Beiträge von argonaut

    Ich komme da irgendwie nicht weiter. Habe mir heute einen neuen Salifert Test gekauft. MHD bis 11/2026, der andere war 08/2026, im selben Laden. Beide zeigen 0,09 PO4 an, Hanna 0,01. Die Hanna Pulver sind bis irgendwann 2027 haltbar, habe ich vor 2-3 Monaten gekauft.

    Wirklich komisch, hat ja mal funktioniert. Ich glaube nicht, dass die Hanna Pulver irgendwie fehlerhaft sind, habe auch schon dreimal verglichen, ob ich die richtigen Pülverchen gekauft habe, passt alles. Die Salifert Flüssigkeit und das Pulver haben in dem alten Test die Charge PA 1024. Seltsamerweise hat das Pulver vom neuen Test auch die Charge PA 1204, die Flüssigkeit PA 1021.
    So langsam hätten sich die originalen Hanna Pulver preislich wieder gelohnt, trotz Auslandsversand :winking_face:

    Wenn das geht

    Einige machen das und bei mir gabs ja am Anfang auch Punktlandungen (Vergleich Hanna Pulver - Salifert). Die Ständer, die Hajo angesprochen hat, sind Gold wert. Vor allem die Bohrung, in der man die Küvette reinstellt. Die ist so eng, dass das Glas dort sicher hält. Man kann dann mit beiden Händen in Ruhe das Pulvertütchen aufmachen und den Inhalt reinleeren. Nochmal dagegen geschnippt mit dem Finger und der Rest landet in der Küvette. Ich benutze mittlerweile nicht mal mehr den Trichter.

    Ich finde es halt etwas doof, dass man die Pulver nur noch irgendwo im Ausland bekommt. Und daher habe ich das mit dem Salifert Test probiert, den bekomme ich keine 5km entfernt im Kölle Zoo. Ich besorge mir nochmal einen neuen, durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die heißen Temperaturen kann es schon sein, dass das Pulver Feuchtigkeit gezogen hat. Diese Billigverpackungen, die Salifert nutzt, sind nicht wasserdampfdicht.

    Ich habe nochmal einen Test gemacht bei einem anderen Becken, das funktioniert so tatsächlich nicht mehr, da kommen grob falsche Werte heraus. Was mir aufgefallen ist, die pulverförmige Reagenz ist irgendwie nicht rieselfähig, sondern klebt etwas zusammen. Ich hatte den Salifert Test vorher noch nie und kann mich leider auch nicht erinnern, ob das am Anfang ein frei fließendes Pulver war. Muss ich wohl nochmal einen Test kaufen.

    hab das für mich mit einer gewissen verdunstung der flüssigkeit bei jedem öffnen der flasche und nach dem träufeln gedanklich begründet.

    So habe ich es mir auch erklärt. Ob es was bringt oder nicht, weiß ich nicht, aber ich mache die Flaschen immer sofort nach dem Entnehmen wieder zu. Der Salifert KH Test bleibt sehr lange stabil, der Ca Test weicht mit der Zeit immer stärker ab, d.h. zeigt zu niedrige Werte. Gibt wohl stabile Flüssigkeiten/Reagienzien und weniger stabile...

    Hallo zusammen,

    neulich wurde mal in einem Beitrag erwähnt, dass man für den Hanna Phosphat Checker auch den Salifert PO4 verwenden kann (statt dem Hanna Pulver). Ich habe das dann getestet und die Werte waren sogar identisch. Jetzt bin ich bei einem Becken etwas nachdenklich geworden, weil ich 0,13mg/L PO4 gemessen habe, vom Gefühl her sollte es aber wesentlich weniger sein. Heute mal mit dem Hanna Pulver gegengemessen, 0,03mg/l PO4 (was realistisch ist).

    Ich werde das jetzt heute nochmal bei zwei anderen Becken überprüfen. Seltsam ist, dass es ja am Anfang wunderbar geklappt hat. Manche Tests altern sehr schnell. Der Test ist zwar keine drei Monate alt, aber die hohen Temperaturen sind eventuell nicht so gut für die Flüssigkeiten. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Ich glaube, ich habe es jetzt verstanden. Bei zuviel Licht (Überschreitung des Sättigungspunkts) schützt sich die Koralle (dynamische Photoinhibation), wächst aber weiter. Insofern wächst sie, solange Licht und Nährstoffe vorhanden sind. Ich dachte, mit dem Überschreiten des Sättigungspunkts reicht es der Koralle und sie stellt die Photosynthese komplett ein...

    Man kann auch flapsig sagen, sie macht dicht.

    Danach läuft die dynamische Photoinhibation ab. Sie dient dem Schutz der Koralle.

    Das meinte ich, auch wenn ich es nicht so schön und genau ausdrücken konnte wie du :winking_face:

    Wenn Werner ausreichend Licht drüber hat und der Sättigungspunkt z.B. nachmittags um 17 Uhr erreicht ist, dann spielt es in meinem Verständnis keine Rolle, ob das Licht nun abends um 20 Uhr oder 21 Uhr ausgeht. Die Korallen werden dann nicht mehr oder weniger wachsen.

    Schönes Becken! Ich würde da nichts ändern. Gärtnern gehört halt dazu. Sieht danach manchmal nicht schön aus, aber dafür kann man immer mal was umgestalten. Und nach x Monaten freut man sich über den etwas anderen Look und das neue Wachstum.

    Wie war das nochmal mit dem Licht? Habe in Erinnerung, dass die absolute Beleuchtungsdauer gar keine so große Rolle spielt. Viele Korallen sind nach 4-5 Stunden gesättigt, das Licht vor und danach dient eigentlich nur dazu, den Tagesverlauf nachzubilden wie in der Natur. Ich vermute daher, dass eine Lichtreduktion um 1 Stunde so gut wie gar nichts bewirkt was das Korallenwachstum anbelangt.

    Ich weiß nicht, wie stark solche Mittel von der Dosierung her sind. Aber beim Menschen sind nach dem ersten Tag Antibiotika Behandlung 99,9% der Bakterien hinüber, am zweiten Tag 99,9% der verbliebenen 0,01% usw. Bei der 4-7 Tage Einnahmedauer geht es primär darum, möglichst alle Bakterien zu erwischen, damit sich keine Resistenzen bilden. Medizinisch ist es nicht notwendig. So hat es mir zumindest mal ein Arzt erklärt.

    Meine Nachfrage basiert lediglich darauf, dass sein Becken nach kurzer Zeit wieder erheblich überwuchert ist.

    Ich glaube, das liegt nicht an der fehlerhaften Antibiotika Dosierung. So ganz bekommt man Cyano Bakterien wohl nie aus dem Becken. Wer kennt es nicht? Das Becken ist lange Zeit völlig Cyano frei und plötzlich tauchen die Dinger wie aus dem Nichts heraus auf.

    Bei dem Bekannten tippe ich eher auf eine völlig verarmte Mikrofauna und belasteter Sand/Gestein. Wenn der tatsächlich etwas faul ist, wird der nachfolgende Vorschlag nicht viel nützen, aber gerade bei so kleinen Becken mit so massiven Problemen würde ich folgendes machen: Gestein raus, Sand komplett raus und entfernen. Becken gründlich reinigen. Gestein am besten auch ersetzen durch Lebendgestein bzw. ein Teil Lebendgestein. Live Sand rein, Korallen umkleben und das Problem dürfte beseitigt sein. Mit etwas Vorbereitung bekommt man das in einem Tag locker hin bei einem 50 Liter Becken. Da ärgert man sich dann nicht ständig herum und muss auch kein Antibiotika dosieren.

    Hallo Burkhart,

    wenn der Verbrauch sehr hoch ist würde ich erstmal sagen: die Korallen wachsen prächtig. Ich habe selbst lange Oceamo verwendet, basiert ja auch auf Carbonat und ich kann da von keinen Ausfällungen berichten und hatte auch einen sehr hohen Verbrauch. Klar, im Dosierbereich, wo es auch mal spritzt, kann sich was bilden, aber im Becken nicht.
    Ein bekannter Korallenmensch in den USA ("reefbum") hat von Kalkreaktor+Kalkwasser auf Bolus von FM gewechselt. Nach einem halben Jahr ist er wieder zurück gewechselt, weil er Unmengen von KH zugeben musste (täglich 900ml KH), KH sehr stark schwankte und er sprach auch von deutlich sichtbaren Ausfällungen. Ob jetzt Bolus oder nicht, vom Natriumhydrogencarbonat musst du wesentlich mehr zuführen, in der Carbonat Form ist es sehr viel konzentrierter.
    Man kann und wird sich in Zukunft sicher noch öfters streiten bezüglich der Ausfällungen, aber dass dein hoher Verbrauch mit Ausfällungen zu tun hat, ist abwegig, sofern du nicht gerade KH und Ca zusammen dosierst oder in einem strömungsarmen Bereich. Die Ausfällungen, von denen Claude spricht, spielen mengenmäßig keine Rolle. Da geht es eher darum, dass sich an diese kleinen Partikel im Becken mit der Zeit Stoffe anlagern und das letztlich zum Old Tank Syndrome führen soll bzw. zu Cyanos und was es sonst noch gibt. Das ist aber eine Behauptung, kein gesichertes "Wissen". Wenn du andere fragst, wie Jörg Kokott oder Christoph Denk, werden die entschieden widersprechen (was sie ja auch schon getan haben).
    Seltsam ist, dass Claude vor kurzem eine Mischung für einen Korallen Smoothie vorgestellt hat, wo ein neues Produkt reinkommt, was nichts anderes ist als fein gemahlener Kalk. Also im Prinzip Coral Snow. Ist nicht neu, Sangokai hat das z.B. als festen Bestandteil im Versorgungssystem (2x pro Woche, Flasche 3). Also über den Smoothie werden feinste Partikel in Form von Kalk zugegeben, was gut ist. Die vermeintlichen Ausfällungen durch Carbonate sind aber schlecht. Was nun? Lagert sich das das Coral Snow, was sich natürlich auch im Becken absetzt, nichts an?

    Naja, egal, das war auch nicht direkt deine Fragestellung. Ich denke aber, die ganze Geschichte mit den angeblichen Ausfällungen sind durch das Bolus Thema aufgekommen und auf diesem Hintergrund muss man dann auch wissen, was gemeint ist. Mengenmäßig was KH anbelangt, spielt das auf jeden Fall keine Rolle.

    My Bolus Experiment is Over
    In this video I discuss why I stopped doing the Bolus method on my 225 gallon peninsula reef tank.Video SponsorsPolo Reefhttps://www.poloreef.com/Champion Li...
    www.youtube.com

    Das Trisodium Phosphat oder einfach Natriumphosphat (als Lebensmittelqualität E339) ist am einfachsten zu bekommen. Hier nochmal die Unterschiede:

    • Monosodium Phosphate (NaH₂PO₄): ~0.258 g Phosphor pro Gramm
    • Disodium Phosphate (Na₂HPO₄): ~0.218 g of Phosphor pro Gramm
    • Trisodium Phosphate (Na₃PO₄): ~0.189 g of Phosphor pro Gramm

    Du musst nicht genau 3g auf 1 Liter Osmosewasser verwenden. Ein gestrichener Teelöffel sind ungefähr 5g. Beim Na3PO4 ist eh geringfügig weniger enthalten im Vergleich zum Na2HPO4. Letztlich muss man da seine eigene Dosierung finden. Das Rezept oben ist ein Anhaltspunkt, wieviel ungefähr dem Becken zugeführt wird über die Stammlösung. Du kannst es stärker oder schwächer einstellen. Entscheidend ist eh, wie sich PO4 im Becken entwickelt und das kannst du ja messen und dann die Dosiermenge der Stammlösung einstellen.

    Hallo Sandy,

    habs geändert, danke. Spielt keine Rolle ob Di- oder Triphosphat, kann man beides nehmen.

    Ich stelle mittlerweile ein paar Lösungen selbst her, wie eine Ammoniumlösung für die Stickstoffversorgung und eine Silikatlösung, die den Schwämmen zugute kommen soll. Außerdem habe ich es bei Dinobefall dosiert, um Kieselalgen zu fördern.
    Ist auch egal, man kann schon einiges selbst herstellen. Gegen die fertigen Produkte ist ja nichts zu sagen, aber manches geht dann schon sehr ins Geld. Sponge Excel von Brightwell enthält Silikat. 60ml Flasche 12-15 Euro. Wenn ich das in derselben Konzentration herstelle, liege ich weit unter einem Euro.

    Diese abstrusen Vorstellungen sind höchstwahrscheinlich nicht auf seinem Mist gewachsen. Da haben andere mitgeholfen. Entweder sind die Informationen nach dem Motto der stillen Post irgendwann bei ihm angekommen, oder sein Verständnis hat erst gar nicht ausgereicht, die Komplexität der Meerwasseraquaristik in seinen Grundzügen annähernd zu begreifen.

    Das ist ein Konzept von BRSTV. Er hat es dann tatsächlich umgesetzt, Schritt für Schritt und das Ende vom Lied war, dass die Clownfische krank geworden sind. Behandelt hat er es dann mit Vibrant, einem Algenmittel! Das war ein 20 Gallonen Becken, also irgendwas mit 70-80 Liter und er wollte noch einen Doktorfisch ins Becken geben. Da kam dann aber Wiederspruch von andern Forumsteilnehmer. Wenig später hat er auf 270 Liter erhöht, einen Doktorfisch eingesetzt und der ist verendet. Ihm wurde dann dringend angeraten, sich mal Tests zu besorgen, vor allem Ammonium/Ammoniak. Der auf der Seite liegende Doktorfisch war umgeben von absolut frischem Totgestein, keine Algen, nichts. Er hat den Fisch wohl direkt nach dem Wasserauffüllen ins Becken gesetzt.

    Dieses Beispiel ist wirklich extrem. Ich lese schon recht viel im reef2reef Forum und so etwas ist nicht die Regel. Es gibt dort viele alte Hasen, wirkliche Spezialisten und sehr erfahrene Leute, Hans-Werner Balling schreibt da auch recht regelmäßig. Durch die Masse an Leuten entstehen da halt viele interessante Themen und Beiträge. Verallgemeinern kann man es nicht, sicher sehen die Amis das eine oder andere etwas anders, aber solche Knalltüten sind auch da selten.

    Zurück zur Fragestellung, wann man Fisch einsetzen sollte. Es ist schon etwas seltsam, früher haben wir Wochen und Monaten gewartet, bis überhaupt irgendein Tier eingesetzt wurde und heute geht es nicht schnell genug. Die Argumente für das frühe Besetzen kann ich nachvollziehen, ich mache das auch so. Aber warum muss man so hastig sein? Man kann schon ein paar Tage zuwarten bis der Nitritpeak stattgefunden hat. Mal abgesehen davon, ob es den Fischen direkt schadet oder nicht, ich glaube kein Fisch fühlt sich wohl in klinischen, tot aussehenden Becken ohne Leben.
    Wenn man tot startet, sollte man halt Nährstoffe zudosieren. Fische als Nährstofflieferanten sind zwar wichtig, aber sie überschnell einzusetzen, weil man eine Nährstofflimitierung fürchtet, naja...

    PS: Es gibt noch einen Händler in Deutschland, der die alte Methode mit Topffilter etc. propagiert. Dabei beschränkt er sich aber auch auf sehr einfache Tiere. Ein späteres Aufrüsten auf die Riffaquaristik ist m.M. nicht mehr möglich. Dieser interessante Ansatz wird aber kaum noch verfolgt.

    Burkhart meint das hier: https://www.korallenriff.de/artikel/2243_O…_in_Siegen.html

    Was die machen ist schon eher ungewöhnlich. Ich kenne hier im Forum keinen, der das so macht. Aber heißt ja nicht, dass es nicht funktioniert

    Ich würde dir aber auch wie Sandy wenigstens zu einem Technikabteil im Becken raten. Da kannst du den Heizstab, eventl. doch einen Abschäumer, Medienfilter (sofern notwendig) und auch mechanische Filterung unterbringen. Außerdem wirst du über kurz oder lang einiges dosieren müssen, Calcium, KH usw. Dann ist es gut, so ein separates Abteil zu haben. Wenn das alles im Becken hängt, sieht es bescheiden aus und ist ein Gewurstel.

    Mein Becken steht in der Firma, ich kann momentan nicht nachschauen. RE bietet den Ozonschlauch mit 6mm Innendurchmesser an, das sollte passen. Sandy weiß da sicher Bescheid.

    Je trockener die Luft, desto effizienter ist der Ozongenerator. Ich habe die Frischluftzufuhr aus dem Unterschrank raus gelegt, im Technikabteil ist die Luftfeuchtigkeit ja sehr hoch.

    In dem Becken habe ich bisher keine bakterienprodukte eingesetzt. Nur minimale Versorgung mit Oceamo duo, davor all for reef.

    Was ich ab und an zugebe ist das Arka kalkrotalgen Produkt. Außerdem dosiere ich Silikat und Ammonium, aber damit wird es nichts zu tun haben.

    Das Tier ist übrigens recht alt, hatte ich vom letzten Becken übernommen. Also kein Neuzugang.

    Hi Bernd,

    erst gestern habe ich so etwas von einer Euphyllia weggemacht. Unterhalb der Köpfe ist alles damit bedeckt, sieht samtig aus. Ich dachte zuerst gar nicht an Cyanobakterien. Mit der Pinzette habe ich einen 3-2cm großen Lappen abgemacht. Ging weg die Pelle einer Wurst :winking_face: Ist nicht zerfleddert und wirkte ledrig/kompakt. Von der Farbe her ist es sehr dunkel, aber schon auch rötlich. Ist das bei dir auch so?

    Hallo Demien,

    du kannst Fische einsetzen. Bei der Größe ist die Auswahl halt etwas begrenzt. Wenn du dir nicht sicher bist, frage nach, hier gibt es sehr auskunftsfreudige Fischexperten.

    Ist die Rückwand meerwassertauglich? Du hast recht viele Fadenalgen auf den Steinen. Teilweise wachsen die auch schon in die Korallen, wie bei den Zoanthus links im Bild. Da würde ich ein Augenmerk drauf legen. Diese Algen fressen wenige Tiere und die, die es gibt, sind für so kleine Becken ungeeignet. Ich habe kürzlich einen kleinen Seeigel für ein 80 Liter Becken gekauft, Mespilia globulus. Der kleine Kerl hat sich bei mir schon schön durch die Algen gefräst. Man sollte trotzdem zusätzlich die langen Fäden mechanisch entfernen. Ist das aufwendig und die wachsen schnell nach, aber an die langen Büschel geht der Seeigel auch nicht.

    Ich würde sagen, probieren geht über studieren. Bei mir wachsen die roten extrem langsam, zumindest gehen sie nicht ein. Was welche Alge benötigt an Licht, Nährstoffen und Spurenelementen, keine Ahnung.

    Bei gutem Lebendgestein kommt auch viel aus den Steinen hervor. Im normalen riffbecken verschwindet es wieder oder wird gefressen. Aber in so kleinen Becken kann der Aufwuchs durchaus überleben.

    aber er steht in *reines Meersalz ohne Zusätze* aus dem Edeka. Hätte nicht gedacht, dass das Probleme macht?

    Normales Speisesalz ist völlig ungeeignet. Das ist hauptsächlich Natriumchlorid. Da fehlen lebensnotwendige Mineralien, Salze und Spurenelemente. Du brauchst geeignetes Meersalz aus dem Fachhandel.

    Luftheber bestehen aus einer Membranpumpe und einem Rohr. Die Luftblasen steigen auf und ziehen das Wasser mit. So entsteht etwas Strömung. Wird gerne in low tech Becken verwenden oder in Becken, in denen fast jede Pumpe zu stark ist. Wird wahrscheinlich in so ein Picco Becken sowieso nicht reinpassen.

    Ich kann die Faszination dieser kleinen Biotope nachvollziehen. Aber im Meerwasserbereich ist so etwas extrem selten und man sieht auch kaum funktionierende Minibecken zwischen 1-5 Liter. Wer Spaß an Kleinstlebewesen hat, kann das mit einem Lebenden Stein probieren. Wenn du grundsätzlich Interesse hast, würde ich zu 10,15 oder 20 Liter raten. Kleiner Mini-Oberflächenabsauger, kleine Pumpe und dann kannst du wesentlich mehr halten.
    Der Aufwand ist auch nicht höher, ich habe so ein kleines 20 Liter Becken. Ich fülle verdunstetes Süßwasser nach und da Korallen drinnen sind, muss ich alle 1-2 Wochen mal etwas KH und Calcium dosieren. Apropos Süßwasser: du kannst das verdunstete Wasser nicht einfach mit Leitungswasser auffüllen, zumindest in den meisten Regionen nicht. Du brauchst Osmosewasser oder für so ein kleines Becken, destilliertes Wasser. Mit Leitungswasser gibst du über die Zeit Unmengen an Stoffen bei, die dann zu Algenplagen usw. führen.

    Egal wie klein ein Becken ist, es führt kein Weg daran vorbei, sich vorher einzulesen in die Thematik. Müssen ja keine zig Bücher sein, aber die Grundlagen sollte man schon kennen, bevor man ein Becken startet.

    Hallo,

    eigentlich brauchst du für fast alle Tiere Strömung. Bei den ganz kleinen Aquarien werden oft Luftheber verwendet. Ich habe damit keine Erfahrung, aber ein stehendes Meerwasserquarium ohne jegliche Strömung? Das wird nicht funktionieren, es sei denn du packst nur Lebendgestein rein und schaust, was sich entwickelt. Evtl. höhere Algen?

    Hi,

    also ich habe jahrelang Oceamo dosiert, das geht mit voller Konzentration. Ich habe das Schlauchende bis ganz knapp über den Wasserspiegel hängen lassen. Ich denke mal, da ist dann die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass es nicht verklumpt. Wie oft dosierst du? Ich habe über 24 Stunden verteilt dosiert. Es kann auch einen Unterschied machen, wenn nur einmal am Tag dosiert wird und der KH Flüssigkeit dann 24 Stunden Zeit hat, zu trocknen.

    Du kannst Staubfutter schon täglich zugeben. Je nach Sorte und Menge erhöht es vor allem PO4 recht stark. NO3 zu niedrig, was bedeutet das bei dir? Wenn du es nachweisen kannst mit 2-5mg/l, dann reicht das in den allermeisten Fällen aus.

    Viele LPS kann man gut mit Mysis oder Pellets füttern. Durch ihre ausgestreckten Tentakel, die meistens nachts sehr schön zu sehen ist, scheinen Sie darum zu betteln. Aber sie müssen dann auch Zeit haben, die Nahrung zu verdauen. Im schlimmsten Fall bei massiver Überfütterung kann es zur Degeneration kommen. 1-2 mal die Woche reicht aus.

    Ich finde es nicht so verwunderlich. Wie viele Meerwasseraquarianer gibt es (im Vergleich zur Süßwasseraquaristik)? Wie viele davon starten neu und wie viele wiederum würden gerne Korallen von Aquarianern abnehmen? Und wann gärtnert jemand und trifft zufällig jemanden, der Korallen braucht? Obendrein müssten die beiden Parteien noch im Radius von 100-200km befinden...
    Wenn es mehr Meerwasseraquarianer gäbe, würde auch viel mehr getauscht werden. Ist einfach so.
    Auch die Händler kann ich verstehen. Bin mal mit einem Eimer bei einem Händler aufgekreuzt, der hat müde abgelehnt. Kein Platz, nicht so gut laufende Korallen, kein Bedarf.

    Vielleicht findest du im Haushalt irgendeine gelbe oder orangefarbende Folie. Die hälst du vor die Kamera/Handy, dann ist der Blaustich weg. Oder du stellt die Lampe kurz um auf ein Tageslichtspektrum ohne Blauanteil. Und möglichst hell. Dann klappt es auch mit den Fotos :smiling_face:
    Oder wie in Beitrag #256, unter Küchenlicht.

    Diese dunklen, extrem blaulastigen Fotos kann man sich sparen, da erkennt man fast nix.

    Du kannst auch die Reagenz des Salifert PO4 Tests im Hanna Checker nutzen - funktioniert einwandfrei .

    So, ich habe das jetzt mal getestet mit dem Salifert Test und ich bin beeindruckt. Hanna PO4: 0,04, das Ganze mit Salifert im Hanna Ei: 0,04!!

    Ist jetzt zwar nur ein Versuch, aber scheint zu klappen. Morgen teste ich es in einem anderen Becken.

    Sorry sibsemaus für den Zwischenbeitrag!

    Osmosewasser ist praktisch rein, da macht die pH Wert Messung keinen Sinn bzw. wird dann nicht richtig anzeigt. Entweder du bestimmst den Leitwert des Osmosewassers (grobe Orientierung) oder du lässt mal eine ICP Messung machen, dann hast du es ganz genau.
    Auch der pH Wert vom angesetzten Wasser ist nicht relevant, messe morgens im Becken und abends, also bevor die Lichter angehen und kurz bevor sie ausgehen. Dann hast du die maximale Schwankung über den Tag, morgens eher niedrig, abends dann höher.

    Gott sind die teuer geworden! Ich dächte, ich hatte den damals für irgendwas um 50 Euro gekauft. Auf zoanthus.fr (französischer Shop) gibt es gerade ein Angebot für 69,99 und die Reagenzien sind mit 15,60 Euro auch sehr fair. Ich habe da schonmal bestellt, lief alles reibungslos.

    Du kannst auch die Reagenz des Salifert PO4 Tests im Hanna Checker nutzen - funktioniert einwandfrei .

    Hi Rafa, das habe ich auch schonmal gelesen. Wie soll das genau gehen? Einfach den Salifert Test nach Anleitung machen und dann in den Hanna Checker stecken?

    Demien Du bist herzlich eingeladen, hier was zu posten, aber bitte mache das der Übersichtlichkeit halber in einem eigenen Thread. Mal etwas in Bezug auf sein Becken zu fragen ist ja kein Problem, aber wenn dann lange Diskussionen entstehen und der Thread eigentlich von einem anderen gestartet wurde, ist das nicht so gut.
    PS: du schreibst, die Dichte ist im grünen Bereich, aber gleichzeitig schreibst du, es wäre 1,030 (was außerhalb des grünen Bereichs und ziemlich hoch ist). Mach am besten ein neues Thema auf.

    Danke, das bestelle ich sofort. Welches PO4 kaufe ich da? Muss das zu meinem ATI passen oder ist das egal?

    Ist egal, es gibt diverse Hersteller von Phosphat Lösungen. Keramik zieht am Anfang recht viel Phosphat, das kommt aber zurück, wenn es gesättigt ist. Dann passiert es oft, dass nach einem 1 Jahr PO4 steigt.
    Du könntest PO4 auch über Futter ins Becken geben. ich mache das schon länger mit reef roids, davon profitieren viele Tiere und PO4 lässt sich mit etwas Erfahrung und regelmäßigem Messen ganz gut einstellen.

    Zu den PO4 Tests: es gab sehr gute Tests, aber die pulverförmigen Reagenzien wurden insofern "verboten", als dass sich nicht mehr verschickt werden dürfen und Händler einen Sachkundenachweis vorlegen müssen, damit sie vor Ort verkauft werden dürfen. Daher gibt es viele Tests nicht mehr. Teilweise kann man sich die Reagenzien in Österreich oder den Niederlanden bestellen, z.B. von dem sehr zuverlässigen Hanna PO4 Test.
    Der Test von ATI früher war sehr gut, aber den gibt es auch nicht mehr. Die faunamarin und tropicmarin Tests kenne ich nicht (die verwenden die "verbotenen" Reagenzien nicht), allerdings bin ich seit Jahren mit dem Hanna PO4 Test äußerst zufrieden. Die Reagenzien muss man halt im Ausland bestellen oder zur Not in der Apotheke.

    Hallo Harold,

    danke für die Klarstellung. Ich fürchte aber, der Zug ist abgefahren, da die meisten Händler das Tier als C. crassa anbieten und verkaufen.

    Hier mal ein Beispiel wie die Tiere sich ausbreiten, wenn keine Konkurrenz da ist (der Clownfisch scheint es zu mögen) :winking_face:

    vermehrt sich kontrollierbar,

    Also ich bereue es fast, die ins Becken gesetzt zu haben. Die wachsen bei mir überall und das Entfernen ist leider nicht so einfach. Ich "unterspritze" Ätznatron, dann lösen sie sich in der Regel, treiben im Becken und man kann sie einsammeln. Habe so bestimmt schon 20 oder 30 entfernt. Das Becken ist aber immer noch gut besetzt mit denen. Ich bereue es "fast", weil es schöne Tiere sind, die praktisch gar nicht nesseln. Sie setzen sich auch gerne mal in Bereiche, wo andere Korallen nicht gut wachsen und das sieht sehr schön aus.
    Eventuell muss man wie bei anderen sich stark vermehrenden Tieren schneller reagieren und Tiere frühzeitig entfernen, um so die Ausbreitung zu kontrollieren.

    So sieht es bei mir aus (das ist nur ein Teil davon):

    Meine zwei Clownies haben lange in einem großen Euphyllia Stock gelebt, den ich leider entfernen musste. Sie kuscheln sich jetzt in die Crassa Anemonen, das scheint auf jeden Fall zu klappen.

    Hallo Jens,

    da du gerade im Nachbarforum schreibst, aber eigentlich hier weiter diskutieren möchtest, nochmal ein paar Gedanken. Ich hab neulich auch einen ICP Test gemacht bei fauna und hatte auch 0,001 bzw. dann dasselbe wie du. In diesem Becken ist zwar der PO4 Gehalt sehr niedrig, aber mit hanna messe ich auch immer so 0,02-0,05. Wenn du sagst, du hättest mit mehreren Tests was gemessen, wer weiß, vielleicht stimmt da doch was nicht mit der ICP Messung.

    Zu dem nopox: dein Gedanke, PO4 zu limitieren, damit keine Algen wachsen, auch keine Symbiosealgen auf den Korallen und sie stattdessen zuzufüttern, ist grob gesagt, Unsinn. Algen wirst du nicht komplett verhindern können und Algen wachsen bei extrem niedrigen PO4 und NO3 Werten, wie auch bei hohen. Oder eben nicht. Schlüsselelemente sind für mich Eisen und Mangan, wenn die übermäßig vorhanden sind, sind Algen nicht weit - unabhängig davon, wie hoch die Nährstoffwerte sind.
    Der zweite Punkt ist Konkurrenz. Wenn du viele Korallen im Becken hast und die freien Flächen gut besetzt sind, haben Algen weniger Angriffsfläche. Das ist auch mit ein Grund, warum man am Anfang dazu rät, gut und zügig zu besetzen.
    Der zweite Gedanke, die Korallen auszuhungern und anders zu ernähren mag klappen - in solchen Systemen wie dem von Korallenzucht. Aber es ist ein Ritt auf Messers Schneide und sicher für Anfänger weniger geeignet. Zudem brauchst du ein erprobtes System zur Ernährung der Korallen, wie das von Korallenzucht.
    Lass das nopox weg und schaue, ob es deinen Tieren besser geht. Nopox dürfte nichts anderes sein als Kohlenstoffquellen. Das kann man machen, wenn das Becken reifer ist und der Tierbesatz so hoch ist, dass die Nährstoffe stetig steigen. Aber für den Start einen Beckens ist das nicht geeignet.

    Wenn ich Fische im Geschäft kaufe, passe ich die eher schnell an. Also keine stundenlange Tröpfchenmethode. Wenn die Fische über der Nacht im Transportbeutel verbracht haben, mache ich es so wie es Christoph in seinem Oceamo Video anschaulich vorgeführt hat: im Transportwasser pH und Salinität messen. Beckenwasser entnehmen, pH und Salinität wie im Transportbeutel einstellen (pH senken mit Sprudel), die Fische in ein Sieb geben, sodass alles Transportwasser entfernt wird und übersetzen ins neues Wasser. Dort kann dann langsam die Salinität und pH auf Beckenniveau angepasst werden.

    Ich weiß nicht, wie das die Importeure machen und ob es den Fischen schadet, wenn man sie direkt ins Becken gibt. Schaden kann ja auch bedeuten, dass sie sehr gestresst werden und bei ungünstigen Voraussetzungen dann krankheitsanfällig sind. Allerdings kann das Umsetzen und stundenlange Anpassen ja auch Stress bedeuten. Man steckt nicht drin, im Fisch!

    ich messe seit wochen hier 0.05, die ICP sagt 0.004 ... das könnte auch ein Messfehler sein.

    Du vergleichst die falschen Werte. Die ICP misst den gesamten Phosphorgehalt, was wir messen können mit den Tests ist das Orthophosphat. Das wäre laut ICP bei dir 0,001. Dieser Wert wird in der ICP nicht gemessen, sondern umgerechnet per Formel. Kann stimmen, muss aber nicht. Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass die ICP beim Phosphor bzw. Phosphat komplett falsch liegt. Ausschließen kann man es nicht, aber ich würde mal prüfen, ob du es richtig misst bzw. der Test in Ordnung ist.
    Falls PO4 bei dir limitiert ist, ist es kein Wunder, dass die Korallen damit nicht gut zurecht kommen.

    Aluminium liegt normalerweise in einer Form vor, die relativ ungiftig ist. Claude von faunamarin hat da mal ein Video zu gemacht. Findest du bei youtube.

    Hallo zusammen,

    danke, Sandy, das ist natürlich völlig richtig. War spät gestern :winking_face: Dennoch würde ich den Einsatz von Nopox nicht ganz ausschließen, ist halt stochern im Nebel.

    Johannes, ICP 0 Eisen bedeutet nicht, dass kein Eisen vorhanden ist. Mit Eisen wäre ich vorsichtig, ist ein prima Dünger für Algen.

    Der Rat sich jemanden zu suchen, ist hier wohl der vernünftigste.