ggf. anzupassen macht mir Spaß. Allerdings achte und bewundere ich Aquarianer, die das mit Gefühl und Intuition hinbekommen und Analysen Analysen sein lassen :winking_face: Ich sehe schon auch, dass die Funktion der Spurenelemente in vieler Hinsicht noch nicht geklärt ist, ob man sie braucht, wieviel, wer (Bakterien, Korallen) usw. Aber ich finde es nicht verkehrt, sich an dem natürlichen Gehalt zu orientieren. Mag sein, dass man bestimmte plakative Farben damit nicht hinbekommt, aber solange das System funktioniert, die Korallen wachsen und schöne Farben haben, ist mir das egal.

    Grüße

    Chris

    Hallo zusammen,

    ich finde es mitunter schwierig und verwirrrend, was von Herstellern und Anwendern dieser beiden Versorgungssysteme über die Vorteile und Nachteile des jeweiligen Systems gesagt wird. Ich habe mir das mal genau angeschaut und werde nachfolgend zusammenfassen, wie ich die Systeme verstehe. Freue mich über Kritik und Anmerkungen.

    Fauna Marin wirbt damit, dass deren System individualisierbar sei und auf das jeweilige Aquarium und den Besatz abgestimmt werden kann. Damit wird direkt auch das System von Ati kritisiert, dass als All in One Lösung zwar theoretisch stimmig ist, in der Praxis aber oft daneben liegt. ATI wirbt mit" einfach und sorglos" Anwendung. Ich komme genau zum Gegeneil dieser beiden Aussagen :winking_face:

    Beide Systeme versorgen das AQ mit den Makroelementen (KH Calcium, Magnesium) und Spurenelementen. ATI hat drei bzw zwei fertige Lösungen, Fauna Marin drei Mischungen, die man ansetzen muss. Es wird eine "Normaldosierung" der zuzufügenden Traces angegeben.
    Beides stellt eine Grundversorgung dar, einmal fertig gemischt, einmal selbst zusammengemischt nach Hersteller Angaben.
    Ati ist hier deutlich einfacher und hält erstmal was es verspricht.

    So und nun zum entscheidenden Argument. Zunächst einmal ist es bei ATI mitnichten so, dass der Verbrauch immer gleich sein muss. Man kann auch KH und Ca/Ma individuell nach Verbrauch dosieren. Dies wird immer mal wieder das Gegenargument zulasten ATI behauptet. Das zweite Argument ist überzeugender. Je nach Besatz und Aquarium kann man die Traces bei FM individuell zugeben. Bei ATI geht das nicht, man kann zwar mehr KH oder Ca/Mg dosieren, aber die Traces in der Lösung sind vorgemischt. Wenn man also seinen erwünschten KH oder CA-Wert erreicht hat, kann man keine weiteren Traces zugeben ohne KH bzw. Ca/Mg gleichzeitig zu erhöhen.
    Fauna Marin bietet zudem noch 3 Komplexe an, um das letzte aus den Tieren heraus zu kitzeln.

    Zusammengefasst: Beides Grundversorgungssysteme, Ati einfach, aber nicht individualisierbar. FM aufwendiger, aber bedarfsgerechter. So, nun zur alternativen Betrachtungsweise.

    Beide Versorgungssysteme empfehlen regelmäßige Labor-Analysen. Das Argument, ATI sei nicht individualisierbar ist aus meiner Sicht schlicht falsch, denn wenn nach einer Analyse z.B. der Jod oder Eisenwert zu niedrig ist, kann er durch individuelle Traces angepasst werden.
    Bei FM ist das im Prinzip auch so, mit dem Unterschied, dass weniger auf Einzelstoffe geschaut wird, sondern dann eben die Zugabe der Trace 1, 2 oder 3 erhöht wird.
    An dieser Stelle kehrt sich für mich das Bild ins Gegenteil um. ATI ist extrem individualisierbar, weil einzelne Traces in bestimmten Mengen zugegeben werden, bei FM sind es Mischungen. In einer Mischung sind immer mehrere Traces enthalten, wieviel weiß man nicht genau. Ich gebe also immer was bei, was ich unter Umständen eigentlich gar nicht will.Konkretes Beispiel: bei mir sollte Mangan zugegeben werden und Jod. In Trace 2 von FM ist Mangan enthalten, aber ich habe einen leicht erhöhten Aluminiumgehalt. Wenn ich nun mehr Trace 2 beigeben würde, würde auch der Aluminium Wert steigen, mal abgesehen von den anderen Traces.
    Bei Jod ist es ähnlich.
    Hier ist FM deutlich einfacher, aber eben auch unspezifischer. ATI ist bedarfsgerechter, aber im schlimmsten Fall muss man mehrere Traces täglich zugeben, was recht aufwendig ist.

    Berichtigt mich wenn ich falsch liege. Ich möchte hier kein System gegen das andere ausspielen, sondern nur verstehen. Und immer wieder lese ich was und denke mir, hä das macht jetzt aber keinen Sinn :winking_face:
    Mag sein, dass es bei vielen funktioniert, Essentials dosieren, KH und Ca messen, alles gut. Aber wenn es eben nicht passt muss man unter Umständen zig Sachen zudosieren. Genauso bei Balling light. Ist irgendein Wert zu niedrig, erhöht man Trace xyz und wahrscheinlich funktioniert es in den meisten Fällen. Durch den empfohlenen Wasserwechsel mag sich das auch wieder ausgleichen.
    Dennoch sind für mich die Essentials wesentlich genauer individuell anpassbar, dadurch aber aufwendiger als das Erhöhen der Traces bei FM.

    Gruß
    Chris

    Hi Florian,

    danke, ich habs auch nochmal getestet. Also wenn man Dosiermenge 0 eingibt oder Dosiermenge und Anzahl der Dosierungen 0 dann lässt es sich nicht abspeichern. Lediglich bei Anzahlung der Dosierungen=0 geht es. Wieder was gelernt. In der Eile sollte man so etwas nie machen :winking_face:

    Gruß

    Chris

    Hallo,

    so, wohl Glück gehabt. Nach dem dritten Wasserwechsel und Dosierung von Calcium und Magnesium sind die Werte nun wieder alle im Idealbereich. Bisher keine Verluste oder weitere Probleme, Korallen sind alle schön offen.

    Jetzt hatte ich 6 Jahre eine Billig Dosierpumpe aus China und die lief bis zuletzt tadellos und mit dem neuen Becken habe ich mir eine GHL Dosieranlage angeschafft und dann das! Aber es lag nicht an der Dosieranlage, es war ein Einstellungsfehler.
    Dumm ist halt, dass man die Dosierung nicht einfach auf "AUS" stellen kann. Ich bin auf Dosierplan gegangen und Anzahl der Dosierungen + Dosiermenge auf Null gesetzt, damit ließ es sich aber nicht abspeichern. Ich war etwas in Eile und fand dann die Einstellung "Reagiert auf" "Dosierplan" oder "Schaltplan". Da habe ich auf Schaltplan geklickt, da ich ja nichts eingerichtet hatte. Das war der Fehler, wobei ich immer noch nicht weiß, was Schaltplan bedeutet. Auf jeden Fall muss man die Wochentage alle demarkieren, dann dosiert die Pumpe nicht mehr. Ist etwas blöd aufgebaut, man hätte auch einfach einen Schalter einbauen können mit "aus" und "an".

    Gruß

    Chris

    Hallo,

    mir ist durch einen dummen Fehler meinerseits (GHL Dosieranlage falsch eingestellt) vor drei Tagen eine ganze 2 Liter Flasche Essentials pro #1 ins 500ml Becken dosiert worden! Rein rechnerisch wäre das ein KH von 70-80! Es kam zu vielen Ausfällungen an den Scheiben, der Deko und in den Filtern. Ich habe gleich am selben Tag ca. 220 Liter gewechselt, mehr Wasser hatte ich nicht da. Und alles so gut wie es geht gereinigt.
    Am darauf folgenden Tag habe ich nochmal ca. 250 Liter gewechselt, der KH ist jetzt bei ca. 10. Der hohe KH hat den Calciumwert ziemlich runtergezogen, den ich wieder schnell auf über 400 erhöht habe (im Verlauf eines Tages).
    Dummerweise ist in Essentials ja nicht nur Karbonat enthalten, sondern auch Jod und Schwefel. Mehr hat mir ATI nicht verraten :winking_face: Den Korallen geht es soweit gut bisher, ich denke aber die nächsten Tage werden zeigen, ob es wirklich glimpflich abläuft.
    Die Tentakel der Briareum sind schlagartig neongrün geworden, also wirklich wie die T-Shirts aus den 80er Jahren. Könnte das Eisen sein?

    Soll ich weitere Wasserwechsel machen oder erstmal beobachten? Die meisten Korallen haben ihre Polypen draußen, eine Seriatopora ist seit dem Vorfall zu, aber sonst sind alle weichen und Steinkorallen in gutem Zustand. Hatte so etwas noch nie, daher auch keine Erfahrungswerte.

    Grüße Chris

    Hey zusammen,

    ich weiß nicht ob sich das Thema nicht eh erledigt hat. Seit Jahren wird von Nachzuchten gesprochen und im Handel findet man die üblichen Verdächtigen, den Rest kann man an einer Hand abzählen. Entweder macht es ökonomisch keinen Sinn oder es funktioniert halt nicht bei den meisten Arten, keine Ahnung. Aber wirklich bewegt hat sich da aus meiner Sicht nichts.

    Leider weiß ich überhaupt nicht, unter welchen Bedingungen die Fische und Koralle gefangen werden. Es ist doch das gleiche wie bei der konventionellen Landwirtschaft und Tierhaltung. Es ist sicher nachhaltig, Kühe artgerecht zu füttern und halten, Massentierhaltung dagegen nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Entnahme von Fischen und Korallen unter bestimmten Auflagen durchaus sinnvoll sein kann und zum Artenschutz auch beitragen kann. Aber dafür bräuchte man eine Art Siegel bzw. Zertifizierung, die verbindlich eingehalten wird.

    Was mich persönlich stört ist, dass so viele Fische angeboten werden, die eigentlich nichts in unseren Aquarien zu suchen haben. Ich habe ein 500 Liter Becken mit einem luftigem Aufbau und finde selbst ein Hawaii Doc zu groß. Gut, das ist Geschmacksache, aber wenn man immer wieder sieht, wie Paletten Docs in viel zu kleinen Becken gehalten werden, dann können einem die Tiere nur leid.
    Allerdings ist es müßig darüber zu diskutieren, wenn die Nachfrage da ist, ist das Angebot da. Ich würde sofort Fische kaufen, wenn sie aus zertifiziertem und nachhaltigem Fang kämen. Das wäre sicherlich ein Anfang, aber auch hier bin ich eher pessimistisch.

    Grüße

    Chris

    Hi,


    Zitat

    Bei mindestens einem System ist es offensichtlich, dass vor allem eine relativ starke Nährstoffzufuhr das Korallenwachstum ankurbelt, das sieht man an den Farben und Formen der Korallen. Nach allgemeiner Lesart sind es aber gerade die Nährstoffe, die vom Abschäumer ausgetragen werden sollen. Das klingt für mich dann schon nach einem offenen Widerspruch.

    Naja, ich kenne ja einen Hersteller von solchen "Systemen" und ich stelle schon fest, dass es einer betriebswirtschaftliche Logik unterliegt :winking_face: Ich brauche das Mittelchen, jenes Mittelchen und da das ganze dann etwas zu viel ist brauche ich natürlich auch ein angehängtes System, um das wieder raus zu bekommen. Ich habe kein Problem damit, wenn es funktioniert ist es ok. Ich bin selbst Unternehmer, komme aber aus einem ganz anderen Bereich. Was ich halt feststelle bei den ganzen Systemen ist, dass die Meerwasseraquaristik möglichst einfach für jeden durchführbar sein sollte. Und da werde ich den Eindruck nicht los, dass vieles an sich unnötig und überdosiert ist, letztlich aber so ist, damit man ein möglichst einfaches System hat. Errichte dein Becken nach genau diesen Kriterien, kippe das und das rein, verwende diesen Filter oder jenen und alles funktioniert prima.


    Was mir auch immer wieder auffällt ist mal etwas grundsätzlicheres. Es wird immer von riesen Wachstum, tollen Farben usw. gesprochen, nach dem Motto höher weiter schneller. Ich vergleiche das Betreiben eines Meerwasseraquariums ganz gerne mit dem Gärtnern. Und da merkt man ja auch oft, dass Pflanzen je nach Standort, Boden, Bewässserung usw. unterschiedlich wachsen. Aber ich fange jetzt nicht an, jeden Rosmarin zu bewerten, wie schnell er wächst, ob alles ideal ist usw. Es gibt auch nicht ideale Bedingungen, die trotzdem gesunde und ausreichend wachsende Pflanzen hervorbringen.
    Was heißt das jetzt bezogen auf die erwähnte Koralle? Wächst und gedeiht sie, aber eben schlechter als in unfiltriertem Wasser? Oder was dann wieder richtig interessant vom praktischen Standpunkt aus wäre, lassen sich bestimmte Korallen mit Abschäumer/filtriertem Wasser schwer bis gar nicht halten bzw. wenn dann nur mit sehr hohem Aufwand? Oder geht es beim schnellen Korallenwachstum primär um die Bindung von Nährstoffen?

    Ehrlich gesagt habe ich das mit dem Fließgleichgewicht nicht verstanden. Wie öffnet der Abschäumer das System und stellt ein Fließgleichgewicht her?

    Grüße

    Chris

    Hallo Hans-Werner,

    ja, das hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Einige Aquarianer berichten, dass ohne Abschäumer auch andere Korallen besser wachsen (LPS, Filtrierer) und der Abschäumer eben auch von den Korallen verwertbares Futter mit abschäumt.
    Du schreibst, dass Acropora millepora am besten in ungefiltertem Meerwasser wuchs. Aber auch hier könnte man nachfragen, wie das Becken mit Filtration betrieben wurde. Ist es nicht einfach so, dass bei Einsatz eines Abschäumers entsprechend mehr und umfangreicher zugefüttert werden muss mit all den Mittelchen? Wenn man jetzt mal ein perfekt funktionierendes "System" Becken (Triton, Sangokai usw.) mit einem Becken ohne Abschäumer vergleicht, gibt es dann auch die Wachstumsunterschiede? Ich meine, man kann stundenlang Videos von wunderschönen Becken anschauen, mit bunt gefärbten und gesunden Korallen, EGAL ob die Becken mit oder ohne Abschäumer betrieben werden. Kann es nicht sein, dass Becken mit Abschäumer schlechter laufen, wenn die Versorgung unzureichend ist? Oder anders formuliert, bei Becken ohne Abschäumer muss man sich weniger um die Ernährung der Korallen kümmern, dafür aber aufwendigere Maßnahmen ergreifen, um ein Anstieg der Nährstoffe zu verhindern und in einem Becken mit Abschäumer hat man in der Regel weniger Probleme mit Belastungen, dafür muss man sich aktiver um die Fütterung kümmern?

    Aus all dem was ich bisher gelesen habe gibt es im Prinzip drei Standpunkte. 1. Abschäumer sind Vodoo wie es Andre so schön sagt. 2. Abschäumer sind das Herzstück der Meerwasseraquaristik und auf jeden Fall notwendig und 3. die etwas differenzierte Sicht. Alle erfahrenen Meerwasseraquarianer, die viele Becken betreiben und das teilweise auch beruflich machen sagen, klar geht es ohne Abschäumer, aber eben nicht ganz so einfach. Einer in einem englischsprachigen Forum sagte z.B., dass er für seine Kunden immer Abschäumer mit einrichtet, weil es einfacher und sicherer ist. Er selbst betreibt seine Becken ohne Abschäumer. Viele, die ohne Abschäumer arbeiten, machen größere Wasserwechsel, haben ein DSB oder Algenrefugium usw. Und sie kennen sich sehr gut aus.

    Ich finde den Verzicht auf einen Abschäumer sehr reizvoll und wenn ich mehr Zeit und Leidenschaft hätte, würde ich das direkt mal ausprobieren.


    Zitat

    An welcher Stelle siehst Du denn die Giftstoffe die zur Vergiftung von Fischen führen?
    Diese Aquakulturen funktionieren ja offensichtlich ohne Abschäumer seit Jahren wirtschaftlich.
    Und aus meiner Sicht wird da grob mit den Tieren umgegangen. Bisher haben die sich aber nicht vergiftet, oder?
    (Wäre ne gute Meldung in Bild: "Fisch Aquakulturen ohne Abschäumer sind alle vergiftet")


    Richtig, Antibiotika funktioniert auch prima :winking_face: Andre, die Leute die die Studien gemacht haben sind alle keine Hersteller von Abschäumern. Die Studien wurden doch sehr genau durchführt, in abgeschlossenen Systemen mit gleichen Voraussetzungen, einmal mit Abschäumer, einmal ohne. Wenn Abschäumer überhaupt keine Wirkung hätten abgesehen vom Gasaustausch, dann gäbe es sie schlicht nicht mehr zu kaufen. Interessanter ist da eher die Anmerkung von Hans-Werner, dass wir eben Korallen pflegen und nicht nur Fische.

    Wie ich schon geschrieben habe, vergiften sich die Fische natürlich nicht wirklich. Aber du trägst Nährstoffe in ein geschlossenes System ein und ob du die jetzt mit oder ohne Abschäumer entfernst ist doch egal. Fakt ist, wenn du es nicht machst, sterben deine Fische. Ich bin wirklich kein glühender Verfechter von Abschäumern, aber alleine schon die Erfahrung zeigt mir, dass die was bewirken. Wenn ich meinen Abschäumer zu scharf einstelle, habe ich Phosphat und Nitratwerte von n.n. Und anders herum kann ich beobachten, dass die Werte steigen, wenn ich den Abschäumer ausschalte. Das heißt nicht, dass der Abschäumer zwingend erforderlich ist, ich könnte dann auch mit Pellets den Nitratwert senken und mit einem Phosphat Adsorber arbeiten.

    Hi,


    naja, das was du zitierst ist ja letztlich wieder nur eine Studie. Ich habe mir das jetzt mal komplett durchgelesen und so klar und eindeutig ist es nicht. "Florian" schreibt z.B.:

    "You write : "These data can be interpreted with some application of chemical intuition and some assumptions". And from these unverified assumptions and "intuitions", you end up with solid conclusions such as "the majority of the recovered skimmate solid, apart from the commons ions of seawater, was CaCO3, MgCO3, and SiO2 - inorganic compounds!". With the technique that you have used, you are sure of only one thing: the so-called "elemental" composition of the skimmate. And concerning the quasi absence of dissolved organic carbon in the skimmate: how can you be sure that bacteria have not proliferated in this "organic-rich" skimmate and alltered its composition (7 days leave plenty of time for bacteria proliferation) ?" und

    " Your analysis was done on a skimmate concentrated to dryness through liquid evaporation. I agree that insoluble Ca2+ in THIS powder is most probably CaCO3 but it does not mean that CaCO3 was already present and insoluble in the skimmate BEFORE drying (if you evaporate a solution containing soluble Ca and carbonate/bicarbonate you will get CaC03, no need to have plankton bearing calcium carbonate shells in this solution). Also concerning bacteria eventually proliferating in the skimmate they will not change the elemental composition (except perhaps for C) but they will change the molecular composition of the medium and this may affect the quantity of soluble organic molecules. Nevertheless, and even if your conclusions about skimmate composition derived from its elemental composition are purely speculative, your efforts are really useful and the data are interesting. I am happy to read that your are planning more experiments to study more directly the molecular composition of the skimmate."

    Auf die Schnelle bin ich auf diese beiden Veröffentlichungen gestoßen. Da geht es nicht so sehr um die Analyse des Flotats, sondern um Vergleiche von Systemen mit und ohne Abschäumer (Fischzucht, Schnecken).

    Zitat

    Water Quality Study
    A study carried out by the Ifremer Research Center in Marine Ecology and Aquaculture used a prototype SKIM skimmer at three commercial farms to evaluate the water treatment effect of a skimmer used for one hour in different aquaculture systems. The systems included a nursery for sea bream, Sparus aurata; intensive growout of sea bass, Dicentrarchus labrax; and a stocking/depuration tank for oysters, Crassostrea gigas, located in a polluted, deep-water harbor. Tests were carried out during the winter at 5-10° C with low water exchange and feed input in the sea bass tank, and no exchange or feed in the oyster tank. Total suspended solids (TSS) concentrated by an average factor of 225 (Table 1) were removed at a rate of 1- 3%/hour. Particles smaller than 20 µ were removed preferentially. Best treatment results were obtained in the fish tanks, where TSS levels were highest. Dissolved organic material, expressed as dissolved organic carbon (DOC) was concentrated in the skimmed foam by an average factor of 24. For each 24 hours of operation of one skimmer under the above conditions, the removal rates were 13.8 kg of dry TSS and 18 g of DOC in the sea bass tank, and 0.18 kg of dry TSS and 21 g of DOC in the oyster tank.
    Conclusion
    New easy-to-use protein skimmers combine oxygen input by aeration and output of specific compounds which are usually difficult to strip from culture water, such as proteins, amino acids, phosphates, small particles, and bacteria. Skimmers can be used to efficiently replace aerators in some aquaculture ponds or tanks, and water exchange rates can also be reduced.

    Interessant fand ich auch, dass die Anzahl der E.coli Bakterien mit Eiweißabschäumer wesentlich geringer war.

    Und dann das hier noch:


    Zitat

    Abstract
    Recirculating aquaculture systems can reduce many challenges associated with open culture systems but maintaining suitable water quality in recirculating system is difficult. Protein skimmer removes organic matter from the water before it breaks down into nitrogenous waste. Therefore, the aim of this study was to evaluate the effects of protein skimming on water quality, bacterial abundance and abalone growth in recirculating aquaculture system. Two recirculating systems utilizing artificial seawater were housed in an air-conditioned, insulated recycle frozen container (4.3x1.9x1.9 m) to maintain optimum water temperature (19.2±0.8°C) for abalone growth. Each system consisted of two biofilters (100 and 200 L) and two abalone culture tanks (each 200 L) containing three plastic baskets (each 50x34x6 cm, with 12 mm mesh). One culture system incorporated a protein skimmer. Over an experimental period of 87 days, protein skimming resulted in significantly better water quality, heterotrophic bacterial abundance and abalone growth. Results indicate recirculating abalone culture systems with protein skimmer housed in an air-conditioned, insulated recycle frozen container may provide a viable alternative to current land-based, flow-through systems. More research is needed to further increase the efficiency of this system.
    CONCLUSION
    Adding protein skimmer resulted in better water quality, heterotrophic bacterial abundance and abalone growth in recirculating abalone culture system. Recirculating abalone culture systems with protein skimmer housed in an air-conditioned, insulated recycle frozen container may provide a viable alternative to land-based, flow-through systems. However, more research is needed to further increase the efficiency of this system.


    Natürlich sind das auch wieder nur Studien, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ein Einweißabschäumer nützliche Arbeit verrichtet :winking_face:

    Die Frage ist zwar nicht an mich gerichtet, aber die Aussage "Damit sich die Fische im Laufe der Zeit nicht selbst vergiften, müssen diese Stoffe entfernt bzw. zu ungiftigeren Produkten umgewandelt werden." ist doch grundsätzlich nicht falsch. Ich meine, wenn du Fische in ein Aquarium setzt und nichts weiter machst, sind sie irgendwann tot. Und damit das nicht passiert, gibt es halt die unterschiedlichsten Systeme: funktionierender Stoffkreislauf, Adsorber, "Mittelchen", Algenrefugium usw. und unter anderem auch Eiweißabschäumer. Da steht doch nirgends, dass Fische ohne Eiweißabschäumer auf jeden Fall sterben.

    Hi Andre,

    ich habe überhaupt nichts gegen Kritik, aber das sind doch zwei Ebenen. Eine erkenntnisorientierte, die Spaß macht, manchmal vielleicht auch emotional geführt wird und diese ganze andere Sache mit den Herstellern. Der Punkt ist, dass es überhaupt nichts bringt, aber die Diskussion vergiftet. Ich glaube, fast jeder hier stimmt damit überein, dass der Begriff Eiweißabschäumer nicht mehr korrekt ist. Dann ist der Begriff halt eine Konvention und jeder weiß was damit gemeint ist, wenn man von Eiweißabschäumer spricht. Bist du dir wirklich so sicher, dass das mit der Fischvergiftung so weit hergeholt ist? Wenn du 100 unerfahrene Einsteiger hast und du gibst 50 einen Eiweißabschäumer und 50 nicht, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass die ohne Abschäumer mehr Probleme (auch tote Tiere) bekommen würden, auch wenn der Effekt "lediglich" im Gasaustausch besteht.
    Irgendwie verbeißt du dich da und es bringt halt nichts.

    Genauso das Beispiel, das Hans-Werner aufgegriffen hat. Natürlich ist "natürliches Meerwasser" oder "Live Sand" nicht natürlich. Und man kann das kritisieren, aber es bringt nichts, die Hersteller anzugreifen oder aufzufordern, das zu unterlassen.
    Wir arbeiten ständig mit Konzepten und Vorstellungen, die den Eindruck vermitteln, "ja so ist es". "Eiweißabschäumer ziehen Giftstoffe raus", "man siehts ja an der dunklen Plörre", ich möchte ein "natürliches Meerwasseraquarium" usw. Wenn man genau hinsieht und das kritisch hinterfragt, dann ist das alles plötzlich nicht mehr so klar und da liegt ja auch der Wert einer solchen Diskussion. Und selbst wenn am Ende dabei herauskommt, dass man zwecks Alternative dabei bleibt und die Vorteile die Nachteile überwiegen, dann ist das doch auch ok.

    Auch die Mengenangaben bis 500 Liter usw. sind ja letztlich nur grobe Richtwerte, die auf Erfahrungen basieren. Wenn ein Hersteller von Korallenfutter schreibt, 1 Messlöffel auf 100 Liter, dann ist das nichts außer ein grober Richtwert. In dem einen System kann das zu unerwünschtem Nährstoffanstieg führen, in einem anderen ist es zu gering dosiert.

    Andre, dieses schöne Hobby führt einen immer wieder zu der Erkenntnis, dass man sich damit beschäftigen muss. Wer sich nur von Werbeaussagen leiten lässt, der sollte ein anderes Hobby wählen. Balling oder Balling light oder doch lieber ATI Essentials? Triton, Sangokai oder doch lieber klassich? usw. das lässt sich beliebig fortführen und jeder Hersteller wirbt für seine Produkte.
    Denk doch mal zu Ende, was du vorschlägst. Soll ein Komitee eingerichtet werden, dass jedes Produkt aus der Meerwasseraquaristik nach wissenschaftlichen Kriterien bewertet und Werbeaussagen verbietet oder erlaubt? Das ist absurd.

    So und jetzt freue ich mich auf weitere inhaltliche Diskussionen, auch von dir Adre.

    Gruß

    Chris

    Hallo Andre,

    ich finde es super, kritisch nachzufragen, sicher geglaubte Erkenntnisse zu hinterfragen, auch unbequeme Fragen zu stellen und da auch beharrlich zu sein. Respekt, aber warum musst du dich so auf Hersteller einschießen? Das ist irgendwie merkwürdig, zumal jeder weiß dass Werbung keine Wissenschaft ist. Es gibt noch nicht mal "die" Wissenschaft. Alle Beispiele, die bisher aus anderen Branchen oder Produkten angebracht wurden tust du als Blödsinn ab. Klar verleiht Red Bull keine Flügel, es wird aber suggeriert. Klar werde ich nicht super erfolgreich und beliebt, wenn ich Mercedes fahre, aber es wird suggeriert. Thats the game und du wirst das nicht ändern. Du kannst dich ja politisch einsetzen zur Abschaffung von unbewiesenen Werbeaussagen. Zu was das dann führt sieht man zum Beispiel im Nahrungsmittelbereich (Health Claims Verordnung).
    Ich hasse diese Geisteshaltung, die in Deutschland sehr verbreitet ist, dass man jeden schützen muss vor der bösen Industrie, der bösen Werbung. Immer neue Verordnungen, immer neue "Bevormundung", Hauptsache keiner muss selbst nachdenken. Die Werbetexte, die du anbringst, sind sicherlich - ACHTUNG WERBUNG - überspitzt formuliert, eben typisch Werbung. Aber schau doch mal genau hin, das reguliert sich meist herrlich von selbst. Wenn ein Anbieter nun schreiben würde, Eiweißabschäumer lassen Korallen wachsen, wäre der doch mangels Vertrauen schnell weg vom Fenster. Wo ist eigentlich dein wirkliches Problem? Geht es dir um einen Gedankenaustausch, um Wissenschaftlichkeit, um in Frage stellen "alter Zöpfe" - super. Aber dann lass doch das ständige Bashing von Herstellern, die mit ihren Produkten Werbung machen (dürfen). Ich kenne einen Salzhersteller, der natürlich sagt, Wasserwechsel müssen sein. Klar, er stellt Salz her. Andere behaupten, man käme ohne Wasserwechsel bestens aus. Die führen andere Produkte usw. Das ist doch keine neue Erkenntnis und nichts besonderes.
    Das ist doch auch irgendwie spannend. Man beginnt mit so einem Hobby, liest sich ein, vergleicht Systeme/Hersteller, geht in Foren, liest Bücher und entscheidet dann selbst was man macht. Sammelt seine Erfahrungen, ändert wieder was usw. WO IST DAS PROBLEM?
    Und die, die sich nicht informieren sondern nur ein tolles Nemo Becken haben möchten, denen erweisen solche Hersteller vielleicht einen guten Dienst, indem sie ihnen ein System verkaufen, das vielleicht zu überdimensioniert ist, aber vor größeren Schäden bewahrt. Und selbst wenn nicht, wer so ein Hobby anfängt und blind irgendwelchen Werbeaussagen vertraut, dem ist vielleicht auch nicht zu helfen. Das reguliert sich aber auch. So what?

    Nur mal kurz angenommen, du dürftest es bestimmen. Dann hieße das Teil nicht mehr Eiweißabschäumer, sondern irgendwie anders. Man könnte schreiben, schäumt irgendwas ab, aber im Prinzip ist es egal welche Größe man nimmt, letztlich ist es sowieso nicht so ganz klar, was da passiert und überhaupt, vielleicht verstehen wir die Kreisläufe im Aquarium gar nicht so richtig. Super, mit was machst du dann weiter? Natürliches Meerwasser? So kann man es wirklich nicht nennen, das wird irgendwo im Meer abgezapft, in Tanklastzügen über weite Strecken antransportiert, in Plastikkanister abgefüllt, nein, das ist kein natürliches Meerwasser mehr. Was willst du damit bezwecken?


    Gruß

    Chris

    Hi Markus,

    ich habe das Thema erstellt, weil ich mir im Grunde nicht ganz sicher bin, was da genau für Prozesse ablaufen. Grundsätzlich ist es der Wasserwechsel der Koralle ja egal, wenn das Wasser passt. Wir kaufen ja auch bei diversen Händlern und packen Koralle von Wasser A nach Wasser B. Aber bei einer Neueinrichtung verändern sich die Werte ja mitunter sehr schnell und stark, da die Kreisläufe sich erst etablieren müssen. Und da ist mir nicht klar, was die größte Gefahr ist. Unliebsame Algenteppiche, die die
    Korallen überdecken oder Peaks bei bestimmten Werten, wie Nitrit oder Ammoniak usw. Nitrit ist wohl im Meerwasser nicht so das Problem, Ammoniak schon (für Fische und Korallen).
    Viel mehr wissen tue ich jetzt auch nicht, vielleicht ist ja noch der eine andere Profi unterwegs, der da aufklären kann.
    Auch bei den "Schnellverfahren" soll man ja erst einfache Korallen einsetzen und nach und nach aufstocken. Wird schon seine Gründe haben :winking_face:

    Eporeef finde ich klasse, gestern kam das 9kg Gebinde und es macht Spaß, das Riff zu gestalten. Mache das mit einem 7-jähren Knirps, der auch Spaß dran hat. Habe schon x-mal umgebaut, stehen lassen und wieder neu gebaut - bis man halt "seinen" Aufbau gefunden hat.

    Gruß

    Chris

    Hallo Markus,

    willkommen im Boot :winking_face: Ich denke animpfen ist eine gute Idee, allerdings wirst du wie ich auch eine Einfahrphase erleben. Bei mir hoffe ich, dass die nicht so kleine Riffsäule und der lebende Stein relativ viel Biomasse mitbringt. Was hast du für Korallen? Es gibt Anleitungen für einen Schnellstart: http://riffaquaristik-journal.net/2015/12/15/die…-vom-einfahren/

    Ich habe einen Po4 Wert von 0,07 und daher werde ich das neue Wasser entsprechend auf diesen Wert bringen. Ich denke, Korallen mögen es überhaupt nicht von einem solchen Wert in ein Becken gesetzt zu werden, das gar kein Phosphat enthält.
    Das Dumme ist halt, dass man kaum Zeit hat, wenn das alte Becken weg muss. Ich kann das alte verschieben und zumindest ein paar Tage parallel mitlaufen lassen. Auch habe ich keine allzu anspruchsvollen Korallen.

    Gruß

    Chris

    Danke. Mir kommt gerade der Gedanke, Teile vom Eporeef für ein paar Wochen ins alte Becken zu legen. Würde doch Sinn machen oder lohnt sich der ganze Aufwand nicht?
    Klassische Einfahrphase, weil der Bodengrund und Eporeef nicht besiedelt sind und sich da erstmal Bakterien bilden müssen, oder?

    by the way, einer deiner Mitarbeiter hat mir für dieses Becken als Rückförderpumpe die Red Dragon 3 50 Watt empfohlen (500 Liter, Steighöhe ca. 1,5). Müsste doch reichen oder soll ich lieber die 80 Watt Variante nehmen? Mir geht es primär um die Lautstärke, eine stärkere Pumpe kann ich weiter runter drosseln. Allerdings auch teurer und größer...

    Hallo zusammen,

    mein 130 Liter Becken wird ersetzt durch ein 500 Liter Becken - dummerweise muss es an den selben Standort. Ich kann das 130 Liter Becken zwar einen Meter verschieben, aber nur für kurze Zeit. Mein Plan sieht jetzt so aus: Das neue Becken mit Wasser füllen, Sand rein, Riffgestein (Eporeef, kein Lebendgestein oder Keramik) rein und alle Werte einstellen. Ich würde auch PO4 dosieren und Nitrat bzw. Ammonium, bis die Werte von altem Wasser und neuem Wasser nahezu identisch sind (soweit wie es halt geht).

    Dann würde ich relativ zügig die Riffsäule und einen lebenden Stein (vollständig bewachsen mit Briareum) einbringen. Mit der Riffsäule und dem lebenden Stein kommen sehr viele Bakterien, Kleinstlebewesen usw. ins Becken. Ich habe ca. 60%LPS und 40% SPS (einfach zu haltende). Und dann habe ich noch zwei Nemos und zwei König Salamon Riffbarsche.

    Kann das so funktionieren oder haltet ihr das für zu riskant? Meine Überlegung ist halt, dass durch die Riffsäule und den lebenden Stein eventuell genug Biomasse mit rein kommt, dass es kein klassische Einfahrphase geben wird. Ich möchte auch das tote Riffgestein relativ schnell mit Korallen besetzen.

    Grüße
    Chris

    Burkhardt hat ja schon alles wesentliche zusammengefasst. Man sich da ein wenig reinfuchsen. Ich finde es nun nicht mehr schlimm, dass beide KH Tests nicht exakt sind, da ich die Abweichung kenne. Somit habe ich für die nächsten Monate erstmal recht präzise Ergebnisse. Letztlich sollte man, bevor man anfängt irgend etwas zu dosieren (Stickstoff, Phosphat, Balling Lösungen) die Tests irgendwie abgleichen. Vor allem wenn es um sehr geringe Werte geht wie 1-3mg Nitrat, 0-0,4mg Phosphat usw. Wie Burkhardt schreibt, sind die Entwicklungen sehr wichtig. Steigt mein Nitratgehalt oder fällt er? Egal ob es jetzt tatsächlich 5mg mehr oder weniger sind, man erkennt eine Tendenz.
    Außerdem hat man ja noch das Becken, das man beobachten kann. Laut Tröpfchentest habe ich Nitrat und Phosphat im n.n. Bereich, aber von einer Limitierung kann keine Rede sein. Alles wächst und gedeiht.

    Naja ohne Referenz traue ich keinem Test mehr. Wollte vor kurzem schon die Dosierung von Carbonat erhöhen, weil mir der Test von Tropic Marin einen KH von 6,5-7 angezeigt hat. Eine professionelle Wasseranalyse hat einen KH von 8 ergeben. Habe dann einen SERA Test im Baumarkt gekauft, für Meerwasser geeignet, Ablaufdatum 2020. KH 10! Ich multipliziere jetzt den Sera Test mit 0,8 und den TM Test mit 1,2. Alles nochmal anhand einer Referenzlösung geprüft, jetzt sind die Tests genau :winking_face:

    TM Nitrat: älterem Test habe ich nicht mehr vertraut, also neuen gekauft. Zeigt bei mir 0 Nitrat an, laut Analyse habe ich knapp 2mg, müsste sich also leicht gelb verfärben. Test anhand Referenzlösung überprüft: SOLL 10mg, gemessen 5mg. Der Test zeigt also zu wenig an, wie schon der ältere.

    Salifert ist gut für Calcium und Magnesium, aber wenn der Test zu lange lagert, wird zu wenig angezeigt.

    PO4 ist ROWA an sich sehr gut und einfach. Bei Werten unter 0,04 ist es allerdings sehr schwer abzulesen.

    Meine Erfahrung: die Tests immer mit Referenz überprüfen!! Das ist letztlich billiger als irgendwelche Aktionen aufgrund falscher Messergebnisse durchzuführen.

    Ich habe noch eine Analyse gemacht bevor ich mit den Essentials angefangen habe: Analyse. Da stand das Becken noch nicht sehr lange, vielleicht ein halbes Jahr. Verwendet wurde eines der teuersten Markensalze. Auffällig finde ich, dass obwohl der Besatz sehr gering war, Mangan auch bei n.n. lag und Jod sehr gering war. Da geht es dann eher auch wieder in den andere Richtung, relativ viel Vanadium, sehr viel Zink. Woher der hohe ZInn- und Aluminiumwert kommt, weiß ich nicht.
    Interessant ist weiterhin, dass zwei Monate danach nochmal eine Analyse gemacht wurde: Analyse . Vanadium von 11,5nm/Liter auf n.n. Jod von Mangel auf 134,4ng/l. Und ich habe auch zu dieser Zeit nichts zudosiert, da gab es noch nicht mal Fische... Einen Salzwechsel habe ich auch nicht vorgenommen.

    Hallo Hans-Werner,

    da hast du vollkommen recht, ich weiß es nicht. Daher habe ich auch gefragt, ob man Vanadium, Zink, Mangan benötigt. Ich habe ja über die gesamte Zeit nichts zugegeben an Zusätzen, insofern würde es wahrscheinlich Sinn machen, zu testen, ob gelegentliche Wasserwechsel mit einem guten Salz ausreicht, um auch die angesprochenen Spurenelemente in den nachweisbaren Bereich zu bekommen - ohne dass man dadurch das ganze Essential Konzept durcheinander bringt. Jod und Fluor zudosieren ist ok, aber ich möchte jetzt auch nicht anfangen, zig Elemente wöchentlich zuzugeben.
    Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Jod/Fluor Dosierung bewirkt. Ansonsten bin ich ganz zufrieden. Anbei die Bilder, leider etwas blaulastig, die Farben sind etwas heller als auf den Fotos, aber vielleicht reicht das ja als Einschätzung. Grundsätzlich finde ich die Farbausprägung gut, kommt halt auch aufs Licht an. Bei gleichmäßiger blau/weiß Mischung könnten die Farben meinem Geschmack nach etwas intensiver sein.
    Ich habe ja recht viel "gegärntnert", in der Mitte war vorher ein Milka Stock, der bis zur Wasseroberfläche wuchs. An der linken Riffsäule war noch ein weiterer Stock mit einer SPS, Name weiß ich nicht mehr, da habe ich nur 2 Ableger gemacht und den Rest rausgenommen. Hat leider alles abgedunkelt weiter unten.


    Hallo zusammen,

    bisher habe ich nur mitgelesen, nun mal ein Beitrag von mir. Ich bin vor etwas über 2 Jahren auf ATI Essentials umgestiegen, weil ich weder die Disziplin noch die Lust hatte, immer Wasserwechsel zu machen. Zudem wird ja ab und an kritisiert, dass man nicht wirklich weiß was im Salz drinnen ist bzw. dass es selbst bei guten Salzen immer mal wieder chargenspezifische Abweichungen geben kann. Aber ehrlich gesagt war der Grund schlicht Faulheit.
    Vor einer Woche habe ich eine Analyse machen lassen und war erstaunt, dass eigentlich alles passt. Spurenelemente fast alle im Soll Bereich bis auf Jod und Fluor, die ich künftig nachdosieren werde. Die Mengenelemente sind etwas verschoben, aber das kann auch daran liegen, dass ich es im letzten dreiviertel Jahr laufen lassen habe, der KH ist auf 10 angestiegen, Calcium auf knapp 500. Das habe ich vor der Analyse durch Aussetzen der Dosierungen wieder auf die Normalwerte gebracht.
    Das Becken ist nicht sehr groß (130 Liter), gemischter Besatz (50% SPS, 50% LPS). In der Anfangsphase war das Wachstum sehr stark, das berichten auch andere, die ATI Essentials verwenden. Irgendwann ist das dann abgeflacht. Ich denke, zum einen war das Becken ziemlich zugewachsen, zum anderen sind die hohen Werte (KH, Calcium, Magnesium) sicher nicht förderlich gewesen. Aber es ist kein Tier gestorben, lediglich da Wachstum hat sich stark verlangsamt bzw. ist teilweise auch zum Erliegen kommen.
    Was meint ihr zu der Analyse? Ich frage mich, ob man Vanadium, Mangan und Zink benötigt bzw. ob es sinnvoll ist, es im nachweisbaren Bereich zu haben. Habe wenig dazu gefunden. Silicium ist zwar noch im grünen Bereich, aber an der Grenze. Das liegt am erschöpften Mischbettharz hinter der Osmose Anlage, das werde ich noch etwas reduzieren mit einem Silikat Adsorber. Der etwas erhöhte Barium Wert wird vom Phosphat Adsorber kommen, den ich mal zeitweise verwendet habe.

    Ich habe über den gesamten Zeitraum keinerlei sonstigen Zusätze verwenden, lediglich Frostfutter für die zwei König-Salomon-Zwergbarsche und sporadisch etwas LPS Futter von Fauna Marin. Für mich persönlich passen die Essentials, eigentlich machen die genau was sie sollen: klassisches Balling, kombiniert mit Spurenelementen. Es hat zu keiner Anreicherung unerwünschter Stoffe geführt, Jod und Fluor werde ich nachdosieren. Auch die gleichmäßige Dosierung von KH, Calcium und Magnesium hat gepasst (man muss halt ab und an kontrollieren, ob die zugeführten Mengen noch passen)

    Habe jetzt viele ältere Korallenstöcke verkleinert, neue Korallen sind hinzugekommen und jetzt ist wieder Platz für Wachstum. Nach der Aktion habe ich dann doch noch einen kleinen Wasserwechsel gemacht mit 20%, allerdings mit natürlichem Seewasser.
    Es gibt ja immer mal wieder prophetische Stimmen, die sagen, ohne Wasserwechsel geht es nicht bzw. nach gewisser Zeit entstehen Probleme. Wasserwechsel sollen unerwünschte Stoffe entfernen und benötigte hinzufügen. Ich habe aufgrund des kleinen Fischbesatzes kein Problem mit Phosphat und Nitrat (kurzzeitig hatte ich mal etwas viel Frostfutter verwendet und einen Phosphat Adsorber eingesetzt), Gelbstoffe werden sporadisch mit Kohle beseitigt, insofern passt das. Erwünschte Stoffe werden täglich durch die Essentials nachdosiert, insofern herrscht da auch kein Mangel. Jod muss zwar nachdosiert werden, aber ich denke, das kann genauso mit Salzen und Wasserwechsel passieren.
    Bedenken muss man zudem, dass auch die Essentials nicht ohne einen kleinen Wasserwechsel auskommen, da man täglich über die Dosierpumpe Wasser herausnimmt (ansonsten würde die Salinität langsam aber sicher ansteigen). Aber das ist sehr wenig, so dass man hier nicht wirklich von einem Wasserwechsel sprechen kann (monatlich sind das ca. 4 Liter).
    Ich finde es völlig in Ordnung und habe überhaupt kein Problem damit, wenn Leute regelmäßig Wasser wechseln und andere System fahren - warum auch. Aber für mich ist mein Becken ein Nachweis, dass es auch ohne Wasserwechsel geht. Ob es jetzt die Essentials oder Triton oder wer auch immer ist, es funzt :smiling_face: . Und ich bin gespannt wie es weiter geht!


    Grüße

    Chris