Grafted heißt veredelt/aufgepfropft. Ich denke schon, dass da zwei Arten kombiniert werden, auch wenn man das nicht mehr sieht.
Die wachsen dann ineinander.
Siege: Grafted
Grüße
Chris
Grafted heißt veredelt/aufgepfropft. Ich denke schon, dass da zwei Arten kombiniert werden, auch wenn man das nicht mehr sieht.
Die wachsen dann ineinander.
Siege: Grafted
Grüße
Chris
Hi Thomas,
sorry, aber das ist doch alles nichts halbes und nichts ganzes. Ja, man kann ein Aquarium abdecken, aber wenn man ein Technikbecken hat, wird es schwierig bis unmöglich mit den ganzen Kammern, Abteilungen usw.
Ja, man kann das Aquarium ohne Abschäumer betreiben, aber dann brauchst du gute Oberflächenbewegung und für den Gasaustausch ein unabgedecktes Aquarium.
Gehen tut viel. Johann hat nach unserer Meinung gefragt und ich rate einfach ab. Er kann es natürlich trotzdem machen und Tiere wählen, die nicht so kritisch sind.
Grüße
Chris
Hallo,
ich würde mir das alleine aus Stressgründen schon nicht antun. Immer im Hinterkopf zu haben, dass da ein unbeaufsichtigtes Aquarium zu Hause seht. Vor allem wenn man dann irgendwann viele Tiere drinnen hat.
Ich habe hier im Forum mal den Thread "Pleiten, Pech und Pannen" erstellt. Ich glaube keinem, bei dem ein Meerwasserbecken immer ganz easy und ohne Probleme funktioniert. Maschinen machen Fehler, Menschen machen Fehler, das bleibt nicht aus.
Vielleicht ändert sich deine Arbeits- oder Wohnsituation in absehbarer Zeit. Wenn ein Familienangehöriger da wäre und Interesse an dem Hobby hat, wäre das weniger ein Problem. Bis dahin würde ich es lassen.
Unser Hobby wird ja oft als schwierig oder herausfordernd beschrieben. Das liegt weniger daran, dass es super kompliziert ist, sondern daran, dass man Disziplin und Aufmerksamkeit mitbringen muss. Die meisten Tiere tolerieren nunmal keine größeren Schwankungen. Der tägliche Blick ins Becken und das regelmäßige Messen von wichtigen Werte gehören bei diesem Hobby einfach dazu.
Grüße
Chris
Hallo,
also ich behaupte mal das Gegenteil
Ich hatte mal vor zwei Jahren dasselbe Wasser an zwei Labore geschickt und die Unterschiede waren teilweise erheblich.
Wir wahrscheinlich ist es, dass der Salifert Test und die Referenz falsch sind? Da würde ich eher fragen, ob der KH Wert des Labors korrekt ist.
Gesamtphosphor 0,8, Ortophosphat 0,8. Kann natürlich sein, kann aber auch sein, dass es ein Übertragungsfehler ist, der Wert aus Zeitgründen doch nicht photometrisch gemessen wurde usw.
Ich möchte niemandem etwas unterstellen, aber den Laboren - gleich welchen - blind zu vertrauen, das geht zu weit ![]()
Bei den wichtigen Parametern wie KH und Phosphat habe ich meist zwei Tests im Haus, um gegenzuprüfen. Z.B. beim KH Red Sea (7,0), Hanna Checker (7,3) und frisch kalibrierter KH Keeper (7,0). Bei Phosphat ist es der Hanna Checker und der ATI Test.
Für mich ist das dann recht verlässlich.
Grüße
Chris
achso, noch vergessen. In den meisten Labors wird der Gesamtphosphorgehalt gemessen und rechnerisch in Phosphat umgerechnet. Den Wert, den du zu Hause mit den Tests misst, betrifft das Phosphat, das auch Korallen verwerten. Die Umrechnung der Labore kann, muss aber nicht stimmen. Da gibt es oft große Abweichungen, je nach Becken. Wobei das bei dir relativ egal sein dürfte bei den hohen Werten...
Die Phosphatkonzentration im Leitungswasser schwankt manchmal, ich hatte da schon Werte über 1. Gerade hier ist es so, dass man mit den Heimtests oft sehr viel weniger misst, weil die Tests nur auf das Ortho-Phosphat anschlagen. Im Labor kam dann ein viel höherer Wert heraus. Wenn du bei ATI die ICP machen lässt, dann kannst du mal Leitungswasser statt Osmosewasser testen. Das ist bei denen ja inklusive...
Grüße
Chris
Hi Robert,
schönes Becken, mal was anderes!
Die Sandschicht ist ziemlich mächtig, da wird viel PO4 gespeichert sein...
Zu den Tests vs. ICP. Also ehrlich gesagt traue ich mich nicht, keinen Phosphat und KH Test zu Hause zu haben. Kommt natürlich darauf an, wie oft man misst, aber die Tests reichen recht lange und sie sind dann in jedem Fall wirtschaftlicher.
Verstehe mich nicht falsch, aber die Situation die du jetzt hast liegt sicher auch daran, dass kaum gemessen wurde. Wenn du wenigstens einmal pro Woche den Phosphatwert misst, dann siehst du recht schnell wohin die Reise geht und kannst schon frühzeitig entgegen wirken.
Grüße und viel Erfolg!
Chris
Hallo zusammen,
interessant wäre halt auch die Frage, ob eine plötzliche PO4 Absenkung bei so hohen Werten ähnlich schädlich ist wie im niedrigen Bereich. Es heißt ja, man soll pro Tag nicht mehr als 0,1 absenken, um die Korallen daran zu gewöhnen. Aber gilt das auch wenn so viel PO4 im Wasser ist?
Selbst ein 10% Wasserwechsel verringert die PO4 Konzentration von 11,5 auf 10,35, also um 1,15 PO4mg/l!
Ich habe mit 20%igen Wechseln nie Probleme gehabt. Wenn man einen langen Atem hat und sich für die Absenkung 1-2 Jahre Zeit nimmt, dann geht das sicher schonender mit den üblichen 5-10% an wöchentlichen Wasserwechseln.
Und wie Ralf schon schreibt, würde ich sehr darauf achten, PO4 und Nitrat gleichmäßig zu senken.
Grüße
Chris
Hi Robert,
ich habe das mal ausgerechnet. Um von 11,5mg/l PO4 auf 0,1mg/l PO4 zu kommen, benötigst du 44 Wochen wenn du einen wöchentlichen Wasserwechsel von 10% machst! Dabei ist nicht berücksichtigt, dass sich PO4 aus Gestein und Sand wieder zurück löst.
Bei deinem Vorhaben von 5x300 Liter landest du rein rechnerisch bei 0,89mg/l PO4.
Ich würde mal behaupten, dass es eine Ewigkeit dauert, die Werte auf Normalmaße zu reduzieren über 10%ige Wasserwechsel. Es ist ja sicher noch einiges im Gestein gespeichert, zudem fütterst du ja weiter.
Letztlich hängt das aber immer vom Zustand des Beckens ab. Ich habe nirgends gelesen, dass du Probleme hast. Wenn die Tiere gut stehen und du keine Probleme mit Algen hast, würde ich einmal einen größeren Wasserwechsel machen und dann wöchentlich 10% wechseln.
Letztlich ist immer die Frage um was es geht. Will man nur die Werte anpassen, weil man irgendwelche Zielmarken erreichen möchte oder passt man die Werte an, weil Probleme vorhanden sind. Davon würde ich es eher abhängig machen.
Du schreibst, du möchtest eine ICP machen nach den Wasserwechseln. Den Sinn darin sehe ich nicht. Wenn du mit gutem Salz die Wasserwechsel machst, brauchst du dir um Spurenelemente keine Sorgen machen. Den Phosphat und Nitratwert kann man gut mit Heimtests überwachen.
Investiere lieber in so arbeitserleichternde Geräte wie den Reeffloat:
Mit der 88 Liter Variante sind es etwas mehr als 10% Wasserwechsel bei deinen 750 Litern. Ich habe selbst auch so ein Ding und es erleichtert den Wasserwechsel sehr.
Grüße
Chris
Hallo zusammen,
Mache ich 3 kh Tests hintereinander, dann kann ich froh sein, dass ich "nur" 3 verschiedene Ergebnisse habe.
was verwendest du für Tests? KH finde ich am einfachsten, ehrlich gesagt. Früher habe ich den Red Sea Test verwendet, der sehr komfortabel in der Anwendung und darüber hinaus recht genau und reproduzierbar ist. Seit einiger Zeit verwende ich den Hanna Checker.
Beim Phosphat nehme ich auch den Hanna Checker, wobei der ATI Test auch sehr gut ist. Früher hatte ich immer den Rowa, den gibt es aber nicht mehr.
Grüße
Chris
Hallo,
Ab 7,5 zeigen sich deutliche Stresssymptome (eingezogene Polypen, Lederkorallen ziehen sich zusammen, Anemonen haben verkürzte Tentakel). Bei meinen Acroporen habe ich bis heute noch nie die Polypen gesehen.
Bei KH 8 zeigen fast alle Korallen keine Polypen mehr.
wenn das die Regel wäre, dann würden viel den KH tiefer wählen bzw. wären die Empfehlung von mehrheitlich 7,5 eine andere. Ein niedriger KH Wert scheint aber keine Koralle wirklich zu stören. Wie Bernd schon erwähnt hat, puffert ein höherer KH den pH Wert. Insofern würde ich den pH Wert beobachten. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass bei einem KH von 6,5 ein Abrutschen zu spät erkannt wird. Wenn man regelmäßig misst und anpasst, sollte das aber kein Problem sein.
Grüße
Chris
Hi,
dann hoffen wir mal, dass diese Erfindung aus Deutschland den Wüstensand nutzbar machen kann: Multicon
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man mit dem Steinbruchsand im Aquarium glücklich werden kann. Zum einen ist er scharfkantiger, zum anderen schlämmt er sehr. Vielleicht gibt es da mittlerweile auch Unterschiede, aber ich habe so einen Sand mit wohlklingendem Namen im letzten Becken gehabt und ich kann nur sagen: nie wieder. War ein recht feiner Sand, vielleicht ist es bei gröberem etwas anders.
Grüße
Chris
Hallo Bernd,
nur zum Verständnis: du hast ein Loch gebohrt in das Ablaufrohr und dann den verlinkten Verbinder da reingeklebt?
Grüße
Chris
Hi Robert,
die Biopelletfilter reduzieren Nitrat nicht direkt. Auf den Pellets wachsen über Wochen Bakterien, die Nährstoffe binden (auch Phosphat). Durch den Abrieb landet dann Bakterienplankton im Becken, was Verbraucher als Nahrung dient - sofern vorhanden.
Wenn du Nährstoffe mit einem Pelltefilter effektiv aus dem System bekommen möchtest, solltest du den Auslass in der Nähe des Abschäumers platzieren. Der schäumt das Bakterienplanktion dann ab. In welchem Ausmaß kann ich dir leider nicht beantworten. Ich hatte mal so einen Pelletfilter, aber das hat bei mir damals nichts gebracht. Allerdings konnte ich ihn nicht direkt vor dem Abschäumer betreiben, war ein sehr kleines Becken...
Grundsätzlich bekommst du Nitrat am besten raus durch Wasserwechsel, angepassten Fischbesatz und Reduzierung des Futters oder eben durch mehr Verbraucher.
Grüße
Chris
Klaus, ich weiß, warum du Kölsch so gerne magst:
https://www.youtube.com/watch?v=CivwM3qZBj8
Grüße
Chris
Hi Bernd,
ich würde vorschlagen, wir lassen es auf sich beruhen. Ob Thomas nun praktizierender oder "theoretischer" Meerwassaquarianer ist, spielt insofern keine Rolle, da es jedem grundsätzlich frei steht, seine Meinung kundzutun. Die Integrität eines Menschen öffentlich anzuzweifeln kann eigentlich nur in Streit enden.
Wie beim Klimathread verweise ich darauf, dass selbst die abwegigsten Beiträge manchmal Diskussionen anstoßen, die im Verlauf dann doch recht interessant werden. Hier sind genügend Leute unterwegs, die viel Erfahrung und ein solides Wissen haben, insofern wird das alles ins rechte Licht gerückt.
Mein persönliches Fazit zum Thema Nährstoffe ist recht banal: bei Werten zwischen 0,03 und 0,15 Phosphat und 2-10 Nitrat kann man sich in aller Regel über bunte, gut wachsende Korallen freuen, bei gleichzeitig wenig Gefahr von Algenplagen und Cynos. In dieser Bandbreite bewegen sich die meisten von uns mit Erfolg.
Alles andere kann man machen, mir drängt sich da aber kein gesonderter Nutzen auf. Klar, wer Pastelltöne mag und gerne Zeo Korallen möchte, der geht einen anderen Weg. Und wer meint, dass seine Tiere im Dünger stehen sollen, der kann sich daran auch versuchen ![]()
Love,
and happiness
Grüße
Chris
HI Thomas,
Ziemlich sicher ist aber, vorausgesetzt, der Tim hat keine Lügenschichten erzählt, dass er einen Phosphatwert hatte, mit dem er laut Rüdigers These massive Probleme mit seinen Acros hätte haben müssen.
Er schreibt ja auch, dass er bei den hohen Werten sehr schwaches Wachstum hatte. Er schreibt weiter, dass ihm das ganz recht war, da das Becken eh recht voll war.
Zudem kann ich das nicht so richtig beurteilen, was er da gemacht hat. Relativ sicher ist, dass er höhere Nährstoffwerte hatte als es üblicherweise empfohlen wird.
Aber so ganz schlau werde ich daraus nicht, da er auch bis 0,18 und 0,06 PO4 runter ist.
So wirklich aussagekräftig wäre es für mich, wenn er sein Becken über Jahre mit diesen hohen Werten gefahren hätte.
Ich glaube, es ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr, dass höhere PO4 Werte gar kein großes Problem darstellen was Farbe und Wachstum anbelangt. Ich hatte im letzten Sommer/Herbst einen PO4 von 0,24 und hatte damit überhaupt keine Probleme.
Ich denke, die Zeiten sind vorbei mit so Empfehlungen wie "so wenig wie möglich", "bis 0,03" usw.
Ich weiß noch, dass ich mich mal mit Ehsan von Triton mehr oder weniger gestritten habe vor 2-3 Jahren. Der hat halt die extrem geringen Werte propagiert, allerdings war die Begründung aus meiner Sicht sehr schwach bzw. halt nicht nachvollziehbar. Und da ging es nicht um hohe Werte, sondern um einen PO4 von 0,08.
Wie auch immer, kann ja jeder machen wir er will. Dabei sollte man aber nicht übersehen, dass sehr hohe Werte ja nicht nur in Bezug auf Aussehen und Wachstum von Korallen oder das Vorhandensein von Algen hin betrachtet werden sollten, sondern auch was letztlich im Becken noch passiert. Ich weiß nicht, wieviel PO4 Sand und Gestein binden kann und was dann passiert, wenn man über Jahre solche Werte fährt. Eventuell steigt das immer weiter, wird gelöst usw.
Insofern verstehe ich nicht so ganz, was die Diskussion bringen soll. Wenn man Verbraucher hat (Korallen), einen zum Becken passenden Fischbesatz und zudem "normal", also bedarfsgerecht füttert, dann sollten solche extremen Werte gar nicht erst entstehen.
Und ich kann mich hier an keinen Thread erinnern, wo jemand angegangen wäre wegen höherer Nährstoffwerte. Eher anders herum, die ganzen Sorgenkinder mit Problemen haben fast alle 0 Phosphat im Becken ![]()
Grüße
Christian
Hallo zusammen,
insgesamt ist die forenkultur in unserem und den nachbarforen recht ordentlich.
Sehe ich auch so. Warum soll es hier anders laufen als im normalen Leben, wo auch nicht immer alles friedefreudeeierkuchen ist?
Diskussion und Widerspruch machen ein gutes Forum aus, es wird immer dann zum Problem, wenn es persönlich wird und das sollte man sich halt verkneifen. Aber da wir alle auch mal schlechte Tage haben, wird das so nicht immer funktionieren. Mein Rat: schreibt der Person einfach mal eine PN, statt es immer seitenlang im Forum auszudiskutieren.
Zum Glück wussten meine Acroporen nix davon. Sonst hätten sie womöglich aus Respekt vor der Wissenschaft und Deinen Uni-Versuchen mit ihrem rasanten Wachstum erst unterhalb von PO4 0,4 mg / Liter losgelegt.
Der Zeitgeist ist heute so, dass viele meinen, Wissenschaft sei auch nur eine Meinung und daher kann man getrost darauf verzichten. Das zieht sich durch viele Bereiche und hier möchte ich mal klar sagen, was Rüdiger weiter oben schon angesprochen hat: es ist nicht alles beliebig. Es gibt Zusammenhänge, die wissenschaftlich belegt sind.
Und wenn jemand andere Erfahrungen macht, dann ist es zwar völlig ok, aber das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien beliebig sind. Im Grunde müsste man den Einzelfall eingehend untersuchen. Am Beispiel dieses Themas hier wird ja schon gleich deutlich, dass Tim wohl keinen Phosphatwert von 11 hatte. Ich habe weiter oben den Thread ja zusammengefasst, das ist alles andere als eindeutig, vor allem auch durch die ständig sich ändernden Nährstoffwerte in seinem Becken.
Daraus lässt sich nur bedingt etwas schließen.
Der Spruch "jedes Becken ist anders" ist so ähnlich wie "wenn es regnet wird es nass". Klar, da kann man schlecht was dagegen sagen, aber sehr viele Abläufe und Zusammenhänge sind bei jedem Becken identisch. Und daher ist es mitnichten verkehrt, auf bestimmten Grundsätzen, die anerkannt oder bewiesen sind, zu beharren. Wer es anders macht, der macht es anders. Aber - und dass ist nunmal so - der- oder diejenige muss sich dann auf Wiederspruch und Kritik einstellen (können). Wenn man es sportlich sieht, sollte das kein Problem sein.
Grüße
Chris
Hallo zusammen,
das Problem ist wie so häufig, dass man sich im Internetzeitalter allzu schnell auf Hörensagen verlässt und die Zusammenhänge nicht mehr in Ruhe recherchiert. Eine Schlagzeile jagt die andere. Ich habe mir den Thread mal durchgelesen und da kommt dann ein etwas anderes Bild heraus.
Tim, der sein Becken vorgestellt hat, schreibt gleich zu Beginn, dass er Probleme hatte, den Phosphatwert genau zu bestimmen. Er erwähnt dies sogar mehrmals. Auf Seite 2 schreibt er dann, 0,64 war der Ende der Fahnenstange was sein Test betraf und er hatte nicht so richtig Lust, die Probe immer weiter zu verdünnen.
Weiter sind die postulierten Werte im Februar 2011 gemessen worden, im Juli sah das Ganze schon wieder anders aus: Nitrate 2, Phosphat 0,43. Er hat zwischen dieser Zeit das Wasser auch mal von einem Labor testen lassen: Nitrat 47, Phosphat 0,76
Weiter schreibt er, dass das Wachstum der Korallen während der hohen Nährstoffwerte sehr gering war. Er schiebt es zwar etwas aufs Licht, aber dieser Punkt ist zumindest ungewiss.
In den weiteren Monaten und Jahren hat er die Werte immer wieder reduziert und wieder erhöht. Bei 0,18 Phosphat ist ihm eine Koralle weiß geworden, bei 0,06 war zwar auch noch alles ok, aber er meinte, die Korallen sehen insgesamt blasser aus. Weniger Monate später war er wieder bei Nitrat 50+ und Phosphat 0,64+, weiter hat er nicht gemessen, da "out of range" des Testkits.
Der Kerl ist irgendwie lustig, keinesfalls belehrend. Der hat es einfach ausprobiert, was so passiert und seine Tiere beobachtet. Er propagiert auch keinesfalls hohe Werte, für ihn waren es Experimente. Am Schluss meint er halt, dass die hohen Werte in seinem Becken kein Nachteil waren, nicht mehr und nicht weniger. Wie hoch sie tatsächlich waren ist letztlich ungewiss, außerdem lässt sich daraus nur wenig ableiten was andere Becken betrifft.
Ich denke, da muss jeder selbst Erfahrungen sammeln, das ist auch wichtig, um sich das Hobby wirklich "anzueignen". Was das Thema Anfänger und fachlichen Anspruch anbelangt, so ist die Gegenrede immer noch die beste Möglichkeit und auch ein Indiz für ein gutes Forum. Insofern würde ich mir da keine großen Gedanken machen, auch der blutige Anfänger wird durch die Art der Antworten von allen hier seine (richtigen) Schlüsse ziehen.
Grüße
Chris
Hi Jens,
interessant wäre die ganze ICP Analyse, nicht nur ein Teil. Und ja, da müssen Nährstoffe rein. Das NP verfolgt eine andere Philosophie, es geht nicht darum, bestimmte Werte in den messbaren Bereich zu bekommen, sondern darum, eine Basis zu schaffen, die eine Limitierung verhindert.
Bei den anderen Produkten musst du halt aufpassen, am Anfang kann es sein, dass du dosierst und dosierst und es tut sich nicht viel. Das wird alles vom Gestein, Sand, Bakterien usw. "geschluckt". Irgendwann geht es dann in die andere Richtung, die Werte steigen und wenn man nicht oft misst, kann es erhöhte Werte geben. Ist nicht ganz so einfach wie es sich anhört.
Besser bzw. zusätzlich wären Fische wichtig. Dann kommen automatisch Nährstoffe ins Becken. Bilder sind immer sehr gut, um so etwas besser beurteilen zu können.
Grüße
Chris
Hallo Lucas,
nicht nachweisbares Nitrat muss nicht bedeuten, dass Stickstoff limitiert ist. Man sagt halt 5-10 Nitrat sollte man messen können, dann hast du garantiert keine Limitierung. Aber es ist eher ein Indikator, bei mir ist Stickstoff auch kaum messbar. Trotzdem ist ausreichend Stickstoff in Form von Ammonium enthalten. Ein gewisser Fischbestand (im Verhältnis zur Korallenzahl) ist praktisch eine Garantie für ausreichend Stickstoff.
Beim Beckenstart dauert es schonmal eine Weile, bis die Korallen anfangen, kräftig zu wachsen. Interessant wäre noch Jod und andere Spurenelemente, ein Mangel kann auch zu schwachem Wachstum und blassen Farben führen.
Wenn du soviel fütterst, dass der Phosphatwert auf 0,1 ansteigt, würde ich nicht von einer Stickstofflimitierung ausgehen. Haste mal ein Bild?
Grüße
Chris
Hi Rüdiger,
die nehmen aktuell keine Neukunden ☹️
Grüße
Chris
Hallo,
Es kann auch sein, dass ich völlig falsch liege und eine bakterielle Infektion der Grund ist oder so wie bei @argonaut eine Verarmung der Biodiversität, was zu einem Ungleichgewicht zwischen "Guten" und "Bösen" Bakterien führt.
Das amerikanische Labor hat sich bei mir gemeldet, denen ist wohl selbst aufgefallen, dass meine Beckenbiologie etwas speziell ist. Mir wurde geraten mal zu versuchen, die betroffenen Korallen in einem Quarantänebecken mit Antibiotika zu behandeln. Allerdings kommt das für mich aus verschiedenen Gründen nicht infrage.
Zudem zahlt sich die Geduld manchmal doch aus. Bei einer betroffenen Koralle habe ich einfach abgewartet, die Gewebsablösung ist immer langsamer geworden und dann erkannte ich an verschiedenen Stellen eine Art Wulst zwischen gesundem Gewebe und weißem Korallenskelett. Dieser Wulst ist sozusagen der Sieg der Koralle über das STN auslösende Phänomen und mit etwas Glück überwächst das Gewebe nun wieder die kahlen Stellen.
Klar, wenn es schnell geht, muss man fragmentieren, da nützt abwarten nichts. STN/RTN sind leider unschöne Syndrome und oft ist es nicht möglich, eine Ursache auszumachen. Für mich ist das mittlerweile ein Teil des Hobbys, genauso wie Cyanos, Glasrosen und was es alles sonst noch gibt. Kommt und geht.
Grüße
Chris
Hi,
da ich Balling mache mit Oceamo, muss ich eh jeden Tag zum Salinitätsausgleich Wasser entnehmen, insofern ist das kein Problem. Wenn du diese Möglichkeit nicht hast, würde ich mir überlegen, ob 6 Messungen wirklich so sinnvoll sind.
Ich habe aktuell mein Riff etwas umgebaut und eine recht große Koralle entfernt. Dadurch sinkt der KH Verbrauch doch um einiges, aber mir reichen trotzdem 3 Messungen. Sobald es sich eingependelt hat, stelle ich wieder auf zwei Messungen pro Tag um. Es ist halt die Frage, was du mit 6 Messungen erreichen willst. Man kann das mal machen, um die tageszeitlichen Schwankungen zu messen, aber langfristig macht es wenig Sinn. Der KH ist ja nach 4 Stunden nicht plötzlich woanders...
Bei zwei Messungen pro Tag hätte ich keine Bedenken wegen der Rückleitung des Wassers ins Becken.
Grüße
Chris
Hi,
wenn du etwas mehr Geld ausgeben möchtest kann ich die Greisinger Geräte empfehlen.
Damit hast du zusätzlich ein gutes Instrument, um die Salinität präzise zu bestimmen.
Grüße
Chris
Diese Argumentation läuft aber doch ins Leere. Ohne Vlies bleibt das Zeug doch eh im Becken und "vergammelt" bzw. wird abgebaut.
Genauso sehe ich es auch.
Gruß
Chris
Hi,
es gibt so spezielle Korallenzangen in verschiedenen Ausführungen. Ich habe diese hier:
Ist sehr robust und man kann damit auch Steine bearbeiten. So richtig massiven Stein natürlich nicht, aber Riffkeramik, Lebendes Steine oder auch Ablegersteine bekommt man damit durch. Nicht immer beim ersten Mal, aber es geht.
Grüße
Chris
Hallo Sandy,
vielleicht hat das der Hersteller mittlerweile geändert, ich hatte nur einmal das Originalvlies und da ist das passiert was du beschrieben hast. Abschäumer bricht zusammen, das Vlies verbraucht sich sehr schnell. Ob das immer noch so ist, weiß ich nicht. Eigentlich etwas unverständlich, daran verdient man ja. Den Filter kann man nur einmal verkaufen...
Daniel, es gibt immer mal wieder Diskussionen. Das Vlies hängt ja eine Weile im Wasser und wenn die Schweb- und Schmutzstoffe, Futterreste usw. da lange drinnen hängen, werden diese Stoffe umgewandelt in Nitrat. So ist zumindest die Argumentation.
Das ist auch, wenn ich mich richtig erinnere, ein Argument für den schrägen Filter von Klaus/RE, da bleibt das Vlies nicht so lange im Wasser. Ist sicher die ideale Konstellation, aber zumindest bei mir gibt es keine Probleme mit der senkrechten Bauweise.
Grüße
Chris
Hallo Andreas,
ich habe einen Clarisea 5000, seit 3 Jahren (500 Liter). Bin sehr zufrieden, macht was er soll, so gut wie keine Probleme. Rollenwechsel mit ein paar Tricks in 10 Minuten erledigt, mit trockenen Händen.
Das Vlies hole ich von riffgrotte, super Qualität, keine Beeinflussung des Abschäumers.
Mein Nitratwert pendelt seit Anbeginn zwischen 0-5, ich kann NICHT bestätigen, dass der Vlieser dieser Bauart zur Nitratschleuder wird (wie manchmal behauptet wird).
Grüße
Chris
Hallo Ingo,
ich habe zwei nachgeschaltete Harzfilter und trotzdem Silikat im Becken. Je nach Ausgangswasser muss man schon recht viel Harz und kurze Wechselintervalle haben, damit wirklich immer alles heraus gefiltert wird. Und selbst dann gelangt Silikat über Meersalz, Futter und andere Zusätzen ins Wasser. Aber du hast Recht, es ist ein wichtiges Element, auch für Schwämme und Muscheln.
Mario, das hängt halt sehr von der Qualität des Leitungswasser ab. Ich würde es nicht machen, zum einen ist das Leitungswasser nicht immer identisch, es gibt Schwankungen, auch jahreszeitlich. Zum anderen habe ich unser Leitungswasser mal testen lassen. Manche Labore wie ATI bieten ja einen kostenlosen Osmosewassertest an und da mir das auf Dauer zu langweilig war, habe ich einfach mal Leitungswasser hineingefüllt.
Ergebnis: 372 µg/l Phosphor, entspricht 1,14 µg/l Phosphat, 29,06 µg/l Kupfer, 4125 µg/l Silicium, dann noch geringe Mengen Lithium, Barium und Zink.
Muss jeder selber entscheiden, aber das würde ich niemals in mein Becken geben
Vielleicht hast du besseres Wasser...
Grüße
Chris
Hallo zusammen,
faunamarin hat noch indonesisches Lebendgestein und da ich ja eh in der Nähe wohne, sollte es kein Problem sein. Claude hat da immer sehr gute Qualität und ein gutes Händchen für so etwas.
Ich bekomme im Hauptbecken schon noch einen Brocken unter, wollte das Riff eh etwas umbauen. Und der Rest wandert dann ins Technikbecken, mal sehen was sich daraus ergibt.
Als ich das Becken gestartet habe 2019 dachte ich eigentlich, dass viele Bakterien und Kleinstlebewesen mit dem Riffpfeiler aus meinem alten, kleineren Becken mit eingebracht werden. Ich habe also nicht komplett tot gestartet. Allerdings stand das alte Becken ja auch ein paar Jahre, insofern dürfte die Bakterienvielfalt da schon nicht mehr gegeben gewesen sein.
Was mir auch noch eingefallen ist, ich habe im alten Becken und auch die ersten 1,5 Jahre beim neuen Becken die Essentials von ATI verwendet. Das ist ja keine reine Kalkversorgung, sondern damit füttert man über organische Karbonatquellen auch die Bakterien.
Man kennt es ja von Alkohol und anderem Bakterienfutter - es züchtet häufig einseitig bestimmte Bakterienstämme, die dann dominieren. Ist jetzt vielleicht weit hergeholt, aber vielleicht führt die "Fütterung" der Bakterien mit bestimmten Mitteln auf Dauer auch zu einer Verarmung.
Grüße
Chris
Hallo zusammen,
ich bin ja so froh, dass du dieses Topic gestartet hast, Chris, ich könnte stundenlang darüber schreiben!
Tue dir kein Zwang an
Ich finde es auch sehr spannend, insofern kann man da ruhig etwas mehr ins Detail gehen. Ich finde es schon sehr erstaunlich, was mittlerweile möglich ist. Mir ist zwar schon klar, dass man das nicht unbedingt benötigt und die daraus ableitbaren Handlungsempfehlungen letztlich auch überschaubar sind. Aber alleine zu sehen, welche Organismen (die man normalerweise eben nicht sieht) im Becken vorhanden sind ist schon sehr interessant.
Ich werde dann mal Lebende Steine einkaufen und dann nach 2-3 Monaten nochmal testen. Mich würde es einfach interessieren, ob und wie sich die Beckenbiologie verändert. Ich war ja mal kurzzeitig auf dem Trip, dass man gut auf Lebende Steine verzichten kann, so wie es aktuell in Mode ist. Schnell starten mit flexibler Riffgestaltung durch Totgestein, die Bacs kommen dann schon mit den Korallen mit.
Grundsätzlich funktioniert es ja und es ist sicher nicht falsch, aber Lebende Steine sind und bleiben halt nach wie vor etwas besonderes. Claude von faunamarin verwendet bei neuen Ablegerbecken nach wie vor Lebende Steine und auch wenn er selbst Bakterienpräparate im Angebot hat, rät er eindringlich, zumindest ein paar Prozent Lebende Steine beim Start einzusetzen. Die Orgainsmen- und Bakterienvielfalt lässt sich mit keinem noch so gut gemachten Präparat ersetzen.
Grüße
Chris
Hallo,
jetzt wo du es sagst, Siegfried, fällt mir es auch auf
Die scheinen kamerascheu zu sein, ich habe mein Becken neulich vorgestellt, da ist auch eine Liste der Fische (Link). Aber lustig, dass man auf beiden Bildern kaum einen Fisch sieht, normalerweise wuseln die ständig herum, auch im Freiwasser.
Was ich mit dem obigen Text sagen will: Real Reef Rocks + Microbe Lift reicht nicht aus. Man benötigt Lebendgestein (keine bewachsene Riffkeramik!).
Sehe ich auch so! Ich war gestern noch bei Mrutzek auf der Homepage und habe nach dem "echten" Sand aus der DSB Anlage geschaut, das werde ich auch versuchen. Von den ganzen Bakterienpräparaten habe ich noch nie viel gehalten. Mag sein, dass sie gezielt funktionieren, um z.B. Nährstoffe zu senken, aber zur Beckenbiologie tragen sie sicher nicht viel bei.
Ich wohne in der Nähe von faunamarin, die haben echtes Lebendgestein, da fahre ich zwischen den Feiertagen mal hin. Mal grundsätzlich: aktuell ist mein Technikabteil beleuchtet, da ich dort ein paar Ableger hängen habe. Macht es Sinn, dort auch ein paar lebende Steine hineinzulegen? Ohne Beleuchtung wohl eher keine gute Idee, aber mit Licht sollte es ja kein Problem sein. Ich weiß jetzt nicht, ob die Bakterien nur auf dem Gestein wandern oder ob sie auch ins Freiwasser gelangen (in nennenswerter Anzahl) und somit oben im Becken ankommen... Vielleicht eine blöde Frage, aber ich weiß es wirklich nicht.
Grüße
Chris
Hi Tina,
ich habe mal ein neues Thema aufgemacht, da gestern die Ergebnisse der Aquabiomics Analyse gekommen sind. Da habe ich auch zwei Bilder eingefügt mit der Gewebeablösung.
Grüße
Chris
Hallo zusammen,
ich habe vor ein paar Wochen über OCEAMO einen Aquabiomics Test machen lassen. Das wird in den USA gemacht, kurz erklärt untersuchen die eine Wasserprobe und können anhand der DNA Reste sehen, was sich so im Becken befindet. Das beinhaltet Fische, Korallen, Schnecken, Würmer, Schwämme, Algen, Cyanos und alle möglichen sonstigen Kleinstlebewesen und Bakterien.
Die Testergebnisse findet ihr im Anhang.
Es fängt gleich mal mit etwas Ernüchterung an was die Bakterien anbelangt. "Your tank's diversity is among the lowest of tanks we have tested"
Interessant wird es dann ganz unten unter "Coral Pathogens", da wurden eine erhöhte Menge Shimia sp. Bakterien nachgewiesen, die in Zusammenhang mit STN stehen.
STN tritt bei mir immer mal wieder auf, meist in ein Jahres Abständen und ich sehe keinen Zusammenhang mit den Wasserwerten, Licht oder Strömung. Das erhöhte Vorhandensein von potentiell schädlichen Bakterien ist allerdings schwierig zu interpretieren für mich. Gedeihen die Bakterien, WEIL einige Korallen an STN leiden oder sind die Bakterien verantwortlich für eine höhere Anfälligkeit der Korallen?
Es gibt auch keine wirkliche Handlungsempfehlung, Aquabiomics verweist auf Antibiotika, empfiehlt die Anwendung aber nicht, aus den bekannten Gründen.
Ich werde jetzt mal versuchen, ein paar lebende Steine unterzubringen, einfach um die Bakterienvielfalt wieder etwas aufzufrischen.
Die zweite Analyse ist interessant, denn da werden alle möglichen Organismen genannt, die in meinem Becken vorhanden sind. So Sachen wie Schwämme, Würmer, Schnecken, Algenarten usw. Irgendwie spannend!
So, jetzt zum Becken zurück. Ich habe mein Becken ja vorgestellt vor kurzem und generell läuft es sehr gut. Ich kann mich nicht über Wachstum und Farben beklagen, hier nochmal eine Ansicht vom Becken:
Wenn es läuft, dann läuft es und letztlich ist es egal, was ein Labor sagt. Wenn da nicht die STN Probleme wären, die halt doch regelmäßig auftreten. Hier mal zwei Beispiele:
Vielleicht ist es für den einen oder anderen interessant. Ich denke, so was wie Fischpathogene, Vibrionen, eventuell auch mal bei hartnäckigem Cyanobefall die konkrete Art zu bestimmen, macht sicher Sinn. Mit der Analyse können auch Strudelwürmer, Bortenwürmer usw. sicher bestimmt werden.
Wie auch immer, ich fand es einfach interessant und wollte in Zusammenhang mit den STN Problemen auch mal wissen, ob Korallenpathogene nachgewiesen werden können.
Grüße
Chris
Hallo Stefan,
Tankfeilenfische gehen ziemlich sicher an Glasrosen. SPS interessieren sie nicht, sie können sich aber an Krusten und LPS zu schaffen machen - wenn man Pech hat.
Grüße
Chris
Hallo Tina,
ich würde auch eine Überprüfung der Messung in Erwägung ziehen. RTN ist es auf keinen Fall, da kannst du zuschauen wie sich das Gewebe ablöst, das geht innerhalb von Stunden bis wenige Tage. STN bezeichnet das langsame Absterben des Korallengewebes von unten her. Die Ursachen sind letztlich nicht geklärt, aber oft führt zu wenig PO4 und Schwankungen der Wasserwerte dazu. Irgend etwas schwächt die Korallen und dann stirbt das Gewebe von unten her ab.
Habe so etwas ähnliches, aber es scheint nun gestoppt. Wichtig ist, die Wasserwerte konstant zu halten. 50% Wassertausch auf Verdacht ist schon viel, da halbiert sich z.B. Phosphat mit einem Schlag um die Hälfte. Mögen viele Korallen nicht so gerne...
Ich habe es ehrlich gesagt aufgegeben, nach spezifischen Ursachen zu suchen. Wenn die Wasserwerte konstant sind und nachprüfbar passen, die Spurenelemente innerhalb der Vorgaben sind und Strömung und LIcht auch ausreichend sind, dann kann ich schlicht nichts mehr tun. STN tritt meiner Erfahrung nach selektiv auf. Zwei Korallen steht direkt nebeneinander bei gleichen Verhältnissen, die eine ist betroffen, die andere nicht. Ich schaue mir das eine Weile an und fragmentiere, wenn es nicht von alleine aufhört. Bei meinem aktuellen Becken ist das innerhalb von drei Jahren dreimal passiert, immer in so Schüben.
Ich kenne das aber ausschließlich nur als gleichmäßiges Absterben von unten her. Da sind keine Flecken mitten um gesundes Gewebe wie bei deinen Bildern. Vielleicht ist das dann doch was anderes. Ich versuche mal ein Bild von einer betroffenen Korallen zu machen zum Vergleich.
Grüße
Chris
Hallo,
vereinzelt sieht man welche, aber der Großteil dieser braun-grünen Beläge dürften Algen sein, müsste man zur genauen Bestimmung mikroskopieren. Sieht aber recht gewöhnlich aus angesichts des jungen Beckens + Start mit Totgestein.
Etwas schwer zu erkennen, aber der Sand sieht auch recht gut aus, ich kann da keine Beläge erkennen. Sieht alles wie eine typische Einfahrphase aus, ich würde da wirklich nicht allzu viel machen und ändern.
Grüße
Chris
Hi,
geh auf das Bild im iPhone und drücke die Austaste und die Home-Taste gleichzeitig. Dann wird ein Screenshot von deinem Bild gemacht, was wesentlich kleiner ist von der Dateigröße her.
Gruß
Chris
Hi Lucas,
es gibt wenig Versorgungssysteme, die "all-in-one" bieten, also neben der Spurenmetall- und Kalkversorgung auch die organische/Nährstiff Seite abdecken. Sangokai macht das mit deren "Start" System, da wird dann auch Phosphat und Stickstoff dosiert (Nutricomplete). Rolf empfiehlt ja immer das easy System von Bartelt, das möchte ich nicht unerwähnt lassen. Die haben glaube ich auch eine NP Kombination für den Start.
Aber natürlich hast du die freie Wahl. Solange du keinen Verbrauch hast, macht es natürlich wenig Sinn, jetzt mit Ballling anzufangen.
Absaugen und stören, ich verwende dafür immer so eine riesen Pipette von faunamarin, die nennen es "reefbuster". Damit kannst du die Fetzen einsaugen. Ich habe das Wasser immer mit entsorgt und gegebenenfalls durch frisches Wasser ersetzt.
Habe mir auch anderes Salz gekauft da ich gelesen hab das es auch helfen soll
Das meinte ich weiter oben. Wenn du jetzt überall Dinge veränderst, besteht halt auch die Gefahr, dass die Korallen das nicht mögen. Klar, der Salzwechsel kann helfen, wenn im Salz des vorherigen Herstellers irgendwas enthalten war, was Cyanos irgendwie mögen. Bei Markensalzen wie von Tropic Marin oder Fauna Marin bist du auf der sicheren Seite, das verwenden sehr viele.
Grüße
Chris
Hallo Lucas,
bei der Masse an Cyanos wird es schwer
Spaß beiseite, das ist ein leichter Cyanobefall, der durchaus sehr häufig vorkommt, vor allem in der Anfangsphase. Cyanos sind Erstbesiedler und prinzipiell nicht "der Feind". Klar, sie sehen optisch nicht gut aus, bedrängen irgendwann auch Korallen und einige produzieren zudem noch Giftstoffe. Aber sie sind in aller Regel gut beherrschbar und verschwinden auch wieder.
Was ich jetzt nicht machen würde ist, alles mögliche zu ändern. Den Phosphatwert würde ich auch anheben, nicht nur wegen der Cyanos, da gibt es im Handel diverse Lösungen unterschiedlicher Hersteller. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen.
Was bei mir immer ganz gut funktioniert hat: Beläge regelmäßig (täglich) absaugen, also immer wieder stören, alle Wasserwerte kontrollieren und Konkurrenz einsetzen. Auf deinem Bild sieht man sehr schön, wie die Cyanos auf freien Flächen wachsen, wo sie keine Konkurrenz haben. Erst wenn der Befall schlimmer wird und die oben genannten Maßnahmen nichts bringen, würde ich weitere Maßnahmen in Betracht ziehen.
Es gibt einfach zu viele mögliche Ursachen und zu viele möglichen Eingriffe. Die einen schwören auf Bakterienzugaben, die anderen auf Planktonzugabe, andere wiederum dunkeln ihr Becken ab, da gibt es viele "Erfolgsgeschichten". Ich habe immer den Eindruck, dass die Cyanos so wie sie plötzlich gekommen sind, auch genauso plötzlich wieder verschwinden.
Mir ist vor 2 Jahren mal ein Teil vom Riffaufbau eingestürzt. Ich habe es dann fast wieder so aufgebaut wie es war, mit den selben Steinen und kurz darauf haben sich an diesen Stellen Cyanos breit gemacht. Die habe ich dann immer wieder abgesaugt und einfach ein paar robuste Korallen drauf geklebt, dann war der Spuk nach ein paar Wochen vorbei...
Grüße
Chris
